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DI«Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

4.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Svort-Ztg." 1 Mk. mehr.

j tJj» 167 Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. k Verlag von Dr. C. Hitzeroth.Druck der Univ.-Buchdruckerei von Loh. Aug. Koch,

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Der Londoner Schacher

mit

upt ein Uebrrblick über die Lage geiuinnfit

Wei! fick übe

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urb Ndbuik, dustriebczirtd

sondern auch Teile des -iaentlichen In- n Oberschlesien von Deutschland losreißt.

dann zum Hotel Erillon zu einer Besprechung Lloyd George und Lord Curzon.

Von zuständiger Seite wird gemeldet, daß

die um um

fung eines Erenzvorschlages für Oberschlesicn un­mittelbar fortzusetzen.

Paris, 11. Aug. (Havas.) Während des ganzen gestrigen Tages haben die Sachverständigen und die Oberrommiffare für Overschlesien daran ge­arbeitet, die ländlichen und halbstädtischen Gemein­den zu bestimmen, die mit jedem einzelnen In­dustriezentrum des oberschlesischcn Zndustriebezirks eng zusammengehören. Sie sind jetzt dabei, aus den Ergebnissen der Abstimmung heraus die Ver­teilung der deutschen und polnischen Bevölkerung für jedes einzelne Auswechselungszentrum sestzu- siellen. Der Oberste Rat wird also mit noch die Aufgabe haben, zwischen diesen Austauschgruppen die Grenze zu ziehen nach dem Verhältnis der Be­völkerung.

»Mekhmimm.

Der Bericht der Sachverständigen.

Paris, 11. Aug. Lloyd George und Lord Curzon verhandelten heute vormittag von 8% Uhr bis nach 11 Uhr im Hotel Crillon. Wie die Havasagentur berichtet, ist in dieser Unterredung eine Einigung über die oberschlesische Grenzfrage nicht erzielt worden. Die Sachverständigen vol­lendeten ihren Bericht und legten ihn im Sekre­tariat der Konferenz nieder. Er stellte eine grö­ßere Anzahl autonomer sogenannter Inselchen innerhalb des Jndustriebezirkes fest, die als unteil­bare Einheiten bezeichnet werden. Jetzt müsse zwischen den einzelnen Enklaven eine Grenzlinie ge­zogen werden. Diese Aufgabe sei nicht mehr eine technische, sondern eine politische und ethno­graphische.

Paris, 11. Aug. Ministerpräsident Vriand und Minister L o u ch e u r kehrten um 4 Uhr nach­mittags aus Rambouillet nach Paris zurück. Cis berieten bis 6 Uhr miteinander und begaben sich

tz Mrchmm in Mn.

nr* Frühere Einberufung des Reichstages?

Berlin, 11. Aug. (Amtlich.) Der Reichs- .anzler hat den Reichstagspräsidenten L ö b e und den Vorsitzenden des Reichstagsausschusses für aus­wärtige Angelegenheiten, Abg. Dr. S t r e s e - mann telegraphisch zu einer Besprechung nach Berlin gebeten.

Dazu erfahren die Blätter aus parlamentari- fchcn Kreisen, daß es sich bei dieser Besprechung um eine Erörterung der politischen Eesümtlage handele, deren Ernst die Reichsregierung veranlaßt habe, nit den beiden berufenen Vertretern des deutschen Parlaments möglichst enge Fühlung zu nehmen. LautDeutscher Allg. Ztg." sei es aber zum min­desten verfrüht, hieraus auf eine sofortige Einberu­fung des Auswärtigen Ausschusses oder sogar des Reichstags schließen zu wollen. Entscheidende Dis- . Positionen nach dieser Richtung hin könnten erst »ach der Entscheidung über Oberschlssren getroffen werden.

Die neuen Gehaltsforderuugen der Beamten.

Berlin, 11. Aug. In Berlin beginnen morgen bit Beratungen der Zentralorganisationen der Reichs-, Staats- und Kommunalbeanrten bezüglich der Gehalts- sorderungen . Die Vorschläge .welche von den cinzelten Organisationen gemacht werden, stimmen in der Haupt­sache darin überein, daß eine 30- bis 40prozentige Er­höhung der Teuer» ngsznläge verlangt wer­den soll. Weiterhin soll auch die Frage ausgerollt wer- den, ob nicht angesichts der gänzlich veränderten wirtschaft­lichen Verhältnisse eine Neuregelung des G rund« lohnes sich als notwendig erweist. Nach den innerhalb der Organisationen ausgestellten Berechnungen würde bei Bewilligung der Forderungen das Reich für die Reichs­beamten einschließlich der Reichswehr etwa 7Milliar­den Mark aufzubringen haben. Die Mehrleistungen der Länder und Gemeinden für Pensionäre und 8-enteu- empfänger würden sich ebenfalls auf 78 Milbarden Mar! stellen.

