Marburg
fl|y SS Fiir ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Erciznijie kein Ersatz. /II. VO Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Druik der Unio.?Bu4druckcrci von Ioh.Aug. Koch.
(Benimg)
Mar?' 21 ,23 — Fernsprecher 55. - Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
E
fe" *
Me Beratungen unb TeWWe in Mon.
B
keine
Kob-
der Zug die Halle, Häuptern ihm das ergeben mit Herz
E
56. Ma. 1921
Der neue Berliner Gesandte Oesterreichs. Wie verlautet, steht die Ernennung des Sekttonschefs im Handelsministerium Dr. Riedl zum Gesandten- Denisch- Oesterreicbs ta Berlin bevor.
-
9eWr aus Landau
Begeisterter Empfang.
Di« „Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatliich 4.25 Mk., durch di- Poft 4.65 Mk. Ausgabe L mit „Oberh. Sport-Ztg" 1 Mk. mehr.
Die Zollgrenze am Rhein.
tob. Koblenz, L. . Irz. Der Reichskommissar für die besetzte« rheinischen Gebiete teilt mit: Nach bei bk interall8«r!en Rheinland!»mmission getroffenen Feststellungen hat diese lediglich die Zolleinnahmen an der Westgrenze durch Verordnung 77 gesperrt. Es ist aber nicht etwa beabsichtigt, Bankdepots zu beschlagnahmen. Das in der Bevölkerung dahin gehende Gerücht entbehrt jeder Begründung. Ebenso besteht zur Zeit bei der Rheinlandkommissio« nicht die Absicht, die Verkehrsfreiheit zwijchen dem beschien und unbesetzten Gebiet aufzuheben.
tob. Pirmasens, 9. März. In der Pirma- seklsec Schuhindustrie hat aus Aula- der neuen Zollgrenze eine Hochflut des Schuhversande.s eingescht. Während der lchten Tage wurden auf den Pirmasenser Postämtern rund 6000 bis 7000 Postpakete nach rechtsrheinischen Bestimmungsorten ausgegeben. Gestern stieg diese Zahl auf über 8000. Der Warenversand mit der Eisenbahn, mit Lastautos usw. in Richtung Westpfalz und Saargr^nze ist bedeutend gestiegen.
tob. Düsseldorf, 9. März. Nach Mitteilung der französischen Bahnhofskommandantur geht der Eisenbahnverkehr nach allen Richtungen in bisheriger Weise weiter. Einschränkungen treten zunächst ni^h t ein. Der rheinische Provinziallandtag, der auf Sonnabend einberusen ist, wird in Düsseldorf tagen. Die Besatzungsbehörden haben die Genehmigung dazu uftter
itzen und zu " : Rabatt
daß Verkäufe von deutscher Reparationskohle durch Frankreich und Belgien nach Holland stattgefunden haben. Es handelt sich um 450000 Tonnen. Es ist ein Vek.eis mehr, daß ein Kohlenmangel sowohl in Frankreich als auch in Belgien nicht besteht.
Ein deutsches Weißbuch über die Londoner Verhandlungen.
Berlin, 9. März. Im Auswärtigen Amt wird gegenwärtig ein deutsches Weißbuch ausgearbeitet, da» den Gang der Londoner Verhand- lungen ausführlich wiedergeben wird. Es dürfte bereits in der nächsten Woche veröffentlicht weiden.
der Bedingung erteilt, daß auf der Tagung Kundgebung gegen die Besetzung erfolge.
Kontrolle der KohlenverladMg.
Berlin, 9. März. Bliittcrmeldungen aus
zusammentreten, um in dieser Frage eine endgültige Entscheidung zu tr:ff:n. Diese wird sofort der Nheinlandkommission telegraphiert werden.
