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1921

Revolution.

fachen der

Aufbau in

Parteien ihre Anfrage gestellt.

daran, daß

Bonomt, Kolonien: Gtardini.

des Arabern:

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iaen Bllrurt9 fielen plötzlich Schüsse, durch die ein f r a n-

erschossen und meh

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Major

_ Hust. darunter Leu erste» und de» -weite» Bürger-

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Hüttenbeamten Chlubek in Laurahütte trat eiter mit dem Ersuchen heran, ihn in den

is unter iejrfjäft*

V* 8 al» rister»

meister sowie den Sanitätsrat Dr. Bloch. Am Nach­mittag wurden die Hauptstraßen von englischen Posten besetzt und die Ruhe wieder herge- stellt.

In ein

Bedrängnis durch die Insurgenten und den Schi­kanen der Franzosen befreit sahen, in Zubelrufe aus und stimmten vaterländische Lieder an. Daran'

Justiz: RoLinc, Finanzen: Soleri, Schatz: Denavar, ftrieg: Gasparotto, Marine: Borgamaso, KulMS: Tor- btno, öffentliche Arbeiten: Micheli, Landwirtschaft: Mari, Industrie und Handel: Pelottt, Arbeit und soziale Fürsorge: Beneduce, Post und Telegraphen: Giu'frwa und befreite Gebiete: Ratneri. Bonomi wird daS Ministerium dcS Auswärtigen dis zum Ein treffen der Antwort deS Margutfe Della Torrrttc führen, der sich zur Zeit im Ausland« befindet,

Waffenstillstand zu schließen, um zu versuchen, etwas Neues und Besseres zu schaffen, das über den Parteien stehe und allein das Staatsinteresse im Auge habe.

Abge Sollmann (S.) erklärt die Urteile der Frau Wurm als einseitig, von einer Korruption könne keine Rede sei«. Gerade während des Kapp-Putsche- habe tue Institution im Sinne der Regierung gearbeitet Wenn sich einzelne Parteien über mangelnde Berück­sichtigung beklagten, so sei es ihr eignes Verschulden^

Der Ausschuß beantragt eine Entschließung, bie Reichs- zentrale derart umzugestalteu, daß sie eine» parlame»-

Betrieb einzustellen. Er konnte aber wegen Arbeits- «augel nicht angenommen werden. Daraufhin kehrte der Mann mit 26 Insurgenten zurück und holte Wubek mit etwa 20 anderen Beamten aus dem Werk heraus, die sämtlich mit Gummiknüppeln in schwerster Leise mißhandelt wurden. Drei Beamte mußten sofort iss Lazarett geschafft werden. Die übrigen flüchteten «ach Kattowitz. Auch der größte Teil der höheren Ladustricbeamten in Friedenshütte und Godullahütte »ußtc vor den Insurgenten flüchten.

Zwischenfall beim Einzug der Ententetruppen in Benthen.

Dir Blätter berichten über einen Zwischen- f»l l, der sich beim E i n z u g der Entente- truppen in Beuthen ereignete. Als das 6tüd der einzieheffden Truppen, die aus Englän­dern bestand, durch die Friedrichstraße zog, brachen bie Bewohner, die sich nach vielen Wochen von der

ruckte die französische Wache aus der neuen Kaserne heran und hieb mit Kolben und Gummiknüppel au' bie Menschenmenge ein. In der allgemeinen Ver-

Wt egeftelle ratägcM, i Wert» »ahruar I («et* Zins» ).) an, ii lrektio«, dir La» IC ekrioil.

Rom, 5. gendermatzen bis auf w e

Italien.

3)a» Kabinett Bonomi.

Juli. Das neue Kabinett setzt sich fol- zusammen: Vorsitz, Inneres un> itereS auch das Ministerium

tarischen Beirat erhält und in diesem alle Parteien vertreten fein sollen.

Die Abgg. Cremer und Dr. Mumm beantraget Schließung der Reichszeutrale zum 1. Oktober 1921.

