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Amüiches VerWnLigungsblaU des Kreises Märburg

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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Erstes Blatt

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tion des wirtschaftlichen Lebens nach marxtsti-

sch e n Gesichtspunkten durchzuführen. Zum dritten

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Strehlitz gewehre zerstört, werden.

wurden den Aufständischen 4 Maschinen­abgenommen. Ein Granatwerfer wurde Cobolin mutzte von den Polen geräumt In den übrigen Kreisen ist die Lage un-

»rter Berufung auf irgendwelche Scheingründe ma- : chen. so mutz die Reichsregierung die Zusage zur

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gen bevorstehenden Angriff. Auch aus Nikolai wer­den Plünderungen der Aufständigen gemeldet, die sich nicht mehr in der Hand ihrer Führer befinden. Ueberaus ernst ist auch die Lage im Landkreis El ei witz. Die Insurgenten requirieren grötzere Mengen an Schlachtvieh sowie Pferden. Die Le­bensmittelnot in den Jndustriekreisen des Land­kreises Eleiwitz wächst. In Hindenburg wurde das Flüchtlingslager von den Aufrührern geplündert. 30 Flüchtlinge wurden vertrieben. Im Kreise Er.

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ig unser« ?stge setzt

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Fähigkeiten bald ein weiteres reiches Feld ersprießlicher Tätigkeit sinden mögen.

Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichneten Hoch­achtung Ihr sehr ergebener

Ebert, Reichspräsident.

3k «NMimt le Ultimatums.

Kundgebung des Reichsbürgerrats.

ei unsere# liselstubea 'rfedberg Isenburg :en (Fror, ben 9 un4 mann, ii p Aktien- Stuttgart echlngel L enstemp«

Kleber Windung aller parteipoliti­schen Gegensätze in gemeinsamer Arbeit trotz allem den Aufbau der Wirtschaft versucht. Boraussetzung dafür ist, datz einmal die Führer des deutschen Wirtschaftslebens sich bet heute ins Unermeßliche gewachsenen Verpflich­tung gegenüber dem Volksganzen nicht ent­ziehen, und daß anderseits nicht wieder versucht -wird, die auf Grund unsrer wirtschaftlichen Vin- dnng an den Verband notwendigen Neuorganisa-

Erfüllung der Forderungen des Ultimatums " zurück nehmen. Zum zweiten sieht der Reichs-

iürgerrak den letzten Weg zur Rettung nur in dem mit vollem Ernst betriebenen Versuch zur Er­füll im g der einmal eingegangenen Verpflich­tungen. Eemätz diesem Programm glaubt er,

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Heien Sozialpolitik aufzurufen. Er sieht die einzige Möglichkeit zur Wiedererweckung des deutschen Kraftbewußtseins in einem bis zur äußersten Grenze

fchotographiert, und bit Photographien dieser Fälschun­gen als. echte Beschle der polnischen Regierung über­mittelt zu haben. Die Photographien bcjindeu sich bei den Gerichtsakten. ,

Sitzung des Reichrkabinetto.

Berlin, 13. Mai. Nach derB. Z. a. St. trat das Reichskabinett heute mittag zu einer Sitzung zusammen, in der hauptsächlich di« oberschlesische Frage erörtert werden soll.

In oolnÄ AMM in NnIMen.

Fürst Hatzfeld zurückgetreten. Vollkommene Schutzlosigkeit der deutschen BeoöUerung.

Plünderungen.

