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Anzeiger für (das früher kurheffifche) OLerheffen

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ed den deutschen Botschafter zu sich bestellt hat, würde es sich um eine echt englische Dreistigkeit

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Paris, 26. Juli. TieLiberte" veröffentlicht nne Meldung ihres Londoner Korrespondenten, wonach der Exchange-Telegraph aus Konstantinopel mitteilt, vast infolge des Vorrückens der Griechen die kemalistisch« Regierung genötigt sei, ihren Sitz ebenso wie den der Nationalversammlung nach Siwas zn verlegen.

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56. Ä 1921

hhalt« Knj v Hst für an^iimg mit Zeu > Eehal K. H.

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London, 26. Juli. In Erwiderung auf eine An- Wege int Unterhaus wird mitgeteilt, daß die Vereinigten Maaten am 1. 7.16 Großkampsschifse im aktiven Dienst iktirt. Voraussichtlich wird bis 1. 7.1922 di« amerika­nische Flotte, genau wie die japanische, 18 Großkampf-

Der englifch-italtenische Vorschlag.

Paris, 26. Juli. Der Londoner Korrespondent desTemps" schreibt: Der Vorschlag des italienischen und des englischen Kommissars in Oppeln bezüglich der sofortigen Uebergabe der nicht nnistrittenen Bezirke in Oberschlesien an die Deutschen bezw. an die Polen finden in London eine gün st ige Aufnahme. Man sei der Ansicht, wenn vor wenigen Monaten ein gleicher Vorschlag vom Botschastcrrat abgelehnt worden sei, weil die Autorität der Verbündeten int Volksabstimmungs­gebiet nicht stark genug gewesen sei, so bestehe dieser Grund jetzt nicht mehr. Dabei vergesse man, daß den Deutschen hierdurch die strategischen Punkt: Rosenberg und Leobfchütz anheimsielen, und daß das Vorgehen der Franzosen von ihnen völlig unwirksam gemacht werden könnte.

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igungslose Hilfeleistung wurden den Selbstmord s betreisenden Staates bedeuten, denn die mililäri- >eu Rüsiungeir Rußlands lassen ebenso wenig wie nc internationalen Quertreibereien erkennen, wel-

Die Verteilung der deutschen Handelsschiffe.

London, 26. Juli. Im Unterhause wurde auf eine Reihe von Anfragen durch die Regierungsvertre- ter folgende Antworten erteilt: Etwa 85 % der?ge­lieferten deutschen Tonnage sind England zugewtesen Worden, 1350 000 Tonnen werden britischen und Ver­bündeten Firmen und 75 000 Tonnen ehemals feind­lichen Firmen überwiesen.

hist: im aktiven Dienst haben. Die entsprechenden teHen für das britische Reich seien 13 Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer.

i Deutschlands i st wichtiger als alles andere

-uns; bei allen Entschlüssen von politischer Trag-

xaS Fiasko der Sowjetberrschaft, die nationale ebcnsgefährticlsteit ihres Experimentalwahnsinns hat

katastrophales Belastungszeugnis in der Hun- ersnot gesunden, die im Inneren Rußlands aus- brocken ist und einen geschichtlich unerhörten Um« angenommen hat. Die Moskauer Diktatoren, die x dieses grauenvolle Unglück eines Millionenvolkes rantwortiich sind, wenden sich an diejenigen Staaten

Hilfe, deren politische Zerstörung einen wesent- m Punkt ihres imperialistischen Programms der kltrevoiuiion bedeiltet. Sie bedienen sich dabei u. a.

s Mannes, desseil Rainen als Dichter einen bervor- vlgeude» Klang in der Kulturwclt besitzt. Maxim Gorki har einen Hilferuf an Gerhart Haubimann ge- ret und wird, ivie es heißt, nächstens in Berlin ein« iicii, um ein deutsches Hilfs werk für Sow- -Rußland einzuleiten. Deutsche Regiernngskreise en bereits ihr Einverständnis mit der Entsendung Aerzten und Medikamenten angedeutet haben, vrntichland bat wie in westlicher Richtung, so auch in Aicher nichts zu betreiben als Realyvlitit. Diese erfordert für den vorliegenden Fall, keine neuen Möglichkeiten für die E i n iv i r k u n g des Doi s w e w i s mu s aus deutsche Staatsbürger zu ge-

Näumung Angoms?

