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ipefie Poka Negris Mnzerfir. Der In dem Mm wfttttete Masfenaufwand, die märchenhafte Pracht der «i^r und die unterhaltsame Handlung werden dafür sor- *tn, baß dieses neue Filmwerk im In-- und Ausland lange »rit auf dem Spiclplan bleiben wich."

h A Kirchhain, 29. März. Der Kreisausschuß in Kirchhain beschäftigte sich in der letzten Sitzung, wie wir zzren, mit den Mißständen, welche wegen Beseitigung der xierkadaver und der Entschädigung dafür im diesigen greife bestehen. Von sachverständiger Seite wurde ein Aortrag über einen Tierkörperverwertung-apparat, seine Bedienung, die aufzuwendenden Kosten und die Ver­wertung der gewonnenen Erzeugnisse gehalten. Den An- wgungen wurde lebhaftes Interesse entgegengebracht. Die -»rdbevölkerung würde eine solche Verbesserung unseres Ubdeckereiwesens freudig begrüßen. Es sollen noch »eitere Unterlagen und Berechnungen beschafft und die Sache erneut zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Sodann würde sich der Kreistag mit der Frage zu beschäftigen Nfren.

() Frankenberg, 28. März . Für den aus hem Amte scheidenden Rektor Degenhardt wurde eine Ab­schiedsfeier veranstaltet. U. a. wurde ihm seitens des Magistrats eine Dankesadresse überreicht.

:: Aus dem Kreise Frankenberg, 29. März. Jßer Kreistag wählte folgende Herren in den Kreisaus­schuß: Bürgermeister Möbus-Gemünden, Bürgermeister Hochgrebe-Haubern, Kaufmann Finger-Löhlbach, Schrei­er Cwnau-Ernsthausen, Gutsbesitzer Ueberhorst-Dasdors jtnb Klempnermeister Schellberg-Fran kenberg. Der Kreis Haushaltsplan wurde in Einnahme und Ausgabe aus 1056500 Mark festgesetzt und einstimmig beschlossen, die Kreissteuer als einen 500prvzentigen Zuschlag zur Grund-, Gebäude-, Gewerbe- und Betriebssteuer zu er­heben. Der Voranschlag des Kreiswohlsahrtsamtes wurde Einnahme und Ausgabe auf 72117 Mark festgesetzt. Schließlich wurde der Antrag einiger Gemeinden aus Bewilligung der Mfttel zur Ausführung der speziellen Borarbeiten für die Bahnstrecke HainaFrankenberg be­raten. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt, vielmehr die Vertagung der Angelegenheit bis zum nächsten Kreistage beschlossen.

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Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Gießen, 29. März. Das Gießener Bataillon des Reichsheeres ist im Laufe des gestrigen Tages boll« »äblig zum Truppenübungsplatz Ohrdrufs aus gerückt. Das Bataillon wird dort mit anderen Truppenteilen bereitgestellt, um bei etwaiger Ausdehnung der Aus- rubrbewegung zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung eingesetzt zu werden.

mc. Frankfurt a.M., 29. März. Die Kom­munisten hatten für heute früh den Generalstreik prokla­miert, durch rechtzeitige Gegenerklärungen der Gewerk- jchaften fiel die ganze Sache aber ins Wasser. In teilen Fabriken wurde gearbeitet, und die kommu- »istischen Drahtzieher, die sich in einigen Fabriken Unliebsam machten, wurden schnell von der besonnenen Arbeiterschaft zur Ruhe gebracht. In einer Anzahl Fabriken hatten die Arbeiter einen besonderen Sicher­heitsdienst organisiert, um Sabotageakleu von vorn­herein die Spitze abbrechen zu können. Ansammlungen, die sich im Laufe des Tages in einigen Straßen der Wtstadt bemerkbar machten, toutben von der Sicher­heitspolizei zerstreut. Alke öffentlichen Gebäude, ins­besondere der Justizpalast, die Hauptpost, das Rathaus, die Sparkassen, der Bahnhof usw. haben nunmehr starke kicherheüsabteilungen erhalten. Die Eisenbahndirek­tion hat einen besonderen Patrouillendienst eingerichtet, her eine scharfe Untersuchung der Geleisanlagen und ber Signaleinrichtungen durchzusühren hat, um Eiftn- tchnunglücke zu verhüt:n. Auch die Eisenbahnbrücke Wer den Main, die wichtigste Verbindung zwischen Kord- unb Süddeutschland hat Schutz durch die Sicher­heitspolizei erhalten. Die Polizeibeamten haben sofort von der Waffe Gebrauch zu machen, wenn ihren Befehlen offensichtlich Widerstand geleistet wird.

