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DieOberhesilsche Zeitun ' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

4.75 Mk durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Spori-Zig." 1 Mk. mehr.

ti# 11g Für ausfallend« Nummern infolge Streiks Verlag von Dr. T. Hitzeroth. Druck der

oder elementarer Ereignisse kein Ersatz.

Druck der llniv.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch,

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Erstes Blatt.

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seltenen tzrNärungen Vriands. Aufrechterhaltung der

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tob. Paris, 24. Juni. Der Sonderberichterstatter des.P o p u l a i r e C a u s y" schreibt, die deutsche» Arbeiter in Oberschlesien fragten sich mit Schrecken, ob die Wohltat der deutschen "Gesetze ibneii durch die Vereinigung mit den Polen werde erhalte« bleiben. Diese deutschen Gesetze seien die Kranken-, Unfall-, Invaliden- und Altersversicherung, die Ar* bettsloseuunterstützung, der Achtstundentag, der Frauen* und Kinderschutz, die Arbeitstnsvektiou, dir namentlich in den Bergtoerken außerordentlich gut organisiert sei, und schließlich die Vertretung der Arbeiter im Reichs* toirtschaftsrat. In Polen existierten meistens diese Gesetze nicht und ihre Einführung fei bis letzt nicht vorgesehen. Der polnische Reichstag habe wohl ein

d aus t sich, i In* nardo w.siert e fick, ht zu Sebitrt : Zu* c und g er* evollc

Markt 21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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stütznng des polnischen Auffiandes in Oberschlesien durch Dienststellen und Angehörige der Armee. Sie ersucht dringend, daß die alliierten Re­gierungen die endgültige Sperrung der oberschlesisch­polnischen Grenze sicher stellen und den Uebertritt polnischer Soldaten und Truppenteilen sowie dem Nach­schub über die Grenze ein Ende zu bereiten. Sie er­wartet, daß seitens der alliierten Regierungen der pol­nischen Regierung nachbrücklich und wirksam jede "Unterstützung des Aufstandes in Oberschlesien unter­sagt wird.

Italienisch-polnischer Zusammenstoß.

O p p e l n, 24. Juni. Nach hier vorliegenden Mel­dungen hat sich südlich Kosel in der Nähe von Klein- Nensa ein heftiger Zusammenstoß zwischen italienischen Truppen und polnische« Insurgenten ereignet. Einzelheiten fehlen noch. In Rybnik ist eine Kompagnie polnischer Pioniere zu Aufräumungsarbeiten eingetrofsen. Die von den Polen aus Anlaß der Munitionsexplosion verhafteten Deut­schen mußten sreigelassen werben, da selbst die In­surgenten sich von der völligen Schuldlosigkeit der Verhafteten überzeugt haben.

Polnische Truppenansammlunge«.

Ka! owitz, 24. Juni. Es ist fett längerer Zeit bekannt, daß die Polen an der polnischen Grenze starke Truppenmassen angesammelt haben, um sie nn gegebenen Augenblick in Oberschlesien zu verwenden. Bisher sind die beim Aufruhr in Oberschlesien ver­wendeten Kongreßpolen und Posener Polen an der Grenze in Zivil umgekleidet und ans diese Weift zu Oberschlesier^ gemacht worden, wodurch man die . spontane Erhebung" herbeiführte. Auf alle Fälle aber sind auch die nötigen militärischen Vorkehrungen für den Fall getroffen worden, daß Polen offiziell mit Waffengewalt in Oberschlesien angreifen könne.

Von durchaus zuverlässiger Seite liegen genau« Angaben über die polnische Truppenansammlungen an der Grenze vor. Hier werden die einzelnen Truppen­körper jenseits der Grenze namentlich aufgeführt. i

Sanktionen.

> Paris, 24. Juni. Ministerpräsident Briand gab mte im Kammerausschuß für auswärtige Angelegen-

Verfchleppungen.

tob. L a u r a h ü 11 e, 24. Juni. Die Aufständischen kamen in den Besitz der Mitgliederlisten der deutschen Gewerkschaften. Sie verhafteten dieser Tage etwa zwanzig Mitglieder dieser Gewerk­schaften und verschleppten sie: auch Mißhand­lungen sind dabei vorgckommen.

