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Nummern infolge Streik» ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz.

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Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Lug. Koch.

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dampfer, die die Absicht hatten, auf russischen Gebiet zu fischen. Die Schießerei wurde in Murmansk gehört^ das sofort in Belagerungszustand erklärt wurde. Tie deutschen Minenschiffe, die zuerst die Absicht hatten, Murmansk anzulaufen, gingen nun in See, nachdem ie die russischen Schiffe auf di« Stadt zu gejagt und die Artilleristen von ihren Kanonen vertrieben hatten.

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Die Kämpfe in Kleinasien.

Die griechische Offensive beendet?

Athen, 29. Juli. In einer Mitteilung

beherrschung der sachlichen Lösung einer Frage do« so großer Tragweite den Weg ebnet. Die Reichsregie« mng richtet diese Mahnung nicht nur an die Schlesier» sondern an das ganze deutsche Volk; sie erwartet, daß jeb?r, der der deutschen Sache dienen will, ruhige- Blut besitzt und sich der hohen Verantwortung b«mDt

3«In»»tmbkit md Seritcnhiomo.

»Außergewöhnliche Haltung Frankreichs.«

Paris, 29 Juli. Lord Hardinge, der eng­lische Botschafter in Paris, überreichte heute Briand die Antwort seiner Regierung auf die letzte ranzöfische Note. Die Unterredung dauerte drei­viertel Stunde.

Wie Reuter erfährt, gibt die britische Antwort auf di«'französische Note über Oberschlesien ganz ausführlich die Umstände wieder, die die gegen­wärtige Lage geschaffen haben. Die Antwortnote beschäftigt sich eingehend mit dem Vorwurf, daß England die Haltung Deutschlands stärke. Weiter­hin lenkt die Note die Aufmerksamkeit auf das als eine außergewöhnliche Haltung Frank­reichs bezeichnete Bestreben, mit der nachdrücklichen Forderung der sofortigen Entsendung von Verstär­kungen unabhängig vom Obersten Rat vorzugehen. Die Note betont, daß keine Grundlage für die Ver­folgung einer gemeinsamen zukünftigen Politik möglich und kein für die zukünftigen Verhandlun­gen brauchbares Ziel gegeben ist, ehe nicht England einen klaren Einblick in die Absichten der franzö­sischen Regierung erhält. Die britische Regierung ist bestrebt, jedes Mittel zu erwägen, um Frank­reich entgegsnzukommen. Es wird betont, daß nach den in London vorliegenden Nachrichten den fran­zösischen Truppen in Oberschlesien keine Gefahr drohe, auf Grund deren die Entsendung von Ver­stärkungen als dringlich angesehen werden könne. * Das Reutersche Büro erfährt weiter, daß die Note ein in versöhnlichem, aber gleichzeitig in ener­gischem Ton gehaltenes Dokument ist. Die Note umfaßt etwa 12 Seiten. Der erste Teil enthält eine Prüfung der von der französischen Regierung vorgebrachten. Tatsachen und wiederholt in klarer Form die Aufzählung der Ereignisse, die seit der Ueberreichung der französischen Note an Deutsch­land am 16. Zuli ohne vorherige Verständigung mit den Verbündeten sich abgespielt haben. Das war das erste Anzeichen eines Abgehens von der Politik der Zusammenarbeit, die bisher befolgt wurde. Diese Aufzählung dient nicht nur dazu, die französische Regierung an das zu erinnern, was sich tatsächlich ereignet hat, sondern auch dazu, die Form zu beleuchten, in der die britische Regierung immer das Prinzip der engen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Verständigung zwischen den Ver­bündeten befolgt hat. Dann bringt die Note die Ueberraschung zum Ausdruck, die die britische Re­gierung bei der Aenderung der Haltung der franzö-

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halten geben will, denn solange diese Frage nicht geklärt ist, ist es schwierig, zu sehen, auf welcher 1 irundlage diese Zusammenarbeit der Verbündeten ortgesetzt werden kann.

