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£- »5* Kattiw (Dcuffchnitt.) betont femgegenüber L, Wichtigkeit feS Antrages feiner Partei. Mtt bloßen werde die Arbeitslosigkeit nicht beseitigt. Es *7rL etwas geschehen. Es haben jetzt, wohl infolge der Lnktwnen, Blöße Aufträge, die in daS Ruhrgebiet er* wocken waren, zurückgezogen werden müssen. Ter ^iMnationale Antrag wolle gleich für alle Fälle Klar- ifait schassen.

» Um 5 Uhr schlägt Präsident Le inert Vertagung vor.

Abg. Adolf Hofsmann (Komm.) widerspricht und Beantragt, den deutschnationale» Antrag über bk Ar» sfeiislosigkett noch zu beraten.

- Abg v. Kries (Teutschnatl.) bemerkt, die Behandlung -Mkues solchen Antrages in so vorgerückter Stunde sei un- >wünscht. ..

Die übrigen Parteten treten für Vertagung eiw, bw eufi beschlossen wird.

V Präsident Leinert schlägt vor, bk nächste Sitzung «m Sonnabend, 11 Uhr vormittags mit der Tages- ^>nung abzuhalten: Etckgültige Wahl des PräsLenten gab des VizepräsLenten, Wahl bei Ministerprä- *b{|i Antrag des Abg. Scholem (Komm.) bean- <tagt Vertagung nur bis Freitag, um die mitteldeutschen Unruhen zu besprechen. In der Begründung sernesAn- Irages richtet er gegen bk Regierung heftige Angriffe, hje zu erregten Kundgebungen hn Hanse führen. Nach kurzer Geschäftsordnungsaussprache wird der Vorschlag heS PräsLenteu gegen bk Kommunisten nutz «mge Unabhängige angenommen.

Schwurgericht.

Marburg, 7. April.

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Die Verhandlung gegen den wegen Sittlichkeits- uergehens angeklagten Weißbinder Ed. Dörr aus Neuenhain endete gegen 2 Uhr mittags mit Frei­sprechung.

f Vei dein folgenden Fall', der sich um 3 Uhr an- Motz, handelte es sich um eine Anklagegegen dis 'Ehefrau Katharina Kurz aus Immichenhain. Die Sffentliche Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Mcking, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Külz. Die Angeklagte ist zweite Frau des deinbrucharbeiters Kurz, die vier Kinder feiner ersten Frau in die zweite Ehe mitbrachte. Frau Kurz wurde beschuldigt, das jüngste dieser Kinder, die 4jährige Marie Kurz, so mitzhandelt zu haben, daß der Tod die Folg« war. Das Schöffengericht hate sich in der Sache als unzuständig erklärt. Die Frau gab an, daß sie das Kind einmal, als es sich sehr beschmutzt, geschlagen hätte. Einmal hätte sie ts auch eingesperrt. Das Kind sei verständig genug gewesen, um zu wissen, daß es stubenrein sein müsse. Bei ihrem damaligen Zustand habe der Anblick dieser Unreinlichkeit sie stets sehr aufgeregt. Auf Befragen gab sie an, im Februar 1920 ge­fenstet zu haben. Die Zeugin Witwe Bernhardt machte fehr belastende Angaben; die Frau habe das Rind mitzhandelt und auch in den Stall eingesperrt. Die Zeugin hat auch gesehen, daß das Kind rote Flecken am Leibe hatte. Eine andere Nachbarin, Fra» Wedel, sagte aus, daß die Leute das Kind lws dem kalten Zimmer, wo es eingesperrt gewesen |ei, durch das Fenster herausgeholt hätten. Das Kind fei im Hemdchen und ollrfuh gewesen und hätte vor Hunger und Frost gezittert. Die Kinder hätten sich darüber unterhalten, daß die Mutter das Mariechen fo mißhandle. Einmal fei sie auch taf das Rufen der Kinder in das Haus gegangen find habe Einhalt geboten. Im ganzen Dorf habe «an über die Sache gesprochen. Die Angeklagte festritt die Vorwürfe und bemerkte, das Kind nur Bit der Hand gezüchtigt zu haben. Die Zeugin Frau Schulze sagte, daß sie oft ersucht worden sei, fern Kind etwas Suppe zu geben. Sie habe diesem, weil es seiner verstorbenen Mutter so am Herzen gelegen, wie auch den Geschwistern, Milch und Suppe verabreicht. Später sei ihr gesagt worden, fee Mutter hab« das Kind deshalb mitzhandelt «nd ihm verboten, ferner noch etwas zu nehmen. Sie habe auch eins Auseinandersetzung mit der Frau gehabt. Weiter schilderte die Zeugin auch den Vor­gang des Herausholens des Kindes aus dem ver­schlossenen Hause. Im Dorfe sei große Aufregung darüber gewesen. Das Kind hätte blaue und rote Streifen am Körper gezeigt. Auf den Vorwurf der Leute, es bestände ja doch ein Tierschutzverein und die Menschen müßten auch geschützt werden, hätte sie den Bürgermeister benachrichtigt. Der Land­wirt Schwalm ging in seiner Eigenschaft als Waisenrat zu dem Ehemann und sagte ihm, daß er te doch einmal um diese Sachen bekümmern müsse, zonst würden anders Schritte eingeleitet. Der Bür­germeister Ringel hat bei der Frau Schulze das Kind gesehen; es hätte allerhand Flecken gehabt.