Beleidigung deutscher Postbeamten.

tob. Beuthen, 24. Juni. Nachdem seit drei Tagen der P o st v e r k e h r mittels Ententezuges behelfs­mäßig wieder ausgenommen ist, waren bereits am dritten Tage der provisorischen Wiederaufnahme die deuschen Postbeamen schweren tätlichen Beleidt- giingen durch die Polen ausgesetzt. Die Insur­genten, die auf dem Beuthener Bahnhof das Regiment führen, versuchten, den deutschen Postbeamten die deut­

schen Kokarden von Heu Mützen gbzureitzen. 1 BMtftsn leisteten Widkrstanö. 5>un$ Vermittelung Postdirektors gelang es, beit Vorfall beizulegen.

Freilassungen Internierter.

tob. Oppeln, 24. Juni. Am 22. Juni fand

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Marburg 5omM, leit 25. M Brachmond

ItMkk Seit*

Sitzung vorn 24. Juni, nachm. 1 Uhr.

und 10 764, Kreuzburg 43 484 und 1783, Leobschütz 65 176 und 257, Lublinitz 15 473 und 13 679, Ober- glogau 33 030 und 4423, Oppeln 76 986 und 25 833, Pleß 18 675 und 53 371, RatHor 79 343 und 20 755, Rosenberg 23 857 und 11150, Rybnik 27 919 und 52 367, Tarnowitz 17 076 und 27 513, zusammen Deutsche 709 378, Polen 479 747. Nach der amt­lichen Feststellung der Interalliierten Kommisston haben im gesamten Abstimmungsgebiet 691, also 45 v. H. Gemeinden, eine polnische Mehrheit, 845, also 55 v. H. Gemeinden eine deutsche Mehrheit.

In drei Wahlkreisen, nämlich in Kreuzberg, Leobschütz und Oberglogau gibt es nach der amt-, lichen Feststellung überhaupt keine Gemeinde mit polnischer Mehrheit, während es keinen Kreis gibt, in dem nicht auch Gemeinden mit deutschen Mehr­heiten vorhanden sind. Selbst in den Kreisen, die die größte Prozentzahl polnischer Stimmen auf­gebracht haben, nämlich Meß und Rybnik, gibt es eine ganze Reihe von Gemeinden mit deutscher Mehrheit. Im ganzen Abstimmungsgebiet ist eine einzige Stadt mit volnischer Mehrheit, nämlich Alt- berun im Kreise Pleß, wo 1072 polnische und 250 deutsche Stimmen abgegeben worden stnd. Rein deutsche Gemeinden, in denen keine polnischen Stim­men abgegeben worden stnd, gibt es im ganzen 89, nämlich 15 im Kreis Oberglogau, 23 im Kreis Kreuzburg, 41 im Kreis Leobschütz, 8 im Kreis Opveln und ie eine in den Kreisen Ratibor und Rosenberg. Rein polnische Gemeinden, d. h. solche^ in denen überhaupt keine deutschen Stimmen ab­gegeben worden sind, gibt es im ganzen Abstim­mungsgebiet überhaupt nicht. Wie man das Ab- stimmungseraebnis auch betrachtet, die deutsche Mehrheit (6Q v. H. gegen 40 v. H. der Stimmen unb 55 v. H. gegen 45 v. H. der Gemeinden) ist ue- ^estreitbar und so groß, daß die rechtliche Begrün­dung der deutschen Forderung, ganz Oberschlesien bei Deutschland zu belasten, nicht angezweifelt wer­den kann.

Eingabe des Bundes der oberschlesischen Beamten­schaft an die I. A. K.

