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Der Verteidiger Justizrat Auth kann sich den Aus- i Mrungen des Startsantvalts nicht anschließeu. Tie 1 -auptverhandlrmg habe nicht einwandfrei erwiesen, daß T Mtnkel der Täter sei. Es sprächen sogar viele Momente 4- Mgunsten des Angeklagten. Wenn Munkel de» Brand am die Ecke habe bringen teolleii, dann hätte er nicht seinen Heimatort dazu benäht. Auch daß er die Nägel geschluckt

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hwgen zu verneinen.

Nach längerer Beratung der Geschworenen serneiuen Die die Schuldfragen betr. Mord und besahen nur die «fiuldfrage wegen Besitz verbotener Waffe». Der Au-

H»be, sei nicht belasterck; denn dafür habe der Angeklagte «e richtige Auskunft gegeben. Er halte die Schuld des 4 t Ungeklärten nicht für erwiesen und bittet die Schuld

4. Verhandlungsiag.

Der Gerichtshof setzt sich zusammen ans den Herren Landgerichtsrat Geh. Justizrat Klingenbiel, Landgerichts täte Geh. Justizräte Tilemann und Wenzel. Leffent- Lcher Ankläger war Staatsanwsltichastsrat Ludwig und die Verteidigung führte Justizrat Handke aus Homberg. DZ Geschworene wurden folgende Herren ausgelost:

Re ine mund, Georg, Lohgerbermeister in Marburg.

Lölkes, Konrad, Land- und Gastivirt in Todenhausen bei Wetter.

Bamberger IT, Ludwig, Bürgermeister in Günters bei Gladenbach.

Mann, Heinrich, Land- und Gastwirt in Neustadt.

Hecker, Heinrich, Land- und Gastwirt in Geismar, Kreis Frankenberg.

Lepper, Heinrich, Landwirt in Ellingshausen bei Hom­berg, Bez. Cassel.

Lecher, Anton, Lnrchwirt i» Himmelsberg, Kreis ~ Kirchhain.

Tch ü rkr Ru^Lui- lütt, Mrmer nr l??«bnia.

§ i e T e m a it u, Ludwig, Landwirt in Kfrchhai». Weber, Karl, Kreisausschußfekretär a. D. in Kirchhain. Reidt, Ludwig, Wirt in Marburg.

Qua n z, Wilhelm, Eiseubabnschlosser in Marburg.

Heute standen zwei Sachen zur Verhandlung. Zu­nächst erschien als Angeklagter der Wrißbinder Ed. Dörr au5 Neueuhain, der sich sittlicher Verfehlungen gegen­über einer Frau schuldig gemacht haben sollte. Kurz nach Beginn der Vernehmung des Angeklagten mußte die Orffinllichkcit ausgeschlossen totrben.

-(Schluß folgt.)

Marburg und Umgegend.

Rortarg, 7. April (Öfter mond).

" Aus dem Amtsblatt. Ernannt: der Regie- *193 und Bau rat. Geheimer Baurat Unger zum

«lerbanrat, der Forstasseisor Froitzheim in Spangen-

ztmr Oberförster unter Berieihung der Ober Msterstelle Rumbeck im Bezirk Arnsberg vom 1. 4.

ab, Fräulein Wenzel zum Referendar, der Justiz- ^rsekretär Audra in Niederaula zum Amtsanwalt ** dem Amtsgericht daselbst, der Justizobersekretär ^uski zum JustizoberretUmeister in Marburg; die «ell- wird nicht wieder besetzt, die Aktuare Gail in Eirchhaiu, Frey in Jesberg, Pfaff in Böhl, Eichmann Meerholz, Eimer i i Borken, Beck in Weyhers, Neid­et in Hilders, Huje man» in Steinbach-Hallenberg,

-reck, Die nicht inen des vorn chien . Er nach inte, denn ab­hört, fien* ge­ilten auch u. teritt falls wirt den 'rroit fiten aer- llen.