Berlin, 13. Mai. Ter deutsche Bevollmächtigte für den Abstimmungsbezirk Obcrschlcsiens, Fürst Hatzfeld, legte sein Amt nieder. Es waren ihm von der interalliierten Koinmission Zusicherungen gemacht worden, die ihn in den Stand gesetzt hatten, der Bevölkerung Besserung und Beruhigung zu versprechen. Die von der interalliierten Kommission gemachten Zusicherungen wur­den jedoch nicht erfüllt. Fürst Hatzfeld war also nicht in der Lage, sein Versprechen einzulösen, und fühlte sich .deshalb, zu seinem Schritt verpflichtet. Es ist in hohem Grade zu bedanern, daß es dem Fürsten, der in allen Kreisen der Bevölkerung das größte Bcrtranen genoß und dessen Name durch seine Tätigkeit als Chef der freiwilligen Krankenpflege internationalen Ruf hat, auf diese Weise unmöglich, gemacht wurde, sein Amt weiter zu versehen. Seiner objektiven persönlichen Haltung und dem Einfluß seiner Persönlichkeit ist cs größtenteils zu danken, daß die oberschlesische Bevölkerung trotz der Schrecknisse der letzten Zeit maßvolle Ruhe bewahrt hat. Die Geschäfte des deutschen Bevollmächtigten in Oppeln werden bis auf weiteres von dem Stellvertreter des Fürsten Hatzfeld, dem Grasen Prachma, weitergeführt.

Berlin, 13. Mai. Rach einer Meldung derVoss. Zig." a»S Breslau widerlegt Korfanty die Be­hauptung Le Ro nd s über das N icht besteh en eines Abkommens mit den Insurgenten durch die Ver­öffentlichung des Tagesbefehls der polnische» Kampf­gruppe-Ost, worin es heißt, daß die Festsetzungen der Demarkationslinie des Waffenstillstandes unterzeichnet seien von dem französischen Oberst Ladam, dem italieni- fchen Oberstleutnant Pariggi, dem englischen Hauptmann Gascol und durch die Polen von dem kommandierenden Hauke, Olowski, FoikiS und Laskowski. Dieses Abkommen sei dem General Le Rand übermittelt worden.

Berlin, Mai . Eine Abordnung von Reichs­oberschlesiern wurde, wie die Blätter hören, bei dem italienischen und englischen Botschafter in Berlin vor­stellig, um auf die Schutzlosigkeit der deutschen Bevölkerung vor den Jusurgentenbanden, auf die offene Parteinahme der Franzosen hinzuweisen und um schleunigste Abhilfe, wenn möglich durch Verstärkung der italienischen und englischen Truppen zu bitten. Die beiden Botschafter gaben der Deputation beruhigende Zusicherungen.

Oppe ln, 13. Mai. Folgendes T-ttgramm wurde an die interalliierte Kommission in Oppeln gerichtet: In der Nacht znm 13. Mai wurden in der Stad! Kattowitz von bewaffneten Insurgenten Plünde­rungen vorgenommen. Es wurde geplündert das Restanrant Bismarckkeller, nachdem die Eingangstür durch drei Handgranaten aufgesprengt war. Die Plün­derer hielten sich in dem mitten in der Stadt ge­legenen Hause Teichstraße 10, der Ortsstelle der Hei­mattreuen mehrere Stunden auf. Ferner wurden z we i Lebensmittelgeschäft« in der Heinzelstraße ge­plündert. Tie srairzösischen Truppen sind gegen diese Plünderer in keiner Weise eingc- schritten. . Tie Bevölkerung ist vollkommen schutz­los. Es wird um energische Anweisung an den Kom­mandanten von Kattowitz gebeten, daß mit allen Mit­teln gegen derartige bolschewistische Ausschreitungen vorgegangen wird. Die deutschen Parteien und Gewerkschaften.

Paris, 13. Mai. Auf die Reuternote, daß nur der Oberste Rat und nicht die interalliierte Kommission in Oberschlesien die letzte Entscheidung in der ober­schlesischen Frage hat, antwortet dasEcho de Paris", es sei unwahrscheinlich, daß die französische Re­gierung, die entschlossen sei, Polen das ganzeJndustriegebietvon Oberschlesien z u z u t e i l e n, sich zum Obersten Rat begeben würde, ohne rorher der Annahme des Grundsatzes ihrer These versichert zu haben.