Lackierte Streichinstrumente.

DieZeitschrift für Musik" (Steingräber-Berlag, Leipzig) berichtet von einer hochinteressanten Ent­deckung auf dem Gebiete der Streichinstrumente. Einem Hamburger Großkaufmann, Hinrich Ohlhaver, der sich xie um Geigenbau gekümmert hat, und darin voll­kommen Laie ist, kam ein genialer Gedanke, wie man Streichinstrumente veredeln könnte. An einer billigen Markneukirchner Geige, die noch im Rohzustand war, führte er seine Idee aus. Er lackierte sie mit dem ersten besten Fußbodenlack, daraus ließ er sie von einem 'Künstler bespannen und probieren, der diese Zu- wutung zuerst entrüstet zurückwies, dann aber mit solcher Begeisterung auf der so hergerichteten Geige spielte, daß er sie nur ungern toieber hergab. Bald zeigte sich in Künstlerkreisen reges Interesse für die neue Entdeckung. Schließlich fand sich mit Artur Rikisch und Maurits van den Berg, dem ersten Konzert- Xttifter des Philharmonischen Orchester, die Berliner Musikerschast zusammen zu einer öffentlichen Prüfung des Instruments. Maurits van den Berg spielte erst auf seiner Stradivari-Geige, die augenblicklich einen Bert von zwei Millionen Mark hat, und dann auf dem von Ohlhaver bchaickielten billigen Instrument, das sich so hervorragend im To» zeigte, daß eS von ber altitalischen Geige kaum zu unterscheiden war. Im Gegenteil, es war ihr auf der G- und E-Seite bebeutenb überlegen, wahrend allerdings die anderen Saiten nicht so ausgeglichen waren.

T& Entdeckrmg hat großes Aufsehen erregt Sie ist auch für die gesamte Musikerschast von größter Bedeutung, denn nicht nur Geigen, sondern alle Streichinstrumente können nach diesem Prinzip ver­edelt werden. Für die alten Instrumente erwächst dadurch natürlich eine empfindliche Konkurrenz.

ES hat sich eine Betriebsgesellschaft gebildet, die sich nach dem umgekehrten Namen des Erfinders Revalo nennt. Sie hat ihren Sitz in Berlin und wird die Patentangelegenheiten erledigen. '

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Bücherschau.

