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Allerlei

15,5 Doppelzentner verringerte.

Spätkartoffeln

Wirkungen eines Frostes abzuschwächen

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fiigung zu stellen, gasungsapparaten Apparate sollen in bezirks verteilt, in

kostenfällig abgewiesen, worden, daß der erschos- auch zur Schonzeit, auf nach Wild suchend und

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bobene Schadenklage wurde Durch Zeugen war bewiesen scne Dachshund wiederholt, fremden Jagdgebieten sich,

um ibn gekümmert § 228 Büraerlichen Diese Entscheidung auch für die Hunde-

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dem Klima, von der größeren oder geringeren Keim- ähtgkeit deS Samens, sowie von der Zeit der Saat ab. 1. Du- mußt den Samen um so dicker säen, je mehr der Boden schwer und schollig ist, denn auf einem scholligen und schweren Boden kommen manche Sa­menkörner gar nicht, andere wieder viel später zum Keimen. 2. Je leichter, lockerer und unkrautfreier ein Boden ist, desto mehr kannst du am Saatgut ersparen. 3. Ist der Boden gut gedüngt, so kannst du auf dem­selben eine starke Bestockung erwarten und darfst mit­hin den Samen etwas dünner ausstreuen. 4. Ist der Boden aber arm, so muß der Samen dicker ausgestreut werden, damit die Pflanzen sich dichter stellen, denn auf eine gute Bestockung darfst du in dem armen Bo­den nicht rechnen. 5. Je rauher das Klima ist, desto iärker mutzt du die Aussaat vornehmen, weil in die- em Falle zu erwarten steht, daß manche Samen nicht zum Keimen gelangen. Auch bestocken sich die Samen in dem rauhen Klima nicht so stark als in einem Klima, welches mild und der Vegetation günstiger ist. 6. Wenn dt« Saatfrucht all ist, so mutzt du stärker säe».

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mit dem er gegangen, sich nicht habe. 'Die Voraussebungen des Gesetzbuckes seien daher gegeben, ist nicht nur für Jäger, sondern

Hegen »der brandiges Absterben von schwere Allgemeinerkrankung etntreten, ständen tödlich endigt.

Behandlung. Die Tiere sind häufig aafzulockernde Streu zu legen

Rückgang der Ernteertrügnisie in Heffen.

Wie die hessische Zentralstelle für Landesstatistik mitteilt, sind auch in Heffen die Ernteerträge infolge der Einwirkungen des Krieges und hauptsächlich wegen des Mangels an künstlichen Düngemitteln an­dauernd zurückgegangen. Rach diesen statistischen Be« rcchmmgen lieferte Wtnterweizen im Durchschnitt der Fahre 1910 bis 1914 pro Hektar 23 Doppelzentner, im Jahr« 1919 nur noch 19,2 Doppelzentner. Die ent­sprechenden Vergleichszahlen sind bet Sommerweizen 22,8 und 18,1, bet Spelz 17,7 und 12,6, bet Winterkorn 21,1 und 16,8 Doppelzentner. Noch bedeutender ist der Rückgang bet Sommergerste, die im Durchschnitt der Jahre 1910 bis 1914 pro Hektar 24 Doppelzentner erbrachte, gegenüber nur 16,1 im Jahre 1919, und erner bet Hafer, dessen Hektarertrag sich von 21,7 aus

sagend, teils auch ohne Aufsicht, trotz Verwarnung de? Eigentümers umhergetriebe» hat. HaS Gericht hat festgeftelll, daß wildernde Hunde für iedes Jagdrevier auch außerhalb der Schonzeit eine Gefahr bedeuten, weil sie durch ihr Hetzen das Wild vergrämen und so allmählich aus dem Revier vertreiben. Gleichgültig sei es, ob der Dackel Wild fangen konnte und gefangen und abgewsirgt oder solches im Augenblick der Tötung verfolgt habe. Der Jäger sei berechtigt gewesen, den Hund, wenn er ihn wildernd traf, niederzuschießen. ES sei dies auch für ibn die einzig wirksame Art. seine Jagd gegen Schädigungen durch den Hund zu schützen. Der Schaden, der durch die Tötung deS Hundes ent­stand. siebe auch nicht außer Verhältnis zu dem durch die Beeinträchtigung der Jagd zugefügten Schaden. Die Jagden seien heutzutage recht teuer, und das Wild siebe hoch im Preise. .Der Hund sei auch im aeaebenen Falle unbeaufsichtigt gewesen, da der Knecht,

