Tie „Oberhessifche ZeitunO erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
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lLanken der Erfüllung unserer Verpflichtungen gegen ,das Ausland, geleitet von dem großen Gedanken der Ttiucit. des Rechts und der fozialen Wohlfahrt. Das l'-Bcrlraue» Deutschlands, daß mit ihm ein faires Spiel ■ tzklrscbcn wird, das Vertraue» in die europäische Soli- ifcaritiit, das gemeinsame Interesse aller Völker an der Freiheit und Demokratie darf nicht enttäuscht werden.
dringlich auf die Sturmzeichen im oberschlesischen dustriegebiet aufmerksam gemacht worden.
Nach einer Meldung des „Berl. Lokalanz." Nhbnik wurde der Markscheider-Assistent Wrobel als Ortswehr fungierenden Aufständischen aus
geholt und auf dem Wege zum Wachtlokak erschossen. Wrobel wurde besonders deshalb von den Polen ver» olgt, weil er seiner Zeit als Führer der Ortswehr sich nicht für die polnische Sache hatte kaufen lassen.
Ratibor, 2. Aug. Gestern fanden an den Grubenplätzen des Rybniker Reviers zahlreiche Polen- ' Versammlungen statt. Gegen die Stadt Ratibor wird ein förmlicher Boykott durchgeführt. Die Bauern der mliegenden Dörfer dürfen keine Lebensmittel, be- onders keine Kartoffeln und kein Gemüse, ans den liatiborer Markt bringen. Die Stadtbevölkerung ist dadurch in große Unruhe versetzt.
Die Lage der Spanier in Marokko.
Madrid, 2. Aug. (Havas.) Nach den hier eingegangenen Nachrichten ist die Lage in Marokko unverändert. Flugzeuge vermitteln weiter die Verpflegung der auf den Bergen Arruit und Zelmann ver- samnrelien Truppen. General Navarro verteidigt sich mit den chm noch verbliebenen Truppen.
Im Ministerrat forderte Graf de Eza die nötigen Kredite, um den Truppen in Marokko verbessertes Ma- -terial znkommen zu lassen, damit die Ordnung rasch wieder hergestellt werden könne. In Melilla kommen täglich Offiziere und Soldaten an, die von der Erhebung überrascht wurden, aber entkamen und längere Zeit im Gebirge herumgeirrt waren.
völkerung nicht mehr mit Steuerverweigcrung begnügen toirb*.
Die Sachverstündigenkonfcrenz.
Paris, 2. Aug. Dem „Temps" zufolge soll die mit der Prüfung der oberschlesischen Frage beschäftigte Sachverständigenkonferenz spätestens bis zum 7. August ihre Arbeiten abgeschlossen haben.
Unterwerfung Mulay Hafids.
Paris, 2. Aug. Der frühere Sultan von Marokko M i! l a y Hafid, der im Jahre 1914 flüchtete, hat sich der französischen Regierung unterworfen. Er befindet sich gegenwärtig beim französischen Botschafter in Madrid, dem er in einem Schreiben seine bedingungslose Unterwerfung ausgesprochen hat.
f Elm Stil du «MrkWlm.
©ine Rede der Ermunterung. — Vertrauen auf die „europäische Solidarität".
f Bremen, 2. Aug. In einer von etwa 5000 Men-
■ amburg. 2. Aug. Die „Neue Hamburger Ztg." veröffentlicht eine Zuschrift von führender parlamentarischer Seite, in der zu der Frage des Rücktritts des Kabinetts Witth Stelling genommen wird. Un- Irr Berufung auf die bekannten Aeusteruugen »es 'Rcieh-Aanzlers und des Reichsjnstizministers Dr. Schiffer stellt die Zuschrift fest, daß sich das Ministerium vollständig klar über die Notwendigkeit des Rücktritts fest falls es in der oberschlesischen Frage und in der Angelegenheit der Sanktionen keinen Erfolg erzielt. EZ toirö binzugefügt, das Parlament teile in seiner übergroße» Mehrheit den Standpunkt der Regierung und werbe nichts tun, um die Konsequenzen hintanzu- baltcn, die die Regierung selbst zu ziehen entschlossen sei.
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VoliM^e Tagesna ^rickten.
