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Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen
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Paris, 5. April. Laut HavaS veröffentlicht bei „Petit Parifien" ein Telegramm aus Washington aus englischer Quelle, wonach die amerikanischen Truppe« am Rhein nicht vor dem 1. Juli vermindert werde« sollen.
Zeche Westfalen in Ahlen sind die Belegschaften zur Frühschicht vollzählig eingefahren, womit die Ausstandsbewegung im rheinisch-westfälischen Industriegebiet als beendet angesehen werden kann.
Volk werden, wenn wir unsere Scegellung wieder errungen haben. Tas ist die" Aufgabe, die der Seefchifs- fährtstag sich gestellt hat und bei der ihm behilflich zu sein, eS die ReichSregiernng als eine ihrer höchsten Ausgaben betrachtet hat.
ss. m 1921
■ die in der bayerischen Presse über des Vizekanzlers in München ver- wird amtlich festgestellt: Die Reichs-
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regierillg hielt bei der Wichtigkeit der Cache zur Lnterstü^uug und Ergänzung ihrer schriftlichen Mitteilung«« in der Entwaffnungsfrage eine Mündliche Aussprache mit dem bayerischen Mi- Nisterprandenten für notwendig. Das Ersuchen der Reichsregierung um die Besprechung ist in gehöriger Form vorher übermittelt worden. Das von Dr. Heinze überbrachte Schreiben enthielt in dieser Hinsicht nur. noch die Vollmacht für ihn. Dr. Heinze
Paris, 5. April. Der Agentur Savas ist folgende Mitteilung des Sekretariats des Exkaisers Karl zuge- gangen:
Das Sekretariat Sr. Majestät des Kaisers und Königs Karl legt Wert daraus sestzustellen, datz die Nach- rtotcn über Besprechungen, die zwischen Kaiser Karl und französischen Staatsmännern und Generälen vor der Rückkehr Sr. Majestät nach Ungarn stattgefunden haben sollen, ohne Begründung und frei erfunden sind.
König 8orl aus Kncarn obgmili.
Budapest, 5. April. Bei Eröffnung der heutigen Sitzung der Nationalversammlung teilte Ministerpräsident Graf Telekt mit, datz der König heute vormittag um 10 Uhr 35 aus Steinamanger abgereist ist.
Ministerpräsident Graf Teleki führte aus, die Regierung hoffe, baß die Abreise für die innere wie die äußere politische Lage beruhigend wirken werde. Die unerwartete Ankunft des Königs habe Ungarn vor eine schwere Belastungsprobe gestellt, die glänzend bestanden worden sei. Zeder vorurteilslose Beobachter müsse zugeben, daß kein Faktor durch die schwierige Lage auch nur einen Augenblick ins Wanken geraten sei. Die Rückreise sei auch nur durch die Sicherung der freien Durchfahrt verzögert worden. Ungarns Ehre habe gefordert, daß die Form gewahrt werde. Die Regierung bitte im Interesse des Landes, weiter die Ruhe zu bewahren. Die Aussprache über die Haltung der Regierung findet morgen statt.
Prag, 5. April. Der Sonderzug mit Exkaiser Karl hat um 4 Uhr 54 Minuten nachmittags die Station Fes,ring verlassen. Die ungarische Begleitung hat sich dort vom Exkaiser verabschiedet. Der Zug setzte die Fahrt ohne Zwischenfälle fort.
Loudon, 5. April. De!» „Eveuing Standard" zufolge trafen Vertreter der deutschen Regierung in London ein, um verschiedene mit der Aitslieserung der deutsche» Handelsflotte verbundene Fragen zu erörtern.
Wiederaufnahme der Arbeit Gebiet.
Essen, 5. April. Auf anlagen des linksrheinischen
Eiuslellniig des Bcrfahrenö gegen den Prinzen Friedrich Leopold. In dem von dem vrentzischen Finanzministerium gegen den Prinzen Friedrich Leopold (Sater) angestrengten Entmündigungsverfahren wegen Geistesschwäche ries der Finanzminister, nachdem fein Antrag auf Entmündigung zurürkgewieseu _ worden war, nunmehr die letzte Instanz am Inzwischen wurde auch das vom Finanzministerium Fegen den Prinzen anhängig gemachte Strafverfahren beendet. Der Oberstaatsanwalt gelangte zu der Feststellung, da» weder ein Verstotz gegen das Kapitalsluchtgesetz noch ein sonstiges Vergehen ersichtlich sei. Das Verfahren wurde daher eingestellt. - . .... . .