Oppeln, 13. Mai. Die polnischen Aufrührer bedienen sich nach wie vor der amtlichen Funkstatio­nen, um mit deren Hilfe Verleumdungen ge­gen die schwer bedrohten Deutschen in Oberschlesien zu verbreiten. So wird in einem Warschauer Funk­ipruch gemeldet, daß die verwundeten polnischen Ausrührer von Deutschen getötet würden. Diese Tatsache sei durch das Kommando der Aufrührer be­tätigt. Die Meldung ist eine nichtswürdige Ver­leumdung, die unter den Aufrührern verbreitet wird, um diese gegen dis deutschgefinnte Bevölke­rung noch mehr aufzuhetzen. Wie einwandfrei estgestellt ist, besteht zwischen Korfanty und dem polnischen Generalkommando in Posen eine beson­ders Fernschreibcrverbinduug.

Die Lags in der Stadt Kattowitz spitzt sich immermehr zu. Es laufen ständig neue Meldungen über Plünderungen und Raubzüge 'der Aufrührer in einzelnen Stadtteilen ein. Die deut- chen Kreise rechnen mit einem in den nächsten Ta-

Marburg

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Men haben, am wenig st en in der Lage find, die daraus erwachsende soziale Ve- faftungzu tragen. Es muß daraus eine Kata­strophe entstehen, die nicht nur durch den finan­ziellen und wirtschaftlichen Druck bestimmt wird, stmdern auch durch die Unmöglichkeit der Lösung seilen derjenigen, die bisher die Verkünder des Fialen Fortschritts zu sein glaubten. Der Reichs- öürgerrat hält es daher für feine Pflicht, gerade in dieser Stunde das ganze Volk zur Erhaltung des in .Deutschland erreichten sozialen Fortschritts

steht der Reichsbürgerrat die größte Gefahr der nächsten Monate und Jahre darin, datz gerade diejenigen, die die Verantwortung für die Durchführung des U l t i m a t u m s auf sich genom-

AM gegen Wen.

