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Amtliches VeMndigungsdlatt des Kreises Dtarbmg

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Overheffen

Di«Oberhefsifche Leitung* erfcheiut sechsmal wöchentltch. Bezugspreis monatlllch

4.25 Mk., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit0berh. Cport-Ztg." 1 Mk. mehr.

FL» ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignifle kein Ersatz. Verlag von Dr. C.Hiheroth. Druck der Unio.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch,

1921

Markt APS iVernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Erstes Blatt

Erweiterung der Besetzung

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Zwei Kriegsschiffe gesprengt.

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George hielt London eine Beibehaltung und erklärte,

Handelsabkommens. DaS russische Bolk könne sich durch dieses Abkommen nicht für gebunden erklären.

Lkoyd Georges innere Sorgen.

»sie Gründe der Unterzeichnung des Abkommens

der Sitzung hatten die Nationalisten und Liberale» 83 Fragen an den Sekretär für Irland gerichtet, in denen die Streitkräfte der Krone verschiedener Vergehe» be­schuldigt werden. Die Abgeordneten von Ulster hatten ihrersefts ungefähr ebenso viel Fragen bezüglich bei Verbrechen der <Ännfeiner gestellt.

London, 18. März. Wegen des feit Dezember eingetretenen Sinkens der Preise für ÄckenS- (tnittel sind die Löhne der Eisenbahner am 1.4. um 5 Schilling wöchentlich herabgesetzt Wochen entsprechend dem zwischen der Regierung und den Vertreter» der Eisenbahner beschlossenen Uebereinkomraen.

Die wirWMen ZWNgsnrabnghMN.

Abändcrungsantrag der englischen Arbeiterpartei.

London, 18. März. Wie die Blätter melden, hat die englische Arbeiterpartei beschlossen, in der 3. Lesung der Reparationsvorlage die Abände­rung der Vorlage zu beantragen. Clynes wird heute einen Antrag einbringen, in dem es heißt: Während das Unterhaus will, daß Deutschland eine gerechte Reparation bezahlt, kann es eine Gesetz­gebung nicht zulasten, die keine annehmbare Politik der Verbündeten darstellt, nur den britischen Han­del schädigt und die Arbeitslosigkeit erhöhen würde. Das Gesetz ist eingebracht worden, jedenfalls bevor genügend Anstrengungen um eine Einigung durch Uebereinkommen zu erzielen oder ein geeigneter Versuch mit Hülfe des Völkerbundes oder eines an­deren unparteiischen Tribunals gemacht worden ist, um festzustellen, wie weit Deutschland in der Lage ist, zu bezahlen.

Berlin, 18. Mürz. DieBasler Rativnalzeitung" verweist darauf, daß entgegen aller Erwartung bei dem Eintritt der Sanktionen der französische Frauken mehr zuruckgegangeu ist als die deutsche. Mark.

DerPetit Parisien" fragt, offenbar beeinflußt, was die Verbündeten wohl tun würden, wenn die deutsche Regierung am 3. Mörz nicht die eine Milliarde Gold­mark bezahle, die die Wiedergutmachungskommission ver­langt habe. Das Blatt glaubt zu wissen, daß sie sich für den Augenblick damit begnügen würden, daß die Wiedergutmachungskommission ofsiziell die Verfeh­lungen Deutschlands feststelle. Eine der Folgen dieser offiziellen Feststellungen dieser ofsiziellen Feststellung könnte z. B. sein, daß sie die B e s e tz u n g S f r i st in den Rheinlanden ve rlängere.

wb. London, 18. März. Das Unterhaus hat einen von Hogge eingebrachten Antrag, die Repa­rationsvorlage zu vertagen, bis Frankreich, Italien und Belgien eine ähnliche Maßregel angenommen hätten, mit 204 gegen 39 Stimmen abgelehnt.

Der franzSsische Gesetzentwurf über die VerkanfS- abgabe.

Paris, 18 März. Der in der französischen Kammer cingebrachtr Gesetzentwurf über die Beschlagnahme eines Teiles des Verkausswertes deutscher Maren in Frank­reich bestimmt, daß die Importeure deutscher Waren einen Teil des Einkausswerkcs, der bis 50 Prozent gehen könne, au den Staat abzulteseru haben. Das Gesetz findet keine Anwendung aus Durchgangswaren. Von der Steuer bxrcit sind alle Waren, die. vor dem 5. März vollbezahlt worden siird.