Artige Dann sei die Mutter gekommen, die gesagt habe,

andere das Kind sei unrein, es wäre ihr alles einerlei.

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Wer es besser wisse, möge das Kind nehmen. Da­raus habe er dem Wachtmeister Mitteilung ge-

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| macht. Der Ehemann Kurz fagte ei#t viel über L feine Frau aus. Einmal seien sie sich darüber un-- t einig geworden, weil sie das Kind geschlagen hätte.

kr sei den ganzen Tag im Steinbrnch. Der Land­jäger Roßmann hörte schon auf dem Wege nach Immichenhain von den Mißhandlungen. Er habe das Kind nachher gesehen; so etwas sei ihm noch nicht vorgekommen. Das Kind war nach seiner Aussage jämmerlich zugerichtet. Der Arzt aus Neu­kirchen, Dr. Hohmann, kam V/s. Tag später in das Haus. Das Kind sei schlecht ernährt und im Ee- f ßcht blau gewesen. Auf dem Körper habe et eine

Menge bleistiftdicker Streifen festgestellt. Das Kind habe angstvoll und verschüchtert in der Ecke Gesessen. Das war End« November. Im Dezember ßri das Kind an Lungen-, Bauchfell- und Hirnhaut- Entzündung infolge strophulöser Grundlage er- V krankt. Der Tod sei eine Folge der Krankheit.

Leiner Ansicht nach hätte das Kind, das die eng­lische Krankheit überstanden, gut gepflegt werden müssen. Die Mißhandlungen hätten die Wider­standskraft des Kindes herabgesetzt. Wenn das Kind von vornherein richtig behandelt worden wäre, hätte es wahrscheinlich dyvonkommen können. Die Mißhandlungen seien aber nicht die dirette Ursache. Es sei richtig, daß die Frau infolge ihres Hoffnungszustandes leicht erregbar gewesen sei.

Damit war fee Beweisaufnahme geschlossen.

Aus dem Plaidoyer und den Fragen sei erwähnt,

daß die im Eröftnungsveiiyiug ausgeoruare An­sicht, der Tod sei infolge Mißhandlung eingetreten, ausgeschaltet wurde. Der Staatsanwalt trat am Schluffe seiner Ausführungen, in denen er noch­mals ein getreues Bild des Sachverhalts entrollte, für Milderungsgründe ein, die selbfttedend auch der Verteidiger befürwortete. Das Gericht bejahte nur die Schuldfrage bezüglich Körperverletzung einer noch nicht 18 Jahre alten Person durch grau­same Behandlung und billigte Milderungsgründe zu. Der Staatsanwalt beantragte dann 8 Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf 6 Monate Gefängnis und Ettafaussetznng auf die Dauer von 3 Jahren. In der Begründung wurde gesagt, daß das Gericht die Jugend und die Reizbarkeit der An­geklagten, die plötzlich einem solchen Haushalt vor­stehen mußte, berücksichtigt habe. Dagegen müffe andererseits aber auch fee Lieblosigkeit, mit der sie das kleine Kind behandelt, in Erwägung gezogen werden. Ihr fei jetzt Gelegenheit gegeben, an den andern drei Kindern das Versäumte wieder gut zu machen.