Marburg ' Mm-, öen 6. April (vstermoud)
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Loudon, 5. April. Die Sage im Bergarbeiter«' streik ist sehr ernst. Das Bestreben der Streikenden« die Freiwilligen an den Pumpen zu hindern, wächst uni# verallgemeinert sich.
Infolge Kohleumangels mußten bereits viele Werke schließen. Die Zähl der Arbeitslosen wächst dauernd,
Ter „Moruing Post" zufolge sind zahlreiche Trans« Portarbeiter und Eisenbahner nicht geneigt, in be< Ausstand zu treten.
„Tally Expreß" schreibt, entweder weide der Streik durch die Anstrengungen des Staates gebrochen oder er werde sich zu einem Zustand entwickeln, der ganz gut „Revolution" genannt werden könne. Ter Kampf bis zum Ende würde aber tatsächlich das End« bedeuten.
. » Lloyd George plant Neuwahlen.
London, 5. April. Der Parlamentsbericht, erstatter der „Times" bestätigt, daß die Ansicht aufkommt, daß im Falle eines Streikes des Arbeiterdreibundes Lloyd George mit Neuwahlen antworten werde.
Englische Besorgnis wegen des bolschewistisch- afghanischen Vertrages.
London, 5. April. Der Berichterstatter bei „Daily Telegraph" schreibt: Persönlichkeiten, bi< in verantwortlichen Stellungen mit der Verteidigung Indiens betraut sind, seien der Ansicht, del Verfall in Moskau sei vielleicht weit fortgeschritten. an anderen Stellen sei jedoch die treibende Kraft des Bolschewismus so stark, wie je. Dies« Persönlichkeiten sähen den Vertrag zwischen Moskau und Afghanistan mit allergrößter B e o r g n i« an. Vom rein militärischen Standpunkt gesprochen, sei die Lage so, daß die Bolschewisten sich eng mit allen Planen veibinden, die die Regierung von Kabul gegen Indien entfalten kann.
Reue Unruhen in Indien.
London, 5. April. Rach einer Reuiermel düng aus Delhi kam es in der zweiten Märzhälfte zwischen englisch-indischen Truppen und Mattboe an der Nordwesigrenze Indiens zu mehreren Zusammenstößen. Ein britischer Osfizier und 26 indische Soldaten wurden getötet, ein britische» Offizier und 25 eingeborene Soldaten verwundet.
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SriMk dreht erneut mit Small.
Paris, 5. April. Ministerpräsident Briand sprach heMr im Senat über die auswärtige Politik Frankreichs. Im Vordergrund seiner Ausführungen stand das Verhältnis zu Deutschland. Briand erklärte, Deutschland habe sich des Vertrages bedient, nur tie Verbündeten zu verhindern, vor dem 1 Mai. ist verhandeln. Wenn dieser Verfalltag verstrichen sei, dann kehre man zum gemeinen Recht zurück. Er erkläre offen, daß er sein Ziel nicht aus den Augen verlieren werde. Wenn Deutschland versuche, sich doch seinen Verpflichtungen zu ent- .iehen, werde eine starke Hand auf es niederlallen. (Lebhafter Beifall.) Deutschland versuche immer wieder, List anzuwenden. 50 Jahre hindurch habe Deutschland die Macht bewundert, und »achd.'m es seine Truppen mit voranschreitender Musik habe zurückkehreit sehen, habe es geglaubt, es F sei ein Opfer des Hungers geworden, aber es sei | richt besitzt. Jetzt aber sehe es, datz fremde ' 11 u p p en auf seinem Gebiet vormarschieren. Alles luas Deutschland besitze, garantiere die : Schuld. Man werde Zwang anwenden, von 1 »ent auch die deutschen Großindustriellen I sicht ausgeschlossen würden. Er beklage das e »eu Ische Volk, es werde aber in Kürze erfahren, M -daß man entschlossen sei, zu seinen Forderungen zu I gelangen, wenn notwendig, durch Gewalt. I lieber die Beziehungen zu Sowjetrußland sagte er, M er glaube nicht, daß man mit einem juristisch nicht ^anerkannter» Staat einen Vertrag abschließen Mr könne.
