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Amtliches Derkündigun

Anzeiger für (das früher lurheMche) Oberhessen

Di«Oberhefsifche Zeitun ' «rfcheint lecksmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

4.75 Mk., durch Li« Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Svort-Ztg." 1 Ml. mehr.

|7e 179 Rüt ausfallende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereigniiie kein Ersatz. /Ile *1° Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch.

1921

Markt 21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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Oberschlrster-Hilfstag in Wien.

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ist geplant, die zukünftigen Btehlieserwrgen au die Verbündeten öffentlich auszuschreiben.

Kapp in Deutschland? Der »Wett am Äotticg* wird mitgeteilt, daß der ehemalige Generallandschafts- direktor Kapp wieder nach Deutschlaich zurückgekehrl sei und sich auf Schloß Eyba bei Saalfew in Thürin­gen aushalte.

Dir Neuwahlen zum thüringische« Landtag t am 11. September statt.

Der Präsident de« Memeler Landesdirekwriums, Oberbürgermeister Altenberg, hat, wie da« »Me-

; Mlgemeinr Gewerfschastsbnnd für die freie Stadt .-Danzig, der Allgemeine freie Angestelltenbund, die 'Dvzialdcmokratische Partei, die Unabhängige Sozial- temokratische Partei und die Vereinigten Kommu- tzüsiischen Parteien zu einem auf Donnerstag, 4. Ang. Hartfindenden 2 l-stündigen G e n e r a l st r e i k der Ar­teiter, Angestellten chind Bcanlten auf. Es soll pro­testiert werden gegen die unerhörte Belastung durch terftc und indirekte Steuern, gegen die Erhöhung der

werden wieder ausschließlich britische Besatzung er­halten. Ein Teil der Stadt Köln war bekanntlich von den Franzosen besetzt gewesen.

unterhalten lassen möchte. Die Besucher Kiels dürfen davon überzeugt sein, daß ihnen auch sonst der Ausent- halt an der Kieler Förde angenehm gemacht werden wird. Für Verpflegung unb Unterkunst der Gäste sorgt ein be- sonderer Verkehrs- und Wohnungsausschuß. Bei Be­stellungen auf Karten von auswärtigen Besuchern em- »stehlt sich möglichste Beschleunigung. Jede gewünschte Auskunft erteilt di«Kieler Derbstwoche", Kiel, Rathau-,

ist. Von einer Bahn nach Tabora ist keine Rede. Die Lege nach Tabora sind zugewachsen. Im allgemeinen sehnen sich die Schwarzen nach den Deutschen zurück. Sie freuten sich sehr, als wir kamen, und glaubten . es kämen noch inehr Deutsche. Die letzten Jahre regnete es sehr wenig. Daraufhin meint der Schwarze, die Deutschen haben allen Regen mitgenommen. Bon der britischen Regierung sind uns kein« Schwierig­keiten in den Weg gelegt worden.^

Nach Daressalamer Pressemeldungen sind in den letzten Monaten in Dar-es-Salaam über 120 Einge-

I stallen.

= | Die diesjährige Kieler Derbstwoche für Kunst und

Studentische Darlehnskaffen? In einer Eingabe der Studentenschaft der landwirtschaftlichen Hochschule tu Bonn-Poppelsdorf an Den Landtag wird die Grün­dung von studentischen Darlebnskassen angeregt.

Die ausständigen Berliner KartofteNutscher de- schlossen, nachdem ihnen eine Lohnerhöhung zugebilligt worden ist, die Arbeit auf allen Bahnhöfen am Diens­tag wieder aufzunehmen. Damit ist die drohend« Ge­fährdung der Kartosselvcrsorgung Berlins tiefernst

, schwemmen

«drückte« SieichänsaanL

Politische Tagesnachrichten.

Die Beratungen de« ReichSkabtnettS über die neuen Stenervorlagen wurde« gestern nachmittag weiter ge­führt. Die Neile de» Reichskanzlers nach Bremen macht eine Unterbrechung notwendig. Sie werden am Mittwoch nachmittag wieder ausgenommen werden.

