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Amütches BettüMgungsdUltt des Kreyes Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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DieOberhessische Zeitun erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

Marburg

475'Jftt, durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Soort-Ztg." 1 Mk. mehr. fl?j* 111 Für ausfastende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. **** Verlag von Dr. C. Hitzetoth.Druckder llniv.-Buchdruckerri von Job. Aug. Koch,

1921

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der Abrüstungskonferenz begeben.

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Sinnfrcid) und Hardings Einladung.

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K iranzSstsche Regierung Nave sich beeilt, die Gin« ann,nehmen, da sie darin die Mögtickckeit sah.

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Städten Komitees zu bilden, um gegen die Besetz­ung der Rheinlande durch schwarze Truppen Einspruch zu erheben, die, wie ein Rundschreiben der Kommission erkärt, eine Misietat gegenüber un­serer Raffe und ein Hohn auf die Kultur ist. Diese Tat der Franzosen übertreffe an Barbarei alles, was die Weltgeschichte zeige. Dadurch, daß wir dagegen Einspruch erheben, so erklärt die vorläufige Kommission, verrichten wir ernsthafte Kulturarbeit, die nicht nur Tausende von Frauen und Kindern der Schändung durch afrikanische Ne­ger entziehen soll, sondern auch in weiterer Zukunft Europa vor neuem Unglück, neuen Morden und neuem Unheil behüten kann.

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. den 13.3uli

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London, 12. Juli. Im Unterhaus« fragte Bot- tomleh die Regierung, ob Frankreich sich von den Leip« Ziger Proz offen ohne jede Fühlungnahme mit der bri­tischen Regierung zurückgezogen habe, und ob England nicht dasselbe tun könne. Der Generalstaatsanwalt er­widerte, was auch immer Frankreich in dieser Ange­legenheit getan habe, habe es ohne irgendeine Fühlungnahme getan. Er selbst sei nicht unterrichtet, ob eine Zurückziehung erwogen werde oder durchge- führt worden sei.

an einem Uebereinkommen teilzunehmen, die den Stillen Ozemt betreffen werde und das Frankreich nicht gleichgültig sein könne, da auch Frankreich dort große Interessen zu vertreten habe. Frankreich werde jedes Mittel versuchen, das geeignet erscheine, die Rüstungen zu beschränken und die ungeheuren Lasten zu vermiit- dern, die auf offen Völkern ruhen, allerdings unter Wahrung aller Momente, die für seine nationale Sicherheit notwendig seien.

Paris, 12. Juli. Nach demMalin" wird Ministerpräsident Briand sich selbst nach Washington

Neue griechische Schlappe.

London, 12. Juli. Havas meldet nach Reuter, daß aller Wahrscheinlichkeit nach die griechisch« Offen­sive noch in dieser Woche beginnen wxrde. Die Türken seien nicht in die neutrale Zone eingerückt, hätten aber die griechische Front eingedrückt, und die Griechen hätten daher den RüHzug antreten müssen.

Konstantinopel, 12. Juli. Die Griechen ver­suchten bei Jsnik vorzurücken, sind jedoch 20 Kilometer vor 'der Stadt in einen von der Bevölkerung und den türkischen Truppen gelegten Hinterhalt geraten. Sie verloren in einem dreistündigen Kampfe mehr als 400 Tote und Verwundete. Die Nationplisten erbeuteten viele Waffen, Munition, Zugtiere und Lebensmittel. Rach dieser Niederlage räumten die Griechen die Gegend von Jsnik (Ntcea).

Aus dem besetzten Gebiet.

Mainz, 12. Juli. Ein Hausbursche aus Fran'r- furt a.M., der versucht hatt^ Zigaretten in das be­ichte Gebiet zu schmuggeln, wurde vom französischen Kriegsgericht zu einem Monat Gefängnis und 15000 Mark Geldstrafe verurteilt. Ein Händler aus Wies­baden, der Tabak vom besetzten ins unbesetzte Gebiet schmuggeln wollte, erhielt eine Geldstrafe von 10000 Maik.

Washington, 12. Juli. Havas meldet: Im Wdierspruch zu den auswärtig verbreiteten Gerüchten, hat die Regierung der Vereinigten Staaten keinen Befehl zur Zurückziehung der amerikanischen Be- fatzungstruppen am Rhein erlassen.

Die Barbarei der Franzosen.