London, 26. Juli. Nach einer Meldung Konstantinopel wurden die ersten Maßnahmen Räumung von Angora getroffen.

Freigabe der beschlagnahmten deutschen Dampfer.

Bremen, 26. Juli. Rach einem Telegramm aus Rewyork wurde die Beschlagnahme der ehemals deut­schen Dampfer ,George Washington", »Amerika", .Präsident Grant", .Susquehanna", und .Agamem­non" aufgehoben.

Die neuen Steuervorlagen werden am 28. Juli vom ReichSkäbtnett durchberaten werden; dann werden sie dem Reichsrat qnd dem Reichswirtschastsrat zugchen.

Di«Oberhefssiche Zeitun V" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Soort-stig." 1 Mk. mehr, ifiit anssa llende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. E. Hitzeroth. Druck der Unw.-Buchdruckerei von Ioh.Aug. Koch, Markt 21 23 stiernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

DieAbrüstung"

Athen, 26. Juli. Wie b<- beit Marine­bericht zu entnehmen ist, haben di - chischen Patrouil­len schiffe einen Dampfer der Krmalisten, der mit Soldaten beladen war, angehaltrn. Dabei wurden große Mengen russischen Goldgeldes und türkischen Gold -und Papier­geldes erbeutet.

Nach dem Heeresbericht vom 23. Juli werden die un­geheuren Verluste deS Feindes während der Kämpfe bet letzten Tage bis zur Schlacht östlich Eski-Schehir bestätigt. te?t Feind verlor mehr als Dreiviertel des Geschütz- materials und der Mannschaften. Die meisten seiner Divisionen verloren mehr als die Hälfte ihres Bestandes. Die griechischen Truppen des Nord- und Südabschmttes haben sich vereinigt und bilden eine einzige Front. Die Front des Feindes dagegen ist gebrochen deine Truppen in Angora sind von denen in Konia getrennt.

- *

Kapitänleutnant Patzig.

Der Verteidiger des KapUSnlcutnants Patzig, Rechtsanwalt Dr. v. Zwehl, sendet der .«reuzzeitung" folgende Zuschrift:

.Die Nachricht über eine in Dänemark erfolgte Ver­haftung des KapttänleutnantS Patzig ist nunmehf durch deutsche und dänische amtliche Meldungen al- plumper Schwindel gekennzeichnet. In Anbetracht der gemeldeten Begleitumstände der Verhaftung de«, deutet die Richtigstellung für keinen, der über die Per-, sönlichkett des Verschwundenen nur einigermatze« unterrichtet war, eine Ueberraschung. Der größte Teil der deutschen Presse hat die Meldung dann auch mft Vorbehalt und in einwandfreier Form gebracht. Nur die .Berliner Morgenpost" und, wie ich höre, lei­der auch noch ein anderes großes Berliner Blatt, ließen sich von ihren Berichterstattern pikante Einzel­heiten der Verhaftung melden, erzählten von Au» schreiftlngen in der Trunkenheit, von unzüchtigen Post­karten, die bei dem Verhafteten vorgefunden wurde« und knüpften daran etliche hämische Bemerkungen.; Ueber die Schuld oder Richtschuld Patzigs werde ich mtch mit der .Berliner Morgenpost" nicht unterhalten., Wohl aber möchte ich vor der deutschen Oessentlichkett fektstellen, daß es Blätter in Deutschland gibt, die eine«. Wehrlosen, einem um seiner Vaterlandsliebe willen Verbanenten, in so unerhört leichtfertiger Weise die Ehre abschneiden. Die Meldung ist ohne Zweifel ei« Versuchsballon des Feindes, um etwas über, den Verbleib Patzigs in Erfahrung zu bringen «der keine Ententelüge ist so boshaft und plump, dass mchk ein Deutscher mit Vergnügen daraui btneinfteie. ,

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8eii (iuerietaei in der Irmra- ȟNikm^skWe.