Für freie Getreideeinfuhr.

Br rlin, 11. Aug. Wie verlautet, hat am 10,8. eine Sitzung int Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter dem Vorsitz des Reichsmiuisters Hermes stattgesunden, in der die Frage der freien Einfuhr von Brotgetreide, Weizen und Roggen mit dem Aufsichts- rat der Eiufuhrgesellschaft für Getreide und Futtermittel und den-vereinigten Vertretern von Handel, Landwirtschaft und der Mühlenindustrie erörtert wurde. Sämtliche Ver­treter der genannten WirtschastSgruppen sprachen sich, namentlich mit Rücksicht auf die derzeitige Pccitrilduug kür Weizen im Inland, einstimmig für die sofortige rest­lose Aufhebung der bisher bestehenden Einfuhrsperre für Brotgetreide aus. Die Entscheidung des Reichs­ministeriums in der Frage soll in den nächsten Tagen erfolgen.

Marburg

Freiing, dm 12. AM Gmting.

Sitzung des Obersten Rates, die heute abend 5 Uhr stattfinden sollte, vertagt worden ist, dem französischen, englischen und italienischen Mi­nisterpräsidenten die Möglichkeit zu geben, die Prü-

Die Gegensätze.

Paris, 11. Aug. Heber die Verhandlungen, die heute vormittag zwischen Lloyd George und Lord Curzon und Ministerpräsident Vriand und Loucheur geführt wurden, um zu einer Entscheidung in der oberschlesischen Frage zu gelangen, berichtet die Havasagentur ferner, auf englischer Seite k: man wenig geneigt, Entgegenkommen zu zeigen. Man halte sich an die Marinilinie, die abgesehen von einigen Veränderungen wesentlich den gleichen Erenzvorgang enthält wie die sogenannte Percival- linie. Französischerseits glaube man, daß eine der­artige Grenzlinie für Polen gänzlich ungeeignet sei. Als die Verhandlungen gegen 11% Ahr ihr Ende erreichten, sei man auf diesem Standpunkt an­gekommen. Es scheine also, daß der englisch-fran­zösische Standpunkts aufs neue scharf gegeniiber- stehen.

. Abreise Lloyd Georges.

Paris, 11. Aug. Havas berichtet, daß man in den englischen Kreisen der Konferenz versichere, Lloyd George habe die Absicht, Morgen mittag Paris zu verlassen. Er ist genötigt, am Sonnabend in London zu jein, um mit seinen Minifterkolleaen über die irische Frage zu beraten. Nachrichten, die er im Laufe des Abends durch Flugzeuge aus Lon­don erhalten hat, sind, wie es scheint, nicht so alarmierend, wie man zuerst geglaubt habe, aber doch von^einer solchen Bedeutung, da sie einen bal­digen Zusammentritt des Kabinetts notwendig

Die Verfassungsfeier.

