Der Wert der Mark im Auslands.
Verunglückten entfernen.
1.17
trat
*
Brieskasten der Lchristlettonr.
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Kursbericht
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311
Deutsch» Bank.
Diskont SefeBto- 249.
Dresdner Bank . 222 -
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lendenz: lebhaft.
596)
Marburg, den 10. August 1921.
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65004
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65006
Marburg, den 10. August 1921.
(594
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Handels- und Marktnachrichten.
Frankfurt a:M., 15. Ang. Wrtreidemarkt.) In der vergangenen Woche sind wiederholt Regenfälle emaetrrten, so daß die Gefahr, die von der Dürre drohte, zum Teil gemildert worden ist. Namentlich zeigen eine auffrischende Färbung die Wiesen. $fefe8 mochte wohl der Anlaß gewesen sein, daß in Futtermitteln das Geschäft heute nicht so lebhaft war. Unter dem Einfluß der arrsländischen Devisenpreise gestaltete sich die Tendenz aber vorwiegend fest. Die Preise in ff feie und Futtermehl haben sich weniger verändert. Höher gesucht waren Viktoriaerbsen. Andere Hülsenfrüchte fehlen noch. In Sämereien war wieder größere Nachfrage nach Rotklee zur Nachsaat. Weizen ruhiger bei schwankenden Preisen. Weizenmehl sowie Roggcnmehl hatten stiller Geschäft. Kaufneigung machte sich für Reis bemerkbar. Heu blieb gesucht. Stroh gut behauptet. MaiS 300 bis 305, Valencia-Reis 820—830, Burma-Reis 680 bis 690. ES ließen sich ferner folgende Preise pro 100 Kilo ieststellen: Weizen 465, Roggen 400, Weizenmehl Nr. 0 725, Inlandserbsen 400—425, Viktoriaerbsen 500 bis 550. Rangoonbohnen 320—340, Brasilbohnen 300—310, Wicken 350, Heu 200—210, Stroh 65—70, Donauhafer 375—380 Ml.
Cassel, 15. Rüg. (Schlachtviehmarkt.) Der Gesamtaustrieb der Tiere erreichte die Stückzahl 455. Davon waren 141 Stück Großvieh und 314 Stück Kleinvieh, und zwar 23 Ochsen, 9 Bullen, 54 Kühe, 55 Rinder, 215 Schweine, 95 Kälber, 4 Schafe und Hammel. Ochsen, erste Qualität, wurden zum Lebendgewichtspreis mft 500 bis 650 Mark verkauft, zweite Qualität 400—500, Bullen 550—600, Färsen 600—675 Mark, Kühe, erste Qualität, 450—600, mäßig genährte Kühe und Färsen 250 bis 350, ffälber 500—700, Schweine 1200 bis 1400 Mark. Die Tendenz war sehr rege.
298-301 444-451 645—691 346 -3M
440 -481
270
Für die Schristfeitung verantwortlich: Kurt Hainke; für den örtl. u. Provinz. Teil: i.B. Andr. Gaßmann«
Frl. Gr. Wir find nicht berechtigt, aus andere« Zeitungen derartige Sachen ohne weiterer 3» über« nehmen.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Cassel, 15. Aux Der Verein chemaliger 83er feierte am Sonnabend seine diesjährige Feier zur Erinnerung an die Teilnahme des Regiments an der Schlacht bei Wörth und Lüttich. Man bemerkte unter den anwesenden ^reng ästen den Fürsten von Waldech General v. Hülsen, Graf v. Moktke und etwa 50 weitere ehemalige Offiziere. Die 9. Kompagnie des Jnf.-Regts. 15 war durch ihre Offiziere und eine große Anzahl Unteroffiziere und Mannschaften vertreten. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden ntchrn der Fürst von Waldeck das Wort, ging auf die Bedeutung der beiden Tag« für das Regiment ein und gedachtes der treuen Helden. General v. Hülsen hielt eine Ansprache!, in der er auf die Groß
taten des Regiments hinwies und auf die Bedeutung, die in der heutigen Feit den Frauen in der Erziehung der Jugend obliegt. Der Vorsitzende überreichte einer großen Anzahl Kameraden das Jubiläumsabzeichen des Preußischen Kriegerbundes für 25jährige treue Mitgliedschaft, indem er den Kameraden zugleich den Tank des Vereins für Treue und Anhänglichkeit aus- sprach.
