Amtliches BerLnLigungsdlatt des Kreises Marburg.
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Anzeiger für (das früher kurhefstfche) Oberhessen
Die „Oberhesstsche Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
4.25 Sffit, durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.
“ : Vf 113 8ür ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag vonDr. T. Hitzeroth.—Druck der Univ.-Buchdruckeret von Joh.Aug. Koch,
Markt 21,'23 — Kernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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Das Rückzugstelegramm Kvrfantys an die interalliierte Kommission betrachten die Blätter als das Eingeständnis, dass Kvrfanty sein Unternehmen als gescheitert ansieht. Gleichzeitig erblicken aber die Blätter in dem Telegramm ein Manöver des Jnsurgentenführers, um auf einem Umwege zu Verhandlungen über die Festsetzung einer Demarkationslinie zu gelange» und erwarten von dec
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el bleibt abzuwarten, ob England in der Teilungsfragi erfolgreicher sein wird. Wichtig ist, daß Lloyd George di« Einfügung der Abstimmung in den Friedensvertrag eil seinen persönlichen Erfolg betrachtet und demnach eine Mißachtung des Ergebnisses dieser Abstimmung all eine persönliche Niederlage ansehen würde. I» hiesigen Ste» gierungskreisen wird jetzt an Nelle del Völkerburckel Amerika als Schiedsrichter empfohlen, entweder allein oder als Spitze eines neutralen Ausschusses ivie bei den Aland« inscln. Im übrigen tritt die oberschlesisch« Frage in der Morgenpresse gegenüber dem Streik und Irland bereits toieber stark in den Hintergrund. (Köln. Zeitung.)
L o n d on, 17. Mai. „Daily Expreß" zufolge ist Frankreich ein neues Memorandum der englischen Regierung zugestellt worden, in dem darauf hingewiesen wird, daß die Rede Lloyd George! in Frankreich augenscheinlich mißverstanden worden sei, insbesondere seine Erklärung bezüglich der Erlaubnis, die Deutschland erteilt weiden solle, iw Oberschlesien einzugreifen. „Daily Expreß" meldet weiter, die Haltung Großbritanniens blewt dieselbe wie sie Lloyd Georg« in seiner Rede auSeinandergrsetzt habe. Ti« englische Regierung wolle, daß alle möglichen Schritte unternommen werden, um die Erfüllung des Friedensvertrages zu erzwingen, sowohl durch die Polen als auch durch di« Deutschen. England sei entschlossen, dafür zu sorgen, daß die Polen die Besetzung Obccschlesiens ausgeben. Diel ist der französische» Regierung erneut zum Ausdruck gebracht worden.
London, 17. Mai. Reuter erklärt, di« Haltung der britischen Regierung gegenüber de» Aufstand in Oberschlesien sei das Fest« halten an ihrem fair play gegen Polen sowie gegen Deutschland, eine Haltung, die sich auf den Ver- sailler Vertrag stütze, Großbritannien beabsichtige, loyal seine Verpflichtungen auszuführen, könne aber keinen Versuch dulden, der Entscheidung de» Obersten Rates durch die Schaffung einer vollendeten Tatsache vorzugreifen. Der britische Standpunkt gegenüber der Frage der Teilung Ober« schlesiens sei vollständige Unparteilichkeit, Die Haltung der deutschen Regierung werde als völlig korrekt angesehen, aber d«A dilatorische Verhalten der Polen, die unterließen, die Grenze zu Beginn des Aufstandes zu schließen, werde als durchaus unbefriedigend angesehen. Wil Reuter erfährt, wird die nächste Zusammenkunft der Verbündeten eine Konferenz des Obersten Rate» sein: sie wird in der nächsten Woche wahrscheinlich in Paris stattfinden.
Die Lage unverändert.
wb. Berlin, 17. Mai. Aus Oberschlesien liegen bis heute vormittag nur wenige Berichte vor, die aber erkennen lasten, daß die Lage unverändert ist. Im Landkreise Beuthen und im Kreise Kosel haben Schießereien stattgefunden. Bei Kalewitz wurde sehr stark mit Minen geschoßen. Aus Warschau liegen Berichte vor,- daß Werbebüros trotz des Verbotes der Warschauer Regierung, ihre Tätigkeit fortsetzen, nur mit dem Unterschied, daß dies früher offen, jetzt aber versteckt in noch viel größerem Umfange geschieht. Auch die Werbung für Freiwilligenbataillone wird in großem Umfang fortgesetzt.