Anschaffung eiltet Böcke und zu den ersten Einrich­tungskosten des Vereins insgesamt 7075 M bewilligt. Außerdem erhielten 2 Inhaber von Schafstammzucht­zuchtherden Beihilfen. Es wurden ferner einem Schafmeister für die zweijährige Ausbildung eines Schäferlehrltngs in Anerkennung der diesem zuteil ge­wordenen guten theoretischen und praktischen Ausbil­dung, eine Beihilfe von 300 M bewilligt. Einem An­träge des Kreisschafzuchtverbandes Wolshage» auf Ge­währung einer Beihilfe zur Anschaffung eines Be­gasungsapparates zur Bekämpfung der Schafräude wurde durch die Bewilligung einer Beihilfe von 5000 M entsprochen, nachdem sich der Verband bereit erklärt hatte, den Apparat auch anderen Kreisen zur Ver-

ernähren. Die Kreuzgegend ist täglich dreimal mit einer aus gleichen Teilen Seifen- und Kampferspiri­tus hergestellten Flüssigkeit, von der ein Teil mit drei Teilen Waffer verschüttelt wurde, zu besprengen und dann kräftig und anhaltend abzureiben. Auch die Beine sind täglich wiederholt mit Strohwischen abzu- keiben, um den Blutkreislauf und die Hautnerven an-

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Es wurden zum Ankauf von Be­wettere Mittel bewilligt. Diese verschiedenen Teilen des Kammer­der Weise aufgestellt werden, datz

Wie wird gesät?

Ob dick oder dünn gesät iverden mutz, hängt der Beschaffenheit des zu besamenden Bodens,

landwirtschaftlichen Kressvereins und Bauernvereins- Versammlungen vielfach umstrittenen Frage der Ha- ferbewirtsckastuug befaßt und besonders zu der plötz­lich im Dezember 1920 ausgeschriebenen Haferumlage Stellung 'genommen. In Anlehnung an den in der Januar-Sitzung des Landes-Oekonomie-Kollegiums in Berlin gefaßten Beschluß über die Haferbewirtschaf- tung wurde beschlossen, nachstehende Entschließung an den Herrn Reichsminister für Ernährung und Land Wirtschaft in Berlin zu senden:

Das Preutz. Landesch»treideamt hat durch einen Erlaß vom 9. 12. 20, gestützt auf eine spätere Reichs- Verordnung vom 11. 12. 20, im Gegensatz zu den an­fänglichen Bestimmungen über die Haferbewirtschaf­tung eine Mindesiablieserungspflicht in Hafer festge­setzt. Für den Rcg.-Bez. Caffel war dabei eine Um­lage' von 133 000 dz Hafer vorgesehen. Zwecks Ver­teilung derselben aus die einzelnen Kreise hatte der Herr Reg.-Präsident die Landwirtschastskammer vor­her gutachtlich gehört. Die Landwirtschaftskammer hat sich aber außerstande erklärt, Vorschläge über eine verschiedenartig gestufte Verteilung auf die einzelnen Kreise machen zu können, da die vorhandenen Unter­lagen nicht genügten und sogar offensichtlich Unrichtig­keiten enthielten. Außerdem hatte die Landwirtschafts­kammer sofort ihre Bedenken dem Herrn Reg.-Präsi- denten gegenüber gögcn eine Haferumlage, die zu so später Zeit im Wirtschaftsjahre erfolgen sollte, ge­äußert. Die Hafcrumlage trifft die Landwirtschaft außerordentlich hart. Im Vertrauen auf die freie Ver­fügung über den Hafer im eigenen Betriebe haben die Landwirte ihre gesamte Einteilung der Futtervorräte bereits vorgenommen gehabt und sind infolgedeffen durch die unerwartete Ablieferungspflicht in eine schwierige Lage geraten. Dieses trifft für weite Teile des Reg.-Bez. Caffel mit besonderer Schärfe um des­willen zu, weil in ihnen infolge der anhaltenden Trockenheit nur eine sehr geringe Haferernte, zum Teil sogar geradezu eine Mißernte, gemacht worden ist. In viele» Wirtschafte» ist beute kaum noch soviel Hafer vorhanden, datz er zur Vcrforgung der Pferde, und des Zuchtviehes ausreicht. Unter den vorliegenden Ver­hältnissen ist es heute überhaupt nicht mehr möglich, eine gerechte Verteilung der Umlage vorzunehmen. Bemerkt sei außerdem, datz sich die fortwährende Um­änderung der Bestimmungen, die gerade die Haferbe- wirlschaftung in starkem Maße betroffen hat, feftr un­heilvoll geltend machen wird. Die Landwirifchafts- kammer bittet daher das Reichsministerium, in der Weise eine Aenderung der Hafernmlage vorzunehmen, das; dieselbe ganz wesentlich herabgesetzt wird und zwar soweit, daß lediglich die Nährmittelfabriken mit Umlagehafer versorgt werden. Außerdem bittet die Landwirtschaftskammer, datz dem Erzeuger, zur Auf­rechterhaltung einer geordneten Wirtschaftsweise, für den abgelieferten Hafer zu höchstens den gleichen Prei­sen ausländische Futtermittel in einwandfreier Be­schaffenheit geliefert werden. Die städtifchen Pferde- halter mit Hafer zu versehen den der Landwirt für feine eigenen Pferde unbedingt braucht, und die Land­wirte aus den Ankauf von Mais usw. zu verweisen, muß vorweg als ungerechtfertiot und undurchführbar bezeichnet werden und erregt wie nicht ander? zu er­warten, ungeheuere Verbitterung bei den Landwirten, die leider geeignet ist, auch noch den Rest von öffent­licher Bewirtschaftung. der beibehalten werden soll, in Mitleidenschaft zu ziehen.

Sonnenaufgang mit kaltem Waffer. Neben zu­reichender Lüftung find natürlich auch die Mistbeete vor den Einwirkungen der Kälte zu schützen.

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hatten 1910 bis 1914 durchschnittlich 140,1 Doppel- Zentner pro Hektar geliefert, 1915 pro Hektar 148,6 Doppelzentner, 1917 sogar 150,5 Doppelzentner, um in den folgenden Jahren einen starken Rückgang auf 109,4 bezw. 102,8 Doppelzentner zu erleiden.

Kiesernstubbenholz, ein Ersatz für Steinkohlen.

Der große Mangel an Steinkohlen zwingt allgemein zur größten Sparsamkeit im Verbrauch dieses Ma­terials und weitgehender Benutzung von Ersatzbrenn­stoffen. Von diesen hat sich, auch in der landwirtschaft­lichen Praxis, das Kiefernstubbenholz am besten be» währt, weil sich dasselbe infolge seiner verhältnis­mäßig hohen Wärmeentwicklung nicht nur für den eigentlichen Hausbrand, sondern auch für Drusch- und Dampfpslugzwecke gut eignet. Da der Heizwert der Stubben laut chemischer Untersuchung dem einer mit­telmäßigen Steinkohle gleichkommt, der Preis dafür aber wesentlich billiger ist, kann allen Verbrauchern eine Streckung des Brennstoffkontingents durch den Bezug von Kiefernstubbenholz nur empfohlen werden. Die Reichsgetreidestelle, Abteilung .Betriebsmittel" ist gern bereit, auf Wunsch nähere Angaben zu machen und günstige Bezugsquellen nachzuweisen.

