Einzelbild herunterladen
 

Amtliches VerÄndigungsdlatt des Kreises Marburg.

j Anzeiger für (das früher kurhefsifche) Oberhessen

« MirsTUIWWM»WT' _____ ..... !! Mill

it verbii

DieOberhesstsche Zeitu»'" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

4.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Soort-Ztg." 1 Mi. mehr.

ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz.

der llniv.-Buchdruckerei von Job.Aug. Koch,

Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Dr. RWemll Wer des WiederWm

.waag

wicht qi

nützen kann. Es ist das Verdienst der französischen

jhrit der europäischen Nationen, die fr'iwillige oder

jer les

sauberes

Wchtbaren, des Kredits und der Begebungen der wirt-

östlichen Zusammenhänge. Diese

Vernichtung

5 nteressen- und Notgemeinschaft.

sstraße 11

13. bl»

'tes

Eintritts of11 paÄ

e Inlcre wahrt. ! lässige f

gesuch reisarig« die Gest

Gigenblick, wo durch die .Zahlungsnotwendigkeit Deutschlands gewisse Geldwerte im Steigen sind, bleibt

keine Minute Her europäischen und WeltlebenS ver­loren ginge, in der nicht die Sachverständigen und Kenner des Wirtschaftslebens der Welt zusammentretcn, sich begegnen und von früh bis spät beraten, wie diese Krankheit zu heilen sei. (Sehr richtigst Geschieht das? Wenig ist davon zu sehen. Noch immer herrscht der Gedanke ,es könne der eine gedeihen, wenn der andere verdirbt. (Sehr richtig!) Noch immer herrscht der Ge­danke der Verfeindungen .der Gedanke der Vergeltung, von dem der preußische General von CClaufeivitz sagte: Krieg ist die Fortsetzung ver Politik mit anderen Mitteln. Yente sind wir versucht zu sagen, daß die gegen- tvärtige Politik die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln scheint. (Sehr wahr!) Es ist zu begreistn, daß

käh. i. P, chein).

id)t.

Hofstr. 21

M. 31 lisabethsst

für ICO j .

Hrnterh«

im Auge hätten, auch dagegen, daß behauptet werde, di« Vorlage fcebeute einen Raubzug auf die Taschen der Angestellten. Seine Partei sei nicht für die Ver­schmelzung mit dem Jnvalidenversicher-ungsgesetz, denn die Arbeiter und Angestellten könnten nicht ohne Weiteres zusammengeworfen werden. Die Vorlage sei nur ein Provisorium, aber sie werde uns über die Zeit bis zur Fertigstellung des neuen Gesetzes hinweg-1 helfen. <<

Abg. Schwarzer (Bayr. Vpt.) tritt für ein« rasch- Erledigung der Vorlage ein.

Abg. Kl raten (U.) erklärt, die Angestellten seien auch davon überzeug^ daß eine Erhöhung der Beiträge notioendig sei.

Abg. Erkelenz (Dem.) gibt in seinem Schluß­wort noch eine Uebersicht über di« Tätigkeit der Abgg. Lambach und Thiel im Ausschuß die eine Ver- kändigung stets durch Negierungen unmöglich machten. Vielleicht sei auch der Mangel an Unkenntnis der <&* chäftsordnung maßgebend, wenn die Rechtsparteien keine rechtzeitigen Anträge gestellt hätten.

Staatsmänner, daß sie diese Wirkung erkannte«. Trotz­dem sind gerade in Frankreich die Tendenzen sehr lebendig, die darauf binzielen: Laßt nur den Gold- strom kommen, er wird alles heilen. Es ist ein Ver­dienst, wenn im Gegensatz zu mancher Regung der öffentlichen Meinung erkannt wurde, daß es nicht Goldftröme stnd, die von Deutschland ausgehen, son­deren daß nur die deutsche Arbeitsleistung zur Wteder- berstelluna dienen kann, insbesondere zur Wiederher­stellung Frankreichs.