Kattowitz, 23. Juni. Der Bund der oberschle- 'sichen Beamtenschaft richtete am 16. Juni an die Interalliierte Kmtxmission folgende Eingabe:

Die im Runde der oberschsisisch-n Beamtenschaft organisierte Beamtenschaft stellte sich am Tage der Berwattungsübernabme Oberschlesiens am 11. Febr. 1920 in den Dienst der I. K. und arbeitet seitdem nach bereit Anweisung in loyaler, treuer Pflickter- ft'llvng: dafür wurde die Wahrung von Gesetz, 'Freiheit und Gerechtigkeit in einer feier­lichen Bekanntmachung vom 11. Februar 1920 ver­sprochen. Seit dem 3. Mai befindet sich die ober­schlesische Beamtenschaft des A u f r u h r g e 6 i e t e >? in einer unbeschreiblichen Lage. Tie Ve- amten des unter dem unmittelbaren Befehl der I K. stehenden Landjägerei sind ans ihren Dienstorten vertrieben und viele bedroht, verschleppt, mißhandelt oder ermordet worden. Di: Beamten der ebenfalls unmittelbar der I. K. unterstellten SpezialPolizei stehen gleichzeitig unter dem Kommando der polnischen Gen­darmerie der I. K., beispielsweise in den Gemeinden Laurahütte und Schoppinitz des Landkreises Katlo- mitz. Die Beamten müssen, soweit sie nicht geflüchtet oder vertrieben sind, nachdem sie das polnische Treu gelöknis haben unterschreiben müssen, Dienste unter der Gewalt des polnischen Platzkommandanten und her scgenannten Feldgendarmerie der Insurgenten, per- sÄerr. Die Beamten brr Eisenbahn werben durch schwere Peinigungen und Waffengewalt gezwungen, im Eisenbahnbetriebe den Aufrührern Dienste zu leisten und dabei auch für den Transport von Munition und Waffen tätig zu sein, also den Aufruhr geradezu zu unterstützen. Biele Lehrer wurden vertrieben und mißhandelt oder werden für abgesetzt erklärt, wenn sie sich nicht den. Weisungen fügen, Sie die polnischen Landräte unter Ueberschreitnng der von der inter- alliierten Kommission ihnen übertragenen Befuguisie erlassen. Die Versicherungen über Schonung des Lebens haben sich, wie bei den früheren Aufständen, vielfach als leere Phrasen erwiesen. Ten Be "amten des Gerichts, der P o st, bet' Finanzen und der unmittelbaren Staatsverwaltung ist die Ausübung ihrer Amtsbesugnisse fast gänzlich un­möglich gemacht worden. Die Ko m m u n a l b e a m - t e n sind zwangsweise der von den Insurgenten ge* schasienen Obersten Zivilverwaltung unterstellt, müssen Unterlagen für R ekru t ie r u n g s st a m m ro llen beschaffen oder solche Stammrollen ausstellen und werben baburch zu laubesverräterischen Handlungen genötigt: jetzt sotten sie sogar bei der Steuerver­anlagung im Interesse der Insurgenten mitwirken. Wilde Kreisausschüsse setzen sich an die Stelle der rechtmäßigen. Die Kreisbeiräte maßen sich unter Ueber'chreiiung der ihnen von der I. K. übertragenen Befugnisse die Amtstätigkeit der Landräte an und erlassen eigenmächtig Verfügungen und Anweisungen an die Landgemeinde!! nnd Gutsbesitzer. Tie Postbr*

Gesetz zu Gunsten der Unabhängigkeit Schlesiens, dem­zufolge die/Pensionsberechtigten ihre Bezüge behalten sollten, angenommen; von anderen Arbeitergefetzen teilte Rede. Korfanty erklärte dem Bericht-

Me WzöW-MW LmmMm . MWtiis.

Die deutliche Sprache der Abstimmung.