je 31 Kreise einen Apparat gemeinsam benutzen. Für jeden Apparat wurden 5000 Ji ausgeworfen, wenn die dazugehörigen je 4 Kreise auch ihrerseits aus eigenen Mitteln Beihilfen bis zu 2000 M für jeden Kreis geben. ES wurde eine Mitteilung der Süddeutschen Wollverwertungsgenoffenschaft in Sindelfingen über die Verwertung der auf den Wollversteigerungen in Eßlingen und Bamberg aus dem hiesigen Bezirk ge­lieferten Wolle» zur Kenntnis genommen. Danach sind rückengewaschene Wollen mit 3400 bis 3700 M pro Zentner und Schweißwollen mit 1750 bis 1900 M pro Zentner verwertet worden. Nach den bei den Versteigerungen gemachten Erfahrungen mutz darau hingewiesen werden, datz die Verwertung der rücken- gewaschenen Wollen auf den Anktionen eine bessere ist, als die der Schweitzwollen. Es muß daher den Schas- besttzern empfohlen toerbeiL* möglichst gewaschene Wollen zu verkaufen. Für dis Anlieferung der Wollen ist nur die Mitteilung des Schafhalters auf einer Post­karte a» die »Süddeutsche Wollverwertungsgenossen- schast in Sindelfingen in Württemberg", erforderlich. Der Betreffende erhält dann wie bisher Frachtbriefe und Wollfäcke zugesandt und hat nur die Wolle an die auf dem Frachtbrief bezeichnete Stelle einzusenden.

Für Hundebesitzer.

Wir entnehmen der Jägerzeitung folgende Rottz: Ein für weitere Kreise interessantes Urteil wurde die­ser Tage vom Landgericht in Gießen erlassen. Ein Jagdpächter hat einen revierenden Hund aus seinem Jagdgebiet erschossen. Die von dem Eigentümer er«

besitzet: von weittragender Bedeutintg.

Die junge» Gänse.

Gegen Durchfall der Junge» Gänse soll sich folgen­des Mittel sebr aut bewährt haben: Man siedet Wein mit einigen Eicheln zusammen und schüttet davon warm den Tieren täglich zwei- bis dreimal einen Eß­löffel voll ein. Wo Eicheln fehlen, kann man an deren Stelle eine kleine Quantität zerschnittener Eichenholz- zweige mit dem Weine sieden lassen.

Buten, dann allmählich länger. Treten durch das Lie­sen Hautverletzungen ein, so sind sie täglich mit lau­warmem Wasser zu reinigen, mit zweiprozentiger Ly- follöfuna (2 Teile Lysol, 100 Teile Waffer) abzutupfen und mit fein gepulverter Borsäure (solange Borsäure Nicht beffhefffbar, kann Zinksalbe Anwendung finden) zu bestreue«. Wie schon erwähnt, kann das Festtiegen wochenlang bestehen, doch ist namentlich bei sorgfäl­tiger Behandlung Heilung zu erwarte». Die nninittel- dar nach einer Schwergeburt in der Regel vorhandene Erschöpfung, die tagelang anhalten kann, darf mit dem Festliegen nicht verwechselt werden.

Fehl- und Frühgeburt (Verlamme»).