Kommunistische „Treuhänder". Wie dem „Vorwärts" milgeteilt wird, wurde die Unterstühungskom- mission der Berliner Arbeiterschaft, die den Zweck bat, die wegen ihrer politischen Ueberzeugung Verfolgten und Inhaftierten sowie deren Angehörige zu unterstützen, von den beiden komnrunistischen Treuhändern Paul Eckert und Karl Hage» um 345 000 Mark bestohlen. Die beiden Treuhänder haben im November die genannte Summe von dem Bankguthaben der Unterstützungskommission abgehoben und sind damit verschwunden. Die als Kassierer und Revisoren tätigen Kommunisten der Kommission wußten durch lügenbasten Kasienberickt die Veruntreuung bisber zu verbergen. Erst dem zum Vorsitzenden der Unterstützungs- kommisston neugewählten Mehrbeitssozialisten Emil Bartb gelang es, die Unterschlagung zu entdecken.
Landrat Kasparek. Das im Mai gegen den früheren Landrat in Sangerhausen, Kasparek, eingeleitete Strafverfahren wegen Hochverrats ist eingestellt iöorben.
Für die Reichs-Angestellientagung der Deutschnatw- nalen Volkspartei am 2. September in München (Nym- pbenburgerstr. 10) ist folgende Tagesordnung vorgesehen: Entwicklung und jetziger Stand des Reichs-An- gesielltc »-Ausschusses. Berichterstatter: Geschäftsführer Krellmann. Teutschnatisnale Angestelltenpolitik im Reichstage. Berichterstatter: Walther Lambach,,M.d.R. Rationale Fragen. Soziale Fragen. Anträge und Entschließungen. Wahle». • ,
leitung eines amerikanischen Lebensmitteltransportes für Rußland zu verhandeln. Hoover teilt mit, daß die Lebensmittelsendungen über Danzig im Einvernehmen mit Rußland sofort beginnen können. Er schätzt die Auswendunge», die das amerikanische Hilsswerk in Rußland ersorüert, aus 134 bis 13b Milliarden Dollars monatlich. Die erste Lebensmittelsendung gehe wahrscheinlich nach Petersburg. Außer Lebensmittel» würden auch Arzneien gesandt.
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MM« te^ttihmgtn argen AiiW.
Wien, 2. Aug. Nach einer Blättermeldung aus Aussig kam es im Verlause einer von 1500 tschechischen Legionären veranstalteten Protestversammlung zu Ausschreitungen gegen Deutsche, die von den Tschechen verprügelt wurde», ohne daß die Polizei eingriff. Nach dem „Prager Tageblatt" hatte» die Legionäre Handgranaten und andere Wasfen, womit sie die Gäste eines Gasthauses bedrohten.
Prag, 2. Aug. Der „Bvhemia" zufolge wurden in Flöbau bei Podersam zwei Studenten überfallen und mißhandelt. Die Vorfälle in Aussig und Flöbau wurden in der heutigen Nachtsltznng des Abgeordnetenhauses von dem Deutschnationalsozialisten Patzelt besprochen, der mitteilte, daß die Legionäre in Aussig Hetzreden hielten und reichsdeutsche Staatsbürger mißhandelten. Auf dem Aussiger Bahnhöfe wurden junge Leute mit Kornblumen im Knopfloch mißhandelt. In Flöha» wurde dank dem Einschreiten der Vertreter der politischen Parteien ein Blutbad verhindert. Die angesammelte Bevölkerung wurde in brutaler Weise auöeinandergetrieben. „Wundern Sie sich 'nicht" schloß der Abgeordnete, „wenn sich unsere Bc
Ar iärten für FMtzm d» Srieots.
Vorbereitungen für einen Wtttterseldzug.
Angora, 1. Aug. (Havas.) Die große türkische Nationalversammlung hat in feierlicher Sitzung sich dafür erklärt, den Krieg bis zum endgültigen Siege 'ortzusetzen, der allein die Verwirklichung der nationalen Bestrebungen gewährleiste. Sie gab der Regierung nnbeschränkte Bollmacht in dieser Hinsicht. Die Regierung erklärte sofort, daß sie die Mobilisierung fortsetzen und sich auf einen Winterfeldzug einrichten werde. Diese Erklärung wurde von der Ver- \ sammlnng mit Beifall ausgenommen, die fernerhin beschloß, keine Intervention der verbündeten Mächte bis zur endgültigen Beendigung des Krieges zu erbitten.
