Einzelbild herunterladen
 

ässe 7

885

8383

Di« .^Oberhesfische Zeituni ' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich

4.65 Mk., durch die Post 5.05 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.

fit Süt ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. —

Verlag von Dr. T. Hitzeroth. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Bug. Koch,

Markt 21,23 — Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai».

ss

n

en.

Bisher

Kor

geräumt;

>- Frei-Pipa und

Revolution.

: Z\ 6. eit

63751

er

polnischen orgenpoft*

ivendig zu machen und für die proletarische mürbe zu mache».

, Tic Begegnung dauerte von 10s/t bis 12s/< Uhr vor- ; I xiitagS und von 5 bis 8 Uhr nachmittags. Zweimal ver- t fiubtc Nalhenau, über Oberschlesten zu sprechen.

Tr wollte betveisen, daß die Frage wirtschaftlichen Cbarak- kr habe. Würde das ganze Industriegebiet Polen zu- । blicn. so werde Deutschland Koblenmangel leiden. Sou» itur ließ sich aber auf dieses Gebiet nicht hinüberziehen. । Er erinnerte Ratbenan an die Bestimmungen des Ver- ' fe’Ki'f Vertrags, der Deutschland für 15 Jahre ober« I schlesische Kohlenlieferungen durch Polen sichere. Zudem > sei es nicht feine Aufgabe, politische Fragen zu verhandeln.

Rathenau erwähnte zunächst die 26prozentige

56. m 1921

gearbeiteten Plan nach Wiesbaden gekommen, es handelt sich nur um einen Gedankenaustausch, weiter nichts.

M.

ntfa ra

TuSfnhrabgabe. Einen festen Vorschlag »regen Ab- teeuing dieses Index konnte er allerdings nicht machen. Er teilte Loucheur mit, daß er dem System von London kr Pariser Abkommen vorziehen würde, bei dem die festen fFohreszahlungen höher waren. Außerdem wünschte Aathenan den Ersah des Systems der Schuldver­schreibungen durch ein solches, wodurch Deutschland Übst Anleihen auf dem Weltmarkt begeben Bunte. Loucheur gab hierauf zu verstehen, daß Brutschland sich nicht der Hoffnung hinqeberr dürfe, solche kutschen Anleihen würden von den Alliierten garantiert .Werden.

; gt Ausführlich äußerte sich Rathenau dann zu den s Ä atnralleistu ngen, indem er darauf verwies, daß dies bei der gegenwärtigen Valuta für Deutschland eine 8rage auf Leben und Tod sei. Loucheur machte ihn auf 7 He großen Schwierigkeiten aufmerksam, die bei den Natu­

ralleistungen zu überwinden seien. Insbesondere drang er krauf, daß derartige Lieferungen nicht im selben Jahre v> bezahlen find, in dem sie erfolgen, vielmehr sollten k Zahlungen auf mehrere Jahre verteilt »verden. Keines- Blls könne Frankreich für solche Lieferungen in einem 3ahr mehr bezahlen, als die jährlichen Leistungen Beutfchlalcks in Geld ausmachten; sollte Frankreich mit kren: Geld nachhelfen, um die deutschen Lieferungen , » bezahlen, so hätte es wenig Interesse an ihnen. Wenn Voch die deutschen Lieferungen eine Art Vorschuß au? । « künftigen Jahreszahlungen bedeuteten, so könnte sich

Frankreich mit diesem Plan abfinden. Loucheur fragte, | * cS möglich sei, sich gewisser Einkaufsgesell«

ich asten als Vermittler zu bedienen, und ob es «glich wäre, die Zahlungen auf mehrere Jahre zu Btt» «len. Man sprach auch über die H o lzh ä u f e r. Dabei Mang Loucheur auf eine Preisherabsehunz.

lieber die Nachmittagssihnng äußerte Loucheur zu krem Berichterstatter des „M a t i n":

ct ■tu.3npt i. W.

fantys wünscht eine Aenderung in der Zusammensetzung der Jnsurgentenarmee. Alle diejenigen, die zur ober- schlesischen Miliz übertreten »vollen, müssen im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte fein. Zucht­häusler und solche Personen, gegen die ein 'Strafver­fahren schwebt, sollen nicht ausgenommen wecken (!). Auch ist verboten, daß Deutsche der Miliz angehörrn. ;

Die Bewegung im kommunistischen Fahrwasser.

