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unsere Hände über. Alle Bürger haben sich unseren Verordnungen zu fügen und die gesetzlichen Bestirn-
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Berlin, 7.Mai. Die Funkstation Warschau ver- I 6reitet Funksprüche „An Alle", die offenbar dazu bestimmt sind, den wahren Sachverhalt über den polnischen Aufstand in Oberschlesen zu entstellen. In den Funksprüchen wird behauptet, überall in Oberschlesien, wo die Jnsnr- I Zenten die Herren der Lage wären, sei das normale Leben wiedergekehrt und von deutschen Mobilmachung»- Maßnahmen zum Kampf gegen Obesrschlesien gembelt. Datfachlrch aber ruht der gesamte Verkehr, Gruben und n^dustrien stehen still, Landwirtschaft, Handel und Güverbe liegen darnieder und selbst die dringendsten Not- Uandsarb-iten auf den Kohlengruben sind in Frage gestelü. Dle Foridauer dieses Zustandes muß unermeßliche wirt- fchaftliche Schäden zur Folge haben und die Bevölkerung s der schwersten Not aussetzen. Deutscherseits ist bisher Einerlei Matznahme gegen den Willen der interalliierten Kommission in Oppeln getroffen worden. Die deutsche Regierung hat im Gegenteil der Kommission jede von \ dieser gewünschte Hilfe angeboten. Dagegen entwaffnen die Polen die von der interalliierten Kommission eingesetzte Abstmimungspolizei, ja sogar teilweise selbst interalliierte Truppen. Neben den Plakaten der interalliierten Kommission über den Belagerungszustand sind polnische Plakate folgenden Inhalts angeschlagen: Tie oberschlefi- schen Polen haben das Land in ihrer Gewalt. Tie vollziehende Gewalt ist in unserer Hand. Wir verlangen unbedingten Gehorsam. Korfanty stützt sich bei dieser Auf-
Das „Berner Tagblatt" schreibt: Die Polen häbeii mit ihrem Vorgehen in Oberschlesien den letzten Reg von Sympathie verloren, den sie bei den Neutrale» noch' besaßen. Sie sind und bleiben Gewalttäter, die selber kein Joch dulden, es aber dem Nachbar mit Frechheit und blutigem Zwange auferlegen wollen.
Berlin, 7.Mai. Wie di« T.U. von zuständige» Seüe erfährt, wird die Reichsregierung keine Entscheidung anerkennen, die aufgrund des gegenwärtigen Zustande- in Oberschlesien vom Obersten Rat eventuell gefällt werden sollte. i
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irden Widerspruch der französisch-n Bedeckung von polnischen Aufständischen auf dem Bahnhof aus dem Zuge geholt, bis aufs Hemd entkleidet und in eins Lcheune gesperrt.
alliierten Truppen zu verwenden verstehen, beweist ein Funkspruch aus Warschau „An Alle" vom 6.5. abends. In diesem rühmt sich Warschau, daß in den Kämpfen im Kreise Rybnik zwei italienische Offiziere und 35 italienische Soldaten gefallen und 50 Soldaten verwundet seien, ebenso daß ein französischer Offizier verwundet wurde, der einen Kraftwagen der Aufständischen angehalten habe. Das polnische Volk bemüht sich, die Insurgenten seiner Anteilnahme und seines Beistandes zu versichern. Tie Beamten des Ministeriums des Innern faßten den Beschluß, den Aufständischen jede moralische und materielle Hilfe zuteil werden zu lassen. Die polnische nationale Arbeiterpartei fordert zur Unterstützung der Insurgenten auf. Trotz des polizeilichen Verbots wurden bei der Napvleonfeier in Warschau derartige Aufrufe von Fliegern abgewvrsen. Die Universitäten von Warschau, Krakau und Lublin fordern zur Unterstützung der Aufständischen auf. Seit beinahe einer Woche herrschen diese Zustände in dem von der interalliierten Kommission verwalteten Gebiet. Korfanty erfreut sich noch immer der Freiheit, obgleich ihn die polnische Regierung seines Amtes enthob und die interalliierte Kommission ihn für einen Aufrührer erklärte.
Oppeln, 7. Mai. Der Vorsitzende der interalliierten Kommission, General Le Rond, ist heute nachmittag in Oppeln wieder eingetroffen.
