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1Ä1 Für ausfallend« Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignifie kein Ersatz. — Verlag von Dr. T. Hitzeroth. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch,
Markt 21/23 — Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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Berlin, 25. Juni. Dem deutschen Botschafter
zu gleicher Tauer bestraft.
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5$. atn.
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Die „Oberhesfische Zeituni ' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.
3?ie entscheidende Wendung in der Frage der Auflösung ift bekanntlich dadurch eingetreten, daß, »öb'/lnd der Friedensvertrag von Selbstschutz- »iganisationen nicht spricht, das Ultimatum vom 8. Mai d. I. in Verbindung mit der Pariser Note ecm 29. Januar Deutschland auch die Auflösung der Celbstschutforganisationen auferlegt und die Bestimmungen des Friedensvertrages in diesem für Deutschland ungünstigen Sinne interpretiert. Die Rrichsregierung mar durch die Annahme des Ultimatums gezwungen, auch ihrerseits diese von ihr früher bekämpfte Auslegung der Artikel 177 und 178 des Fricdensvertrages anzuwenden. Zuständig für die Auflösungsvcrfügung auf Grund der Artikel 177 mich 178 find nach dem Gesetz vom 22. März 1921 die Landesregierungen und wenn diese von der Auflösung absehen, die Reichsregierung. Die beteiligten Landesregierungen haben es zum Teil vorgezogen, die Verfügung der Reichsregierung zu überlassen, wollen jedoch selbstverständlich getreu der Verfassung und in Anerkennung der Zwangslage der Reichsregierung- dieser Verfügung Rech-
,ausgeführt werden. Diese Entscheidung konnte getroffen werden dadurch, daß die betreffenden alliierten Machte das Kursrisiko übernommen haben, daß mit den Zahlungen in deren Währung verbunden ist.
Die Wiederaufbaufrage.
wb. P a r i s, 25. Juni. Der .Lntranfigeant" glaubt über die Absichten des Ministers L o u ch e u r in der Frage des Wiederaufbaues der zerstörten Gebiete folgende Mitteilungen machen zu können: Die zerstörten Dewartements sollen in eine Anzahl von Abschnitten, zum Beispiel 10, eingeteilt werden. In jedem Gebiet soll eine ständige Kommission gewählt werden, deren Mitglieder allerdings auch aus den übrigen Teilen des betreffenden geschädigten Departements genommen werden könnten. Diesen Kommissionen würden sämtliche Bestellungen des Departements oder Abschnitts zugehen, sei es von Privatleuten, von Gewerkschaften, Vereinen oder von Genossenschaften. Von ihnen würden die Bestellungen unmittelbar an die in Deutschland arbeitende Spezialkommission für die französischen Bestellungen geleitet werden, die dem Wiederaufbauministerium angegliedert sei. Frankreich werde weder Maschinen noch Waren, sondern nur Material für den Wiederaufbau der zerstörten Städte und landwirtschaftlichen Gebiete verlangen. Deutscherseits würden die Bestellungen an diejenigen Lieferanten weitergegeben werden, m.e | die vorteilhaftesten Angebote machen. Dann schicke Deutschland die bestellten Materialien unmittelbar I an die betreffenden Abschnitte, wo der Wiederauf- I bau durch französische Arbeiter erfolgen solle. Die Lieferung der 5000 Holzhäuser sei jedoch eine Sache für sich. Die Einzelheiten in dieser Angelegenheit I seien noch nicht festgesetzt, doch hätten die beiden 64= I teiligten Regierungen den Plan in feiner Eesamt- i heit als undurchführbar anerkannt.
wb. Paris, 25. Juni. Die Reparations- lommijssion beschloß, die auf Reparationskonto abzuliefernde Kohleumenge für den Monat Juli 1921 auf 2 200 000 Tonnen festzusetzen. Es ist dies die gleiche Menge, die von der Kommission bereits für die Monate vorher festzefetzt war.
