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M« 17? Für ausfallend« Nummern infolge Sikeils ooer elementarer Ereigniiie lein Ersatz. — jll* *•“ Verlag vonDr. L. Hltzeroth. — Druck der llnio.-Bulddruckerei von Jod.Lug. Koch,
Markt 21,23 — Fernsprecher 55, — Posifcheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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531 feie Stellung de- Kabinetts Wirth folgendermaßen äußerte: p- „Der Reichskanzler hat vor einigen Tagen in einer
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st'ten Ich weiß wohl, daß bei den Mitglied uUlildle ’u-fA hifiMth andere Auffassungen herrschen
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L'trtite- vielfach andere Auffassungen herrschen, daß man °' nr.E .größere Leistungen zutraut, als wir selbst für möglich halten. Wir haben keine Beraulassung, auf dieses trfiir uns schmeichelhafte Vertrauen stolz zu fein; kenn cs skann vernichtend für uns werden. Unsere scheinbare . wirtschaftliche Blüte beruht aus unserer fallenden Valuta. »Der Zusammenbruch, der erfolgen kann, würde furchtbarer und plötzlicher eintreten als der Zusammenbruch Itor drei Jahren, der nicht bloß vielen von uns, sondern auch den Feinden ganz überraschend kam, die nicht glauben konnten, daß das bis dahin siegreiche Deutschland so vollkommen zur Erde sank. Genau dasselbe kann N wieder ereignen. Ganz plö blich kann da? in drei Jahren mühsam ausgerichtete Gebäude zusammenbrechen Md das Reich unter seinen Trümmern begraben, und mit ?diesem R»ich wird das wirtschaftliche Leben Europas ver-
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«rolle, gewaltige, furchtbare, vernichtende Folgen ent» - ■ - ....... """ " dem der En-
Die „Oberhesstfche Zeitun' erfcheint fechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.75 SRI, durch die Post 5.10 MI. Ausgabe E mit „Oberh. Soort-Ztg." 1 Mk. mehr.
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Paris, 25. Juli. In der ,,Humanit6'' erhebt Henry Barboufs« gegen den Hauptmann Matts vom 154. Infanterieregiment die Anklage, daß er bei Fleury 180 deutsch« Gefangene in einem Schützen- graben nach beendetem Kampfe habe niedermachen lassen. Al» da» Bataillon zuttickkam, habe der Oberst sich über die geringe Zähl von Gefangenen gewundert. Hauptmann Matts hab« erklärt, die anderen seien im Schützengraben geblieben. Noch nach dem Krieg« hab« Hayptmam» MatiS, der inzwischen zum Major befördert worden war, sich dieses. Massenmordes g e-* rühmt.
schasitichen Aufbau gewährleistete. Darum hängt von dem Schicksal des Kabinetts Wirth das Schicksal Deutschlands ab. Es hängt — darüber kann gar kein Zweifel fein — weiter das Schicksal Europas, das Schicksal der Belt davon ab. Aus scheinbar kleinen Dingen turnten
walltätigkeiten angerusen.
Die Blätter melden weitere Angriffe auf die Ortschaften tm nördlichen Oberschlesien. So wurde Kos- pollitz im Streife Rosenberg überfallen. Die Polen steckten dabei eine Mühle in Brand.
Gleiwitz, 25. Juli. Tie Vertreter der oberscklesi- 'chen Bergwerke und Hütten sandten nachstehendes Telegramm an die Interalliierte Kommission: Die. Leiter amtlicher oberschlesischen Berg -und Hüttenwerke weisen darauf hin, daß trotz oer Liquidierung des Aufstandes noch immer mehrere tausend Beamte und Arbeiter durch den auf den Werken und Bahnhöfen herrschenden Terror verhindert werden, ihrer Beschäftigung nachzugehen. Tie Verwaltungen bitten dringend, zur Beseitigung des Terrors aus den Werkew uno Bahnhöfen die erforderlichen Sicherungen anzuordnen.
Zusammentritt am 4. August. — Der englische Standpunkt.
Pari», 25. Juli. Der „Tempr" schreibt, die französische Regierung sei damit einverstanden, daß der Oberste Rat am 4. August um die
oberschlesischc-Frage zu prüfen. ' VjA
Remscheid, 25. Juli. Reichsjustizminifler Schiffer hielt am 23. Juli in Remscheid eine bemerkenswerte Rete über die politische Lage, in der er sich über
gewehreu.
