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des Landratsamtes Marburg.
In der Gemeinde Ehringshausen, Kreis Wetzlar, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestgestellt worden.
Marburg, den 25. Februar 1921. (260
Der Landrat. I. V.: Loock.
Der Abtransport der russischen Krtegsge- sangenen in ihre Heimat steht vor dem Abschluß.
Ehemalige russische Heeresangehörige, die sich zur Zeit noch in Deutschland aushalten, haben sich bis spätestens 15. März 1921, möglichst aber schon früher, in ihrem Stammlager vder dem nächstgelegcnen Kriegsgefangenenlager einzufinden, damit sie den letzten Transporten nach Rußland angeschlosien werden können.
Nichtetntreffen in den Lägern bis zum 15. März 1921 gilt als Verzicht auf die kostenfreie Heimbeförderung.
Bei dem großen Ueberfluß an deutschen Arbeitskräften müssen in Deutschland verbleibende ehemalige russische Heeresangehörige damit rechnen, daß sie ihre Arbeitsstelle verlieren, und baß ihnen aus den deutschen Maßnahmen zum Schutze der einheimischen Bevölkerung gegen Wobnungsnot, Arbeitslosigkeit und Mangel an Nahrungsmitteln, Schwierigkeiten bei ihrem weiteren Verbleiben in Deutschland erwachsen. Alle Arbeitgeber, die Russen usw. beherbergen oder beschäftigen, werden ausgesordert, ihnen diesen Aufruf bekanmzugeben und sie auf die Folgen binzilweise», die sich aus einer Nichtbeachtung ergeben.
Mittellose ehemalige russische Heeresangehörige können sich bei der nächsten Polizeibehörde melden, die für ihre Beförderung in das nächste Gefangenenlager sorgen wird. Sämtliche durch diese Beförderung entstehenden Kosten werden den Polizeibehörden von de» Lagerdirektoren erstattet.
Dieser Aufruf gilt auch für solche Kriegs- gesangene, die von ihren Stainmlagern vereits durch besondere Nachricht ausgesordert worden sind, sich zur Heimheförderung in den Lägern einzufinden.
Diejenigen ehemaligen russischen Heercsan- gehörigen, denen nicht bekannt ist, welchen Stammlagern sie angebören, haben sich, sofern sie nicht ordnungsgemäß durch die zuständigen deutschen Behörden aus der Kriegsgefangenschaft entlassen oder in Deutschland eingebürgert sind, zu melden:
Für Preußen: in den Lagern: Cassel-Nieder- zwevrcn, Celle-Scheuen, Quedlinburg, Cuben, Nenbammer, Altdamm.
Nicht in der Kontrolle der Läger stehende ehemalige russische Heeresangehörige, die sich früher unerlaubt aus den Lägern oder ihren Arbeitsstellen entfernt haben, haben bei ihrem Eintreffen in den Lägern keinerlei Nachteile zu gewärtigen.
Für deutsche Staatsangehörige, die dem russischen Heere- angebört haben, sowie für die während des polnisch-russischen Krieges Internierten der Sowjet-Armee hat dieser Aufruf keine Gültigkeit.
Ich bitte um entsprechende weitere Veran- lasiung.
Fehlanzeige ist nicht erforderlich.
Marburg, den 25. Febrnar 1921. (256
Der Landrat. I. V.: Loock.
Die Herren Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten sowie für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung haben Lehrgänge zur Ausbildung von Volksschullehrern im Obstbau und Kleingartenbau veranstaltet. Die Grundsätze für diese Veranstaltung sind in dem Amtlichen Schulblatt für 1921 auf Seite 20 und folgend abgcdruckt. Etwaige Anträge auf Zu- lasiung zu dem diesjährigen Lehrgang sind möglichst bald an den Herrn Kreisschulrat Werner in Marburg einzureichen.
Marburg, den 26. Februar 1921. (258
/' Der Landrat. I. V.: Loock.
