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Ainüiches DeMndigungsdlatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

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ten Deutschland eine siebentägige Frist gewähren, lasse erhoffen, daß noch im letzten Augenblick die unbesonnene Politik Frankreichs zum Stehen gebracht und Europa vor einem neuen Ver« brechen bewahrt werde. Es würde eine Katastrophe bedeuten, wenn die Verbündeten bei einem so hoff­nungslosen Abenteuer wie diesem hinter dem Wagen des Marschalls Foch herlau­fen müßten. DieWestminster Gazette" schreibt, Europa brauche vor allem eine reine Lösung, die es ihm ermögliche, an die Arbeit zu gehen in der Si­cherheit, daß keine Krisen und keine neuen militäri­schen Operationen mehr kommen. Die gesamte Ge­schäftswelt und alle friedlich gesinnten Leute fürch­teten vor allem daß über Europa eine große und unmögliche deutsche Schuld hänge, und daß dabei alle Wahrscheinlichkeit bestehe, daß jede Unter­lassung Deutschlands zu einer neuen Krise und zu einem neuen Kampf zwischen den Mächten führe. Das Blatt fordert Lloyd George auf, den Franzosen offen heraus die reine Wahrheit zu sagen, nämlich, daß das britische Volk nicht an die Möglichkeit glaubt, daß ans Deutschland durch irgend welche Mittel die großen Summen, die jetzt von ihm ge­fordert werden, herausgeholt werden können, und daß England einer Politik, die auf die Zerstücklung Deutschlands gerichtet ist, weil Deutschland das Un­mögliche verweigert, nicht zustimmt.

Neutrale Stimmen über Frankreichs Vorgehen.

Stockholm, 29. April. Unter der Neberschrist Der Entscheidung entgegen" sagt das schwedische Blatt Göteborgs Handelstidning zu den deutschen Borschlä­gen, cs bestehe kein Zweifel, daß NordfrOnkreich auf diese Weise wieder aufgebaut werden könne: dagegen sei höchst zweifelhaft, wie weit Frankreich selbst jemals diese Arbeit organisieren könne. Das Blatt fährt fort:

Frankreich wird nicht freiwillig auf ein Ab- kommen eingehen, das in den Grenzen des Möglichen liegt. Ob es besser ist, daß dieses Uebereinkommen geschlossen wird oder nicht, ist fraglich. Bei der jetzigen französischen Sinnesrichtung würde das Ueber­einkommen der Welt keine Ruhe bringen. Ehe nicht Frankreich eine Befriedigung seiner übermächtigen Rachsucht erhält oder ein fühlbarer Nichterfolg es zur Besinnung bringt, wird keine Ruhe erreicht. Erhalten die französischen Racheaefühl« und die napoleonischen Machtträume freien Lauf, so verfällt die Welt einer äußerst gefährlichen Katastrophe, und Frankreichs Zu­sammenbruch kommt um so schneller. Es liegt die Gefahr vor, daß nnser Weltteil bei dieser Politik als zivilisatorische und kulturelle Großmacht untergeht. Tas französische Ziel der Besetzung des Ruhrgebiets und der Ueberführnng der schlesischen Kohlengruben in französisches Eigentum mit polnischen Strohmännern bedeutet deutsche Sklavenarbeit für französische Rech­nung. Wenn Deutschland seine Kohle von Frank­reich kaufen muß, geht die deutsche Industrie und' der deutsche Staat in dem daraus folgenden uner­hörten Massenelend unter. Hinter der französischen Gewaltpolitik verbergen sich napoleonisch« Großmacht­träume. Die Enttäuschung darüber, daß die fran­zösische Armee am Rhein 1918 Halt machen mußte, und schließlich das würgende Gefühl, daß die fran­zösische Großmachtstellung bereits untergraben ist, er­zeugen den hektischen Eifer, seine Macht zu beweisen. Darin, daß die eigene Volkskraft hierzu nicht aus­reicht, sondern daß farbige Soldaten als Werkzeug benutzt werden müssen, liegt die unheilbare französische Schwäche. Daß der Lebensnerv der französischen Rass« bereits angefressen ist, beweist di« Unfähigkeit, trotz der reichen Siegesbeute das Land wieder hochzu­bringen. :