Tagung des Obersten Rates am 4. August.

London, 26. Juli. (Amtlich.) Ter Oberste Rat tritt am 4. August in Paris zusammen. Lord Curzon und Balfour vertreten England aus der Konferenz. Lloyd George ist wahrscheinlich nicht zugegen.

Paris, 26. Juli. Wie die Morgenblätter be­stätigen, ist nunmehr zwischen der englischen und der französischen Regierung in Bezug auf die oberschlesische Frage in zwei Punkten eilte Einigung erzielt worden: Der Oberste Rat tritt bestimmt am 4. August zusammen. Die englische und die italienische Regierung habe auch den Sachverständigeuausschuß, den Frank- ttidj vorgeschlagen hatte, angenommen. Aber feine. Aufgabe ist nach demEcho de Paris" nicht mehr die, die ihm anfangs gestellt werden sollte, sondern es handelt sich jetzt nur um vorbereitende Arbeiten» die ?et Ausschuß leisten soll. Dieser Ausschuß soll am 29. Juli seine Arbeiten beginnen. Tie englische Re­gierung hat bereits Delegierten für den Ausschuß bestimmt.

Ti: Havasagentur teilt mit: Entsprechend dem jetzt von Frankreich, England und Italien ausgenommen n Verfahren wird die Sachverständigenkommission, die )ie oberschlesische Frage vor dem Zusammentritt des Obersten Rates prüfen soll, am kommenden Donners­tag in Paris zusammentreten.

Paris, 26. Juli. Der britische Außenministei soll seinen Widerspruch gegen die Entsendung von Verstärkungen - nach Oberschlesren in aller Farm am- rrchterhalten haben, indem er, neben anderen Beweis­gründen, versichert habe, daß diese Maßnahme das mit so vieler Mühe im Abstimmungsgebiet hergestellte Gleichgewicht stören, daß sie außerdem einen deutsch­feindlichen Stempel tragen und daß sie in Deutsch­land den Eindruck Hervorrufen würde, daß die Ent­scheidung für Deutschland ungünstig aussallen werde, und daß schließlich Frankreich am Rhein genügend Truppen zur Hand habe, um Deutschland zur Vernunft zu bringen, wenn es versuchen sollte, sich der Durch- führimg des Entscheidungssprnches der Verbandsmächte über Oberschlesien zu widersetzen.

Die Havasmeldung fügt hinzu, da die Entsendung von Verstärkungen noch vor jeder Entscheidung bisher in Frankreich als unerläßlich angeseheu worden sei, so bestehe also noch über diesen letzten Punkt eine Meinungsverschiedenheit zwischen der eng'ischen und der französischen Regierung.

London, 26. Juli. Die britischen Sachver­ständigen sind heute abend nach Paris abgereist. Eine Reife nach Oberschlesien wird nicht in Erwägung ge­zogen. Als Ergebnis der Auseinandersetzung zwisck>en den Regierungen ist eine viel bessere Atmosphäre ge­schaffen worden. In der Tat besteht jeder Grund zu der Annahme, daß die oberfchlesische Frag- sich au? dem besten Wege zur Lösung befindet und daß weitere Mißverständnisse bezüglich der Entsendung von Trup­pen oder eines anderen Punktes wohl kaum entstehen werden.

Die Haltung des cnglifchen Parlaments.

Paris, 26. Juli. Der Londoner Korrespondent desRewyork Herald" meldet: Gestern richtete im Un­terhaus anschließend an die Erklärungen Lloyd Georges, et werde am Donnerstag Mitteilung über die oberfchlesische Frage machen können, Oberst Wedg­wood die Anstage an die Regierung, ob sie sich bewußt sei, daß aus allen Setten des Hauses eine starke Opposition gegen das Vorgehen der Franzosen in Oberschlesten bestehe. In dem all­gemeinen Lärm wurde auch der Widerspruch des Mi­nisters vernehmbar. Auf die Anfrage, ob die verbün­deten Mächte ihre Truppen in Oberschlesten verstärken könnten, ohne sich mit den anderen Mächten in Verbin­dung zu setzen, antwortete die Regierung, ste müsse diese Frage vor der Beantwortung prüfen.