London, 29. Juli. *Wie Reuter meldet, geht die auf die Note an Frankreich gestützt« Auffassung in Londoner maßgebenden Kreisen dahin, daß Deutschland, das nach dem Versailler Vertrage da» Recht hat, die französisch« Forderung wegen der Truppentransporte abzulehnen, willen» sei, diese Angelegenheit, in der es einen Bruch des Vertrag, erblickt, den drei Mächten zur gemeinsamen Ent- cheidung zu unterbreiten, sei es als Oberste« Rat oder in anderer Form. Weiterhin wird die deutsche Auffasiung in maßgebenden Kreisen dahin aus» gelegt, daß die Annahme einer Entscheidung einer einzelnen Macht der Zerreißung de» Vertrage, gleichkommen würde.

Der Sachverständigenausschuß.

Paris, 29. Juli. Die Sachverständigen-Kom- mission zur Prüfung der Aufteilung Oberschlefiens ist heute im Ministerium der auswärtigen An­gelegenheiten zusammengetreten.

Pressebüros werden die von den Griechen bisher er­rungenen Erfolge nochmals hervorgehoben, wobei betont wird, daß die Aufgabe der griechischen Armee gegen» wärtig nicht mehr darin bestehe, den Widerstand der feindlichen Streitkräfte zu brechen, sondern das RSubcrtum zu unterdrücken. Falls es nicht für not­wendig erachtet werde, die griechische Aktion noch weiter vorzutragen, so habe sie v»n jetzt ab keinen kriegerischen Charakter, sondern den einer reine« Polizei­aktion. Nach griechischer Anschauung könnte die Befriedigung Anatoliens nur bei einer Vernichtung der Kem allsten eintreten.

M der MMen Steuermlmn. ; i Dresden, 29. Juli. Im Landtag gab der Minister tzks Innern Lipinski eine Erklärung über oie Ablehnung frt Stcucrvorlagen der Regierung ourch eine aus den tzjsr^erlichen Parteien und den Kommunisten bestehende Nchrheit ab. Der Minister sagte, ohne Grund- und tzaverbesteuer sei eine Bcsoldungsordnung und eine Er­höhung der Pensionen möglich. Die Regierung würde es ihegrüßen, wenn der Landtag, wie die Verfassung es vor- Eeibc, durch eigenen Beschluß sich aullöse und so das goi? selbst entscheiden lasse. Die auf fciefe Regierungs­erklärung folgende Aussprache brachte keine Klärung bcr Lage. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, jytd) dem die Regierungsvorlage noch einmal an den zurückgewiesen wird. Das HauS beschloß fcr- wi, die Einsprüche des Reichssinanzministeriums gegen fcje sächsische Besoldungsvorlage vor das Reichsschieds- .yrirgt z» bringen. Das HauS vertagte sich darauf bis jo September.

Die neuen Reichssteuem.

f' Berlin, 30. Juli. Das Rcichskabinett beschäs- Mte sich gestern mit den neuen Steuervorlagen. Nach hemVorwärts" einigte man sich auf eine Vermögens- ^ßmvachssteuer, eine Zuwachssteuer ans Kriegsgewinn« tob eil.: Umänderung des Umsatz- und Äempclab- tz^'cngesetzes. Wie derLokalanz.^ erfährt, dürften hte Besprechungen über das Stenerproblem mindestens Mh zwei Kabinettssitzungen in Anspruch nehmen.

Aus dem besetzten Gebiet.

Frankfurt a. M, 29. Juli. Die gesamte zivi­lisierte Welt hat wiederholt Protest erhoben gegen die Belassung der schwarzen Truppen im Rheinland«. Diese Entrüstungsrufe sind jckoch ebenso ungehört verhallt, wie die Notschreie vergewaltigter deutscher Frauen iw Rheinland« und nicht nur da?. Die schwarzen Truppen werden sogar noch verstärkt. AuS Mainz kommt fol­gende Meldung: Der Pascha von Tanger ist kürzlich i;ier eingetroffen. Er wurde vom stellvertretenden kom­mandierenden Generäl Degoutte empfangen und begab ich sofort nach dem Manöverplatz von Gonsenheim, wo er die Parade über verschiedene Abteilungen marok­kanischer Formationen abnahm.