Die gemäß § 11 der Maß- und Gewtchtsord- nuug alle 2 Jahre durchzuführende periodische Nacheichung findet für diesseitigen Kreis in diesem Jabre statt. Der Rundreifcplan ist in dieser Zeitung zum Teil bereits zur Veröfsentliwung gelangt. Um nun die Nacheichung erfolgreich durchzuführen, mache ick die Herren Bürgermeister aus nachstehende Punkte aufmerksam, die sich früher als Mißstände herausgestellt haben und deren a-ieberbohntg- unbedingt zu vermeiden ist.
1. Die laut Erlaß des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe vom 28. Dezember 1912 von- den Ortspolizeibehörden aufzustellenden Verzeichnisse d-r eichpflichtigen Betriebe müssen dauernd auf Um Laufenden gehalten werden. Ihre Vorlage mutz rechtzeitig erfolgen, sonst ist eine glatte Durchführung des Reiseplaues seitens des Eichmeisters nicht möglich.
2. Tie Eichlisten selbst wurden von den Herren Bürgermeistern größtenteils nicht richtig ausgestellt. In dieselben sind aufzunehmen alle Landwirte, Gewerbetreibenden und sonstigen Personen, die Meßgeräte besitzen und diese lm
eichpflichtigen Verkehr benutzen. Es ist besonders darauf zu achten, daß die Landwirte eingetragen werden, weil sie viel im Kleinhandel verkaufen, zum Beispiel Gemüse, Kartoffeln, Obst, Butter, Milch usw., denn das Gewicht wird doch aus der eigenen Wage festgestellt.
Nach § 6 der Matz- und Gewichtsordnung ist auch nicht nur die Anwendung, sondern schon das Vereithalten ungeeichter bezw. unrichttger Wagen verboten.
Formulare zu der Eichliste können bezogen werden von:
a) Der Watsenhausbuchdruckerei, Cassel,
b) Karl Heymanns Verlag, Berlin W. 8, Mauerstratze 43/44,
c) H. Chr. Sommer, Diez a. d. Lahn,
d) Rud. Bechthold & Co., Wiesbaden.
Mit der Aufstellung der Eicklisten ist so recht- zeittg zu beginnen, datz die Listen binnen einer Woche dem Landratsamt eingesandt werden. Sie sollen von hier aus gesammelt dem Eichamt Marburg übersandt werden.
Marburg, den 28. Februar 1921. (257
Der Landrat. I. V.t Loock.
Betrifft: Petroleumpreise für MSrz 1921.
Für das bis 15. März 1921 durch die Kleinhändler zur Verteilung gelangende Petroleum sind nach Mitteilung des Herrn Regierungspräsidenten in Cassel folgende Preise festgesetzt worden und zwar:
für 1 Liter Petroleum ab Laden 7,25 M für 1 Liter Petroleum frei HauS 7,40 .
Marburg, den 1. März 1921. (261
Der Landrat: v. Loewenstein.
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Die Aufnahmeprüfung für Sexta findet statt Freitag den 18. März, nachmittags 3 Uhr, diejenige für die übrigen Klassen am Tage des Wiederbeginns der Schule Donnerstag den 7. April, vormittags • Uhr; es können dann auch noch Sextaner wieder geprüft werden.
Anmeldungen nehme Ich täglich von 12 bis 1 Uhr entgegen. Vorzulegen sind standesamtlicher Geburtsschein, Taufschein, Impf- bezw. Wlederimpfsohefn, das letzte Schulzeugnis bezw. Abgangszeugnis.
Marburg, den 4. März 1921. 1670
______________________________Df, Holk,
Heute erbend 7‘/i Uhr 1474
Konzert.
Cafe Kratz. Steiwti 14.
Rest. Fronqof
Sonntag, 6.5 Uhr nach«. b 1453
Konzert.
Die amtlichen
Toten- und GeburtSliste«
für die Bürgermeistereien sind in unserer Druckerei zu haben.
Joh. Aug. Koch Untversitäts-Druckeret Druckerei der Oberbess. Ztg.
AiidWe Wmtmchmen.
Verdingung über Schrrtnerarbetten.
Die Ausführung
1. der Jnnentüre« und Fensterläden,
2. dar Anschlägen derselben einschl. Lieferung der Beschläge zu dem Neubau von 5 Häusern mit fe 6 Kleinwohnungen am alten Kirchhainerweg
sollen in je 5 Losen öffentlich vergeben werden.