DaS französische Mißtrauen.

Parts, 26. Juli. Havas gibt unter Vorbehalt ein Telegramm aus Berlin wieder, in dem behauptet wird, die deutsche Regierung kenne bereit» den Wort­laut der englischen Antwort auf die von Dr. Rosen an den französischen Botschafter gerichtete Frage. Weiter bemertt Havas, der englische Botschafter habe den Schritt Dr. RosenS gekannt, noch^eh e dieser an den französischen Botschafter abgegangen sei. Auf leben Fall sei es gewitz, daß die englische Regierung die deutsche Antwort vor ihrer Aushändigung an den Botschafter Laurent bereits gekannt habe.

landwichMd: sofortige Demobilisierung der Roten inen, iuiMrmee, sofortige Wiedereinführung aller ichaft gutjfcj,; klitschen Freiheiten, sofortige Ausschrei- 1!Q der Wahlen für eine konstituierende Vcrsamm- i und Sicherung ibrep Beschlüsse. Be-

Der Anzeigenpreis beträgt für die 8 gesp. Eolonelzeile oder deren Raum 90 Pfg. u. 10 °|0 Ausschlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Ander« Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über st, Gelte ein­nehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. '___________

gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

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Madrid, 26. Juli. Einer Havasmeldung zusolgl erklärte der Kriegsminister Pressevertretern gegenüber, daß der befestigte Platz und das Lager von Melilla keine Ver» bindung mit den äußeren Stellungen mehr habe. Die Er­hebung der feindlichen Stämme sei allgemein. Bisheh könne man noch nicht sagen, tote viel Abteilungen über­haupt jemals wiederkehren würden. Kano-s nendonner aus der Richtung Batem lasse dort noch die Anwesenheit spanischer Truppen vermuten. Tie Spaniel hätten ihr gesamtes Flugmaterial zerstört, damit kein Flugzeug in die Hände der Feinde fallen könne.

Ein Ministerrat beschloß, alle Maßnahmen zu ei4 greifen, um das Vorgehen des spanischen OberkommissarH in Marokko zu unterstützen. Es to erben aber fein4 weiteren Truppen mehr dorthin gesandt werden. All^ Zeitungsberichte über die Lage in Marokko unterliege^ in Zukunst der Zensur. Amtliche Berichte an di: Prcsh werden ausgegebett.

Madrid, 26. Juli. (Havas.) Amtlich wird bericht tet: Die ganze Linie bei Melilla wurde befestigt, sodaß jede Gefahr eines neuen Angriffs als beseitigt gelten kann^ Mehrere alleinstehmde spanische Truppenabteiiuugen ver­teidigen sich bisher heldenmütig gegen den überlegenen Feind. Man glaubt, ihnen in Kürze Verstärkungen enden zu können. Von anderen Abteilungen fehlt noch jede Nachricht.

Der Selbstmord General Sylvestres und seines Stabe» Madrid, 23. Juli. Bei dem Neberfall der Glttl geborenen auf die fpanisehen Truppen in Marokko hat ben die Spanier 210 Tote und über 700 Gefangene ver-i lorcn. Die spanischen Truppen mußten sich durch di§ Flucht vor der Uebermacht der Aufständischen retten,' wobei sie fast ihre sämtlichen Waffen zurücklassen mutzt ten. Viele marokkanische Soldaten in dem spanischen Regiment gingen zu den Aufständischen über. Dails halte auch zur Folge, daß die Zahl der spanischen Offft ziere, die gefallen sind, sehr groß ist. Erneute Aus­stände sind zu erwarten.

