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DieOderhelsiiche Zeitung' «richeint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

4.65 3Rt durch die Post 5.05 Mk. Ausgabe B mitOberh. Svaci-Ztg." 1 Mk. mehr.

1fr 143 aus^a®en^e Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. I ** * Verlag von Dr. T. Hitzeroth. Druck der Unio^Buchdruckerei v»n Job. Aug. Koch,

Markt 21,23 kkernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai«.

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progressive Zurückziehung der Polen und der Deutschen in Oberschlesien entworfen wor­den ist, der gegenwärtig mit beiden Parteien er­örtert wird. Im übrigen ist die Lage u n v e r -

London, 21. Zum. Reuter erfährt, daß der interalliierten Kommission ein Plan für

ändert.

Berlin, Kokswerke tiengesellschaft

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und der Auflösung des deutschen Selbstschutzes tragen. t

56. Mn.

1921

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Kraftwagen der Kattowitzer Aktiengesellschaft, der sich auf der Fahrt nach Oppeln befand, und die Poü des Berg- und Hüttenmännischen Vereins, der Katto- witzer Aktiengesellschaft und der Oberschlesischen Koks­werke mit sich führte, durch die Insurgenten der mit- geführten Post beraubt. Die Nachforschungen, die der Berg- und Hüttenmännische Verein mit Hilfe des französischen Kommandanten von Kattowitz an­stellte, ergaben, daß die Post nach Warschau zur .Zensur gesandt wocken ist. Hierdurch wird erneut der innige Zusammenhang der Insurgenten mit den Polen bewiesen. /

Reichshilfe für Oberschlesien^

Berlin, 21. Juni. Nach einer Mitteilung der Blätter stellte die Reichs« gierung zur Linderung der dringendsten Not in Oberschlesien 100 Mil­lionten Mark zur Verfügung, die durch einen be­sonderen Staatskommijsar an die bedürfri^r» Kreise

der in deutscher Hand befindlichen Gebiete Obe? schlefiens verteilt wecken solle»

Jnterniernngslage» Sielow.

Die zur Untersuchung der Zustände in dem I n ter» nierungslager Sielow bei Cottbus bestAlt» parlamentarische Kommission des Preußischen Land­tages stellt« einmütig fest, daß die Unterbringung und Ernährung der polnischen Internierten alS den Ber» hälntissen entsprechend durchaus günstig zu bezeichnen ist. Nur in drei Fällen sind Klagen über schlechte Be­handlung berechtigt laut geworden. Gegen die beteilig­ten Beamten wird der preußische Minister deS Innern - auf das strengste einschreiten. Ein Bericht der eng­lischen Kommission kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, daß keine erheblichen Klagen über di« Zustände im Lager berechtigt seien. Durch Vermittlung des internationalen Roten Kreuzes ist übrigens dir Heimsendung der Internierten im Gange. Am Freitag Wick das ganze Lager geräumt sein. Auch Generell Höfer erklärte, daß er alle Gefangenen Massen wick.

20. Juni. Die Obers chle fisch en und Chemischen Fabriken Ak­teilen mit: Am 28. Mai wurde ein

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schaftlicher Form der Regierung den Rat zu geben, auf den Zwölfer-Ausschuß zugunsten der Annahme des Vorschlages der interalliierten Kommission ein­zuwirken.

Trostlose Lage der Kohlenindustrie.

tob. Hindenburg, 21. Juni. Nachdem es eine Zeitlang schien, alS ob die ob erschlestsch en Gru­ben und Werke notdürftig im Gang zu halten seien, und die Arbeiterschaft, sotoett sie arbeitswillig war, Arbeit finden würde, verschärfte sich in den letzten Tagen die Lage autzerordentltch. Infolge der völligen Verkehrsstockung sind auf den Gruben uitbKoks­anstalten die Stapelplätze überfüllt. Die Förderung der Gruben mutz daher eingeschränkt und zahlreiche Koksbatierien müssen kaltgestellt werden. Einige Kohlenhalden sind bereits in Brand geraten. Der von den Insurgenten als Zwangsverwalter der staatlichen Bergwerksdirektton eingesetzte Direktor Ztelewicz steht den Dingen hilflos gegenüber und ver­mag auch aus die Arbeiterschaft einen immer bedenk­licher werdenden Etnflutz auszuüben. Die Arbeitslust erlahmt mehr und mehr. Jegliche Autorität der Be­triebsleiter und Meister ist dahin.