Ausschreibung der Btehlieferungeu au de» Feind- tinud. Wie an» der Beantwortung einer kleinen An- frase durch RetchSernührungsmtnlster hervorgeht.

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Die Kämpfe in Kleinasien.

Einzug König Konstantins in ESkischehtr.

Paris, 1. Aug. Wie Havas mitteilt, ist König ..stautiu in Begleitung des Premierministers Gnna-

meler Damp-Voot" meldet, am 23. Juli dem missar sein RücktrittSgesuch überreicht. Der missar hat das Rücktrittsgesuch am 30. Juli men.

Die 2. Kieler Herbstwoche

für Kunst und Wissenschaft'.

Kiel rüstet, ermutigt durch den Erfolg im vorigen Jnhre, zur ersten Wiederholung seiner Herbstwoche für Kunst mtd Wissenschaft. Zwar könnte man glauben, daß sich tie Aussichten für ein Gelingen, waS bie Be­suchsziffer anlangt, verschlechtert hätten, weil ein wahrer Wettlauf inWochen" unter den deutschen Städten «in-; gesetzt hat, aber daS alles sind meist nur Nachahmungen«; bereit moste Mehrzahl durch das Massenangebot und vor allen Dingen an dem Mangel innerer Notwendigkeit' ein vorzeitiges Ende ftnben dürfte. Letztere ist für Klei in tveileflem Maste gegeben. Kiel, die geistige Haupt­stadt des Landes, stützt sich nicht nur auf die Heimatpro- vinz Sck'lektvig-Holstein, sondern sie bildet auch eine geistige, kulturelle und wirtschaftliche Brücke für Deutsch­land zu den Nordländern. Die Studentenschaft hat an- lästlich der hiesigen Herbstwoche 300 Dozenten und. Studenten ans den nordischen Ländern zu einer Studien- sahrt »ach Kiel eingekaden und wird alles cnrfbieten, I damit die Gäste, von denen schon eine Zusage vorlü-gt, I einen günstigen Eindruck vom geistigen, künstlerihdttt und wirtschaftlichen Leben in Deutschland empfans-n.

I Der Besuch der nordischen Akademiker wird sich die Tage vom 9.18. September, d. h. über die ganz»

I Dauer der Herbstwoche, erstrecken. Die BegrüszungSf ier I in der Aula der Universität am Sonnabend, dem 10. I September, mittag- 12 Uhr, bei der der Rektor der I Universität, der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, ein I Vertreter der Kieler Studentenschaft und je ein solcher Iber nordischen Länder Ansprachen halten werden, dürste I sich zu einer bemerkenswerten internationalen Feier ge-

ihönerÄ l -ck: 5 ; adezivcs< ante, eie®

Paris, l.Aug. (Havas.) General Lerond, der Vorsitzende der interalliierten Kommission in Opv-ln. hat heute der entsprechenden Abteilung des Anstenministermn!? Bericht über die Lage in Oberschlesien erstattet. Er wird beute abend eine Besprechung mit dem Ministerpräsiden. Briand haben.

Der polnische Terror dauert an.

Berlin, 1. Ang. Entgegen den SSnlenanfchlä- gen der interalliierten Kommission in Oppeln, worin verkündet wird, daß die Ruhe int oberschlesischen Ab­stimmungsgebiet jetzt im allgemeinen wieder hergestellt sei, stellt dasB. T." an Hand einer Reihe Nachrichten fest, daß besonders in den Landorten des Industrie­gebietes der polnische Terror weiter unumschränkt | herrscht. Aus den Landorten des Kreises Beuthen werden Mißhandlungen, zahlreiche Verschleppungen und Raubüberfälle auf Deutschgesinnte gemeldet. Die Ge- meiudewachen, die den polnischen Banden entgegen­treten sollen, erweisen sich als völlig unzuverlässig.

da sie selbst zum größten Teil aus ehemaligen Auf­ständischen und Schwerverbrecher bestehen. In Roßberg im Kreise Beuthen versuchten in der Nacht zum 30. 7. starke polnische Banden nach heftigem Maschinen­gewehrfeuer einzudringen. Der Abstimmungspolizei ge­lang es, die Aufständischen nach längerem Feuergesecht zu vertreiben.- In derselben Nacht wurde der nahe der Grenze gelegene Ort Jamm von Polen überfallen, die über die Grenze gekommen waren. Erst gegen Morgen konnten die Banditen über die Grenze ge­worfen werden. Auch auf Kostellitz und Boroschau machten polnische Banden Vorstöße.