Ein griechischer Mißerfolg.
Konstantinopel, 2. Ang. (Havas.) Aus türkischer Quelle wird gemeldet, daß die Griechen vor Sivri Hissar einen Fehlschlag erlitten haben. Die geschlagene griechische Armee weiche auf Eski Schehir zurück und überlasse den Siegern eine ungeheure Menge Waffen, Munition und Gefangene.
Tie Oberbefehlshaber der Kaukasus-Arrnee, der Armcil von Kurdistan und der Befehlshaber der Truppen in Cilieien haben Befehl erhalten, sich mit ihren Truppen auf den griechischen Kriegsschauplatz zu begeben. Man erwartet in der nächsten Zeit wichtige Ereignisse.
Athen, 2. Aug. Wie gut unterrichtete Abendblätter mitteilen, wurde beschlossen, eine militärische Aktion mit großem Nachdruck gegen Angora anzuscheu.
Amtliches DerkünLigungsblatt des Kreises Mrtbmg.,
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen
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zufolge deuten alle Anzeichen auf einen bevorstehenden neuen polnischen Putsch hin. Der polnische Terror greift immer weiter um sich. In Gieschewald und Janow wurden die Deutschgesinnten von polnischen Banden zur Flucht gezwungen. Aus Laurahütte und Nicolai werden Zusammenrottungen ehemaliger Ans- ständischer gemeldet, die schwere Gefahren für die deutschgesinnten Teile der Bevölkerung befürchten lassen. Die zuständigen Kreiskontrolleure sind
Die Leiden der Oberschlesier.
Berlin, 2. Aug. lieber den dritten polnischen Aufstand im oberschlesischen Abstimmungsgeb'et wurden Protokolle und Berichte zusammengestellt, die ein anschauliches Bild des Wütens der polnischen Aufständischen geben. Zu der am 28. Juni abgeschlossenen Zusammenstellung verössentlichen die deutschen Parteien und blewerkschaftcn Oberschlesiens eine Einführung, worin hervorgehoben wird, wie Hunderte Deutsch- gesinnter das Opfer fanatisierter Banden geworben sind und Zchntansende deutschgesinnter Oberschlesier von ihrer Wohnstätte vertrieben wurden. Tie Zusammenstellung soll nur einen Ausschnitt darstellen aus jenem grausigen Gemälde, das mit Mut, Tränen und Jammer gemalt, einst zeugen wird von den namenlosen Leiden des gequälten und gepeinigten und von aller Welt verlassenen friedlichen Dolksteiles in Oberfchlesieu. Eine Anklage von gewaltiger Wucht sei dieses Buch gegen diejenigen, die die Verwaltung des Landes zu treuen Händen übernomnten, die ihnen übertragene Mission aber auf das schmählichste schändeten. Der letzte Abschnitt ist der Parteilichkeit der Franzosen gewidmet.
Berlin, 3. Aug. Mättermeldungen aus Beuchen
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möglich gewesen wäre.
Als dann der Weltkrieg da war, und als das. Deutsch- Reich im Änne der Notwehr an Rußland und Frankreick den Krieg hatte erklären müssen, da rüttelte sich btt deutsche Riese wassenklirrcnd empor, um zu zeigen, daß der Geist von 1813 und von 1870, das Bewußtsein del Selbstvertrauens und der Kampseszuvcrsicht noch hfl deutschen Volke lebte. Hell? Begeisterung und ungestümn Tatendrang gingen wie SturmeSwehen durch die Tiefe» des Volkes, nur ganz wenige mochte es geben, die in ihrer parteipolitischen und internationalen Bosheit und Verbissenheit sich dem Strom der teimberbaren, Volkserhebung entgegenzustemmen suchten. Tie .Hochflut bei vaterländischen Aufschwunges ging über sie hinweg und drückt- sie in die Tiefe. Alles jubelte unserem Kaiser sn, als er am 4. August 1914 die ergreifenden Wort, sprach: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne« nur Deutsche!" und als Bethmann Hollweg seinen größten Tag fand mit der Erklärung: „J-tzt hat die große Stunde der Prüfung für unser Volk geschlagen, aber mit Heller Zuversicht sehen wir ihr entgegen. Unsere Armee steht im FtÜ>e, unsere Flotte ist kampfbereit — hinter ihnen das ganze deutsche Volk, einig bis auf beit letzten Mann!"