tob. Benthen, 21. Jun«, Ju verschiedenen Orten entzündete ssch aus den Halden lagernde Staub­kohle. Die Gesahr, daß dir Haldenbrände zur Kata­strophe auswachsen. Wird täglich größer.

* Stillegung der oberschlesischen Schiffahrt.

Wb. Ovveln, 21. Juni. Fast die gesamte ober­schlesische Schiffahrt, die den Verkehr zwischen Stettin und dem oberschlesischen Industriegebiet ver­mittelt, wurde st i l l g e l e g t. Von etwa 2000 Kähnen der Oderschifsahrt liegen zwischen Cosel und Oppeln. 1500 fest.

Verschleppungen. PolnischeKultur".

Oppeln, 20. Juni. Aus dern Kreise R a t i b o r find immer noch 80Deutsche verschleppt. Das Schicksal der meisten dieser unglücklichen Männer und Frauen ist unbekannt. 30 davon befinden sich in Rödershof in einem Keller, der ,«r als mittelalter- liches Verließ bezeichnet wecken kann In dem Keller ist keine Sitzgelegenheit und er steht voll Wasser: wenn es sich auch nicht um ein Marterlokal handelt, wie es ein berüchtigtes Lokal bei Kattowitz ist, so ist doch diese Art der Gefangenhal'tung von Männern, bereit ein­ziges Verbrechen ist, daß sie sich freudig znm Deutsch­tum bekennen, ein Hohn auf alle Begriffe von Kultur und Menschlichkeit. Die Unglücklichen müssen durch ihrenAufenthalt in dem geschlossenen Keller eine ernst­liche Schädigung an chrer Gesundheit davontragen.

Hilferuf der Stadt Kattowitz.

B r e s l a u, 21. Juni. Die Stadt Kattowitz hat an den Regierungspräsidenten iii Oppeln, en das Auswärtige Amt in Berlin, an den Reichstag, an den Preußischen Landtag und an den deutschen Bevollmächtigten in Oppeln einen Hilferuf ge­richtet, in dem die herrschenden Zustände geschildert werden. Zum Schluß heißt es: Mit allerschwerster Besorgnis sieht die Bevölkerung der nächsten Zu­kunft entgegen, denn man fühlt sich unter den ob­waltenden Umständen, deren Besserung noch nicht abzusehen ist, allgemein vogelfrei.

Eine deutsch« Delegation nach Oberschlesien.

Wie der BerlinerLokalanzeiger" von parlamen­tarischer Seite erfährt, begibt sich eine deutsche Delegation nach Oberschlesien, die sich ans Vertretern des Auswärtigen Amts und aus Mitgliedern der drei Regierungsparteien zusammensetzen soll. Die Delegation soll zur Lösung der Frag« der Zurücknahme

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rgt eme olfdea iar^eiten TZSCM diung.

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ten Königreichs kamen, das Preußentum wahrscheinlich im Wetten und Osten irt- umphiert hätte, bevor die amerikanischen Truppen an der Front «ingetrossen wären. In diesem Fall würde Lord Curzon, der zur Zeit mit Briand die Aussührung deS Sieger-VertrageS erörtert, jetzt da­rüber beraten müssen, wie die von den triumphierenden Kriegsherren Deutschlands uns auferlegten demütigen­den Bedingungen auszuführen seien. Die Herrschaft ungezügelter Gewalt würde am Ruder sein, und die jetzige Generation würde ihre Tage damit verbringen müssen, diese verhängnisvolle Tatsache auf allen Ge­bieten der menschlichen Tätigkeit zu erdulden. Die zwanglose Einheit des britischen Reiches hat Frank­reich, England und die Zivtlisatton vor jener Ktta- strophe gerettet.