91 a t i 6 o r, 25. Juli. Die Deutschen in Rauben haben telegraphisch den Kreiskontrolleur von Ratibor dringend um sofortige Hilfe gegen die polnischen Ge-
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Oine interessante Enscheidung. Der Amtmann Baumann in LSrrach (Baden) war vor einiger Zeit weg« Verweigerung de» Eides auf die Verfassung aus Veranlassung de» badischen Ministers deS Junersis Remmele au» dem Staatsdienst entlassen worden. Ter Amtmann hatte darauf einen Prozeß gegen den badisch« Staat angestrengt. Blättermelduugen au» Karlsruhe zufolge sprach da» Landgericht das Urteil dahin mt», daß die Entlassung ohne jede gesetzliche Grundlage erfolgt und deshalb unwirksam fei und als solcher Anspruch auf vollen Gehalt habe.
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' Per Reichsjustizminister hofft auf Gerechtigkeit und Vernunft.
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fw'chiet. So ft'.rchtbar ernst ist die Situation. Es hängt von der Entscheidung über Oberschlesien das Schicksal Deutschlands. es hängen davon die Taseinsbedingnngnr der ganzen Welt ab. Noch aber brauchen wir nicht cn der Möglichkeit zu verzweifeln, daß Gerechttgkeit und Vernunft liegen über die Politik, die darauf berechnet ist, . Deutschland zu erledigen. Noch dürfen wir hoffen, daß fctr gute Geist den Sieg erringen wird, nicht um unserer- tpi'ieii, sondern um der ganzen Welt willen."
Marburg
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Keine Behinderung durch die Franzos«.
Berlin, 25. Juli. Urtier die polnischen Borbereitungen zu einem neuen Aufstand in Oberschlesien berichtet die „Deutsche Allg. Ztg." aus Kattowil?, daß die Polen eine Frciheitsarmee für Oberschlesien unter dem Generaloberst Tyuschewskh bildeten. Das Hauptgilartier der Armee beftndet sich in Czenstochan. In Sosnowice sind die Ueberleitungsstellen. Regelmäßige Verbindungen bestehen zwischen Czenstochau und drin früheren polnischen Hauptquartier in Schop- pinitz. Tie Polen werden bei ihren Aufstandsvorbe- rcitungen von den französischen Besabungstruppen in keiner Weife behindert.
f Ae WW Mhttlkge in Mnrokls.
v Gefallen oder Selbstmord?
' Ui (-, b r i b, 24. Juli. Die Blätter melden aus Melilla x?;vt Tod des Generals Silvestte, der Obersten Siorolc:- und Manella und des Oberstleutnants Ma- nera. Aach verschiedenen Nachrichten sollen diese Osfi- Ihr- umzingelt worden sein und Selbstmord begangen ; leben Nach anderen Nachrichten sollen sie beim Nück- ' zuasgosecht gefallen sein. Die spanische Regierung entsandte sechs Regimenter und drei Kriegsschiffe zur Verstärkung. Der Madrider Garnison werden keine Truppen entnommen. Die Presse mahnt zur Ruhe.
Madrid, 25. Juli. (Havas.) Mehrere Ab- KiHfltcugmaterial sind nach Melilla abgegaugen. Man ist im llngewissen über das Schicksal der Kolonnen und Pofrtn in der Umgebung von Melilla und bereitet stch auf ille Eventualitäten vor. > ...
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Die Truppentransportftage.
Der Standpunkt der deutschen Regierung.
folgreiche Entscheidung nehme.
Der parlamentarische Mitarbetter des „Daily Expreß will erfaßen haben, daß eine neue Mitteilung her britischen Regierung an Frankreich bezüglich Oberschleftens unterwegs fei. Die englische Regierung bleibe auf igrcin Standpunkte. Großbritannien werde Vorschlägen, in o.r nächsten Woche eine Zusammenkunft des Obersten Rate?
