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|44 ^8t ausfallende Nummern infolge Streifs oder elementarer Ereigniüe kein Erfa?. Der lag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. A»z. Koch.

Markt 21 23 Kernfprecher 55, Poftfcheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt e. Main.

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ichlag General Höfers eingehend besprochen.

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Mb die Ordnung in Oberschlesien wäre bereits wilder jergestellt, wenn die deutschen Selbstschutzorga- "tzisationen nicht eine Haltung angenommen hätten.

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DieOderhejsilche Zeitun ' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.75 SRI., durch die Poft 5.05 Mk. Ausgabe B mitOberch. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.

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1921

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kn Beschien der Kommission zu unterwerfen, im Z^cublich wo sie begannen, sich zurückzuziehen und S Waffen niederzulegen, besteht die Gefahr, daß durch Verhalten des Generals Höfer und der Führer dentjche« Parteien die in Oberschlesien bereits hjiduit Ergebnisse aufs Spiel gesetzt werden. Im Zegeuwärtigeir Augenblick kommt es nicht daraus an. Ne eine oder die andere Ausschreitung aus der Ver- tzmgenhcit ans Licht zu ziehen, sondern es handelt sich «mm, durch Taten dieAutorität der Kam-- Mission wiederherzustellen. Höfer verkennt tvrch sciue Haltung diese Autorität. Die deutsche Re-

A verschiedenen Malen die Versicherung abgab, Möser zur Zurückhaltung angeraten zu haben; aber M gegenwärtigen Augenblick handelt es sich nicht M die Zurückhaltung, sondern um die Unterwerfung Eler unter die interalliierten Behöben, dann kann die Ruhe in Oberschlesien wickrrkehren. Die französische Ne­hrung würde glücklich jein, zu erfahren, daß sich alle ^mühungev der deutjchen Regierung in diesem Sinne kfc?nen.

Amtliches DeMMgungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Marburg

Donnetslag, in» 23. ömi Brach«««»

RatiborKanorzin ist von Italienern besetzt. Personen­verkehr findet aus dieser Strecke zunächst nicht statt. ,

In Roßberg ist wiederum ein polnischer Jnsurgen- tenführrr von seinen eigenen Leuten erschossen worden.

K a t t o w i tz, 22. Juni. Ein Augenzeuge berichtet über die Zerstörungen der Aufständischen in dem Ort Kandrzin, daß das Hotel Pohl bis auf das letzte Einrichtungsstück ausgeplündert wurde. Was die Insurgenten nicht mitschleppen konnten, wurde sinn­los vernichtet. In den Fremdenzimmern wurden die Decketten unb dibe Sofas mit Bajonetten und Messern ausgeschnitten. Die eingemachten Früchte wurden dazu verwendet, Tische, Wände und Bilder zu beschmieren. Sämtliche Spiegel wurden zerschlagen, ein Klavier und ein Musikapparat total zertrümmert. In einem Spielwarengeschäft wurden sämtliche Waren zerschlagen. Im Hotel Proske das gleiche Bild wie im Hotel Pohl. Kein Einrichtungsstück wurde heil gelassen.

Ein neuer Säuberungsplan.

tob. Berlin, 22. Juni. Wie das Wolff-Büro hört, haben zwischen General Henneker und Gene­ral Höfer Verhandlungen stattgefunden. Von Henneker wurde ein neuer Säuberungsplan vorgelegt. Nach dem Plane sollen, wenn das Abkom­men zustande kommen sollte, von der Stunde der Unter­zeichnung an sich die Polen innerhalb 36 Stun­den auf die ihnen bestimmte Linie zurückziehen. Erst nachdem sich der deutsche Selbstschutz davon überzeugt habe, daß auch wirklich diese Linie von den Polen ein­genommen ist, ioerde er bereit sein, die von General Henneker vorgeschlagene Linie einzunehmen. Nach der Einnahme der den Polen vorgeschriebenen Linie sollen diese die Räumung des Gebietes beginne«, und zwar seien sieben Tage für diese vorgesehen. Gleichzeitig werde der deutsche Selbstschutz beginnen, das Gebiet seinerseits zu räumen, sodatz also binnen 8% Tagen der Säuberungsplan durchgeführt sein ivürde.