[ Berlin, 23. Juni. DasJournal Osficiel de kute Silefia", das amtliche Organ der Inter- piterten tzommisfion in Oberschlesien, veröffent- J3t die amtlichen Abstimmungszahlen. Danach be- raen die Stimmen der Deutschen und Polen im kreise Beuthen 74 565 und 73 122, Kosel 36 274 und F280, Gleiwitz 52 353 und 36 396, Eroß-Strehlitz M15 und 23 036, Hindenburg 45 192 und 43 261, Miowitz 75 666 und 70 019, Königshütte 31864

tT i ®ftt Erklärungen über die Sanktionen ab. Der Erkennt'^ önisterpräsident soll von der Notwendigkeit gesprochen lt. Sehr *kn' bk Sanktionen, die ergriffen worden seien, uni mufi»i rntschland zu zwingen, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

rächtigen Äiwäche seitens der Entente laufe auch Gefahr, die , -äitsparteien wieder ans Ruder zu bringen, was einer

von ihm: üfrechtzuerhalten. Das Kabinett Wirth stütze sich sunderisi- Mt auf aufrichtige pazifistische Elemente, aber jede

Vorlage über das Reichsnotopfer. Erklärung Dr. Wirths.

Dem Reichstag lagen beute eine ganze Steife von Anfragen vor. Aus eine Anfrage wegen Mißhand­lung deutscher Angehöriger durch f ran*

fische .O fixiere In Obfrschsesien wirb tegtefittig?' >eitig edüibert, daß der Tatbestand zutrcsie, daß die Regierung Verwahrung eingelegt habe, und besonder? krasse Fälle auf den Tisch beS Hauses kämen.

Auf fine Anfrage wegen ber Mißhanblung Deutscher in Ostrowo erklärt bie Regierung, bie Vorgänge seien ber Regierung bekannt. Tie polnische Regierung tteffr bie Verantwortung, nichts gegen die Ausschreitungen und bereit Verhinderung unternommen zu haben. Von der Regierung seien Vorstellungen er­hoben worben, damit sich derartige Fälle nicht wieder­holten.

Das Gesetz über den Uebergang ber Wasser­straßen auf bas Reich geht an den Volkswirtschaft- lichen uAsschnß.

Das Gesetz über die LSchstzeitdauer bei Kohlen st euergsetzes wird in der Ausschußfassung angenommen.

Die Entschließuua auf sofortige Sozialisiernng des Bergbaues erfordert Abstimmung. Gegen die Entschließung stimmen 122 und für dieselbe 39 Ab* geordnete. Tas Hans .ist somit beschlußunfähig.

Die Schlußabsiimmung des Gesetzes über bte Staats* Berichte wirb ausgesetzt, bann solgt bie Vorlage über bas Re ich s n o t o p f e r

Rach längerer Debatte, in bie auch ber Reichs­kanzler c-ügreift, um bie sozialen Vorteile ber Vorlage zu beleuchten, wirb bieselbe fast einstimmig angenommen.

Der Reichskanzler, Finau',Minister Dr. Wirth führte ans: Ich habe nicht bte Absicht in eine längere Steuer« bebattc einzutreten. Ich hätte nicht geglaubt, daß gerate: die Verabschiedung des Notopfers Anlaß zu einer derart weitausgedehnten Debatte bieten könnte. Ich habe gehört, baß bezüglich dieses Gesetzes eine weitgehende Verstän­digung mmtu den Parteien bei Hauses stattgesunden hat

ange befindlichen Verhandlungen zu ber Hoffnung, daß sn zu einer günstigen und an sich Frankreich ent* rechenden Ansicht gelange. Narb seiner Ansicht kann r Zusammentritt des Obersten Rates noch nicht be* immt werden.

Neue Wiederanfbaubefprechungen.

wb. P a r i s , 24. Juni. Wie derPetitBa - isie n" mitteilt, werden in ber kommenden Woche

Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 aesp. Tolonelzeile oder deren Raum 90 Pfg. u. 10 «L Aufschlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über */. Sette ein­nehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Tertspaltenbreite ,u setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mtt 3.00 Mk. Jeder Rabatt eilt al» Barradatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Psg. Sondergebühr.

j ^London, 24. Juni.M anchesterGuarbian" j Ht in einem Leitartikel für die Aufhebung der ivangsmaßnahmen ein. Das Blatt fragt, welches Decht bie alliierten Truppen haben, in Düsseldorf zu Igtibcn und mit welchem Recht man weiterhin bte Zoll- Wranken der Alliierten zwischen dem besetzten und unbe- Äten Deutschland ausrechterhält.