tK®er Feind steht draußen! Die erste «L grundlegende Voraussetzung für )tbe m3glute «nb nnw l tägliche Lösung de» Revaratiousprobicm» bleibt, daß da»
vensendungen nötig sind. Tie britische Regierung ist durchaus willens, den Ansichten der ftauzösischen Regierung in allen Punkten des einzuschlagenden Verfahrens entgegenzukommen, jedoch unter der Voraussetzung, daß die sofortige Entscheidung nicht länger hin- ousgeschoben wird. Es liege der britischen Regierung daran, daß der Oberste Rat am 28. Juli zusammentritt. Aber sie ist durchaus bereit, einen Aufschub von wenigen Tagen zuzuaestchen, damit Briand sich darauf einrichtcn könne. Sie hält jedock nichtsdestoloeniger durchaus ihre Ansicht aufrecht, daß eine Verschiebung der Zusammenkunft bis Ende Auaust dieser jede Aussicht auf eine er«
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London, 25. Jul». „Daily Chronicle" schreibt: Bi» jetzt ist keine Entscheidung bezüglich dcr Zusammenkunft des Obersten Rate» getroffen worden. Inzwischen hat Deuttchland erklärt, daß da» Recht der Durchbeförderung von Truppen nur zugestanden werden könne, wenn ein gemeinsame» Ersuchen der Hauptmächte, die mit der Ausführung der Oberschlesien de- treffenden Bestimmungen des Versailler vertrage» vertäut sind, vorltege. Diese Auftastung erscheine an» juristischen Gründen korrekt. ES sei sicher, datz, wenn der Oberste Rat nicht »innen kurzem zusammen- träte, die Erbitterung immer größer werden wird und vielleicht der Entente einen levenSgesährLche« Schlag einbringen Wird.
London. 25. Juli. Wie Reuter von nnterrich- teter Seite erfährt, trifft e» nicht zu, daß He britische Regierung an bk französische eure Note «richtet tete, in der sie der Entsendung französisch« Truppe« «ach Oberschlesien unter Vorbehalt zusttmmt. Rach wie vor gehe dir Anschauung ter britischen Regier««« dahin, daß bei unmittelbarer Entscheidung keinerlei totüett Trup-
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i Uuseinandersetzuug bargetan, daß der Sturz d e S Pabiuetts drohe, wenn die Regierung in der Auk-
; jefcnng der Sanktionen und in ter oberschlesischen Frage jnit leeren Händen vor den Reichstag treten müsse. Diese
. Erklärung ist teilweise so aufgesaßt worden, als wenn p und die Mitglieder seines Kabinetts für ihre Person feic&t geneigt seien, die Verantwortung für die Führung »er Geschäfte weiterzutragen. Diese Auslassung wird den Verhältnissen nicht gerecht. Die Mächte der Entente Nüssen sich darüber klar fein, wenn sie über die Aufhebung : ter Sanktionen und die Zuteilung von Oberschlesien
llU entscheiden, daß der Sturz des Kabinetts Wirth mehr
->• teteutet als einen bloßen Personenwechsel. Wenn dieses
' jtflbinett von ter Wucht der Ereignisse woggesegt wird, so wird es keine Regierung geben, die eine prdunnss- Mäßige. Entwicklung möglich macht. Was soll dann kommen? Ein Kabinett der Rechten? Das würde in kurzer Zeit beseitigt fein. Ein Kabinett der Linken? Es würde dasselbe Schicksal haben. Die Auflösung des Reichstags? Sie würde eine Erstarkung ter Rechts- jmb Linksparteien und eine Betreibung ter Mitte bringen. Wir hätten das Chaos. Es wäre keine Mehrheit da, tzie eine ruhige Entwicklung und einen friedlichen wirt-
^Wird e5 aber nicht zu lange dauern, bis über den^ Weg der bitteren Erfahrung die Vernunft bei den Feinden einkehrt? In einem Falle gewiß!. Wenn nämlich 'deutsche Parteien und deutsche Minister nach w'e vor bk Satte fo darstellen, als ob bk Eriüttung des Ultimatums lediglich von dem guten Willen Deutschland» abhinge, als ob e» Bevölketungsgrnvpen und Parteu i gäbe, die das Reparationswerk vorsätzlich sabotiertem Dann müssen wir alle Hoffnung khren^lassen. Es ist allo Verrat der deutschen Wirtschaft, Verrat auch der wirtschaftlichen Interessen des deutschen Arbeiters wenn die „Sozialistische Korrespondenz für Jn- und Ausland erklärt, daß die Rechtsparteien nicht erfüllen wollen. Wir können nicht erfüllen. Es gibt gar keinen Weg, auf dem das Ultimatum erfüllt werden könnte. Mnn- los ist auch ter von der genannten Korreipvndcnz für den Herbst angefünbigte Kampf ^ "^oktarier gegen bt Besitzer von Goldwerten". Selbst wenn bufet Kauwf tm Sinne ber Sozialisten und Kommunisten ausgrnge,, würden die „Sieger" doch nur den sozialen beiteten. Kapitalismus gegen den rückständigen und umozm en d Entente eintauschen. Ist nicht auch anftetie te» deutschen Militarismus der Negermilitattsmus Frankreich« ge
Die Kämpfe in Kleinafien.