Das Blatt Social-Demokraten schreibt, das leitende Prinzip der Franzosen in der Entschädigungsfrage sei nicht Deutschlands moralische Verpflichtung zum Wiederaufbau, sondern das Recht des Siegers, der oom Besiegten Tribut verlange. Wenn auch Frank­reich aus den Wunden des Krieges blute, so gäb« ihm das kein Recht, Deutschland zu vernichten. Frank­reich sei nicht ohne Ansteckung von der Berührung mit dem preußischen Militarismus geblieben; die Freiheit, für die es zu kämpfen behaupte, unterdrücke es nun selbst mit denselben Mitteln, mit denen Deutsch- laicd vor sechs Jahren habe die Welt erobern wollen. Tie französische Presse verwerfe das deutsche Angebot als unannehmbar, obwohl sie sich noch kaum eine Vorstellung von seinem Inhalt machen könne. Die französische Stimmung zeige, daß Frankreich Straf­maßnahmen ergreifen werde, die Frankreichs Wunden nicht heilen könnten.

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t§anb an :. R&anb wolle jedoch eine Aktion zur See auf eine - [ d»S! t«?;trex? on st r ati on beschränken. Dem-

DieObelhejsstche Zeitunk" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.25 $«., durch die Poft 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. L. Hitzeroth. Druck der Univ.-Vuchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 21,23 Fernsprecher 55, - Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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Berlin, 3. Mai. Der amerikanisch« Geschäfts­träger Dresel überreichte heute mittag 12 Uhr dem Minister des Auswärtigen folgende Antwort der Ver­einigten Staaten:

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loiqanbea. iftt. 21, U. u vermiet.

Marburg

MM den 4. Mai

Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 gesp. Eolonelzeile oder deren Raum 75. Pfg. u. 10 "i, Aufslvlag, amtliche und auswärtige 1. Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über Seite ein­nehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu fetzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

London, 3. Mai. Tie Reparationskommission ist aus Paris herbcigerusen worden. Tiefe wird morgen in London eintrefsen und Teutschland ein Protokoll übersenden, daß bis zum 12. Mai, nachts 12 Uhr, zu beantworten ist.

London, 4. Mai. Während der Sitzung des Obersten Rais gestern nachmittag begab sich der deutsche Botschafter zuEMinisterium des Aeußern und fragte nach dem Minister für auswärtige An­gelegenheiten. Man glaubt, daß er neue Vorschläge überreicht hat.

wb. P a r i s, 3. Mai. Der Sonderberichterstat­ter Agentur Havas meldet um 8 Uhr 20 Min. aus London, daß die Sitzung des Obersten Rates um 7 Uhr 59 Min. noch nicht beendet war. Es sei wahr­scheinlich, daß die Fortsetzung der Aussprache aus morgen vormittag verschoben werde. Dos Ueber­einkommen zwischen den Verbündeten sei vollkom­men, jedoch müßten noch einige Einzelbestimmungen feftgelegt werden.

London, 2. Mai. EinerErchange"-Meldung aus Washington zufolge wird dort bestätigt, daß Dughes dem französischen Botschafter Jusserand mit- geteilt habe, daß sich die Vereinigten Staaten Maß­nahmen widersetzten, die zur Vernichtung Deutsch­lands führen würden. -

Ergebnis der wirtschaftlichen Santtionen im Rheinland.

wb. P a r i s, 3. Mai. Wie die Agentur Havas aus London berichtet, soll der Oberste Rat über das Ergebnis der wirtschaftlichen Sanktionen, die seit März im Rheinlande in Kraft getreten sind, Be­richt erstattet worden sein. Die Ergebnisse seien be­friedigend. In dem einen Monat hätten die Ein­nahmen die Summe von 150 Millionen Papiermark erreicht, was einer Summe von 500 Millionen Eoldmark im Jahre gleichkomme.

Englische Preßstimmen.

wb. London, 2. Mai. DieEvening News­erklärt: Deutschland muß abrüsten, Deutschland muß zahlen! Bei der Verfolgung dieser Ziele sind die Interessen der Verbündeten vollkommen übec-

selben Blatte zufolge würde, wenn britische Kriegs­schiffe sich ait einer Aktion beteiligen, em britischer Admiral den Befehl über die kombinierte Flotte übernehmen.

L o nd o n, 3. Mai. Admiral Grasset, den Briand nach London berief, um an der Konferenz der ver­bündeten Militär- und Marinesacheerständigen ieizu- nehmen, ist hier eingetroffen.

Die Finanzsachverständigen sind heute Vormittag 10 Uhr 30 Min. zusammengetreten. Der Oberste Rat ist um 11 Uhr zu einer neuen Sitzung zusarnrneiigetreten.