Aenderuug der Zahluugsoerfahrrus.
wb. Paris, 25. Juni. Die Reparations- kommissio» veröffentlicht folgendes offizielles Kommunique: Um Störungen des Wechselmarktes ja vermeide«, hat die Reparationskommission be- 'Ltzloss«, versuchsweise für den Monat Juni zu ge- ftsttea, daß die deutschen Zahlungen nicht
Berlin, 25. Juni. Der „Lokalanzeiger" der- öfsentlicht einen Geheimbericht de- General Lerond au die französische Mission in Berlin. Wie tzoS Stott behauptet, erhielt d den Bericht auf einem Wege, der es chm gestattetes die Authentizität de» Schriftstückes nachznprüfen. Der Bericht ist diktiert von hysterischer Angst vor Deutschland. Lerond fürchteh daß bet Selbstschutz« Oberschlesien immer stärker wird. Er fasrtt von einer engen Verbindung zwischen dem
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Italien. 1
Erklärungen Sforza».
Rom, 25. Juni. In der Kammer erklärte der Minister des Aeußern Graf Sforza, er nehme mit Genuotuung von der Regelung des Reparations -1 vroblemS Kenntnis. Die Entschließung der deutschen Regierung, den Zahlungsplan zur Ausführung zu brin-1 gen, die Entwaffnung und die Aburteilung der KriegSbeschuldigten vorzunehmen, sei der größte Fottschritt, der fest der Unterzeichnung des Frie-1 densvertrageS auf dem Wege zur Befreiung Europas er- zielt worden sei. Di« gegenwärtige deutsche Regierung I habe die feste totale Absicht bekundet, ihre Verpstichttingen zu erfüllen. Deutschland, ober vielmehr der bessere Teil deS Landes hab« anerkannt, daß er durch die Entfer- I nung der Gründe für den Argwohn und der Zwistigkeiten an seiner vollen wirtschaftlichen mtb moralischen Wieder- I aufrief)tung arbeite, was Italien mst herzlicher Gesinnung I unterstützen werde. Graf Sforza fuhr fort: Nicht der I deutschen Regierung, deren gegenwärtiges Verhalten durch-1 aus korrekt sei, wohl aber den Deutschen des einen oder anberen der Länder, die mit Dille von Verbänden mit mehr oder weniger ausgesprochenen Zielen ihre Blicke auf unsere geheiligte Alpengrenze zu richten wagen, wollen wir sagen, daß unsere Mitbürger deutscher oder slawischer Abstammung durch uns die Freiheit haben werben, wodurch uns jedoch nur bie größere Verpflichtung auferlegt ttrirb. oie außerhalb gesponnenen Ränke nicht zuzulassen. Graf Sforza berührte dann das ober» schlesischc Problem und erllärte, er zweifle nicht daran, daß man ein. befriedigende Regelung finden werde. Indem er hervorhob, daß die Bevölkerung der strittigen Zone Gewalt anwandte, um einen tatsächlichen Zustand zn schaffen, der auf die Alliierten von Einfluß sein sollte, betonte er, daß ttalienische Soldaten die ersten Opfer waren. Indem sie ihrer Pflicht in vollem Umfange gerecht wurden, brachten sie weit größere Blutopfer als die Soldaten der anderen Alliierten. Die polnische Regie- 1 rnug machte einen scharfen Unterschied zwischen ihrer Verantwortkichkett und bet der Insurgenten. ES wäre jedoch wünschenswert gewesen, wenn sie auch in ihrem eigenen Interesse von vornherein eine Haltung eingenommen hätte, die geeignet war, jede ZweLeuttgkeÜ anSzn- ichalten. Gräf Sforza betonte dann, daß in der italienische» Kammer früher noch als in frgenb einem anderen Parlament von Sonnino die Notweitoigkeit vev- SSnbet wurde, Polen unabhängig zn machen. Die polnischen Flüchtlinge hätten stets in Italien ein gesichertes brüderliches Asyl gefunden .fr-gar schon zn bet Zeit, all der Zarismus noch in voller Blüte stand. Jetzt könne Jttrlien Polen freimütig erklären, daß, wen» Polen go- ixihen wolle, t* überall den Frieden wünschen müsse. DaS obettchlcsische gfobtem jej ein Pvsbtew der KewMiMh
für alle. Die Abstimmung habe ihren Ursprung im Verttage von Versailles. Sir müsse in den Grenze« deS Vertrages geregelt werden, ohne daß Gewalt, von welcher Seite es auch immer sei, zur Aravendung kommen.