V Sowohl die Griechen als auch di« Türken melde« * p-greichen Bormarsch:
Athen, 25. Juli. Dem Bericht des Pressebüros iß zu entnehmen: Die Griechen setzten die Verfolgung der Türken während des ganzen 22. 7. bis 45 Km. östlich von Eski-Schehir fort. König Erustantin ist in Kiutahia angekommen. Griechische i Truppen stehen jensetis von Eski-Schehir und Kiutahia mit gesicherten Verbindungslinien. Von ter Südfront wird gemeldet, daß die Griechen Karahissar in Richtung auf die Eisenbahnlinie nach Koma seß in ter Hand halten.
Paris, 25. Juli. Nach einer Havasmeldung «us Jsmid setzen die Türken chrcn siegreichen Vormarsch auf Biledjik, Jeui Schehir und Jnhissar fori. Die türkischen Truppen sollen Asium Karahissar vnd Tulu Bun ar bereits besetzt Haden. — Nach einer 'weiteren Havasmeldung aus Konstantinopel meldet ter
ntrerieiü k-llsifchh ctXti.xi* an b45# rlrielissi
Sie Mmfietzm«.
' ■*' ÄÄ i-" Von G. H. Kockelkor n.
Der Feind steht draußen! Ihn gilt e» zu erkennen und so plastisch vor das deutsch« Volk hinzustellm, daß es bett Mut zum Parteihader verliert, wenigstens in den wirtschaftlichen Fragen des Ultimatums, die jetzt über da» Geschick Europas, nein der ganzen Weltwirtschaft ent- scheiden. ,
Wir solle» zahlen ... zahlen . . . Milliarden zahlen! G o l d Milliarden, nicht Papierniark! Gold gab es bei uns in der Vorkriegszeit. In diese muß tna^ zurückgehen, wenn man sich vorstellen will, was auch, nur eine Milliarde Eoldmark bedeutet.
Versuchen wir zunächst uns die Bedeutung einer ein« jigen Milliarde Goldmark in läudlichcu-Werten vor- zust-llen. Ein Morgen guter ostpreußischer Boden mit Inventar war 1914 wert 300 Goldmark, d. h-, um eine Milliarde Goldmark in ländlichen Werten bezahlen zu fönnen, müsste man ungefähr den ganzen befestigten Grundbesitz Ostpreußens verpsänden.
Rechnen wir jetzt eine Milliarde Gold in stiidlischen Genudtesitz um, so ergibt sich folgendes: Ein städtifches DurchfchmttShaus- in., der Provinz, das 30 Personen Wohnung gibt, kostete 1914 etwa 100000 Goldmark. Ze hnlau send solcher Häuser stellen also erst den Wert von einer Milliarde Gold mark dar In diesen zehntausend Häusern wohnen 300 000 Menschen, b. n. i>.str müßten den gesamten Haus- und Grundoefitz einer Stobt wie Hannover, Dortmund, Nürnberg ein>chue.stutz Straßen und Kanalisation, jedoch ohne inbiütnette Anlagen, ftbtreten, um eine einzige Milliarse Goldma-.. in städtisch-n Werten zu bezahlen. Wir solle» aber viele Milliarden Goldmarck bezahlen, viele und imnies wicher neue Goldmilliarde,r.
Wer soll sie zahle»? Wir: das verarmte Deutschland, unsere verstümmelte Wirtschaft, unser geschwächte Volk.