Lloyd George bestand zuerst auf der Durchführung der Pariser Beschlüsse. Briarch wollte, daß Deutschland aufgefordert werde, seine Zahlungen nach bem neuen Abkommen von London zu leisten. Lloyd George wandte sich darauf unter Berufung auf die öffentliche Meinung in England gegen eine Besetzung des Ruhrgebiets; das hieße, den Krieg neu beginne«, was dal englische Volk ablehne. Darauf entgegnete Briand:
Berlin, 7.Mai. Der amtliche preußisch« Presse dienst teilt mit: Bei den Behörden gehen überaus zahlreich« Anfragen wegen freiwilliger Meldung zur oberschlesischen Abstimmungspolizei ei». Die von der interalliierten Kommission zugelassene Pflicht- zahl von Freiwilligen ist jedoch durch zahlreiche Meldun-
Die „Oberhesisiche Zeituns' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.25 Mk., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.
Laurahütte ,7.Mai. Laurahütte wurde vor- mfttags loiederum von polnischen Banden besetzt.
Berlin, 7. Mai. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Veuthen, daß in Ruda 18 Deutsche, darunter Oberleutnant G. Georg v. Lind ein er, von den Polen umgebracht wurden. In Laband und Atenitza wurden ebenfalls Deutsche niedergemetzelt. Hinden- bürg ist von den Polen genommen und toitb gegenwärtig geplündert. Gutentag wurde nach Artillerievorbereitung von regulären polnischen Truppen gestürmt. Die deutschen Führer dort wurden erschossen, weitere 100 Deutsche verschleppt. In Beuchen kostet der Laib Brot heute 10 Mark. Tie Lebensmittel gehen | morgen in der Stadt zu Ende.
Oppeln, 8.Mai. Da die Erregung der deutschen Bevölkerung in Oppeln wegen eines bevorstehenden An- Vifies der polnischen Insurgenten überaus groß ist, hat die interalliierte Kommission heute einen Auftnf erlassen, in dem sie verspricht, einen Angriff auf Oppeln mit allen Kräften abzuwehren.
In der reindeutschen Stadt Kattowitz ist das j Standrecht verhängt worden. Die Stadt Königshütte befindet sich in den Händen der Aufständischen. Zwischen Gleiwitz und Petershof hat eine schwere Schießerei statt- gesunden. Die Notlage der deutschen Bevölkerung wächst von Stund« zu Stunde.
Warschau, 8.Mai. Gestern abend fanden hier von mehreren Tausend Personen besuchte Versammlungen statt, in denen der Wille, den letzten Bliltstropfen für Oberschlesien zu vergießsu, kundgetan wurde.
Pari?, 7. Mai. Der Londoner Berichterstatt« des „Journal" schildert die Umstände, unter denen bk Einigung über das Londoner Abkommen zwi« scheu Lloyd George und Briand zustande kam, wie folgt:
Aelle eine offene Auflehnung gegen die alliierte» Truppen nennt, mehr geschadet als genützt haben, t
accompli schaffen wollten, das dann von dem Oberste» Rate respektiert Wecken müßte. Nach der Ansicht des Blattes dürste der kopflose Streik, den es an ander«
Verlag oonDr. T. Hitzeroth. — Druck der Unio.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch, Markt 21.23 — Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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1921 t
Bezirk ni ii«a BISS, it Haupt, am D,» 12. Mai, pünktlich^ »9. ।
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| Amtliches LertündigungsNatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffen
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I _ Das Telegramm fordert von den für di« Entscheidung I über Oberschlesien verantwortlichen Nationen, daß sie sich durch die der Wahrheit widersprechenden Darlegun-
I gen Korfantys nicht beeinflussen lassen, sondern nach den unveränderlichen Grundsätzen des Rechtes und der Gerrch-
I tigkeit entscheiden.
Folgen des Aufruhrs.
Wien, 8. Mai. In einer amtlichen Mitteilung . bara"f aufmerksam gemacht, daß das plötzliche Abreißer, der vberschlesischen Kohlenversorgung wegen der dortigen Kämpfe die österreichischen Eisen- I bahnen zu weitgehenden Verkehrseinschränkungen nötigen I dürfte, die voraussichtlich vom Mittwoch, den 10. Mai I an sowohl den Schnellzugs- als auch den Perfonenzugs- I verkehr treffen werden. Ebenso ist eine Einschränkung I des Güterverkehrs vom 10. Mai an geplant.