Eine englische Regierungskommission in Pleß und Rytinik.

Nach einer Meldung desBerl. Tagetil." werden die otierschkestschen Kreise Pleß und Rhbnik zur Zett von einer englischen Kommission bereist, die sich im 'Auftrag der englischen Regierung über Me Stimmung der dortigen Bevölkerung unterrichten setz. 7 cm Blatte zufolge will anscheinend die englische 7 ?« ritng den Bericht dieser Kommission bei der En m . ung über Oberschlesien und besonders über diese beiden Kreise verwenden.

Ein polnischer oberster Volksrat.

Beuthen, 1. Aug. Nach dem Vorbild des Deut­schen Ausschusses für Oberschlesien wurde, wie die pol­nischen Blätter melden, ein polnischer oberster Bolks- ral ins Leben gerufen, zu dem zwölf Vertreter Mi polnischen Parteien und Gewerkschaften gehören. An der Spitze des Vokksrates steht ein viergliedriges Prä- stdium, dessen Vorsitzender Nyntcr ist. Der Volksrat hat seinen Sitz im Hotel Lomnitz in Bcutben. Seine wichtigste Aufgabe nennt der Volksrat den Schutz der Interessen der polnischen Bevölkerung und deren Ver- fxetung bei der interalliierten Kommission.

Ein englisches Urteil.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Brände. Nürnberg, 1. Aug. Ein großer Wald- brand vernichtete in unmittelbarer Röhe Nürnberg» mehrere Hundert Hektar Wald im Werte von über einer Million Mark. Der Brand ist erst nach etnstündlge, Tätigkeit von zablretchen Feuerwehren und der ReirbS- wehr gelöscht worden. Vermutlich liegt Brandstiftung vor. Regensburg, 1. Aug. Der .Fränkisch« Kurier" meidet: Gestern brach in dem gewaltigen Bretterlager von Cottmanu-Lugano im Hasengeländ« Feuer aus, das nach Bulgarien verkaufter Holz Im Werte von vier Millionen Mark vernichtete. Dar« der Windstille wurden eine Reihe Perroleumtan» un» die große Lagerhalle des RotdbaYertschxS Lloyd» tief der Vernichtung bewahrt - .....->-

Danzig

24ftündtger Allgemeinausstand.

Gegen die Erhöhung de» Brotpreises.

Berk. Lokalanz." aus Magdeburg meldet, wendet sich die Aerztckammer für die Provinz Sachsen gegen die beabsichtigte Brotvreiserhöhung. Die beträchtliche Er­höhung des Preises würde zur Folge haben, daß zabl« lose Kreise der Bevölkerung noch mehr der Unterernäh­rung mit allen ihren iiblen Folgen pretSgegebe» wür­den. Neue folgenschwere Unrubeit und Kämpfe seien zu befürchten. Die Aer-tekammer hält es daher Im Hinblick auf das allgemeine Wobl mit) die Wiedergene­sung deS kranken Volkes für geboten, daS unbedingt zur Lebenshaltung nötige Brot in der titSberigen PreishShe weiter zu verabfolgen. Für das über die fetzige Brotmevae binansaebende Brot könne ein ent­sprechender Mebrbettag gefordert werden.

örtert werden.