Marburg

Son*», »tu 19. Mz lLenzing)

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Eens, 18. März. Auf das Begleitschreiben, mit dem Ministchp Dr. S i m o n s dem General­sekretär des Völkerbundes die Denkschrift bezüglich der von den verbündeten Mächten gegen Deutsch­land verhängten Zwangsmaßnahmen zugestellt hat, hat dieser mit einem Schreiben geantwortet, in dem er sagt, daß er das Memorandum sofort an die Mit­glieder des Völkerbundrates weiter geleitet habe. Uebungsgemäß wurden die Dokumente gleichfalls an die Mitglieder des Völkerbundes zur Kenntnis­nahme übermittelt.

Loudon, 17. März. Im Unterhaus brachte Archi- Lato Sbee folgenden Antrag ein: Angesichts der starken Vermehrung der Seestreitkräfte anderer Mächte ist eS notwendig, die Stärke der englischen Kriegsmarine be­züglich der Großkampffchiffe und der Hilfsschiffe noch zu erhöhen, damit die britische Marine einen starken Besitz von Schiffen hat, der anderen Staaten mindestens gleichstimmt.

- London, 17. März . Anläßlich des Patricktazes, des nationalen Festtages von Irland, kam es im Unter» Hause zu lebhaften Kundgebungen. Bei Begum

MW» uni) Werturteil.

wb. Mülheim (Ruhr), 18. März. Heute früh gegen 7 Uhr wurde der westliche Teil Mülheims mit dem Bahnhof Speldorf von französischen und belgischen Truppen besetzt.

Nach einer weiteren Meldung erstreckt sich zur Zeit die Besetzung auf den Bahnhof Speldorf, ein­schließlich der Zugangswege und der näheren Um­gebung. Es wurde ein Befehl angeschlagen, wonach das Personal sämtlicher Verkehrsanstalten, wie Eisenbahn, Post und Telegraph usw. dem Kom­mandeur der verbündeten Truppen unterstellt ist.

wb. Berlin, 18. März. Die Lage iu Mül­heim ist unverändert. Die Stärke der Truppen, die den Bahnhof Spelheim uni» Umgegend besetzt haben, wird auf 100 Mann geschätzt. Die Mel­dungen über die Besetzung des Bahnhofs Ober- Hausen-West sind zutreffend. Die Station ist mit einem Offizier und 15 Franzosen belegt.

wb. Duisburg. 18. März. Die verbündeten Truppen besetzte» den Bahnhof Oberhansen-Weft und die Schleusen des Emscherkanals. Die Be­satzungen haben vorläufig geringe Stärke. Man rechnet mit einer dauernde» Besetzung, da die Trup­pen dort Quartier machten.

einer großen nationalen Partei eintrat

die Arbeiterpartei bedeute jetzt eine Zroße, furcht­bar drohende Partei, die die herrschende Partei in ikngloüd werden würde, wenn nicht Schritte getan

5« M Sronltaöls Wtiol.

wb. Stockholm, 18. März. Die Mitteilung Nm Fall Kronstadts wird von dem Kronstädier Acvolutionskomitee, das mit 800 Soldaten in Finn- fanb ankam» bestätigt.

Paris, 18. März. Eine Havasmeldung aus Helsingfors vom 17. März abends 8 Uhr 25 Min. bringt den Bericht eines Offiziers, der die Stadt am Donnerstag morgen verlaßen hat. Danach hät­ten die Bolschewisten bei ihrem Angriff außer­ordentlich hohe Verluste durch die 12zölligen !Eefchütze erlitten. Trotzdem seien sie in Kronstadt eingerückt. 6tn Angriff um 7 Uhr sei aber zuriick- geschlagen worden.

Telegramme ans Helsiitgfms besagens Der siu- ische Grenzkommandant teilte dem Minister des intern ans »nlsingfors mit, daß ein langer Strom von Flüchtlingen, von denen der größte Teil Mili- perfoueu psb, über das Eis von Kronstadt nach Finnland sich bewegt. Das amerikanische Rote, Kreuz hat die Verpflegung der Flüchtlinge über« wich, (sieneral Koslowski, der sich unter Flüchtlingen befand, teilte mit, daß Kronstadt .am 2. d. W. nach Petersburg die Meldung sandte, es könne die jetzige Gewaltherrschaft der Roten imrfrt anerkenne!,. In Uebereinstimmung hiermit ! würbe in Kronstadt ein Komitee aus Matrosen und -Arbeitern gebildet. Alle früheren Offiziere boten dem Komitee ihren Dienst an und übernahmen die 'Leitung der Operationen. Ain 3. wurde ein Rat gelü'det, und am folgenden Tage schlugen die rnili- ürischen Mitglieder vor, auf Oranienburg einen Kegriif zu unternehmen. Das Komitee stimmte je- ; bod? diesem Vorschlag nicht zu. Nachdem man auf diese Weise versäumt hatte, zum Angriff überzu- Zgehen, richteten wir uns auf die Verteidigung ein. Die Angriffe der Kommunisten wurden jeden Tag g erneuert Den letzten Angriff konnten wir nicht Mückweisen,

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88. Sitzung vom 18. März.