[ Berlin, 24. Jmti. Wie die Blätter hören, wird W Krüze eine Verordnung des Reichspräsidenten er* Msen werden, die die Auflösung sämtlicher Selbstschutz- Mkbände verfügt, um den Bestimmungen des Ultima- ftmä gerecht zu werden, nach denen die Verbände bis Mm 30. 6. aufgelöst werden müssen.

eur Bcrhanbluugeu über den Wiederaufbau ge- 1 hrt werden. Dabei werde auch b«e Frag? der Ve- ; iligung deutscher Arbeiter am Wiederaufbau, die

Ünister Rathenau in Wiesbaden angesch' tt»n ibe, besprochen werden. Die erste Unterteilung sei i Dienstag angesetzt. DerPetit Batisten" sagt- trt anderen Worten: kommende Woche wird d'e ftparationsfrage in die Phase praktischer Ab- vchungen eintreten.

Von der Reparationskommiffion.

Patts, 24. Juni. Eine von demTemps^ vet-- ßentlichte Note der ReparattonSkomMission fit fest, daß tm ber Berechtigung be? Vetlanaens der »mmission auf Uebertragung ber beutschen Rechte nud nier-ssen in gewissen Länbern, namentlich in China, i Nichtunterzeichnung bes FriebensvetttageZ burck' hi: i nichts ändere, da der Artikel 260 sich auch auf über? Staaten beziehe, die den Vertrag ebenfalls nichr «lerzrichnet hätten. Tie Repatatiovskommission 6e* irrt daher bei ihrer grundsätzlichen Entscheidung. Tie iedalitäteri der Uebettragung würden gegenwärtig von

Mische oder kommerzielle Interessen nicht verlangen, kfegen müßten alle anderen Rechte und Interessen in hina der Reparationskommission übertragen werden.

Aenderung des Zahlungsverfahrens.

Parts, 24. Juni. Die Reparationskorn- | sission hat sich mit einer Aenderung des | ah-lungs verfahrens für die deutsche Repara- ' wsfchuld befaßt, die darauf hinzielt, der deutschen 1 tgiernng die Verpflichtung zu erlassen, auch ihre l Steten Zahlungen in amerikanischen Dollars zu

Ytioieren. ! u,.

Amüiches BerÄMgungsbiatt des Kresies Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

chlirbeth 1 lischeu Staatssekretär Bergmann, R 'chs- mmissar Euggenheimer und Minister Lou-

wltung I > da 3(51,1 t ^..^ . ne liin 3 die

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ntüf? an ttnfq in Rah^ Pressern j,

mein Baukierausschuß geprüft. Man werde Ivahr- iunder, h-inlich in der Praxis die Herausgabe der Rechte ohne lieber«

q ., 1 wch dann noch über die Maßnahmen, um den An- erbungen in Deutschland für Oberschlesien ein m leinet y $u sitzen, über die Entwaffnung Deutsch* )t. '

amten sind gezwungen, unter Bruch geschlicher Be stimmungen zu arbeiten. Eine Reihe von Postbe­amten ist verschleppt worden und wird unter grausamen Peinigungen gefangen gehalten. Sämtliche Bergbeamten sind durch Androhungen schärfster Maßnahmen gezwungen worden, sich bet von bett Insurgenten eingerichteten Zwangsverwal* tung zu unterstellen. Die Beamten, die unter diesen Verhältnissen ihr Amt noch ausüben, tun dies mit Aus­nahme einiger Abtrünniger nicht freiwillig ober aus Gleichgültigkeit, fonbern gezwungen burch den unge­heuren Terror der bewaffneten, vor keiner Grau­samkeit zurückschreckenden Insurgenten. Ungeheuer ist ihr Seelenkampf. Sie arbeiten als Sllaven der sisewalt, jeder Handlungsfrecheit und des Rechts der freien Meinungsäußerung beraubt und tief gebeugt durch die Schmach, von der Gnade und Willkür gewalt­tätiger Rebellen abhängig zu fein.