Es ist zu hoffen, daß die Erkenntnis und die Einsicht dieser an sich einfachen, aber mit populären Vorstellungen schwer vereinbaren Beziehungen allmählich über die Welt aeht. Es ist ferner zu hoffen, daß den großen Staat jenseits des Ozeans seit gestern ein hoffentlich ewiger Friede mit uns ver­bindet (Bravost, und daß dieses Land, dessen Schwert auf die Wagschale ebenso entscheidend gewesen ist wie seine Feder bei dem Verantwortlichkeitsgesühl, das feinen Bürgern innrwohnt, erkennen wird, daß die Zustände Europas nicht »«eheilt werden können, wenn ein Komplex von der Riesengröße Europas fernbleibt. (Sehr dichtig!) Verhehlen dürfen wir uns nicht, daß auch dann, wenn die Beziehungen zwischen den Völkern sich verengern Mnn Gedanken durch die Welt gehen, die eine Folge vernünftiger Betrachtung, leider aber noch mehr eine Folge andauernder schwerer Weltkrisen tverden, daß auch dann Deutschland schtveren und harten Jahren entgegengeht. Die Leistung, die vor uns liegt, zu unterschätzen, wäre ein verhängnis­voller Irrtum. Geleistet werden kann, was uns obliegt, nur dann, wenn entsprechend den Worten meines Vor­redners die Erkenntnis in nns allen aufsteigt, Paß wir nicht nur verbunden sind mit der Außenwelt durch unstet- bare Ketten, sondern auch durch eine Kette der gemein» lchaftlicken Verantwortung, durch eine Kette un­seres bewußten Willens zum gemeinschaft­lichen Schicksal, durch eine Kette unseres engen brüderlichen Zusammenhanges. (Bravo!) Nur wenn wir erkennen, daß die Dinge, die uns auferlegt sind, ein ganzes Land fordern und ein ganzes Volk, nur wenn die Erkenntnis bestehen bleibt, die sich ansdrückte in den Worten bei Herrn Jung, der ergreifend sprach- von der Unverbundenheit des Westens, zu der ich auch nenne die unverbrüchliche Verbundenheit des Ostens (Bravo!), nur wenn diese Erkenntnis uns bleibt, sind wir imstande, die Lasten zu tragen, die uns auserlegt sind. Dann aber werden wir sie tragen. Wenn Deutschland zusammengeschtveißt wird, sei cj durch Not. sei es durch schwere Jahre, so ist dieses! Solidaritätsgefühl, dieses Verwachseicheitsgcfühl zwischen Landesteil und Landesteil, zwischen Ständen und Stän­den ein unvergänglicher Schatz, der zu teuer nicht bczckhlt werden kann. (Bravo!) Wenn aber Deutschland diese Atlaslast getragen hat und sich ihr gewachsen zeigte, dann kann Deutschland das Haupt erheben unter den Völkern, denn es hat den Wiederaufbau der Welt geschaffen. Das bedeutet eine harte große Mis­ston unter den Völkern, die uns trösten wird in den Zeiten, die kommen.

$er 8«l ZMW im AMM.

131. Sitzung am 5. Juli, uachm. 1 Uhr.

Haus und Tribünen sind bei Beginn der Sitzung nur schwach besucht. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen.

Auf eine Anfrage des Abg. Gräf (D.-nat.) wegen der schweren Gefährdung des Ansehens der Put­chen Gerichte durch widersetzliches Verhalten der Au- gellagten, wie z. B. im Prozeß Hölz, wird regierungs- eitia erlvidert, daß diese Frage bei der allgemeinen Reform des Strafrechtes mit zu prüfen sei.

Auf eine Anfrage des Abg. Künster (K.) wegen der Beratung des Baltikumabenteuers und der strafrechtlichen Verfolgung des Grasen von der Goltz und des Leutnants Roßbach, wird regie­rungsseitig erwidert, der Graf haste im Auftrage der Reichsrcgicruug gehandelt und sich den Anordnungen niemals widersetzt.