** Dideant eonsules. Bon Erwin Goerke Staatspolitffcher Verlag G. m. b. H., Berlin SW. 48, Friedrichstraße 226. Preis geheftet 9Mk., gebunden 14 Mk. Hier liegt da« Werk eines weitgereisten, welt- erfahrenen, schon mehrfach ltterarisch hervorgetrenen Ser* fasserS vor. Voll nüchterner kritischer Sachlichkeit, fern allem Parteigeist, nur im Dienste deS Vaterlandes stehend, sucht daS Buch der deutschen Zukunft den Weg zu weisen. Unerbittlich wendet sich sein Betennermut nach rechts und nach links. Trotz aller Nüchternheit, mit der es der Wahrheit begegnet, läßt eS jedoch alle tiefen und reinen Gefühle des Herzens und Gewissens zu Wort kommen. Echt <ck>!ige Gesinnung steht auf alt Warner, Rufer und Berheißer. Dem deutschen Volke wird die Nacht gezeigt, e8 wird ihm der Weg zu Aufstieg und Sonne gewiesen. Hier ringt ein redliches und heißes Streben um bie Auf- findung einer objektiven wissenschaftlichen Grundlage. In allen Schächten menschlicher Erkenntnis wird geschürft. Die Ngturwissenschaft und die Weltgeschichte ebenso wie die Philosophie und die Dichtkunst werden durchstreift. Völlig neu in den bisherigen staatSpolitischen Auffassun­gen stellt er ein Lehrshstem auf, da« er als dasvsvcho- ihpsiologische Gebot" umschreibt und zum Mahnruf Videant eonsules" erhebt. Der Verfasser wendet sich in verständlicher und überzeugender Werbekraft auch an den einfachen Mann des Volke«. Sein Werk ist be­rufen, nicht nur eine wertvolle und wissenschaftliche, sondern auch eine vaterländische Bereicherung der deut- chen Literatur zu werden.

** Wilhelm Svickernagel, Hermann Löns und unsere Zeit. Band 33 derZellenbücherei". Ver­lag Dürr w. Weber m. b. H., Leipzig. Preis 6,50 Mk. Den gottbegnadeten Dichter der niedersächsischen Heimat, den lebensfrohen Sänger ber Heide, den hellhörigen Be- lauscher der Tierwelt bringt uns Spickernagel in seinem Buch als Menschen nahe. Aus Grund seiner Kriegstage- buchaufzeichnungen und mündlichen Aeußerungen, die Löns dem Verfasser gegenüber machte, vermochte Svicker­nagel den Seelenzustand der letzten Tage des Dichters zu zeichnen, seinen Heldentod zu schildern, der ein harmo­nischer Abschluß seines wildbewegten Lebens war. Zu der Wertschätzung des Dichters gesellt sich auch die des Men­schen Löns. Ein Anhang der das vollständige Verzeichnis der bisher erschienenenen Lönsliteratur und eine kritische Würdigung der bedeutendsten Werke des Dichters enthält, wird allen, die sich in das Leben und Schaffen des nieder- 'Lchsffchen Heimatdichters vertiefen wollen, ein willkom­mener Führer sein.

** Dem Vorfrühling ist das Märzheft ber Gartenschönheit" (Verlag der Gartenschönheit, Berlin-Westend -gewidmet. Die noch fo wenig bekannte Tatsacke ,daß durch die Neueinführungen und Kreuzungen der Frühlingsftor unserer Gärten eine außerordentliche Zunahme erfahren hat, sodaß die Blütezeit sich um viele Wochen verlängert und ein solcher neuer Garten^ schon reichen Blütenschmuck aufweist, während der Städter die Natur noch in tiefem Winterschülf glaubt, bebt Karl Foerster in ausführlicher, von der Schönheit dieser neuen Welt begeistert kündender Darstellung hervor. Weiter gibt in demselben Heft Ludwig Lesser genaue Ratschläge, tote die Verjüngung alter Gärten vorzunehmen ist. FranzLebisch zeigt in einem reizvollen Entwurf für einen Vorgarten, daß dieses Schmerzenskind aller Gartenfreunde eine sehr anmutige Ausgestaltung erfahren tont Richard Rothe, der ausgezeichnete deutsch- amerikanische Gartenkünüler, spricht von feinen Erfahrun­gen mit Steingärten in Amerika und führt einige gute Beispiele im Bilde vor. Emil Ludwig schildert in dichterischer Darstellung die berühmte Billa D'Este bei Rom. 29 einfarbige unb 7 bunte Bilder veranschaulichen den reichen Inhalt bitfer Aufsätze. Dazu tritt eine gehaltvolle Rundschau mit vielen praktischen Mitteünngen und Anregungen.

