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für das ungereifte Verbleiben Oberschlesiens bei Deutschland fordert. Ferner wurde an den Präsidenten HaÄing ein Telegramm gerichtet, in dem er gebeten wird, einzugreisen, damit die oberschlesische Frage gerecht entschieden wird. Sollten Truppen nach Ober- chlesien geschickt werden, so wird die amerikanische Regierung gebeten, auch amerikanische Truppen ju entsenden.
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81-jichrigen Stiftungsfestes der Korps @lieft« fand die Enthüllung und Weihe eines Denkmals Erinnerung an die im Kriege gefallenen Korps- statt. Im Aufgang zum Korpshause, an weit- sicbtbarer Stelle ist ein Porphyrblock mit ringe« Jntt Bronzetafel aufgestellt. Die Tafel zeigt Sinn-
der Krieges und die Namen der Gefallenen in rffcr Ausführung. Der einfache, aber tiefer- ,de Wecheakt hat in beit Herzen der Teilnehmer bleibenden Eindruck hinterlassen.
Unterschlagung. Ein junges Mädchen, das
Sonstige Gegenstände wurden nicht gefunden. Nach Aussagen älterer Leute kann es sich um die Ueberrrste eines vor 60—70 Jahren in Alten Wiese erschlagenen Ge- fchäftsreisenden namens Heckenroth, der für ein Geschäft in Herborn reiste, handeln. Der Mord soll sich damals während eines Gewitters in einer Köhlerhütte zugetragen haben, in der der Erschlagene Schutz gesucht habe. Einer der Täter, welcher von Hartenrod stammen soll, sollte auf seinem Sterbebett über die Mordtat berichtet haben. Als aber die Familie Hccken- roth in Hartenrod Erhebungen machte, stellte es sich heran-, daß dort nichts davon bekannt war und die Sache nur auf „Leutegeschwätz" beruhte. Der andere soll nach Amerika ausgewanSert sein und dort seine Strafe gefunden haben, indem er den Hals brach. Man hatte damals angenommen, der Geschäftsreisende sei mit dem Gelde seines Herrn durchge bräunt.
Frankenberg, 1. Aug. Landrat Dr. Si.rpen- horsr wurde in das preußische Handelsministerium berufen. Auf feilten Wunsch bleibt der hiesige Landratsposten unbesetzt, da er die Stelle als Ministerialrat noch nicht angenommen hat und eventuell in sein hiesiges Amt zurückkehten will.
Wetterbericht.
Wetteraussichten für Mittwoch, den 3. Ang.: Vielfach wollig, vielerorts Gewitterregen mit Abkühlung.
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-.Dilschhausen, 31. Juli. Der heutige Sonn- yg war für unseren Ort «in seltener Festtag, galt es tech unserem neu hergestellten Kirchlein die Weihe zu |6en. Das vcrherende Unwetter vom vorigen Jahre, dem auch daS Gotteshaus nicht verschont blieb,, gab hierzu die Veranlassung, und reichlich flössen die geben, um auch diese letzten Sch Den zu beseitigen. M harmonische und geschmackvolle Restaurierung - Sähet ungeteilten Beifall und macht den Meistern Ehre, i fite Festfeier begann l1/« Uhr mittags. Der Fest- -kchigt des Ortspfarrers, Herrn Pfarrer Kahler, lag . das Psalmwort „Wie liÄich sind deine Wohnungen Herr Zepaoth" zu Grund«. Gr nahm auch die Weihe tzsr. Vccherrlicht wurde die Feier durch die vereinigten Posaunenchöre von Sterzhausen und Marburg, sowie dem gemischten Chor des OrteS, deren Darbietungen Bewunderungen erregten. Eine zahlreiche Festgemeinde Mte das Kirchlein und durchwogte später die Orts- ßkaßen, die Festschmuck angelegt hatten, vergoldet von tat Strahlen der Sonne. Die sich stimmungsvoll dem fitsten künstlerisch einfügende Ehrentafel der Gefallenen ab Teilnehmer des Weltkrieges soll bet dem nächsten Gottesdienste durch ein« besondere Gedenkfeier seine
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Der Casseler Schlachtviehmarkt wies einen Austrieb von 103 Stück Großvieh und 199 Stück Kleinvieh auf .bestehend aus 11 Ochsen, 12 Bullen, 43 Kübe, 37 Rinder, 120 Schweinen, 63 Kälber und 16 Sebafe. Folgende Preise wurden erzielt: Ochsen, je noch Qualität, 400—650 Ml., Bullen 450—500 Mk., Färsen 600—675 Mark, Kühe 250—600 Mk., Kälber 500— 650 Mk., Schafe 350—500 Mk., Schweine 1100 bis 1300 Mk. pro Zentner Lebendgewicht. Tendenz: ziemlich lebhaft. Ausgesuchte Ware über Notiz. In den Preisen sind Spesen, Versicherung, Gcwrchtsvcrlust, Händlergetvinn mit enthalten.