wb. P a r i s, 17. Mai. „Petit Parisien" b« Häupter, daß der französische General de Branti» am 6. Mai zwar nicht auf Befehl Le Rouds, aber der gesamten interalliierten Kommission Kor, fanty aufgefordert habe, sich zu er« geben. Dieser habe ihn gebeten, namens der polnischen Aufständischen der Kommission einige Forderungen zu unterbreiten. -
Oppeln, 17. Mai. Die Sage ist im wesentliche« unverändert. In Kattowitz wurden von Insurgenten auf dem von Franzosen besetzten Bahnhof 14 Sotomor litten gestohlen. Kleinere Zusammenstöße werde» aus Ratibor gemeldet. Im Kreise Kosel konzentriere« sich die polnischen Aufrühreoin der Gegend von Loschwitz- Annaberg. Ueber den Rückzug der Aufrührer liegen bisher keine Meldungen vor. In deutschen Kreisen betrachtet man das Korsanty-Telegramm als eine« Schachzug.
Berlin, 17. Mai. Die Blätter teilen mit, daß sich das Eingreifen der Reichs regle« r u n g in den oberschlesischen Angelegenheiten sich bisher nur auf diplomatische Schritte beschränkte, die in Paris, London und Rom unternommen worden sind, und in denen die verbündeten Regierungen ersucht werden, mit ausreichenden Machtmitteln für die Wiederherstellung des rechtmäßigen Zustandes im Abstimmungsgebiet zu sorgen.
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Oppeln ein Telegramm folgenden Inhalts gerichtet:
Oberschlesien hat sich 12 Tage im Aufstand befunden. Das polnische Volk hat niemals. Anspruch erhoben, durch Gewalt zu triumphieren. Aber es hat sein Leben für seine heiligen Rechte hingegeben. Der Ausschuß gibt zu, daß in der Leidenschaft des Aufstandes die Grenzen der Klugheit überschritten worden sind. Aber unsere begeisterten Streitkräfte sind nunmehr bereit, einen Rückzug an- zutreten, groß genug, um zu sichern, daß die Feindseligkeiten mit den Deutschen sofort aufhören, vorausgefetzt, daß das Gebiet, das wir räumen, von interalliierten Truppen besetzt wird. Wir wollen keinen Zoll Boden an die Deutschen überlasten: aber wir werden ihn der interalliierten Kommission überlasten. Wir bitten demgemäß, daß die geräumte Zone von den Alliierten besetzt werde, so daß die polnische Bevölkerung nicht unter Vergeltungsmatzregeln zu leiden hat, wie sie bereits oorgekommen sind.
Berlin, 17. Mai. Die „Vost. Ztg." schreibt: Korfanty gestand ausländischen Journalisten gegenüber zu, datz er an grotzem Geldmangel leide, der die Reihen seiner Armee vermindere, da ein Teil seiner Gefolgschaft vorziehe, zur Arbeit zurückzukehren. Richt ohne Eindruck auf Korfanty blieb auch die Tatsache, daß maßgebende deutsche Industrielle, die er durch stärkste Versprechungen zu gewinnen suchte, ihm eine Absage erteilten. Die Aufstandsbewegung gerät immer mehr in bolschewistisches Fahrwasser. Aus Bismarckhütte und Friedenshütte wird berichtet, daß die Frauen der dortigen wohlhabenden Deutschen gezwungen wurden, die Straßen zu reinigen und. Tische und Bänke für die Korfantygarde zu scheuern, die die Wohnungen des Bürgertums, insbesondere die Weinkeller, plünderten.
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Mai an das Auswärtige Amt eine Note gerichtet, in der sie vor dem 18. Mai um Mitteilung derjenigen Maßnahmen bittet, die die deutsche Regierung ergriffen hat, um die Durchführung der Bestimmungen der alliierten Regierungen hinsichtlich des Luftfahrwesens zu sichern. Die Begriffsbestimmungen, die von den alliierten Mächten zur Unterscheidung der zivilen Luftfahrt von der durch Attikel 198 des Frie- densvertrags untersagten Militärluftfahrt aufgestellt sind, sollen der deutschen Regierung binnen kurzem mitgeteilt werden. Ms Anlage zu dieser Note ist ein Schriftstück beigefügt, wonach erstens die Nachforschungen nach verstecktem Material von der deutschen Regierung zu erleichtern und alle in Artikel 202 vorgesehenen Ablieferungen vor dem 15. 5. 1921 zu beenden sind. 2. die Fabrikation und Einfuhr von Luftfahrmaterial erst drei Monate nach dem Tage wieder anfgenommeu toerben darf, an dem die interalliierte Luftfahrtkoutrollkommission anerkannt haben wird, daß der Artikel 202 vollständig ausgeführt worden ist, 3. Deutschland die für die Zerstörung von Zeppelinen verlangte Entschädigung leisten muß, 4. Deutschland vor dem 31. 5. 21 25 Millionen Mark zahlen muß, 5. Deutschland die Entscheidung der Botschafterkonse- renz vom 8. November 1920 befolgen muß, wonach die Verwendung von Flugzeugen bei Polizeisormationenu untersagt wird.