Gersfeld, 15. Ang. Bei den gegenwärtig hier statisindenden Flügen mit motorlosen Segelflugzeugen ist Leutnant Leuch abgestürzt. Er war auf der Stelle tot. . .
F r ird b c r g, 15. Ang. Auf der Fahrt von Vilbel nach hier öffnete ein Reisender die Tür seines Abteils und kam der Aufforderung des Schaffners, diese zu schlichen nicht Fast im gleichen Augenblick .riß ein aus dem Nrbengeleis fahrender Güterzug die Tür vollkommen weg und zerschmetterte dem leichtsinnigen Reisenden die ein« Hand vollständig.
Mainz, 15. Aug. Am Samstag fuhr ein Soldat der Besatzuugstruppe mit der hier aufgestellten Achterbahn. Er steckte den Kopf zum Wagen heraus, der ihy: von einem schweren Eisenpfeiler vom Rumpfe getrennt wurde. Als man die Bahn zum Stehen gebracht hatte, mußte man den kopflosen Körper des
4*M/. Anatoli« .
4 7$ Bagdad E. B.
W e sie r a u 1s i ch t e n für Mittwoch, den 17. August; Wolkig bis bedeckt, einzelne Regenfälle- !
ANW MMKlWM
des Landratsamtes Marburg.
Der in der Gemeinde Wermertshausen zum Bürgermeister gewählte Landwirt Johannes Bnm dortselbst ist von mir bestätigt und ver- Psltchrci worden.
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410
sucht etr6..9tat «egt, 65018) Sandweg 1.
gestern der Ausschuß des Deutschen Deamtenbundes zu seiner Tagung zusammen, um über die neuen Beamtenforderungen und die Herstellung einer Einheitsfront mit den Arbeitergewrr^chaften zu beraten. Bundesdirektor Völker kam in seinem Vortrog zu dem Schluß, baß die ursprünglichen Forderungen bei Beamten aufrechterhalten und energisch burchgesetzt werden müssen.
Zuviel abgcliescrtes Hceresmaterial.
Berlin, 16. Aug. Es hat sich herauSgestellt, daß bei der Erfüllung des Ultimatums Handwaffen, Munition und allgemeine optische Geräte weit über die ersorderlichru Mengen abgriiefert worden sind und dadurch in den Vorräten der Zeugamter und Mu- ninonsanstaltcn Fehlbeträge eingetreten find.
Ermordung eines italienischen Sergeanten durch Polen.
Im „Lokalanz." schillert ein Augenzeuge die grausamen Mißhandlungen einer italienischen Sergeanten aus dem Bahnhofe Charlottengnrbe bei Rhbnik durch polnisch« Aufständische. Etwa 30 Mann rissen den Sergeanten aus dem Zugabteil heraus und schlugen unter Verwünschungen auf Italien solange auf ihn ein, bis er »usammenbrach. Die französische Bahnhosswache sah dem Vorfall untätig zu. Der Italiener, der sich wieder in den Zug geschleppt hatte, wurde dort weiter mißhandelt. Er ist an den Verletzungen gestorben.
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Kirchliche Nachricht««.
Wegen ter von den beiden evangelischen Gemeinden veranstalteten össentkichen Versammlung fällt die Bibel- stunde am Mittwoch Abend im PhilippShaus aus.
■ee«saeBe»BaEBSÄe^HeeeeeeemBii^eeeeeB
Letzte Nachvichte«. 4
Der Deutsche Beamtcnbund zu den neuen Forderungen.