Berlin, 11. Aug. Die Feier des VerfassungS- tages in der Staatsoper nahm, wie daS offiziöse Wolfs- Büro meldet, einen würdigen und eindrucksvollen Verlauf. Vor dem Opernhaus, das mit Fahnen der Republik ge­schmückt war, war eine Kompagnie der Reichswehr aufge­stellt, deren Front der Reichskanzler und der Reichs- präfchent abschritten. Das Hans selbst war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ter Reichspräsident mit Beglei­tung und einige Minister nahmen ihren Platz in der großen linken Seitenloge. Auf den übrigen Plätze» des ersten Ranges sah man die übrigen Reichsminister, bic jetzigen und früheren, die Vertreter der Länder, die Führer der Fraktionen .sowie die Spitzen der Behörden, während die übrige amtliche Welt, sowie Vertreter von Krmst, Wissenschaft, der großen Arbeiterorganisationen und der Presse sich auf die übrigen Plätze des weiten Rau- mes verteilen. Die Freischützouvertüre, unter Leitung des Generalmusikdirektors Blech von dem Blüthnworche- ster geipielt, leitete die Feier glanzvoll ein. Dann trat an Stelle des durch Krankheibmn der Reise nach Berlin verhinderten lviirttembergischen Staatspräsidenten der Michskanzler an daS mit dem Reichsadler geschmückte Rednerpult, um in einer halbstündigen Rede dem Ge­denken des Tages Ausdruck zu geben. Er sprach von dem Ernst der Stunde, der jede laute Feier wehre, ging dann auf die tveltgeschichtliche Bedeutung der Weimarer Ver­fassungswerke ein, dessen zweiten Geburtstag Deutschland begehe. Der Reichskanzler schloß mit einen: nochmals -en Hinweis auf die ungeheure Tragweite der Entscheidimz über Oberschlesien und mit einem letzten eindringliche» Appell an die Einsicht und Gerechtigkeit der Welt, die den: ersüllungsbereiteit Deutschland den Weg der befreienden Arbeit nicht verlegen werde. Tie Rete wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen.

zuliesern habe. Da cs dies anscheinend nicht getan habe, könnte eine provisorische Kontrolle anfrecht- erhalten werden. Aber man dürfe sich keine Illusionen machen; diese Art der Neberwachung könne nur ein? gewisse Zeit dauern, rind dann müsse zu anderen Mitteln gegriffen werden.

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machen. Zuerst war das Gerücht verbreitet, daß die gesamte englische Delegation abreisen würde. Nach eingezogenen Erkundigungen erfährt man je-, doch, daß Lord Curzon mit den Sachverständigen in Paris bleibt, um die Fortsetzung der Verhand­lungen und die Erledigung der Tagesordnung sicher zu stellen. Morgen vormittag, nach dem franzö­sischen Ministerrat, wird Vriand vor Lloyd Georges Abreise noch eine Unterredung mit ihm haben.

Hinauszögerung der Entscheidung?

Paris, 11. Slug. Nach demJournal" ver­lautet, daß die endgültige Entscheidung über Ober- schlefien in einer neuen Sitzung des Obersten Rates, die in Paris, London oder Boulogne statt­finde, und die von sehr kurzer Dauer sein werde, mitgeteilt werde,

Sc Roud und Korfanty kehren zurück.

Berlin, 11. Aug. Blättermeldungen aus Paris zufolge verlautet dort, daß General Le Roud den Auftrag erhalten hat, nach Oberschlesien zurück- zukehren. Korfanty reist ebenfalls dorthin zurück. Keine deutsch-polnischen Verhand­lungen.

V-rlin, 11. Aug. (Amtlich.) Verschiedene Blätter br echten die Meldung derChicago Tribüne", baß unmittelbare geheime Verhandlungen zwischen Berlin Warschau über Oberschlesien stattgesunden hätte::, daß England einen Druck ans Deutschland, Frankreich und Bolen LLMeM habe zu dem Zweck, zwischen beiden Ländern eine unmittelbare Lösung in der oberschlesi- s.b _n Frage herbeizuführen. Alle diese Meldungen »nibcbcen ieber Grundlage und find völlig aus der Luft gegriffen. Der Reichskanzler hat zu toieber» bollen Malen und zuletzt in seiner Unterredung vom 8. August mit dem Vertreter desNuovo Etornale" keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Zuteilung Ob-rschlcsiens an Deutschland unabweisbar sei. Ec hat feiner erklärt, daß die deutsche {Regierung, wie dies bereits in der Note an die verbündeten Mächte vom 1. 4. geschehen ist,bereit und willens ist, nach Lösung bei oberschlesischen Frage ben wirtschaftlichen Ausbau Polens in jeder Weise zu fördern". Er hat ab.r ausdrücklich hervorgeheben, Voraussetzung hierfür sei, daß von polnischer Seite das Streben nach. unrechtmäßigen Zielen fortfalle.

polnische Erkenntnis.

Mutige Zusammenstöße.