Auf eine Anfrage wegen *e5 gesetzwidrigen Transportes des U-Bckotleutnants Boldt nach Leipzig wird erwidert, der Vorfall habe Anlaß zur Anstel­lung von Ermittekuugen gegeben, die noch nicht ab­geschlossen seien, Di« Antwort werde schriftlich ge- geben werden._:

Deutschland doppelte Dampfkraft angewandt werden werden muß, um Waren ins Ausland zu treiben. Aber diesen Effekt der Ausfuhrsteigerung will man ja; so­mit kann man und darf man ihn durch den Index nicht binden. Der Strom wird gestaut, ab«-r nicht gehemmt. Die Nebenwirkung hat der Index außerdem, daß er bei jeder der aufeinanderfolgenden deutschen Regierungen Zweifel auslösen mutz darüber, ob es wünschenswert sei, die Einfuhr und Ausfuhr zu steigern oder sich mehr und mehr auf die Binnenwirt­schaft zu konzentrieren. Es entsteht hie und da die Auffassung und kann Vorkommen, datz eine Regierung für die Steigerung der Ein- und Ausfuhr eintritt, datz eine andere wiederum dafür eintritt, die Ein- und Ausfuhr zu erdrosseln, um die Wirkung des Index zu mildern. Aber das kann nicht im Interesse der Welt­wirtschaft sein, datz ein Staat von der Grötze und der Airtschastskraft Deutschlands zu einer wechselnden Poliitlk verurteilt wird und datz in den aufetnander- - folgenden Regierungen total verschiedene Prinzipien vertreten werden. Die einzige Funktion, die der Index restlos erfüllt, ist die, datz er untere Zahlungsmengen vergrößert. Doch er ist nicht das Mittel, das unseren

tzabc«, an der Gegensätzlichkeit ihrer Interessen und to Mißverständnis gegenüber der tatsächlichen Terri- Nicn werden, wenn sie ihres Zusammenhanges nicht Mivußt sind, nicht imstande sein, die großen technischen Ausgaben der Zükuns^u lösen, denn die technische Füh- bttng liegt da, wo die Größe der Produktion ist. Tie stroße der Produktion aber ist bedingt durch großen W»n?um, d. h. große Territorien. Bor allem aber Md die Länder und Völker- dieses Kontinents ver- Ptoben durch den bleiernen Himmel einer Krisis, gk vom Anfang bis zum Untergang über ihm hängt. Rifie sind geneigt, die Krifis als vorübergehende zeit- Me Eistcheinungen anzusehen, die g heilt werden könnte Nrcy die einfachen Mittel, mit welchen man früher Mn wirtschaftlichen Erschütternngen begegnete. Im Drrtnm sind jene, die das glaubenn. Diese Krisis ist Mi« organisch-: Krankheit eines tiefleibenben wirtschasr- |M;en Körpers. (Sehr richtig!) Es ist nicht zu ver- Ach'-en, daß von den Bewohnern dieses Planeten 300 Fiiüonen als Konsumenten ansgcschaltet sind. Es M nicht zu verhehlen, daß durch die Geschehnisse dieses R£i"gc» und durch seine Folgen eine Umschichtung ^ter der Bevölkerung stattgefunden hat, die leider den Ständen der Intelligenz mitspielte, dadurch auS dem Konsumkreis ausgeschieden find.

im

nbeit ül

Artikel 1 des Gesetzes wird einstimmig angenommen.