Abg, Rosenfeld (K.) ironisiert die Entrüstung »er Rechten über diesen Fall. Wie könne der Abgeordnete Dr. Mumm eine überparteiliche Arbeit von der Reichs­zentrale erwarten, Redner, bekämpft den Ausschuß­antrag Der parlamentarische Beirat würde für die Reichszentmle nur ein Feigenblatt sein.

Die Abstimmung wird vertagt.

Der «Reichstagsetat wird darauf debattelos bewilligt.

Dann wird das Altrentnerges«- in dritter Lesung ohne Aussprache angenommen.

Es folgt die Melle Beratung des Fern sprech« gebühreNgesetzes.

In seinem Ausschußbericht erklärt der Abg. Alle- ko 11 e (Z.), die Verwaltung habe zugesagt, daß mit dem Gebührengesetz auch eine wesentliche Verbesserung deS Fernsprechbetriebes verbunden fein soll. Das Gesetz wird darauf in ztveller und dritter Lesung ohne besondere Debatte angenommen.

Es folgt die zweite Beratnng des Wehrmacht- versorgungsgefetzes.

Abg. Karsten (U.) lehnt die Vorlage ab. Sie fei eine Verschleuderung des Reichsgeldes an den gegen­revolutionären Militarismus. Tie Geldsummen, die hier an viele gesunde entlassene Offiziere und Untcrossiziere gezahlt werden sollten, seien viel zu hoch. Seine Partei beantrage, baß den entlassenen Offizieren und Unter­offizieren der Wehrmacht einfach die gesetzmäßige Er- wcrbslosenunterstützung gezahlt werden solle, die nach Ansicht der bürgerllchen Parteien ja sehr reichlich sei.

Abg. Plettner lehnt gleichfalls die Vorlage ab, die er als eine Provokation der Arbeiter und Ange­stellten bezeichnet.

Reichswehrminister Dr. Geßler: Mr wollen ein Heer auS denselben Gründen, aus denen Sie (zu den Kommunisten) eS nicht wollen. (Zuruf bei den Kom­munisten: Also ein Klassenheer k) Nein! Ein Heer zum Schutze der Verfassung. Die Unterschiede zwischen der Versorgung der Offiziere und der Mannschaften seien dadurch begründet, daß der Offizier sich für eine viel längere Zeit verpflichten müsse als der Unterosfiziel oder der Mann.

Der Antrag der U. S. P. auf Gewährung der Erwerbs losenunterstützung wird abgelehnt.

Ebenso werden alle sozialdemokratischen und deutsch- nationalen Abänderungsanträge abgelehnt. Me Vorlage wird vielmehr in der Ausschußfassung angenommen.

Es folgt die zweite Beratung des Antrags der bürger­lichen Parteien über die religiöse Kindererzie« hung. Der Gesetzentwurf des Ausschusses will die Bo stimmung der religiösen Erziehung des Kindes von der freien Einigung der Eltern abhängig machen. Ohne weitere Debatte wird der Ausschußantrag und damll daS Gesetz in zweiter und auch in dritter Lesung angenommen.

Nächste Sitzung morgen nachmittag 1 Uhr. Anfragen, Zentrums- und sozialdemokratische Interpellation zum Falke Jagow, Heine« Vorlagen und Ausschußberichte.

Schluß gegen/« vor 7 Uhr.

Abg. Dr .Mumm (D.-natl.) erinnert seine Partei schon lange den Kampf gegen diese Or­ganisation führt. Seine Partei sei aber jetzt bereit einen

Aus den Ausschüssen.

Wb. ® er Uw, 4. Juli. Der sozialpolitische Aus­schuß deS ReichSwirttchaftsamtrs, der sich heute mit der Invalidenversicherung beschäftigte, nahm folgenden AnAttag au: Der sozialpolitische Ausschuß spricht sich gegen jede Anrechnung der Invalidenrente auf die Bezüge auS Versicherungen oder VersorgungS* einrichtungen gesetzlicher oder privater Nalur auS.