Die Rede des ersten südtirolischen Abgeordnete« in der Kammer.
Die Rede, dir Abg. Dr. v. Walt her namens der Deutschsüdttroler Abgeordneten-in der italienische» Sammer hielt, hat folgenden Wottlaut:
Sehr geehrte Herren!
Mit dem Eintritte der deutichen Abgeordneten, in» römische Parlament müssen Sie den Gebrauch ihrer Muttersprache als ihr natürliches Recht betrachten und dies schon äus dem Grunde, weil die Nichtkenntnis der italienischen Sprache teilten Bürger von der Möglichkeit der Uebernahme eines Abgeordneteumandats auSschließcn darf. Da Italien bislang keine deutschen Gebiete in seinen Grenzen einschloß, fehlt in der italienischen Gesetz- acbung die förmliche Anerkennung dieses unseres Rechtes. Gewohnt. unser Verhalten solange als möglich streng den G;seken anzupassen, behalten wir uns vor, dem Parla- frMLntc einen Antrag zu unterbreiten, welcher der heutigen j Lage Rechnung trägt, und wir vertrauen darauf, daß die Kammer, getreu ihren liberalen Ueberliefcrungen, uns dieses Recht nicht verweigern wird.
I Sehr geehrte Herren! Wir können die freudige Begrüßung, welche an die Abgeordneten der neuen Provinzen I gerichtet wurde, als deutsche Vertreter Südtirols nicht aus I uns beziehen, denn Sie, meine .frerrett, wissen, daß wir I uns Ihrer Freude nicht anschließen können.
Seit dem Bestehen Neu-Italiens ist es bas erstemal, I haß sich unter Ihnen Abgeordnete befinden, welche in 1 ihrem Eintritt ins römische Parlament nicht die Krönung ihres Sehnens erblicken können, sondern damit nur I einer schweren Pflicht genügen müssen. Es ist das I erstemal, daß Italien nicht als Befreier von Brüdern, I sondern als Erolvrer eines ihm fremden Volles seine
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Die M»Im «Oer SeiOiiW- oromWimn.
wb. Berlin, 25. Juni. (Amtlich.) Am 31. 5. tz I. hat, wie bekanntgegeben, die Reichsregierung her interalliierten MilitärkontrollkornrnWon die
bis zu diesem Zeitpunkt geforderte Liste der ,uf zu lösenden Selbstschutz-Organi- ja r i o n e n überreicht. Mit Rückfii^ auf den am 88. Juni bevorstehenden Ablauf der im Ultimatum für die Auflösung gesetzten Frist hat die Reichs-^ regierung nunmehr die formellen Bekanntmachun- j gen über die Auflösung der Einwohnerwehren in Bernern, der Orts- und Erenzwehren in Ostpreußen und oer Organisationen Escherich erlassen. Von der amtlichen Veröffentlichung dieser Bekanntmachun-
Die sMiM-MMe AergemWm DOetfrleflens.
Eine Mote der Botschafterkonferenz Wer Geiseln.
Grenzen ausgedehnt hat.
Sehr geehrte Herren! Wir sind nicht hierher gekommen, um unnütze Klagen zu erheben oder der Welt das Schauspiel von lärmenden Kundgebungen zu bieten, sonder« um unserer übernommenen Ausgabe gerecht zu werden, nämlich um zu arbeiten. Wir sind überzeugt, daß nut diese gemeinsame Arbeit uns auf jenem Wege vorwärts bringt, der allmählich zu einer solchen öfientlichen Auffassung der Dinge führt, die allein unserem Heimatlande den Schutz seiner heiligen Rechte und eine ruhige inner« Fortentwicklung gewährleistet.