I Paris, 13. Juni. Der Sonderberichterstatter der ..Chicago Tribuns im Hauptquartier der Auf­ständischen berichtet, höhere und nickere Offiziere Kor« fantys hätten vorgestern vor dem Oberkommandierei»- den die Neberzeugnng ausgesprochen, daß jeder Versus ihre Leute zu entwaffnen, bei der schlechten ©time mung, die unter ihnen herrsche, zum Unheil aus-, schlagen müßte. Ein Regiment habe eine Abordnung mit der Erklärung gesandt, daß die Leute nach Hause gehen und auf dem Weg alles zerstören wücken^ wenn die politischen Leiter mit ausländischen Kapitalisten intrigierten. Kommunistische Agitatoren sol­len die Soldaten bearbeiten, um sie den Treulosen ob*'

Reichskommissar zur Ausführung der Aufbau­arbeiten.

Berlin, 13. Ium. Der Präsident her Reichsrück­lieferungskommission Kommerzienrat Dr. Guggenhei- mer tvnrde vom Reichspräsident bis aus weiteres mit den Austragsweisen und der Wahrnehmung der Geschäft? eines Reichs ko mmissars zur Ausführung der Aufbauarbeiten in den zerstörten Gebieten im Ehrenamt betraut.

als Verstärkungen für die Polen in der Gegend Strehlitz Truppen aus Posen im Anmarsch seien, wurden 4 Kompagnien festgestellt.

Korfantys stolze Eardel

Schoppinitz, 13. Juni. Ein Aufruf

rie.

lonbtpid arbeit«

L 6374

efferei rbsdorf.

PZ

Veuthen, 13. Juni. Aus dem Hauptquartier wird der „Ostdeutschen

ständiger Fühlung mit W a r s ch a u. Der General­stab Korfantys besteht, wie das Blatt feststellt, aus 20 französischen Offizieren in Zivil.

„Französische Sympathie mit den polnischen Insur­genten."

Wb. London, 13. Junt. Im Unterhanse fragte Wedgwood: Ist eS nicht eine Tatsache, daß die ge­samte misitärische Leitung der Truppen in Oberschlesien sich in den Händen der Fran- z o f e n befindet und wie können wir irgendeine Besserung erwarten, solange die französisch: Sympathie mit den polnischen Insur­genten .... Hier griff der Sprecher ein. Kenn- worty fragte, ob die von Lloyd George öffentlich ver­kündete Politik bezüglich Oberschlestens unverändert fortbestehe. Chamberlain erwiderte: Ja. Aus die Frage, ob die Regierung Mitteilen könne, welches die augenblickliche Lage in Oberschlesten sei und ob der Vorschlag gemacht worden sei, daß eine gewisse Zone in Oberschlesten für eine Reihe von Jahren von alli­ierten Truppen besetzt werden könnte, erwiderte Cham­berlain, daß die Lage in Oberschlesten sich im allge­meinen nicht geändert habe und daß man letzt, wo Ver­stärkungen eingettoffen seien, hoffe, daß die der Kom­mission zur Verfügung siebenden Streitkräfte genügen, um diese tn die Lage zu versetzen, zu einem nahen Zeitpuntt die Ordnung wieder berzustellen. Auf den zweiten Teil der Anfrage Kcnnworthys antwortete Chamberlain verneinend.

Die Pole« halten sich nicht an das vereinbarte Ab­kommen.