A m st e r d a m, 12. Juli. LautAllg. Han­delsblad" bildet sich in Deventer eine vorläufige Kommission, die es sich zur Aufgabe macht, in allen

Kein Mensch konnte andere Erklärungen Briands rrmarien. Immerhin muß die Meinung Briands (die im Ernst sicher selbst für unrichtig hält), die Leip- iiger Freisprüche widersprächen der Ansicht der Mehr- hkik deutschen Volkes, als absurd bezeichnet werden.

Markt 21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: 9lt. 5015 Amt Franksurt a. Main.

B r e s l au, 12. Juli. Die Oderschifsahrt nach Oberschlesien ist wieder ausgenommen worden.

Oppeln, 12. Juli. Der unter dem Schütz des internationalen Roten Kreuzes in Oberschlesien ins Werk gesetzte Austausch von Internierten und Ge­fangenen wird mit dem 14. ds. Mts. einstweilen be­endet sein.

Energisches Borgehen der Engländer gegen die Polen.

In einer Unterredung mit dem oberschlesischen Korrespondenten derBoss. Ztg." erklärt« der englische General Henniker, daß ein neuer polnischer Aufstand gewaltsam unterdrückt würde. Die polnische Greüze würde jetzt gesperrt werden und zwar durch Truppen aller drei in Oberschwlesien vertretenen Mächte. Henniker bat dann, daß die bentsche Presse die deutschen Oberschlesier möglichst zur Geduld mahnen möge, da irgendwelche Gewalttätigkeiten von chrer Seite für die Sache der Deutschen von allergrößtem Nach­teil sein werde. Er hoffen daß die Entscheidung des' Obersten Nates üb« Oberschlesien bald fallen werd« und könne versichern, daß die interalliierte Kommission ständig auf Beschleunigung dränge. Nach einer wei­teren Meldung derVoss. Zlg." sind die englischen Truppen in den letzten Tagen an verschiedenen Orten energisch gegen die noch im Besitz von Massen be­findlichen polnischen Bauden vorgegangen. In Groß- Dornbrowka wurden 200 bewaffnete Polen von eng­lischen Soldaten entwaffnet.

Für ein ungeteiltes Oberschlefien.

Berlin, 13. Juli. Wie verlautet, beriefen die Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschle­sier zum 15. Juli-abends acht große Protestversamm­lungen ein, um zum letzten Male für ein ungeteiltes Oberschlesien einzutreten. ...

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Leipzig, 12. Juli. Unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Schmidt begann der Reichs­gerichtsprozeß gegen die Oberleutnants zur See Ludwig D i t h m a r und John Boldt. Der Oberreichsanwalt erhob Anllage wegen vorsätzlichen Mordes mit der Begründung, daß sie gemeinsam mit dem Führer des U-Bootes 86, Kapitänleutnant P atzig, nach Ver­senkung des Lazarettschiffes ,Llandovery Castle" di« in die Rettungsboote aufgenommenen Schisisbrüchigen völkerrechtswidrig beschießen ließen, um bie Zeugen der völkerrechtswidrigen Versenkung des Lazarett­schiffes zu beseitigen. Der Angeklagte Dithmar ver­weigert die Aussag« gemäß eenem Versprechen gegen­über dem Kapitäuleutnaut Patzig. " Boldt äußert sich allgemein über bit äußeren Umstände. Patzig habe sich in der Wahl seiner Mittel vergriffen. Aber er habe den heiligen Willen gehabt, die Hungerblockade zu sprettgen und Deutschland zum Siege zu führen.

kommen auf gegeben habe.

Briand erklärt, er vertraue auf Foch, Wey­gand und General Rollet. Wenn sie vertrauensvoll seien, sei er es auch. Die Mission Rollet habe greif­bare Ergebniffe erzielt. Ihre Aufgabe sei aber noch nicht beendet. Die Beziehungen zwischen Frankreich llnd Deutschland könnten so lange nicht normal wer­den, als diese Nation von Revanchegedanken ge­leitet sei. Deshalb bestehe für jede französische Re­gierung die Notwendigkeit, die Augen offen zu hal­ten. Die Besetzung des Ruhrgebiets hält Briand für u »nötig. Er fragt, ob Deutschland das Ruhr- gebiet in Kriegszeiten ausbeuten könne, wenn die französischen Truppen da ständen, wo sie jetzt seien. Bisher habe man einen Beweis größter Mäßigung gegeben. Es handelte sich darum, ob Deutschland sein Wort halten könne. Briand spricht sich noch­mals in dem Sinne wie heute vormittag über die dberjchlesische Frage aus und sagt schließlich, wenn das deutsche Volk immer ein Element der Veunruhi- lutig in der Welt bleibe, bann habe Frankreich in feiner Stellung, seinem Willen und Patriotismus die Kraft, die es brauche. GwuSanb, las sich in die­sen Verhältnissen befinde, könne sicher in die Zu­kunft blicken.