Die Erhöhung deS Gehaltsatzes an| 30 000 Mark wird einstimmig angenommen. Da­rauf wird der Rest der Vorlage mit großer Mehrheit angenommen, ebenfo die rückwirkende Kraft bis zu» L Januar 1921. il

S)ie dritte Lesung des Gesetzes erfolgt morgen. j

Darauf werden noch folgende Haushaltsetatß asZenüMmes: ReiMeWatzrWgstninijleriuB, Reichs« i

- Deutschen teilen die tiefe Sehnsucht nach Frieden und dauerndem Frieden, dennoch können wir psychologisch begreifen, daß der Gedanke der Sicherheit, wie man ihn ßissen zu können glaubt, heute die Orffentlichkeit außer­halb Deutschlands später bewegt, als der Gedanke wirt- 'chMicher Notwendigkeiten. Tie wahre Sicherheit der Nationen und

die wahre Sicherheit des Weltfriedens aber beruht nicht auf individualistischer Grundlage, sie beruht auf dem Gefühl der Verflochtenheit sämtlicher Glieder der Welt zu einem Ganzen, und die Welt wird kann dann am sichersten und gesündesten sein, lvenn die Lebensiwtwendigkeit eines jeden erkannt wird und wenn es niemanden mehr gibt, der gegen die Lebens­notwendigkeit des kleinsten rind größten Volkes in indi­vidualistischem Streben verstößt. (Sehr richtig!) So hat sich in den neuesten Geistern unter denjenigen Na­tionen, mit denen wir im Kriege lebten, der Gfebanfe festgesetzt, es könne ein Goldstrom entsvrin- a e n, gestaut und gefangen werden, der, von Deutsch­land ausgehend, alle anderen zur Gesundung führt. Ich lasse es nngepxüft, ob die Heilung durch einen Gold- ilrcm, der von einem Lande ausgeht, der Welt zugute kommen würde. (Sehr gut!), aber zweifellos roirb'ein toller GiNVstrom kaum entstehen.

Wir Deutschen sind verpflichtet durch unsere Unterschrift und durch die El,re unseres Namens, den wir unter Verträge setzen. Wir werden erfüllen und worden bis an die Grenze unseres Könnens gehen, nm die Ehre unseres Namens zu wahren, der als Unterschrift unter den Verträgen steht, deren Verbindlichkeit wir betonen, auch wenn sie nicht nnseren Wünschen entsprechen. Das hindert uns aber nicht, offen davon zu sprechen, daß die Formen, in denen die Erfüllung von uns verlangt wird, nicht dem Krajtzustände des Landes entspre­chen, und datz fie nicht unseren deutschen Verhält­nissen angepatzt sind. (Sohr richtig!) Es ist zweifel­los möglich, ein Land tributpflichtig für andere zu machen. Der Fall ist vielfach voraekommon, datz ein Volk einem anderen Tribut zahlte, sei es in Gold, sei es in anderen edlen und unedlen Stoffen. Wir wissen, datz Deutschland feilt Land des Goldes und der Nohstosfe ist. Deutschland ist ein Land, das mit Ausnahme des Kohlenvorrates, den es für seine eige­nen Bedüittznsse braucht, von seiner Hände Arbeit lebte, lebt und leben wird. Wir können nnr zahlen mit der Arbeit unserer Hände und unseres Geistes und werden es redlich tun. Aber jede Zahlungsform von Arbeit hat Nebenwirkmigen, an die vielleicht nicht jeden Augenblick gedacht wurde. Die Arbeit ist gebunden an Substanzen. Wer also in Ar­beit zahlt, kann nnr in Substanzen zahlen. Die mit Arbeit behaftete Substanz wird mit Arbeit nicht stärker behaftet, als etwa im Betrage von 40 Prozent, wenn wir das Fertigprodutt ins Auge fassen. Wollen wir vier Milliarden in Arbeitswerten zahlen, so haben wir die zu verbinden init sechs Milliarden Stoffen. So erreicht die Ausfuhr, die erforderlich ist, um vier Milliarden Arbeit zu exportieren, den Betrag von 10 Milliarden. Ein solcher Betrag ist nahezu so grotz, wie unsere ganze Friedensaussuhr war. Ein solcher Betrag kann nicht auf Märkte geleitet werden, ohne datz dadurch schwere Wirkungen ausgelöst werden bei allen Nationen der Erde. (Sehr wahr.) Diesen Ver­hältnissen Haven wir ins Auge zu leben. Aber ins Auge gesehen mutz ihnen auch werden von Seiten un­serer Gegenkontrahenten. (Sehr gut.) Zweifellos ge­schah das, zweifellos faßte man im Augenblick, wo wir die Londoner Vereinbarungen erreichten, die Tat­fache ins Auge, datz Deittfchland, wenn es seinen Ver- pflichtungen nachkommt, gewaltige Warenmengen auf die Märkte werfen mutz. Zweifellos spürte man Be­denken, was geschehen würde, wenn die Märkte der Erde mit dentschpn Waren in diesem Umfange belastet würden. So findet man den Weg, der diesem Sttom einen Tamm entgegensetzen soll.