** Heinrich Gutberiet, Heilige Stunde! In Halbleinen gebunden 6,50 Mk. Frankenstein u. Wagner, Verlags^tchhandlung, Leidig. Diese neuen Gedichte Heinrich Gntberlets schöpfen wieder tief ans seinem reichen Quell innigen, dichterischen und deutschen Em­pfinden? und spiegekn seine stille, zarte und reine Art, Erschautes und Erlebtes nachzuempfinden und durch seine gereifte, edle Kunst in klingende Verse zu kleiden. Ihr ftiner Rhythmus, ihr künstlerischer Ausdruck und chre heimatverwurzelte Stimmung zeigen eine innere Ver­wandtschaft mit Mürike und Storm, bereit reiner Geist uns aus Gntberlets Gedichten entgegenklingt und sie zu einem Gesundbrunnen macht, au dem recht viele Erouickung und Stärkung finden mögen.

Einführung in die Philosophie. Sechs Vorträge von Dr. Raoul Richter, a.o. Professor an der Universität Leipzig. 2., durchgesehene Auslage. (Aus Natur und Geisteswelt." Sammlung wissenschaftlich-ge­meinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 155. Band.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. 8. 1909. Preis geh. 1 Mk., in Leinw. geb 125 Mk. Als ein erfreuliches Zeichen für das Walten und Wachsen deS philosophischen Geistes in unserer Seit darf es gelten, daß das vorliegende Büchlein bereits in 2. Auflage vorliegt, das in den Kreis der philosophischen Probleme einzuführen sucht, indem es den ewigen Fragen, welche die Menschheit seit Jahrhunderten bewegen, un­mittelbar gegenübertritt, nicht auf dem Umweg ber historischen Methode, sondern unmittelbar sachlich an die

Ausgaben herantretend. Große Anschaulichkeii und lieber» sichtlich kett sowie eine wissenschaftliche Gründlichkett mit lebendiger Frische und leichter Verständlichkeit verbindende Darstellung zeichnen das Buch aus, es kann somtt allen, die sich über Wesen und Ziele ber Philosophie näher unter­richten wollen, auch weiterhin warm empfohlen werden.

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Vermischtes.

Merseburg, 29. März. Hertz.» Nacht wurde» d« Lu nawerkeimSturm genommen. Es tonr* den 1000 Gefangene gemacht.

Ammendorf, 29. März. Die noch von den Ar- bettern gehaltenen Jndustrieorte wurden heute Nacht von der Polizei und Reichswehr im Sturm genommen.; ES wurden 40 Gefanoene gemacht.

(In bet Stadtauflage bereits mitgeteilt.)

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Mitteilungen aus dem Leserkreise.

Unfug ober Fanatismus?

Bereits vergangenen Donnerstag gegen Abend konnte m>an bemerken, daß an verschiedenen Plakatsäulen die Wettspielankündigungen deS T. u. Sp. B. 1860 betreffend des holländischen Spieler stark beschädigt ober sogar herabgerissen waren, während bie Plakate anderer Sport­vereine am selben Platz unbeschädigt waren. Hoffentlich gelingt es der Polizei, diesem Unwesen zu steuern un6l bie Täter der verdienten Straft zuzuführen. A. E.

Handels- unb Marktnachrichten.

mc. Frankfurt a.M 29. März. Der Antrieb auf dem heutigen Biehmarkt war äußerst schwache Kaum die Hälfte des Viehantriebs ber Vorwoche mürbe erreicht. Insgesamt standen 127 Ochsen, 26 Bullen, 328 Färsen und Kübe, 68 Kälber, 42 Schaft und 623 Schweine zum Verkauf, aus dem Auslandsmarkt 28 Ochsen, 4 Bullen, 29 Färsen und Kühe. Der Verkauf entwickelte sich nach anfänglicher Devreffion ziemlich leb­haft, doch ist der Fleischbedars nicht allzu stark. Die Preise hielten sich in den Grenzen ber Vorwoche. Jjnl Schweinen ein kleiner Preisabschlag. *j

Berliner Produktenmarkt.

Preise für SO kg. ab Station: Berlin, kett 29. 3. '921.