General Sylvestre hat sich mit einem geradezu altspanischen Heroismus selbst den Tod gegeben. Als oie rocuninon ermwpn war, mume öencrai Sylvestre den Rückzugsbefehl geben. Er selbst blieb an Ort und Stelle, bis der letzte Mann abmarschiert war, nnV wollte allein bleiben. Sein .Stab lehnte es fedoch ab, ihn zu verlassen, und wenige Augenblicke später hatten sich General Sylvestre und seine Ofsiziere gelötet.

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lesn seinerseits englische Zugeständnisse, sei es in der Äers.chielischen oder in einer anderen internationalen Fiaae. Soweit Oberschlesien in Frage kommt, ist ihm tie Sachversiändigen-Kommission, die stets eine fran- ' Misch: Forderung war, bereits zugestanden worde.l.

Di: Zustimmung zur Entsendung weiterer französischer 1 Truppen scheint er noch nicht in der Tasche zu haben, ikch wird" sie vermutlich auch nicht mchr lange ans Ife warten lassen. Außer Oberschlesien enthält das Programm des Obersten Rates noch eine Reihe anderer 'Fragen, die in ihrem Znsammenhang die schönsten xambiiifitioutii für allerlei Schachergeschäst« zulassen. .Kenn al je di: Sachverständigen selbst noch keine Eni- itetibitng im Sinne der französischen Politik treffen, I» darf Vriand hoffen, im Obersten Rate das Fehlende tvch herein,zuholen.

' Unsere besondere Aufmerksamkeit verdient der iMüef, ben die. englische Regierung, wie es scheint, kn; Kabinett Wirth zn erteilen beabsichtigt. Wenn 6 sich bewahrheiten sollte, daß Lloyd George zu diesem

gemeinen Hilfsaktion einverstanden. --*--

Ter englisch-französische Ausgleich.

Asten. Denn es ist kein Zweifel, daß die Russen alle Mschcnstaallichen Berührungen nur zur P r o p a - kganda- ihrer weltrevolutionären Ma- '""ieeniflmften benutzen wollen. Deshalb kann eine arbeit gelshziielcistmtg iür Sowjetrußland denjenigen Staaten, dW? sieb nicm nm ihre Selbständigkeit und ihre Zukunft rßiieit wollen, mrr unter ganz bestimmten Be- - hin g i! n g c n in Frage kommen, wie ste dem Ver- llr I is»innen nach bereits in Washington aus Grund einer Mrlmulichei! Anfrage Moskaus formuliert worden

Wie zu erwarten war, haben sich nach dem Theater- -k-nec in der englischen und französischen Presse die M.:ken am politischen Horizont verzogen, und die 4&it scheint zwischen England und Frankreich soweit J-Hubct geklärt zu sein. Briand hat sich erweichen lassen Kteb seine Zustimmung zu einem baldigen Zusammen­tritt des Obersten Rates erteilt. Dafür erwartet er

5371 'Weite au erster Stelle stehen.

eppe. 5

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Oppeln Ziel des neren Aufstandes.

B erlin, 26. Juli. WLokalanzeiger" aus Oppeln meldet, haben nach A.-.ssage von Flüchtlingen aus der Rosenberger Gegend die Aufständischen, die in der Nacht zum Montag über b:e Grenze gekommen sind, geäußert, daß das Ziel des neuen Aufstandes unter allen Umständen Oppeln sein werde, um die interalliierte Kommission zu zwingen, sich den pol­nischen Wünschen zu fügen.

Neue Angriffe. Immer noch reguläre polnische Truppen in Oberschlesten.

Oppeln, 26. Juli. In Kostollih hat vorgestern 9ttenh in der rtrioL Stunde ein neuer AvüMi. stattge- innben. 50 bis 6U Mann grstjen em stornnmnou oeijnpu -n. Zwei Stunden später steckten die Aufständischen h:e Paprotnv-Mühle in Brand. Aus der Richtung der Wilhclmsmnhle wurde sehr stark geschossen. Es wurde festgestellt, daß eine stärkere Schützenlinie von regu­lären polnischen Truppen, unterstützt von pol­nischen betoassnetcn Aufständischen, vor der Mühle lag. Die Paprotny-Mühle ist vollständig niedergebrannt.