wh habe das Kästchen mit der Waffe geholt. M. hatte «räfier gesagt, er sei am anderen Morgen gleich nach Rranfurt gefahren. Er verwickelte sich in Wider- kprüfie darüber, ob der Besuch der Burg vor oder nach dem Aaffeetttnken bei Wiedlinas gewesen fei. Dies blieb Cjselhaft. Der zweite Sohn der Frau Wiedling schil­pe in ähnlicher Weise den Besuch des M. Um 5 Uhr «ackmittags seien die beidm Leute noch dagewesen. Sie tlftitn nach Amerika gewollt. Die Beeidigung der Zeugin gy({ aus Steinföhrde wurde vorläufig ausgesetzt. M. hatte bei ihr gewohnt und sie sollte etwas von dem Kuh- pitt-stahl und von allerhand Aenßerungen wissen. Brand hätte die Kuhgeschichte ausgeplaudert und mm habe M. ge- jgflt, sie wollten zusammen fort machen. Nach einigen Lagen sei er wieder gekommen und habe gesagt, ihm sei das Geld gestohlen worden. Die Diebe seien Brand and ein anderer. Bei der Abreise habe er gesagt, er müsse ptm Augenarzt. Die Zeugin wurde vereidigt. Der Zwge Petermann aus Steinföhrde kannte Munkei und Brand. Letzterer habe immer einen Genossen zum Kuh- diebstahl gesucht und schließlich den M, der von Berus Schlächter sei, gefunden Sraitb sei zunächst verschwunden aud einige Tage später auch Munkel. Letzterer sei bald wiedergekommen. Er fügte hinzu, daß Munkel auf Brand wütend gewesen sei, weil dieser die Sache mit der Knh erjäblt. Ein Beamter des Kaliwerks machte Mittei-

langen über das Arbeitsverhältnis mck die Tage,

«n denen er fehlte. Er ist danach vier Tage später in Frankfurt angekommen, als er seinem Freunde versprochen hatte. Aus den weiteren Mitteilungen ging hervor, daß SR. bei seinem Verschwinden einen namhaften Lohn­betrag im Stiche gelassen hatte, woraus hervorging, daß n es sehr eilig hatte. Es wurde angenommen, daß er mrsucht hatte, irgendwo über die Grenz- zu kommen.

Oberlandjäger Müller gibt nähere Auslunst^über Has Ermittelnngsverfahren betr. Kuhdiebstahls in Stein» flhrde, der Munkel und Brand zur Last gelegt wurde. Ein Zeuge ans Bremen, welcher mit der Mutter des er­mordeten Brand über das Berschwinden ihres Sohnes ge- fprvchen hatte, sagte, daß die Frau Braud ihm mitgeteilt habe, daß ihr <Ähn nicht in Steinsöhrde geblieben sei, weil man ihn dort zu strafbaren Handlungen mgehalten Habe. Weiter habe ihm Frau Brand mttgeteilt, daß ge­sagt worden fei, ihr Sohn müsse beiseite geschasst werden, weil er verraten habe, daß Munkel an dem Knbdiebstaht beteiligt wäre. Hierauf wird die Zeugenvemebmnng ge­schloffen und in eine Bause eingetrrtrn. Nach Wieder- flflfnebme der Verhandlung fragt der Vorsitzende den Angellanten, warum er Nägel verschluckt habe? Der Angeklagte anttvortete, er habe feinem Leben ein Ende bereiten wollen, weil man ihn. in Marburg verhaftet und ^schlossen durch die Stadt geführt habe, und weil feine Altern ihn nicht mehr ausgenommen hätten. Die den Geschworenen vorgele^tm Schuldsragen lauteten aus Mord

dos Wort. In längeren Ausführungen schilderte er daun die Auffindung der Leiche auf der fietneu Eölb-'c Kuppe. Die Ermittelung des Täters sei sehr, schwierig gewesen und nur dem Zeugen Wiedmann habe man es zu danken, Hoß Lickt in die Sache gekommen fei. Während man in Marburg noch gar nickt wußte, daß Munkel als Täter in Frage komme, habe die Mutter des ermordeten Brand bei btt Staatsanwaltschaft in Lüneburg eine Anzeige gegen Munkel wegen Mordes eingereicht. In weiteren Aus- führungen schildert der StaatSanivaft die Motive, die Mitnkel zum Mord au Brand veranlaßt haben und tenmt zn dem Schluß, daß der Tater nur allein Munkel

gewesen fei. Er bittet die Geschworenen die gestellten : I Schuld fragen auf Mord zu bejahen.

