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sie hatte es bis heute vorgezogen, allein zu bleiben, man konnte sich Käte Körner auch kaum verliebt oder

liebend vorstellen. Und doch war sie nur einsam ge­blieben, weil sie tief innen den Jugendfreund nicht

DaS Arbeitspeogrnm».

Berlin, 14. März. Ter ArltelleuaaSschuß des Reichstage» einigte sich auf den von verschiedenen Seite» «Sgefprochenen Wunsch, bei der HauShattsberatung je­weils nur einen Redner vorznschicken, ausgenommen tot der HaushaÜ des Innern sein, bei dessen Beratung zwei Redner mit der Beschränkung «ff ei« Redezeit von 30 Minuten ,»gelassen fei» sollen. Ma» hofft, ans diese Weis« die Haushaltsberatungen noch diese Woche ab- juschließen. Dem Präsidium ist der Wunsch nnterbeitet Derben, vor dem 12. April nicht wieder zu beginne». Im Hinblick ans die Verschiebung der Partristärle wird nach i Wt Osterpansr auch eine Neubesetzung der Ausschüsse und I >es Präsidiums in Aussicht genommen. Bon Mitglie-1 der» der Linken ist vorgeschlagen, 4 Bizepräfidenteu ,n wählen, damit de» Unabhängige» das BizeprSsidium ver­bleibt und dir Deutsche Bokkspartei ein solches erhält. i

DaS japanische Oberhaus nahm mit 164 gegen 1233 Stimmen eine Entschließung ott, Vie einer «ihtrauens- tagesordnnng gleichkommt. Sie betrifft Vie »egierungs- i Politik in Erztehungsfrage».

kn die Zuständigkeik der Länder ein. DaS mußte ab« sei», weil das Reich die Verantwortung trägt. Wir haben -etan, was wir tun konnte».

Abg. Hoff«a»«-Kayerslmckr» (So».): «nsfällig M, daß die WorteSelbstschutz" n»d ,Mnwoh»nwchren", chie im ersten Entwurf ftanben, h» vorliegenden Entwurf peinlichst vennttdr» sind. (Hört, härtst Außerdem ver­langen wir im Interesse der Aufklärung völlige Klar­legung des Brief- und Notenwechsel» mit der bayerische» Regierung. Die bayerische Regttruug und mit ihr die Demokrat« »rache» in einer höchst auffälligen Weise schiarf. Dabei scheu sie nicht, daß dies eine weitere Gefahr für neue Besetzungen, ja für die Einheit de» Reiches ist. Der Redner erNärt, daß durch das Verhalte» der bayerischen Regierung nicht nur ein« weitere Gefahr für neue Besetzungen, sondern' auch für die Reichseinheit heraufbeschworen werde.

Abg. A>ler v.Braun (Deutschuatl.) lebet namens seiner Partei das Gesch ab. Nachdem die Lockoner Ber- handlnngen gescheitert ftnb, bestehe keine Veranlassung zur Erfüllung des Pariser Diktat». DaS Gesch sei ei» Ausnahmegesetz gegen Bayern. Die Dinge Kegen in Bayern ganz ander», al» man im Reich an­nimmt. Wir benStigen unsere Einwohnerwehren, um die Ordnung im Inner» aufrecht zu erhallen. Die Well hat keine Achtung vor einem Volk, das immer auf einen andern hofft. Wir lehnen das Gesch ab. (Lebhafter Bei­fall rechts.)

Vizepräsident Dr. Bell unterdricht hierauf die Be­ratung, um die vorher auSgeschte namentliche Abstimmung über das Reedereiabsickungsgejetz vorzunehmen. Es haben abgestimmt 301 Abgeordnete, wovon 238 mit Ja, 60 mit Nein, 3enthalten sich. Das Gesetz ist damft an­genommen.