Man erfand den Index.

Der 'Kindex bat mehrerlei Fmtttioiien. Er soll eieenrscils sein ein Wahrzeichen der deutschen EutNllck- lung int Sinne einer Besserung. Diese Eigenschaft Hai der Index nicyt in hervorragendem Matze, denn ein Land, das zur Zahlung und zu einem riesenhaften Expo cf verurteilt ist, ist nicht dadurch gesund, das; es dieser Verpflichtung entspricht. Nicht das innere Wese« Deutschlands wird vom Index genommen, sondern nur die von «ns vollzogene oder zu vollziehende Leistung in Gütern. Das ist aber nicht die wahre Funk­tion des Wertmessers für wirtschaftliche Besserungen. Die zweite Funktion war olfenkundig die, datz er den Dumping Jenslntz, d. h. das Ausströmen der Waren auf dem Markt« der Welt, hemmen sollte. Auch in dieser Beziehung kann er feine Aufgabe nicht erfüllen. Es kann dahin wirken, datz der Druck in Deutschland 1 außerordentlich Reißt, kann dahin wirken, datz in

Marburg MllmK, Den 6. All 5 tuert

jrofjeit Reiche jenseits des Ozeans. Der General- tzlZubiger der Welt ist Amerika, der Gen-ralschuldner Meutschland, und zwischen ihnen eingeschaltet, sind Pnllliche Rationen gleichzeitig als Schuldner und Wäubigcr, jeder dem anderen verpflichtet und ver- fatbtn. (Sehr richtig!) Weiterhin aber sind die 'Sänber verflochten durch die Entwertung ihrer ßeidmittel. Nicht ein etn-iges Land, mit Aus' jtahme der großen überseeischen Maaten, ist verschon' 1=6rieben von dieser wirtschaftlichen Erkrankung wäh-

5toM 5oI)nungJ gegen d r b u rg

Hausst Frage. 1 r. Ke«P Steil

len Begriff des Wiederaufbaues, dessen alle Leb fen. Zerstört sind alle in ihrem roirt» -lchaftl chen Leben, von der äußxren Zerstörung tat sichtbaren Güter, von der Z rstöcungier Städte und Mndfchaften ausgehend, bis zur Zerstörung des Un-

Dee Anzeigenpreis beträgt für di« 9 aeip. Tolonelzeil« oder deren Kaum 90 Pfg. u. 10 c|0 Aussldlag, amtliche und auswärtig« 1.20 Mk. Ander« Spaltenbreite« nach eniiprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über ll, Sette ein­nehmende Anzeigen stnd wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu setze« und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt ole Barrabatt. Bei Auskunft durch die Eelchättsstell« und Vermittlung der Angebot« 75 Pfg. Sondergrbühr.

;Me Verbundenheit der Geldwert euntereinanfcer sichtbar. }Ecbann sind die Staaten untereinander verknüpft durch

sich mel__. . _ _

guibezas Uwcißl die Nationen zusammen zu einer

inernde 1 icht.