Marschall Foch und General Weygand unterrichteten den Obersten Rat davon, unter welchen Bedingungen die Besetzung von Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort bisher stattgefunden hat und weiter fort- gesührt werden wird. Die wichtigste Entscheidung, die heute getroffen Würbe besteht in der Annahme des Grundsatzes der Anwendung der Strafmaßnahmen für alle Verstöße Deutschlands gegen den Versailler Vertrag sei es, daß es sich um die Entwaffnung handle oder um die Auslieferung der Kriegsschuldigen oder um sonstige Verpflich- tungen. Morgen wird die Konferenz die griechischen und türkischen Delegierten anhören.
tob. Essen, 9. März. Heute wurde hier eine Versammlung von 18000 Angehörigen fügender Verbände abgehalten: Allgemeiner deutscher Gemerkschans- bund, Gewerkschaftsring deutscher Angestellten, Arbeiter und Beamten den Hirsch-Tunkerschen Gewerkschaften. Die Versanimlung erhob gegen den Einmarsch der Ver-. kündeten Protest und nahm eine Entschließung an, die in folgenden Porten gipfelt: Die den unterzeichneten Organisationen angehörigen Angestellten, Arbeiter und Beamten im Stadt- und Landkreis Essen erheben einmütig ihre Stimme, um gegen das un» gerechtfertigte Vorgehen der Eutenjeregierungen zu protestieren. Sie billigen den Entschluß der deutschen Negierung, nichts zu unterschreiben, was über die Käst des deutschen Volkes geht. Sie sind nicht gewillt auf ihre vornehmsten Menschenrechte zu verzichten und werden diese mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen wissen.
mc^ Koblenz, 9. März. In der Nacht vom Sonntag auf Montag gerieten in Andernach nach dem Niederrhein marschierende Franzosen mit Amerikanern aneinander. Die Folge war eine fürchterliche Prügelei, in der die Franzosen nicht gut wegkamen. Man hat versucht die Sache zu vertuschen, aber durch allzu gesprächige U. S. A.-Soldaten kam die Sache ans Tageslicht, und man lacht wieder einmal im ganzen Rheinland.
Keine Rückkehr des französischen Botschafters nach Berlin.
tob. Pari-, S. März. Nach einer Meldung des .Jntranstgeant" aus London begibt sich der französische Botschafter in Berlin Laurent nicht, wie gestern gemeldet wurde, auf seinen Posten nach Berlin zurück, sondern er wird bis auf weitere Order in Paris verbleibem
Bevorstehende Einschränkung der Lustbarkeiten?
Nach der .B. Z." sind die zuständigen Stellen gegenwärtig mit Erwägungen beschäftigt, die auf eine behördliche Einschränkung dxr öffentlichen Lustbarkeiten htnztelen. Nachdem vor kurzem der Vorstand des Roten- Kreuzes beim Reichspräsidenten vorstellig geworden ist, um ein Einschreiten gegen die Auswüchse des öffentlichen gesellschaftlichen Lebens zu erwirken, hat der Reichspräsident bereits die zuständigen Reichsstellen veranlaßt, bei den Behörden darauf ytn- zuvHxken, daß die lärmende Genutzfuchi und das sittenlose Vergnügungstreiben etngedämmt wird. Die durch die Londoner Verhandlung geschassene ernste Lage läßt eS dringend geboten erscheinen, daß die laute Lustbarkeit zurückgestellt wird. Es ist nicht ausge- schlosien, daß in der allernächsten Zeit ein Verbot ergeht, das sich in erster Linie aus alle Tanzlust- b ar tette'n erstrecken wird, das aber auch anvere öffentliche Belustigungen betreffen kann. Ausge- schlosien davon werden wahrscheinlich die Vorstellungen der Theater und die ernsten Konzerte setm.
Polen.
50 000 deutsche Waggons in Pole« zurückgetzalten.