| tzeftaoie Munkel wird hierauf W« der Anklage des i Mordes sreigesprochen und wegen verbotenem W«fsen» I besitz zu 200 Mark Geld straft aber 30 Tagen WätzgnS

Degenhardt in Salmünfftr, Fürnd« in Schenklengs­feld und Möller in Veckerhagen zu Jnstizobettekretären, die diätarifchen Justizassistenten Otto in Cassel (Amts­gericht), SchwHhelm in Hofgeismar und Schmidt in Marburg (Amtsgericht) zu Justizsekretären, der Mili- tärauwärter Schaumlöffel zum Justi Wachtmeister in Böhl, an Stelle des Ste«rbetriebsassist«nt Peter Cle­ment in Frankenberg der Latchjäger a.D. Kaspar Wagner ebenda mit Wirkung vom 1. April b. I. an zum Standesbeamten für den Standesamtsbezirk Fran-. kenberg-Land. Uebertragen: dem Oberförster Klein, bisher in der Oberförsterei Kiel, Regierungsbezirk Schleswig, vom 1. April 1921 ab die Oberförsterstell« Wolfgang, dem Hegemeister Gombert in Frankenau, gl. Oberförsterei, zum L April d. I. die Försterstelle Nordshaufen zu Forsthaus Braich, Oberförsterei Kirch­ditmold, dem Förster und Forstschreiber Krüger in Steinau, Oberförsterei Salmünster (früher Bezirk Marienwerder), vom 1. April d. I. ab zunächst auf­tragsweise di« Forstschreiberstelle in Salmünster, gl. Oberförsterei. Versetzt: der Oberförster v. Sachs von Cassel nach Hatzfeld, Regierungsbezirk Wiesbaden, der Forstassessor Krösch von Cassel nach Schmiedefeld, Re­gierungsbezirk Erfurt, unter Ernennung zum Ober­förster, die Justizobersekretäre Andre von Bohl nach Niederaula, Berens von Weyhers nach Bolkmarsen und Brand von Meerholz an das Landgericht Hanau, die Justizwachtmeister Weinbach von Bftber nach Fulda, Hehlgans von Bürbach i. W. an das Landgericht Marburg und Staub von Fritzlar an das Amts­gericht Cassel. Erteilt: dem ordentlichen Professor in brr Juristischen Fakultät der Universität Marburg, Dr. Walther Schücking die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienst zum 1. April 1921. In den Ruhe­stand versetzt: die Hegemeister Krause in Schöneberg, Oberförsterei Hofgeismar, und Sippe! in Mecklar, Ober­försterei Rotenburg-Ost, zum 1. April 1921, der Förster 7. R. Schawer in Holzhansen, Oberförsterei Gahrenberg, zum 1. April 1921, die Oberlandjäger Kirschsteiu in Lasset, Besch? rner in Großauheim, Burhenn in Langen­diebach Nolte in Borken und Volkenand in Marburg zum 1. April 1921.

* Der erst« Schultag. Fein gewaschen und gekämmt, im Sonntagsanzug, mit Buckelranzen ober Tasche, tritt der angehende Schulrekrut mutig an der Halft» ber Mutter, den ersten Gang zur Schule an. Die heiligen Hälleu kommen bald in Sicht und dann fällt dem kleinen Erdenbürger doch nach und nach das Herz in die neuen Schuhe. Die Schritte werden langsamer, aber was andere können, kann ich auch, denkt der Schulrckrut Und plötzlich ist er mitten drin, wenn auch die Mutter dabei etwasgeschoben" oder gezogen hat. Und dort steht der Ährer oder di« Lehrerin. Sie schauen ja gar nicht so aus, wie sie sich diese Leute vorgestellt und das Antrauen wächst noch, als diese ihre Lehrtättgkeit mit der Verteilung von allerhand Süßigl.iten beginnen. Dem Wunsche morgen wieder zu ko armen, leisten die Kletnen gern Folge und stolz ob all ber Erlebnisse des großen Tages gehts toieber «ach Hause.

* Festgen ommen wurde von der Polizei ein junger Mann aus Stuttgart, welcher seinem Meister einen Betrag von 5000 Mark entwendet hatte. Der größte Teil des Geldes wurde noch bei ihm »orgefunden.