Die Botschafterkonferenz über Oberfchlesien.
Paris, 8. Mai. Der „Petit Parisien" berichtet einiges aus der gestrigen Botsch a fterkonferen» j über di« oberschlesische Frage. Die Konferenz habe sich einem englischen Vorschlag gegenüber befunden, der durch I erne provisorische Regelung bie unsichere Lage in Ober- schle,ien beenden loollte. Danach sollten sofort die Polen die südlichen Kreise Pleß und Rybnik und an Deutschland die Kreis« links der Oder übertragen werden. Der umstritten« Teil, d.h. die eigentliche Jndustriege- gend, feilte unter der Verwaltung der Alliier-! t« n bleiben, was den alliierte» Truppen gestatten würde, I sich dort zur Wiederherstellung der Ordnung zu konzen- I trieten. Dieser Vorschlag unterläge der Prüfung der I verschiedenen Gruppen, jedoch werde keine Entscheidung I darüber vor Montag getroffen werden. Immerhin sei es I — so meint das Blatt — kaum wahrscheinlich, daß Arm I ihn für annehmbar hatte, da er nur eine halbe Lösung dar- Mlle und geeignet fei, die Gemüter aufzuregen. Die I Konferenz habe die irtteralliicrte^Kommissiku ausgesyrdttt, |
I auf seine militärischen Machtmittel. Et kann dies umsomehr, als seine Streitkräfte kaum noch den interalliier-
I Truppen an Bewaffnung und Ausrüstung nachstehen, eie verfügen über leichte und scktvere Maschinengewehre, Minenwerset, Granatwerfer, Flamme-Uvener und Geschütze. Mft Lastkraftwagen wird Munition in Sülle und Fülle aus Kongreß-Polen herangeschafft. Bei Kamin und Koslotvagora wurden eigens zu diesem Zwecke Brücken über den Grenzfluß Brinitza geschlagen. Nachschub und Sanitätsdienst find militärisch organisiert. Offiziere und Mannschaften polnischer Truppenteile wurden in den R«hen der Insurgenten sestgesteltt. Sie zeigen sich bereite offen in Uniform im Ausstandsgebiet. Daß die Schare» Korfantys ihre Wichen auch gegen die inter-
Kattowitz,?. Mai. Stadt und Kreis Kreuz- •y3 sind noch unbesetzt. Tie Stadt Rybnik ist ^1 Gmnd von Verhandlungen geräumt worden. Im Mius - Hospital in Rybnik liegen 30 verwundete ^ilpersonen, 19 tote Italiener, im Knavpschasts- Jjjarett 22 Verwundete und 3 Tote. Bei den Kämpfen ^Ezerwionka am 3. Mai hatten die Italiener 15 Tote •»,18 Verwundete, bei den Kämpfen am gleichen Tage ^Jastrzemb verlor eine italienische Kompagnie einen ,,, - . ,— ,.w —
|Z®®n und einen Verwundeten. Tie Stadt Groß- I lt6nun9 Segen die interalliierte Kommission offenbar Schlitz ist von Aufrührern frei, die einige Kilometer " -------- ""
der Stadt liegen. Tie Stadt Kofel ist! frei.