Berlin, 16. Aug. Im Lehrervereinshaus
Geschäftliche SJHtMIangte. ’
Bon dunklen Existenzen werden über die 5Bie$'«i Versicherungs-Gesellschafta.G. zuSchwerich i. M lügnerische und verhetzende Mittellungen verbreitet, die die Unterschrift „Rrichslandbund Dr. von Köster^ tragen. Nachdem sich die Gesellschaft mit dem Reichs landbund in Verbindung setzte, stellte sich, wie auch gat* nicht anders zu erwarten war, heraus, daß dieser mit den fraglichen Schmähschriften nichts zu tun Hal. Tie .darauf erfolgte Erklärung des Reichslandbundes (Verkaufsstelle des ReichS-LandbuudeS, Abtcllung für Ser« I ficherungen) lautet wie folgt: Wunschgemäß bestätige«! tmr Ihnen, daß die uns zur Kenntnis vorgefegte Drucksache, unterschrieben mit: Der Reichslandbund, i A. Dr, von Koller, und ausgesertigt unter: Berkin W. 8 int August 1921, Kraufenstr. 2, Angaben über die Geschäftsführung und die Prämienpolftik der „Schweriner" betreffend, vom Reichs-Landbund nicht herausgegeben worden ist. Sin Herr Dr .von Köller ist unS wider bekannt, noch von uns mit der Abfassung ein« solche« Schrift beauftragt Wochen. So well uns bekannt, entspricht auch der Inhalt des Schreibens durchaus nicht den Tatsachen und ist jedenfalls, soweit er den Reichs« Landbund angeht, in allen Stücken erlogen. Wft sind auch bereit, entsprechende BerichtigungSschrriben ht unserer Presse zu veröffentlichen und werden weiter bemüht fein, durch Anzeige bei der Staatsanwaltschaft den Mißbrauch deS Namens „Reichs-Landbund" zu ahnden.
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f Der Casseler Ausstand.
; Tassel, 15. Aug. (Amtlich.) Der Ausstand' der \ Rftnbahnerschaft hat sich auf die Arbeiter der Haupt- jg.rf'iäffen und die Bahnmeistereien von einigen Güter- «Lsirligungen ausgedehnt. Außerdem siiü) noch Hrb:iter in M a r b u r g, Treysa, Bad Wildlingen und Paderborn in den Ausstand getreten. Unter fovtge- schter Hilfe der Beamtenschaft aller Gruppen ist es gelungen, den gesamten Personen- und Güterverkehr g,ft unbedeutenden Ausnahmen aufrecht zu erhalten. Es wird indessen ersorderlich sein, den : ■ jst-:jonenverkehr etwas einzufchr änken. Näheres 'darüber wird durch Anschläge in den Bahnhöfen 6c- bmnt gemacht.
t i Die Eisenbahndirektion hat die ausständigen Ar- dsiter durch Anschlag aufgefordert, die Arbeit sofort »ird e: aufzunehmen, andernfalls sie als entlassen : ■ gelten. Da die Arbeiter es abgrlehnt haben, die Kolstandsarbeiten zu verrichten, hat der Eisenbahn- direftionspräsident die Beamtenschaft zur Nothilfe auf- Dmften. Von der Beamtenschaft wurde dieser Aus- ; pkd.rung entsprochen.
i Weiter wird von der Eisenbahudirektion abends 6V; Uhr mitgeteilt, daß der EisenbahnarbeiferansstanL heute auf die Betriebsarbeiter der Bahnhöse Hann.- Küuden, Göttingen, Northeim, Kreiensen, Seesen, Warburg und Scherfede übergegrissen hat. Am heutigen Vormittag mußten 7 Pcrsonenzüge auf kürzere .Entfernungen ausfallen. Im übrigen wurde der gc- ßnntc Personen- und Güterverkehr ausrechterhalten.