Als Fehl- und Frühgeburt wird, eine Ausstoßung der Leibesfrüchte vor Abschluß der volle» Entwicklung bezeichnet. Während bei den in de» ersten Monaten der Trächtigkeit erfolgenden Fehlgeburten die Früchte nicht lebensfähig sind, können sie bet den in späteren Trächifgkettsperioden vor sich gehenden Frühgeburten lebensfähig fein. Doch bleiben die Lämmer meist Kümmerer, so daß sich die zu ihrer Aufzucht aufzu- wendende Mühe nicht lohnt. Eine praktische Bedeu­tung kommt der Unterscheidung zwischen Fehl- und Frühgeburt nicht zu, so daß nachstehend unter der Be­zeichnung Frühgeburt Fehl- und Frühgeburten zusam- mengesaßt sind. Frühgeburten treten vereinzelt oder gehäuft (seuchenartig) auf. Veranlassung zum Ein­tritt einer Frühgeburt können iverden: mechanische Ein­wirkungen (Stöße, Schläge, Niederftürzen, Sprünge usw.), innere und äußere Erkältungen (bereiste Wei­den und gefrorens Futter, Zugluft, kalte Ställe), fie­berhafte Allgemeinerkrankungen, Anstrengungen (na­mentlich auch Transporte), Wechsel in Futter und Hal­tung, minderwertige und verdorbene (namentlich mit Pilzen befallene) Futtermittel. Dauernder Slallauf- entbalt, Verweichlichung und Körperschwäche steigern die Gefahr des Eintretens der Frühgeburten. Es ist zu beachten, datz Verlammen infolge von Traitsporien oder Versand in der ersten Zeit nach dem Decken und kürzere Zeit vor dem Lammen häufiger eintritt, als in anderen Perioden der Trächtigkeit. Im 3. und 4. Trächtigkeitsmonat hat ein vorsichtig ausgeführter Transport oder Versand in der Regel keine nachteili­gen Folgen. Bei dem seuchenartig auftretenden Ver­lammen dringt ein Ansteckungsstoff durch die Scheide kin und veranlaßt das Absterben der Frucht. Der An- steckungsstofs hastet dem Scheidenausflutz an, der bei den Ziegen, welche infolge Ansteckung verlammt haben, vorhanden ist. Die in dem Scheidenausflutz enthalte­nen Krankheitskeime sind sehr widerstandsfähig, so datz sie nach Entleerung aus der Scheide monatelang in der Streu und im Stall lebensfähig bleiben und An­steckungen hervorzurufen vermögen. Die Bekämpfung des gchänst auftretenden Verlammens besteht in der Vernichtung des Ansteckungsstoffes und im Schutz der trächtigen Tiere vor der Ansteckung. Liegt Verdacht des sruchenhasten Verlammens vor, so ist der Stall und besonders der Stand des erkrankten Tieres gründ­lich zu reinigen und zu desinfizieren. Das letztere ge­schieht, nachdem alle in den Vertiefungen des Pfla- fkkrs vorhandenen Streuteile usw. sauber ansgekratzt und die Wände und die Decke mit einem scharfen Be­sen abgefegt wurden, durch Ueberschlämmen des Fuß­bodens und durch Tünchen der Wände und der Decke mit Kalkmilch (aus 1 Teil irisch gelöschtem Kalk und 8 Teilen Waffer hergestellt), der auf 20 Liter %1 Kilo rohe Karbolsäure zugesetzt wurden. Vor der Des­infektion ist der Stall längere Zett zu lüften. Die oft sehr schlechten Lusterneuerungsmöglichkeiten in Siegen» stallnnaen erschweren die Bekämpfung des ansteckenden verlammens (und anderer ansteckenden Erkrankungen) «ußeroedenllich. Befondere Aufmerksamkeit ist auch der Reinigung und Desinfektion der Jaucherinnen zu- zuweiidcn. Tiere, die verlammt haben, sind bis zur völlige» Heilung (Aufhören des Scheidenausflusses, befriedigender Ernährungszustand) getrennt von etwa noch vorhandenen trächttgen aufzustellen, und wenn durstfübrbar, auch durch eine Person, die mit den trächtigen Tieren nicht in Berührung kommt, zu war­ten. Einem Bock drüfen sie vor erfolgter Heilung nicht zugesiihrt werden. Auch ist eine Entwicklung lebens­fähiger Früchte ausgeschlossen, und durch Uebertragung des Ansteckungsstoffes auf den Bock kann eine weite Verbreitung der Erkrankung herbeigeführt werde». Ist tot einem Stall das Verlammen seuchenartig aufgetre- ten, so sind aus demselben bis nach Beendigung der Gtalldesinfektion alle trächtigen Tiere zu entfernen. Bei den Tieren, welche verlammt haben, sind täglich einmal Ausspülungen der Scheide vorzunehmen, und zwar mit einer Flüssigkeit, die aus 1 Teil Lysol, 3 Tei­len Soda und 200 Teilen Waffer besteht. Die Flüssig­keit ist lauwarm (35 Grad Celsius) zur Anwendung zu bringen; zu einet einmaligen Ausspülung sind 4050 Dramm erforderlich. Die Ausspülungen sind auch bei jben trächttgen Tieren, welche in einem verseuchten Stall gestanden haben, jedoch wöchentlich nur zwei- oder dreimal vorzunehmen. Bei Ziegen, deren Scheide völlig gesund erscheint, findet zu den Ausspülungen eine Lösimg Verwendung, die aus 1 Teil Lysol, 3 Tei­len Alaun und 2C0 Teilen Waffer besteht. Die Um­gebung des Afters, der Scham und des Euters sind bei Tiere», welche verworseit haben, und auch bei solche», die vor Anstecknng geschützt werden sollen, täg­lich abzuwaschen und dann mit einer Lösung, die ans 1 Teil Lysol tnd 200 Teilen Waffer besteht, zu des- ! -filieren.