Berlin, 4. Juli. Im sozialen Ausschuß del Reichstages wurde die Neuregelung der Leistungen und Beiträge in der Invalidenversicherung beraten. Der sozialdemokrattsche Antrag wurde angenommen wonach als Beiträge festgesetzt wurden: In der erstetl Lohnklasse 350 Pfennige, in der zweiten Klasse 450, iw der dritten 550, in der vierten 650, in der fünften 750 in der sechsten 900, in der siebenten 1050 und In bet achten 1200 Pfennige.

Wb. Berlin, 4. Juli. Der ReichSausschuß des Reichstages hat mit 12 gegen 12 Stimmen den An- trchg der Linksparteien auf Zulassung der Frauen zum Richteramt abgelehnt. Die Frage soll zur prinzipiellen Klärung dem Plenum deS Reichs­tages überwiesen werden.

Berlin, 4. Juli. Die .Deutsche Allgemeine Big.' meldet: Der unter dem Vorsitz des GeheimratS Kahl stehende Unterausschuß des parlamentari­schen Untersuchungsausschusses deS Reichstages beschäftigt sich neuerdingS mft den Ur-

g adzu» !ittren> n.

mehrere .etiner

. Preis» van»

Amtliches DerMndigungsblutt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberheffen

vielmehr könne nur ein vollständig neuer Frage kommen. Dementsprechend hätten die RechtS-

Marburg

Dienstag, irot 5.M

Heuert

Wier HeMM

130. Sitzungvom4. Juli, nadjm. 1 Uhr.

Auf die Interpellation der bürgerlichen Parteien wegen der Regelung des Lehrlingsgewerbes im Handwerk erfolgt regierungsseitig die Erklärung. daß die Antwort innerhalb der gesetzmäßigen Frist erfolgen wird *

Eine Reihe kleinerer Vorlagen wird den Ausschüssen überwiesen bezw. debattelos genehmigt. 'Ter Staats­vertrag betr. den U e be rgangderWasserstraßen auf das Reich wird in zweiter und dritter Lesung genehmigt. Es folgt der Nachtragsetat des Reichs­wehrministeriums beim TUel Marine.

Abg .Kuhnt (U.) polemisiert gegen die die bestrebt seien, immer neue Mittel der Marine zuzuwenden, obwohl sie selbst diese Marine als erbärmlich bezeichnet haben. Für den Küstenschutz benötigten wir keine Marine, bas hätte eine Marinesachverständiger selbst zugegeben. Der einzige Zweck der Marine fei ein polizeilicher. Daher habe sie keine Existenzberechtigung mehr. Dazu komme, daß her tatsächliche Bedarf der Marine nur 13 Millionen betrage, im Nachtrag aber 102 Millionen gefordert würden. Redner fragt dann weiter, ob die Entblößung Kiels von jeder Marinegarnison etwa politische Gründe habe. Der Reichswehrminister habe dies zwar 6eftrittcr, die Anzeichen sprechen aber dafür. Statt dessen würden die Truppen in kleinen Garnisonen verzettelt und eine genügende Kontrolle könne daher nicht mehr ausgeführt werden. AuS diesem Grunde könnten Zwischenfälle wie in Cuxhaven vorkommen, wo Ententeoffiziere miß­handelt worden seien. Er selbst habe einst als Präsident von Ostfriesland unter viel schwierigeren Verhältnissen den Schutz der ersten Ententekommission übernommen. Es liege nur am guten Willen. Redner bespricht dann den Etat im einzelnen. Wozu seien für die Marine- ossiziere 34 Rellpferde vorgesehen. Hätten wir etwa eine reitende Gebirgsmarine. Mit dem selben Rechte könnten die Scheuerfrauen des Reichstages für sich Rell­pferde verlangen. Redner fragt dann nach dem Stande des Baltikumabenteuers und wie es mit dem Ver­fahren gegen den Admiral Scheer stehe, der mit der Erschießung von mehreren Marinemannschaftcn im Jahre 1917 einen Justizmord begangen habe. Zweifel­los seien die Akten heute nicht mehr vorhanden.