Lkolch George erllärte dann, das britische Reich von einem Ende bis zum andern sei durch sein« Ehre und durch seine Interessen an die Verträge gebunden, die es unterzeichnet habe. Es habe seine Unterschrift herunter gesetzt xnb müsse diese Unterschrift achten. Wenn der Glaube an Verträge nicht aufrecht erhalten wecke, so werde die Aera der Unordnung, der wach­senden dlot und des Krieges fortdauern und die Zivili­sation könne durch die Fortdauer solcher Bechältnisse sehr leicht zerstört wecken. Lloyd George erklärte, er wolle Lock C u r z o n nach seiner Rückkchr ersuchen, der Konferenz eine umfassende Uebersicht über die auswärtigen Angelegnheiten zu geben.

England Japan Amerika. Abrüstung zu Land, aber Stärkung der Seemacht.

lieber die Beziehungen zwischen dem britischen Reicbe und den Vereinigten Staaten sowie Japan erklärte Lloyd George, es gebe keinen Teil ber Welt, wo das britische Reich entschiedener den Frieden und fair play für alle Nationen auftecht- erkmlten und einen WettbewerbderRüstungen vermeiden wolle als den Stillen Ozean und den Fernen Osten. Das Bündnis zwischen England und Japan sei in ber Vergangenheit ein wertvoller Faktor in dieser Hinscht gewesen. Japan habe sich als treuen Alliierten bewiesen, der England wertvolle Unterstützung in einer Stunde ernster und kritischer Notwendigkeit geboten habe. Der Premierminister fuhr fort:Wir wünschen diese wohlerprobte Freundschaft beizubehaften und sie auf die Lösung aller Fragen im Fernen Osten anzuwenden, wo Japan besondere Ju- etressen hat und wo wir ebenso wie die Vereinigten Staaten gleich« Möglichkeiten und die offene Tür wünschen." Unter diesen Fragen sei nicht die geringste die der Zukunft Chinas, das von England ebenso wie von den Bereinigten Staaten eine wohlwollende Behandlung und fair play erwarte.

Lloyd George erklärte dann, es könne der Welt fein größeres Unglück widerfahren als eine weitere Ver­schärfung in der Scheidung der SBeft nach Rassen. Die auswärtige Politik Großbritanniens könne nie- x:oti Verschiedenheiten zwischen Rassen und Zivili­sationen, zwischen dem Osten und Westen berücksich­tigen: das würde für das Reich verhängnisvoll werden. Ein freundschastl^hes Zusammenwirken zwischen den V e r e i Et-n Staaten und Eng­land sei ein Kardinalgrundsatz.Wir wünschen mit der größten Republik in allen Teilen der Well zu- sammenzuarbeiten. Ebenso wie die Vereinigten Staaten wollen wir Stetigkeit und Frieden auf ber Grundlage der Frei heft und Gerechtigkeit und eben­so wie Amerika wünschen auch wir das Anschwellen der Rüstungen zu vermeiden, sowohl int Stillen Ozean als auch iu anderen Orten. Wir freuen uns, daß die amerikanische Politik augenblicklich in dieser Hinsicht ein so ernstes Bestreben an den Tag legt. Wir sind bereit, mit den amerikanischen Staatsmännern jeden Vorschlag zur Herabsetzung der- stungen zu erörtern, den diese vorzubringen wünschen, und wir können uns verpflichten, daß keiner­lei solche Vorschläge einen Mangel an Entgegenkommen und Bereitschaft auf unserer Seite finden werden. Inzwischen können wir auch nicht vergessen, daß das Leben be§ Vereinigten Königreichs ebenso wie das Australiens und Neuseelands, ja tatsäcPich das des gesamten Reiches auf die Seemacht gegründet ist und daß die Macht zur See notwendigerweise die Grundlage des gesamten Bestandes des Reiches bedeutet. Wir müssen daher die Maßnahmen in Betracht ziehen, die unsere Sicherheit erfockert. Mehr wollen wir nicht, wir können jedoch auch nicht mit wertiger zufricken sein."