Die Eisenbahndirektion vertritt nach wie vor den Standpunkt, daß VerhaMmigm über die Forderung der Eisenbahnarbeiter nur mit den hierfür zuständigen Hsitzenorganisationen in Berlin stattfindcn können, »eil der Reichslohntarif mit diesen abgeschlossen worden $L Dieser Standpunkt wird u. a. auch von den - Wsenbahnarbeitern von Nordhausen, die sonst ihre Forderungen immer sehr energisch vertraten, einge- «ommen. Sie haben cs deswegen abgelchnt, sich «n dem Ausstand zu beteiligen. Auch die Lokomotivführer und Schaffner wollen entgegen den um- lmrsenden Gerüchten nicht streiken. Das Casseler Gewerkschaftskartell, das sich heute nachmittag und «chknds eingehend mit den Forderungen der Eisenbahnarbeiter befaßte, hat beschlossen, den Ausstand Äs ordnungsmäßigen und nicht als wilden anznsehen.
werben. Nie »etfagenbi Feuerhüdrant. Wo, Ja< die Geschästsst.? 58i
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Der Landrat. v. Loewenfttln.
Den Einwohnern von Cölbe, Göllingen und Reddehausen. die sich beim Löfchen der am 14. 1*6 15. Juli d. IS. in der Oberförsierei Wetler- <11 (Försterei Reddehausen), ausgebrochenen «alddränben in hervorragender Weise beteiligt öabeit, spreche ich im Auftrage drr Regierung nL-tciiiutg für Domänen und Forsten in Cassel ■hentürf) eine Anerkennung für ihre tatkräftige 4>il!c(eiftun(T auS.
Ick, ersuche die Herren Bürgermeister dieser Crhrvaften, die Einwohner hinvon ht Kenntnis * setzen.
Der an das Grundstück der Witwe Schmand in Schönstadl anstoßende Teil d«S Gemeinde- Weges, .der Schlacker*, Kartenblatt 12. Varzelle 89/66, soll eingezogen werden. Etwaig« Einwendungen sind gemäß § 57 deS ZnstSndiakeits- gesetzes binnen 4 Wochen bei bet unterzeichneten Wegepolizeibehörde bei Meldung des Ausschlusses zu erhebe«.
Schönstadt, den 8. August 1921.
~ Berlin, 15. Aug. An der Nctvhorker Börse vo» Samstag ist der M a r k kn r s, der sich am Freitag atq estim 1,21 (Schlußkurs) belaufen hatte, auf 1,16V« zurückgegangen. Tiefer neue Kurssturz bringt den Markkurs in eine bedenkliche Nähe zu dem siessten Stand den die Mark jemals in Amerika inne gehabt hat.
Berliner Produktenmarkt.
Preise für 100 kg. ab Station:
v Berlin, den 15. 8. 1921.
Eh. ......,
Dtaet Eenuhfch. Berlin. Sandel»
Der Landrat. v. Loewenstein.
Betrifft: Befahren der Bankets.
e Es liegt Veranlassung vor, auf den g 32 der xolizeiverordnung des Herrn RegierungS-Prä- Menten in Cassel vom 17. April 1909 binzu- xttscn, wonach das Befahren der Banketts der ^ändstraße und Landwege verboten tft.
Tie Straßen- und Laudwege-Arbeiter baben Kberrrcmngen dieser Vorschrift zur Anzeige zu »ringen.
tz^,Jch ersuche die Herren Bürgermeister, Vor- «bendeS bekannt zu geben.
k Marburg, den 12. August 1921. (593
Der Landrat. v. Loewenstrin.
Speiseerbsen, Liktoria- erbfen 560—610
Speifeerbf. klein«« —
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'302- .243- . 250.—
Umsatzsteuersystems, ebenso aber auch die Einführung einer Verbrauchersteuer nachdrücklichst ab, da in ihnen Hmtdelsseindlichkeft in hohem Maße imietoohnf, oagegen fordern sie die Einführung der Umfatzbesteuerung in den vorgefchlagenen Formen."