» Krauentag für H essen-Rasf au und Waldeck. Au dem tu diesen Tagen ht Marburg ftattsindenden .Frauentag- verfammelten sich außer .wfilreicken Marburger Frauen Vertreterinnen ans den verschiedensten größeren und kleineren Städten der Provinz, teilweise als Delegierte des Magistrats der betreffenden Stadt, teilweise tion ihren Vereinen ent­sandt. Rach einem geselligen Zusammensein, das die Absolventinnen rmseres Lyzeums durch heiteres dra­matisches Spiel verschönten, begann die Tagung mit dem öffentlichen Vortrag von Frl. Toni Penck, Frauk- furt a. M. über die Frage: .Wie sichern und verveffern wir die Stellung der Frau im Beruf?" Rach einem Rückblick über die Entwickelung der rechtlichen Stel- lmtg der Fra« in Tentschland sowie über die Tätigkeit der Fran im Wirtschaftsleben der Gegenwart sprach die Rednerin eingehend über den Weg, auf deut die Iran zur befriedigenden Ausfüllung ibreS Berufes ge langen tarnt. Aks erstes verlangt sie eine gründliche Ausbildung vor dem Beruf. Der Grundsatz, daß der Lohnetwas Tüchtiges" lernen mutz, die Tochter da­gegen rnSglichst bald verdienen soll, ist leider in vielen Kreisen nock herrschend. Man gebe ihr die nötige Zeit, für ihren Beruf heran zureisen und bineinzuwackfen. Fhre Ausbildung braucht durchaus nicht immer gleich­artig. jedensalls nicht immer gleichwertig der Männer- bitdung zu sein. Rednerin warnt vor feder Art der Schnellpressen. für roeichen Beruf sie auch vorbereiten mögen, sie sind für die Berufe des Geistes ebenso zu verwerfen wie für die der Hand. Was die Erlernung der Hauswirtschaft betrifft, fo wünscht sie dieselbe nicht neben der Berufsausbildung, sondern vor oder nach berfelben. Die Hauswirtschaft bedingt ebenso eine ausreichende Lehrzeit wie die anderen Berufe. Ein wichtiges Kapitel ist die Berufsberatung. Die Wahl eines Berufes darf nickt dem Zufall überlasten bkeiben, sondern mutz sich den Anlagen, Neiaungen und dem Charakter anpasteit. Leider ist fa die Berufswahl noch allzu häufig von äußeren Umständen, beispiels­weise der A'.'.sbildnugs möglickkeit, die am Orte besteht, abhängig. Häufig lassen die jungen berufstättaen Frauen den nötiaen LebenSernst vermiffen, sie betrack- ten de» Beruf als Neberaatrg. Rednerin verlangt, daß 'jsiw airitfsiörifl# Srau, av^s di» standesvewunt auf dem Boden ihrer Arbeit ffeht. Zu diesen Bedingungen kommt endlich der notwendige Zu- iautmenschlus; zu Berufsorganisationen, die wiederum M größeren Verbänden sich vereinigen müssen, die ober nicht nur eine Bernfsart. sondern Vereine der ver­schiedensten Ziele umschließen, um das Interesse aller Frauen für einander zu erwecken, daß es heiße: .Eine für «$e, alle für Eine!' Außerdem verlangt die Red­nettn stärkeren Eitttluß der Frau in Gemeinde und Staat durch rege Beteiligung derselben am kommu­nalen und politische« Leben.

* Be rmißt wirb feit dem 5. April ein Fräulein I Paula Holstein, geb. am 5.1.1887, welche zu Besuch bei ihrem Bruder in Biefensekd gttveilt batte nnb von Marburg aus ihre Heimreise an treten wollte. ES wird angenommen, daß sie fick in einem Anfall von Schwer­mut ein Leis angetan hat. Sie ist l,5ö Meter groß, hat mittlere Figur, fnsches Aussehen, hellbraunes krauses Haar und etwas gebogene Nase. Bei ihrer Abrttst war sie geftechet mit gner geblümten Bluse, dunklem Rock, hell­grünem Velonrhut, dunkelgrünem Mantel und schwarzen SchrtLrstbnben. Um zweckdienliche Mitteilung bittet die Polizeiverwaitung.