Ja, es war eine urgewaltige Zeit, dre erste August- Woche 1914. Sie lebt im Gedenken aller fort, die fe miterlebt haben und trotz der großen Gefahren, die un3 damals von allen Seiten durch die feindliche lieber» zahl umdrohten, den Sieg in der Ferne vor sich sahen. Fast 4V2 Jahre ranzen wir, getragen von diesem Geiste, tatsächlich gegen eine Welt von Feinden, die sich von Jahr zu Jahr verstärkten, auch nachdem Rußland tscit Ende 1917 «Ssesaltts fcar; taut StEKäa Äflt
Die Hungersnot in Rußland.
Nackt einer Meldung aus Petersburg begann bas Pawlokircgimcnt wegen einer Herabsetzung ber Brotration 3» meutern. Es gelang jedoch bem Kommandeur, die Soldaten zu beruhigen; am nächsten Tage wurde baS gesamte Regiment auf beit Truppenübungsplatz geführt, um an einer militärischen Hebung tei'zunchmen. Ter Platz wurde daraus von einer Reibe gut kommunistischer Soldaten umringt, und alle Soldaten des Regiments, die an dem Ausruhr beteiligt waren, wurdet! ohne weiteres niebergemacht.
Der Vertreter der deutschen Kolonistensiedlungen tm Wolgagcbiele erklärte in einer Sitzung des Moskauer Hiljskouiilees, daß 70 Prozent der ganzen Saatfläche verdorrt sind, und baß 300 000 dcmscke Ansiedler gezwungen sind, auszuwandern, da sie sich aus ihrem Eruud und Boden nicht mehr ernähren können. |
Wie der „Lokalanzeiger" aus Riga meldet, berichte» I dort erngetrossene sibirische Flüchtlinge, baß auch ganz Sibirien infolge der große» Trockenheit vor einer schreckliche» Hungersnot stehe. Das Getreide auf be» Felder» sei vcrborrt. Außerordentlich zahlreich seien die Feld- und WaldVräude.
, Läut „B. T." saud i» den Räumen des Auswätii- genAmtes eine Besprechung einet Reibe von Herren und Tarne» statt, die dein Hilfsiverk für das hungernde Rußland ihr besonderes Interesse entgegenbringen. Außer dem Minister des Auswärtigen Ware» u. a. an- ■toefenb: der Reichskanzler, die Minister Grabnauer und «aihenau, Gerhart Hauptmann, Frau Gorki unb 'Oberstleutnant Traudt als Vertreter des deutschen Seien Kreuzes. . . .
Kopenhagen, 2. Ang. „Politiken" wird aus Sica gemeldet: Amtlich wird mitgcteilt: Die Cholera wütet im Gouvernement Samara furchtbar. Bllciu in der Stadt Tamara lomme» täglich 400 neue Fall? vor. Eine ungeheure Anzahl flüchtender Eltern da: ihre Kinder zurückgelasscn. Im Gouvernement Smnnra gibt cs bereits über 40 003 solcher verlassener Kind:.'.
Loudon, 2. Aug. Hoover erteilte dem in Loudon weilende» Leiter des amerikanischen Hilfswerks für Europa de» Auftrag, sich sofort nach Riga zu begeben, iMm mit den russischen Sowielbehörbcn über die Ein-
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Sie Urning 6« Mtn Stotts.
Paris, 2. Aug. Wie der „Petit Parisien" mit- teilt, sind zur Tagung des Obersten Rates durch Briand «»cn besuchten öffentlichen Versammlung, die von berief Staaten eingeladen worden: Italien, England - Handelskammer Breme» einberusen war, sprach heute Amerika, Japan und Belgien. Fünf Punkte stehen aus l Reichstauzler Wirth über die wirtschaftliche unb poli-1 ber Tagesordnung: An erster Stelle die Frage der i tische Lage. Er sagte: Ich will leine Rebe bet Resig-1 Entsendung von Verstärkungen nach Oberschlesien, an "Nation, sondern der Ermunterung halten. Die . S^le das oberschlefiscke Problem an dritter : Losung heißt: „Durch Arbeit zur Freiheit". Es hau- %e Cr. overzchieziiche Problem, an Dritter
«»tlt sich nicht um vergangene Illusionen der Macht, son- Stelle die Orientfrage, an vierter Stelle die Frage der bern um die Ueberzeugung, baß ber Kern ber Welche- Aburteilung ber Kriegsbeschuldigten und endlich die ^schichte ei» moralischer ist. Bremen muß ber Aus- Ernährung Rußlands. Nach diesem Blatt werden die ‘ tzangspunkt auch für die Gesundung des Welthandels b = Obersten Rates mindestens eine Woche
Stil. Dieses Wiederaufblühe» ist nur möglich unter Arbeiten des Eversten Rates Mlnoeflens eine -tvocye 'dem Gedanken des Rechts, nicht unter bem Gedanken bauern.