■* Arbeiter-Turnfest. Auch der letzte Tag des Turnfestes ist ohne Störung verlaufen. Am Vormittag fand auf dem Festplatz ein Frühschoppcnkonzert statt. Gegen 2 Uhr bcwehte sich ein Festzug durch die Straßen. Die sich anschließenücn Schülersrciübungen wiesen leiser eine geringe Beteiligung auf, was wohl auf die Schulferien zurückzuführen ist. Am Abend wurde ein Feuer-- werk abgebrannt, nnd gegen 11 Uhr hatte das Fest fein Ende erreicht.
* Schied's sprn'ch int Lahnbeigban. Ter vom Reichsarbeitsministerimn gebildete Schlichfltuas- ausjchuß fällte in der Lohnstreitigkeit int Erzbergbau des Lahngrbietes folgenden Schiedsspruch: Eine Lohnerhöhung tritt nur im Zink- und Bleierzban vom 1. Juli ab in dieser Weise ein, daß der tarifliche Hauerdurchschnittslohn um 2 Mark erhöht wird, so daß die über 20 Jahre alten Schichtlöhner eine Lohnzulage von 2 Mark, die von 18 bis 20 Jahren eine von 1.50 und die unter 18 Jahren eine solche von einer Mark auf den jetzigen Cchichtlohn erhalten. Für all: Bergbaubetriebe im Bezirk des Lahnarbeitgebec- verbandes wird vorü 1. Juli ab das Kindergeld für nicht eriverbstätige Kinder unter 15 Jahren auf eine Mark je Schicht und Kind erhöht. Die Parteien haben sich bis zum 17. August darüber zu rrllärrn, ob sie sich dem Schiedsspruch uuterwersen.
* Familiengeschichte. Von der Ortsgruppe Fraulfurt des „Rolaud"-VereinZ für Stamm-, Wappen- üich Siegelkunde wird uns geschrieben: Es ist in der heusigen, besonders ernsten Zeit ein erfreuliches Zeichen des langsam wieder erstarkenden Volksbewrißtseins, daß wohl bemerkbar rin deutscher Bürgersinn wieder erwacht, der wie in alter Zeit, sich stolz tüchtiger und toackerer Vorfahren in Treue erinnert. Der Wert der Familiengeschichte bricht sich Weller Bahn, überall zeigen sich neue Freunde der Familiengcschichtssorschung, die bestrebt sind, aus dem hin- und herwogcnden Meer von Namen und Menschen, die wie die einzelnen Tropfen kommen und verschwinden, ihre Vorfahren zu ermitteln, wie Felfeit, einzelne Jamiliengruppen zu bilden und ihre GeWchte festzulegen., sie außerdem vor Vergessenheit zu bewahren. Bei der vielfachen Dürssigkeit der Quellen und dem auch leider öfters zu bemerkerchen Mangel an Wertschätzung der Geschichte bürgerlicher Familien ist es für die Famisiengejchichtsforfchung ost nicht leicht, wirklich lückenlose und einigermaßen abgerundete Darstellungen zu bekommen. Es bedarf ost unendlich vieler Arbeit und in manchen Fällen großer Ausdauer. Als äußerst wertvolle Anleitung zu diesen Arbeiten wird das Werk von Erich Weissenborn, Quellen und Hilfsmittel der Fatitiliengeschichte, Leitfaden für Freunde der Familien- forschung, vom „Roland" gekrönte Preisschrist, empfohlen. Ferner ist als eine Fundgrube für Forscher der Familiengeschichte in Hessen da? in Friedberg erschienene Werk „Hesfen-DarmstädtischeS Pfarrer- und Schulmeistcr« buch" zu begrüßen. Tas Buch enthält für eine große Anzahl von Pfarreien der ehemaligen Landgraffchast Hesfen-Darmsückt die Personalien aller Pfarrer und Schulmeister, d. h. Literaten, die von der Reformation an bis zur Gegenwart in diesen Pfarreien wirkten, zumeist auch die Geburts- und Todestage, Name und Beruf des Vaters, Ort des Univerfitätsstudiums usw. Außerdem^ befinden sich in dem Werfe zu jeder Pfarrei kurze Nachrichten über die Entivickesitng der Gemeinde- und StellenbesetzungsverhAtnisse (Patronate), soioie des Schulwesens insoweit es sich um eine mit studierten Lehrern zu bcsetzeude Schule handelt. Das Buch wird allen Familien- forschern in ganz Hessen und weit darüber hinanS eine willkommene und zuverlässige Quelle fein, die fast jedem «Üvas bietet Nähere Auskunft erteilt der Vorsitzende der Obmannschaft, Rechnungsrat Stamm, Eisenb.-Ober- inspektor in Frankfurt a. M.