R y b n i k, 11. Bug. Am Dienstag abend san­den in zahlreichen Orten der Kreise Pleß und Ryb- nik von den Polen veranstaltete Versammlungen statt, worin^ das Verbleiben der beiden Kreise bei Deutschland demonstriert wurde. Die Telegramme, die an Lloyd George und den Obersten Rat gerichtet wurden, brachten diesen Willen der Bevölkerung deutlich zum Ausdruck. Die polnischen Bewohner der beiden Kreise sind, soweit sie es nicht schon vorher waren, vornehmlich durch den letzten Putsch zu der Erkenntnis gekommen, daß, falls sie etwa an Polen fallen sollten, sie dem wirtschaft­lichen Ruin verfallen würden. Während im Kreise Pleß die Versammlungen in Ruhe und ohne Folgen verliefen, kam es nach den Versammlungen im Kreise Rybnik zu blutigen Zusammenstößen. Aus Kongreßpolen herübergekommene Polen und Hallerleuts fielen in der Nacht zum M'ttwoch über die Versammlungsteilnehmer her. Es kam zu schweren Schlägereien und Schießereien mit blu­tigem Ausgap Auch Franzosen beteiligten sich an den Zusamnw"7^cn. Die Schießereien dauerten die ganze Nack bis zum Morgen gegen 10 Uhr. Die. Gerüchte, daß es sich hierbei um Angriffe deutscher Kommunisten ans Rybnik handle, sind völlig aus der Luft gegriffen.

Die Hungersnot in Nutzland.

Berlin, 11. Aug. In Verfolg der Rußland angebetenen Hilfsaktion des Deutschen Roten Kreuzes ist heute dem Deutschen Roten Kreuz vom Russischen Roten Kreuz eine telegraphische Antwort zugsgangen. Das Russischs Rot Kreuz erklärt, daß es nach Einvernehmen mit der russischen Regierung

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Aus dem besetzten Gebiet.

Mainz, 11. Aug. Das französische Kriegsge­richt in Mainz verurteilte den Kellner Demerh zu einem Monat Gefängnis und 1000 Mark Geld­strafe, weil er einen französischen Offizier dadurch beleidigt haben soll, daß er den Stuhl abwischte, auf dem der Offizier gesessen hatte.

2u-b " - : a b a f - n, 11. Aug. Obwohl im besetzten Rheinland kein Mangel an benutzbaren Exerzierplätze» besteht, ist auf Anordnung des französischen Besehls- habers das Gelände zwischen den Ortschaften OggerS- h-im und Munbenheim bei Lubwigshafen beschlag­nahmt. Eine 600 Diorgen besten Ackerbodens um­fassende Fläche ist für einen französischen Exerzier- uni» Schießübungsplatz bestimmt. Die Besitzer müssen das Gelände ohne Rücksicht darauf, daß es bis dahin abgeerntet ist, bis zu einem bestimmten Zeitpunkte geräumt haben. Die Kosten von etwa 550 Millionen Mark gehen auf deutsches Konto.

Aachen, 11. Aug. Der ReichZkommissac für die besetzten rheinischen Gebiete teilt mit, daß für das gesamte Gebiet im Lause des Rechnungsjahres 1221 rund 3000 Offiziers- und 1400 Unterofsizierswoh- nun gen zur Ausführung genehmigt wurden, und daß im Rechnungsjahr 1922 weitere Wohnbauten in großer Zahl-^rrichtet und die Mittel tzsfüx im .Haushalts- plarMtgeford'M werden sollen. j_. j

f Daß eS im Anfang ans der Pariser Konferenz deS ; tocrftCH Rates ziemlich lebhaft hergiug, und daß sich ernste -Mcinungsverfchicbenheiten zwischen Briand und Lloyd »George Herausstellen würden, war zu erwarten. Wenn ifid) au5 den widersprechenden Meldungen über den eigen!» ; lichen Verhandlungstag an: Dienstag überhaupt ein be- l stimmtet: Kern heran Sschälen läßt, so ist es der, daß Lloyd George diesw.al frisch von der Leber weg gesprochen -mid den Franzosen unverblümt feine Meinung gesagt hat. ;Das ist aber kein Grund, in Jubelhymner: und Lob- iPreisungen für Lloyd George auSzubrechen; denn zwischen Sieben und Vollbringen besteht ein gewaltiger Unterschied und wir haben leider gar zu oft die Erfahrung machen ' müssen, daß der britische Premierminister erst seinen ; Berger von der Stele fort redet und dann als praktischer -Politiker mit seinem jeweiligen Gegner zu einer Eim- , gung zu gelangen sucht. Wenn nicht alle Anzeichen . täuschen, befinden sich sowohl Vriand wie Lloyd George auf btm Wege zn einem Kompromiß. Es kann gar nichts, anderes bedeuten, als ein solches Kompromiß, wenn der durch die drei Kommissare verstärkte Aus'chilß von Sach- verstiindigen den Auftrag erhielt, einen neuen Teilungs-

. Vorschlag zu unterbreiten, der nicht nur die Kreise Pleß

das Anerbieten des Deutschen Roten Kreuzes vom 30. Juli mit Dank annehme.