Reichsminister des Intwrn Koch: Ich stehe mit den Kabinettsmitgliedern voll auf bem Baben des Gesetzes. Die Gründe für seine Einbringung liege« nicht auf inner- politischem, sondern außenpolitischem Gebiete. Me Selbst- schntzorganisationen stick verboten, wenn sie mit kriegS- tznäßigen Waffen ausgerüstet find. Herr ».Braun irrt sich, wen» er sagt, das Gesch widerspreche der Ver­fassung, und greife in die Rechte der Einzelstaateu ein. Mir scheint es überhaupt, daß viele gar nkbt wissen, was in dem Gesch steht. Es würde eine Katastropheu- politik seine, wenn wir in diesem Punkte bte Ausführung des Friedensvertrages verweigerten.

wb. Dublin, 14. März. Heute früh werden vorauKfichtNch sechs Sinnfeiner gehängt werden. Zwei von ihnen find wegen Mordes an Offi­zieren in Dublin an dem sogenanntenblutigen Mon­tag* zum Tode verurteilt worbe», Me vier anderen wegen Teilnahme an Uebersüllen und Wege« Tragens von Schußwaffen.

Was war an» fljnen beiden geworden, die einst fo froh, fo hoffend, fb glücklich dem Dasein entgegen- gelacht!

Lin Klopfen an der Tür ließ die junge Fra» zu- sammenfchrecken. Auf ihr herein" trat Käte Körner I zu ihr ins Zimmer.

Seit das Ehepaar in Berlin wohnte, war die Freundschaft zwischen den Schwägerinnen, die durch die Entfernung und Iren« Starrheit in den ganzen Jahren gelitten, wieder neu aufgcklütz. Käte Körner hatte sich vor zwei Jahren nach vollendetem Stu­dium in Berlin al» praktische Aerzttn niedergelassen, die alten Beziehungen ihres Bruders hatten ihr bald Praxis verschafft. Sie war jetzt gut eingefShrt, hatte viel zu tun.

Sie war unvermählt geblieben. Trotz ihrer sa­loppen- Erscheinung, ihrer burschikosen Wesens hatte eS ihr nicht an Bewerbern gefehlt. Das kluge Mädchen gefiel Eie hätte ein paarmal heiraten können. Mer

Rachdruck verboten.

Der Triumph des Lebens.

Roman von Lola Stet«.

61. Fortsetzung.

Die Geselligkeit, die Körners in Berlin pflegten, entwickelte sich stärker als in München. Helmut Körner kam hier in SKobc. Man riß sich um ihn. Auch feine geschäftlichen Chancen standen glänzend. Er verdiente große Summen, die dem leichtfinnigen und verschwende­rischen Mann durch die Finger rannen. Riemris besaß er etwa«, trotzdem er sich in den letzten Jahren bei mäßiger Lebensführung schon ein kleines Vermögen hätte, erwerben können. Aber auch in diesem Punkt erreichte Irene nichts bei ihrem Man». Er warf das Geld mit vollen Hände» nm sich, er machte Schulden, wenn er nicht auskam, ohne die geringsten Ekrubel, lachte über ihr Entsetze», lebte stets in S«»« tob Braus und warf »»bezahlte Rechnungen und Mahnungen gleichgültig beiseite.

Marburg und Umgegend.

Marburg, 15. tLeuzlngj.