Meine Herren! Wir sind keine „Unerlösten", in dem diesem Worte gemeiniglich beigelegten Sinne, nämlich Leute, die ihre Erlösung durch auswärtige Mächte an« streben, sondern, falls Italien uns hören will, werden wir uns mit allen unseren Wünschen und Ansprüchen ausschließlich an die italienische Nation wenden. Wir halten es jedoch für unsere Pflicht, hier kein Mißverständnis anfkomme« zu lassen, sonder« vielmehr jetzt und für all« Zukunft mit voller Aufrichtigkeit unser Denken zu offenbaren. Daher sind wir bei Beginn unserer verfassungs- mäßigen Tätigkeit verpslichtet, im Namen unseres Volke« unsere grundsätzliche Stellungnahme in folgender Erklärung zu kennzeichnen:
„Die in das römische Parlament entsendeten gesetzliche« I Vertreter Südtirols haben die Ehre, der hohen Kämmet folgende Erklärung zu unterbreiten:
j Bei der Einleitung der Friedensverhandlnngcn, welche den Weltkrieg znm Afschluß bringen sollten, wurde d«S nationale Selbstbestimmungs recht aller Völker als Grundrecht der neuen Weltordnung ausgestellt.
Dem Tiroler Volke, «velches bereits im Lause deS 13. Jahrhunderts sich allmählich zn einer staatsrechtlichen Einheit zusammeuschloß, die später im Bestände der „Gefürsteten Grafschaft Tirol" ihren Ausdruck fand, wurde sein nationale- Selbstbestimmungsrecht verweigert.
Die Vertreter Südtirols haben ohne Rücksicht auf Par- teiuntetschiede sofort bei Einleitung der Fricdensverhand» lungen die laute Forderung auf die ungeteilte Erhaltung
I Tirols erhoben und auch an die in St. Germai« ver- 1 sammelte« Machte die heiße Bitte gerichtet, ihr Vaterland I Tirol nicht zu zerreißen.
Da» Königreich Italien hat keinerlei historische oder I nationale Rechtstitel auf Südtirol gellend gemacht, sonder« ausschließlich nur unter Berufung auf geographisch natur-
I lich- Grenzzüge und daran» sich ergebenden strategische« I Notwendigkette« die Annexion Südtirols verlangt und I erhalte«.
I Da geographische Linie« aber für den Verlauf vo» I Staatsgrenze« durchaus nicht eine allgemeine Gültig kett I haben, der Brenner überhaupt «och niemals im Lause der 'Geschichte eine Staat?- oder LandeSgtenze bildete unb
I jedenfalls geographische Formationen niemals eine« I RechtStitef für eine Volkszetreißung bilde« tönnen, — strategische Erfordernisse aber in anderer Form zu besriedl-
I gen möglich gewesen wäre —, so kam« Südtirol in der Vorenthaltung feines Selbstbesttmmungsrtchte» für immer
I nut eine» Akt der Unterdrückung erblicke«, gegen welche ei l im Augenblick« bet Entsendung feinet Vertreter in» römische Parlament feine förmliche RechtSverwahmng eine »«bringen verpflichtet ist."
Meine Herren! Wir Tiroler kennen btt Pflichten, bte sich für uns aus der heutigen Sage ergeben. Andererseits werben wir aber niemals aus das Recht verzichte«, uns an das italienische Voll zu wenden, dem bet nationale Gv- danke stets ein Gesetz war, mtb von ihm zu fordern, baß ei unsere nationale Freiheit wiederher stelle.