Ans der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen.

Die zweite Lesung des Haushalts des Reichs­schatz Ministeriums wird bann beim KapitelBe­kleidungsämter" fortgesetzt.

Abg. Simon-Franken (Unabh): Die vom Reich als Wirtschaftsbetrieb sorlgesührten früheren BelleidungS- ander produzieren weit billiger als die Privatindustrie. Die Kvnkurrenzsnrcht der Privatkapitalisten darf nicht zur Schließung dieser Betriebe führen. Der Redner empfiehlt die A.mahme des Antrages Giebel (Soz.)/ in dem die beschränkte Aufrechterhaltung der Reichs- bckleiduugsämter verlangt wird.

Abg. Ersing (Zcntr.): Ohne großen Reichszuschuß können die Aemter nicht arbeiten. Sie sind kein Vorteil für die Allgemeinheit und sollten nur soweit fortbestehen, als sie durch Bekleidungsaufträge für die Reichswehr unb die Schutzpolizei ober durch Aufträge von den Ge- nieinbevcrwaltungen ausreichend beschWftft bleiben.

Hieraus wird der Antrag Giebel (©o$.) auf Fort­bestehen der Reichsbekleidnngsämter gegen die Mm- men der drei sozialistischen Parteien abgelehnt.

Das Ergebnis der Abstimmung über einen Antrag Arnstadt Deutschiratl.), wonach die Bekleidungsämter nur Heeres- unb Polizei-, aber keine ©emeinbeaufträge aussühren sollen, bleibt zweifelhaft. Der Hammelsprung ergibt die Annahme mit 159 gegen 118 Stimme». Mit dieser Aenderung wird der Antrag angenommen.

Es folgt dann die Abstimmung über die Entschließung Müller- Franke» (Soz.), wonach die Mutterschaft un- berheirateter Post- und Telegraphenbeamtinnen kein Ent- lassungsgrund mehr fein soll. Die erste Abstimmung bleibt ziveiselhaft, weil außer den sozialdemokratische» Parteien auch zahlreiche bürgerliche Abgeordnete für die Entschließung stimmen. Der Hammelsprung ergibt die Ablehnung dec Entschließung Müller mit 137 gegen 136 Stimmen. (Bewegung.)

Es folgt die zweite Beratung des

ReichswehrgefetzeS. ' " -

Abg. v. Gallwitz (Dentschnatl.) begründet eine» Antrag, in der Fassung des Ausschusses stattWehrmacht der deutschen Republik" zu sagenWehrmacht des Deut­schen Reiches".

Abg. Schöpf!in (Soz.): Im Ausschuß haben die Rechtsparteien diesen Antrag ganz offen damit begründet, daß sie in wenigen Jahren mit dem Ende bet deutschen Republik und der Wiederherstellung der Monarchie rech­nen. (Hört, hört! links.) Demgegenüber muß besonder- den Offizieren gezeigt werden, daß die Wehrmacht ein Instrument der deutschen Republik ist. Unerhört ist eS, daß der Leiter der Marine Admiral v.Behncke sich zum Mitarbeiter einer Zeitschrift hergibt, die den Geist Ehr­hardts verherrlicht unb offen für die Monarchie eintritt.

Reichsminister Geßler stellt demgegenüber fest, daß das fragliche Blatt nur üuen in einer anderen Zeitung erschienenen Artikel des Admirals nachgedruckt bat.

Abg. Schöpflin (Soz.) begründet dann einen An­trag, die Wehrkammern zu je einem Drittel aus Offizieren, Unteroffijieren und Mannschaften zu bilden unb die Oeffentlichkeit der Verhandlungen nur dann auszuschließen, wenn dies der Reichstvehrminister für einzelne Fälle an- ordnet.

Reichswehrminister Geßler: Die starke Dislozierung des Heeres macht eine zu weite Ausdehnung unmöglich. An Soldatenräten haben wir nun wirklich genug.