* Versammlung der Gemeinderechner« Vergangenen Donnerstag fand im Seebodescheu Saale eine Versammlung der Gemeinderechner des Steifes statt. Herr Landrat v.Loewenstei» wies bei feiner Be­grüßung in längeren Ausführungen auf bfe Schwierig­keiten hin, bte jetzt Kreis und Gemeinden zu überwinden haben. Aber trotz alledem müsse er anerkennen, daß die Gemeinderechnungsführer setther stets voll nab ganz ihre Pflicht erfüllt hätten, und daß er während seiner zehn­jährigen Amtsführung im hiesigen Kreis stets mit ihnen zufrieden hätte sein könne» und er hoffe auch, daß das so bleiben würde bis die Errichtung der Amtsbezirke, welche nach der neuen Landgemeindeordnung sichet komme, durch­geführt sei. In der Besprechung wies Gemeiubetechner Vkotthaei-Sichertshausen darauf hi», baß es in vielen Gerneircken faßt unmögsich fei, de» GememdehauS- hatt im Gleichgewicht zu hatte». Die Hebellsten kür die Gemeindeabgaben hn laufenden Rechnungsjahr seien noch nach dem seitherigen Verfahren ausgestellt, daß die Ge­meinden Zuschläge zu den Staatseinkommeusteuern er­heben. Nach dem Landes-Aeuetgesetz« die Erhebung dieser Zuschläge aber nicht mehr zulässig. Da diese Zu­schläge für manche Gemeinden die Haupteiunahmeauell« wat mck nun plötzlich versiegte, so bitte er um Aufklärung woher die Gemeinden die nötigen Mittel hernehmen sollen. Nachdem der Herr Landrat die Erfassung des reichs­steuerfreien Einkommens dringend empfohlen, führte Herr Matthaei weiter auS, daß die Aufstellung des Voranschlags für den Gemeindehaushalt sich schlecht macken lasse. Solange die steuerliche Züständigkeit zwischen Reich, Staat und Gemeinde nicht genau abgegrenzt und vor allem die Gemeinden nicht genau wissen, welche Einnahmen auS den staatliche» Zuweickungen sie in ihren Haushaltsvoran- schlog regelmäßig einstellen können, werde die ordentliche Aufstellung eines Voranschlags nicht mögttch sein. Er betonte hauptsächlich, daß wohl jetzt faßt am Schluss« des Rechnungsjahres keine Gemeinde sagen könne, Ivie hoch sich ihr Anteil an dem Steueraufkommen beläuft. Ebensowenig wäre» sich die meisten Gemeinden klar, welche Befträge sie nach dem Volksschilllebret-Diensteinfsmmen- gesetz in die Landesschnlkasse zu zahlen haben, äieraaf nahm der Herr Vorsteher des Finanzamts Marburg das, Wort zu längeren aufflärenden Ausführungen. Er tarn $n dem Schluß, daß die Erhebung der Steuern durch die Gemeiickerechnet auf viele Schwierigkeiten stoße und den Beamten des Finanzamtes viel zeftranbende «nfflärungs-. arbeit verursache, deshalb sei es dringend notwendig, S3e- zirlLhebestellen zu errichten. Herr Reckner Grou- Leideuhofeu gab »un noch unter anderen Ausführungen die Erklärung ab, daß die Rechnet sehr ivoht befähigt wären, die Erhebung cker Steuern durchzu-ühren, wenn nut hie Bezahlung einigermaßen im Berhättuis zur ge­leisteten Arbeft stände. Der Herr Rendant des Finanz­amtes hiett nun noch einen erläuternden Vortrag üb« die Rechnungsführung.

* Stiftungsfest der Freiwillige» Feuerwehr. Dem gestrigen Bericht fügen wir noch hinzu, daß auch dem Feuerwehrmann Opüker Unkel ür 25jährige Mitgliedschaft das Elirendiplom der Stadt tierlieljen wurde. Die vortreffliche Kommers- und Ball­musik fühtte nicht, wie gestern gesagt, die stästisch« Kapelle, sondern die Kapelle Pauli aus.

* Die Handelsschuld hält Mittwoch nach mittag um 4-4 Uhr beginnend im Zetchensaat de Oberrealschnle ihre diesjährige Prüfung ab. Da

tolrtiMt ter mkMWMWu .... Bmemo.