Berlin, 22. Juni. Nach Blättermeldungen ans Oppe'ln ist dort heute morgen eine aus Bertr'ete'rn des Auswärtigen Amtes und Reichstags- Abgeordneten bestehende Kommission eingetros- km. Sie begab sicht nach kurzem Aufenthalt in das Hanvtqnartier des Generals Höfer nach Oberglozau.

Oppeln, 22. Juni. Die in Oppeln und Ober- glogau stattgesundenen Besprechungen zwischen dem Zwölfer-Ausschutz, General Höfer und den »nach Oberschlesien entsandten Vertretern der Regierungsparteien ergaben Uebereinstimmung in allen Punkten, ins­besondere wurde d^r letzte im Einverständnis mit dem Zwölfer-Ausschutz gemachte Räumnngsvor-

, Sie Kenn SMmileMttllnithe.

tob. Berlin, 22. Juni. Der amtliche prentzlfche Prestedienst meldet: Zur Untersuchung der Ursache de» Unglücks aus der Zeche MontEenis ist der Ober­berghauptmann mit den zuständigen Dezer­nenten aus de« preubtschen Ministerin» ür Handel und Gewerbe heute morgen in Herne ein« getroffen. Der Handel sm knister degtdt fich heute abend ebenfalls dorthin, um sich über den Stand der Untersuchung zu unterrichten. Der Minister hat de» Betriebsrat der Zeche telegraphisch gebeten, den Ange­hörigen der getöteten Bergleute, den Verletzten und der Belegschaft das tiefste Mitgefühl der preußische» Staatsregierung auszudrücken.

Bad Mergentheim. 22. Juni. Der Reichs- Präsident richtete an die Gewerkschaft Moni Cenis folgendes Beileidstelegramm: »Mit tiefer Trauer erhalte ich die Nachricht von dem schweren Grubenunglück und bitte Sie, den so schwer betroffenen Familien meine herzliche Teilnahme auszusprecken."

Herne, 22. Juni. In der Nacht zum Mittwo­brach, wie dieHerner Zeitung" meldet, in Der Kokerei der ZecheMont Cenis" ein großer Brand aus. Alle Wehre« der umliegenden Zechen wurden zu Hilfe gerufen. Seit 1 Uhr nachts besteht die Hoffnung, das Fcu« auf seine» Herd zu beschränken.

Ei» Bericht über das furchtbare Unglück.

Mont Cenis, 21. Juns, mittags 12 Uhr. Der rheinisch-westfälische Kohlenbergbau trauert, mit ihm das ganze Industriegebiet und weiter das gesamte Volk. Der in der Nähe von Herne gelegene wesifälische Marktflecken Sodingen, der inmitten wogender Saut« selber sich zum Typ einer schnell groß werdender« Industriestadt entwickelt, ist die Stätte des Schreckens, die Zeche Mont Cenis der Ort des Unglücks.

Das Unglück geschah gestern mittag kurz vor 12 Uhr. lieber di« Ursache der Explosion kann die Beo» ivaltung noch nichts mitteilen. Die Explosion erfolgte in der östlichen Abteilung zwischen der vierten und ftknffen Sohle der Bauabteiknng des Schachtes Nn ach einem Sprengschuß, bet kurz vor Beendig«? der Mittagsschicht abgegeben wurde. Betroffen sind hauptsächlich zwei Steigerreviere, die Flöze Gretchen und Matthias. Der Truck der Explosion war so heftig, daß er bis in den Hauptwetterstrom vordrang, unb von hier aus auch die Nachbarreviere gefährdete. Dort verdünnte die starke Wetterzensur die giftigen Gas^, die am Entstehungsort selbst sehr viele Opfer gefordert bald derart, daß es in den angrenzenden Revieren nur zu mehr oder minder starken B ergiftungen kam. Aber ai^ch hier sind zwei Tote zu beklagen. Eine Biertelfiundr vom Explosionsott entfernt wurde noch ein Manu gegen seine Maschine geschivleudert und zerschmettert. Die meisten Toten haben fürchterliche, nicht zu beschreibende Brandwunden, aber auch grausame Verstümmelungen, da sie teilweise gegen die Streben geworfen wurden. Die Toten sind im katholisch.n Krankenhaus in Sodingen ausgebahrt, die Verletzten liegen im Bergmannsheim in Bochum und in den katholischen und evangelischen Kranken­häusern in Sodingen und Herne.