Rom, l.Aug. Der Minister des Aeußern Delia Toretta erklärte im Senat bei der Besprechung der italie­nischen Außenpolitik, die oberschlesiscke Frage werde vor den Obersten Rat kommen; sie sei sehr heikel. Italien werde sich bei Besprechung dieser Frage beteiligen und dabei seine eigenen tatsächlichen Verhältnisse im Auge behalten, sich aber natürlich vor allem auf den V-rtrag von Versailles stützen. Es ivcibe jederzeit den Geist der Versöhnung an den Tag legen sowie den Geist der Ver­söhnung und der Achtung vor den Rechten eines jeben

S81 e n 31 Juli Heute sand hier der Oberschlester-1 Die biessährige Kreier Herbstwoche für Kunst und x-ilfstag statt,' der erkennen lieb, daß alle Deiitschen Wissenschaft weist ein Programm von einer nicht mehr Oesterreichs mit den in Oesterreich lebenden Reichsdcnt- $u übertreffenden, fast verwirrenden Fülle künstlerischer, schon zusammengewirkt batten. Musikkapellen und Ge- ichssenschastlichor, sportlicher und anderer Darbietungetl sangvereine veranstalteten große Konze-te. auch die füb-1 nuf- nl;t unvergänglichen Perlen vorzugsweise deutschen renden Shmpbonieorchester der Stadt Wien stellten sich (Näheres im Anzeigenteil.) Man wird

^a^t^^cn/ommeiidster Weise den Dien,t^des O^er-1 das sei etwas viel des Guten, und in der Tat, mt-n' fn hMt'stnrben ^berschlesiens verkauft ein einzelner kann nicht alles Gebotene oufnehmen und

men in den Farben Oberschlesiens verlauf,. L fj(f| MrorbfitnL das wfitbe an Geist und Körper zu

Keine Verschiebung derAbrüstungskonferenz". ^oßr Anforderungen stellen. Aber au sw äh len kann

Pari s, 1. Aug. DieChicago Tribüne" meldet I mfln( und da wird jeder etwas finden, das ihn fefielt aus Washington: Staatssekretär Hughes und der eng- ihm gefällt und wodurch et sich unterrichten oder lische Botschafter GeddeS hatten eine einstündlge Un- i . - --- wi-«

terredung, nach der bekannt wurde, daß England nicht weiter auf einer Vorkonferenz zu den Wasbingtoncr Verhandlungen bestehe und gegen die Abhaltung der Abrüstungskonferenz Ankang November keine ernsten Einwendungen mehr erbeben würde. Frankreich sei einem Beginn der Konferenz am 1. November nicht ab­geneigt, und inoffiziell hätten sich auch Japan, Italien und China mit diesem Termin einverstanden erklärt. Dii Einladungen würden bereits nächste Woche er-

aushalt Ü eint. 4^5 Uenraerlh iw r. 12 y

mehrere englische Geschäfte ihren Betrieb wieder ge­schlossen. , 1 .

Die in Tanga herausgegebene englische Fettung Tangapost^ hat ihr Erscheinen, wegen Mangel an Absnnenten und zu hohen Betriebskosten, einysdu.

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Aus dem besetzten Gebiet.

iaam uotr l-'j viuiyc-1 Köln, 1. Aug. Wie bie .Fkeinische gebrannt. Raub und Einbrüche zuverlässiger Quelle ersährt, wird die britische w »oh Tag zu Tag. Arbeitslose über- satzungszone im Rheinland, die seit «mger Zett teil- die Stabt Die Inder klagen über den weise unter französischer Besatzu«L

FnDat-rs-Salaam haben 1 Umfange wieder hergestellt werven. Költt und Bonn

»is in Eskischehir eingezogen.

t Kein Rücktritt Mustafa Kemals.