* Schöffengericht. Wcgeu Holzdiebstahl hat­ten sich 3 Einwohner von sier zu verantwvtten. Wäh­rend einer der Angeklagten Freisprechung erzielte, er­zielte, erhielten die beiden anderen 100 und 80 Mk. Geldstrafe. Ein ehemaliger Reichswehrangehöriger, der sich ans unrechtmäßige Weise Bekleidungsstücke verschafft hatte, wurde zu 6 Wochen Gefängnis ver­urteilt. Tie gleiche Straft erhielt ein Einwohner i« »----->.------ -----------

von hier, welcher vlKt einem Diebstahl Kenntnis er­halten hatte und keine Anzeige erstattet hatte. Weil drei Gewehrriemen in dem Spind eines Peichswehr- angehöttgen gesunden wurden, die von einem Dieb­stahl stammten, wurde wegen' Hehlerei auf 2 Wochen Gefängnis erkannt. Ein fetzt in Gemünden wohnender Schuhmacher hatte drei Paar Schuhe, die er von einem Ruffen zum Verkauf echalten hatte, verkauft und halte das Geld behalten. Wegen Unterschlagung erhielt er 6 Wochen Gefängnis.

The«!er, Konzert«, Bersammkongen nfm.

* Letzter Vortrag von Frl. Grotefend. Frtttag, 8. Apttl. abends 81/, Ubr im Philipvshaus. Efttzelvorttag 1 Mk.

*Elfaß-LotbringerBereinErwinSDom Auf bte heutige Versammlung fei besonders hingewftsen.

* Kaffee-Restaurant Fron Hof. Heute Abend findet «in Künstlerkonzett statt Anfang 7V- Uhr.

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Turrre«, Kpiel rr«d Sport.

Turnabend in Butzbach. Am kommenden Sonntag feiert der T.-V Butzbach fein 75jäbttges Be­stehen. Aus btefem Anlaß ffndet ein Kunstturnabend statt, an welchem die geübteren Turner des Gaues Hessen teilnehmen. Auch der T.«. Sp. B. 1860 und die Tum- gemeinbe 1885 werden mit ihren Turnern vertreten fein. Am Sonntag Nachmittag findet ein Gesellschafts­spiel in Handball zwischen einer kombinierten Mann- ''chaft des Turnvereins Butzbach und derSchupo"- Butzbach gegen Turngemeinde 1885 I. statt. Auf den Ausgang dieses Spieles darf man gespannt fern, da die Butzbacher Mannschaft keinen schwachen Punft aufweist, und als Mittelstürmer den in allen Sportkre-^n be­kannten Heerdt besitzt. Hoffen wir, daß unser,. Turner gut abschneiden.

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Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Oberaula, 4. Apttl. Im fiskÄischen Forst Ober­aula brach ein starker Waldbrand aus. Fünfund­zwanzig Hektar Nadelbestand sind vollständig ver­nichtet. Der Schichell ist sehr beträchtlich.

Allendorf, 2. Apttl. Heute morgen kür» nach 3 Uhr ertönte hier der Feuerruf. In ber Scheune des Gastwirts Schuld war Feirer ausaebrachen, das durch Heu- und Strohvorräte genährt, rasch um sich griff und auch das angrenzende hintere Wohnhaus in Flammen fitzte.

Fankfurt a. M., 6. Apttl. Nach bstündigeu S8et< unblutigen ist heute abend zwischen den Arbeit­gebern mch den Arbeitnehmern des Transportgewerbev -ine Einigung erzielt worven. Die Transportarbeiter unter 20 Jahren erhalten eine Lohnerhöhung von 12 Prozent und diejenigen über 20 Jahre eine solche von 6 Prozents Schwerarbeiter bekommen 10 Prozent. Tas Abkommen hat Güktigkttt bis 30. Apttl d. I. Die Arbett wirb am Donnerstag morgen in vollem llmfange wieder ausgenommen. Die vom Magistrat zugestanden« neue 15<y0ige Mietsteigerung hat dem Mieteinigungsamt große Arbettslast gebracht, denn die meisten Mieter weigern sich dieftn Aufschlag zu zahlen, solange nicht ihre im Krieg arg verlotterten Wohnungen einigermaßen hergestellt sind. Und in vielen Fällen hat das Mieteilligungsamt schon den Mietern Recht geben müssen. Die Meldungen über den Saatenstand im Maingau kanten znfttedenfiellend. Die Saaten haben gut fibetimntert und zeigen nor­malen Wuchs. Dur in den letzten acht Tagen ist Still­stand eingetreten, verursacht durch die große Trocken­heit. Tie Wetterau hat Ebenfalls gnt überwinterte Saaten zu verzeichnen, doch wird hier über Frost­schäden Eiche Februar und Anfang März geflagt. Einige Lücken in den Feldern müssen nachgrsA wer­den. Schlecht wird der Saateustaud in den höheren Tannuslagen bezeichnet, wo neben Frostschaden auch noch Wildschaden eingetreten ist.