jder Macht. Wohin ber Machtgebanke führt, zeigt bas Der Londoner Korrespondent des „New Bork 'traurige Schauspiel Oberschlesiens. Jede Stimme des Harald" teilt mit, daß außer Lloyd George an den Ver- glcchts begrüßen wir mit Dank, ob sie von jenseits des M Obersten Rates Lord Curzon Lord
Ozcans oder von jenseits des Kanals zu uns herüber- Handlungen des Obersten Rates Lors Eurzo , L komntt. Mit Dankbarkeit hören wir, baß aus bem Hardinge und Feldmarschall Wilson teiluehmen wurden.
i Monde fremder Staatsmänner der Gedanke von Glück Der Korrespondent berichtet weiter, daß trotz der ttnb Wohlfahrt ber Völker wieber einmal öffentlich optimistischen Haltung, die Lloyd George gestern zur ium Ausdruck kommt. Es wäre eine Sabotage bes « ’ , el vollkommen
großen demokratischen Ideals der Welt, wen» nicht das schaugctiagen habe, es yeqe, er sn sich vottiommen Secbt, sondern die Diktatur Korfantys tn oewußt, daß in mehreren Punkten der Tagesordnung 'Oberschlesien zur Geltung käme. Alle Mächte morali-' ' "
scher Natur rufen mit eherner Stimme tn die Welt
lhinaus: „Achtet de» Gedanke» des Selbstbestimmungs- 'r-chts ber Völker, bei Demokratie unb ber Freiheit, wen» ihr bas unglückliche Europa nicht enbgiltig bem Untergang weihen wollt". Sieben Jahre sinb bahin- !tzegangen seit ber Unglücksstunbe jenes ersten Ultima» 'wms. Soll das neue Ultimatum neue Zerstörungen 'Ober Europa bringen? Europa kann nicht noch einmal 'durch neuen Wirrwarr hindurchgesührt werden, Todes- fKatten lagern über dem Kontinent, der der Bringer bt5 Lichtes unb ber Freiheit für bie ganze Welt sein ■ müßte. Leider realeren in Warschau politische .^^Leidenschaft unb grenzenloser Hoch- L| i mut, ber bie Welt nicht zur Ruhe kommen lassen will. IP ? Bremen war einer ber Orte, von bene» bie beutsche • ; ! Kultur unb deutsche Arbeit tu die Länder des Ostens 4 l 4ertragen wurden. Deutsche Kultur, deutsche Zivilisa- - | ftiou unb deutsche soziale Wohlfahrtseinrichttrngen r'steyeu i» Oberfchlesieu auf dem Spiel. Oberschlesien
° ’ hat unter der deutschen demokratischen Freiheit andere v 7 Tage gehabt, als unter der Herrschaft polnischer Na-
5 [ f ttonalisten. Bremens Arbeiterschast und Kaufmann- IR-. r i schäft müssen zusammenstehen mit der Reichsregierung 2^" ! tn der Verteidigung der großen nnd einheitlichen Richt-,
' 'ä kl Knien ber Rcichspolitik, die geleitet sind von bem Ge- . I S ____ 'avam COnvVvffYAnn AnAPtt
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Set Stil ein 1911
„Wenn heut' ein Geist hernieder stiege, Zugleich ein Sänger und ein Selb, Ein solcher, bei im heil'gen Stiege Gefallen auf bem Siegesselb: Dei sänge wohl auf beutschei Erbe Ein scharfes Lieb wie Schwertesstrrich^ Nicht so wie ich eS künden werbe. Nein himmelskräftig, bonnergltich," i
Diese Worte UhlanbS, ber sie in bet Enttäuschung in der matten Zeit nach dem Hochflug der Befrei« ungskriege sang, gelten wortgemäß auf den Geist vo» 1914, wenn er aus den Gräbern derer, die im Well« kriege für bie Rettung unb für bie Ehre des VatetlanbeS gefallen sind, zur Gegemvart sprechen könnte. WaS wat damals, gmbe jetzt vor sieben Jahren, unb waS ist 6iS zu dieser Stunde auS den Gütern geworden, die dem deutschen Volk bei der Erhebung in den ersten Tagen des Monats August 1914 geschenkt gewesen sind? So lautet die ernste Frage, die sich in diesen Tagen leb' Mann und Frau, in deutschen Landen vorlegen so! ohne Rücksicht auf die Partei unb Stellung, fondc allein vom Standpunkt des Deutschtums und des Vatcr laist>es aus.