Der kameradschaftliche Geist der Bergleute bewährte sicherlich bei diesem Unglück. Sofort nach Eintreffen der erstell Unglücksnachricht fuhr die RettuugSmanu- fchaft der Zeche Mont Cenis ein, bekämpfte nach­drücklich die Brandherde und begay mit der Durch­forschung der Reviere. Neben kleinen Gruppen Toten fand man noch einzelne unverschrte Bergleute. In­zwischen trafen auch die Nettungsmannschften der um­liegenden Zechen ein, u. a. von Erin, Cchmeerin, Friedrich der Große, Konstantin der Großem Lothringen und Ewald. Auch die Rettungsmannschaft der Zeche Shamrock (Hibernia), die seinerzeit in kameradschaft­lichem Sinne zur Rettung französischer Bergleute nais Conrrieres eilte, ist tätig.

Eine schwarze Fahne auf halbmast flattert all Zeichen i>tt Trauer in der stürmischen Luft.sDie nicht betroffenen Reviere arbeiten heute weiter. Schacht von Mont Cenis hat eine unterirmfche Belegschaft vcn 2600 Mann in 16 Steigerrevieren. Obwohl be­reits ein Tag seit dem Unglück vorüber ist, umstehe» auch heute noch dichte Haufen die Zugangsürahen zu der Zeche, die von Schutzleuten und Gendarme» akgesperrt find. Weinende Frauen und Kinder, auf die. : man bereits in den Straßenbahnen zwischen Bochum

Antwortnote

1 Ker gSerlWm.

.Bereitwilligkeit der Polen"! Der deutsche

| Selbstschutz ist schuld!

. Berli«, 22. Juni. Die französische Rc- IMriing übergab dem deutschen Botschafter in Paris K dir deutsche Note vom 16. Juni über die Zustände Oberschlesien folgende Antwortnote:

M Herr Botschafter! Sie übermittelten mir durch Hjt Schreiben vom 16. Juni den Wortlaut einer rote pnete der deutschen Regieruua Eigen der Ereignisse in Oberschlesien. Das Schrift- Kl gibt eine Darstellung, gegen die ich Einspruch um erheben verpflichtet bin. Die französisch« Rc- jfctung verkennt keineswegs die Ausschreitnngen, seien sich die polnischenJnsurgenten schuldig >editeiL Sie verurteilte diese von Anfang cm. Aber 1 N * ann deshalb das Bild, das Säe von der Lage «üoersen, nicht als zutreffend anerkennen. Die hteralliierte Kommission machte unaufhörlich die Etc:; Anstrengungen, um die Achtung vor Leben pH Eigentum zu gewährleisten, und ihre Bemühungen

ReichswirtschastSrat nach längerer Erörterung über­wiesen.

Berlin, 22. Juni. DerDeutschen Allgemeine» Ztg.^ zufolge verlautet in parlamentarischen Kreise» wenigstens über dieSteuerrahmennochvo» den Sommerferien eine Einigung zwischen des lieichsregierung und den Parteien erzielt werden soll. ES werde gegenwärtig mit den Parteien über diese Frage verhandelt und man sei bestrebt, eine Steuer- l ommifsion des Reichstags zu bilden, die während bet Ferien die Entwürfe durchberät, damit bei Begin« >re nächsten Tagung im Plenum die Entwürfe vorgelegt wecken können. ;

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und schließt mit der Drohung, daß, wenn die Deutschen di« Jnsurgentenftont durchbrechen würde«, die ober- schlesische Industrie von der Ackeiterschaft zer­stört würde. In Beuthen kam es trotz der bekannten Drohung Lecomte Denis abermals zu Schiejje- reien. Tie Steuererhebung wird in der Stadt von beit Insurgenten planmäßig durch geführt; es wird u. a. auch eine Wohnungssteucr (für ein Zimmer 6 Mk ) erhoben. Das alles geschieht unter den Augen des Generals Seromte Denis, über dessen Drohungen die Polen in richtiger Einschätzung ihrer Bedeutung kurzer Hand zur Tagesocknung übergehen.