Wiesbaden, 6. Apttl. Wohl infolge Dersagens der Bremse überschliG sich an der steilen Dotzheimer- straße am Wege nach der Platte ein Personenauto und begrub seine vier Insassen unter sich. Der Führer war sofort tot, die «oberen Mitfahrer erlitten teil­weise recht schwer« Verletzungen und mußten nach Wiesbaden ins Krankenhaus übettührt werden.

Darmstadt, 4. April. Der Studien rat W. Watger in Groß-Gerau hat sich geweigert, den Berfassungsech zu leifirn, da er sich durch den früher gelttsteten Eid in seinem Gewissen an den ehemaligen Großherzog für gebunden HM. Er trat daher aus sein Ersuchen am 1. April in den Ruhestand.

Fulda, 5. Apttl. DieFuld. Ztg." schreibt: Der hockwücdigste Herr Bischof hat heute vormittag ferne Reise nach Rom aageireten.

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Unpolitische Tagesnachrichten.

Ein Eroß-Schi«ber. Berlin, 7. April. Der Chef der Kleideroerwertungsgesellschaft Fritz No­vara ist auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft in Haft genommen worden. Novara wird beschul­digt, in einer Zahs yyn Fällen, die zum Teil um Jahre zurückliegen, Geschäfte ist seinem Interesse gemacht zu haben. Bei diesen Geschäften wurde die Kleiderverwertungsgesellfchaft erheblich geschädigt, während Novara außerordentlich hohe Summen verdient hat.

Schisssuntergang. Rostock, 6. Apttl. Der Rostocker Anz." meldet: Bei dichtem Nebel wurde in der Nacht zum Sonntag auf der Höhe von Hei­ligendamm das dänische MotorschiffMarianne" ernt einem unbekannten Fahrzeug gerammt. Die Marianne" sank sofort. Bon der aus 3 Mann be­stehenden Besatzung ist nur einer gerettet worden.

Widersetzliche Sträfling«. Görlitz, 6. April. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ver­anstalteten die Sträflinge des hiesigen Zuchthauses zum Protest gegen Anordnungen der Direttion heute morgen gegen 8 Uhr auf Verabredung in sämtlichen Sälen ungeheure Lärmszenen und zer­trümmerten die Einrichtungsgegenstände. Die so- fott herbeigerufene Polizei stellte innerhalb kurzer Frist die Ordnung wieder her. Ein Ausbruchs­versuch der Sträflinge erfolgte nicht. Die Bewa­chung der Sttafanstalt ist infolge dieser Vorgänge verschärft worden.

Brand ht der Pulverfabrik Burg. Magdeburg, 5. April. Die »Magdeburgische Zrg." meldet: In der Pulver- und Munitionsfabrik in Burg entstand gestern ein großer Brand, der in den späten Abendstunden noch nicht gelöscht war. Durch beit Brand eiplodierten

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23,25

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95-108

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Raps ftüdftn LMnfaat Mobil S eirsi« at Hftft

W- 92 95105 60- 85 38-40

Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm Wien Prag London Rew York Pari»

vor dem Krieg: 125.40 Franken

59.20 Snlden RfUfO Krone» 88.80 Kronen

117X0 Kronen 117.80 Kronen

9M0 Schilling 2180 Dollars

124.40 Franken

heutiger Stand: 9^0 4,72 £

zadlreickie Handgranaten. BtSdei wurden vier Tote festgestellt, in das städtische Krankenfi ans wurden drei Schwerverletzte eingeliesert. Die Zahl der Toten und Verletzten wird sedoch weit höher geschätzt.