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119. Sitzung vom 21. Juni.

Vor Eintritt in die Tagesordnung hielt Präsiden! Lobe dem heute Nackt verstorbenen unabhängigen Abg. Aderhold einen Nachruf tmb gedenkt der großen Katastrophe bei Herne, der bislang 78 tapkre Bergleute zum Opfer gefallen sind. DaS Haus erhebt sich von den Sitzen.

Der Minister deS Innern verlangt die Genehmigung zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen den ben Abg. van den Kerckhoff wegen Steuerhinter­ziehung und Bestechung.

Abg. Schul z-Brckmberg (D.-nat.) beantragt bi« sofortige Genehmigung.

Der Antrag toick gegsH die äußerste Linke en« genommen.

Auf der Tagesocknung stehen heute dir beiden Inter» pellationen der Deutschnationalen und der Deutschen VolkSpartei Deshalb die Reicksregierung den Beschlüsse* deS Reichstages über bk Aufhebung der Sekretärprüfnn, beim Uebergang von Klasse 6 nach Klasse 7 nickt ent» sprachen hat.

Der deutscknationale Abgeordnete Lawerren» und der Abgeocknete M o r a t h von der Deutschen Volks» Partei begründen die gemeinsamen Anträge nnd beben hervor, daß der Beschluß des Reichstage? gefaßt wuck«, um das Ehrgefühl der Beamten zu schonen.

Reichskanzler Dr. Wirth erwidert, er könne diese« Interpellation mit aller Ruhe entgegensehen, denn fit käme einen Tag zu svät. Er. wie der Minister GiesbertS hätten stetS den Standpunk! vertreten, die Prüfung nach Klafft 7 fallen zu lassen. Den Postbeamten sei bk? bereits zngesagt worden. 2hm hätten fick aber truf allen ©eiten Schwierigkeiten eingestellt und di« Regierung Fehrenbach und Genossen, so dürft er wohl lagen, babe deshalb die Bestimmungen der Prüfungen für alle Kategorien von Beamten neu geregelt Das jetzige .Kabinett habe sich dem einfach angeschlossen, um bk Kontinuität ju sichern und nicht etwa nachträglich noch dem alten Kabinett ein Mißtrauensvotum zu erteilen. Was sollten denn auch die Beamten sägen, bk dick Prüfung abgelegt haben, llebrtgens haben die bayerischen Veamtenverbände dem Kabinett F-Hrenbach für das Fest« Lallen an der Prüfung Anerkennung ausgesprochen. 'Ls seien also nicht alle Beamten iür die Aushebung der Prüfung.

Auch die Redner der anderen Parteien treten für den Fortfall der Ergänzungsprüfung ein und der Rckner der demokratischen Partei stimmt der Ansicht des Reichs­kanzlers bei, daß bk Interpellation der beiden Rechts« Parteien einen Tag zu spät komm«.

Außerdem ist ein Antrag H e r g t und Genossen eine gegangen, der ein Mißtrauensvotum enthält.

Die namentlich« Abstimmung über das Mißtrauens» Votum wird auf morgen verschoben.

Einem Antrag aus Schluß der Debatte toirb bann zugestimmt.

Verschiedene belanglose Anträge werden an bk zu­ständigen Ausschüsse verwiesen, dann folgt die zweite Beratung des Entwurfes über die Erhebung einer Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues.

Reichsarbeitsminister Broun begründet den Antrag und erklärt, daß die Ueberzeugung von der Notwendig­keit einer WohmmgSabgabe inzwischen Gemeingut oflet geworben sei. Der privat« Wohnungsbau könnr burch die Freigabe des Wohnungsmarkte? nicht gefördert werden.

Abg. Gut knecht von ber Teutschnat'onalen Partei begründet die Anträge seiner Partei, die daraus binaUm­läufen, die Gebäude, die ausschließlich für wirtschaftliche Zwecke, sowie für Zwecke der Industrie und deS Handels dienen, von der Abgabe zu befreien, doch werden bitte- Anträge von den anderen Parteien und besonders von, dem Reichskanzler bekämpft.