| W*--' tttttawhw Trotzki» an Finnland. ^7«^' t*. London, 14. März. Die .Llimes" mffäytt aus Riga, daß bte Matrosen von Sronstckt die Festung Oranienbaum genommen uick dort 14 Kanone» erbeutet Hecken. Die Bolschewisten hatten 400 Tote nnb 1900 Verwundete. Die Matrosen von Kronstadt beginne» unter bem Schutz der Kanone» von Kronstadt auf Petersburg zu marschie­ren, Eisbrecherschiffe machen gegenwärtig eine Fahrt­rinne für die Motte frei. Im SSden find die «ns- ständischen endgüMg Herr«, von Tambow. Es Wick ferner gemeldet, baß die ^genbolschewistische Bewegung sich auch nach Sibirien und »ach der Ukraine aus­dehnt. Tie Eimern «rfLhrt ferner, daß Trotzki ein Ultimatum an Finnland gerichtet hat, in dem Finnland aufgefockert Wick die Beziehungen mit Kronstadt einzustellen.

Die Versorgung von Kronstadt mit Lebensmitteln ist durch einige aus Europa eingetroffene Schiffe urit großer L-ckung möglich gewesen.

ick. Helfingfors, 14. März. Die Kronstädter Batterien haben die Stationen Mattichkyno unb Oranienbaum und den Schienenstrang zerstört, um das Eingreifen der Panzerzüge zu vechindern. Em Funkspruch aus Kronstadt meldet, daß dir vier zwölf- zölligen Geschütze von Krasnaja Gorka zum Schweigen gebracht worden sind. In der Nacht zum 12. März haben Flotteneinheiten die Uftckahnen Wetter be­schossen, die Oranienbaum mtt Petersburg veckinden. Die Geleise find an verschiedenen Stellen anfgerissen.

Wb. Parts, 14. März. Bte das .Echo de Paris- aus London erfährt, find bte von den ftronstädter Ausstäudtschen nach Moskau entsandte» Vertreter so­fort bei ihrem Eintreffen erschossen worden.

Eingeständnisse LcninS.

emarcker liepnben Feststellungen, mit bem Anschlag a»f die Siegessäule in Berbinbung zu bringen, liegt bisher keinerlei Anlaß vor. Auch von geplanten An­schlägen auf einzelne bekannte Persönlichkeiten ist der Kriminalpolizei nicht da» Geringste bekannt. Don dem bisherigen Ergebnis der Untersuchung »ich der verfolgten Spur kann tut Interesse der Aufklärung des Beck reche ns yorlänfig noch nichts mitgeteitt werden.

Politische Tagesnachrichten.

Der Schiedsspruch tat Ruhrbergbau. Den ta Dort­mund unter dem Vorsitz des Prof. Fronte gefällten Schiedsspruch wegen des Lohn- und Uckerschichtenab- kommens im Ruhrbergbau hat der alte Dergarbeiter- verband mit allen Stimmen abgelehnt, ebenso der Gewerweretu Hirsch-Dututer. Dagegen hat die pol­nische BerufSveretnigung dem Schiedsspruch znge- sttamü, ebenso der Gewerkverei» christlicher »erg- arbeitet mit 685 gegen 15 Stimmen.

Der neue Prozeß gegen Assessor Hiller, vor dem Schwurgericht des Landgerichts 3 ta Berlta begann bte neue Verhandlung gegen Oberleutnant Hans HU- let wegen der Vorkommnisse in den Karpathen, wobei der Kriegsfreiwillige Helmhake gestorben ist. Der Prozeß, der bereits das Kriegsgericht, da? Oberkriegs­gericht «nd das ReichsmUttStgericht beschäftigte, war um Februarmttte wegen des Ausbleibens des Zeugen Kreisarztes Dr. Nowack vertagt worden. Bei Beginn der Verhandlungen stellte der Vorsitzende fest, daß No­wack für das damalige Ausbleiben kein Verschulden treffe.

Der Vorsitzende der Deutschnationalen VoKSpartei Dr. H e r g t hat infolge eines schweren Herzleidens eine sechswöchige Eckolnngskur angetreien. Seine Vertretung hn Partetvorftand wird durch den stellver- ttetenden Votsttzenden Geh. Justizrat Dietrich wabrgenommen.