Oppeln, 13. Juni. Amtlich wird gemeldet: Im Nordabschnitt griff der Gegner verschiedentlich mit starken Kräften an, ohne an das von Seiten des Selbstschutzes im vollen Umfange befolgten Abkom­men über die beiderseitige Linie zu halten. Das von General Hennicker zugesagte Eingreifen englischer Truppen bei polnischen Offensiv­matznahmen ist trotz mehrmaliger Benachrichtigung durch den Selbstschutz von derartigen Aktionen noch nicht erfolgt. Die Polen besetzten nach Kämp­fen mit Apo Wysacka. Nachdem gestern zwischen Wacho und Wachowitz mit starken polnischen Kräf­ten ein Angriff gescheitert war, räumten heute die Abteilungen des Selbstschutzes Wachowitz vereinbarungsgemätz und gingen aus Wacho zurück, während die Insur­genten sich entgegen dem Abkommen inWachowitz fe st setzten. Gestern scheiterte ein heftiger polnischer Angriff auf Leskna, das ir< Gegenstotz vom Selbstschutz behauptet wurde. Nach heftigen polnischen Vorstötzen zwischen Zemkbwitz und Pruskau, welche abgewiesen wurden, besetzten die Insurgenten die von ihnen vereinbarungsgemätz

6m französischen Interessenten nickt schlecht aufgenorn- flteii werde». Man spreche davon, sie in natura bezahlt fu machen, und sie würden diese Zahlungsart unnötigen i «chreibereien vorziehen. Viele Industrielle würden sich ; freuen, gute Maschinen zu bekommen zum Ettatz der Während des Krieges zerstörten. Dann könnten sie doch arbeiten und prrLvzieren, und die Gesamtheit werde davon Nutzen habe:». Die Belgier hätten dieses Verfahren schon gleich nach dem Friedensschluß angetvandt und sich wcht schlecht gestanden.

-si Im Bericht des „Petit Par ifien" heißt es:

MMlllkll MkNM Mit LMk«.

' Berlin, 12. Juni. Der Reichsminister für den Wiederaufbau Rathenau hat sich nach Wiesbaden jegcben, um mit dem französischen Minister für die be­reiten Gebiete Loucheur zu zweitägigen Besprechilngen zpsammenzutreffen. Gestern wurden Fragen der inter- nationalen Wirtschaftslage im Zusammenhang mit dem Ueparatiousproblem in fünfstündiger persönlicher Aus­sprache der beiden Minister erörtert. Es kamen Fragen kr Sachleistung, der Arbeitsleistung und der Finanzierung p!r Sprache. Heute soll eine Reihe Einzelfragen erörtert Werden. Uebereiustimmung herrschte in dem Bestreben, Ke Aufgabe des Wiederaufbaues der zerstörten Gebiete in preßen'. Ausmaß und in verstärktem Tempo zu fördern.

Nach einer Meldung der »Voss. Z tg." aus Wies­baden Hal Wiederaufbaumintster Rathenau nach ler letzten Konferenz mit dem französischen Minister Loucheur gestern nachmittag Wiesbaden ver­lassen, um nach Berlin ziirückzukehren. Minister Soucheu» erklärte in einem Telepbongefpräch, daß die. Vorschläge Rathenans einen genauen Plan über len gesamte»» Wiederaufbau der zerstörten Gebiete enthielten, unter voller Berücksichtigung der französi­sche!! Gegenvorschläge und daß die Vorschläge Rathenans für die französtsche Re­st e>. uns annehmbar seien. Loucheur ist zcstern abend von Wiesbaden nach Paris abge- |e i si. .

Pariser Stimmen.

P a r i s, 13. Juni. Nach den Berichten der Pariser Norgenbläiter zu urteilen, legt man in Paris den größten Bert auf die gestern in Wiesbaden besonnenen Verhand­lungen zwischen den Ministern Loucheur und Rathenau. Der „Gaulois" sagt in einem beachtenswerten Ar­tikel, der Versuch, zwei Männer der Tat, zwei Persönlich- fcifen miteinander in Verbindung zu bringen, die gewohnt seien, Geschäfte geschäftlich zu behandeln, könne von

w n kamt» thaushw !ohn. le klinit, trage.