(Ans ie» Zeitschrift .Der Ziegenzüchter' entnom- me» Mr Broschüre .Zeugung, Trächtigkeit, Geburt, il ebNrtshiffr, Krankheiten, *>*( vor oder infolge der :

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...... Viehzucht.

Von der Landwirtschaftskammer zu Caffel wird uns geschrieben:

In der Sitzung des Ausschuffes für Schafzucht, am 26. Februar 192L Wurden an Schafzuchtverein« zur

ßuregen. Weiter sind die Tiere täglich auszuheben eine Zeitlang stehend zu haltend, zunächst wenige Mi>

Obst- und Gartenbau, H Ä

Das Graben int März.

Garten und Feld warten auf Niederschläge, und dann kann es losgehen. Infolge der vorjährigen Trockenheit und des fehlenden Schnees ist besonders n den Höhenlagen die Bearbeitung der Aecker und Härten nicht so leicht. Bis jetzt kann aber doch jeder chöne Tag ausgenützt werden, um die Vorarbeiten in Feld und Gerten zu fördern. Mitte März sollten amtliche Mistbeete und Freilandbeete zur Aussaat rüher Gemüse hergerichtet sein. Können doch nun n die Mistbeete Wirsing, Blumenkohl, Tomaten, Spinat, Weitz- und Rotkohl, Kopfsalat, Kohlrabi, Sellerie, Artischocken, Rhabarber, Lauch, Eierfrucht, Schnittpetersilie, ins freie Land Spinat, Radieschen, Möhren (Karotten), Puffvohnen, Schwarzwurzel, Sauerampfer, Weißrüben, Haferwurzel, Kerbel, Anis, Kümmel, Fenchel, Schnittpetersilie usw. bei günstiger Witterung zur Aussaat gelangen. Viel Zeit und Mühe beansprucht die Frühbeetgärtnerei. Die Beete find vor Nachtfrösten zu schützen; nach ehr kalten Nächten übergietze man sie um die

Die Haferumlage.

Der Vorstand der Landwirtschaftskammer hat auf seiner vorletzte» Sitzung u. a. mit der in

Warum die Lebensmittel fehlen.