Eine neue Entwaffnungsnote bevorstehend.
Basel. 5. April. „Echo de Paris" meldet: t)ie Botschvfterkonferenz ist übereingekommen, daß Uc Gefahr kommunistischer Bewegung in Bayern . -cht gräget sei als in irgend einer anderen deut- :hen Eegeod, und daß Bayern daher kein Recht
., sich der Entwaffnung der Einwohnerwehren " widersetzen. Die Verbündeten werden in dieser .'gelege,chett eine besondere Note nach Berlin. Xiten, eine Auseinandersetzung mit München aber chlehnen.
Stein Ausstand in den Berliner städtischen Werken.
Berlin, 5. April. Im Berliner Rathaus |anl heule eine Bcwrechung zwischen dem Magistrat mH -■•-it Betriebsleitern der städtischen SS eite statt, die $M dem Ergebnis iüfirte, das; die städtischen Arbeiter morgen von dem aus Ansatz der Beisetzung Svlts geplan- len Streit Avjiand nehmen und datz der Magistrat gestattet, datz die städtischen Werke zu der Beerdigung soviel Arbeiter beurlauben, daß die Betriebe In Vollen» Umlange aufrecht cryauen werde» Annen,
Sie itititilSe Gitiiaope in KeWen.
Griechisches Eingeständnis.
Athen, 5. April. HavaS meldet: Tke Zeitüngen veröffentlichen Te^earamme, s.lche b’rt Stillstand der Kämpfe bei Eskischehir melden. Die militärisch n Ziele verlangten nicht die Einnahme der Stadt selbst. Sie seien bereits verwirklicht durch die Besetzung von Asion und Karahissar und die Abschnürung Angoras von der Eisenbahn. Die griechischen Truppen seien in die Stellungen z u r ü ck g e g a n g e n, die sie vorher bei Kowalitz innehatten.
Konstantinopel, 5. April. Tas Ringen uni Eskischehir dauert an. Die griechischen Truppen sind in die Defensive gedrängt und haben an Boden verloren. Nach den letzten Nachrichten ist die Nord- grnppe der griechischen Armee in Auslösung begriffen.
Paris, 5. April. Havas berichtet aus Konstantinopel: Obwohl die Möglichkeit eines griechischen Vormarsches nach Angora augenblicklich nicht besteht, wurden Vorbereitungen zur Verteidigung der Stadt getroffen. Außerdem haben die Kemalisten eine große Verteidigungslinie Konia—Cäsaräa errichtet, wo die Armee Cilieiens und die aus den verschiedenen Gegenden Kleinasiens und des Kaukasus herankommenden Kräfte konzentriert werden.
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Rücktransport der Reichswehr. — Die Verluste der Polizei.
Magdeburg, 5. April. Die Meldestelle des Oberpräsidiums teilt mit: Aus der ganzen Provinz keine.besonderen Nachrichten. Die Streifen baue'tn fort, versprengte Anführer werden immer noch fejt- genommen. Die Ausnahmegerichte haben ihre Tätigkeit aufgenommen. Der Rücktransport der Reichswehr in ihre Garnisonen hat begonnen. Die Verluste der Schutzpolizei während der Aufruhrbewegung sind folgende: 33 Tote, 57 Verwundete und 1 Vermißter.
Berlin, 5. April. Bei der Aktion in Mitteldeutschland wurden nach de» bisherigen Feststellungen 36 42 Personen sestgenommen. Ter Hauptteil der Verhafteten befindet sich in Leuna.
Die Kommunistenprozesse.
Berlin, 5. April. Wie die Abendblätter melden, tritt morgen in Berlin das außerordentliche Gericht zusammen, das aus Anlaß der kommunistische» Unruhen für den Bezirk Berlin eingerichtet ist. Es werden sich vor ihm insgesamt 500 Angeklagte zu verantworten haben.