Hohes Hau»! In der Adresse, die gegenwärtig zur Beratung steht, fthll jeder Hinweis auf unsere besondere I Sage; hinsichtlich der neuen Provinzen witt) darin «nr von I Volksstämmen gesprochen, welche sich fr» Schoße bei 1 italuHÜ^a Farnüte wiedergesunde« hätten *• dev»
Marburg MM, Ni 27. 3uni BrachMomv
Selbstschutz und der Orgcsch. Ter Bericht fährt dann fort: „Korfanth verliert dagegen täglich mehr an Popularität unb wird nächstens gezwungen sei«, Oberschlesien zu räumen, wenn wir nicht sofott alle strategischen Punkte eiunehmen, em dadurch den deutschen Vorstoß aufzuhatten und so Korfanth im Lande zu behalte». Wit hoben infolgedessen mit allen andere« Vertretern der Entente folgendes beschlossen: L Kov- fanty kann auf dem Gebiet, das er besetzte, seine Organisation fottführen und vermehren zum Schutze der polnischen Einwohner. Wit forbern vo» Kor- faniy, daß er unseren Geheimbefehle» unbedingte» Gehorsam zM. 2. Tte Truppender All irrten «Mkv zu einer geschlossenen .Gruppe zusammengezogeu
werden und die spezielle Aufgabe erhalten, weitere I deutsche Votberettungen und Vorstöße, sowie die Be- I etzung strategischer Punkte, ebenso die Betein'.gitng I )tt deutschen Abteilungen zu einer Front zu ver- yindern. 3. Unsere Truppen müssen so aufgestellt und verstärkt werden, daß wir jeden Augenblick bereit I eilt können, die deutschen Tnchpen zu entwaffnen unb ihre Munition zu beschlagnahmen, falls sie nicht auf den ersten Befchl von uns die Waffen ausliefern.
Der Säubetungeplan.
wb. Verlin, 25. Juni. Wie aus Oberschlesien rnitgeteilt wird, stimmte die interalliierte Kommis-1 ion dem Säuberungsplan des Generals Höfer zu. I Ueber einzelne Punkte besteht noch Unklarheit, so I über die Kontrolle des polnischen Rückzuges und darüber, ob der deutsche Selbstschutz, wenn die Polen den Rückzug nicht durchführen, die Stellung wieder besetzen soll. Heute nachmittag tritt der Zwölferausschuh nochmals zusammen unb wird sich nochmals mit der Angelegenheit befassen.
Eine, andere Meldung aus Oppeln meldet: Der von General H S s e r entworfrne R ä u m u n g s p 1 a n ist von der interalliierten Kommission mit geringfügigen Aendenmgen bewilligt worden. Die Jnfnr- genten haben sich gefügt. Sie haben die Verpflichtung I übernommen, am 28. Juni mit der Räumung zn beginnen. Erst wenn mit der Räumung Hindenburgs der Beweis erbracht ist, daß die ernstliche Absicht besteht, auch das Industriegebiet frei zu machen, werden sich dir deutschen Selbstschutzorganisationcn zucück- ziehen. Von hier aus werden sie, je nach dem Fortgänge der polnischen Räumungsaktion, die am 5. Juli beendet sein muß, ihren Bestand auflösen.
Eelderpressungen.
wb. Hindenburg, 25, Juni. - Nachdem die Versuche der hiesigen Aufstandsbehörden, durch Steuern Geld aufzutreiben, fehlschl: gen. versuchen sie aus andere Weise der Ebbe ihrer Kasse abzuhelfen. So wurde der Hindenburger Kaufmannschaft aufgetragen, bis Sonntag ein- hal^ Million Mark als Darlehen einzuzahlen. Die Fleischerinnung sollte gleicherweise eine Viertel Million, die Bäckerinnung 200 000 J*. und die East- wirteinnung 100 000 Jt einzahlen. Der Kreiskontrolleur erteilte dem polnischen Kommandanten den Befehl, dafür zu sorgen, daß die Einzahlung der Gelder unterblekbe.
Der Anzeigenpreis beträgt für bte 9 geh). Colonelzetle ober beten Raum 90 Pfg. «• 10°|o AuMlag, amtliche unb auswärtige 1.20 Mk. Ander« Spaltenbreiten nach entwreckender Berechnung. Spät einlaufende ober den Raum über ft, Sette etn- nehmenbe Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Textipaltenbreite »« letzen und in berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt ailt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstell« und Sermtttlung der B Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.