Ibunj fe' m 1.7.1 it. Chtffü ditio« *

42.0

Lösegeldes, daS in vielen Fällen bis zu 1000 SRarf beträgt, los kaufen Neuerdings toitb von den polnische» Betriebsräten der oberfchlesifchen Werke eine zwangs­weise Abgabe von Bruchteilen der Beam­tengehälter und Arbeiterlöhnen gefordert und zwar soll den Beamten ein Dreißigstel des Monats­gehalts und den Arbeitern der Lohn für eine im Monat verfahrene Schicht einbehalten toecken. Ein Anschlag auf der Heinesgrube in Beuthen gibt bekannt, daß die männlichen Arbeiter einmalig 40 Mark und die weibliche» 20 Mark bezahlen müssen. Die Erbitterung unter der Arbeiterschaft über diese willkürlichen Maßnahmen ist sehr groß. In einzelnen Betrieben ist die Verfügung deshalb bereits rückgängig gemacht tuotben.

Nach einer Meldung des „Berl. Tagcbl." erläßt Ko r- fanty einen Aufruf zu einer einmaligen Ab­gabe von Grundstücken, Wohnungen, gewerblichen Bo- trieben und bon Vermögen und Veckienst zur Unterstütz-- ung der Jnsurgenten-Wehrmacht. Korfantys „Oberschle- fische Grenzzeitung" enthält, obwohl daS Blatt untet Zensur steht, eine Verfügung über Steuererhebung durch den Vollzugsausschuß der Jnsurhenten.

Reichstagsabgeordneter Mas verschleppt.

Nach einer Meldung des .Lokalanz." auS Benthe« wurde der soztaldemokratische RetchS- tagsabgeordnete BiaS im Beuthener Vorort Roßberg von polnischen Banditen festgenommen und mit noch zwei anderen deutschen Einwohnern ver­schleppt. Die Verschleppung soll angeblich als Re­pressalie wegen Belästigung polnischer Bürger erfolgt sein.

Erneute Beschießung Ratibor».

MN siÄ r mit o» o.PeF ter 6 * 428«:

rüher ei- ihr« t9ejS 6374 möbliert

Zm Emsk^tzg dttMgmNkii» Ms.

Scheitern des Generalstreiks.

Berlin, 13. Juni. AuS München wick amllich mitgeteilt: Die auswärtige Prcffe, namentlich die Berliutt liulsradilaleit Zeilunllen, find »eil VS»

SM

mrntlfrä

Amtliches Verkündigungsbitttt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

am ogr.

>n>ie am oarbeite* ätsHnn» G. 25 a 428t

Ratibor, 13. Juni. Gestern Nachmittag 6Uhr tmtcke den Insurgenten ein neues Ultimatum gestellt. Falls noch einmal Ratibor von ihnen, sei es mit Artillerie, sei es durch Maschinengewehr- ober Jnfanteriefeuer be­schossen wecken sollte, werde die italienische Artillerie ihre Stellungen untviderrustich mit Feuer belegen. Nach einer hier vorliegenden Meldung wurde festgestellt, daß Groß-

Marburg Hin, tei 14.3ml Brachmond

Die imzW-MW 8etoewillimo MWeflM.

Deutsch-polnisches Entwaffnungsabkommen.

Paris, 13. Juni. Die in den Verhand- lungenzwifchenDeutfchenundPoleni» Blotnitz festgesetzten Entwaffnungsbestimmungen lauten:

1. Am 14. Juni beginnen die Truppen der Auf­rührer sowie des deutschen Selbstschutzes mit der Entwaffnung, die am 22. Juni durchgeführt sein mutz;

2. Je nach dem Fortschreiten dieser Entwaff­nung übernehmen die a l l i e r t e n T r u p p e n die Garnisonen im Abstimmungsgebiete;

3. In Abänderung der Korfantylinie wird eine neutrale Zone geschaffen, durch die die deut- chen und die polnischen Truppen voneinander ge­trennt werden;

4. Jede der beiden Zonen wird durch militä­rische Streitkräfte geschützt sein. Im Korfantyschen Gebiet werden für den P o l i z e i d i e n st Polen, im deutschen Teile Deutsche rekrutiert werden;

5. Angriffsakte von beiden Seiten würden im Verlaufe der Entwaffnungsperiode oder zu einem spätern Zeitpunkt das ganze Abkommen unwirksam machen. Für diesen Fall würden die alliierten Truppen zur Gewalt der Waffen greifen.