Es werden sodann eine Reihe von Etatsartikel ge­nehmigt.

Zu Arttkel 13 Sanitätswesen bemängelt Abg. Dr. Moses (U.) die zu große Zahl der Aerzte und Sanlläts- rnannschasten, die im merkwürdigen Gegensatz zu der Für- forge für die breite Masse stehe.

Reichswehrminister Geßler erwidert, alle Posi­tionen seien von der Reichsfinanzverwaltung nachgeprüll worden. Im übrigen vergesse der Vorredner, daß auch die Familienmitglieder der ärztlichen Fürsorge unter­stellt seien.

Ter Rest des tEats wird sodann genehmigt.

Es folgt der Etat des Auswärtigen Amte?.

Frau Abg. Wurm (U.) bekämpft die Hergabe von Reichsmittel für die Zentrale für den Heimat- dienst.

Abg. Dr. Cremer (D. Vpt.) schildert die Tätig­keit der Zentrale und weist nach, daß von den 35000 Mitgliedern allein 27 090 zur sozialdemokratischen Partei gehören. Genau so wenig wie die äußerste Linke sei auch die Rechte hierbei berüFfichtigt worden. Seine Partei habe sich während ihrer Regierungstätigkeit auf­richtig bemüht, hier eine wirklich objektive Amtsstelle zu schaffen. Leider sei oas Gegenteil erfolgt. Er sei auch überzeugt, daß ein Umbau wenig Aussicht habe.

*er e Franzosen oer leist wurden. Durch das rücksichtslose Vorgehen der französischen Sol- bttten kamen mehrere Frauen und.Kin- bet ums Leben. Die Franzosen nahmen nach

Vorfall 20 Bürger von Beuthen als Geiseln in

Der SnAeigenpreie beträgt für Me 9 gefp. Tolonelzeile oder deren Kaum 90 Psg. u. 10°|o Ausschlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende ober den Kaum über lI, Seite eins «hmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach bet Textspaltenbreite zu fetzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sonbetgebübt.

Die MiWdlnmn neuen die firieos- $et6reSet.

2% Zahre Gefängnis gegen Crufins beantragt.

Wb. Leipzig, 4. Juli. Im Prozeß Stenger C r u s i u s vor dem Reichsgericht wurde die Beweis­aufnahme geschlossen. Der Obereichsanwalt beantragte am Schlüsse eines anderthalbstündigen Plaidovers gegen den Major a. D. Crusius unter Zubilligung mildernder Umstände eine Gesamt­strafe von zweieinhalb Jahren Gefängnis.

Leipzig, 4. Juli. Im Prozeß Stenger- C ru sius führte der Ob e r re ich sa n w al t aus, er sei. fest davon überzeugt, daß S'.enger den Befehl, alle auf dem Schlachtfeld: Verwundeten zu erschießen, nicht gegeben habe. Gestützt werde diese Behauptung der Entente lediglich durch di- Aussagen des Ange­klagte» Crusius, dessen Behauptung als objektiv sillsch anznfehen sei. Cnisius gab am 21. August den an­geblichen Befehl weiter und wirkt: bei seiner Aus­führung mit. Rach seiner Auffassung war Crusius tatsächlich der Meinung, einen solchen Befehl von Stenger erhallen zu haben. Infolgedessen seien auch tatsächlich eine Anzahl Verwundete erschossen worden. Es möge empörend sein für das Rechtsgefnhl, daß Ueberschrcitungen auf deutscher Seite bestraft würden während diejenigen der Gegenseite ungesühnt blieben. Aber das gehörte vor das Forum Geschichte und

' sie in SberiWei.

t Oppeln, 4. Juli. Die interalliierte Kommission i(t mit, daß sich die polnischen Insurgenten am

3. Juli vorschriftsmäßig zurückge- r, z e n haben.

1 der verflossenen Nacht wiederholten sich in «rissen Zeitabschnitten diewildenSchießereien jj? dem Belagerungsringe. Es blieb lriiiglich bei Gcwehrfener. In Gleiwitz und in der näheren zingebung ist heute alles ruhig. Die Dörfer sind ^l/von Insurgenten frei, nur in Schönwalde ist noch fitfjt alles in Ordnung. Tort wurde in der letzten jjn'fjt ein Mitch wagen angehalten und beraubt. Auch siadenburg und Umgebung sind frei. Ter Zug- Mkehr OppelnGleiwitz ist wieder im Gange.