Teile des Kreises sind im Besitze der Stuf-
I Frankreich wick allein marschieren, denn die Besetzung I ist unerläßlich. — Lloyd George: Wenn ihr das wollt! | — Briand: Wir wecken aber auch alle beschlossene« ! Steuern einführen. — Lloyd George: Das geschieht niemals! Das Ruhrtal ist ein gemeinsames Pfand aller Verbündeten, es wecken dort keine Steuern ohne unsere Zustimmung eingesührt wecken. England wick sich hiergegen mit allen Kräften wenden. — Da erhob sich Briand und wollt« den Saal verlassen. Die Belgier vermittelten in diesem Augenblick, indem sie Briand darauf hinwiesen, daß man zur Besetzung des Ruhrgebiets einer 14tägigen Vorbereitung bedürfe. Man solle Deutschland deshalb eine letzte Frist ein* räumen. Da fügte sich Briand. Hieraus erklärt, der französische Finanzminister, daß er deutsches Geld. brauche, um die Pensionen zu bezahlen und den Wickev» aufbau zu ermöglichen. Die deutsche Finanzverwah» tung müsse deshalb unter Vormundschaft gestellt wecken. Lloyd George bemerkte: Bon Deutschland dürfen keine Zahlungen verlangt Wecken, die feint wirtschaftliche Entwicklung aufhalten könnten. Keim finanziellen Zwangsmittel dürfen ergriffen werden, keine Einmischung in die innere Verwaltung Deutschlands darf staüsinden. Er fragte die Franzosen, i» !'» Deutschland zur Rolle der Türkei erniedrigen wollten. Als Lloyd Georg« dann aber sah, daß dit Vertreter Frankreichs nicht nachgaben, fügte er sich . zuletzt, und die Einsetzung des. GaravtiekomijeeS wucht beWosien, -----ß -
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eine neu« Prüfung des zukünftigen Verlaus» der deutsch^ polnischen Grenz« öorzunehmen. Gegenwärtig lägen zwei Berichte vor, einer von General Le Rond, der andere v»U dem tialienffchen General de Marinis, dem sich auch bet englische Oberst Pereival angeschlossen habe. Beide BM richte schlügen verschiedene Arten der Teilung Ober« schlesiens vor, stimmten aber darin überein, daß Pleß und Rybnik an Polen und die westlich de» Im dustriegebietes gelegenen Teil« an Deutsche land fallen sollten. *
Paris, 8.Mai. Wie bet „Temps" mitteilt, hat das militärische Komitee von Versailles bie Vorschläge bet englischen Regierung, in Oberfchlesien die Aufrechterhaltung der Ordnung dadurch sicherzustellen, daß man bei strittige Industriegebiet durch interalliiert« Truppen be* setz«!» lasse, bie übrigen Gebiete dagegen Polen refft Deutschland schon jetzt übermitteln solle, abgelehnt.
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wb Berlin, 8. Mai. Den Blättern zusolge ' teilte der Botschafter Dr. Mayer gestern bem Reichspräsidenten mit, daß er den Auftrag zur Bil- dmig des neuen Reichskabinetts nicht übernehmen tonne. Der Reichspräsident brückte den r Wunsch aus, baß Mayer feine endgültige Entschei- ■ aus Montag vertagen möchte.
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I Berlin, 7. Mai. Korfanty erklärt in einer INote an bi« Alliierten feierlich, alles getan zu haben, was in seiner Macht gestanden hätte, um den Ausstand zu verhüten. ' . , ______ ___________________
Kattowitz, 7.Mai. DaS Plebiszitkommissariatfür ^ederfchlesien bertttft
Deutschland, die Deutschnationale Volkspartei, die Deutsch« ^ach überzeichnet. So sehr da» vaterländische Empst»» Bolkspattei, die Katholische Volkspartei (Zentrum), die I Manner, die sich sreiivillig zum Kampfe für Ruhr Deutsche Demokratische Partei, die Sozialdemokratisch: ^dnung in Obenchlesion melden wollen, anzner«
Partei, der Allgemeine Deutsche Gewerkjchaftsbund, der ""nttt doch leider darauf hingewiesen wecken.