Die deuffchnattonate Laudtagsftaftton und das LandeSökonomle - Kollegium. Die veuffchnattonalen Abgeordneten Weißerntel und Graes (Anklam) haben im Landtag beantragt, der Landtag wolle be­schließen, bte Staatsregierung zu ersuchen, die Auf­lösung des preußischen Landesökonomie-Kollegiums unverzüglich rückgängig zu mad>e».

Stinnes. Die Meldung von einem Kauf der .Deuffchen Tagesztg.- durch SttnneS wird von unter­richteter Stelle als völlig unbegründet bezeichnet.

Am Denkmal des Prinzregeuie» Lutwold in Mün­chen, dessen Geburtstag sich am 12. b. M. zum hundert­sten Male säbel, ist ein Kranz beS Königs mck seiner Familie niebergelegt worben mit her Wibmuug: .Dem geliebten Vater bte bankbaren Kinder. -

General e. D. v. Scholtz, einer bet bedeutendsten Heerführer hn Weltkrieg, vollendete in Ballenstedt das 70. Lebensjahr. MS Führer beS 20. «.ft., bann brr 8. Armee, zeichnete er sich im Oste» hervorragend aus (Tannenberg, Masuren, Grobno, fturlanb); bann führte er den Oberbefehl an der mazedonischen Front.

Pershtag zum Boffchafter I» Paris auSersehen. Laut Washingtoner Telegramm verlautet ta der Um­gebung des Präsidenten Hocking zuverläsfi«, daß bte größte Aussicht auf ben Pariser Botschasterposten General Pershing habe.

wb. Kopenhagen, 14. März.Beriitqrk Tidende" meldet aus Helfingfors: Sonntag morgen «bg. Soldma'u« (Unabh.) lehnt das Geschals nicht I Kronstadt um>

weitgehend genug namens seiner Partei ab, ebenso der I aufgenommen. Die «»getroffenen

Abg. Re mmcle (SommJ, der sich in seiner Rede scharf I bolschewisnscheu Zeitungen veröfftntllche» eine Rede, gegen Bayern wendet, I £enm auf dem letzten bolschewistifchen Kongreß in

die blauweiße Schmach Moskau ^hatten hat. Lenin gab zu, daß der wirt-

al» größer denn die schwarze Schmach byrichnet> I Zusammenbruch die Regterung

wegen seiner Ausfälle gegen den Minister Koch mehrmals I hnckere, die kommunistischen Grundsätze nach ihren |ur Ocknung gerufen wich. I Wünsche« duvchzuführen. Er gab auch zu, daß sich

Nachdem Minister Simon» noch erflitt hatte, daß I überall in Rußland gegen die Diktatur des Bolschewis- er sich nicht in Differenz mit dem Minister Koch behebe, mus Bewegungen zeigen. Schließlich erflärte er noch, te«ri) schließlich bas Gesetz a» einen Ausschuß do» 21 daß der russische Soldat allmählich die Fähigkeit zum Mitsiftedern verwiesen. __ arbeiten verlor« habe unb ein Bandit gewor-

Es folgt bann bte Wetterberatung des Haushalts des l hxn fei.

Ministeriums des Inner». I *___

Auf Antrag Schreiber (Ztr.) wick das Kapitel

^Rnckswauderungsamt" an den Haupwuss^ zurück-1Anschlag (XUf btC ötCgCSjOllIe.

Nach weüerer, unwesentlicher Aussprache, an» der noch ! **& Berlin, 14. März. Wie die Sachver-