B.'irtssii-d die Leipziger Urteile erklärte Briand doch, die Regierung habe die französisch« Mission stugraphisch zurückgerusen, da sie der Ansicht war, daß sie an der Komödie der Gerichtsverhandlungen nicht länger teilnehmen könne. Briand schlug vor, di« Verbände zu ersuchen, auf die Anwendung der Be- ^immn.ügen zurückzukommen.

;t fiüdjei E^bent Briand hat davon der Kammer und dem bi:z>. (Fl1 Mitteilung gemacht. Er erklärte in der Kammer, it »er-!»« R« fran Mische Regierung habe sich beeilt, die Gilt«

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38. Sitzungvoml2. Juli. Ansiedlung und Retchsschulgesetz.

Der Gesetzentwurf betreffend die Anrechnung be| Nutzungswertes des Hausgartens auf da? Einkommen der Volksschullehrer wird dem Ausschuß für Bcamten- angelegenheiten überwiesen.

Der Gesetzentwurf über di« Bereitstellung von 300 Millionen zur

Förderung der Ansiedlungen steht dann zur Beratung. * \

Abg. Braun (S.) glaubt nicht, daß die Mittel ausreichen werden.

Abg. Weißermel (D.-Nat.) stimmt der Vvrlag« und ihrer Ueberweisung an den Siedlungsausschuß zn.

Der Entwurf wird dann dem SiedtungsausschätA überwiesen.

Der Ausschußantrag, der W o h,n u n g s n o t durch. Neubauten im wesentlich stärkeren Maße zu steuern, zn diesem Zwecke die bereits für 1922 in. Aussicht ge­nommene Bewilligung bereits 1921 zu bewilligen, bet der Reichsretzierung auf Bewilligung weiterer Mittel zur Förderung deS Wohnungsbaues zu bringen, und an die Gemeinden und Länder heranzutreten, nm unter Benutzung der Ueberteuerungsznschüsse den Ban von Wohnungen zu veranlassen, toirb angenommen.

Es folgt die große Anfrage des demokratischen Abg. H off und Genossen, die sich gegen die im Reichs« sch ulgesetz enthaltenen, auf die Spitze getrieben«» Bekenntnisabsondenrngen innerhalb der Volksschulen! richtet- Diese Absonderung mache die Schule zu einer Kampffront und widerspreche der Bersafsitng.

Abg. Hoff (Dem.) fordert Zurückziehung des Reichsschulgesetzentwurfes und seine Ersetzung durch einen anderen Entwurf, der die Einheitlichkeit der deutschen und preußischen Volksschulen wahre und ver­weist auf die einmütige Ablehnung des Entwurfes durch die Lehrerschaft. Sonderschulen dürften nur aus Antrag der Erziehungsberechtigten zugelassen werden und nur in dem unmittelbar im Gesetze gegebenen Umfang.

Abg. Holtz (US.) begründet den Antrag fein« Partei auf völlige Entfernung des religiösen Unter­richts aus der Schule, der mit der Interpellation Hoff verbunden worden ist. Wenn eS gelinge, die evangelischen und die katholischen-Schulen zusammen­zulegen, könnt« viel Geld gespart werden, daß unser« Volksschulen noch viel mehr leisten könnten. Da» Rrichsschulgesetz gehe aber nicht diesen Gedanken nach, sondern sei nuff bemüht, die Bekenntnisschule fest zu v«« anfern. Der religiös« Unterricht in seiner jetzigen Form will die Kind« dem selbständigen Denken ent­wöhnen (Widerspruch und Lachen im Zentrum und', rechts).