Lloyd Georg« erllärte im Unterhaus, die Alliierten müssen darauf bestehen, daß der Friedens­vertrag respektiert werde. Er erllärte weiter zu be­haupten, daß deutsche Truppen, wie sie Deutschland hat, zur Teilnahme an der Wiederherstellung der Ordnung nicht zugelassen werden dürfen, ist unfair. (Beifall.) Fair play ist es, wofür England eingetreten ist «nd ich hoffe, daß England dafür bis zum Ende eintreten wird. Ich hoffe auch, daß, obwohl es HM um Deutsche handelt, wir immer mehr zeigen «eiche«, daß wir für fair play eintreten und daß wir unser« Autorität in Europa in immer steigenderem Maße dafür einsetzen werden. Daß «S Polen gestattet fein soll, in Verachtung des Friedensvertrags Oberschlesien weg zu nehmen, und daß eS den Deutschen nicht ge­stattet sein soll, sich in ihrer Provinz zu verteidigen, die ihnen schon seit Jahren gehört hat und die 600 Jahre lang gewiß nicht polnisch war, wäre unehrend und unwert der Ehre dieses Landes. Lloyd George ist völlig gewiß, daß die Haltung der Miierten nicht derartig sein werd«. Das einzige waS er im Namen der Regierung z« sagen wünsche sei, daß waS auch immer sich ereignen möge, sie in fait accompli nicht anerkennen könnten. (Beifall.) Lloyd George fuhr fort, er glaube es sei richtig, ganz offen zu sprechen, denn wenn solch« Dinge sich ereigneten und man von ihnen nicht Notiz nehme und sich mit ihnen nicht befasse mit dem festen Gerechttgkitssinn, der die Haltung Englands bei jedem Vorgehen in auswärtigen Dingen kennzeich­net, so wäre das verhängnisvoll für den europäischen Frieden, Wenn der Friede gestört werde, so vermöge er nicht voraus zu sehen, was mit Europa geschehen werde. Er sei in Unruhe, ja in Schrecken versetzt bei dem Gedanken, daß, wenn der Welt das Vertrauen nicht wieder gegeben werde, daraus die furchtbarsten Folgen erwachsen könnten, sei doch bie ganz« Jn- dustriewelt so sehr auf Kredit und Vertrauen auf­gebaut, daß, wenn diese einmal erschüttert würde, er nicht zu sehen vermSchte, wie die Welt wieder aufgebaut metteit könnte. ES sei daher im Interesse der Nation von größter Wichttgkeit, ohne Rücksicht aus die An­zeigung und Vorlieb«, gleichgültig, ob man diesen Mann liebe ober nicht liebe anzuerkennen, daß Gerech­tigkeit mit Zuneigung oder Abneigung nichts zu tun hab«. England müsse ehrenhaft und fest entscheiden in Nebereinstimmung mit dem Vertrag, den es selbst mit unterzeichnet habe. Ter Friedensverirag sei die Urkunde der Freiheit Polens, die aus chm beruh«. TaS letzte Land in Europa, das ein Recht habe, sich über den Friedensvertrag zu beschweren, sei Polen, denn Polen habe den Vertrag von Versailles nicht gewinnen Helsen. Durch ein grausames Geschick sei Polen wäh­rend des Krieges gespalten gewesen. Eine Hülste seiner Söhne sei auf Seite der Alliierten gewesen, die andere habe gegen sie gestanden. Bezüglich der Haltung, di« die polnische Regierung gegenüber den Vorgängen in Oberschlesien einnehme, führte Lloyd George weiter aus: Die polnische Regierung habe die Verantwortung abgklehnt und er sei genötigt gewesen, diese Erlläruug als Ausdruck ihrer wahren Meinung anzusehen. Aber «in« solche Erklärung sei einmal zu viel ergangen. Lloyd George erinnerte au die Regelung der litauischen Frage, bei der die Vereinigten Staaten, Frankreich, > Italien und England beteiligt waren. Wilna sei von regulären polnischen Truppen besetzt worden, was eine Herausforderung der Alliierten gewesen fei. Polen et ersucht worden, die Truppen zurückzuziehen, habe jedoch die Verantwortung sür die Besetzung abgelehnt. Dasselbe habe sich jetzt ereignet Dieselbe Ablehnung der Verantwortung ist die Tatsache, daß Massen von Polen her eingeführt wurden, daß Offiziere die Grenze überschritten. Es sei sehr schwer sich dem Gesühl zn verschließen, daß die Ablehnung der Verantwortung nichts anderes als bloß int Wortsinn zu deuten ge­wesen fei. Als d'Annunzio in Herausforderung der italienischen Regierung Fiume weg nahm, fühlte die itakienifche Nation, daß ihre Ehre im Spiel war und d'Annunzio und seine Leute waren aus Fiume heraus. Tie Italiener schritten sogar zu bewafsneten Eingriffen, denn sie fühlten, daß die Ehre einer großen Nation in die Angelegenheit verwickelt war. Er halt« Polen dieses schöne Beispiel yor. Das höchste In­teresse der Alliierten gehe dahin, den Vertrag voll VeijailleS intte zu halten. Gegenwärtig hätten sie die lkebermacht aus ihrer Seite und Deutschland habe ich umerworfty. Tie Zukunft fti dunkel. Das cüuia<t

verändert.

Vlättermeldungen aus Kattowitz zufolge neh­men die Verpflegungsschwierigkeiten bei den pol­nischen Insurgenten immer größeren Umfang an. LautVerl. Lok.-Anz." habe ein polnischer Führer m Kattowitz erklärt, daß man in wenigen Tagen mit dem Zusammenbruch der Insurgentenarmee rechnen müsse.