Der Eisenbahnverkehr.

Kattowitz, 4. Juli. Die Eisenbahndirektion tzilt mit: Der Eisenbahn verkehr ist am 2. gnli früh wieder ausgenommen worden. Die Vorbereitungen dazu waren in den letzten Tagen schon grossen worden. Insbesondere wurde die Strecke tziudrnüurgGleiwitz PeisretschamOppeln mehr- Kc'v befahren, um zu sehen, ob der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Verkehrs nicht verfrüht ist. Ein Kuer Fahrplan war schon lange fertig. Hiernach foitrue Freitag früh der erste Zug abfahren. Die Züge kamen ungefährdet durch und waren sämtlich stark ht Anspruch genommen. Es ist zu erwarten, daß die prste Reiselust noch mehrere Tage anhält. Als Aus- V-i? gilt die Legimationskarte. Sobald die Räumung des Gebietes von Kattowitz erfolgt ist, setzt auch der Zugverkehr von hier aus sofort ein. Die zur Zeit in Gleiwitz weilende Oberbetriebsleitung kehrt dann zvch Kattowitz zurück. Die zentrale Leitung'liegt dann «rder in der Eisenbahndirektion Kattowitz. Wie von ter Eisenbahndirektion Kattowitz mitgeteilt wird, wurde das gesamte Personal dahin n-ri"->^'gt, sich Montag Mr Wiederaufnahme des Dienstes bereitzuhalten, da Aussicht vorhanden ist, den Verkehr bereits am Montag ti vollem Umfange aufzunehmen.

Beuthen, 4°. Juli. Der aus Posen gebürtige Leiter der oberschlesischen Schmalspur- tabu, Beszinski, ist unter Mitnahme bereit- zestellter Lohngelder abgercist. Da in­folgedessen die Lohnzahlung nicht stattfinden konnte, legten die Angestellten der Schmalspurbahn in Roßberg die Arbeit nieder. In mchreren Orten des Kreises Kattowitz herrscht starker Mangel an Brotmehl. Auf die Karten wird vielfach nur die Hälfte der früheren Mehlmengen ausgegeben. Ein Laib Brot kostet 4 0 Mark.

Ratibor, 4. Juli. Der D-Zug Raribor Breslau , der gestern nachmittag hier abgegangen ist, mußte auf der Station Nensa wieder nmkehrcn, da er bei Summin von den Insurgenten beschossen Kurde. Ter gesamte Zugverkehr ist inzwischen wieder eingestellt worden.

Schwere Mißhandlungen.

- Kattowitz, 4. Juli. In Laurahütte, Friedens­hütte und Godullahütte lassen sich die Insurgenten neuerdings schwere Mißhandlungen gegen bie d rutschen Beamten zu Schulden kommen.

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Hin« ii« :eparlerf ker idlf.) )oiftr. 9

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Sie AuMrmg Des Ultimi«.

Rom, 4. Juli. (Stefani.) Das deutsche Zeppelin- lustschiffBodensee" das Italien'zugetcill ist, ist in Rom eingetroffen.

Das neue Steuerprogramm.

Wie dasB e r l. Tageblatt" erfährt, wird Reichskanzler morgen oder übermorgen nicht nur im Reichswirtschaftsrat, sondern auch vor dem Reichstag das neue Steuerprogramm der Rsichsregierung in einer großen Rede ent­wickeln.