Kultusminister Becker: Ich habe hier nur die große Anfrage des Abg. Hofs zu beantworten, nicht etwa den Reichsschulgesehenttvurf zu begründe». Dieser Ent­wurf ist ein Kompromißentwurf. Preußen hat an seinem Zustandekommen hervorragend mitgervirkt und darauf gedrungen, daß wir endlich au8 den schulpolitischen Schwie­rigkeiten herausgekommen finb, in die uns die Verfassung gebracht hat. Die Gegensätze zwischen den Anhängern der weltlichen und ber konfessionellen Schul« waren bei den bisherigen Zuständen unüberbrückbar. Mein hochverehrter Amtsvorgänger hat besonders nachdrücklich auf einen Ausgleich hingewirkt. Wir regten ein Not­gesetz an, das Reich hat aber gleich einen fertigen Entwurf gebracht, ein Kompromiß, mit dem eigentlich keine Partei so ganz zufrieden ist. Die Kritik richtete sich bisher weniger gegen den Entwurf, als gegen das. Schulkompromiß an sich, durch das zwar die parteipoli­tischen Differenzen überwunden worden sirrd^ die Schul-, frage aber nicht gelöst werden konnte. (Sehr richtig.) Seit dem Schukkompromiß ist der Ausnahmefall Regel­fall geworden. D« Entwurf scheint immerhin eine brauchbare Grundlage zu bieten, man dürfe nur nicht an eine zu engherzige Auslegung denken. Jedenfalls- müsse aber ein Notgesetz als Zwischenaesetz geschaffen werden. Ich habe aber jedenfalls zu dem deutschen Volke und zu der deutschen Lehrerschaft so viel Vertrauen, daß sie sich ihre Schule nicht zerschlagen lassen.

Abg. Oelze (Deutschnatl.): Auch wir haben sehr viel auszusehen an dem Gesetz. Wir sehen es aber als eine brauchbare Grundlage an, und werden uns bemühen,' es zweckmäßig umzugestalten. Das Gesetz ist im Reichstag »»gebracht von dem demokratischen Minister Ko ch (Hört, hört!) und gerade di« Demokraten haben seine Erledigung hinausgeschoben. In Weimar hat man als Ausweg das Elternrecht proklamiert. Jetzt rückt man davon ab. Die Demokraten find nur daun Freunde der Einheit, wenn sie in der Mehrheit sind. Die religiös-sittliche Eigenschaft muß im Unterricht gepflegt werden. Nsbcnbei den Kin­dern Religion zu vermitteln, ist unmöglich. Auch wir wol­len fachmännische Aufsicht. Mit der Verurteilung diesetz Gesetzes verurteilen Sie Ihr Werk in Weimar. Wiy werden versuchen müssen, unseren Kindern das Gut de« christlichen Erziehung zu erhalten. (Beifall rechts.) i

Abg. Dr. Bölitz (D. Vpt.): Unruhe ist in unsere Bevölkerung getragen worden durch das zweite Weimar«« Schukkompromiß, bei dem die Demokraten «ntscheLend gewesen sind. Uns schwebt die Schule der Zukunft vor, Di« tveit überspannten Ziel« der Linken müssen »urütfr

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Obrrschlesien und Leipzig. Die Angst vor dem ohnmächtigen Deutschland.

: Paris, 12. Juli. Bei der Beratung über den

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Beginn am 17. Juli.

Rybnik, 12. Juli. Durch die Aufständischen wird bekannt, daß der viert« Aufstand schon am 17. Juli beginnen wird, ihr« Führer fordern die deutsche Einwohnerschaft auf, die Gegend bis zum 15. Juli zu räumen. Wer diesem Räumungsbefehl nicht Nachkomme, werde über die Grenze nach Polen verschleppt.

Eleiwitz, 12. Juli. In den letzten zwei Tagen wurde die Pressezensur außerordentlich scharf gehand­habt. Alle Nachrichten, di« von einem drohenden vierten Aufstand sprechen, werden von ber Zensur gestrichen, desgleichen alle Berichte über Terrorakte ber Polen und das Vorhandensein bewaffneter Auf­ständischer im Abstimmungsgebiet.

Andauernde Ueberfälle und Plünderungen.

Kattowitz, 12. Juli. Mus der Strecke zwischen Kaitowitz und Rybnik tvnMerwGüterzüge von Banditen überfallen und b«aubt. Bei der Jdaweiche wurde der Möbeltransport eines Oberlehrers, der ins Reich fahren wollte, vollständig ausgeraubt. In einem zweiten Fall handelt es sich um die völlige Ausraubung des NMel- transports des Redakteurs Leonhardt in Kattowitz. Was die Banditen nicht mehr nahmen, haben sie voll­ständig zerstört. Im Bahnwagen hinterließen sie Auf­schriften gemeinster Art in polnischer Sprache.

Rach Aussagen von Flüchtlingen nimmt der Terror der polnischen Aufständischen in den Kreisen Rybnik und Pleß von Tag zu Tag an Umfang zu. In den Orten z-ehen am Tage polnische Banden umher, die mit Revolvern bewaffnet sind, während sie nachts als Waffen Karabiner tragen. In ber letzten Nacht überfielen Polen den Förster Heine in Loslau, raubten feine Wohnung aus und mißhan­delten ihn aufs schwerste.