Trier, 29. Juli. Zu Ehren Frankreichs wurden hier anläßlich des Fackelzuges am Abend deS 13. Juli von französischen Soldaten etwa 20 Fensterscheiben zertrümmert und verschiedene Zivilpersonen tätlich an­gegriffen. Einem Arbeiter, der mit seinem bescheidenen Hausrat in eine andere Wohnung zog, wurde der Haus­rat teils weggeschleppt, teils zertrümmert. Bezeichnend für das gute Beispiel, das die Offiziere den Soldaten geben, ist folgender Vorfall: Eine Dame, die sich in Begleitung eines Offiziers befand, rempelte am 17. Juli einen hiesigen angesehenen Kaufmann an. Als er meinte, es werde ja jesrn Tag toller, versetzte der die Dam« begleitende Offizier dem Kaufmann einen Faustschlag ins Gesicht, sodaß dieser zu Boden stürzte. Die deutsche Bevölkerung spricht vonRowdies aller Grade und Uniformen/1

Die Weltkrise.

| K o p. e r. (ragen, 29. Juli..Finanztidende" übt über die wirtschaftliche Krise der Welt u. a.: Ehe cht eine allgemeine Regelung, die den Erdball umfaßt, tzttroffen ist, wird die wirtschaftliche Krise nicht Über- Kunden werden können. Älüst wenn das geschieht, Annen Jahr« vergehen, bis Europa an dem Fortschritt beteiligt sein wird. Die Berichte aus Oberschlesien, den besetzten Rheingegendcn, aus Rußland und vom Balkan tzcigiN bi« Summe der Not und des Hasses, von denen Wiropa verzehrt wird. Frankreich rächt sich brutal iktruj bie Sanktionen, seine Negerpolitik und Jein? Machtbegicrbe. Diese Machtbegierde ist endlos, krinc Freunde ziehen sich von ihm zurück und isolieren M. In Oberschlesien stehen England und Italien ^wesentlich auf deutscher Seite. Im Mittelmeer orien­tieren sich beide ans eine Isolierung Frankreichs. In Aleinasien durchkreuzt England mit Hilfe Griecheu- ib§ die Intrigen Frankreichs. Ganz Europa wird rch seine Politik zu Grimde gerichtet.

fischen Regierung emvfunden hat, die in den ersten Tagen dieser Woche sich von dem Prinzip der Zu­sammenarbeit entfernte, auf das Lord Curzon und der französische Botschafter dringend binwiesen und worüber sie sich verständigt hatte«. Die fran­zösische Regierung wird an die Tatsache erinnert, daß nach dem Zwischenfall von Frankfurt im April des vergangenen Jahres der damalige Minister­präsident Millcrand die endgiltige Zusicherung ge­geben habe, daß die französische Regierung in Zu­kunft keine isolierten Maßnahmen mehr in den Fragen treffen würde, die die gemeinsamen Inter­essen der Verbündeten berühren. Die Note drückt bann die Ueberraschung aus, die nicht nur durch die offenbare Absicht der französischen Regierung, von dem damals angenommenen Prinzip abzuweichen, hervorgerufen wurde, sondern auch durch den un­gewohnten und offensichtlich unfreundlichen Ton der Mitteilung der französischen Regierung vom letzten Mittwoch. Es widerstrebt der britischen Regierung, zu glauben, daß ein solcher Ton un­freundliche Absichten der französischen Regierung einschließt. Alles, was Großbritannien verlangt, ist, daß ein Bündnis, das durch die schrecklichen Opfer der Verbündeten zusammengekittet wurde, auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens weiter besteht. Die Note setzt hinzu, daß Großbritannien, um zu diesem Ziel zu kommen, der französischen Re­gierung schon viele Zuge st änd nässe gemacht habe und bereit sei, solche zu machen, wenn Frank­reich fortfahre, England vollständig betreffs seiner Wünsche auf dem Laufenden zu halten. Was aber das Prinzip der gemeinsamen Jnteresien der Ver­bündeten in der oberschlesischen /und in anderen Fragen, die die Friedensverträge berühren, an­betrifft, so ist es Großbritannien durchaus un­möglich, Verhandlungen gutzrchsißen, dis die Grundlage des Bündnifies infolge des durch den Ton der letzten französischen Note hervorgerufenen Erstaunens -erschüttern müssen. Die britische Re-

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Die Umfassung OberschlestenS.