Zwei Dörfer verschüttet. Paris, 6. April. Die gewaltigen Regengüsse, die während der Oster­woche in großen Teilen Italiens niedergingen, haben in der Nähe Neapels zu einem großen Land­rutsch geführt, der die Dörfer Eorno und Prato zerstörte. Die Einwohner find geflohen.

«chlagende Wetter. P a r i S, 5. April. Rach einer .Matittt-Meldung aus Marseille haben sich in einer Kohlengrube bei Trelh ttr der Gemeinde Robiac (De­partement Gard) schlagend« Wetter ereignet. Bis jetzt wurden 14 Leichen geborgen, davon zehn Franzofen und fiter Polen. Man befürchtet weitere Opfer.

etbftn Speifeerbf. kleinere ssuttererbfe« Vtnfen rtoioichien Acker dohnen Wicken

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Hochschulnachrichten.

X Berufung. Zum Nachfolger des Direktor« der llniversitätsbibliothek in Leipzig, Dr. Boysen, ist der Oberbibliothekar an der Münchener Staatsbibliothek Dr. Elauning berufen worden.

X Der »en« Direktor ber Biologischen Anstalt aus Helgokanv. Wie die .Hochfckitlkorr.- erfahrt, ist zum Direktor der Biologischen Anstalt auf Helgoland (anstelle des in den Ruhestand getretenen Geh. Rat» Prof. Dr. Heincke) der Kustos der genannten Anstatt Pros. Dr. Wilhelm M i e l ck in Aussicht genommen.

Berliner Produktenmarkt.

Preste für 50 kg. av Station: Berti«, *«* 6. 4. 921.

Letzte Nachrichten.

In einer Konferenz ftn Dirrktionsaebände ber S e n n « werke, an ber Cberfitnfibent Hötting, bet Regiernrigs- vräf-bent von Merfefintg, die Führer der Volizeitrnppen, die Direktoren ber Leunawerke, Rttchstagsabgeorbnete und Gewerftchaftsftihrer tritnafimen, erklärte bet Direftor ber Lettnstverke Dr. Oster, baß ber Betrieb Anfang nächster Woche wieder aufgenommen werben könne. Das Werk müsse aber vorher von allen Lenten gesäubert roerben, bte nickt hinttngehörten, und die Direttion müffe darauf drängen, baß die Arbeiter ihre gerechten Forderungen an­erkenne. Der mebrbtttsfoziakiMche Rttchstaasabgeordneke Krüger wandte sich gegen die nach der Einnahme bet Werkes auf getan (fiten Gerüchte, daß im Werke Grenel- taten verübt worden feien. Ermittelungen an Ort und Stelle hätten die Unwahrheit btefer Gerüchte ergeben. Er habe bte im Kampfi Gefallenen gesehen und habe in keinem Falle Verstümmelnngeit fiststellen können. Diese» Ausführungen schloß sich ber Arzt ber Leunawerke an.

Paris, 7. April. Wie aus Washington gemel­det wird, wird Präsident Harding in seiner Botschaft an den Kongreß, bie bei bet nächsten Sitzung verlesen tvird, formell erklären, Amerika werde niemals das Völkerbnndstatut annchmen. In gleicher Weift werd« auch der Vertrag von Versailles verleugnet werden.

Tenauhitfe Trockenlcknitzel Torhnelafie n'teienfieu, lose <t1«5eu

Stroh drahtgopreht

. gebündelt

Roggenstroh Maio

Mat. ftärtoffeln, sortiert Reis, frei ftatoagg. Hb. Kilo

Brakilisn. Bollrete Runkelrüben Möhren, rote gelbe

Speifeerbfin, Viktoria-

120-125

Der Wert der Mark im Auslande. Für MO Mark wurden gezahlt: grwNfohrt ten 6. 4.1121.

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Sonn abend, den 9.April. Borabend 6,46 Uhr;

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Für die Schriftteitung eerantwortlifi: Kurt Saint«1 für ben örtlichen und provintittlen Teil: Wilh. $8 i 6 n e 8,

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Unter den Händen wird der schmutzigste und ver­gilbtest« Strohhut blüten­weiß und wie neu bei der Behandlung mit dem ver­besserten Strobin mit seiner verblüffenden Bleidikraft Verlangen Sie bitte in Dro­gerien und Apotheken aus­drücklich die neue Packung mit Aufdruck Mk. 1,50,