Vor dem Magdeburger Schwurgericht fanden heule oie Verhandlungen gegen die Kommunisten Baler und 25 Genossen statt, die angeklagt sind, zur gemeinsamen Durchführung linksradikaler Bestrebungen die Aufstellung einer roten Armee betrieben zu haben.
Die Fraktion der U. S. P. hat im Reichstag einen Antrag cingebracht, die Vcroronung über die Bildung außerordentlicher Gerichte und die Verordnungen über den Ausnahmezustand in der Provinz Sachse», Westdeutschland und Hamburg außer Kraft zu setzen.
Berlin, 6. April. Wie die Blätter melden, begann in Hamburg heute die erste Verhandlung des außerordentlichen Gerichts gegen die an den Unruhen in Hamburg beteiligte» Personen. Ein 20 Jähre alter Maschinenbauer, der auf dem Dache des Tirektionsgebäudes der Werft von Blohm und Voß die rote Fahne gehißt hatte, wurde zu 15 Monaten Gc fängnis verurteilt. Eine Frau erhielt 3 Jahre 6 Monate Zuchthaus, weil sie einen niedergeschossenen Polizisten durch Faustschläge und Fußtritte ins Gesicht schwer mißhandelt hatte.
Di« Aufdeckung de» kommunistischen Operationsplanes.
Ans den von der Breslauer Polizei beschlag- nahmten Dokumenten der kommunistischen Partei geht hervor, daß eine kommunistische Kampforganisation mit teilweise bewaffneten Stoßtrupps und Nachrichtenabteilungen besteht. Unter den Dokumenten befindet sich ein großer Operationsplan, der das Eisenbahn- und Verpflegungswesen sowie die Einrichtung einer gestaffelten Linie durch ganz Deutschland vorsieht. Durch die Dokumente konnten die Namen der schlesischen Führer und Vertrauensleute der kommunistischen Partei ermittelt werden, von denen bereits 56 verhaftet worden sind. Mau nimmt an, daß auch hinter dieser Organisation Hölz steht.
9« MdmWau der WdelMe.
Berlin, 5. April. Tie Teilnehmer au dem ^ten deichen Seeschissahrkstage vereinigten sich Abends zn einem gemeinsamen Essen im „Rheingold". Präsident Senator Dimpker (Lübeck) führte in der tzegrüßungSmisprache aus: „Unsere Feinde wissen genau, daß twe uns riecht wieder erheben können, kenn wir nicht unsere Handelsbilanz wieder in Ordnung Bringen. Deshalb haben jie uns unsere schöne jhandelsftolte weggenommen, obwohl sie nicht einmal Verwendung für unsere Schiffe haben. Wir Müssen von unserer Regierung und unserer Volks- dertretung /ordern, daß fie sestbleiben in dem Eut- ! feluffe, den übertriebenen Foroclu-gen unserer Feinde itin Berte#, entschlossenes Nein entgegenzusteilen, Mr
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Direkte Verhandlungen. — Vorbehalte zugunsten Frankreichs.
Paris, 5. April. Senator Knox hat dem Ver« tretet des „Matin" in Washington folgende Hin klärtutg übermittelt:
Frankreich, England, Italien., Japan und ganz Europa'befinden sich im Frieden mit Deutschland, nur Amerika befindet sich noch ihr Kriegszustand, Das müsse aushören. Amerika kann aber den Ver« trag von Versailles, der das Völkerbundsstatut enthält, nicht annehmen. Es enthält Stipu« lationen über die Grenzen Mitteleuropas, di( Amerika nicht interessiere», und Stipulationen In fernen Osten, denen Amerika nicht zustimmen könne. Es bleibe also nur eine Art, Frieden zu schließet# und die sei, mit Deutschland direkt zu verhandeln. Die Amerikaner wollen jedoch nicht, daß über ihre Zukuufksabfichten Mißverständnisse Herr, scheu uud damit weder Deutschland noch sonst jemand sich täusche, werde er eine Klausel auf- nehmen, daß, wenn der Zivilisation aufs neue eine Gefahr drohe, wie im Jahre 1914, die Vereinigten Staate» sich sofort bedroht fühlen und sich mit allen Ländern, die sich in Gefahr befinden, in Set« bindung setzen werde».