Wie soll das möglich sein? Durch Steuern, durcki "Perdoppclü'ng, BrtMifachnng bet Steuern. Mit einer kleinen Einschränkung: Es ge hl nicht. Mit dem besten Willen kann man nicht mehr als 100 Prozent, d h. bas aanze Einkommen und Vermögen al geben. Nun Sergen aber manche Steuern jetzt schon zu 60 Prozent s Prozent, ja 75 Prozent des Einkommens, der Erbschaft ufw. emvör. Hier ist eine Verdoppelung also ausgeschlossen.
li, ab.tiMi
>. Eartnj: ichenprot.»
Berkin, 25. Juli. Wie die Blätter milteile», stützt sich die deutsche Regierung bei der Ablehnung des französischen Ersuchens um Durchfühnnig von Truppentransporten durch Deutschland auf § 2 des Art. 88 des Versailler Vertrages, der besagt:
„Die Zone bet Volksabstimmung wird unverzüglich einem interalliierten Ausschuß von vier Mitgliedern unterstellt, die von den Bereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, dem britischen Rttch und Italien ernannt wertem und sie wird von Truppen der alliierten und assoziier- Von Franzosen etschoffen. I test Machte besetzt. Die deutsche Regierung verpslichtet
Berlin, 25 Juli. Blättermeldungen aus Gket- sich, die Besörderung dieser Truppen nach Oberschlesien
Witz zufolge wurde dort gestern abend in einem Lokal zu erleichtern." c ,, L __
ber Former Skornia nach einer Auseinandersetzung Weiter kommt als Rechtsgrundlage der Art. mit zwei Franzosen von diesen erschien. Zwei ita- Beacht, worin es heißt:
Scfiiefteret in das Lokal. Mächte handelnden Behörde nachzukommen."
Mietetet in das Lor ber Nachricht französischer Blätter, der ftan-
Jtalicnisch-franzöfitche LusammensiStz. Botschafter in Berlin habe schon die Bereit
es S SfÄSen uÄ ÄeS hellunn von 10 Transportzügen für die vbechhlefiftte« Auseinandersetzungen gekommen sein. Die Italiener Verllarkungstruppen gefordert, erfahren btc «inner seien mit der Waffe gegen di« Franzosen und Polen zuständiger Stelle, daß ein solches ins Ein- vorgeganaen. Dabei wurde ein Pole getötet und (ne gef)eilt>e Verlangen nicht gestellt ist. mehrere Franzosen durch Kolbenschläge schwer verletzt. Stärke der englischen Truppen.
In Herzoglich-Zawada im Kreise Ratibor wurde ein London, 26. Juli. Im Unterbause wurde von mit Handgranaten ausgerüsteter Aufsiandticher jeitge« i «eaierunasseit« mitgeteilt die gegenwärtige Stärke der nommen, der cingestand, den Besehl erhalten zu haben, cua6n|d)zn6 Truppen in Oberschlesien betrage 4400 die italienische Wache in die Luft zu sprengen. | Mann. Die Franzosen hätten dort eine stärkere, die Italiener eine schwächere Trnppenmacht. Lloyd George teilte mit, er hoffe in der Lage zu sein, am Donnerstag eine Erklärung über dir Lage in Oberschlesien abgeben
Durch Steuern sind also die Milliarden des Ultima« tum? nicht acüutringen. Vielleicht geht es aber aus dem Wege deS w i r t s ch a s t l,i ch en A » sver- kaufs, dadurch, daß wir unsere industrielle» Werk., unsern ländlichen Bcsitz, das Vermögen des Staates bei Gemeinden und Gesellschaften dem Feinde verplanten. Was bliebe bann übrig? Eine Artetts- und .'-'ttaf« lotonie, die von dem unduldsamsten und unsozialstem Kapitalismus der Well, dem Kapilalismus der EnteM., schrankenlos regiert würde, ^'ar das nicht, ww^l len ein freies Volk bleib-u, frei, tote unsere Vatir wäre«. Durch Hebung bet Produktion Hurch gewaltige StetS^ rang unserer Ausfuhr toirb es ^en? Nein, auch bas ist eine Illusion! Wenn wtt wirklich Waren m Dsille unb Fülle produzieren tonnten, man würde ne »ns nicht abkausen. Schon jetzt sperre«i sich dr« Kindlichen und neutralen Länder gegen die deutsche Einfuhr. Alle Jndusttteländer sind mit ^rren vottge« psropfi. Die Erfahrung hat gezeigt, daß fast alles, was wir den Feinden in Massen liefern mußten, fürsi« zum Verhängnis geworden ist, Güt für ihre Wirtschaft fjnr So hat die von England heiß eriehnte Au_ lieserung der deutschen Handelsflotte das englische Reederei- und Versrachtungsgeschäft rtliniert; alles, was nam Amerika fließt, wirb zu Gold und erhöht auiomattsch die. Valutamauer, hinter welcher die BereinigtenMaaten als der moderne Midas im eigenen Gote "sticken. Di« Reparation ist eben mehr aß eine deutsche Srage, nute als nur eine europäische, sie ist eine Frage der W eit Wirtschaft schlechthin. Zu ihrer Losung genügt mcht bloß der gute Wille Deutschlands, sondern bte Einsicht aller Beteiligten, der feindlichen wie der neutralen Länder. Erst wenn diese Erkenntnis ber Well aufdam« mert. wird sich eine vernünftig« Uetereintunit crzielln
Amtliches Dettündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (bas früher kurheffische) Oberheffen
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Angebote 75 Piz. Sondergebühr.