LautV o s s i s ch e t Zeitung" sind die F i - nanzminister der Länder gestern in Ber­lin zu einer Beratung über das neue Steuerpro­gramm zusammengetreten. Sie haben, dem Blatte zufolge, der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß es notwendig fei, die kommenden Steuergesetze durch ein Rahmengesetz zu verbinden, um die Ab­lehnung einzelner Steuern durch wechselnde Mehr­heiten unmöglich zu machen.

Di« Reparationen.

London, 4. Juli. Walter Runeiman sagte in einer in Newcastle gehaltenen IRebe: Wir in Eng­land können nicht reich werden dadurch, daß wir Deutschland arm bleibey lassen. Ich möchte Deutsch­land wieder als aktiven Kunden unserer Produzenten eben und wünsche, manche Waren von Deutschland zu kaufen. Wir wollen nicht, daß wir bei Einkäufen von irgend einer Regierungsstelle oder durch, irgend ein Gesetz kontr"l'i"ri n?-r^,«n All der Unsinn, der jetzt über Reparationen gesprochen wird, wird noch lächerlicher, wenn die Regierung durch gesetzliche Be­stimmungen den Verkauf deutscher Güter und Waren zu verhindern wünscht, wodurch Deutschland allein die Reparationen leisten kann.

Die Aufhebung der Zollzwangsmatznahmen.

P a r i s, 4. Juli Z" d-m Verlangen des deutschen Reichskanzlers auf Aufhebung der Zoll - zwangImaßnahmen, meint derEclair": Die französische Regierung kann nicht zugeben, daß die Zahlung von lumpigen 10 Milliarden auf eine Schuldsumme von über 100 Milliarden genügen könnte, nm uns uneingeschränktes Vertrauen in den guten Willen Deutschlands zu geben, sodaß wir die Unter­pfänder aufgeben könnten. Es sind eben nicht viele, die uns allein für die Erfüllung einer so oft schon verstümmelten Forderung bürgen. Der französische S ta n d p u n k t bei der nächsten Sitzung des Obersten Rates wird llipp und klar folgender fein: Es kann keine Forderung bestehen ohne Unterpfänder. Welche Sicher­heiten bieten uns nun diejenigen unserer Verbündeten, die einer Aufhebung der augenblicklich in Kraft befind­lichen Zwangsmaßnahmen gegenüber freundlich ge- jinnt sind? Was uns anbelangt, so sind wir umso weniger gewillt, Sicherheiten ggen bloße Versprechun­gen aus der Hand zu geben, weil die Regierung Wirth nicht ohne große Schwierigkeiten ihre Stellung festigen kann und zweifellos nicht für ewige Zeiten am Ruder bleiben wird. Der Kanzler hat Beweise seines guten Willens geliefert. Wir sind übrigens recht bescheiden! Wissen wir aber, wer morgen sein Nachfolger sein wird."

TieOberhesstsche Zeilun " erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.75 Mk, durch bie Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sport-Z tg." 1 Mk. mehr. }« Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. * Derlag von Dr. E. Hitzeroth. Druck der llniv.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch, Tkarkt 21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai«.

nicht vor daS Forum der Reichsgerichts. Cmsius amchte sich der Anstiftung zur Tötung und der ver- üchteu Tötung schuldig. Sodann war es eine grobe Fcchrlässigkeit, den Befehl nicht auf seine Rechts­mäßigkeit nachzuprüfen. Was Crusius für die am 26. August vorgeworfenen Handlungen betrifft, so kann der Oberreichsanwalt gemäß dem ärztlichen Gut­achten nicht annehmen, daß Cmsius am 26. August zurechnungsfähig war. Er sei daher nur für die Handlungen am 21. August zu verurteilen. General Stenger betonte, er habe niemals das Völkerrecht ver­letzt und kein Verbrechen begangen. Er beanspmche eine Ehrenerklämng. Major Cmsius erklärte, daß er stets in gutem Glauben gchandelt habe und bitte für den Fall seiner Vemrteilung um die Zubilligung mildernder Umstände und Anrechnung der Unter- siichungshaft. Das Urteil wird am Mittwoch nach­mittag verkündet.

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