In einer vom Außenhandelsverband veranstalteten Aussprache über die Frage der deutschen Ausfuhrsperre gegen Polen macht nach der „B. ein Vertreter der Reichsrcgierung aufsehenerregende Mitteilungen über das unerhörte Verhalten der polnischen Etscnbahnbehördcn aus dem Gebiete des deutfchwolni- schen Güterverkehrs. Danach haben die Polen trotz des seinerzeit vereinbarten Warenaustausches in gleicher Höhe 50 000 deutsche Waggons widerrechtlich zu- rückgehalteu und sie sich ohne jede Gegenleistung ange- etgnet. Von derselben zuständigen Seite wurde sernep mttgetcilt, daß allein in der Zeil vom Mat bis Oktober v. I. von den täglich von Oberschlesien aus nach Oft-
Welle, die Deutschland kurze Zeit beherrscht habe, wieder geschwunden sei. Statt besten führten fetzt die Männer von 1914 in Deutschland die Herrschaft. Die Verbündeten müßten die .reaktwnäre Verschwörung" in Deutschland mit Recht Niederhalten, foust wären die Gefallenen des Krieges vergebens gestorben. „Daily Herald" kritisiert das Verhalten Dr. Simons in scharfer Weise und schiebt ihm einen großen Teil der Schuld an dem Scheitern der Konferenz zu. Man werde sich nicht auf die Besetzung der drei Rheinstädte beschränken können, sondern weitergeben und am Ende noch Berkin besetzen müssen. Was dann geschehe, sei eine große Frage, denn damit wären die Enischädigungssorderungen noch nicht befriedigt.
Es hat de» Anschein, daß aus französischer Seite die Absicht besteht, die Sanktionen zu verschärfen und militärisch« Strasmaßnahmen in politische umzuwandeln. Die französische Presse erklärt, daß man sich mit der Besetzung der rheinischen Städte nicht begnügen könne, und daß man sichere Pfänder haben muffe, daß Deutschland wirklich bezahlt. Ein solches Pfand erblickt der .Temps" in der Kontrolle über die Ruhrkohle. Anderseits könne man auch gewisse öffentliche Einnahmen Deutschlands mit Beschlag belegen.
i i* tob. Berlin, 9. März. Dr. Simons ist heute Abenb gegen 7 Uhr mit der gesamten Delegation auf dem Potsdamer Bahnhof eingetroffen. Zu seinem Empfang waren u. a. der Reichskanzler Fehrcn- bach, der Gesandte v. Lucius, secner zahlreiche Müglieder des Auswärtigen Amts und der Reichskanzlei erschienetl. Neben den Berliner Pressevertretern waren fast alle hier tätigen ausländischen Journalisten anwesend. Bahnsteig und Halle, die Treppen und Rampe, der weite Potsdamerplatz, die Nebenstraßen sowie die Fenster der umliegenden Gebäude waren von gewaltigen Menschenmasscn dicht besetzt. Ter Wagenverkehr 'stockte vollkommen. Die Begeisterung war ungeheuer. Ohne Unterbrechung brausten vicltausendstimmige Hochrufe aus Dr. Simous und Deutschland durch die Menge. Nur schrittweise konnte den Herren dpr Weg sreigemacht werde». Bei der Abfahrt der Kraftwagen brach die Menge in spontane Huldigungen aus. '
Empfang In Elberfeld.
Elberfeld, 9. März.- Die „Bergisch-Märkische Zeitung" schreibt: Bei der Rückkehr von London nahm per Sonderzng der deutschen Delegation heute vor- mttiag in Elberfeld, als der ersten Stadt tm unbelebten Deutschland, längeren Aufenthalt. Eine nnsiber- kebbare Menschenmenge hielt den Hauptbahnhos besetzt und begrüßte den Minister des Aeußern unter begeisterte« Absingen des deutschen Liedes. AlS Vertreter der Stadt hieß der Oberbürgermeister ben Minister in der Heimatstadt willkommen, während ein Rcda.'nonsmitglied der „Bergisch-Märkischen Zeitung" namens der bürgerlichen Presse des Wuppertales Dr. Simons beglnckwünsckstc. Der Minister dankte und richtete einige aitfmuitternbc Worte an *Mc versam- Mu-hc Menge, wobei er auSdrückte, die Delegation habe in VDiiuon getan, was nur irgend mögilch gewesen sei, um die Feinde von lveiteren Maßnahmen gegen die -Heimat abzuhalten. Es sei aber unmöglich gewesen, mehr zu versprechen, als Deutschland zkt halten imstande wäre. Das Vaterland würde aver alles über- stehen, wenn nur alle Deutschen treu zusammen- st ande n. Mit überwältigenden Zustimmungsrusen
Bit 6 Wogt.