Die Wahrung der Disziplin

bleibt die Hauptsache. Für den Ausbau der Kam­mern haben wir noch keine Erfahrung. Es fei deshalb am zweckmäßigsten, diese Erfahrungen bei der Trupp« selbst zu sammeln.

Abg. Rheinländer (Ztr.) hält den Zeitpunkt, eine Debatte über die FrageMonarchie ober Revnblik" herbeizusühren, nicht sür gut gewählt. Was die Be­denke» gegen die landsma nnschastliche Gliederung bet Reichswehr anbelangt, so können die Bedenken hiergegen zurückgestellt werden, weil die Truppe ja ganz in der Hand des Reichspräsidenten unb des Reichswehrministers liegt.

Abg. v. Schoch (D. Bpt.): Den Antrag Gallwitz können wir ruhig annehmen. Nachdem die Franzosen in ihrer schlotternden Angst vor unS die allge­meine Wehrpflicht uns genommen haben, Ivftl man diesen Ausdruck jetzt auch auS der Gesetzgebung streichen. D« Redner will die Farbe» Schwarzrotgold nicht beschimpfen, aber tre» bleib«» bis an fei» Ende de» Farben Schwarz-ckveiß-rvt.

Abg. Rosenfeld (Unabh.): Die allgemeine Wehr- vflicht darf nicht Wickerkehren. Der deutschnationale An­trag ist für nnS unannehmbar. Die

Entscheidungsschlacht »wischen Monarchie nnb Republik

wnd nicht hier im Haufe, sondern draußen von den Mas- : fen geschlagen wecken. Die augenblickliche kapitalistisch« Republik bedeutet gegenüber der Monarchie immer noch dar kleinere Hebel

Abg. Haas (Dem.): Den deutschnationale» Antrag lehr«» wir ab. Rur wer für dir Einführung den Monarchie ist, kann für diesen Antrag stimme». Wir aba wollen den Begriff der deutschen Republik im deutsche» Volke befestigen. Die oberste Gewall der Reichswehr muß wirllich in der Hand des ReichspräsLenten liege». Deshalb brauchen die Landsmannschaften bet Reichswehr keine besonderen Abzeichen und Symbole. Die Offizier» können wir natürlich nicht aus bet Heeres- »nb Marins». rammet ausschließen. Die Truppen müsse» mit nnb»» dingtet Verfassungstreue ihren Dienst twu

e Paris, 18. März. Tas Exekutivkomitee der Inferenz der Mitglieder der russischen gesetzgebenden das feinen Sitz in Paris hat, pro- friert- jsgen de» Abschluß des rnssisch-cngl-schen

M SÄK8 gegen die denW Fndnstrie?

Paris, 19. März. In den Pariser Regierungs­kreisen ist in der Frage der Sanktionen ein neuer Umschwung eingetreten. Dieser Umschwung ist darauf zurückzusühre», daß die Sanktionen noch keinen Geldstrom gebracht haben. Die Regierungskreise sind der Ansicht, daß man nunmehr zu neue n Mitteln greifen müsse. Die Pariser und Londoner Beschlüsse sollen fallen gelassen werden, und man will sich mehr an den Versailler Vertrag halten, wonach eine Aende­rung des Zahlungsmodus erfolgen soll. Da die Sank­tionen anscheinend sehlschlagen, so müßte man sich das Geld in Deutschland direkt holen und zwar dort, wo es sich befindet, nämlich bei den Gro ß- iudujt-rieckcken. Sollten die Industriellen ihre Be­triebe schließen, so würde man ganz einfach die Fab­riken besetzen und die Verwaltung der Arbeiterschast geben, d.h. also, französische Negierungskreise beab­sichtigen in Deutschland unter dem Schutz der fran­zösischen Bajonette den Bolschewismus einzu- fuhren. Ferner sollen die Großindustriellen An­teilscheine an die Verbündeten abgeben. Tie Einlösung der Kupons mürbe bann durch die Verbündeten er­folgen, ebenso die Einstceichung der Dividenden. Die Verbündeten sind in diesem Falle also gleichsam die Aktionäre deutscher Großbetriebe. Die 50»/«ige Taxe auf die deutsche Kaufsumme könne beibchalten wecken. Auch die französischen Blätter äußern sich in diesem Sinne.Eclair" betont, man müsse energisch gegen die deutsche Industrie Vorgehen. DasEcho" schreibt, daß Vorbereitungen z» neuen Modalitäten des Versailler Berirages erfolgt sind.