,der Anttag Delbrück (Deutschuatl.) hervorzuheben ist,! ständig«, die b« Jnhav der i» der NegeSsäule wonach die von der Regierung zur Beratmm der Serteate I vorgefundenen Sprengpakete untersucht hab«, dem tungsresorm vorzuschlagende Sommffsion au8 dem Reichs-8 Uhr-Abendblatt" mitteilen, wäre bei einer Explo- ^Eer d-s Innern, « ReichstagsMitglieder» und 4 I swu nicht nur die Siegessäule i« Trümmer «legt 2,"t.rag wocken, sondern auch ba8 Msmarckdenkmal, das Kumm (Deutschuatl.), der sich mit dem Rellgton-unter-1 firt.-Mittnnrut iw .«. -

richt beschäftigt, Wick die Sitzung «ff morgen 1 Uhr Da« I tagt. Kleinere Vorlage» »nd Wetterberatung. i hinausgehncke Mgck des RnchstogSgebäudes wären

IdemÄiert wocken. Hunderte von Mensch«, di» bei dem schönen Wetter, «m die Siegessäule herum­standen, wären ums Lck« glommen.

Die bisher im Zusammenhang mtt dem Dynamit­attentat auf die Siegessäule erfolgten Zeugenver­nehmung ergaben keine netten Momente. Für die Aufklärung des Verbrechen» »nd die Festnahme der Täter stab 35000 Mark Belohnung ausgesetzt, davon vom Reichskommiffar für Entwaffnung der Zivklbe- völkernng 25000 Mark.

I» einem Berliner Abendblatt wecken Wer die Untersuchung, die sich an den auf btt Siegessäule geplanten Anschlag anschlttßt, sensationelle aber durch­aus unzutreffende Mitteilung« veckrettet. Demgegen­über erfchrt B.T.B. von ytftäubiger Gelle: Es ist weder ein große» Komplott festgestellt wocken, noch sind gestern im Lauft des Tages umfangreiche Dhna- müfunbe gemacht wocken. Im Verlauf der fette waffnMgsaktton find allerdings von der Kriminate polizei verschiedene Lager von Waffen mck Spreng­stoffen gefunden wocken. Dieft zeittich wett aus-

Dieft Unocknung in ihrer wtrtschaftttth« Lebens­führung war Irene schrecklich. Aber wenn sie ihm Borwürse darüber »achte, nannte er sie Beinlid), ritte Spießbürgerin, ein« Geizhals. Und sie merkte I vergess« gekonnt, well sie ihm noch immer nach- immer Wicker: sie änderte ihn nicht. Aber die 8er» I trauerte, Hn noch immer heimlich lickte. Dar war fotoenbung auf der ein« Seite und manchmal die I Hr Geheimnis, von bem niemand etwas wußte. Rur «rette Gridkuopfchett »nd die UmnSglichkit, wirklich I Irene chnte es.

Notwendige Sachen z« bezahl«, ängstigte sie »ft und i Für Käte war Walter Runges plötzliche Abreise

»rschwerte ihr ba» Leben. I in die Tropen damals em harter Schlag gewesen.

Nun lag der leise Hauch von Melancholie, der sie I Auch chr war 68 uM gelungen, das Geheimnis zu Kder ersten Zett, al» sie un Bolkmersch« Hause I durchdringen, da« über seinem und Irenes Leben zu Ickte, so rührend gemacht, ständig über Hrem Wese«. I liegen schien, das bte Geschwister, die Unzertrennlichen, Ur paßte z» Hr, gehörte zu ihrer Schönheit. Ma» trennte. Und auch bas Rätsel, das über Helmut und lai in de« wundeckaren Aug« dieser F«m, daß sie I Irenes Eheschließung lag, war für Käte nie gelüstet innerlich einsam war, ganz, ganz allein... Iwocken. ttm mtt Frage« in den Bruder unb die

JRit eine» müden Seufzer verschloß Irene ben I Freundin zu bring«, war sie zu stolz, gab man Hr

Brief. Armer Walter, armes Stuberi Auch er I freiwillig kein Vertrauen, fo hielt fte sich zurück, kappte sein verpfuschte- Leb« bahi», p«q^jcht durch j Aber ihr war es nicht entgangen, daß Irene un» «igew Schuld.*- . fgemMich geworden, daß jeder der Ehegatte« fein

Wner Brief tn tat ftiMnlM

Der «lternbeirat be» Gymnafiurn Phs« lipPiüA» bittet uns m» Aufnahme folgender Er- Bärungr -j;

Offener Brief: 1

«« be» Preußisch« StaatSminister für Wissenschaft Äunft «nb SvlkSbWung, Herrn Harnisch, Berli».