Durch die Londoner Verhandlungen ist wieder einmal die Frage der Schuld am Kriege in ihrer ganzen Bedeutung erkannt worden, während sie scheinbar aus mehr taktische» Gründe» längere Zeit aus der öffentlichen Erörterung ausgeschieden war. Sie ist in der Tat schon deshalb aktuell, weil die Franzosen das, was man früher ganz einfach und richtig als Kriegsentschädigung bezeichnete, mit dem Wort „Wiedergutmachung" geltend machen, um der Welt immer aufs neue einzureden, daß wir schuld am Kriege seien. Es ist erfreulich, daß sich jetzt in der Presse ein Widerstand gegen den Gebraltch dieses Wortes erhebt. Man sollte immer von Kriegsentschädigung für die zerstörten Gebiete und nicht von Wiedergutmachung reden.
Der Feindbund hat geglaubt, durch ein erpresstes Eingeständnis im FriedeuSvertrag die Frage der Schuld am Kriege „entscheiden" zu können. Diese kurzsichtige Politik ist echt französisch, wo man mit einer Frage fertig ist, wenn man sie einigermaßen glatt formuliert Hal. Anders geht es uns Deutschen. Haben es doch sogar deutsche Politiker, Männer deutschen Blutes, fertiggebracht, zu behaupten, Deutschland sei schuld am Kriege — einmal weil sie wohl das Ungeschick des Diplomaten falsch als bewußte Schuld auffaßten, dann aber, weil sie der Suggestion des Auslandes nach echt deutscher Manier unterlagen. Die Behandlung der Schuldfrage durch die Feinde stand auf derselben Höbe wie die Agitation, mit der Weston und die Entente dem deutschen Volke im Kriege seine führenden Männer verhaßt machten, was sie heute wieder mit Herr» Stinnes versuchen. Man kann nicht sagen, daß es bei der Eigenart des deutschen Volkes ungeschickt ist, so zu verfahren. Der Deutsche fällt auf ein „gerechtes" Schlag- toort oder auf eine Vorspiegelung, daß man so zu annehmbaren Verhältnissen kommen könnte, immer hinein, man braucht nur heute noch die Reden der Unabhängigen im Reichstag zu lesen, um zu sehen, welche Erfolge die Entente mit einer «Sentimentalität erreicht, die sie nicht für sich selbst, sondern eigens zuzn Gebrauch für uns Deutsche sich zurecht legt. In einem aber irrt sie sich Selbst ein Mann wie Kanisky hat sein Urteil widerrufen, als die Einsicht nnd der Zusammenhang ihn dazu zwang. Und so wird man niemals in Deutschland mit dem, Diktat unserer Schuld etwas erreichen, wenn man sie nicht beweisen kann. Höchstens bei Leuten mit pazifistische» Idee» ä la Schücking, Gerlach u. o., die da glauben, sie machte» auf den Feindbund einen Eindruck, oder sie könnten im Ausland pazifistische Ideen propagiere», wen» sie mit einer nationalen Perversität sondergleichen vor dem französischen Götzen, der Schuld Deutschlands, Kotau machen. ,Eine Zeit lang schien cs, als ob unser Volk auch diesem Unsinn seinen Tribut zollen mußte. Unsere Feinde und ihre Methode haben es davor gnädig bewahrt.