In der Antwortnote des Auswärttgen Amtes heißt es: Tie deutsche Regierung wird bemüht fein, das in Deutschland noch versteckte Luftfahrgerät mit größter Beschleunigung zu erfassen. Sie wird die Nachforschungen der Kontrollkommission nach solchem Gerät erleichtern. Es werden in kürzester Zeit die gesetzlichen Maßnahmen getroffen werden, um die Ausführung der Entscheidung von Boulogne über Her- stellungj tLiib Einfuhr von Lnstfahrgerät sicher zu stellen. Die deutsche Regierung wird die, für die Zerstörung von Zeppelinen geforderte Entschädigung leisten. Die deutschen Polizeiformationen sind nicht im Besitze von Flugzeugen und werden auch in Zukunft nicht mit solchen ausgestattet werden. Die deutsche Regierung wird die Begrisfsbestimmungen an«
Exekutivausschuß, an dessen fanty steht, hat an die interalliierte Kommission in
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interalliierten Kommission, daß sie den Winkelzügen Kor- fantys klare und entschiedene Forderungen gegenüberstellt. — Die „Bossische Zeitung" schreibt: Die einzige Antwort der Ententekommission kann nach Lage der Dinge nur darin bestehen, daß sie vor allen Dingen die Ablieferung sämtlicher Waffen, die Auslieferung der Rädelsführer und die vollständige unb unverzügliche Räumung des ganzen Abstimmungsgebiets verlangt. — Auch die „Germania" fordert die sofortig« Wiederherstellung der Herrschaft der interalliierten Kommission im ganzen Abstimmungsgebiet und verlangt vor allem Sühne für die vielen Verbrechen, die vorgekommen sind. — Der „Vorwärts" schreibt: Der Ausstand als solcher war ein Verbrechen und ist als ein solcher von der interalliierten Kommission zu behandeln. — Die „Freiheit" führt die Liquidierung des Aufstandes auf den Druck der Entente zurück und betont: Nachdem die Alliierten diesen ersten Erfolg erziell haben, erwächst ihnen die weitere Pflicht, die Bestimmungen des Friedensttertrages über Oberschlesien restlos durchzuführen. Bis zur letzten Ausführung des EntentebeschlufseS über die Festlegung der Grenze ist die interalliierte Kommission ganz allein für bie Erhaltung der Ordnung in Oberschlesien und für den Schutz der Einwohner verantwortlich.
Wie die „Bossische Zestung" meldet, hat Korfanty gleichzeitig mit der Absendung des Telegramms an die interalliierte Kvmmi'si-pi einen Aufruf an die Insurgenten gerichtet, in dem er Vie selbständige Demobilisierung der Mannschaften mit der Aufforderung sanktioniert, daß alle die, die nicht erforderlich seien, möglichst bald zur Arbeit zurückkehren sollten. Zur Wiederherstellung des Wirt- schaftskebens sei «S notwendig, daß man die Beamten tuieber in ihre Funktionen einsetze. Wenn noch einige, so wird in dem Aufruf gesagt, unter ihnen der persönlichen Freiheit beraubt sind, so sollen sie unverzüglich in Freiheit gefegt werden. Ein Tagesbefehl des „Obersten Feldherrn der Aufständischen", Doliwa, befiehlt die strikte Befolgung des Aufrufs.
Im Gegensatz zu diesem Korfanttzschen Aufruf steht eine Meldung des „Berl. Lokalanz." ans Kreuzburg, der- znsolze dort di« Polen seit gestern, abend mit starken Kräften angreifen. Ihr Hauptstoß richte sich auf Gohle. Ein gleichzeitiger Angriff auf Uschütz konnte abgeschlagen werden. Durch einen südlichen Umfassungsversuch feien sie in den Besitz der Eisenbahnknotenpunktes Hcllewald gekommen. . ,
Frankreich.