B e u t b e n, 26. Juli. Wie dieOstdeutsche Morgen­post" aus Gleiwitz meldet, erklärten Händler aus der Umgebung von Ratibor, die zu jedem Wochenmarkt mit ihren Wagen nach Gleiwitz kommen, sie dürsten vielleicht für längere Zeit das letzte Mal nach Gleiwitz gekommen sein, da die Aufständischen die offensichtliche Absicht hätten, den Verkehr GleiwitzRatibor neuerdings vollkommen zu unterbinden.

Zu dem UeberfaN auf die Bahnstrecke bei Dzierkowitz wird festgestellt, daß ein wohlvorbereiteter Angriff der Polen auf Kofel und Birawa geplant war. Den Angrei­fern wurden zwei schwere Maschinengewehre. 90 Gewehre und eine große Menge Munition abgenommen.

Katastrophale Lage im Kreis Rybnik.

Berlin, 26. Juli. An zuständiger Stelle liegen Nachrichten über den Ausbruch eines Generalstreiks im Kreise Rybnik nicht vor. Auch von größeren Teilstreiks ist nichts bekannt. Jedoch sind die Verhältnisse im Kreise Rybnik katastrophal. Die Leüung der Berg­werke liegt in den Händen ber Betriebs« oder Pollzugsräte. Diese stehen auf dem Standpunkt, daß die deutschen Ge­setze durch den Aufstand abgeschafst sind. Sie geben daher Verordnungen heraus und maßen sich das Recht an, selbständig Arbeiter anzustellen und ju entlassen. Eine geordnete Betriebsführung ist unter diesen Um­ständen nicht möglich.

Oppeln, 26. Juli. Die Lage im Kreise Rybnik hat sich verschärft. Auch auf dem Lande verstärken sich die Aufständischen, und zwar durch Zuzug aus Kongreß­polen. ausiallrud schnell. Der polnische Kreisbeirat in Rbbnik hält nach wie vor die Gewalt in ben Händen und schickt sogar Fragebogen an die einzelnen Gutsvor­stände, die die Anzahl der Bewohner, die Menge des Ge­treides, die Anzahl des Viehes, Uebersichten über die Größe der einzelnen Gutsbezirke usto. betreffen. Auf der Emmagrube wurde vor einigen Tagen eine Belegschafts­versammlung abgehalten, in der beschlossen wurde, sämt­liche deutsche Beamten hinauszutoerfen. Dir Dou- nersmarÄütte wird von betoaffneten Aufständischen be­setzt gehalten. In Rybnik tauchte neuerdings , wieder der bekannte Polenführer Rosurski auf, der bis zum Beginn des letzten Aufstandes polnischer Wstimmnngskom- missar in Rybnik war. Alle FDen der polnvchen Kampforganisation laufen augenblicklich nach Neudeck öst­lich von Tarnotvitz an der polnischen Grenze. J)htnb 80 deutsche Familien haben die Stadt Loslau verlassen. In Rybnik ist die Zahl noch höher. Nach Dzierkowitz wurde auf Befehl des italienischen Obersten Salvioni tn Ratibor eine Kompagnie Italiener gelegt. In Räuden traf ein Zug französischer Husaren ein.

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ä Berlin, 26. Juli. Die Zentrale der K. P. D. Miele an die Sozialdemokratische Partei ein Schreiben, , [toriu sie eine gemeinsame Aktion der Gewerkschaften, brr Sozialdemokraten, Unabhängigen, Kommunisten und Hummnnifrischen Arbeiterpartei zu Gunsten des bungern- brit Sowjeirnßlands anregt. Der Parteivorstand der Vozialdemolralischeu Partei erklärte sich mit «tuet all«

? politische Ziel die Diktatoren int Kreml verfolgen. . Akge sich die deutsche CeffenKtchfett nicht durch Hu- iMitiiätsplnascu ködern lassen: das Wohl