Gießener Wochenmarkt. Es kostete Wcrß- frsut per Pfand 1,50—2,00 Mk., Wirsing 1,80—2,— Mr, Rotkraut 2.20—2,40 Mk., Blumenkohl per Stück 7—10 Mk., Gelberüben 2—2,30 Mk-, Oberkohlrabi per Stück 0,70—1 Mk., Rhabarber 0,90—1,10 Mk., Römisch- Kvhl 0,70— 0,80 Mk, Stangenbohnen 2,80—3 Mk., gelbe Bohnen 2,50-3 Mk., Buschbohne» 2 8HL, Ein- machgurren per Stück 25—30 Pfg., Roterüben per Pack 60 Pfg., Zwiebeln 1,50—1,70 ML Obst war iehr teuer und wurden folgende Preise gefordert: Aepsel 2.50 bis 3 Mk., Falläpsel 50 -60 Pfg-, Birnen 2,50 ML, Pflaumen 3 ML, Zweischen 4Mk-, Landbutter kostete 2*4—25 Mk , Eier per Stück 1,65 Mk.
Frankfurt a M-, l.Aug. Der heutige Bieh- markt hatte den stärksten Austrieb aller Märkte fett 1914. Die zunehmende Futterknappheit, verursacht durch die anbaltende Dürre, veranlaßt die Landwirte überzähliges Bieh abznfloßen. So waren 1601 Rinder angc- trieben, ferner 225 Kälber, 45 Schafe und 1047 Schwein». Der Markt war sehr schleppend, und es blieb bei fallenden Preisen ziemlicher Ueoerstand. Bemerkenswert ist, daß die Konservenfabriken wieder stärker einkaufen.
Die ungünstige Wirkung der bisherigen Trockenheit mochte sich auf dem Getreidemarkt besorrders in Futtermitteln bemerkbar. Sehr geklagt wird über das Wachstum der Kartoffeln, die unter der Trockenheit leiden. Es zeigte sich auch heute größere Znrückbaltung in Getreidefrüchten. Geeste ist gesuchter. In Hülsrn- früchten lauten die Forderungen wieder höher. Die Kan?- lust nach Futtermitteln erhöht sich. Weiter begehrt sind Oellnchen. Reis lag fest. Nach Herbstsämereien, besonders aber zur Nachsaat besteht rege Kauflust. Ranh- suttermittel erfuhren weitere Preiserhöhung. Heu anziehend, Stroh ruhiger. Tas Geschäft lag weniger belebt, da die hohen Forderungen vielfach zur Zurückhaltung «itk§ geben. > 1 ""
Fulda, 30. Juli. Auf dem heutigen Schweine- markt waren 129 Ferkel und ein Läufer cmgetrieben Erstere wurden mit 250, 200 und 100 Mark, letzterer mit 500 Mk. gehandelt. Der Handel war wenig rege.
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dien, Luxemburg usw. stnd die Preise für Lebens- Mittel stark tm Faste» begriffen. Das »Echo de l'Jn» duftrte" verSfseutltcht eine Ueberstcht über den PretS- rückgaug verschiedener Produkte. So ist z. B. Zucker von 560 Franke« “er 100 Kilogramm auf 185 Franken gesunken und «eiS, der jetzt für 75 Franken erhältlich ist, kostete vor einem Jahr noch 375 Franken. Das Resultat hiervon war eine Reihe von Konkurserklärungen, die noch lange nicht abgefchlofsen ist. Weiter hettzt es: Schmalz ist fett Juni 1920 tm Detailverkauf um 57 Prozent zutückgegangen. Wurst nm 35 Prozent, Stück- zucket 66 Prozent, Kristallzucker 68 Prozent, Seife 57 Prozent, Kaffee 54 Prozent, Reis 75 Prozent, Bohnen 55 Prozent, Sardinen 37 Prozent, Schokolade 52 Prozent, Del 61 Prozent, Nudeln 46 Prozent, Mehl 45 Prozent, «bgefehen von einem Neinen Preisrückgang bet der Seife haben wir, fo meint der „Frankf. Gen.-
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Großalmerode, 1. Aug. Eine Prozrllanfabrik mit einem Kapital von einer Million Mark wurde hier gegründet.
Silberhorn, 1. Aug. Ein schweres Gewitter mit starkem Hagelschlag vernichtete in unserer Gegend fast die gesamte Ernte.
Albe rode, 1. Aug. Beim Spatzenschießen -rllärtc der Schüler A. von hier seinem Freunde, dem Msähcigen Mmtch, die Handhabung der Waffe, wobei diese sich enilrch und M. in den Kopf traf. Schon auf dem Transport ins Eschweger Landkranlenhaus verstarb der bedauernswerte junge Mann.