Ratibor, 12. Juli. Bei Neuhof fand gegen 4 Uhr früh ein Gefecht der PKen mit der deutschen Ortswehr statt, wobei fünf Polen erschossen wurden. Soeben sind gegen 200 Flüchtlinge eingetroffen, die infolge des polnischen Terrors flüchteten.

Berlin, 12. Juli. Wie di« Blätter von unter­richteter Seite erfahren, begibt sich in den nächsten Tagen eine aus mehreren Offizieren bestehende inter­alliierte -Kommission nach Mittelschlesien, um sich dort über die Auflösung und Entwaffnung des oberschle­sisch :n Selbstschutzes zu unterrichten. Sie soll mit einer anderen Kommission aus Oppeln zusammen- treffe«, von ber sie die nötigen Unterlagen üb« die. , Stärke und Bewaffnung der deutschen Selbstschutz­organisation «halten soll.

Nach ein« Blättermeldung aus Oppeln steht die Grenz« nach Polen noch immer offen. In Groß- Dombrowka sind 200 bewaffnete polnische Apobeamte eingetroffen, die aus Kongreßpolen über die Grenze herüb«gekommen sind. Das Bandenunwesen in den ländlichen Bezirken des Jndustrierevi«s greift immer weiter um sich. Besonders nachts werden die Ort­schaften geplündert und Deutschgesinnte mißhandell und verschleppt. In der Nähe des Vorsigwerkes wurde der D-Zug BerlinBreslauKattowitz von den Aufstän­dischen abermals stark beschossen.

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Barts, 12. Juli. Tie französische Regierung hat Pt Einiodung der amerikanischen Regierung zu einer in Washington angenommen, und Minister-

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tziel vorzuspielen. Ministerpräsident Briand er­klärte, das Kabinett Wirth stehe zwar auf schwachen Füße», aber nichts deute darauf hin, daß es sich feinen Verpflichtungen zu entziehen suche. Die Kon­trollkommission hätte bedeutende Fortschritte in der Entwaffnung feststellen rönnen. Er, Briand, glaube picht, daß bie von den Richterm m Leipzig gefällten. Urtciisspriiche den Wünschen des deutschen Volkes entsprächen.

v In der Nachmittagssitzung ber Kammer führte ber Abgeordnete Andr6 Lefävre über die Auf­gabe der Kontrollkommission und über die Entwaff- pung Deutschlands aus,deutsche Truppen" seien ausreichend bewaffnet nach Oberschlefien ge­gangen. Die deutsche Regierung habe alles für dis Organisation der Höferarmee getan. Es werde ge­sagt, die Kommission Rollet habe ihre Rolle erfüllt. Demgegenüber stehe die Tatsache, daß die deutsche Regierung imstande sei, von heute auf morgen ein Korps von 40000 Mann aufzuftellen. Bei her Be- fprechung der Organisation des Freikorps H o f e r sagte der Abgeordnete, er zweifle nicht, aipHsr Auf­richtigkeit des Reichskanzlers, wohl aber an feiner Macht. Er sehe nicht ein, warum man überhaupt Eber Abstimmung geschritten sei. Er befürchte, ß bei der Teilung Oberichlesiens den Polen der wichtige Bahnhof Gleiwitz geraubt werde. Des­halb hoffe er, daß man der Kommission Rollet erklä­ren werde, daß sie ihre hochwichtige Tätigkeit fort­setze zur Sicherheit aller Verbündeten. Der Fran­ke wolle keine Handbreit deutschen Gebietes, er glaube jedoch, daß man im Falle einer neuen deut­sche» Verfehlung das Ruhrgebiet besetzen Müsse. Die Besetzung sei eine einfache Sicherheits­handlung, und wenn Frankreich das Ruhrgebiet be­setze, kontrolliere es die Kohlen. Wenn es die Kohlen kontrolliere, verhindere es Deutschland, Krieg zu führen. Leftzvre äußert schließlich seine

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{trianonoertrag stellte der Berichterstatter fest, es sei ganz unmöglich, bei den Staaten zweiten Ranges Illilr Bestrafung der Schuldigen durchzusetzen, wenn Deutschland fortfahren könne, der Welt ein Theater-

Det Anzeigenpreis beträgt für die S geh). Tolonelzeile oder beten Raum 90 Pfg. u.

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