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, ffkormillagS 10*7* Wr auf Sem KSmpfraftn ^ockcywettspiel. T.-«.Sp.'B. 1860 gegen V.

IS. 05.

l(p/, Uhr Sportplatz am Dammweg H'audball- jpettfpitl. Turngememde 1885 gegen T-n.Sp.» x. J84C> Butzbach.

Das spannendste Spiel der Tage- beginnt um g Uhr auf dem Hirsenfeld. B. f.B. 05 (Liga) Kp. u. Sp. Göttingen (Liga). Schiedsrichter: H. xngclter (T.- u. Sp. B. 1860). Diesem Spiel geht vor- gtS ein Jugendfpiel, Sport-Club 1900 Gießen gegen g f. B- 05. Beginn 2 Uhr.

Sonntag, 24. April findet auf dem Juxplatz nachm. g Uhr das dritte Verbandsspiel der 1. Mannschaft der jreien Turnerschast Marburg gegen die gleiche Mann­haft der freien Turnerschaft Heuchecheim statt. Mar- 6ytg steht mit 4 Punkten an 1. Sielte und wird auch em Sonntag seinen Siegeszug fortsetzen. Um 1 Uhr treffen sich beide 2. Mannschaften im Berbandsspiel, hvde verfügen über gleichmäßige Kräfte. H.B.

Der Marburger Radsa hrerverein 1891 ^ranstaltet am Sonntag, 24. April, vormittag-/t9 Uhr fein diesjähriges Bereins-Maunschaftsrennen über 50 gitom. auf der Strecke MarburgMedenkvpfMarburg. Start und Ziel: Fünfhausen. (

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Unpolitische Tagesnachrichten.

Verhaftung von Teppichdieben. Berlin, 22. Lpril. Laut einer Meldung derB. Z. a. M " wurde eine vierzigköpfige Diebesbande, die seit mehreren Jahren in Berlin umfangreiche Teppichdiebstähle verübte, jetzt teils in Berlin und teils in Leipzig verhaftet. Der Wert der Beute geht in die Millionen.

Echachtunglück. Tharlottenbrunn, 22. Lpril. In der verflossenen Nachtschicht erfolgte auf dem fürstlich Pletzschen Schultschacht ein Kohlen­säureausbruch, wobei elf Bergleute umkamen. Fünf Leichen find bisher geborgen.

Nidda, 20. April. In einer hier abgehaltenen Versammlung, in der 44 Orte vertreten waren, wurde ein Bund der Kleinbauern gegründet, der auch Hand­werker, Gewerbetreibende und alle die, die etwas Land besitzen, zusammenschließen fort.

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Letzte Nachrichten.

Paris, 23. April. Der deutsche Botschafter Dr. Mayer ist an einer Lungenentzündung erkrankt.

Nom, 23. April. Der ^Wefsagero* teilt mit, es sei zwischen den verbündeten endgültig aus­gemacht worden, Oberschlefien aufzuteilen.

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Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Die Mitglieder der unterzeichneten Vereine sind durch die aus die Entschließung der Protestversamm- lung erfolgten Erklärungen in der Dtadwerordneten- sitzung und in der vom Herrn Stadtverordnetenvor­steher verlesenen Schrift nicht desriedigt worden.

Der Herr Vorsteher irrt mit seiner Annahme, in der Vrotestversammlung seien die In Betracht kommenden Verhältnisse, namentlich der kommunalen Steuergesetz­gebung, nicht genügend beachtet worden.

Alle Ausführungen, die der Herr Vorsteher in Me­ter Richtung macht zur Rechtfertigung de- angefoch­tenen BeschlusteS der Stadtverordneten, sind in der Protestversammlung aitSsührkich und breit erörtert worden, tote ei sa auch bei den im praktischen Leben stehenden Sprechern der Versammlung und besonders bei Bros. Bredt als früheren VerwaltungSdeamien und Proseflor für Staats- und VerwalNmaSrecht, der gerade auf steuerrechtlichem Gebiete praktisch und wiffenschaftlich gearbeitet hat, selbstverständlich ist.

Es find in der Protestversammlung nttM nur die sämtlichen, vom Herrn Stadwerordnetenvorsteher an- aesührten Punkte zur Sprache gekommen und gewür­digt worden, sondern es ist auch von einem Redner ohne Widerspruch der Versammlung erklärt worden, daß der gute Glaube der sür den Beschluß ftfmmenMn Stadtverordneten nicht angezweikelt werden solle, daß es sich also nur um eine sachliche frrtttf eines Be­schlüsse bandelte, der aus keinen Fall hätte gefaßt wer­den dürfen.

In der Proteftverfammlnng ist von den Sp-echern und besonders auch von Professor Bredt mit Recht als Kernpunkt bezeichnet, daß sowohl die Verwaltuna. als die Stadtverordnetenversammlung nicht tote ein solider Geschäftsmann gewirtschaftet haben, fondern unter Außerachtlassung des GnmdsatzeS der Solidität und der Sparsamkeit ohne Rücksicht aus Deckung Projekte vorgelegt und Ausgaben betotatgt haben.

Die Tatsache der Nachforderung allein zeigt, daß zum Mindesten unvorsichtigt aewirtfchaftet wurde. Professor Bredt konnte mit Recht in der Protestver- fammluna hervorbeben, daß er wiederholt feine war­nende Stimme erhaben, und auf die fehlende Deckung hingewiesen und Sparsamkeit verlangt hatte, leider ohne Erfolg.