Melsungen, 1. Aug. Bon einem Hitzschlag ge- trofsen wurde die 18jährige Tochter des hiesigen Webers Pseisfer bei Erntearbeiten. Bereits am nächsten Morgen verstarb sie.
Guxhagen, 1. Aug. Beim Überschreiten der Bahngeleise wurde die Ehefrau des Weißbinbermeisters H. Febr von einem Schnellzug erfaßt und zermalmt.
Oberscheden, 1. Aug. Unsere Gemeinde will ihrem bekannten großen Sohn, dem Flötenspieler Friedrichs de? Großen, Joachim Quantz, ein Denkmal setzen. Ein Entwurf ist bereits angesertigt.
Grohnde, 2. Aug. Ertrunken find beim Baden in der Weser der Sohn Heinrich des Schmiedemeisters Wolf Lohrmrnn und der Sohn Wilhelm des Landwirts Adam.
Lüttßedt, 1. Aug. Ans dem Gehöft des Landwirts Jnlian Stermer brach ein, durch spielende Kinder hervorgeruferter Brand aus, dem die Scheune unb Stallungen sowie ein Rachbnranwesen zum Opfer sielen.
H a n n.- M L nd e n, 1. Aug. Der Frachtvertehr au der Oberweser ist zur Zeit ganz minimal, da Ser niedrige Wasser st and nur eine geringe Beladung der «chisfe zuläßi. Die Zuschußwassermengen ans der Edertalsperre können auch für die Folge nur beschränkt bleiben. Der Pegelstand beträgt heute nur 90 Zentimeter.
Frankfurt a. 1. Aug. In der Umgebung von Frankfurt brachen am Sonntag eine ganze Anzahl von Waldbränden aus, die teilweise sehr schwerer Natur waren. — Infolge der großen Hitzg, die unvermindert anhLt, sicht sich der Magistrat mit Einverständnis d«r Oberpräsidiums veranlaßt, die heute zu Ende gehenden Schulferien bis auf weiteres zu verlängern. — In einer vom Verband heimattreuer Oberschlesier einberufenen Bersammlung sprach die bekannte Amerikanerin Ray Reveridge über die oberschlesische Frage. Tie R^rnerin führte eingehend au6, wie das strittige Gebiet deutschen Charakter trage und nur bei Deutschland tociter gedeihen könne und behandelte dann die polnischen Ereueltaten, die fie zum Teil selbst kennen gelernt hat. An die Reichsrcgierung wurde eine
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Gladenbach, 90. Juki, «ns Oberscheld wird »schrieben: Gestern wurden bei ««sschachtnngsarbeiten «f der Grube Handstein Reste eines menschlichen Skeletts gefunden. Sie befanden sich nur zirka 30 | Zentimeter unter der Erdoberfläche. Dabei lagen noch ■ I einige Hornknöpfe, welche sich wohl an der Kleidung
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SchäffengertchL Datz es nicht jeden hent- M«age glückt, schnell und mühelos Geld zn verdienen, auch ein Mann erfahren, der gestern vor dem ^Sfsengericht stand. Er hatte angeblich In der Zei- gelesen, daß das Wäschestehlen ein einträglicher ^egSgewtnn sei, denn mich die Wäsche gehört bekannt- zu den unentbehrlichen Sachen, die selbstredend fvlh tm Preise stehen. Er wohnte hier In einem Gast- und beim Auszug nahm er das Bettzeug mit, um • Vjit Frankfurt an den Mann zu bringen. Urteil ein- ■ ^teplicv einer früheren Gerichtssache 1 Jahr und 7 t Xnfltc Gefängnis. — Ein anderer Angeklagter, der m den Amlslitel .Oberfeldwebel" verliehen, hatte mit Hefcln gehandelt, die ihn eigentlich nichts angtngen. ^gfiir gabs 2 Monate und 3 Tage Gefängnis. — i «ehr Glück VMte der letzte Angeklagte, der in Aachen lL gutes Geschäft mit englischen Decken machen konnte mt dazu einen stillen Teilhaber benötigte, der ihm nötige Betriebskapital vorschotz. Der Teilhaber -st halb gefunden und dann trat der erstere mit 2 oder «g Ji üt ber Tasche die Reise nach Aachen an. Dort Zchin er von dem englischen Offizier die Decken In »gpsang nnb al« er nun daraufhin die Heimreise «mieten wollte, kamen am Bahnhof zwei andere eng- Mtze Offiziere zu ihm und fragten ihn, ob die Decken Km gehörten. Er verneinte dies und fo blieben die »ecken in Aachen. So lautete die Entschuldigung des NanneS, der sich wegen Betrugs zu verantworten Kilt. Das Gericht mutzte nach Lage der Sache auf Freisprechung erkennen.
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