Äbg. Silbcrschmidt (Soz.) benutzt diese Ge­legenheit, um für die Sozialisierung deS SB e nungswesens einzutreten, die allein im Stande sei, dem Wohnungselend ein Ende zu bereiten.

Auch die Redner der äußersten Linken sind bat Meinung, daß diese Vorlage da? Elend der Obdachlosen nicht mildern könne, und treten ebenfalls für die Sott« sozialisierung ein.

xDer Abg. Baht (Dem.) gibt zu, daß dieft Vorlage noch allerlei Mängel in sich berge, doch würden bobnttfc 40 ÜÜ0 WohlvtSgLU geschahen, in baxa inuKtUtt 10004X1

Amtliches DerLndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher rurhessische) Oberhessen

Die Entwaffnung Deutschlands.

i I Die Entwaffnung Deutschlands kann als eia o-löstcS Problem bezeichnet werden. Die Deutsche ft!o;te i ft verschwundeu und ebenso die öfter« viehische. Tie deutsche Armee, die eine gewaltige i Rächt darstcltie und nach Millionen zählte, besteht »teil t m ehr. Sie lsl jetzt wenig mehr als hundert- - tetikitb Mann start. Sie hatte Zehnlausende von Ge- i Witzen, grosse und kleine, und Hai jetzt wenige Hundert.

Eie hLiie eine außerordentliche Zahl von Maschinen-^ tewctirei; und Diineuwersern; auch diese sind dahin, ki- mitte Millionen von Gewehren: sie wurden abge- Rcfcrt Ferner hatte sie ungefähr 30 Millionen Schuss Atiill-rremunilion; auch diese sind ihr genommen. Hrciiich bestehen noch einige Arten von irregu- - Ihren Formationen, die wir noch nicht völlig - «rsasst haben. Es ist nicht so sehr Preussen, das zur ! l VrnnrubiLung Anlass gibt, als vielmehr Bayern. 4 V Liese Schwierigkeit wird aber, wie ich annehme, tn i f lehr kurzer Zett überwunden sein, sodass das Problem i t ber Eittwasfnuttg ein sehr vitales, weil, so lange

D-uttcbland eine grosse Armee und starke Bewaffnung beite, keine Garantie für den Frieden bestand ver- > ßtzwuidcn wird. Diejenigen von uns, die wissen, wie l*br @5teg nnd Nieder sage aus des

Messers Schneide standen, können ohne- L>m erklären, dass ohne die zwei Millionen

Wann, frte »« s»ß«rhaltz de- Her«l»ia«

Die ItiiüÄNsWe MgemMmg MklWm.

Vorstellungen in Berlin.

Paris, 21. Zuni. Der französische Bot­schafter in Berlin hat gestern erneut Vorstel­lungen bei der deutschen Regierung erhoben wegen der fortgesetzten Verstärkung des Selbstschutzes und der Weigerung des General Höfer, feine Truppen zurückzuziehen.

Auch der englische Geschäftsträger hat gestern Veranlassung genommen, in freund-

MMm Siele Slooi Georges.

Eröffnung der britischen Reichskonferenz.

London, 21. Juni. Lloyd George erllärte M der Rede, mfft der er die britische Reichskonferenz l^öfsnet^ es wücken iwch Jahre vergehen, bis die .Folgen des Krieges überwunden feiert* Es gebe eu­ropäische Länder, wo die Armut und die Not furcht- tar seien. Trotz vieler entmutigender Dinge glaube «t jedoch zuversichtlich, daß sich die Welt langsam Kirch alle Schwierigkeiten durcharbeiten werde. Es fti eine überaus ermutigende Tatsache in der inter- nationaken Lage, daß eine wachsende Ungeduld gegen« Ker denjenigen bestehe, die aus irgendwelchen Beweg­gründen versuchten, die Welt in einem Z ustand her Unruhe und der Span nun g zu erhalten. 6» sei eine immer stärker werdende Ueberzeuguna vor- fanden, daß die Welt Frieden haben müsse, wenn sie nieder gesunden solle.