S.

Ilteres $

tzlkgen sie es wissen ober nicht, denn der Wiederaufbau ies einen Landes kann nicht geschehen, wenn der Wiederaufbau der übrigen Länder nicht gelingt. , --jlgff)'.- wahr!) Die Verbundenheit geht noch weiter,

1 denn wir müssen uns darüber klar sein, daß^ die

1|h|| heutigen Territorien Europas klein sind. Es sind uUUlu keine Geriete, teils durch Emporkommen vieler neuer ®"l en * 'Staaten und durch neue Zersplitterungen, teils aber 7 L J ti-ch durch Vergleich mit den größeren, gewaltigen Eaatcnkomplexen, die von dem Krieg nahezu unberührt

Wallung des Produitionspiogramms der Welt roüb ^eLdiuch erforderlich, eine Umstellung, die nicht in Jahren vollzogen werden 'kann.

L S-3R wir diese Uebersicht der Gebundenheiten vor M SKxssay^at lasse», j» solltet» eit alaÄta, daß

ort dt immi ir 14 X

Anget die tejl z. Ä-m

iimmei

!;t, Eez irfÜBetn a. d. Ä

i1Das Problem des Wiederaufbaues ist nur ein Dnsschäiitt aus dem großen europäischen Problem, ikm Problem, das nicht gelöst werden kann vom Ein- jzcknen, nicht von Regierungen, sondern nur von den ^Völkern selbst und der Macht der Erkenntnis. Es Handelt sich lurnim, den Kontinent wieder herzustellen. Wie Lösung des Problems wird darin bestehen, daß erkannt wird, die enge Verflochtenheti und Verbunden-

aw»

Es folgt di« Interpellation der Koali« tionsparteien über de» Stand des Ver« fahrens gegen Herrn v. Jagow vnd der Un­abhängigen über denselben Fall. - '

Tie Interpellation wird noch heute erledigt werden. Tie Interpellation deS Zentrums über die Verkehrs« not im Kreise Monschmr wird innerhalb der gesetzliche» Frist beantwortet werden. Eine Reihe lleinerer Vor­lagen wird sodann den zuständigen Ausschüßen tibw wiesen, bezw. angenommen.

Es folgt die zweite Beratung des Entwurfes Über die Gewährung von Beihilfen an die Ren­tenempfänger aus der Angestelltenversicherung. Hierzu liegen eine Reihe von Abändernngsantragen der Koalitionsparteien vor. Die Versicherungsgrenze soll von 15 000-auf 30000 Mark festgesetzt werden. ES sollen drei neue Klassen im Versicheruirgsgesetz für An­gestellte geschaffen werden. Klasse K mit einem Ein­kommen von 5000 bis 10000 Mark und 33 Mark Beitrag, Klasse L mit einem Einkommen bis 15 000 Mark und 40 Mark Beitrag und Klasse M. mit einem Einkommen über 15000 Mark und 48 Mark Beitrag. Das Gesetz soll zum Teil auf den 1. Januar 1921 znrückdatiert werden.

Abg. Lambach (D.-nat.) betont, daß die No­velle zum Angestclltenverficherungsgefetz auf diese Weise Gesetz werden sollen denn der Antrag sei Lieu tisch mit dem Kern der Vorlage. Im Ausschuß zur Beratung des Versicherungsgesetzes sei zunächst infolge des Wider- spntches der Angestellten, die ganze Vorlage gescheitert, andererseits aber sei es den Sozialdeinokraten gelun­gen, das Ziel chrer Wünsche, die Ausdehnung bei Bersicherungspslicht, in diesen Rentengesetzentwurf hin­einzuschmuggeln. Bedauerlich sei, daß so viele Mit­glieder der bürgerlichen Parteien sich zu diesem- brauch hätten einfangen lassen.