Ueber die Entwicklung der deutschen Milch- und Fleischproduktton sprach Profeffor Dr. Klceberger- Gießen im Frankfurter Landwirtschaftliche» Verein und führte dabei folgendes ans: Als im Jahre 1914 der Krieg ausbrach und England die Blockade ver­hängte. wußte es, was es damit wollte, und batte ziel­sicher kalkuliert. Hier liegt aber auch das folge«- schwerste Versäumnis der früheren Regierung, die den Dingen ihre» Lauf ließ und die Ernäyrnng bet Be­völkerung im Kriegsfälle gar nicht oder ganz unzu­reichend in Betracht gezogen hatte. Die englische Rech­nung stimmte sicher, und nur einem glückliche» Zufall ist es zuzuschreiben, wen» nicht schon im Jahre 1916 die Katastrophe eintrat. Was von de» Städten mit Aufwendung ganz enormer Mittel zur Milchprodnk- tio» geschah, ist und mutzte an sich bescheiden bleiben. Auch Frankfurts Vorgehen kau» an sich nicht als falsch bezeichnet werden. Der Fehlschlag mußte notwendiger­weise deshalb eintreten, weil die ganze Milchproduk- tton schließlich eine Frage der geeigneten Futtermittel ist und bleibt. Das Ziel mutz sein, die Abmelkwirt­schaft mit der Aufzucht a» Vieh in eine gewisse gleich­mäßige Stabilität zu bringen. Voraussetzung hierzu ist der verstärkte, planmäßige Anbau leicktaufschlietz- barer Futterstoffe. Der Anbau an Zuckerrüben konnte eingeschränkt werden. Die frühere Preispolitik der Ausfuhrprämie mit dem Ergebnis, daß der deutsche Zucker im Ausland billiger war als tm Inland, muß ausgegeben werden. Bismarck wußte, was er mit der sogenannten .Liebesgabe" an die norddeutschen land­wirtschaftlichen Brennereien erreichen wollte: eine stän­dige Ausnutzung des leichten nordischen Bodens durch Anpflanzung von Kartoffel» zur Spriffabrikation, deren Rückstände wiederum die nutzbarste Verwendung finden. Heute sind die Betriebe verwaist. Der ver­stärkte Körneranbau hat uns i*bt davor bewahrt, datz uns in diesem Jahre zwei Millionen Tonnen Getreide fehlen. Der mangelnde Ertrag ist einzig und allein auf das Fehlen der Düngemittel zurückzufübren. Auch die Rückstände in den Brauereien müssen Serücksichtigt werde». Die heutige Knappheit an Milch und Fleisch wird noch auf Jahre bestehen. Das Zerschlagen der großen Güter ist ebenso verfehlt wie die vorgesckla- aene Sozialisierung. Fest steht, datz bei Gütern zwi­schen 50 und 100 Hektaren Land die stärkste Milchpro- dnktion erzielt wird. Die dänische Landwirtschaft mit einem stark ausgebanten Kleinbahnnetz, kann das Sammeln der Milchmengen viel leichter durchführen als Deutschland, wo oft Wegstrecken bis zu 15 Kilo­meter bis zur nächsten Bahnstatto» zu macken sind. Als Ersatz für Butter müssen wir noch lange mit der Margarine vorlieb nehmen. Durch verbessertes Ver­fahren stellt sie heute ein sehr beachtenswertes Produkt dar. Planmäßige Selbsterzeugung der dringend not- wendiasten Futterstoffe und ausreichende Düngemittel bedarf die deutsche Landwirtschaft z» ihrem Wieder- aufban.

Landwirtschaftliche. Zeitung

Beilage zurOberheffischeu Zeitung".

Ziegenzucht.

KranWeiten, die vor oder infolge einer Geburt eintreten.

Festllegen vor und nach der Geburt.

ES kommt nicht selten vor, datz Ziegen einige Wo­chen vor einer Geburt oder längere Zeit nach einer sol­chen LühmnngSerfchetnunge» im Hinterteil zeigen, so datz sie sich nicht zu erheben vermöge» und wieder zn- sammenbrechen, wenn sie aufgehoben wurden. Andere KrankheiiSerfcheinungen (Störungen des Allgemeinbe­findens) sind in der Regel nicht vorhanden. Die Ent- ftehung dieses Zustandes wird durch schlechte Ernäh­rung begünstigt, und er kommt deshalb in der Jetzt­zeit häufiger als sonst vor. Er wird jedoch nickt durch allgemeine Schwäche veranlaßt, sondern durch Störun­gen tm Nervensystem. Bei dem Festliegen nach einer Geburt sind diese jedenfalls auf Nervenquetschungen zurückzuführen. Bisweilen besteht der Zustand wo­chenlang, und es kann dann namentlich durch Dnrch-

: weil in der alten Saatfrucht mehr keimunsähige Sa., men sind als in einer solchen, welche jünger ist t Bei Winterfrucht, welche du früh säest, kannst du i« das Saatgut etwas knapper eingreifen, als wenn die Aussaat später vorgenommen wird. 8. Auf einem Bo­den mit dünner Ackerkrume mußt du stärker säen, ati wenn die Krume dick und tief gepflügt ist, weil sich t» der dünnen Ackerkrume der Same nicht so stark besto« als in einer Krume, welche dick und tief gepflügt ist.