5. Verhanblungstag.

Marburg, 8.April.

Am Gerichtstisch fitzen Landgerichtsrat Geh. Rat SftngeHbiel, Vorsitzender, Landgerichtsrat Geh. Rat Gesing und Landgerichtsrat Südlich, Beisitzer. Die Sffentliche Anllage vettrat Staatsanwalt Eichler, die Verteidigung führten Rechtsanwalt Justizrat Bork und Rechtsanwalt Dr. Steffen Kann (Frankfurt a.M.).

Die Geschworenenbank setzte sich tote folgt zusammen: Sehe, Jakob, Gemeinderechner in Rachelshansen bei

Gladenbach.

Schwte der, Richard, Landwirt tn Ernsthausen, Kreis Frankenberg.

Seibel, Heinrich, Fabrikbesitzer in Ziegenhain. Leisge, Johann Heinrich, Landwirt und Bürgermeister in Schwarzenborn, Kreis Marburg.

Naumann, Peter, Landwirt in Ronhausen, Kreis Marburg.

LSlkes, Konrad, Land- und Gastwirt in Todenhausen bei Wetter.

Schatz, Paul, Bäckermeister in Marburg.

Lecher, Anton, Landwirt in Himmelsberg, Kreis

Kirchhain.

Thieleman«, Ludwig, Landwirt m Kirchhain. Reifing, Hugo, Bauunternehmer in Marburg. Lepper, Heinrich, Landwirt in Ellingshausen bei Hom­berg, Bez. Cassel.

Reibt, Ludwig, Wirt in Marburg. i

Der Zeugenaufrnf ergab 12 Personen.

Bei Oeffnung des Gerichtsfaals gab es ein gewaltiges Gedränge, viele muhten draußen bleiben.