Den Bel-eis zu erbringen, daß Deutschland die Welt überfallen hat, sollte der Entente doch sehr sch'oer fallen. Unter dem Donner der Kanonen war ei möglich, der Welt über uns Deutsche, unseren Charakter, unsere Wissen- .schäft usw. solch einen Blödsinn vorznreden, wie wir ihn erlebt haben. Auf die Tauer aber ist das alles unmöglich. Das Einzige, was man uns wird beweisen können, ist, daß unsere führenden Männer im Just 1911 mit einem UngeschÄk'fondergleichen gearbeitet haben. D a s w i s s e n toir aber selbst schon lange. Man lese nur das treffliche Buch des Admirals v. Tirpitz, wohl des einzigen, der die damalige Lage richtig ersaßt hat, und desten Buch in 20 Jahren, wenn einmal der Parteien Haß und Gunst verraucht sein wird, ein goldenes Buch politischer Weisheit aus 1914 werden wird. Tie Erörterung der -Schuldfrage selbst haben wir nicht zu scheuen, im Gegenteil, wir müssen verlangen, daß sie immer und immer wieder erörtert wird, und zwar gründlich. Unseres Erachtens auch vor einem Schiedsgerichtshos. Wenn Lloyd Georg kürzlich erklärt hat. daß wohl alle Länder an dem Ausbruch des Krieges mit schuld trügen, so ist dieser Ausspruch des gerissenen Wallisers nichts als die Erkenntnis, daß die W a h r h e i t selbst durch den Versailler Vertrag nicht tokgeschlagen werden kann, und oaß es Rüg ist, unhaltbare Positionen wenigstens vorher zu lotfern, wenn man sie aus diesem oder jenem Grunde nicht selbst anfgeben will oder kann. Wenn die Franzosen, die eigentlichen Anstifter des Krieges feit 1870 h«, nicht so klug sind, und teils aus bösem Gewissen, teils au-5 Siegerübermut, die Frage nach der Schuld diktatorisch löse» wollen, so brauchen wir ihnen nicht zu folgen. Unsere Feinde haben die Organisation der Wett herbeiführen wollen, zur Klärung der Schuldftage werden wir sie gut gebrauchen können; selbst eine Welt von Feinden kann die Wahrheit der Dokumente nicht zertreten, die fteilich zum Teil noch der Prüfung harren, und die hergnszuaeben man sich in der Entente — nicht beeilt
6WMmen fit alle „Serlrags* MM" IeMIM.
-tob. London, 9. März. (Havas.) Die heutige Sitzung der Konferenz begann am Mittag und war um 1 Uhr 45 Min. beendet. Die verbündeten Delegierten prüften die Durchführungsmöglichkeiten der wirtschaftliche» Zwangsmaßnahme» und nahmen Kenntnis von dem erste» Bericht der Rheinland- kommisfioil, wonach die BesckMgnahmr der Zölle, welche Deutschland vvu Frankreich und Belgien treijnt, bereits begonnen Hal. Danach prüften sie die Bedingungen für die Errichtung einer Zollgrenze am Rhein und bestimmten, welche Erzeugnisse bei ihrer Eiuftchr »der bei ihrer Ausfuhr aus dem besetzten Gebiet nach dem unbesetzte» Deutschland zugelasseu werden können. Zum Schluß setzten sie die Grundlage» für einen einheitlichen Gesetzentwurf fest, der von jeder der beteiligten Regierungen ihre» zuständige» Parlamente» borge» legt werden soll, um so zu erreiche», daß ihre Staats- angehörige» für Rechnung der Reparationskommission einen Teil der Zahlungen leisten, die sie ihren deutsche» Lieferanten schrilden. Tie Einzelheiten der Durchführung werden heute Nachmittag in einer /Sitzung der Sachverständigen geregelt werden. Um 6 Uhr nachmittags wird der Oberste Rat von neuem
lenz zufolge unterliegt die Verladung- der Kohle in Ruhrort seit gestern. vormittag der Kontrolle verbündeter Offiziere, ^das Kohlenzechengebiet wurde von einzelnen französischen Infanterie- und Ma,chinen- gewehrabtcilungen bescht.
Kein Kohlenmnngel in Frankreich nnd Belgiern
wb. Berlin, 9. März.' Nach hier vorliegenden zuverlässigen Nachrichten bestätiak-es sich taMMck.