Der Anbau der Zwiebel«.

Zur erfolgreiche» Kultur der Zwiebeln muß bet Acker bereits int Herbst gepflügt werden. Aus feinen Fall soll die Zwiebel in frische Düngung gebracht wer. den. Vor der Aussaat mutz der Boden durch Bearbeb tung mit der Egge und der Walze zur Ausnahme des Samens bei trockenem Wetter gut vorbereitet werdet Beim FeldZwiebelbau geschieht die Aussaat im Mär, oder April mit der Drillmaschine bei 3040 Zenti­meter Reihenbreite. Wenn die jungen Pflanzen einige Zentimeter hoch sind, werden sie behackt und später sy verdünnt, daß sie in der Reibe einen Abstand von 56 Zentimeter erhalten. Auf leere Stellen pflanzt man bei feuchtem Wetter die Setzlinge, die sich beim Ver­ziehen ergeben. Nack dem zweiten Behacken, das bald darauf unbedingt erforderlich ist, gibt mau ein« schwache Gabe von Salpeter und schweselsaurem Kali­salz. Diese Kopfdüngung ist aber nur im erste» Sta­dium der Entwicklung z» reichen. Eine Bewässerung ist nicht erforderlich, ebenso auch kein Knicke» oder Hm- treten der Stengel. Man laffe ohne jede weitere Ope­ration die Zwiebeln völlig reifen, was dann der Faff ist, wenn das Kraut abgestorben ist. Die Zwiebel» werden dann mit der Hand oder mit einer Hacke aus der Erde genommen und auf Sckwaden gelegt, wo sie 1014 Tage liegen bleiben, um gehörig abzutrocknen.

Die Puffbohnen.

Puffbohnenbringen um so mehr Früchte, je freier sie stehen. Man lege daher die Kerne nur einzeln und setze höchstens drei Reihen auf ein Beet. Wenn man die Bohnen in Kasten vortreibt, so tragen sie von der Erde auf, bringen mehr Früchte und werden weniger von Insekten, besonders von Blattläusen, angesallen.

Das Unterbringen des Düngers.

Damit nicht wertvolle Bestandteile des Düngers bei der Verwefuttg desselben «uhlos in gasförmiger Gestalt, d. h. alS Ammoniak tn die Lust übergehen, mutz der Dünger beim Einpflügen möglichst vollstän­dig mit Erde bedeckt werden. Dadurch werden alle Zersetzimgsprodukte vorn Bode» gebunden und festge­balten. Aber noch aus einem anderen Grunde soll eine vollkommene Bedeckung angestrebt werden, damit nämlich die Zersetzung des Düngers möglichst schnell und günstig eingeleitet werde. Denn durch dieselbe iverden ja dock die Bestandteile des Düngers in die für die Pflanzen aufnetzurbare Form Überführt. Was nun die Tiefe der Unterbringung betrifft, so empfiehlt es sich bei allen wenig fruchtbaren Bodenarten, den Dünger nicht in eine z» tiefe Bodenschicht zu bringen. Zur normale» Zersetzung ist nämlich der Zutritt des Sauerstoffes der atmosphärischen Luft unbedingt not­wendig. Bei ganz schweren Böden (Ton usw.), ebenso wie bet reinem trockenem Sand, vermag aber die äußere Lust mir schwer in tiefere Bodenschichten zu gelangen, daher gerade bei diese» Bodenarten eine flackere Unterbringung bett Vorzug verdient. Je schwächer die Düngung, desto flacker soll sie einge­pflügt iverden; andererseits kann die Erdbedeckung eine um so stärkere sein, je mehr Dünger bereits auf der Düngerstätte t» Verwesung übergegangen war. Nachdem der Dünger eingeackert ist, darf eine zweite, darauf folgende Furche .erst dann gegeben werden, wenn der Dünger sich in genügendem Maße zersetzt hat. Das mutz Wohl im Auge behalten werden.

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