Nie stand unser Vaterland glänzender und reicher, auS- sichtsvoller unb mächtiger im ganzen Verlaufe seiner Gr» schichte da, als in den letzten Jahren unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. vor bem Ausbruche des Weltkrieges. Kräftig stieg die Volkszahl empor. Das Gctverbe und die Industrie blühten, der Handel dehnte sich über Länder und Meere, deutscher Geist, deutsche Technik und deutsche Wissenschaft strebten mit bestem Erfolg nach dem ersten Range unter allen Völkern der Erde. Wir hatten das bestgerüstete und schlagfertigste Heer, eine empor« stehlende Kriegsflotte, eine Waffenrustnng, bie das Vorbild aller anderen Heere gewesen war. Freilich hatten wir inmitten alles dieses Glanzes und bei allen diesen fluten Seiten den alten Fehler noch immer nicht beseitigt, denn
I noch immer krächzen trotz aller Kaiserpracht und trotz allen vaterländischen Aufstieges einzelne Rabe» unglückverheißend um den Kyffhäuser. Das war die im Geheimen wühlende Parteisucht und die klassenpolitische Eng«
I Herzigkeit des deutschen Wesens, die aus lleiulichen und I persönlichen Gründen die große Sache bes, Vaterlandes nicht zu verstehen gelernt hatte. Daß es binnen kurzem
I zu einer furchtbaren Wasscncnfscheidung kommen müsse, wie sie im ganzen Lauf der Geschichte nie sich ereignet hat,
I lag aus der Hand. Ringsumher hatte sich der Zünd« I stoss in einer geradezu ungeheueren Weise angehäuft, England unb int Stillen auch Amerika waren auf dem Wettbewerb des deutschen Handels und der deutschen Mitz- bcwerberschast im Welthandel eifersüchtig unb rechnete» damit, daß Deutschland mit Gewalt herabgestürzt werde»
I müsse. Frankreich lechzte nach Rache für 1870/71, Rnßlatch wollte Oesterreich-Ungarn und die Türkei »et« schlagen, hinter denen wir Deutsche standen. Dazu kam im fernen Osten das uns feindliche Japan unb in Europa
I die Schar der großen und kleinen Kläffer, bie aus^der Niederlage ber Mittelmächte ihren Gewinn an der Seite der Entente zu erhaschen hofften. So waren Feinde ringsum. Leider hat es die deutsche Politik nicht
I verstanden, bie Feinde durch eine geschickte Staatskunst I zu trennen und sich nach der Art Bismarcks mit starker und kluger Hand zugleich durch die Klippen hindurch«
I zuwinden. Wir eilten mit unabwerü>barem Geschick bem I Weltkriege zu. Nur das Schwert konnte den Knoten zerhauen, der sich um uns geschürzt hatte, gesponnen durch
1 bie Ränke- und Rachsucht unserer zahlreichen Feinde und Neider. Freilich wurde noch In den letzten Jahren vor dem Weltkriege infolge der Schwäche der Regierung und des Kleinsinnes der Linksparteien die letzte «nd höchste Ausstattung des deutschen Heeres hingehalten, » | daß wir nichtden möglichen Nutzen ans der Allgemeinen Wehrpflicht zogen und viel schwächer auf dem Wahl - I platze erfchienen, als es bei rücksichtslosem Opsersin».
jiüiilik'äÜ egen nut auch A» lung durch MM, itr. 50, u. Rütfporte. rette a»
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