Die Unterlagen können vormittags zwischen 11 und 1 Uhr auf dem Stadtbauamt, Zimmer 18, cingesehen, oder von dort, soweit der Vorrat reicht, gegen eine Gebühr von 3 M bezogen werden.
Angebote sind biS zum Donnerstag, den 17. März, vormittag- 11 Uhr, auf dem Stadtban- amt mit entsprechender Aufschrift einzureiche«, woselbst auch die Eröffnung der Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bewerber zu genanntem Zeitpunkt stattfindet.
Zuschlagsfrist: 4 Wochen.
Marburg, den 1. März 1921. 1642
Stadtbauamt.
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Holzverkauf
der OLeusörsterei Rotzberg.
am 11. März d. Js^ von vornttttags 10 Uhr ab, in der Lemmer'schen Gastwirtschaft zu Hachborn.
a) Nutzholz:
3 Stück Eichen A-Stämme 1. bis 3. Kl. mit 3,14 km, 114 Stück 8-Stämme 2. bis 5. ftl. mit 85,81 km, 11 rm Nutzknüppel (2 m lang),
7 Stück Buchen A-Stämme 2. bis 4. ftl. mit 8,85 (m,
49 Stück Fichten Stämme 3. und 4. ftl. mit 14,34 fm,
104 Stück Fichten Derbstangen 1. Kl., 174 Stück 2. Kk., 346 Stück 3. Kl., 5,05 Hdt. Fichten- Reisholzstangen 4. Kl., 3,80 Hdt. 5. ftl., 6,40 Hdt. 4. Kl.
b) Brennholz:
5 rm Eichen Scheit-Anbruch, 53.5 rm Buchen- Stockholz 1. Kl., 7 rm Buchen Scheit-Anbruch, 1 rm Fichten-Stammknüppel, 10 rm Fichten Reis 3. Kl.
Das Holz kommt aus den Distrikten 1—8 und den Forstorten: Bocksloh, Kuhmark und Hasselberg zum Verkauf.
Verkauf unter besonderen Bedingungen mit Ausschluß der Händler.
1675 Der Forstmeister.
Morgen, Sonnabend
prima Pferdefleisch geeignet zum Salzen und Räubern, keiner Flrlschwürstchen, Mettnrnrst, Blutwurst und
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Daselbst zu verlausen ein gut erhaltener, großer
Eisschirank und eine Tafelnrage. ,
«.en 24<trj, abends 71/. Uhr im Saal« des Herrn Rnppersberg, Ockrrshansen MWWtsMzert des MLunergefangnerei», Liederkranz unter gütiger Mitwirkung unserer Hess. Lautensänger» Herrn Heinz El»» au» Lasset. 1694
ladet freundlichst ein: Der Ansschnß.
Willig! BllmrbM!
Montag, de» 7. MSrz, nachmittag» 4 Uhr gemein« schastlich«
Versammlung
bei Jesberg.
1. Bericht über die vormittags stattgesundeaen Lohnverbandlungen.
2. Gründung sozialisierter Baubetriebe fm Bezirk.
Da; Erscheinen aller Hoch- und liefbauarbeiter ist dringend notwendig.
Die Serftättfce.
Deutscher Banarbeiterverband. 1698 Zentral.erband chrilll. Bauarbeiter Deutschlands. Mehrfachen Wünschen entsprechend hält der
Hessische WM l-fies, in Neustadl (Kreis Kirchhain) Sprechtage ab und zwar täglich von 9-1 Uhr vormittags im Hause des Herrn Heinrich Mann, Marktplafc.
Es werden alle bankgeschäftlichen Angelegenheiten erledigt, insbesondere: Annahme und Auszahlung von Geldern auf Spareinlage-Konten, Eröffnung laufender Rechnungen und Scheck-Konten,
An- und Verkauf von Wertpapieren, Verwaltung von Wertpapieren, Einlösung von Schecks und Zinsscheinen, Erteilung von Rat und Auskunft. 1521
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