Als Angeklagte erschienen der Eisenbahnarbeiter W. Wagn-er, sowie die Arbeiter Joh. Fuchs, G. Bflut und I. Reinhardt. Sie wurden laut Erössnungsbeschluß be- schukdigt, am 25. Juni v. Js. durch einen Angriff auf einen sog. Polen;ug einen schweren Landesfriedensbruch begangen zu haben. An dem Tage kam bekanntlich ein Zug mit Kriegsmaterial für die polnische Armee hier durch und hierbei kam e5 zu einer Zusammenrottung, wobei aus dem Zug auch geplündert wurde. Die vier Angeklagten sollen dabei als Rädelsführer in Betracht flammen. Der Angeklagte Wagner erzählte, daß er an dem Abend eine Anzahl Wirtschaften besucht und erst zwischen 10 und 11 Uhr an den Bahnhof gekommen sei. Gegen 8 Uhr sei ihm schon mitgrteüt worden, daß am Bahnhof geplündert würfe. Was alles passiert fei, wisse er nicht: er sei an dem Abend sogar noch nach Nieder­walgern gefahren. Wenn er betrunken sei, würde er sehr laut. Fuchs, Blut und Reiuhacht sagten ähnlich aus: in der Hauptsache hätten sich Studenten an dem Lärm mild der Waffenverteilung beteiligt, wer die Wagen aukge- brochen, wüßten sie nicht. Die Gewehre wären nur so herumgeflogen. Es seien etwa 200300 Menschen, meist junge Leute, da gewesen. An dem Aufbrechen feS Waggons wollte keiner fer Angeklagten betestigt sein. Wagner gab auf Befragen an, daß er an dem Abend .gemischt" getrunken hätte. Gemeint ist Bier und Schnaps. Der erste Zeuge Oberbahnassistent Bouzsrin wußte nicht viel zu sagen, dagegen trifte der folgende Zeuge Untechahnasslstent WormSbächer mit, daß sich Wagner groß aufgetznelt und die anderen sich zum Tri! an der Sache beteiligt hätten. Fuchs hätte einen Zug­begleiter bedroht. Es sei eine große erregte Menschen­menge dagewesen, weil den Polen Waffen zugeführt werden sollten. Er selbst habe beruhigend gewirkt. Wag­ner sei nicht betrunken gewesen, er habe ein Hauptwort geführt und erllärt, daß seine Leute schon alles besorgen kriitfen. Der Zug dürfte nicht «eiter fahren. (DaS hatte die Direktion schon längst angeordnet.) Der Weichen­steller Buckler hatte Wagner mehrmals an der Spitze einer Menschengruppe hin- und herziehen sehen. Die Reden, die er fortwährend geführt, habe er nicht verstan­den. Der Zeuge Scherer Härte, wie Wagner mst lauter Stimme anordnete, daß fer Zug nicht weiter fahren dürfe. DaS sei gegen 11 Uhr gewesen. Der Zeuge Laukl be­kundete, daß er gegen 10 Uhr sortgefchickt worden fei, um Soldaten zu holen. UntertvegS sei ihm Wagner be­gegnet, der ihm gesagt hätte, seine Leute würden heute Nacht die Sache schon machen. Bei seiner Rückkehr habe er dte Angeklagten gesehen; Wagner habe die Menscher-- menge immer zurückgedräugt. Er würfe mit seinen Leute,» schon alleine fertig werden. Es sei auch von Fleisch- Ifenferben die Rede gewesen. Der Zug wäre nach Nieder­walgern gebracht worden, und als sie dort angekommen, sei Wagner auch dort gewesen.Seme Leute kämen gleich nach", hätte er gesagt, unb ferner habe er auch dieIn- termentng der Polen" angeordnet.

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Marburg und Umgegend.

Marburg, 8. April (Ostermond).

* Eine ringförmige Sonnenfinsternis, war heute Bormittag zu beobachten. Sie begann em fyflO und endete um 11,16 Uhr. Der größte Bettag fer Finsternis für Marburg würfe 9,55 Uhr erreicht und bedeckte e/io des SonnendurchmefferS. Trotz des bedeckten Himmels war sie gut zu scheu.

i * Finanzamts Personalien. Zu« Ober- Steuersekretär wurde ernannt: Sektionsbeamte Rockcnsüß in Ziegenhain. Zu Stcuersekretären würfen ernannt: Steuerassistent Mcngel beim Finanzamt m Marburg; Zahlmeister Eisermann beim Finanzamt in Homberg. Versetzt: Steuersupernnmerar Richter vom Finanzamt in Homberg an das Finanzamt in Westerburg.

Vom Schwurgericht. Wie wir erfahren, ist gegen das Urteil im Mordprozeß von fer Staatsanwalt­schaft Einspruch erhoben worden.

* Schöffengericht. Ein Soldat, fer Gamaschen entwendet hatte, wurde zu 3 Wochen Mittelarrest verurteilt. Ein junger Mann von hier, der sich der Unterschlagung und fer Landstreicherei schuldig gemacht hatte, wurde zn 8 Wochen Gefängnis und 3 Wochen Haft verurteilte ®er wegen Mord freigesprochen» junge Wann machte

kürzlich einen ÄusvruchSvennch. imtu: o stimmt vst- ftingniS. Ein MDchcn, das bei feiner Herrschaft ge­stohlen hatte, muß 2 Monate ins Gefängnis.