Berlin, 29. Juli. Wie derLokalan,." aus Breslau meldet, hat am 23. Juli in Czenstocha« «tot polnische Generalstabssitzung stattgefunden unter dem Vorsitze des Generals Haller. An der Sitzung nah­men auch die französischen Generäle Leeomte Denis und de Brans teil. Auch Vertreter der polnischen Aufstän­dischen in Oberschlesien waren erschienen. In Bezug auf die militärische Lage wurde mitgeteill, daß die Polen Oberschlesien von Norden, Osten und Süden mit 120000 Manu umfaßten. Spezialwaffen wie Tanks, Flugzeuge und Funkstationen würden größten- teils von Frankreich über Danzig zur Ver­fügung gestellt. Wie weiter «rllärt wurde, be­enden sich in Kattowih, Pleß. Rhbnik, Gleiwitz, Hin­denburg, Beuthen, Tarnvtvitz und Oppeln geheime pol- . nifche Kommissare, die mit den französischen Kreiskontrolleuren zusammenarbeit««.

Das polnisch« Bandenunwesen.

DasBerl. Tagebl." meldet weiteres Umsich» greifen des Bandenunweifens in Oberschlesien. Da» Dorf Rafchitz im Kreis Ratibor wurde von stärkere« polnischen Banden angegriffen. Besonder» i« Kreis Pleß ist die Lage außerordentlich unsicher und bedrohlich. Das Gut Adelheidshof wurde vo« den Polen beraubt und der Wirtschaftsinspektor schwer mißbandelt. Die Abwanderung der deutsche» Bevölkerung aus dem Kreise Pleß hält infolge be» ' polnischen Terrors immer noch an, da die franzö« fische Besatzungsbehörde nichts zum Schutze de, Deutschen unternimmt. '

Jtalienisch-französische Zusammenstöße.

Die Blätter melden aus Oppeln, daß das Der«, hältnis zwischen Italienern und Franzosen i« Oberschlesien mit jedem Tage gespannter witt». Gestern kam es zwischen italienischen und franzö« fischen Offizieren in Oppeln zu einer Schlägerei, biß schließlich in eine Schießerei ausartete. Fer««ß fanden vor der Oppelner Kaserne zwischen ttalieni^ schen und französischen Soldaten Zusammenstoß- statt, bei denen auch Handgranaten geworfen nm« den. Auch in Kandrzin kam es zu einem Zu« sammenstoß zwischen Italienern und Franzosen. I« einem Zuge sich befindende Franzosen weigerte« sich, sich von der italienischen Bahnhofswache tot« trollieren zu lasten. Einer der Franzosen schoß tmf die italienischen Mannschaften. Diese entwaffnete« darauf die Franzosen und nahmen sie fest.

Die Regierung mahnt zur Ruhe.

Berlin, 29. Juli. (Amtlich.) AngesMs bet herannahenden Entscheidung über da- Schicksal Dbe>, schlesiens hat die Reichsregierung im Verein mit btt preußischen Staatsregierung gestern beschlossen, N enger Fühlungnahme mit der Bevölkerung Schlesien- dahin zu wirten, daß die Bewohner des Landes sich auch weiterhin die größte Zurückhaltung auf» erlegen, um zu ihrem Teil dazu beizutragen, eine sach­liche Entscheidung zu ermöglichen. EL gilt, der^Welt ein Beispiel zu geben, wie ein Volk durch sein« Selbft-

PolitWe Tagesna^ricbten.

Anläßlich des Todes des preußischen Staatsmini- stets Dr. v. Beseler richtete der Reichsmintster der Justiz Schiffer an die Familie des Verstorbenen ein Beileidsschreiben, in dem Schisser aus die vielfachen Beziehungen hinweist, die der Verstorbene während seiner langen Tätigkeit als preußischer Justizminlfier zu dem Reichsjustizamt gepslogen hat.

Im thüringischen Landtag wurde ein Antrag der Nilbahängigen aus sofortige Einstellung der Arbeiten des Landtags und auf seine Auflösung ab gelehnt. Da­rauf wurde ein Antrag der Rechten auf Weiterberatuug und Verabschiedung des Beamtenbesoldungsgcsetzes angenommen. Entscheidend für die Annahme war die Haltung der Demokraten, die für den Antrag stimmten.

In dem neuen Tabaksteuergesetz werden alle Steuer­ermäßigungen sortfallen. Während der Steuerertrag für das Jahr 1921 aus 1,8 Milliardeen veranschlagt worden sei, erwartet man von dem neuen Gesetz einen Ertrag von 2,7 Milliarden.