Paris, 3. Mai. DerPetit Parisien" meldet, daß die in Berlin im Falle der Annahme der Bedingungen der Alliierten zu schaffende G-ranlle- kommission eine tatsächliche Beaufsichtig mg der deutschen Schuldverwaltung ausüben würde. Sie würde vor allem die Möglichkeit erhalten, die Zoll- eingfinge zu erheben, eine Abgabe von 25 Prozent auf die deutsche Aussühr einzuziehen und sich mi! dem Erlaß neuer Steuern zu befassen. Mit einem Wort: der Oberste Rat habe allem Anschein nach endlich eine U n ter-Vormunds chaft-Stel- lnng Deutschlands in aller Form beschlossen.

wb. Paris, 3. Mai. Wie der Sonderbericht­erstatter der Agenee Havas aus London r.telbet, hat heute vormittag 11 Uhr eine Sitzung des Obersten Rates stattgefunden, in der die militärischen Sachverständigen Bericht erstatteten. Mar­schall Foch und Vizeadmiral Erasset, der Komman­dant der französischen Mittelmeerflotte, vertraten Frankreich, Marschall Wilson und Admiral Veattn England, Genera! Maretti Jzralien7 Gsneiai Wata- nebe Japan und General Maglin.se Belgien. Nach demTemps" sind eine Anzahl Maßnahmen ge­prüft worden, die sich auf die Besetzung ' es Ruhr­gebietes beziehen und wenn es notwendig sein sollte auch auf maritime Maßnahmen, über deren Aus­dehnung jetzt noch verhandelt wird. Die Pläne über die Besetzung des Ruyrgcbietes sollen nach Havas und dem genannten Blatte gebilligt worden sein.

wb. Paris, 3. Mai. Wie der Sonderbericht­erstatter der Agentur Havas meldet, haben die Finanzsachverständigen ihre Arbeiten über die Zahlungsbedingungen und die von Deutschland zu fordernden Garantien, die durch die Reparationskommission in den nächsten 4 Sa­gen Deutschland notifiziert werden sollen, be­endet. Die bereits mitgeteilte Analyse soll im gro­ßen und ganzen den heute vormittag verbreiteten Nachrichten entsprechen. Auch habe die Frage der Schaffung eines Earantiekomitees trotz der gestri­gen Einwendungen die Billigung der Finanzsach­verständigen gefunden. Das gesamte Finanz- Problem wird der Oberste Rat im Laufe des Nach­mittags bewilligen. Der Oberste Rat wird sodann seine Session beendigen. Briand hofft morgen vor­mittags London verlassen zu können.

Der Oberste Rat kündigt den Text eines Tele­gramms an, das an die amerikanische Regierung gerichtet werden soll und sie auffordert, sich von neuem an den Arbeiten der Beratungen des Ober­sten Rates, der Botschafterkonferenz und der Rcpa- rationskommission zu beteiligen.

Die französischen Vorbereitungen.

Paris, 3. Mai. Wie gemeldet wird, hält der Kriegsminister die Einberufung des Jahrgangs 1919 für ungenügend. Die Einberufung weiterer Jahrgänge werde vorbereitet. Die Einberufungen sollen bis zur Jahresklasse 1911 ausgedehnt werden.

Paris, 3. Mai. Die Frage, den Mobil­machungsbefehl schon gestern abend Frank­reich zu übermitteln, wurde am Schluß der gestrigen Abendsitzung von Briand gestellt. Wie die Sonder­berichterstatter melden, soll Lloyd George et­was überrascht gewesen sein. Briand habe aber geantwortet: Entweder werde ich mich mit Ihnen verständigen, und in diesem Falle wird mobilisiert, oder ich werde mich mit Ihnen nicht einigen, und in diesem Falle mobilisiere ich trotzdem. Es ist aber unmöglich, die Sache noch länger hinauszuschieben.