Nach den letzten vorliegenden Nachrichten haben die deutschen Vertreter das Abkommen angenom­men. Korfanty hatte am Samstag mehrere- Unterredungen mit mlitärischen und polnischen Be­vollmächtigten der Alliierten, wobei er namentlich Amnestie für die Aufständischen verlangte. (Köln. Zeitung.)

Forderungen des Zwölferausschusies.

rob. Berlin, 13. Juni. Die interalli­ierte Kommission hatte vor einigen Tagen einen Aktionsplan ausgsarbeitet, der eine beiderseitige Räumung des Auf­standgebietes durch die polnischen Aufständi­schen und durch den deutschen Selbstschutz vorsah. Danach sollte das Gebiet im Verhältnis 4 zu 1 ge­räumt werden, das heitzt, die Insurgenten sollten ein viermal so großes Gebiet räumen als der deut­sche Selbstschutz. Dieser Plan war jedoch durch eine Erklärung des deutschen Selbstschutzes, das Gebiet nicht räumen zu können, gescheitert. Man stellte hierauf einen zweiten Plan auf, wonach der Selbst­schutz in den bisherigen Stellungen bleiben sollte, bis der Aktionsplan durchgeführt ist. Dieser Plan wurde dem General Höfer zur Kenntnis gebracht, der sich mit dem Zwölfer-Ausfchutz in Verbindung setzte, um über die Annahme oder Ablehnung die­ses Planes zu beraten. Der Zwölferausschutz stellte darauf folgende Bedingungen:

1. Tatsächliche Entwaffnung und Ent­fernung der landfremden Truppen und Banden;

2. wirksame lückenlose Sperrung der Grenze; —

3. die Errichtung einer starken Po­lizeitruppe, in welche nur Leute ausgenom­men werden dürfen, die sich in keiner Weise mittel­bar oder unmittelbar an dem früheren Aufstand be­teiligt haben;

4. leine Amne st i e;

5. hinreichender Schutz für d i e deutsche Bevölkerung;

6. ausreichender Schutz für die industriel - len An lagen:

7. Instanzen zu schaffen, welche die aus der Durchführung sich ergebenden Maßregeln zu über­wachen haben.

Diese Verhandlungen fanden gestern statt und werden auch heute noch fortgesetzt.

Französisch-polnisches Zusammenwirken.

Berlin, 13. Juni. Der „Lokalanzeiger" md- bet aus Oppeln: Der Oberbefehlshaber der interollierten Truppen. C ratter, versucht, den englischen Vormarsch gegen die Polen dadurch zu verhindern, daß er die Engländer in kleine Trupps verzottelt und sie so aktionsunsähig macht. Nach einer weiteren Meldung des Blattes steht das Haupt quartier Lsrfantys in

Der Anzeigenpiei» beträgt für die 9 geb. Eolonelzeile oder deren Kaum 90 Pfg. u. 10°|o Ausschlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Rau« Über N, Sette ein­nehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Te;tspaltenbreite zu setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir He Zeile mit 3D0 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

Frei-Kadlub wieder und hoben Schützengräben aus. Zembew'.tz ist durch die wiederholten Kämpfe sehr beschäd'g-. Nördlich Er. Strehlitz sind erneut stär­kere Jnsurge" '-k^'^e r y » sich | n

keiner Weise an das getroffene Ab­kommen halten. Neben fe einem Zug Eng­länder und Franzoen befinden sick in Birawa zwei Kompagnien Polen. Nachdem gestern in der Nacht und heule im ganzen Abschnitt lebbaft geschosien worden war, gingen heute gegen Abend auf ein Ultimatum des Generals ©rotier die Jefurgenten gegen Nattbor zurück.

Polnisch-französischer Terror.