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Sachverständige und Außenminister

Berlin, 18. März. Die Sachverstäuüigen, die an der Kritik der Pariser Beschlüsse und der wirt­schaftlichen Vorbereitung des deutschen Angebotes in London teilgenommen haben, sprachen heute bei dem Reichsminister des Aeußern vor und erNärten, daß sie aus Grund ihrer Kenntnis der deutschen wirtschaft­liche» Leistungsfähigkeit nach wie vor der Ueberzeugung find, daß wedetz die mit den Pariser Forderungen der Entente noch mit den beiden Londoner Angeboten der deutschen Negierung verbundene» sinanziAlen Leistungen von der deutschen Wirtschaft aufgebracht wecken könnten. Diese deutsche Anerbietungen, die wirtschaftlich nicht gesichert seien, müßten für ihre Erfüllung an ähnliche Voraussetzungen geknüpft werden und ähnliche Folgen zeitigen, wie sie von den Sach­verständigen in ihrer Denkschrift über die Pariser Fockerunge» dargelegt seien. Demgegenüber erklärte Reichsminister Dr. Simons, daß er die Stellung­nahme der Sachverständigen, wie er bereits im Reichs­tag betont habe, voll zu würdigen wisse, daß die Höhe der Angebote der deutschen Regierung aus poli­tischen Erwägungen heraus bemessen sei und daß sowohl die Reichsregierung als auch der Reichstag diese an bestimmte Voraussetzungen gebundenen Ange­bote in Loudon nach den Ereignissen der letzte» Zeit als nicht mdjr bestehend und endgültig erledigt betrachten.

mit Rsterugland.

wb. London, 18. März. Lloyd gestern bei einem politischen Esse» in Rti'?, in der er nachdrücklich sür die

Dee Anzeigenpreis beträgt sür die 9 ge|p. Colonelzetle oder deren Raum 75 Psg. u.

10 °t, Ausschlag, amtliche und auswärtige 1. Mk. Andere Spaltenbreiten nach r« *T*||»* entsprechender Berechnung. Spät einlausende oder den Raum über lk Sette ein- JQ, olullIL nehmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu setzen und zu ----

berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3M Mk. Jeder Rabatt Alt als Sanabalt. Sei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Psg. Sondergcdühr.

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London, 18. März. (Reuter.) Aus Helsing- 'Drs wird übet den Fall von Kronstadt berichtet: Die Aufständischen sprengten vor ihrem Abzug die Kkiegsschisje-Petropawlowsk" undSebastopol". Bmral Koslowski ist nach Finnland entflohen.

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Würben, die Wähler darüber zu unterrichten, welche Ziele sie sich stecke. Diese Ziele seien für die Gcsamt- siruklur der Gesellschaft so drohend, daß es Irrsinn »in wurde, über Trivialitäten zu streiten. Lloyd <8e i-tgr erklärte weiter, man müsse an die große Mehr- heii des Volkes appellieren, die es ablehne, vom Wirbel­sturm der Revolution prtgeriffrn zu werden. Die Ar­beiterpartei wolle die Zerstörung des Privatbesitzes, brr private» Unternehmungen und die Umwandlung bei gesamten Mittel der Erzeugung in eine groß« btaotsmaschinerie.

ImDaily -Telegraph" behandelt ein Mitarbeiter bir mutmaßlichen Gründe der englischen Regierung für die Unterzeichnung des Handelsabkommens mit stküßland. Er erklärt. Jedermann sei davon über- jeugi, daß kein Handel daraus solgen wecke, aber tetnn die englische Regierung das Handelsabkommen 8 i en t abgeschlossen haben würde, würde sie damit der Arbeiterpartei ein mächtiges Propaga ndamittel ßkger en habe». Außerdem seien die Bolschewisten durch b«s Abkommen jetzt gezwungen, ihrer Propaganda *itn auch nur für einige Zeit, Schranken zu scheu, « das von ihnen jo sehr begehrte Abkommen sofort *>ll unb nichtig werden wurde. Lloyd George sei brr Ansicht, daß jetzt, wenn der HaiM mit Rußland -ich Nicht entwickele, d. h. wenn die Bolschewisten ihre Propaganda weiter führen und das Abkommen unter en Tisch falle, er doch imstande sei zu sagen: ich habe ßriau, was ich konnte. Und dann würde die ganz« schuld auf die Sowjetregierung fallen.