WiiiO M Samborn.
wb. Hamborn, 9. März. Die Meldungen «der die Besetzung Hamborns «nd des Kohleu- hascus der August Thyssen-Hütte Swclgern find zutreffend. Es stnd 200 Mann belgische Rad- fahrkompklgnie und eine Eskadron belgische Kavallerie cingeriitft. Zwischenfälle sind nicht vorgejom- meu. Der Belagerungszustand wurde erklärt. Die Lchutzpslizei wurde bisher nicht entwaffnet. Man erwartet für morgen den Einmarsch größerer Trupxenmasien. Es geht das Gerücht, daß man die Absicht habe, auch Oberhausen zu besetzen. In Duis- bu 3 sind 7 Kompagnien Franzosen und 5 Kompagnien Belgier sowie eine Fliegerstaffel.
tob. B r ii ssel, 9. März. „Nationale Beige" meldet, daß der Generalstabsches der belgischen Armee, '?®cnero$ Maglinse, nach dem Rheinland abreisen wirb, um sic belgischen Besatzungstruppen zu besichtigen.
- brachte die Bevölkerung der Hetmatstadt des Ministers j ihr Treugetöbnis zum Vaterlande dar. Dr. Simons nahm »och die Grüße verschiedener Körperschastsver- F . miet .entgegen; er wurde von allen Seiten reich mit
.Biii-.ne» beschenkt. Darauf verließ Wahrend Tausende mit entblößten Pieo nachiangen: „Ich hab' mich nnd mit Hand."
Amtliches VeMndigimgsdlatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffen
Tie englischen Truppen am Rhein
werten der „Voss. Ztg." zufolge zurzeit auf 6000 Mann geschätzt. Eigentlich soll ihre Zahl 12 000 Mann betragen, aber 4000 Mann davon befinden sich äugen« blicktich in Oberschlesien. Da die rnilitärUcheu Maßnahmen anläßlich der Besetzung der drei Rheinstädte ttne größere Anzahl von Soldaten erfordern, besteht der Plan, durch Entsendung von wetteren toter Bataillonen die ursprüngliche Zahl von 12 000 Mann 'wieder zu erreichen.
4 Die falschen Blockadegerüchtr.
' wb. Berlin, 9. März. Die Marineleitung gibt bciauiu: TW Gerüchte von dem Eintreffen englischer Kreuzer vor Cuxhaven zwecks Erösfinmg 6er Blockade ec gen Deutschland sind unzutreffend. Sie sind .anscheinend auf die zufällige Anwesenheit des eng- ,fischen Kreuzers „Carbelia" zurückzuführen, der sich augenblicklich auf dem Wege durch den Kieler Kanal Nack Kopenhagen befindet und ordnungsgemäß bet den deutschen Behörden angemeldet ist.
Für Bcrschärsuug der Zwangsmaßnahmen.
Tie englische Presse zeigt sich von dem Ausgang der Dinge in London nicht durchaus befriedigt. Die »Daily News" -greift die Entscheidung mit außerordentlicher Hestigkei; an; sie befürchtet von Ihr ven «risammenbruch der ganzen Wirtschaft Europas. „Daily Expreß", das Sprachrohr der Puionisten, befürchtet davon eine Ausdehnung *er franzöfifchen Militärpolitlk in Deutschland. Nur die „Times" feiert die Hal- wig des Ministerpräsidenten auf der Konferenz in überschwenglicher Weise. „Daily Ehronicle", das Platt Lloyd Georges, begründet den Beschluß der Kerbünbcten damit, daß die demokratische
D-r Anzeigenpreis beträgt für die 9 gesp. (Eoloneheile oder beten 7S Pfg. u.
Donnerstag, dm 10. Mörz | berechnen. ^Sogen. Reklamen berechnen'wirkte 3eÜe mit 3.00 Mtz Zeder ailt al» Barradatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Bermittlung der
Angebote 75 Psg. Sondergeoiihr.