Paris, 1. Aug. Bekir Sami Bey dementiert von Pa-iS ans die Nachricht von einer Krise in Angora, die den Rücktritt Mustafa Kemal Paschas zur Folge Haven soll. Alle ttirkische Patrioten begriffen die Not­wendigkeit, sich enger als je um ihre Regierung zusam- mcnziifchlietzen.

j Aus Ostafrika.

i DenAfrika Nachrichten". (Verlag W. Dachfel, W pg A.) wird ein Brief eines kürzlich nach dem frühe­ren Teutsch-Ostafrika zurückgekehrten Buren zur Ver­fügung gestellt, in dem es heißt:Hier in Mmnza (am Viktoria-See) ist znrzeit gar nichts zu tun, und ich würde mich freuen, von hier fortzukommen. An Er- werosmöglichkeit im Handel ist hier nicht zu denken. Ten Markt haben die Inder in den Händen, doch sind alle bankrott. Das Vieh ist zu billig, 34 Rupie das Stück. Aber keiner kann kaufen, da kein Geld im Lande

London, 1. A-ig. DerOb'erver" schreibt, Ober- schlcsien müsse in seiner Gesamtheit deutsch bleiben, nicht nur auf Grund der Vollsabstimmung, sonbern aus Grund historischer, geographischer und wirt- scho st kicher Erwägungen sowie im Hinblick aus den zukünftigen Frieden Europas. Jede Teilung müsse | verhängnisvolle Folgen haben. Es sei ein Unglücks daß bie anderen Verbündeten, um mit Frankreich zu einem Kompromiß zu gelangen, bereit zu sein schienen, Pleß und Rytinik den Polen zuzugestehen. Wenn auch die übrigen Bezirke den Polen zugewiosen würden, wie Frank­reich es verlange, würde die Skrtoirrung unbeschreiblich und die politischen Folgen in Deutschland unheilvoll fein. D.e Durchsetzung des französischen TrilunosplanS-würde 'für letzte Aussicht auf rfrt gemäßigtes und demokratnches N-'Snne i« Deutschlaich rrrnichwm Die Regierung Mrth würde fallen, und die Deutschen würden zu der lieber- zeitgung gelangen, daß die einzige Hoffnung in der schließlichen Wiederherstellung d"eS Militarismus zu suchen wäre. Die Franzosen seien aber nicht nur vorberertet an? diese Folgen, sondern w ü n s ch t e n sie geradezu herbei, um Deutschland endgültig zur Anerkennung der sran- zösischen Hegemonie gewaltsam zwingen zu können. Eine politische und wirtschaftliche Kombination zwischen Eng­land, Frankreich, Deutschland und Iwlien würde das beste Mittel zur Heiluntz Europas und zur Beruhigung des Ostens sein. ' -

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Paris, 1. Aug. (Havas.) Die Einladungen des Ministerpräsidenten Briand zu der für Montag, 8. August in Paris angesetzten Tagung des Obersten i Rates sind heute an die beteiligten Mächte ergangen!. 1

London, 1. Aug. (HavaS.) In Beantwortung i einer Anfrage im Unterhaus gab Llopd George fol- ' gendc Erklärung ab:

Ich schätze mich glücklich, dem Hause mitteilen zu können, daß wir zu einem zaftiedenstell->ndcn Ueber- cinkommen mit Frankreich gekommen sind, damit der Oberste Rat die Frage Oberschlesiens prüfen kann. Der Oberste Rat wird in Paris am 8. August zusainmen- trete«, um sich über die Ergebnisse der Vstksati- stimrnung in Oberschlesien und dre Berichte der Ab- . stimmungskommission auszusv-echen. Der erste Punkt ! der Tagesordnung wird der Mn zu entscheiden, ob bis zur Bekanntgabe der Entschließung betr. der Zuteilung Verstärkungen in dem Abstimmungsgebiet nötig sind oder nicht. Inzwischen haben der französische, der britische und der italienische Botschafter in Berlin bei der deutschen Regierung einen gemeinsamen Schritt unternommen, bamit Deutschland bereit ist, den Trans­port der verbündeten Truppen durch Deutschland zu jedem Augenblick, wenn der Oberste Rat entscheidet, j daß die Lage in Oberfchlesien dies erfordert zu erleichtern.