Speiseerbfen, Viktoria- erbten 13014"

SpeifettbL kleinere 1201?,'

%nttererb|en 10511'

Pinien

Belufchken

9311b

Ackerbohnen

110-.'

Wicken

80- 95

L'iroinen blau«

48 53

g«tt>e

50 62

Seradella alte

nen«

5660

Rap»

210-220

Rübsen

5-10

Veinfaat

220-240

Mohn

Senfiaat

fiitfe

onaebitie

"rocken schnitzel

4351

"rimelass«

45-56

'. 'enben, los«

20-22

-eben

'-oh dr^iaepretzt

17-19

oebündelt

17-1»

loggenstroh

17-1»

Mai»

120

März.

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Rattoffeht, sortiert

1

Reis, ftei staiwagg. Hb.

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BrafiNan. Vollrei,

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Runkelrüben

7e

Möhren, rote

*

gelbe

Der Wert der Mark im Auslände.

in 38ri4 Amsterdam Kopenhagen Stockholm Wien Rrag Vonbon Rem Port Part-

Für 100 Mark wurden gezahlt: Foankfuet von 29. 3. 1921.

I heutiger Stand:

vor dem Krieg:

9,17

125.40 fiftanke«

4,57

59.20 Gulden

940

«8.80 Kronen

6,80

88.«0 Kronen

23.

.

117 J» Kronen

.

117.80 Kronen

6,60

97.80 Schilling

1.58

23.80 Dollars

22^6

124.40 Franken

Wuchergerichts-llrteile. Wie dieViehhandels- Zeitung" meldet, hat das Wuchergericht in Elbing kürzlich zwei Landwirte zu erheblichen Strafen rechtskräftig verurteilt, weil sie beim Verkauf von Schweinen übermäßig hohe Preise gefordert bezw. sich haben gewähren lasten. In dem einen Fall hat ein Landwirt aus dem Kreise Marienburg für ein 4 Zentner schweres Schwein 13,50 «M. für das Pfund Lebensgewicht erhalten. Das Gericht verurteilte ihn zu einem Monat Gefängnis und 5000 M. Geld­strafe und verfügte die Veröffentlichung des Ur­teils. Im zweiten Falle hat ein Landwirt aus dem Landkreis Elbing für ein 460 Pfund schweres Schwein 12,50 <M für das Pfund Lebendgewicht er­halten. Auch diesen Preis erachtete das Gericht als übermäßig hoch und verurteilte den Verkäufer zu einer Woche Gefängnis, 1000 <* Geldstrafe und Einziehung eines übermäßigen Gewinnes von 1150 Jl. Als angemessen wurde vor dem Gericht für Fettschweine ein Preis von höchstens 10 pro Pfund Lebendgewicht genannt.

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Lew Mnngu

Der Aufstand.

Zusammenstöße in Karlsruhe.

Karlsruhe, 80. Mär». Als nach Säuberung des Marftplatzes unter Zerstreuung ber Demonstranten bie kasernierte Polizei abrücken wollte, drängten 250 Demon­stranten über den Marftplatz auf den Eingang deS Be­zirksamtes ,«. In der Nähe der Demonstranten fielen Revolverschüffe, gleichzeittg wurden bie Demonstranten zum Angriff aufgeforbert. Da der Aufforderung ber Polizei zur Räumung des Platzes keine Folge geleistet wurde, vertrieb die Polizei bie Demonstranten von dem Marktplatz und ben angrenzenden Straßen. Daraus wurde bk Polizei mit Handgranaten angegriffen. In der Kaiftrstraße und in der Zähringer Straße wurde sie auch aus Häusern beschossen. Die Polizei erwiderte das Feuer. Die Polizei hatte keine Verluste. Auf Seiten der Demonstranten betrugen die Verluste 1 Toter und 5 Verwundete. Gegen 10 llhr abends war bk Ruhe wieder hergestellt.