* Vom Stadtfürsorgramt,Abt. Kriegsbe­schädigten- und Krjegshinterbliebenenfürsorge" und vom Verforaungsaint hier sind wir um nachstehende Ver­öffentlichung ersucht worden: Das Reichsarbeitsministe- rium weist wiederholl darauf hin, daß sämtliche Anträge und Gesuche in Uuterstützungssachen von Kriegsbeschädig­ten, Kriegshinterbliebenen und Kriegsteilnehmern von 1914/19, Mllitärversorgungöberechtigten aus fer Zeit vor fern 1.8.1914, sowie Mchtversorguiigsherechtigten ehern. Militärpersonen an daS Rrichsarbeitsministerium völlig zwecklos sind, well daS Rrichsarbeitsministerium regelmäßig nicht in der Lage ist, aus sachlichen und for­malen Gründen eine Bearbeitung der Anträge selbst zu übernehmen. Sämtliche Anträge und Gesuche von vor­genannten Personen sind zunächst an die zuständige Amtl. Fürsorgestelle $u richten, welche dieselben prüftu und gegebenenfalls in Uebereinstimmung mit fern Bersvrgungsaml und fer Haupt für sorgestelle das weitere veranlassen wird.

* Berichtigung. In fern gestrigen Bericht über denFrauentag" hat sich ein Druckfehler eingefchlichen. Zelle 26 muß es heißen:jedenfalls aber immer gleich­wertig" (anstatt fälschlichjedenfalls nicht immer gleich­wertig").

Theater, Konzerte, Versammlungen usm.

* Der Mieterverein ladet zu einer öffentlichen Versammlung heute abend 8 Uhr bei Seebofe ent, in der Dr. Fischer-Frankfurt a.M. über das Mietsteuer-- und Reichsmietengesetz sprechen wird. Freie Aussprache. Siehe gestrige Anzeige.

* Ein Wohltätigkeitsabend soll am 24. April d. Js. sritens der hiesigen Ortsgruppe des Hilfs- bnnfes fer aus Elsaß-Lothringen verdärngten Deutschen zum Besten der auS den abgettetenen Gebieten Verdräng­ten unter Miüvirkung desElsaß-Lothringischen Thea­ters" aus Cassel hier in den Stadtsälen stattfinfen. DaS Nähere wird noch bekannt, gegeben.

* U. T., Pilgrimstein: Heute zum l.MalNir- twtna, 3. Teil, der Ruf über das SWeer". Wegen fer großen Nachfrage nach diesem Teü, Spielzeit diesmal Freitag bis Sonntag. Bitte um pünllliches Erscheinen, da wegen fer Länge des Filmes kein Lustspiel vorangeht. W MontagRose Bernd", Hauptrolle Hemch Porten.

() Bellnhausen, 8.April. Sonntag, 8Uhr nachm., findet hn Berrinshaus ein Gesangsgottesdienst statt.

*** Wetter, 8. April. Sonntag, 10. April, nachm. 3 Uhr, findet im Gasthaus zur Linfe eine Wohltätig- keitsveranstaltung zum Besten der UnterstützungSkasse des Zeutral-Verbandes deutscher Kriegsbeschädigten und Hin­terbliebenen fer Ortsgruppe Wetter und Umg. statt. Es wirken u. a. folgende Vereine mit: Männergesangverein, Turnverein mit Gesangsriege, Stemmriege des 6. f. B. Wetter und fer Zitherverein Marburg. Abends 71/» Uhr Fortsetzung des Programms.

):( K i r ch ha i n, 7. April. Durch das Ausscheifen des bisherigen Stadtverordneten Landwirt Joh. Althain» aus der Stadtverordnetenversammlung tritt nach fern seiner Zeit ringe reichten Wahlvorschlag fer Landwirt Ludwig Prediger als Stadtverordneter neu ein.

)( Betzie sdorf, 8.April. Der hiesige Fußball- Verein feiert am 12. und 13. Juni sein LjährigeS Sfif- tungssest. Näheres im heutigen Anzeigenteil.

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Tnr«e», Spiel und Sport.