Hindenburg, 22. Juni. Im Kreise Hindenburg ließen die Mißhandlungen und Verhaftungen der Deutschen der Zahl nach »war nach, werden aber, wo immer sich nur eine Gelegenheit bietet, auch weiterhin rücksichtslos durchgeführt. Die von den Behörden der Aufständischen eingesetzte Warenumsatzsteuer wird Mit großer Rücksichtslosigkeit eingetrieben. Die Zahl­stelle ist die Bank Ludowi. Ein Kaufmann wurde «oegen Nichtzahlung der Steuer zu einer Geldstrafe von 40 000 Mark verurteilt. Als bei dem Kreis- kontrolleur gegen die Erhebung der Umsatzsteuer pro teftiert wurde, erklärte dieser, er halte bet Steuer natür­lich für ungesetzlich, er lehnte es aber ab, eine öffent­liche Bekanntmachung zu erlassen, in der die Aushebung der Steuer angeordnet Wick. Die beiden Postämter in Hindenburg wurden gezwungen, für 4000 Mark von den neuen Korfanty-Briefmarkcn gegen oberschlesische Briefmarken einzutauschen. Mehrere Post­beamte wurden verhaktet, ferner fünf Beamte der ober» schlesischen Elektrizitätswerke.

i Gleitoitz, 22. Juni. Am 19. d.Mts. morgens zwi- Men 3 und 5 Uhr, sand in Petersdorf wiederum eine ^bbafte Schießerei statt, wobei es einige Tote und wertoimbete gab. Die Insurgenten setzten ihre Umgrup­pierung fort. Dies hindert die polnische» Bande» nicht, an fcteinjclfeit Steilen in oas deutsche besetzte Gebiet vorzn- Rhlc». So stieß in der Nacht zum 21. d. Mts. eine Nnifdrc Patrouille, aus dem angeblich von beit Polen ßäumteu Gebiet kommend, nach Ratibor in die Nähe Siedele» Mcnde. Dort stieß sie auf einen italieni­schen Poste», ivodurch sie zum Rückzüge gezwungen wur- kit. Am 20. Juni abends machten die Polen aus Dchrosssschütz heraus einen Angriff auf Wysfoka und Kiffen dir deutschen Schützenlinie» bei Wachowitz erfolglos Nt Bei Seeimin unb Suffe! wurden erneut polnische ^<6 ii een grüben aufgeworfen. In Lissek wo bereits fcci Kompagnie» Hallersoloaten läge», traf gestern, ein Wrftr Trupp voluischrr Gendarmerie ein. Die Jahrgänge *89'.i bis 1902 si::s anfgefordert worden, fich sofort zum Merec2:e»st zu stellen. Wer dem Befehl nicht Folge jfifiet, gilt ais Deserteur. In Lukasine und Kronowatz yriben sich polnische Banden herum. Au) Zawada ver- Mlevvtcn die Pole» in der Nacht zum 20. Juni zwei ?vtschgesin»te Männer. In den letzten Tagen trasrn * Aatiboc den Ortschaften rechts der Oder 5 0 0 yttt Flüchtlinge ein. Tie Lebensmittel sind in Witor sehr kupp, da der Zustrom von Lebcnsmittel- HKh» ess 66« sehr »reg ist. Ds 3a6ati»k,

Berlin, 22. Juni. Der deutsche Bot­schafter in Paris hat am 21. Juni der Bot­schafterkonferenz eine auch an die Regierungen in London und Rom gesandte Note übergeben, in der mit Bezug auf die schweren Ausschreitun- gssn der polnischen Bevölkerung gegen Deu'rsche in dem abgetretenen ehemals deutschen Gebiet von Ostrowo der Botschafterrat ersucht wird, die Aufmerksamkeit der polnischen Regierung auf die 'unbedingte Notwendigkeit des vollkommenen Schutzes von nationalen und religiösen Minder­heiten gemäß dem Friedensvertrag zu lenken.