. Die Reparationsfrage.

Lloyd George befaßte sich hierauf mit der Regelung, hie mit Deutschland vereinbart worden sei. Nach Mrtermrg der Enlwaffnungsfrage wandte er sich der separat ionsfrage zu. Er wies darauf hin, !kkß Deutschland einen sehr praktischen Plan zur Er- siillung seiner Verpflichtungen angenommen habe. Ebenso hätten Frankreich und Italien nnd die öffent­liche, Meinung Englands Siefen Plan angenommen. Statt feien die schwierigsten Probleme ,bie Fragen kt Entwaffnung und der Reparation, entweder be- keits geregelt oder im Begriffe, auf sehr gerechte Weise jeregrlt zu wecken. Lloyd George erklärte dann, es kftanbeu noch zwei Schwierigkeiten, nämlich die Fest- jchung der Grenzen Polens und Litauens Dwsie der oberschlesischen Grenze und der. Hrickensschluß mit der Türke i. Mit. Bezug auf die Heiden Fragen sei er sehr hoffnungsvoll. Wenn diese st Frage« einmal geregelt seien, dann könne man sagen, -1 haß der Friede hergestcllt fei.

E-Verträge müssen bestehen bleiben."

Lloyd George fuhr fort: Die Grundbedingungen Dir den Frieden, den stetigen Frieden, und den Wieder- «ufbau seh daß man zu feinen Verträgen stehe. Es Be Leute, die dieser großen Verantwortlichkeit über- sfig feien und so täten, als wenn es nicht möglich re, hier mck dort daraus zu verzichten, anderen Dc-lkern und sich selbst unberechtigter Weift Schaden Dzusügen. Solche Argumente seien ebenso kurzsichtig Die falsch. Die Nationen und die- Völker der Welt hätten Hre gegenseitige Abhängigkeit in einem freit größeren Maße als je vor dem Kriege eingefehen und ^Völkerbund was auch immer von den Be- 'ijiimmnngen des Völkerbundsrates gedacht wecken möge ,! besiehe als Zeuge für diese Wahrheit. Lloyd George ^erklärte, cs könnten keine Vorschläge für die Wieder- -tzrstellung Europas und für einen dauernden Frieden itzemacht toerben, es sei denn auf der Gnmdlage der C*-nähme der Frickensverträge oder einer Erzwingung

Verträge. Hier und dort könnten infolge des 6ittkdeuS neuer Verhältnisse mit Zustimmung aller -Parteien Erleichterungen vorgenommen wecken. Der- Mtige Zugeständnisse seien bereits vorgekommen und ssiner Ansicht nach seien sie kluge Abänderungen des '[ Vertrages. Man habe z. B. Deutschland inehr Zeit

Bezichiuirg und mehr Zeit zur Entwaffnung ge- jkährt. Auch in der Frage der deutschen Kriegsver- jdeecher habe man ein Zugeständnis an das deutsche iRationalgefühl gemacht. Es hätten Fragen vieler Drt bestanden, wo mit Zustimmung aller Mächte Ab- iändeeinigen stattgefuuden hätten. Die Verträge Jelber müßten jedoch bestehen bleiben, I ko eme solche Zustimmung nicht erfolg«, und kein -Ünftrzeichirer habe das Recht, sich über einen Teil .des Vertrages himvegzusetzen, den er unterschrieben habe.

Set Anzeigenpreis beträgt für die 9 aesp. Cotonelielle ober bete« Kaum 96 Pfz. u. 10°tn «Hfidilag, amtliche unb auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entwrechendec Berechnung. Spät einlaufende ober ben Kaum Aber M» Sette ein» nehmende Anzeigen find wir berechtigt, nach der lettipnltenbreite zu setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Zeder Rabatt gilt al« Sarrabatt Bei Auskunft durch die Geichäftsstelle unb Vermittlung bet Angebote 75 Pjg. Sonbetgebllht.

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