Deutsche Gewerkschaftsbund und der Deutsch« Gewerk- ”8 u"ter eaoäbnten Umständen weitere Meldungeft schastsring sandten an Lloyd George, Briand, Giolitti, IäUrr4ttt öweckloS sind. ; j
I Präsident Harding, Lord Curzon und Graf Sforza ein I Schweizer Stimmen. '
Telegramm, in dem sie darauf Hinweisen, daß die von dem ! «... 7 srov, v
I Ötebeeigen polnischen Plebiszitkommissar Korfanty am Obe^ckckesie'n
3. Mai den Vertretern der Weflmächte unterbreitete Dar- § m r die „Neue Züncher Zeftung . dal
stellung der Entstehung des Polenputsches ™ unkluger tote unzulässige,
I in Oberfchlesien der Wahrheft ins Gesicht schlägt. In I tn ®te Derhandlnugen über das zukünftige Schick* Oberschlesien habe weder ein Pole noch ein Deutscher des Mstimmungsgebietes einzugreifen versucht auch nur den leisesten Zweifel daran, daß Korfanty I haben. Gänzlich unangebracht sei es, wenn die Polen die Seele dieses verbrecherischen Unternehmens und einzig lauf bem Wege der Gewalt intervenieren und ein fait und allein für das furchtbar« Unglück verantwortlich fei. 1------.....- - - -
Die Putschpläne seien der interalliierten Regierungs-
| Und der Plebiszitkommission vorher bekannt gewesen. Unwahr sei die Behauptung, daß am 2. Mai sämtliche Gruben und Hütten mit .inem mal stillgelegt worden seien. Die allgemeine Arbeiteeinstellung vom 3. Mai sei durch die Aufständischen erzwungen wvcken. Die Aufständischen seien mit Gewehren, Minenwerfern, leichten und schweren | Maschinengewehren und sogar mit Geschützen in einem Umfang ausgerüstet, der monatelange Zufuhren voraussetzte. Es sei erwiesen und der interalliierten Kommission bekannt, daß diese Waffen mis Polen stammen. Es sei eine unerhörte Anmaßung, daß Korfanty im Namen des vberschlesischen Volkes zu reden wage. Diese künstlich entfachte Bewegung wecke getragen von den Söldnern Korfantys, die mit Gewalt die friedliche Bevölkerung zu den Waffen und zur Teilnahme an dem verbrecherischen Putsch zwängen. Die interalliierte Kommission in Opt»cln habe in ihrer Bekanntmachung vom 3. Mai anerkannt, daß der Putsch nur von gewissen Teilen der vberschlesischen Bevölkerung getragen fei. Selbst unter ben heutigen Verhältnissen sei die überwiegende Mehrheit des obeftchlesischen Volke» fricklich und arbeitswillig, werde aber von zum großen Teile landfremden Insurgenten von ihrer Arbeitsstätte ferngehalten oder zurück- getrieben
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»ntfurt: ib inner« agc.
den gebet, einen un> rigen mit« Bovlanv, .1891 ig ) Uhr imlitHo lokal.
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7. Mai
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^$ie Nachricht, daß die Einberufung von 3000 tetU^$en Zurückgenommen wurde, ist falsch. Bisher . -den 1500 Deutsche in Oppeln eingestellt, es fehlt ?. art Bewaffnung und Bekleidung.
-Hindenburg, 7. Mai. Ter polnische Kam- Jan Pyka veröffentlicht folgenden Anschlag: j Mttf-lesien ist «umnehr in den Händen der ober- ''chen Polen. Die ausführende Gewalt ging in
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5er MW SiRäI in MMeßw. Sie Lage unverändert ernst. — Brandstiftungen, Terror und Ereneltaten.
Oppeln, 7. Mai. Ter Ernst der Lage im Ausstandsgebiet hat sich bis heute Abend in keiner Meise verringert. Nach Turchsührung der Besetzung Mr dafür vorgefthenen Gebiete richten sich die Angrisfs- ^jzbsichteu oer Aufrührer nunmehr in verstärktem Maße : Meder gegen die größeren Städte des Jndustriereviers. - Mitt Städte weisen eine große Zahl von Flüchtlingen 5f. Tie deutsch gesinnten oberschlesische» Beamten Alen überall da, wo sie noch dazu in der Lage M ihre Pflicht, um in Verbindung mit den Orga- Mfationen der deutschen Bevölkerung und den zn- 0 Stellen die große Not der Bevölkerung zu
i* ‘teern. In bie Abstimmungspolizei sind bisher 1830 Mutsche Oberschlesier eingereiht worden, zahlreiche fitere Anmeldungen liegen vor. Die Ackefter der »nigshütte haben die Arbeit wieder ausgenommen, M>ßte diese aber wegen Kohlenmangel erneut ein» gßlen. Aus bem Lande liegen neue Meldungen über Mandsriftungen der Ausrührer sowie Terrorsälle vor. «eftens der interalliierten Kommission wird nunmehr 1 Msucht, mit Hilfe von Verhandlungen mit den Auf- Pjctn ZU gesetzmäßigen Zuständen zu kommen. Der Kwiskontrolleur von Groß-Strehlitz erließ einen Ausruf te die Bevölkerung, in dem es heißt: Um die Ver- -Mndlungen der interalliierten Kommission für die «ickerherstellung bet allgemeinen Ruhe und Ocknung >whi zu hindern, fordere ich die deutsch gesinnte Be- Merung auf, sich in keiner Weise gegen eine vor- (!!) Besetzung bet Ortschaften zu widersetzen.