London, 11. Aug. Der Reichskriegshilfsfonds veröffentlicht einen vom Bischof von Canterbury, Lord Robert Cecil und anderen hervorragenden englischen Persönlichkeiten unterzeichneten Aufruf, in dem um Mittel zur Bekämpfung der entsetzlichen Hungersnot in Rußland gebeten wird.

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Rücktritt des spanischen Kabinetts.

Paris, 11. Aug. Nach einer Meldung aus Madrid ist das spanische Ministerium zurück- getreten. M a u r a ist mit der^Bftdung Joes Kabinetts beauftragt worden.

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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Die Kontrolle über die deutsche Lustschiffahrr.

Paris, 11. Aug. Znb?n gestrigen Besprechungen Beet die Kontrolle der deutschen Lustschissahrt meint dasJournal des Tebäks", Frankreich könne nicht den Anspruch erheben, ans unabsehbare Zeit Denisch- inb unter Bor m un d s ch a s t zu halten. Das wäre eine Ntop:?. Einem Land lasse sich der Bau einer Luftflotte ebensowenig veUvehrc« wie ehemals der Ban von Eisenbahnen. Aber es sei wenigstens zu |0äe:n, daß Deutschland alle Flugzeuge ausliefere, «c Ä nach dem Lr mtlaut des FrirdeuSrerLrages s;:§-

läßt, bfu Schluß auf ein für uns sehr ungünstiges Ergeb- »iS wird ziehen muffe».

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Die Polen staben keinen Zweifel daran gelassen, das; sie eilte Entscheidung des Oberste» Slates, die nicht ihren Wünschen entspricht, d. h. das oberschlesische Industriegebiet nicht ganz an Polen überweist, nicht »ruhig hinncltmen werden. Wie es heißt, soll sogar eine cnisprechende osstzielle polnische Note auf den Tisch deS Hauses nach Paris geflattert sein. Auch mehren sich die Nachrichten über die polnischen imtitä- rischen Vorbereitungen zu einem neuen Einfall nach Oberschteiien. So berichten d!e Blätter auS Warschau, daß in Sosuowice in den letzten Tagen ein neuer Kriegs rat stattgesunden hat. Nach den Ausfüb- iutißeit. die Pils»dski gemacht hat, soll gleichzeitig von Süden «nd von Osten her in Ober» ichlesien eingebrochen werden, während rtleichzcMtpEftrrrle Abteilungen Aufständischer über Ra- übor «nb Krappitz nach Oppeln.Vorstotzen sollen, ent die rückwärtigen Verbindungen der L c n t s ch e n a b z u sch n e id en. Der in der Ver- -ttmtitlung anwesende polnische General Zeli- o o w s k i gab die Versicherung ab, das; gleichzeitig mit ? nn Angriff auf Oberschlesien er auch einen Angriff *»t Ostpreutzen vortragen werde. Dieser lnorijf sei schon in allen seinen Einzelhctten vorbe- rritct. Nach Meldungen ans Schneidentühl wird im ovlnischett Korridor eine aus mehreren Divisionen be- lehcnde Armee versammelt, die aus Kongretzpolcn 'per Thorn abtrattsporticrt worden ist. Sie besteht :«3 Legionären und Hallersoldaten, die teilweise auch Mit französischen Osfizie ren befehligt »»erden. Ihre Stärke beläuft sich auf etwa 30 000 flnn.

Aus Oppeln berichtet ferner dieNat.-Ztg.": Gene­ral Hailer besichtigte gestern die oberschlestschen Re­gimenter. In einer Ansprache ermahnte er sie, sich für den letzten entscheidenden Kampf bereit zu halten. Diesmal würde die ganze polnische Armee hinter den Aufständischen stehen, und dies- Mal würden sie den einmal gewonnenen Boöen nicht wieder ausgeben.

Wir sürrhten. daßunan aus den bisherigen Vorgängen, so