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Wb. Berlin, 22. Juni. Zu der Frage des Ver­bots der Herstellung von Luftfayrmaterlal hat die Botschafterkonferenz am 18. Juni fol­gende Entscheidung getroffen, der Durchführung sie der intcralllierten Lu 'fahrt-Ueber- v»«ch«ngSrommtfli»n üb»., --gen hat:

Die deutsche Regierung mutz in türzester Frist das gesMnle 2nftfob ttmaterW, das tat Widerspruch »« d«» Beschlüssen von Boulogne bergestellt wurde, beschlag­nahmen und der iutecalliierten Luftsayri-Ueber- wachungskommisston ausliefern. Es wird Aufgabe der Kommission sein, dieses Material in zwei Gruppen zu teilen. Das als militärisch charakteri­sierte Gerät wird endgültig den alliierten und assoziierten Hauptmächte» u»d Belgien überantwortet, da Artikel 198 des Friedensvertrages Deutschland die Unterballung der militärischen Luftfabri untersagt. Das als zivil charakierijierie Gerät ist gleichfalls zu 25 Prozent den alliierten und assoziierte» Hauptmäche» und Belgien zu iiberantoorien. Der R c ft der zivilen Lnflfahrtgeräteu sälli an Deutschland zu vollem Eigentum zurück, sobald der deutschen Re­gierung die Ermächsigung erteilt sein wird, den Ban von Lnftsahrtgettat toicoer anfzunehmen.

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.tzeiche in gleicher Weife, wie der polnisch« Ausstand, HibreM ^8t Herausforderung der Kommission darstellt. In Dvselben Augenblick, in welchem die polnischen Jnsur- jffiten durch Taten ihre Bereitwilligkeit erwiesen, sich

Berlin, 22. Juni. Wie das Wolff-Büro härt, tourbe der von den Alliierten geforderten Auflösung des Berliner Wachtregiments statt gegeben. Der Befehl zur Auflösung ist erteilt.

Di« neuen Steuern.

In bei» Reparativ nsausschnß des Reichs- wirtschaftsrats sprach der Re ichskanzlcr über die Frage der Deckungen der aus dem Ultimatum er­wachsenden Berpslichtungen. Ohne schon ein ab­schließendes Programm sür dir gesamte Deckung zu geben, schilderte der Reichskanzler die Gesetzentwürse, die zur Zeit in Arbeit und schon vis zu einem gewissen Abschluß gelangt sind. Genannt wurden: die Zucker­steuer, die Einführung des Stoffmonopols, die Aende- rung des Branntweinmonopols, die neue Körperschafts- ftouer, die Rennwettsteuer, die Leuchtmittelsteuer, die 3ünbtoaienjtener, die Tabalsteuer; die Biersteuer und Miueraiwajserstruer. Geplant ist ferner eine Kapitalverkehrssteuer, eine Versicheruiigs- steuer, eine Umsatzstcuererhöhung, eine Kraftsahr zcugstener, eine Erhöhung der Zolle, besonders au Kaffee, Tee, Kakao unb Fertigerzeugnissen ist vor­gesehen worden. Besprochen wick zur Zeit die Frage der Kohlensteuererhöhnng, bereit wirtschaftliche Folgen eingehend vorher geprüft werden müssen. Ter Reichs­kanzler sagte zum 29. Juni eine umfassende Dar­stellung der Pläne der Reichsregierung mit ausführ­lichem Zahlenmaterial zu geben, die bann der breiten Oesfentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Ter Entwurf des Gesetzes zur Aenderung des Körperschafts-

Der SrueigtttBiei» beträgt für die 9 gejp. Tokonelzeile oder deren Raum 90 Psg. u. 10 °L Ausichlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach eutfvrechender Berechnung. Spät einlaufende oder de» Raum über lf. Seite em= nehmende ««»eigen sind wir berechtigt, nach der Ze$tfpaltenbieite zu fetzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Zeder Rabatt aiit als Barradutt. Bei Auskunft durch die Eefchäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

Noto, die die ober schlesische Delegation vor einet Boche in Pari» abgegeben hat, die Ziele KorsanttzS, erklärt de» Ausbruch des oberschlesischen Generalstreiks, gsH eie Bits von ter Zesarumeufesung bet Aufständische»

Vertreter der Regierungsparteien erklärten ibr volles Einverständnis mit diesem Vorschlag. Sie erblicken in ihm die beste Garantie zur baldigen und reibungslosen Räumung OSerfchlesiens.