Th-ater, K»>zerte, Betf<*mlu*gen vsm.
* R. Sp. B. Germania 08 e. V. Heute abend finden die Reigencinteilungen für das Stiftungsfest statt. Die Mitglieder der Damenabfeilung wollen daher heute abend pünktlich 71/« Uhr int Fronhof zu dieser erscheinen. — Morgen, Mittwoch abend, pünftlich 81/* Uhr findet im Fronhvf eine wichftgc Versammlung statt, wozu alle Mitglieder dringend «rscheimn müssen.,
F«nruk 29, 136
r>'/„ Ärieosant, . .
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Wie uns mitgeteilt wird, ist die Technische Not- chilfe in Marburg, Frankenberg nnd Treysa eingefetzt worden. Es sehsr aber noch sehr an Helfern. Im Interesse der Allgemeinheit ivird erwartet, daft sich weitere Hilfsleute zur Verjügung stellen und daß dir, die sich bereits gemeldet haben, auch erscheinest.
--*--
Marburg und Umgegend.
Marburg, 16. August (Ernting).
* Beamten- Pers ort al-Naürichten. Be rufen: der Lkandmesser Karl Schütrumpf in Hcrsfelo <uw 1. August 1921 zum Kftastrrlandmefser. Ucber- traßen: dem früheren Kreisrendautcu Grosser! in Kchwetz, zuletzt in Köthen, die Landesrentmeisterstclle in Uschwege. Versetzt: der Regierungsbaumeister Zölffel ta Marburg nach Wefel zum 15. August.
*ReformierteGemeinde. Morgen, Mittwoch, sollen die diesjährigen Konfirmanden angrmeldet werden. Die Anmeldung geschieht durch die Ellern der Kinder, und Uvar für die des Nordbczirks bei Herrn Pfarrer Plannet, Marbacherweg 10, für di« des Südbezirks bei Herrn Pfarrer Eisenberg, Wörthstraße 35. Tie Wahl der Stunde •m Mittwoch blsibt den Eltern der Kinder überlafscn.
* Protest Versammlung. Die von den Handel- und Gewerbetreibenden Marburgs für Sonntag Borsmittag riuberufettc Protestversammlitna war gut besucht. Herr Rumps leitete die Versammlung. Der Protest richtete sich gegen die Umsatzsteuer und gegen den weiteren Ausbau des jetzigen Umsatzsteuersystrms. Aus den Aussührtmgen des Herrn Rumpf ist zu erwähnen, daß der Gewerbetreibende in Berlin nicht genügend vertreten sei. Anders fei eS bei der Großindustrie und der Landwirtschaft. Diese hätten es verstanden gegen unbequeme Steuern Front tu machen. Die Gewerbetreibenden feien zu jeder Zell trreit mitzuhelfen die Lasten des Reiches zu tragen, verlangen aber «ine gleichmäßige Besteuerung. Herr Arnc- fcann wies auf die Konkurrenz des Einzelhandels sowie etf das Hausierertum hin und betonte die Notwendigkeit des Protestes. Nachdem noch einige Herren gesprochen hatten, verlas Herr Rumps Entschlüsse und Cntscheidun- 6rn. die von der Handelskammer gefaßt waren. Hierauf wurde folgende Entschließung angenommen: „Die in Mar- durg heute im Haus Seebode versammelten. Handel- und Gttverbetreibenden, Teilnehmer einer Protestverfamml'tng ,gegen die Umsatzsteuer, lehnen jeden Ausbau des jetzigen
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