Paris, 3. Mai. Wie der Sonderberichterstatter der Agenee Havas aus London erfährt, haben die Verbündeten beschlossen, alle militärischen Maßnahmen zu ergreifen, die im Hinblick auf die Besetzung des Ruhrgebiets durch die verbündeten Streitkräfie not­wendig sind. Sie ersuchen den Reparationsausschuß, in einer Frist von höchstens 4 Tagen die Art und Weise der Bezahlung der deutschen Schuld bekannt zu geben. Im gleichen Zeitraum werden die Ver­bündeten Deutschland die zur Ausführung seiner Ver- psiichtungen notwendigen Bürgschaften bekanntgeben. Sir werden das Deutsche Reich auffordern, die Ab­

urteilung der Schuldigen vorzunehmen und die Entwaffnung zu Ende zu führen. Teutschland wird vor dem 13. 5. seine vorbehaltlose Annahme der Bedingungen zu erkennen geben können. Wenn es sich weigert, wird die Besetzung automatisch und sofort mit dem 13. Mai durchgeführt werden, sie wird an dem Tage aufhören, an dem Deutschland seine Verpflichtungen erfüllt haben wird.

Die finanziellen Bestimmungen.

Paris, 3. Mai. Der Sonderberichterstatter der Havas agrntur berichtet folgende Einzelheiten über den wirtschaftlichen Teil der Beschlüsse in den Beratungen des Obersten Rates: Die Deckung der deutschen Schuld wird durch Ausgabe und Auf­stellung. sowie Uebertragung von Schuldverschreibungen an die Reparationskommission geleistet werden und zwar als erste Rate 12 Milliarden Goldmark, die sofort ausgegeben werden, eine 2. von über 38 Mil­liarden für den 1. November 1921, und eine 3. von 25 Milliarden je nach der jeweiligen Leistungsfähig­keit Deutschlands. Düs? Ausgaben werden durch alle Einnahmen des Reiches sicher gestellt. Deutschland muß sich bereit erklären, jährlich 2 Milliarden Gold­mark zur Abtragung seiner Schuld zu verwenden, sowie einen weiteren Betrag aus der 25prozentigen Abgabe "einer Ausfuhr bereit stellen. ES muß aber innerhalb einer sehr kurzen Frist 150 Millionen Go!dmark ober Bons zahlen, die weiteren 650 Millionen Goldmack binnen 3 Monaten. Ter Entwurf sieht außerdem die Bildung eines Garantieausschusses vor, in dem auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika und dieie ngm Neutralen ver r t n sind, di' deu'sche Schuld­verschreibungen erworben haben. Deutschland sollen auch Sachleistungen und Arbeiten zur Wiederherstel­lung der zerstörten Gebiete gewährt werden und diese um jeweiligen Gegenwartswert der Schuld abaeschrie- bem toerbea^ rtrmr--

London, 3. Mai. Auch Reuter meldet, daß ein tatsächlickwS Uebereinkommen in der Frag' der Be­dingungen, die Deutschland gestellt werden sollen, er­reicht lourbe. Tie Zahlungen und Ausschreibungen von Bons, die Deutschland mit 50/0 Verzinsung auf­erlegt werden sollen, sollen 6809 Millionen Pfund Sterling betragen. Deutschland wird auigefordert wer­den, jährlich 100 Millionen Pfund Sterling zu zahlen und außerdem eine Abgabe von 25° 6 aus se ne gesamte Ausfuhr. Zur Zahlung der für die Begleichung der Zinsen erforderlichen Summe an die Reparation s- kommission, fei die weitere Ausgabe von Bons erforder­lich und werden diese, falls diese Summe 100 Millionen und 25°b der Ausfuhrabgabe übersteigen, der Gc- samlschuld angerechnet werden.

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Abermalige Vertagung. Uebereinstimmuug der engkphcn und französischen Auffassung?

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itMase, polnische Truppen sollten die Ge- ^hmignng erhalten, Lberschlesienzu besetzen, drompt ab g e leh n t mit der Begründung, das könnte tu erneuten Unruhen sühren.

London, 3. Mai. Reuter erführt, daß Deutsch- «6iiv vielleicht blockiert und Hamburg besetzt wird.

tcb. London, 4. Mai. DemStar,, zufolge orängen die Franzosen auf eine Blockade Bremens, «lincdts ntib -Stettins oder die Besetzung Hamburgs e.! ft3ufsmmenroirken mit den Landstreitkrästen.

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eich oder zuverUig.