Briand über die oberschlesische Frage.

Paris, 22. Juni. Die Eenatskommission für auswärtige Angelegenheiten hat heute nachmittag unter dem Vorsitz von Poincar6 eine Sitzung ab­gehalten, der Ministerpräsident Briand bei­wohnte. Er sprach sich über die oberschlesische Angelegenheit, die Lage im Grient und die Verhandlungen mit Deutschland aus. In Ober­schlesien könne man jetzt nach den Verhandlungen erwarten, daß die englische These fich der französi­schen These annähern werde, der auch die Regie­rung von Rom sich zuzuwenden geneigt sei. scheine schon jetzt sicher, daß der Oberste Rat nur über ein einmütiges Abkommen entscheiden werde, das die interalliierte Kommission allein oder mit Hülfe von Technikern, Diplomaten oder Juristen, die ihr beigcgeben wurden, annehme. Die augen­blickliche Kommission würde an Ort und Stelle ver­bleiben. Im Orient könne man auch eine gleiche Annäherung der französischen und engl'schen These ins Auge fassen, der auch die italienische Regierung zustimme. Es scheine wahrscheinlich, daß die Türkei und die Griechen in anbetracht der kritischen Lage, in die eine neue Offensive sie bringen könnte, die angebotene Vermittelung der Alliierten annehmen würden. Die türkische Regierung müsse eine un­erläßliche Freiheit erhalten und die Möglichkeit, ein Friedenselement zu werden, sodaß sic mitarbeiten könne an den Interessen und dem Einfluß Frank­reichs in der Levante. Was die deutsch-französischen Verhandlungen anbetreffe, so sei es verfrüht, die Ergebnisse oorauszusagen. Briand verlangte die baldige Ratifizierung des Friedensvertrages von Trianon. Der Ausschuß trat dann in einen Mei­nungsaustausch ein, an dem sich u. a. beteiligten: Ribot, des Selves, Roulens, de Constant. Der Prä­sident des Ausschusses, Poincar^, dankte Briand lebhaft für seine Ausführungen.

Steuerertzcbungen durch die Polen.

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Zitruug verfügt über hinreichende Machtmittel, um DO zur. Einsicht zu bewegen, daß (fitem völliger Dchocsam gegenüber den Anordnungen der interalli- jtaten Bchöcken die Wiederherstellung der gesetzlichen Mdnung beschleunigen kann, deren Sicherstellung den Awtsche« Serbstschutzorganisationen angeblich am Herzen liegt. Es ist wahr, daß die deutsche Regierung

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Diktate

Hmd, welche« die alliierten Regierungen brandmarken, tzinkswegs eine Miterstützung zuteil wecken. Wenn h übrige« die deutsche Regierung glaubt, eine Reihe Deschwecke« vorbringen zu sollen, so muß sie diese f» die interalliierte Kommission richten; Mn diese trifft in ihrer Gesamtheit ihre Entschei- ftvgen. Ich sehe mich meinerseits nicht in der Lage, tetifen cwMnehmen, die darauf hinzielen, den Präsi- ege«;;3Ni leiten bet Kommission allein verant.vort- cke Ha'peH *!$ mache«, lieber dies wäre die Lage heute anders

Zwtfchentz^- - -

et Dann«, |grbeu sehr oft von Ersolg gekrönt. Die allnerten Sam5l|l jkgierunze» unternahmen Schritte, um die Freilassung tzr Geisel« >u erwirken, deren Namen ihnen mitge- " M wurde«. Tie polnische Regierung ließ dem Auf-