Washington, 5. April. Biviani äußerte bei einem ihm zu Ehren gegebenen Essen, daß Präsident Hardings Regierung beabsichtige, den Kriegszustand • mit Deutschland durch einen Kongreßbeschlnß zu beendigen. Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Völkerbund käme nicht in Frage.
t 9ie RM Des Mlmzlm in Rwchn.
* “ rin, 5. April. Gegenüber unrichtigen
reiste n® Mittwoch abend nach München ab, nach- f -em die Zusammenkunft mit Ministerpräsident i. Kahr gesichert war. Arn Donnerstag morgen enb ei::: eingehende Besprechung bes Vizekanzlers «it bem Ministerpräsidenten statt. Dr. Heinze enb vickctte ii'tb begrünbete habet unter Berücksichti- sitiig aller llmftänbe beit Stanbpunkt bet Reichs- jeflletung t» der Entwaffnungsfrage. Rach Been- | )ignng der Unterredung trug er ben Wunsch nach Jitter Besprechung im bayerischen Ministerrat vor xnb regte, falls bagegen Bebenken bestänben, auch h seinerseits eine zwanglose Zusammenkunft an.
[tetr v. Kahr erklärte, baß er biese Frage zunächst [ »em bayerischen Kabinett unterbreiten müsse. e -^ebenfalls werbe er seinerseits bem Kabinett bie
§«nlegnng. bie ber Vizekanzler gemacht habe, in loyalster Weife übermitteln. Am Abenb reiste ber Vizekanzler entfprechenb seiner vorherigen Mittei- ^ing nach Berlin zurück.
Der ünjeigenprtis beträgt für die 9 gejp. Golonetieile oder bereit Raum 75 Pfg. u. 19 °/( Ausichlag, amtliche und auswärtige 1.— Mk. Andere Spaltenbreiten nach entfprechender Berechnung. Spät einlausende oder den Raum über Seite einnehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach ber Textspalienbreite zu setzen unb zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeil« mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabaii. Bei Auskunft durch die Geschäftssielle und Vermittlung ber Angebote 75 Bfg. Condergebühr.
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Wien, 5 .April. Der Minister bes Innern Dr. 6lang ist zurückgetreten.
Berlin, 5 .April. Wie bie „Voss. Ztg." aus Wien melbet, ist bas Rücktrittsgesuch bes österreichischen Ministers Dr. Glanz barauf zurückzu- führen, baß Bunbeskanzler Dr. Mayr bie von bet sozialbemokrattschen Partei an bie Rückreise bes Exkaisers Karl geknüpften Bebingungen angenommen hat. Dr. Glanz hat es nicht billigen wollen, baß auf ber Rückreise ber Zug Kaiser Karls von sozialbemokratischen Abgeorbneten unb Volkswehr- leuten begleitet werbe.
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dürfen ferner erwarten, daß die Regierung alle Er- schwernngen und Hemmungen des Seehandels, iusbe- fondere der Ausfuhr beseitigt und der Bedeutung unserer Seehafen st äddte wie unserer Binnenwasser- straßen Rechnung trägt."
Reichsminister Koch führte in Erwiderung ans: Von ganzem Herzen begrüß« ich den Entschluß, die deutsche Seeschiffahrt aus eigener Kraft wieder aus - z u b a it c n als ein Zeichen, daß das deutsche Volk sich auf sich selber zu besinnen beginnt und daß wir uns attf dem rechten Wege besinden. Tie Seeschiffahrt muß sich sreimacheu von b?n bürokratischen Fesseln, bie kein freies Gewerbe ans die Dauer ertragen kann. Der Blutandrang »ach Berlin, den man so oft beklagt, kann nur dadurch beseitigt werden, daß man brr Rcichs- regienntg die Aufgabe a 6 n i nt «n t, zu deren Lösung sie nicht berufe» ist. Wir müssen einig sei», wie es in der Frage des Wiederaufbaus der Handelsflotte alle großen Partei:» geivefeu sind; adstoßen und bekämpfen dürfen wir nur jene Ln holde, die unsere Wirtschaft überhaupt zerstöre» -wollen. Die Seeschiff- fahrt liegt jedem Deutschen am Herzen, und in bei Tat werden wir erst dann wieder ein lebensfähiges
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