gen an, bic am Montag im Reichsgesetzblatt erfolgt, finv Vie Organisationen aufgelöst. Ihre Eintragung im Register ist von Amtswegen zu löschen. Die Be- ' leiligung an ausgelösten Organisationen ist strafbar
Amüiches BeMndigungsbtatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (bas früher kurhessifche) Oberhessen
3. Tel.
ev nd Ite
lüft, etreigant
»ung tragen. •
Die Reichsregierung richtet an alle Beteiligten
ch t Vuf1 L " e\e ^Zwan"?iage^in™dieI rn Paris wurde Agende von Combo« gezeichnete ^gebens Notwendigkeit ^int vatkrländis chen Note der' . 9iftc
Interesse zu fügen Die Botschafterkonferenz erhielt vv« der Liste
Jntereiie zu fugen. deutscher Geiseln Kenntms, die von den Jn-
B erl in. 25. Juni. Die Bt^untmachun - isurgenten in Oberschlesien sestgenommen und nach tzen d es k-r'ei'chskanzlers über die AuflSsung worden sei« sollen. Di« Boischaster-
de r Selbstschutzorganifattonen habe» fol- ^^renz nmtbe in ihrer Note vom 9. Juni bei der tzen'ocn Wortlaut: ! polnischen Regierung vorstellig nm bte Freilassung
1. Aus Grund des § 1 be» Gesetzes zur Durch-1 willküttichfestgenommen Personen zu erwirken. Die sShruug der Artikel 177 unb 178 deS Friedensvertrages I Inferenz hat bte Pflicht, bte Aufmerksamkeit der vom 22, März 1921 werden im Verfolg deS Ulti- I ätschen Regierung auf die Persönlichkeiten zu lenken, matums der alliierten Regierungen vom 5. Mai 1921 I Konferenz al» in verschiedenen Lagern Deutsch- bie in der Provinz Ostpreußen noch bestehenden Ort»- Iattl>3 interniert gemeldet sind und die in der bei- und Grcnzwch re» für ausgelöst erNSrt. Alle Personen, I gefügten Liste namentlich aufgeführt werden. Ich dir sich an' einer der aufgelösten Organisationen als I pje Ehre, Sie turnen» der Botschafterkonferenz Mitglieder beteiligen, werden mit Geldstrafe bi» zu I Bitten, bei Ihrer Regierung dahin vorstellig zu 50000 Maik oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten I tverden, daß diese alles unternimmt, um die AuS- rber mit Festung bis zur gleichen Dauer bestraft. I liefernng der Geis«ln sicherzustellen. Eine der-
2. Auf föiuitb des 8 1 des Gesetzes zur Durch-1 artjge Maßnahme entspricht den elementarsten Regeln sühruno der Artikel 177 und 178 des FriedenSvettrages I Gerechtigkett und trägt daW bet, dir Beruhigung vom 22, März 1921 werden im Verfolg des Ulti-1 ^beizuführen, bte die deutsche Regierung sicherlich matums der alliierten Regierungen vom 5. Mai 1921
hiermit die Organisationen Escherich innerhalb be» I Der Note sind zwei Anlagen beigefügt unb zwar deutschen Reiches für aufgelöst erklärt. Personen, die 1 Liste bet in Deutschland internierten Personen, sich an einer der aufgelösten Organisationen als Mit-1 73 Namen enthält; eine weitere Liste entbätt die
glieder beteiligen, werden mit Geldstrafe bi» zu 509001 gZamen WB 44 Personen, bte au» Polen stammen, Mark oder mit Gefängnis bis yt drei Monaten ober | ^ten Wohnsitz in Oberschlefien haben und sämtlich mit Festung bis zur gleiche» Dauer bestraft. I Tottbu» interniert sein solle».
3. Aus Grund des 8 1 des Gesetze» zur Durch- Betonte — »earuökfcke
führung der Artikel 177 und 178 be» Frieden-vetttage- Sranz-fifiye
dom 22. März 1921 werden im Verfolg bei Utti-I llnparteirschkeit.
mainmö der alliierten Regierungen vom 5. Mai 1921 bit Euiwohiterwehren be» Reichsstaate» Bayern für aufgelöst erflärt. Personen, die sich an einer ber aufgelösten Organisationen al» Mitglied« beteilige», werden mit Geldstrafe bis zu 50000 Mark ob« mit Gefängnis bis zu drei Monate« oder mit Festung bis