Beuthen, 13. Juni. Auf der Deutschland- giube in Schwintochowitz sollten gestern auf Ver­langen der Insurgenten je. eine der im letzten Monat verfahrenen Schichten vom Lohn abgezogen werden. Da die Arbeiterschaft uneinig war und sich eine Mehrheit für das Verlangen nicht ergab, verfügte der Ortskommandant kurzer Hand den Ab­zug der einen Schicht. In Bismarckhütte ist eine Bekanntmachung des Ortskommandanten angeschlagen, nach der jedes Fenster, das zur Straße hingeht, zum feierlichen Empfang der Kom­mission mit Flaa->->n in nolnischcn Far­ben und mit polnischen Abzeichen (Wappen usw.) geschmückt werden muh. Schwere Strafe wird jedem angebrn'' h<= ■ negen h:e Anordnung ver­stößt. Heute früh wurden zwischen der Eleiwitzer- siraße und der Rosengasse von Franzosen Haus­suchungen gehalten. Ein Hilfsmachtmeister und etwa 8—10 Deutsche wurden verhaftet. Ueber den Grund der Verhaftungen ist zur Zeit noch nichts Bestimmtes bekannt.

Lösegeldcr. — Lohn- und Gehaltsabzüge. — Er­hebung einer Steuer.

Beuthen, 13. Juni. Tie Insurgenten nutjen jede Gelegenheit aus, um ihre Kriegslasseu aufzusüllen. Zu dieseni Zweck sind in der letzten Zeit die von hiuen ausgestellten Ausweise für ungültig erklärt worden. Neue Ausweise werden von den einzelnen Ausgabestellen nur gegen Zahlung von ganz willkürlich festgesetzten Beträgen ansgehändigt. Weitere Einnah',neu verschaffen sich die Insurgenten durch die sogenannte HAlösung. In vielen Orten werden deutsche Männer ohne Rücksicht auf Stand und Mer zur Bewachung von Verkehrseinttchtungen, In­dustrieanlagen, Depots mW. hew »gezogen. Bon diesem TicnZ rönue» sich die Deutschen durch Zahlung eines,

>W«

.0 Mk.

»«Sätet iberq.

ehrlich«

he« jaus M 4291

ttt Ott« tr. 33.

E3

Ich bin von diesen Zusammeukänstrn mit einem Eanne, der in Finanz- und Wirtschastsftagen sehr er« hren ist und der — ich wiederhole es, weil ich darüber 6ne viel klarere Auffassung erhalten habe — von den besten ?lbsichten beseelt zu sein scheint, sehr befriedigt. Lag sind sehr nutzbringende, ja irotwendige Besprechungen, --- «rch die man zu irgendeinem Ergebnis gelangen kann, etireää wie können in nützlicher Weise mit den Vertretern Rathe- .....in Paris fortgesetzt werden und den Sachverständigen -- J* besten Fingerzeige geben. Aber tofiter darf man nicht Ackern Rathenau ist nicht, wie man hätte annehmcn Ebnen, mit yitat Vorschläger» und «km vollständig ans

t tüchtig« he« 1$. 637« 11, Crdg.

-Ne ich isi VW« 6363 fützorto»< ichksser.

«paar I.m Stii* $su1. >. an

gemeldet, daß auf Aufforderung der interalliierten Kommission Korfanty und der Jnsurgenten- führer Parwas nach Eleiwitz gereist find, um gemeinsam die Bedingungen zu besprechen, unter denen der Status quo im Aufstandsgebiet wiederhergestellt werden soll. Die gleiche Quelle meldet, dah die Jnsurgentenführer mit aller Energie verlangen, dah ihre Bewaffneten auch nach der Besetzung des neutralen Streifens auf dem von den Insurgenten besetzten Gebiet verbleiben dürfen. Die Insurgenten wollen eine Miliz schaffen, die Ruhe und Ordnung zu wahren hat.

London, 13. Juni. Dir „Times" meldet, daß sich zwei Mitarbeiter der „Cologne Po st", der brittschen ■ Zeitung am Rhein, nach Oppeln begeben, tun dort eine oberschlesischeAuSgabederZeitungzuver« öffentlichen. Di« „Times" verspricht sich davon die besten Ergebnisse für die Verbreitung des btttischen Standpunktes.

Berlin, 13. Juni. Der Eisenbahnangestellti N o w g c k, der den po l n i s ch e n Minister » Präsidenten vor mehreren Monaten auf dem Bahnhof in Cottbus durch Handkuß begrüßte, wurde von der Fachgewerkschaft der Eisenbahn^ Weichensteller wegen seines vaterlandslosen Ver­haltens scharf gebrandmarkt und aus der Fach« gewerkfchaft ausgeschlossen.