Mehr als sechs Wochen warten wir vergeblich auf Hilfe und Erlösung; Erlösung aus den Abgründen eines beispiellosen Unrechts. Mit erstaunlicher Ruhe, Langmut und Selbstbeherrschung ertrug, bie Beamten­schaft Oberschlesiens alle Drangsale unb Nöte bieftr schrcckensvollen Zeiten. Sie steht am Ende ihrer Kraft imb hat wohl bas Recht, mit ber gesamten frieblichen Bevölkerung bes unglücklichen Laubes von ber Inter­alliierten Kommission zu fordern, daß nunmehr end­lich in Erfüllung der in der Bekanntmachung vom 2. Februar 1920 in feierlicher Form gemachten Zusage Recht nnd Gesetz wiederhevgestellt und die Rechts-- brecher rücksichtslos, und gnadenlos be­straf t werden. , -xj I

Unverschämte Kontributionen.

Nach einer Meldung besBerk. Lokal-Anz." aus Rybnik hat bie dortige polnische Aufstandsbehörde wegen ber Explosion auf dem Güterbahnhof den deutschen Kaufleuten eine Kontribution von 17 Mil­lionen Mark auferlegt. Das Geld soll bis Sonn­abend 6 Uhr bezahlt sein. Tie Aufständischen haben fünf der wohlhabendsten Kaufleute verhaftet unb drohen sie zu erschießen, falls bie geforderten 17 Millionen nicht bezahlt würden. Einer anderen Meldung aus Tarnowitz ufetge hat der dort eingesetzte neue polnische Magistrat die Auferlegung einer Kontribution in Höhe von 2 M i l l i o n e n Mark zu Gunsten der Jnsiwgenten- Armec vcrsügt. "

Die neue Pvlizeitruppe.

lieber bie zu bildende Polizeitruppe ip dem von den Insurgenten unb vom Selbstschutz geräumten ober­schlesischen Gebiet meldet bieVoss. Zeitg.", baß bie Trupve aus angesehenen Bürgern gebilbet werben soll. Aus je 100 Einwohner soll ein Mann mit Polizeigewalt ansaestattet werden. Ter Plan für bie Bildung der Polizei ist von dem englifchen Major Keating ausgearbeitet worden.

Schoftschütz Im Kreise piosenberg die Freilassung weiterer PersSnllwketten statt, die durch die gegenwärtigen Zustände in Oberschlesien der Freibett beraubt waren. Durch die Vermittlung des Inter­nationalen Komitees vom Roten Kreuz wurden 450 bisher von den Jnsurgenien internierte Deutsche ihren Angehörigen zurückaegeben. Das dcnische Rote Kren; übernahm deren Fürsorge.

Deutscher Einspruch gegen die iiutcrftützung des Aufstandes durch die polnische Armee.

Berlin, 24 Juni. Tie deutsche Regierung über­mittelte ber Botschafterkoiiscrenz eine Note, bie auch ben Regierungen in Lonbon, Paris unb Rom fibergeben wurde. Ter Note ist eine Zusammenstellung von Nachrichten beigegebeii, burch bie erwiesen Wirb, baß die polnische Armee den Auf st and in Ober* schlefien mit allen Mitteln unterstützt. Aussagen voi»polnifchen Gefangenen und Ueberläuserii, zum Teil äufgenommcu vom Major Creasy liasou Ofsicer with the german sighting Organisationen in Kreuzburg, sowie amtliche. Gefangenen abgeuofftzpene Papiere ha­ben bas sorgfältig nachgcprüste Material ber Anlagen geliefert. Daraus ergibt sich das zielbewußte Streben ber polnischen militärischen Dienstst.ilen, tu jeder Weise bie polnische Aüfstandsorwegung zu srübcru. Ans Grund dieser Tatsachen erhob die deutsche Regierung erneut r.-,chdrücklich Einspruch Lege» die Uutet*