Nach einet Blättermeldung aus Kattowitz ist ein polnischer Eeheimbefehl gefunden worden, der sich auf die Kämpfe um Kattowitz bezieht. Nach dem Befehl verloren dort die Polen an Toten 175 Mann.

wb. Paris, 13. Mai. Nach einer Havasmel- bung aus Oppeln haben bie verbündeten Streit­kräfte in Oberschlesien folgende Verluste zu ver­zeichnen: Franzosen 2 Tote, 7 Verwundete; Ita­liener 20 Tote, 40 Verwundete; Engländer 1 Po­lizeisergeant.

Verstärkung bet alliierten Streitkräfte?

London, 12. Mai. Im Unterhaus« erllärie H a r m S w o r t h, die Interalliierte Kommission in ObeHchlesien ersäge die Möglichkejt einer Bcr- stürkung der Streitkräfte, die der Abstim- mungskommisnon zur Verfügung sichen.

Polen schiebt die Schuld auf Frankreich.

Warschau, 13. Mai. Ter Unterstaatssekrrtär für auswärtige Angelegenheiten hat dem deutschen Ge­schäftsträger die Antwort der polnischen Re­gierung auf die deutsche Note vom 5. Mai in bezug auf Oberschlesien übermittelt. Er sagt in der Note, er könne keine amtlich« Aufllärung über die Vor­gänge in Oberschlesien geben, denn der Schutz sei Frankreich anvertraut und das Abstimmungsgebiet sei nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags der interalliierten Abstimmungs-Kommission unterstellt. Polen habe den Mächten versprochen, bei der Unter­drückung des Ausstandes mitzuwirten und zu diesem Zwecke die Grenze gesperrt

Der Botschafterrat.

Paris, 13. Mai. (HavaS.) Der Botschaft«r- r a t tagte heute vormittag unter dem Vorsitze des JuleS Cambon und in Gegenwart des Marschall Fach. Er nahm von den letzten Meldungen auS Oberschlesien Kenntnis und von den durch die deutsche Delegation übermittelten Schriftstücken. Außerdem beschäftigte er sich mit verschiedenen Fragen betreffend die Durchführung des Friedensvertrages..

Italiens Auffassung.

Rom, 13. Mai. Eine halbamtliche Note stellt die Ausfassung der diplomatischen Kreise hinsichtlich Oberschlesiens f.lgendermaßen richtig: Man versichert, daß die italienische Regierung in Bezug auf Ober­schlesien und die Ereignisse, die sich in den letzten Tagen dort abgespielt haben, keinerlei selbständige Haltung entnehmen werde, obwohl ein größerer Teil der Opfer unter den italienischen Truppen zu zählen sei. Diese Entscheidung soll int Verlaufe eines langen MeinnngS- austausches zwischen Graf Sforza und Giolitti ge­troffen worden sein. Tcr Ministerrat habe einstimmig der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß man im vollsten Einvernehmen mit den Verbündeten vorgehen müsse. Tie diplomatischen Bemühungen Italiens wür­den in der Hauptsache im Schoße des Botschasterrates erfolgen, der mit der Regelung dieser dornigen Frage betraut sei.

Plumpe Fälschungen terRoten Fahne".

wb. Berlin, 13. Mai. Das Reichswehr- Ministerium teilt mit: In derRoten Fahne" vom 13. Mai morgens sind unter der Ueberschrift Reichsmehrputfch gegen Oberschlesien" sechs angeb­liche Befehls des Reichswehrministers veröffrntlicht, die vom ersten bis zum letzten Wort gefälscht ind und die an sie geknüpften Folgerungen sind demzufolge unwahr. Das Reichswehrministerium wird gegen dieRote Fahne" wegen Hochver­rats vorgehen.