«r Erfolg der Verhandlungen erscheint jedoch aus- I Mtslos, da die Führer des Aufstandes immer wieder uller Deutlichkeit erklären, daß sie in keinem WHe das von ihnen besetzt« Gebiet räumen wecken. I
' Berlin.7. Mai. Den Blättern zufolge wurde Zungen zu achten. Zuwiderhandlungen und alle ter deutsche Botschafter in Paris, Dr. Mayer, Handlungen gegen di« bewaffnete Polizeimacht zichen Mute vormittag vom Reichspräsidenten ersucht, bie bie schärfsten und strengsten Strafen nach sich. In Bildung des neuen Kabinetts zu übernehmen. Nach aIIen Angelegenheiten, betreffend Personalausweise »er ,.Voss. Zig." soll Mayer sich eine Bedenkzeit vor- *^enbe man sich an bie Stadtkommandantur, behalten und erklärt haben, batz er um 4 Uhr nach- Kronprinzenstraße, Kochmann Hotel. Das Haupt- Mittags bem Reichspräsibenten mitteilen werbe, ob (!u.artier ber Insurgenten int Schüllerschen Hotel würbe ' .‘et bie Kabinettsbilbung übernehmen könne. Wäh- Sftiern abend durch französische Posten besetzt.
Mnd der Mittagsstunden hatte Dr. Mayer Besprech- Benthe», 8.Mai. Die Nacht verlief, abgesehen .mgeit mit den Führern der Parteien, um sich über H?”” Schießereien, ruhig. Die Stadt ist
M'e Stellungnahme der einzelnen Fraktionen zu bem ’a^fn -'inL besetzt. Die
UHimotiim her 9Il1üorton m uniorriAtö« 9 ~eten§mitteQufu§r stockt. In Gleiwitz drang gestern '-iinpr Anfnrmnrii ü Nach aknd gegen 7 Uhr ein Trupp von etwa 30 Insurgenten i^.neS^n OrmartlOrt 3’.^e5 ‘ ^ebl. lehnten bie von Petersdorf her unter wilder Schießerei in die innere ° Cn uni> 1,18 ^8"ische Volkspartei bie Stadt ein. Einige Häuser wurden beschädigt, mehrere s-ioten der VerbLnbsten als unannehmbar ab. In Personen erlitten Verletzungen. Di- Stadt ivnrde später ter Demokratischen Fraktion sei eine ähnliche An- von den Insurgenten gesäubert. Nach Mitteilungen ficht vorberrschenb, allerdings seien die Erwägungen ber interalliierten Behörde wrid Gleiwitz aus Oppeln .ft-Jd; nicht abgeschlossen. Im Zentrum und der Co-1 ^elcusmitiel erholten. Die Sage in Hindenburg ist iPaldernokratie sind die Meinungen über bie An- unverändert. Das Zentrum der Stadt ist von Auf- -Mchmc ober Ablehnung geteilt. — Heute mittag Q^nb ^"Eten Insurgenten das
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teite cn ouiammen, um über einen gemeinsamen abziehen. Aus den Übrigen Teilen Oberschlesiens ist . Brsch.uf; zum Ultimatum zu beraten. I zur Stunde mangels Fernsprechverkehrs keine Nachricht
wb. B e r l 1 ii, 7. Mai. Der Reichspräsi-Izu erhalten.
d e u t empfing heute vormittag den Botschafter Dr. G l e iw i tz, 8. Mai. Die d e u t s ch e A b st im m n n g s- Maye r, der in den Morgenstunben aus Paris I bolizei in Gleiwitz wurde heute von der interalliierten hier eingetroffen ist. Dr. Mayer besprach mit dem Macht entwaffnet, um nach Oppeln abtransportiert j Reichspräsidenten die außenpolitische Lage und bie .-'l ^5^' Rn Laband wurden die Beamten, ohne Frngc der Regierungsbildung.
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