Paris, 17. Mai. (Havas.) Im Ministerrat hat Briand Jonnart zum außerordentliche, Gesandten beim Vatikan ernannt. ,
Zusammenkunft Millerands mit dem König von Belgien.
wb. Lille, 17. Mai. Präsident Millerand traf gester i in Lille mit dem König der Belgier zu« lammen. Bei den Empfängen in der Präfektur erwähnte der König auch die Reparations« frage und betonte: Wir sind nicht von Rache« gefählen beseelt, wollen aber, daß unser Recht geachtet wird. Bei einem anschließenden Bankett hielt Millerand eine Ansprache, in der er erklärte, solange Deutschland seine Schuld am Kriege ableugne, würde es einen wirklichen Frieden in der Welt nicht geben. Die Macht, m üjjje dem Rech E^I t ung p er IS-lltt
3er AeMms les Ultimatums.
Die erste Milliarde.
/" Berlin, 17. Mai. In Ziffer 5 des Ultimatums hat sich die deutsche Regierung verpflichtet, innerhalb 25 Togen eine Milliarde Goldmark in Gold «der anerkannten Devisen oder in deutschen Schatz- anwcisungen mit dreimonatiger Laufzeit zu bezahlen. In Ausführung dieser Verpflichtung bot die deutsche Regierung, entsprechend ihrem Vorschlag in dem Vermittlungsantrage an die amerikanische Regierung, der RevaralioiiLkommission zunächst die so fo r t i g e Z a h- lnng von 150 Millionen Gold mark, fast ganz in ausländischen Devisen an. Sobald die Repa- rationskommissiou Me Empsaugsstelle bekannt gibt,
Erschießungen.
Berlin, 17. Mai. Der „Lok.-Anz." meldet: In Nicolai wurden, nachdem die Stadt von den Italienern verlassen war, 7 Deutsche, die sich bei der Verteidigung des Ortes an der Seite der Italiener beteiligt hatten, aus den Betten geholt und sofort e r f ch o s s e n.
Die deutschen Parteien und Gewerkschaften fordern Taten statt Bersprechungen.
Kaitvwitz, 16. Mai. Die deutschen Parteien und, Gewerkschaften Oherschlefiens haben heute folgendes Telegramm an die Interalliierte Kommission in Oppeln gerichtet: -
Die Aufständischen unterhalten in Rozdzin-Bagno, Kreis Kattowitz, ein Internierungslager, in dem mehrere hundert aus dem Ausstandsgebiet verschleppte deutsche Männer, Frauen und Kinder unter dem schwersten Druck gefangen gehalten werden. Die polnische Aufrührer holen aus den Ortschaften und Straßenbahnen an Hand von namentlichen Listen Personen heraus und verschleppen sie. Der von den Rebellen eingeführte Paßzwanz erhält hierdurch einen ganz neuen Hintergrund. In Jofefs- dorf, kstceis Kattowitz, find am 14. Mai arbeitswillige Deutsche von den Aufständischen festgenommen und auf Befehl des Kommandanten Karl Rosecki mit Peitschenhieben auf den nackten Körper mißhandelt worden. Wir haben noch nicht das schwächste Anzeichen dafür, feststellen zu können, daß die Interalliierte Kommission irgendwie gegen diese furchtbaren Zustärtde einschreiien will. Wir stellen nur fest, daß die deutsche Presse an wahrheitsgetreuer Berichterstattung behindert wird, damit die Welt eine Darstellung der wirllichen Lage in Oberschlesien nicht erhält. Am 14. Tage des Aufstandes fragen, wir die Interalliierte Kommission erneut, was sie zum Schutz der friedlichen Bevölkerung zu tun gedenkt. Wir legen aber nicht den geringsten Wert auf leere Versprechungen, sondern wir fordern Taten.
Deutsche Parteien und Gewerkschaften Oberschlesiens. Die Haltung Englands.
London, 17. Mai. London hat jetzt Paris amtlich versichert, daß die Stelle der Rede Lloyd Georges, worin Deutschland zur Selbsthilfe ausgesordert wurde, mißverstanden worden sei. Lloyd George hat eine dementsprechende Warnung nach Berlin gerichtet. Somit ist in diesem Punkte der englische Rückzug roll ständig, und
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Revarationskoinmission^eiue weitere Zahlung in bar, der Rest in deutschen Schatzanweisungen geleistet werben. Wie wir hören, sind Dispositionen getroffen welche die Einlösung dieser Schatzanweisungeu innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraumes sicherstellen.