Mit Recht konnte Professor Bredt erhören, daß er bebau re. sein Mandat einige Wochen zu früh nieder- gelegt zu haben, sodaß er der StadtverordnetenNt-ung in der der verderb'iche Beschluß über die Racherbebngn gefaßt wurde, nicht mehr beiwohnen konnte.

Der Vorwurf der Protestversammlung findet feinen Grund i« der Wirtschaftsführung der Oraane der Stadt vor dem Belchl'.. daß die Oraane der Stadt alle Warnungen in den Wind geschlagett haben.

Bal v« Veschlrtß selb» «ingeht, tz» nimmt der Stadtverordnetenvorsteber eine Zwangslage deS Stadt­parlaments an und sucht Mei zu begründen. In der Protestversammlung waren aber auch diese Gründe erörtert worden, sodaß auch in dieser Richtung die Rechtfertigung fehl geht.

Mit Recht ist von den Sprechern der Protestver- sammlung das Vorhandensein einer wirklich bestehen­den Zwangslage gerade auch gegenüber den Ausfüh­rungen von Professor Tröltsch verneint worden. Die Bürger bitten von ihrer Stadtvertretung mehr Ge­schick und Standhaftigkeit gegenüber der Vorlage er­wartet.

Die Härte des RacherbebungSbeschlusseS liegt bei dem durch die ZwangSbewirtschaftung geknechteten HauSbesttz klar auf der Hand, aber ebenso auch bei den Gewerbetreibenden, da diese nicht in der Lage sind die nachträglich beschlossene Steuer zu verrechnen.

Dem Vorstand deS Beamtenbundes, mit dem übri­gens zahlreiche Beamte nicht Übereinffimmen, mutz entgegengebalten werden, daß die große Masse der Ge­werbetreibenden und Saufleute einen ebenso schweren wirtschaftlichen Stand baden, wie die Hmlsbesitzer. Die weniaen Gewerbetreibenden, welche durch besondere alNSliche Umstände besser gestellt sind, können an den Fingern abaezäblt werden. Man vergißt, daß Mar­burg Sei feinem geringen Umsatz durchaus nicht mit anderen Städten verglichen werden kann.

Der HauSbesttz mutz es ablebnen. daß Stadwerord- nefe, die ein HauS zu Eigentum haben, aber eS bei dem gegenwärtigen schweren wirtschaftlichen Kamps der Hansbesttzer nttfit sür nötig basten, der hiesigen ^ausbesiberoraanisation sich anzuschließen und im wirtschaftlichen Kampfe z« tmterffsißen, alS Revräsen- ten des Hausbesttzes angeführt werden. Die oebotene Rücksicht hätte erfordert, sich mit den Organisationen der betreffenden Kreise in Verbindung zu setzen.

Unter den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen bandelt es sich für die große Masse der Gewerbetrei­benden und Hausbesitzer um Aufrechterhaltung ihrer wirtschastlichen Erisfenz.

Da die Rechtsgrundlaaen des BefchluffeS über Nacherebbung von 200 Prozent Gebäude- und Ge­werbesteuer für das Haushaltsjahr 1920 keineswegs sichere sind, so stellen wir unseren Mitgliedern anheim, die verlangte Nachsteuer nicht zu zahlen ober aus be­sondere Anforderung nur unter Protest zu zahlen.

Es wird beabsichtigt, gegen die Anforderung Ein- fvruch beim Magistrat zu erbeben und gegen dessen Einfpruchsbescheid VerwalMnasklaae beim Bezirfs- ansichuß einzureichen. Der Einspruch muß von jedem innerhalb 4 Wochen einaereschf werden, was durch eine aemeiusame EinsprnchSschrist. die bei den Vorstän­den der Vereine zu unterschreiben ist, geschehen kann.

Trotz Genehmigung des Beschlusses der Stadwer- ordneten durch die Aufsichtsbehörde erscheint der Be­schluß anfechtbar, eine endgültige Stellungnahme wer­den die unterzeichneten Vereine in allernächster Zeit vornehmen nnd ihren Mitgliedern bekannt geben.

Gewerbederein, Handwerkerbund, Kaufmännischer Verein, Marburger Grund- und Hausbesitzerverein.

Kirchliche Nachrichten.

Sonntag, den 2 4. April.

St. Michaelskapell«. Sonnabend, 8% Uhr: Ans dacht.

Stadtmission, Rotergraben 5. Sonntag, morgenI 8Vr Uhr: Gebetstunde. 11 Uhr: Sonntaysschnkt Abend? 8 Uhr: Schlußversammlnnq der Evangelisation, \ Montag, abends 81/, Uhr: Thorstunde. Dienstag, 8; Uhr: Frauenstunde. Mittwoch, 8 Uhr: Jngendbund, Jungfrauenstunde. Freitag, 8 Uhr: Bibelfiund?

Thristl. Verein junger Männer, Universitäts^ straße 82 (PhilippshanS). Sonntag, 3 Uhr: Evan­gelisation im großen Saal. 8 Uhr: EvangEsation in ; der «form. Kirche. Montag, 8 Uhr: Mitglieder Ver­sammlung. Dienstag, 89 Uhr: Posauueustunb«. * 910 Uhr: Gesangstunde. Donnerstag, l/,9 Uhr: vibelstunde. SamStag, 81/, Uhr: Gebetssdttcke.

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