Mackurg', i« MSq 1921. t

Herr Mnister!

hacken vor kurzem die Neubesetzung einer durch Tck erfebigten Oberlchrersttlle am hiesigen Staatlichen Gymnasium PhLippinum zum 1. 4. d. I. verfügt und zwar durch Versetzung eines Oberlehrers aus Schlesien °».Un Anstalt. Die Anstatt braucht eine Lehr- krast, welche die oberen Klassen in Geschichte, Latein unb Griechisch unterrichten tarnt; die von Ihnen her- verfttzte Lehrkraft besitzt aber für die oberen Klassen die Lehckefähigimg in Deutsch, Religion und Hckräisch Es kann Ihnen unmöglich unbekannt geblieben sein, daß die Elternschaft unseres Gymnasiums diese Ente Wickelung der Angelegenheit mtt Sorge unb Unwille« beobachtete; denn in den Berichten unb Anträgen der Schulleitung ist auch auf diese Stellungnahme der Wernschast hingewiesen wocken. Ebenso bekannt ifj 3hven aber zweifellos, daß diese Versetzung vornehm­lich dem Zwecke dient, dem auswärtigen Bewerber die Habilitation als Privatdozent für nöckffche Philo­logie an der Universität Marburg zu ermöglichen. Die Mern unserer Gymnasiasten bezahlen ihr teures Schulgeld in der bestimmten Erwartung, das; ihre Jung« dürfen auch den besten Unterricht erhalte« der sich irgend befchafftn läßt, nicht aber, damit die Studenten Vorlesungen über nockische Sprache uub' Literatur hören können. Läßt beides s«h zwanglos bereinig«, so ist das selbstverstäMich zu begrüßen, zumal wenn, wie int vorliegenden Falle, die Tüchtigkeit des Mannes in feinen Fächern außer Frage steht. Muß <cker, was auf unseren Fall zutrifft, aus sach­lichen Gründen das Interesse des Schuluttterricht^ durch solche Verquickung leiden, so gehen bei der Bc- schung von Oberlehrerstellen, sollte man meinen, die Bedürfnisse der Schule unter allen Umständen vor.

Sie bekennen sich, Herr Minister, »nftees Wissens zu (fozial-)demokratischen Anschauungen. Entspricht es diesen Anschauungen, wenn alle sachffchen Gegen- gründe und der ausdrückliche Wunsch bet Elternschaft, auf deren Mitwirkung an den Aufgaben der Schuw Sie doch so großen Wert legen, durch das Argument entkräftet werden: der Herr Minister wünscht diese Erledigung der Angelegenheit? Ist das Demokratie? Nein, ba8 ist Autokratie, Herr Mnister! Sie ist das beste Mittel, um mit Sicherheit die staatlichen Lehranstalten in absehbarer Zeit zu entvölkerte

Die Etternschast unserer Anstalt hat uns in ein- timmiger Entschließung beauftragt, diese ihre Stel­lungnahme zu Ihrer und gleichzeitig zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.

Der Elternbeirat des Gymnasium Philippinain

. zu Mackurg.

eigenes Scheu führte. Seit Irene in Berlin wnlte, sah die Fremckin in btt Tragik ihres Lebens tief hinein.

(Frctschirng folgt.)

Ewchschulnackrichten.