Nach den der Presseabteilung der badischen Regierung oorliegenden Meldungen ist bk Lage int ganzen badischen Latche ruhig. In Konstanz hatte eine Versammlung statt- gefiinden, die aber nut titn 200 Personen besucht war und sehr ruhig verlief. Auch fit Mannheim finb keine weiteren Störungen vorgekommen.

Sprengung eiltet Eifenbahnunterführung In Erfurt.

Erfurt, 30. März. Heute folgte eine schwere Explosion.

Rächt gegen 2 Uhr er»

Wie sich heransftellte.

haben anscheinend kommunistische Elemente die Etsen- bahnuntetfüdrung auf der Strecke ErfurtCastel, zwi­schen der Steigerstrahe und der Gustav Frevtas-Stratze gesprengt. Rüderes war bis zur Stunde noch nicht zu erfahren. Die Polizei teilt mit, fte sei den Tätern auf

ber Spur. ES haben bereits Verhaftungen statt ge­

funden.

Berlin, 30. März. Verschiedenen Nachrichten zu- lolqe sollen fich unter ben im Leunawerk Verhafteten auch der Oberbefehlshaber der Roten Armee in Mittel- dentschlattd. der Haklefche Stadtverordnete Lemck, und'der volittsche Kommissar des ManSfelder Kreises, der Stadt- u-rordneft Bowitzfi, befinden. Bon der Besatzung der Lemiawerft wurden nur etwa 300 Mann in Haft genommen, da bie meisten nur gezwungen int Leunawerk arbeiteten

Wie berLokal-Anz." meldet, ist der wegen seiner kommunistischen Hetzreden ans dem statische» Elektrizt- tätswerft entfernte Agitator Süll einer ber Führer der jetzigen kommunistischen Störungsversnche. Gestern nach- mfttag erschkn Sütt in ber Betriebsversammlung ber A. A. G. in OberichSueweide unb hielt eine Sranbrebe für den sofortigen Streik. Dk Belegschaft ber Fabrik ließ sich jedoch nicht beeinflusse« und stimmte gegen ben' Streik. Sült zog schließlich unter Drohungen ab.

Dresden, 30. März. In Dresden-Neustadt ist es gestern nachmittag zu Kundgebungen gekommen, die jedoch bisher ruhig verlaufen find. In Oelsnitz sind eine große Anzahl Arbeiter auf kommunistische Veranlassung in den Ausstand getreten. In Chemnitz ist der General­streik erflärt worden.

Polnische Wahlfälschungen.

B e u t h e n, 30. März. Die oberschlesische Zeitung »Der vökkSwillen' berichtet über eine Anzahl von pol-

Beieflasten der Schristleituug.

Einsender. Wir sind nicht befugt, derartto, Ws richts- und andere lange Berichte ohne GenehmignnE de» Verfassers einfach nachzudrucke». Der Abdruck knrgtt tatsächlicher Mitteilungen ist dagegen gestattet.

Für bk Schrtstleitung verantwortlich: Kurt 6iltlH für ben örtlichen unb provinziellen Teil: Nütz. NißueM,

Kursbericht des Bankhauses Bamdi StrauA.

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558.

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leabena: ruhig.

ntschen Wahlfälschungen. Die Polen haben vielfach fremde Personen zur Abstimmung veranlaßt, die den Wahlatt für Auswärtige, Ja sogar für Verstorbene

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vornehmen rnnhten. Dte Wbfttmmenbeti haben für die falsche Stimmabgabe ie 500 erhalten.

Die Sümpfe nm fite».

Berlin, 30. März. Der .Berl. Lokal-Anz." mel­det ans Warschau: Die Kämpfe zwischen den Aufstän­dischen und den Sowjettruppen um Kiew bauern mit unverminderter Heftigkeit an. Die ganze Kiewer Gar­nison, 40 000 Mann, nimmt an dem Kampf mit den Anfftändifchen teil. In ber ©tatet selbst dauern nächt­liche Ueberfälle ans Kommissare unte Agenten ber Sowjelbehörteen fort.

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