Berlin, 13. Mai. Tas Rcichswehrministerium teilt mit, daß die angeblichen Befehle des Reichswehr- ministeriuins in derRoten Fahne" vorn 13. Mai eine rasche eigenartige Aufkiärung erfuhren. Wie der Unter« uchungsrichter des Reichsgerichtes mitteilt, ist der Buchhalter Woznikowski, ein polnischer Agent, gegen den ein Verfahren wegen Landesverrats schwebt, ge­ständig bkje und andere Befehle ftlbg her^estM und

-rtragensn Widerstand gegen den s o - Sialen Rückschritt, der durch das Diktat des Berbandes dem deutschen Volk zugemutet wird. Wenn wir, von solcher Gesinnung beseelt, an fernen «fern das Leuchtfeuer des nationalen Eedanken« Mieder anzünden, bann schaffen wir ein Ziel, eine Hoffnung und eine Aufgabe, an beten Erfüllung ^ftzuwirken die Besten sich bereitfinden würden.

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teß Konflikte mit dem Verband wegen der Durch- heute ab: Mhrimg der Forderungen in den nächsten Monate«

Der Anzeigenpreis beträgt für bie 9 gesp. Tolonrlzeil« oder deren Kaum 76. Pfg u. 10 */( Ausichtag, amtliche und auswärtige 1. Mk. Andere Spaltenbreiten nach ent|prechend«r Berechnung. Spät einlaufenbe oder den s" -l

nehmende Anzeigen find wir berechtigt, nach der Teztspaltenbreite zu setzen . .... berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergevühr.

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h* Berlin. 12. Mai. Der Präsident des Reichs- hürgerrats, v. Löbell, hat am 11. Mai an die Reichsregierung folgende Kundgebung gerichtet: Die Vertretung des deutschen Volkes hat mit Mehr­heit das Ultimatum des Verbandes angenommen. Jetzt gilt es, bei der Verworrenheit des staatspoliti- Mn mb wirtschaftlichen Lebens, mit nüchternem Blick zu erkennen, welche Wege noch offenstehen, um tes Deutsche Reich vor bent Untergang unb das teutsche Volk vor der völligen Versklavung zu be- Vahren. Der Reichsbürgerrat fordert zum ersten, daß die neue Reichsregierung mit allen Mitteln auf Innehaltung der im Ultimatum des Verbands ent- Ititenen Zufag§ der Nichtanwendung von Sanktionen besteht, daß sie weiterhin unser Recht auf Erhaltung des ungeteilten Oder- schlefiens bei Deutschland mit aller - * Kraft wahrt. Sollte der Verband jetzt den von der französischen Presse schon angekündigten Versuch einer Durchführung der Sanktionen

- vj- »hi bann zu vermeiden sind, und daß eine Erund- *Marbnrg ' zur Verständigung mit dem Verband nur dann zu finden ist, wenn das deutsche Volk unter

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**r Reichspräsident an Reichsministe« a. D. Koch.

Berlin, 12. Mai. Ter Reichspräsident hat an Mn scheidenden Minister des Innern, Koch, folgendes Handschreiben gerichtet:

> Berlin, 10. Mai 1921.

Sehr geehrter Herr Reichsininister! Ihrem Anträge ^sprechend, übermittle ich Ihnen in der Anlage den Abschied aus Ihrem Amte. Sie haben' Reichsministerium des Innern mit Umsicht und Geschick geleitet unb sich ben umfassenden Ausgaben Dienstbereichs, namentlich auch aus organisa-

i iWtifojent Gebiete, mit Tatkraft und Pflichttreu« unter« j^3?n. Bei der Bedeutung Ihres Ressorts und als "irtkauzler der vorigen Reichsregierung haben Sie auch Ml der allgemeinen Lcituna der Reichsgkschö'te bkstin:- *pben Anteil gehabt. Es ist mir eine angenehme Ihnen für Ihre hingebende Tätigkeit meinen ^richtigen Dank und meine Anerkennung auszn« \ Wrcheu, «Mb ich jiijje den Wunsch hinzu, daß Ihre

DieOberhesiische 3eitun V" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.25 Mk durch die Poft 4.65 Mk. Ausgabe B mit .pOberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr. Rr. 111 | Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisie kein Ersay. * Verlag von Dr. L. Hitzeroth. Druck der Unio^Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch, Markt 21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.