P a r i s, 3. Mai. Nach dem Sonderberichterstatter IteMalin", Sauerwein, sind die Verbündeten gestern Itter den Wortlaut der gemeinsamen Erklärung schlüssig gewogen, die mit der Aufstellung der angeblichen -rutschen Verfehlungen gegen den Friedeusvertrag be- Iginnt. Diese Erklärung, die neben der noch nicht fkßg»'stellten Note über die an Deutschland zu stellenden Desiugimgerr überreicht werden soll, würbe von Briand Koch uichi unterzeichnet. Das Dokument enthält die finanziellen Verpflichtungen Deutschlands, die Karantien, die es geben soll, sowie ferner die Ver- gsücliuuig vollkommen a b z u r ü st e n und nnverzüg ich jp-r Aburteilung der Kriegsschuldigen zu phceiten. Der letzte Paragraph bestimmt, daß die Rstsekuiig io lange dauern soll, bis die Ausführung Friedensvertrages durch Deutschland den Ver- Dündeten volle Befriedigung gäbe. Sauerwein sagt: Meun Briand dieses Papier unterzeichnet hätte, sodaß Frankreich sich gewissermaßen verpflichtete, die g?« Blaute Besetzung nicht zu unternehmen, wenn die ein- «che Unterschrift Deutschlands unter diesen neuen Ver- jküg erfolgt wäre, wäre es naiv gewesen. Deshalb tzsb er Befehl', die Jahresklasse 1919 zu mobilisieren, fab unterzeichnete die Erklärung nicht. Er werde tiütr unterzeichnen gegen die Zustimmung der Ber- rdeten zu de» Dokumeuten, die die finanziellen ringungen und die Garantien Deutschland gegen» Dec präzisieren.

! Pertmax sagt übrigens intEcho de Paris", daß 6 vor der Unterzeichnung der allgemeinen Erklärnn- Den noch zu einem Zwischenfall gekommen ist, sodaß fetiii a»nehmen könne, daß auch der Inhalt dieses Kck riflstückes nur provisorisch angenommen wo.beit ist.

Loudon, 3. Mai. Tie'Morning Post" schreibt: Dach Ansicht der maßgebenden Kreis« dominiert Lloyd 8eorge auf der Konferenz ebenso wie bei den früheren Beratungen der Verbündeten. Auf der gestrigen Kon­ferenz legte Llohd George eine Erregbarkeit an den Tag. sie fich-chri srüheren Gelegenheiten nicht so be- Burkbar machte. Sowohl Graf Sforza als'auch Briand Nerben von Llohd George mit Bemerkungen bedacht, btt einer gewissen Schärfe nicht entbehrten. Ebenso kbe Llohd George zum ersten Mal feit dem Wassen- Mstand eine gewisse Abneigung gezeigt, Entscheidun­gen zu fällen, ohne erst sein Kabinett um Rat zu fragen. Gewisse Diplomaten seien geneigt, dies mit brm Ausscheiden Bonar Laws in Verbindung zu

; London, 3. Mai. Die Mehrzahl der Blätter £ einet, daß in dem von Curzon, Jaspar und dem rasen Ssorza in Verbindung mit Briand entworfenen Ultimatum Deutschland eine zwölftägige Frist gewahrt wird.

TieTimes" spricht dagegen von einem zehn­tägigen Ultimatum, das am 12. Mai ablausen soll. L London, 3. Mai. Lloyd George bestand, dem »Daily Telegraph" zufolge, bei den gestrigen Beratun­gen des Obersten Rates darauf, daß eine etwaige Be­st e n u n g des Ruhrgebiets zu keinerlei Er- Köhung der Forderungen an Teutschland berechtige, Knd daß die Besetzung enden müsse, sobald Deutschland den Verbündeten Genüge getan habe.

London, 3. Mai.Daily News" schreiben: Der Vorschlag Frankreichs, bei der Steigerung Deutsch- h-ibi de» Forderungen ber Verbündeten zuzustimmen, 1öfter ber Besetzung des Ruhrgebietes auch die Blockade j^tige- hauptsächlichsten deutschen Häfen einzuführen, Meß auf den sehr starken Widerstand Italiens. Graf ^orza erklärte, die einzige Wirkung einer solclwn Blockade wurde sein, daß innerhalb von zwei Wochen »Verbündete Hllfsausschüsse gebildet werden müßten, um die deutschen Kinder zu ernähre». Daher wird die Uplante Blockade jetzt die Form einer Flotten- drm 0 nstr at i 0 n annehmen, wobei zweifellos die öglifch- Flotte eine hervorragende Rolle spielen werde.

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einstimmend, wie sie es mitten im Kriege waren. | Tie Regierung der Vereinigten Staaten hat doch DerStar" meint: Die Tatsache, daß dieHorbünde- Memorandum betreffend die Reparationen erhallen«

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