Berlin, 1. Aug. Wie die Blätter hören, ist der bereits angeMndigtc gemeinsame Schritt der Verbün­deten in der Truppentransportfrage nach Oberfchlesien bisher noch nicht erfolgt

London, l.Aug. Im Unterhaus erklärte Lloyd George auf eine Anfrage, bie britische Regierung sei im Verlaufe der jüngsten Auseinandersetzung mit Frankreich lediglich von dem Wunsche geleitet gewesen, eine gerechte Lösung der obcrschlesischen Frage in Gemäßheit des Ab­stimmungsergebnisses und der Vcstimmilngen des Frie­densvertrages zu sichern. In Bcanttvortnng von Zwi­schenrufen erklärte Lloyd George, es sei die lilufgatie der hritilchcil Regierung, darüber zu wachen, daß den Polen wie den Deutschen in gleicher Weise eine völlig recht­mäßige Behandlung zuteil werde. Lloyd George erklärte noch, er glaube, daß das Verfahren gegen d-.e Kriegsoe schuldigten aus der Tagung des Obersten Rates Gegen­stand einer Erörterung sein werde.

Parts, 1. Aug. Wie,dasJournal" mitteilt, wird Belgien nur zu den Beratungen des Obersten Rates eingeladen, wenn andere Fragen als bie »ber- schlesifchc, beispielsweise die Anfbebung der Sanktionen beraten werden. Die Belgier sekdst wollten, daß die RcichsgeriLtsurteile über die Kriegsbeschädigten el­

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ii Ä-f DaNzig, 1. Aug. Da bie von bej Sozialberno- nmpt Italischen Partei für Donnerstag beabsichligte Knnd- Hebung ans bem Heumarkt verboten wurde, rufen der

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Vohnungsmiete, gegen bie gewaltige Verteuerung brr Hebens mittel unb gegen bie beabsichtigte Erhöhung >5 Brotpreises. Als Ausgleich ber bestehenden Tene- Ama wird gefordert werden eine Erhöhung ber Löhne und Gehälter für sämtliche Lohn- und Gr- HMse.npjänger, Erhöhung der Bezüge ber Arbeitcr- imaliüen unb bei Witwen und Waisen, der Kriegsbe­schädigte!!, ber Enlpfänger von Armenirnterstützung, sowie eine ausreichende Unterstützung aller Erlverbs- lojen.

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Ä wttttole; BiwltäiMs bes ,W. I Wie gemeldet schlugen bet englische und btt italie- ^ssche Oberkommissar in Oppeln vor, man sollte bie breife Pleß unb Rytinik sofort Polen, bicjcnigen Kreise, Hje zweifelsohne an Deutschland kämen, sofott ber I ^euisckien Verwaltung übergeben. Tie interalliierten I Hrupven sollen im Jrrbustriebezirk zusammengezogen! '»erden, wo sie bann stark genug seien, allen Er­eignissen gewachsen zu sein. Tas offiziöse Organ ber imnzösischen RegierungLe Temps^ macht dazu bie Meressante Bemerkung, man könne nicht Pleß unb Pybnik sofort Polen übergeben, benit bann werde die 'Inlscheidung im Zentralindustriebezirk zu ungunsten Holens ansfallen. Nur mit Pleß und Rytinik zu­sammen verfüge Polen über eine Mehrheit im Jn- Dustriebezirk, während im eigentlichen Zentralbezirk I Hc Deutschen in bet Mehrheit seien.

| Dieses Eingeständnis ist außerorbentlich wertvoll. L zeigt, daß man auch in Frankreich sich vollkommen Hsriiber bewußt ist, daß auf Grund der Bolksabftim- »unß bas Industriegebiet Oberschlesiens bei D e it tfch- j«nb bleiben muß. Ilm nun ber nackten Raubgier Mrankreichs und Polens ein moralisches Mäntelchen '«nzuhängen, sucht man durch Umbiegen ber Waht- afieictihJ über bie Abstimmung, durch falsche Auslegung Abstimmungszahlen die Tatsache zu verschleiern, s'UhW Frankreich sich in ber oberschlesischen Frage nicht ichtz' W >it der Gerechtigkeit leiten läßt, sondern ber pol- n.Sto*« Mischen Raublust zum Siege vechelsen will.

| Halten wir fest, auch berTemps" weiß, daß im ~ ' ustriebezirk Ooerschlesiens bie Deutscheninder

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