Abg. Thiel (D. Vpt.) stimmt der Vorlage an sich zu, nicht aber den Abänderungsanträgen und bedauert daß die bürgerlichen Parteien sich zum Teil ebenfallß für die Anträge entschlosfeu hätten.

Abg. Bartz (K.) erkennt den Grundsatz deS Ge« setzes als richtig an. Die Regierung solle auch nicht vor den Schranken der GesAlschaftsordnung Halt machen, denn es gäbe keine« Unterschied zwischen Ar­beitern und Angestellten und Beamten. Aus welchem Grunde müsse überhaupt eine Grenze nach oben ge« zogen werden? Redner fordert Angliederung des An- gestelltenversicherungsgesetzes an das Jnvalidcnver« sicherungsgesch.

Abg. Hoch (S.) sagt, die Ausführungen der Ver­treter der Rechtsparteien hätten keinen anderen Zwcch als die Sachlage zn verschieben. An der Regulie­rung der Angestelltenverficherung werde durch die An« röge durchaus nichts geändert. Daß die Angestellten n die soziale Versicherung hineingehören, wird ja trotz des anfänglichen Protestes heute niemand mehr be- Iteiten. Für den Antrag seiner Partei sei nur das Bestreben maßgebend gewesen, einstweilen nicht die Monatsbeiträge der sroßen Mchrheit der Angestellten einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

Abg. Andre (Z.) tritt der Befürchtung entgegen, daß die provisorisch angesetzten Beiträge bAt Anfor­derungen nicht genügen könnten. Jedes Grüppchen mache jetzt den Anspruch, daß es vor der Einbringung einer Vorlage erst befragt werden müsse. Dadurch werde jede rasche Arbeit unmöglich gemacht und man käme überhaupt nicht zu einem Ziele. Seine Partei irotestiere dagegen, daß die beiden Rechtsparteien so tun, als ob sie allein die Interessen der Angestellten

h' TOrg, 5. Juli. Der Hamburgische Ans- rgroueaj Muß sür den Ausbau der Friedenswirtschaft hatte die ______yi Werlreter der Presse zu einem Gesellschaftsabend, an öE die Spitzen -der Hamburgischen Behörden und des IIIJllI Hamburgischen Handels teilnahmen, nach dem Park- U Hotel an der Flottbecker Chaussee eingeladen. Bei dieser a. b. (fgj fhelegxrcheit machte Minister Dr. Rathenan u. a. fol- -! jtnbe Ausführungen: *

emz. yel u m unter A tlft,bf WB i Z.-W. lujchcn (

80 an $L b41

Fufssodl? jmfreiwillige Schicksalseinheit eines ganzen Kontinents. otzl-BaL Lerflochten sind die Länder zunächst durch e'n? Kette m stru» «aierieller Verschuldung. Es ist fein Land, das rApoih-r hrute nicht verschuldet wäre, mit Anbnahme jener

> i, V.4.V...

*' : Ql* 155 Sür ausfallend« Kummern infolge Streiks

^iliieSte ** * Verlag von Dr. C. tzitzeroth. Druck der g Markt 21,23 Fernsprecher 55, - Postsch«

tzkblicbeu find. Diese Keinen Territorien wirtschaft- üch-c Art sind im gewissen Sinne mit den alten gri.>- Staaten vergleichbar, die zwar in ihren Dimen- >tmv

winzig gegen unsere Komplexe erscheinen, die Ärr gleichfalls unter der Zersplitterung ihrer Anf-

^«nd der Kriegszeit und Nachkriegszeit. Innerhalb m| 4=r Geldsysteme aber besteht e'n System kommnni- | hexender Röhren, welches verhindert, daß der eine "Kch erholt, wenn der andere leidet. Auch in dem

ein tiefer Abscheu gegen den Krieg in den Seelen aller - - - .

Menschen und einer ganzen Wett sich entwurzelte. Wi^ ^enkontrahenten und d« mit uns leidenden Völkern