Ei iw Rote betreffend die Entwaffnung.
Berlin, 17. Mai. General Rollet, Vorsitzender der interalliierten Militärkommission, hat unter dem 12. dem Direktor der Friedensabteilung des Auswärtigen Amtes eine Note zugehen lasten, in der die Ausführungsbesti m m ungen ider Londoner Note vom 5. Mai, soweit sie die Entwasfung betreffen, enthalten sind.
i Die Bestimmungen fordern bezüglich des 100 000 Mannheercs Mitteilungen der zur Ausfüllung der von der Kommission bezeichneten Lücken im Wehr- gesest obigen Eesetzestextes und Abschluß des • in L........gbringen der Organisation des Heeres 'mit den Bestimmungen des Friedensvertrages bis |um 15. Juni. Bezüglich des Kriegsmaterials wird zesordert, daß die von der Kommission festgesetzten Höchstzuweisungen vor dem 20. Mai 1921 mittags 12 Ahr anerkannt werden. Die Ablieferungen des auf Srunb dieser Höchstzurveisungeu berechneten iiber- fchüfsigen Materials muß vollständig bewirkt fein für jede Art von Waffen am 10. Juni, für das übrige Kriegsgerät am 30. Juni. Die Ablieferung der Waffen, die von der Bevölkerung herrühren, muß vor dem 10. Juni vollständig beendet fein. Die nicht genehmigte Ausrüstung der Landbefestigungen Mutz vor dem 31. Mai vollständig abgeliefert fein. Ferner enthält die Note Bestimmungen über Auflösung und Entwaffnung der Selbstschutzorgani- satiouen. Ihre Auflösung muß bis zum 30. Juni bewirkt werden. Die Liste der von der deutschen Regierung aufzulösenden Organisationen muß vor dem 31. Mai der Kommission mitgeteilt sein. Die Entwaffnung muß vor dem 10. Juni vollständig beendet sein. Der Rest an Waffen und Munition .ttuß bis zum 30. Juni abgeliefert sein. In einem Weiteren Abschnitt enthält die Note Bestimmungen über die Polizei, deren Organisation und Stärke mit den Bestimmungen der Noten von Boulogne und Paris in Einklang gebracht werden müssen. Snbefcnbcic besteht die Kommission darauf, daß der jetzigen grünen Polizei der Charakter einer mobilen militärischen Streitkraft zu nehmen, die Probezeit und die kurzfristige Dienstzeit abzuschasfen, jeden Bersonalaustaufch zwischen Polizei und Heer zu . versagen, den Polizeischulen wieder ihren Vor- iriegscharakter zu geben, aber Polizeifliegerforma- ticnen abzuschaffen und schließlich die Gesamtstärke aller Polizeikategorien der Uniformierten und Richtuniformierten auf die Zahl von 150 000 Mann herabzujetzeu ist. Die hierzu notwendigen Umbil- «ungen müssen vor dem 15. Juli durchgeführt und , iiie entsprechenden Anweisungen der Kommission »or dem 15. Juni mitgeteilt werden. Waffen und Munition jeder Art, welche nicht gemeldet sind und sich noch in Händen der Polizei befinden, müßen noch vor dem 31. Mai abgeliefert werden. Vor dem 20. Mai mittags 12 Uhr hat die deutsche Regierung der Kommission tnitzuteilen, daß sie die Liste der Fabriken, die Kriegsmaterial Herstellen dürfen, anerkennt. Der von der Militär- und Marinekontroll- kow.iuifsion am- 27. April geforderte Eesetzestext zur Wirksammachung des in Artikel 170 und 192 des Friedensvertrags festgesetzten Ein- und Ausfuhrverbots für Kriegsmaterial ist den Kommissionen spätestens bis zum 30. Juni mitzuteilen. Die Note stellt ferner ein Ersuchen um Sicherstellung der Freiheit der Kontrolle und fordert, daß zu diesem Zwecke ergangene Anweisungen der Kommission vor dem 20. Mai mittags 12 Uhr mitzuteileu sind.
Eine Note betreffend das Lv.ftfahrwefen.
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(breiten nach r* OVL«,» l'E«"- «in- U. 30110. jefren und zu
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wb. Oppeln, 17. Mai. Der
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