olge Zusammenstoßes zwischen deutschen Eisenbahnern unb polnischen Ausslandlschen, die bei Dzierkowitz den v-Zng Breslau—Ratibor beschossen haben, in den „ .... --------- .
Rybniker Gruben der Generalstreik erklärt worden. Im ab zu halten. Liohd George sei bereit, nach Paris zu teilen. Kreise Rybnik sammeln sich große Scharen polnischer "
Aufständischer. Große Wafsentransporte aus dem Wiederaufnahme des englisch-italieinichen T.o:ich!aJe^. Kreise Rybnik in die Grenzdörfer des Kreises Ratibor Paris, 25. Jtzli. Der „Petit Pattsien" schreibt: werden von allen Seiten gemeldet und bestätigt. Sn | - frftntöKfAe Bottchifter in London habe nochmals Nenbernii wurden bjei Paitzerautos ,nit W E englische Regierung möge ihre
Zentimetergeschützen Von den Franzosen für die darauf . .■ » Djovvenverstärrunaen
Polen ausgerüstet. Die Blätter erblicken in all diesen Zummmung zu: En.si^^uag von
Vorkommnissen Anzeichen für das unmittelbare Bevor- geben, bannt ter deutschen ^cgi r g .. b - - stehen eines vierten Polenaufstandes. teB Öre Verbündeten entgegen u-i-r Annahme numrr noa-
einig feien. Es soll gestern tm Quai d Orsay an: ew
Fortdauernde Unstcherhen. I lisch-italimisch- Mitteilung aus Oppeln eiwttoiWjchi, die sicher den Gegenstand neuer Verhandlungen Zimschen xerror und Uebe.föck». I g01j)0n ltlI^ daris bilden tvrrte. Es handele sich um
Ratibor, 25. Juli. In Dzierkowitz kam es nachts I ~;ne,t ^on fcor rtn-a.er Zeit gemachten Vorschlag Harald zwischen Deutschen und Polen zu lebhafte» Schießereien. Stuarts und des italienischen Vertreters. Der Vorschlag Zwischen Mirawa und Dzierkowitz war die Strecke von I bafein, vor der Entscheidung des Obersten Rates stark befoassneten polnischen Banden besetzt. Die «trecke ü6cr Oberschlesienftage den Deutschen und Polen bk hinter Dzierkowitz bis Rstibor-.Hammer ist von den Beizrk: zu überlassen, die unter allen Ilmständen ihnen Polen besetzte Polnische Ortswehr nahm nachts eine zugesprochen werden würden, den Polen die Bezirke deutsche Brückenwache bei Buckau im fireife Ratibor Qml und Rybnik und den Deutschen die v.örb«
unter heftiges Gctvehrfeuer. Die Ortswehr bestand aus fi^,R östlichen Bezirke des Abstimmungsgebietes,
80 Mann und war gut ausgerüstet, u. a. mit Maschinen-Aoieichecg', fireusuurg, Leobschütz.. Tie englifchen ur.5 italienischen Vertreter sehen i» dkser Mahode ein Mittel, im strittigen Industriegebiet, die interalliierten Truppen zu konzentrieren, wodurch, die Entsendung von Verstärkungen auf ein Minimum herabgesetzt werden