Die Aufhebung der Zuckerzwangswirtschaft. Der toi schaftspolitische Ausschuß und der Außenhandels- Kontrollausschuß des vorläufigen Retchswirtschafts- rats stimmten dem Beschluß des Unlerausschusses sür Landwirtschaft und Ernährung betreffend die Aus­hebung der Zuckerzwangsbewirtschastung zum 1. 10. einstimmig zu.

In der Frage des Anschlusses des Eisenacher Lan­des an die Provinz Hessen-Nassau sprach eine Abord­nung ans Eisenach beim prenßischeit Minister des In­nern vor. Der Minister verwies die Erschienen auf Art. 186 der Reichsverfassung, der allein die Voraus- setzuugen regele, unter denen Gebietsveränderungen der Läicher erfolgen könnten. Das Schwergewicht liege hiernach in dem Willen der beteiligten Bevölkernngs- kreise. Bereits die frühere preußische Regierung habe gelegentlich einer kleinen Anftage in der Landesver- chmmlung im November 1920 erklärt, daß, falls von t änngischer Seite der Wunsch einer wirtschaftlichen oder politischen Annäherung an Preußen hervortrete, die preußische Regierung ihrerseits der Erfüllung sol­cher voll den breiten Bevölkern nasmassen getragenen Wünsche kein Hindernis in den Weg legen ivcrbe.

Frau Wölsfstrin stcigelnflen. Wie daS93. T." mel­det, ist die Festnahme der kommunistischen Abgeord­neten Frau Rosi Wolsfstein in Breslau aus Grund eines Irrtums erfolgt. Die Polizei war im Glauben, daß sie die bereits in Berlin verhaftete österreichische Kommunistin Fischer sei. Frau Wolsfstein wurde nach KuMrung des Irrtum- sofort Wiede, fieigechsien.

Räte-Nutzland.

Lenin für Anerkennung der russischen Schuld.

T- Sonb ok, 29. Juli.Daily Mail" meldet auS Moskau, daß Lenin die Anerkennung her russischen schuld beschlossen habe, hm sich daburch den Schuh Anglanbs zu sichern, jedoch unter bet SBebingintg, baß die Höhe der Schuld endgültig durch eine inter» »arional« Kommission festgesetzt werde und daß die Dezohlung der Schuld und der Zinsen bis 1925 »er» schoben werde. Lenin verlangt auch, daß bie fremben Dächte die Sowjetregierung anerkennen sotten.

Die Beschießung deutscher Minensuchboote.

h Kristiania, 29. Juli.Aftenposten" wird aus Kirkenes telegraphiert: An dem Treffen außerhalb Murmanst haben außer der Attittette auf der Insel ^«rsstova auch russische Wachtfchiffe teilgcnommen. IKan glaubt, bie Russen seien der Ansicht gewesen, Handl« sich bei den deutsche« Schicen um Asch-

Der Schutz der Handelsschiffahrt.

Vorbetkitungen für den nächsten Ktteg.

London. 29. Juli. Wie Reuter erfährt, be- Dhäftigt sich dis Konferenz der Premierminister der bri- Mchen Dominions- in London mit der Stellungnahme

Angriffen gegen Handelsschiffe, di«, wie erwartet .teirb, in einem nächsten Kriege noch stärker einsetzeu .Mrden, als in dem letzten. Es sei daher nötig, daß lßches Dominion dazu übergehe, den Küstenhandel in ,Uriegszeiten selber zu schützen. Die reicheren Domi- wie Australien, Kanada, Neuseeland und. Süd- jhfrifa werden eigene Flotten aufstellen, die als lern leichte Kreuzer und Unterseeboote als zum Schutze der Haudelsschiffahrt am meisten geeigneten Kriegsschifse Mhalten würden. Es sollen Vereinbarungen getroffen jBttben, durch bie sich die Dominions gegenseitig Unter» .siützurig gewähren, um für das Geleit von Handelsschiffen I» sorgen. Im letzten Kriege haben mehrere Dominions Ute Seestreitkräfte ausgebaut, die nunmehr in den all­gemeinen Verteidigungsplan des britischen Imperiums .tafgenommen werden. Die Dominions werden auch däbrend eines Krieges die notwendigen Verbindungen auf» i«chterhalten. Sie werden für Dockemrichtungeu, Pctro- -fatm» und Feucrungsvorräte ufro. zum Gebrauch aller Attischen Kriegsschiffe Vorsorge treffen.

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Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

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