X ®eröftm»ett unb Ernennungen. Wie die .Hochschufforr.« erfährt, ist der durch das Ableben de§ Geb. Rats Erdmann erledigte Lehrstuhl der Philo- fovdie an der Berliner Universttät dem «eh. Hof- rot Prof. Dr. Heinrich Maier in Heidelberg angeboten worden. Zur Wiederbefetzung des Lehr­stuhls der pathologischen Anatomie an der Universität Bonn (anstelle H. R i b b e r t s) ist ein Ruf an Prof. Dr. mck. Robert Rößle in Jena ergangen. Gck. Mckizinolrat Prof. Dr. Paul Römer, Mrfftor der Augenblick in Greif-Wald, hat eilte» Ruf nach Bonn o(8 Nachfolger von Geh. Rat H. ftubut er- baften. 1917/18 bekleidete Prof. Römer das Reftor- amt der Greifswalder Hochschule. Mr das Ocki- nariat der romanischen Philologie in Kötlingen (anstelle A. Stttmnings) ist Prof. Dr. Alfons Hilko vou der Universität Greifswald In Aussicht ge­nommen. Znm Nachfolger des veMockenen Gck. Jnstizrars Prof. R. Leonhard au der Bres­lauer Universität ist der Ordinarius de« römischen und deutschen bürgerliche« Rechts au der Unwersitüt Königsberg Geh. Justizrat Pros. Dr. Alfred Manigk beufen. Manigk erhielt 1918 einen Ruf an die Unwersitüt Tokio, den er ablebnte. Der Wirch die Emeritierung des Gck- Rais Prof. H. Baumgart «Ickigte Lehrstubl der deutschen Literatur- gffchschtc an der Unwersität Königsberg ist dem o. Professor Dr. Rudolf Unger an der Züricher Universitüt angeboren wocken. Ernannt wurde der Göttinger Privatdozent Dr. jur HanS Clio de Boor zum ordentlichen Profeffor für römisches und deutsches bürgerliches Recht an der Unwersttäl Frankfurt a. M. als Nachfolger von Pros. <8. Sckv. Der Vertreter des Staats-. Berwakftmgs-, Kirchen- und Völkerrechts au der Königsberger Universität o. Professor Dr. Mar Fleischmann wurde in glffcher Eigenschaft nach Halle (anstelle C. Koellreufters) versetzt. Der Handelskammersyndi­kus a. D. Professor Dr. pbil. Alex. Wirmingbaus ta Köln ist zuin Honorarprofessor für Volkswirt­schaftslehre an der dortigen UniversiSt ernannt worden.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Zusammenbruch einer Luftschikfballe »ff Jüterbog. Jüterbog, 15. März. Eine der beiden Lusffchtff- ballen bei Ntcker-GSrsdorf ist gestern nachmittag wäh­rend Demontterungsarbffteu zusammengebrochen und begrub Me dabei beschäftigten Arbeiter unter sich. Fünf sind tot, sieben schwer verletzt. Me Ursache deS Zusammenbruchs ist »och nicht feftgestellt.

Raubmock an einem C6lnefnt. Hamburg, 14. März. Am Sonntag Nachmittag wurde der Chinese Cbin Jar, Besitzer fhter Wäscherei ta Hamburg, er­mordet und beraubt aufgefunden. Far war am Sams­tag mit chinesischen Freunden ta einem Kellerlokal, das er olS Lager gemietet und als OpimnbSble eingerichtet batte. Jor hatte am Samstag tot Spiel gewonnen. Darauf wurde Ovtmn geraucht. Me Täter warteten Mesen Zfftvmtff ab. mn Jar zu überfall«!. ES tarn nnn Kam»«. Jars Körper war ganz mtt Blut be Mtt Er weift Stichwunden ta der Herzgegend und vier Schußverletzungen auf. Die Leiche lag auf dem Sofa. Geraubt war die Brieftasche mit 11 000 JH und da» Portemonnaie mit Inhalt und mehrere Schnntck- sachen. verschiedene Cbinffeu, die veckaftff Word« waren, mußten frei gelassen werd«._________________

Kirchlich, Kachrtchte».

Mittwoch, ben 16 März, 8Uhr: PassionSgottestuenst: Pfarrkirche, Pfarrer Heermann. Michaeiskapffke, Pfar­rer Metz.