Am kommenden Sonntag begibt sich bk Liga- Mannschaft des R. Sp. B. Germania08 nach Rnbeck (Hannover) um bett als Gast feS Einbecker Fußball- Vereins 05 ein Gesellschaftsspiel gegen dessen Liga- Elf 'auszutragen. Mit diesem Spiel wird di« neue eigene Platzanlage des Einb. Fußballvereins 05 festlich eingeweiht und ihren ferneren Zwecken übergeben. Ein reichhaltiges Programm feitet die Feier eüt. Dem Ligaspiel voraus geht ein Jugendspiel: Einb. F. V. 05 1. Jugendmannschaft gegenArminia" Hannover 1. Jugendmannschast. Germania wird diesmal in stärk­ster Ausstellung dort antrete« unb dürfte deshalb das Resultat mit Spannung erwartet werden. Wfahrt fer 1. Mannschaft Samstag nachmittag 4,29 Uhr ab Hauptbahnhos.

R. Sp. B. Gennania 08 2. und 3. Mannschaft empfängt am Sonntag die 1. und 2. Mannschaften des F. B. Wallau hier. Platz utf> Beginn fer (Spiele werden noch bekannt gegeben. tz.

Aus die heute Abend 8 Uhr im BereinSheim Rest. Fronhof stattfinfende .Monatsversammlung feS R.- Sp. B. Germania 08 sei hiermit nochmals besonders hingewiesen.

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Letzte Nachrichten.

Sie Zusammensetzung des Staatsrates.

Berlin, 8. April. Die bisher gewählten 74 von insgesamt 79 Mitgliedern des Staatsrates setzten sich zusammen aus 27 Vertretern der Deut­schen und der Deutschnationalen Volkspartei, 16 Zentrums Vertretern, 4 Demokraten, 2 Kommu­nisten, 7 Unabhängigen und 18 Sozialdemokraten.

Der MtWdedur-er Hochverratsprozetz.

Magdeburg, 8. AprU. Der Vertreter der Anllage beantragte gegen den Hauptbeschuldigten Jacobi 1 Jahr Gefängnis, gegen 14 weitere An­geklagte 14 Monate Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft, für Vater und fee übri­gen Angellagten Freisprechung wegen Mangels an Beweisen. Das Urteil ist heute zu erwarten.

Harfeng lebet zn einet internationalen Stow* ftrenj ein.

Washington, 8. April. Präsident Harfeng erläßt eine Einladung zu einet Konferenz in Washington Mr Regelung der interalliierten Schulden, der Kriegsentschödigungssrage und bet anderen Hindernisse für den internationalen Han­del. Deutschland, England, Frankreich, Japan und Italien werden ersucht, Sondergesandte zu ent­senden. Man hofft, daß fee Konferenz im Sommer stattfinden werde.

De« englische Ausstand.

London, 8. April. Die Beteiligung der Eisenbahner und Transporiarbeiter am Ausstand ich höchstwahrscheinlich.

Kirchliche Nachrichten.

Adventisten-Eemeinde^ Am Grün 26, Hiuterh.

Sonnabend Vormittag, 9*/,101/» ühr: Wbeüchre.

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Der Wert der Mark im Auslande.

Für 100 Mark wurden gezahlt:

Frankfurt den 7. 4 1921.

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Zürich

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Amsterdam

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Kopenhagen

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88.80 Wioneit

Stoc^jlm

6,95

88.80 Kronen

Wien

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117.80 Kronen

Prag

120.25

117ZS Kronen

London

8,10

97.80 Schilling

New Port

1.62

2350 Dollars

Paris

23,75

121.40 Franken

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Ss mag das Gesicht eines jungen Mädchens oder Herrn noch so hübsch erscheinen, ist es von Pickeln ober Mitessern befallen, fo leidet das Aussehen darunter Mr< ES sollte jeder, der mH Mitessern oder Pickeln zu hm hat, einen Versuch mit OberrneyerS Medizinal-Herba-Seiftz machen, indem er Heine Schaumauflagen auf das von Pickeln und Miteffern befallene Gesicht vornimmt, durch eine Abtrocknung derselben bewerkstelligt wird. Wik vorliegende Gutachten beweisen, hat sich diese Vornahme vieffcitig als erfolgreich erwiesen.

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