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_ Marburg

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»18 5* ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignifie kein Ersatz. AgMWtzNg 0611 ZU. ötvtllOl

Vsriaa vou Dr. C. Hitzeroth.Druck der Univ.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch. exornnnal

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Markt 21'23 Fernsprecher 55,

Erstes Blatt

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Gung nähme» neben Vertretern des Answärtigeil

Neichsmtnisterium des Iniiern, des

Febr. 1321

trtpaifawq. Wichen RetchsLints, die die Delegation nach Lon-

iondervertreter Preußens und

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Bcichiußfaffuns über die Gegenvorschläge.

Zur Frage der Neubildung des Kabinetts.

^Berlin, 2& Febr.

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5^ Homogesi« zwischen den Regierungen Mcußen und dem Reiche zuzustimmen. .

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m 1. März ade Gegen» tcnd geae» : steigern: maeschicr.

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M Lslidiiitt KoOreoz.

Die griechisch-türkische Frage.

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wollen ihre 3 Tagen im hier, Zim» end nm.-feen, erweit über iigt werde« 1494

|ti e r. Direktor Krämer, Eewerkschaftssekretär Leisler. Direktor Lübsen, Dr. Karl Mel- Bior, Dr. Walter R a t h e n a u , Eewerkschafts-

der AMmwallm

sitznng der Orient-Konferenz heißt es:

Die Konferenz trat nachmittags wieder zusammen, um die Darlegung der griechischen Delegation über i>« cchnsgraphifch« Statistiken betresteud die Bezirke von Smyrna und Ostthrazien entgegenzunehmrn. Der griechische Ministerpräsident KalogerupuloS' se.!ie voraus, daß man nicht beabsichtige, die Frage im ganzen wieder aufzurollen, doch sei die griechische Delegation in diesem Falle bereit, alle Informationen zu geben. Hieraus gab Gunarakis eine diplo­matisch- Darstellung, in deren Berlauf er verschiedene, sowohl aus türkischer als auch aus griechischer Onclle hergeleitete Statistiken aus den Jahren 1912, 1917 und solche noch jüngeren Datums zitierte, um zu be­weisen, daß der griechische Bestandteil der Bevölkc- rung der Bezirke von Smyrna und Thrazien großer sei als der türkische. Nachdem sich die Griechen zurückgezogen hatten, beschloß die Konferenz, die tür­kische Delegation für morgen vormittag 11 Uhr 30, die griechische Delegation für 12 Uhr vorzuladen.

Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas in London berichtet: ÄalegoropuloS erklärte auf dir Frage über seine Haltung angesichts der Absicht des Obersten Nates, di- Regelung des Orientproblems einer Unterkommifsion zu unterbreiten, die griechische Ab­ordnung habe nichts gegen den Plan einzuwrnden, sie fürchte jedoch, daß es nur ein von den Türken angeregter Verschlepp»ngseersuch sei. Das Ziel der Kemalisten bestehe darin, die augenblickliche Ungewiß­heit immer länger hinzuziehe«, um Griechenland zu erschöpfen, dessen bedeutenden Streitkräfte in Klein­asien fine erschreckende Last für es bedeuten.

Pertinax berichtet imEcho de Paris" aus Lon­don: Gestern abend soll es zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Kalogcropulos und seinen Räte» zu lebhaften Anseiuanderseh«»gen ße?M«ern sein Man warf ihm vor, daß er nicht den Stand- punkt vertreten habe, der Vertrag von Sövres hab: endgültigen Charakter. Er dürfte sich nicht auf einen Kampf mit den Statistiken einlassen. Kalogeropulos beabsichtigte heute zu erklären, seine Vollmacht ge­statte es ihm nicht, sich zu einer Revision des Ver­trages herzugeben: er habe nach Athen telegraphiert.

«rteHSEseameeeBÄeeÄwawBR*«®*"" Petit Journal" fest, daß dis gestrigen Darlegungen der Türken durchaus geschickt gewesen seien und einen günstigen Eindruck gemacht hätten. Tatsäch­lich seien die türkischen Forderungen viel maß­voller als die griechischen Ansprüche. Es stehe fest, daß die Türken eine galante Lösung vorgeschla­gen hätten. Die Konferenz schlage dann auch ent- chieden den Weg einer Abänderung des Vertrages von Sävres ein. Briand ziehe aus dem geschickten Vorgehen der Türken Stutzen, um seine Auffassung zum Gelingen zu bringen und lasse so den gefähr­lichen Plan einer gemeinsamen internationalen Re­gierung in Smyrna von der Bildfläche verschwin­den. Die Franzosen schienen befriedigt, die Ita­liener ständen mit triumphierender Bescheidenheit abseits, Lloyd Georgs müsse sich schließlich der Logik und Vernunft beugen.

quna des gesamten dents-yen Volkes durch den Ver­sailler Vertrag tft die Tatsache, das; diese Kommentare von Männern und Fronen aller parteipolitischen Richtungen verfaßt sind und das; diese Urteile samt und sonders in der entschiedenen Ablehnung der ein­zelnen Bestimmungen des Vertrages gipfeln. Freiherr v. Lersner selbst hat die Schrift mit einem Vorwort versehen und dabei besonders anf das Urteil des Eng­länders KcyncS hingewiesen, der den Versailler Ver­trag als den offenen Bruch der heiligsten Versprechun­gen gebrandmarkt bat. Der Vizekanzler und Retchs- Mizminister Dr. Heinze hat einen Beitrag über die Vergewaltigung der deutschen Rechte und Interessen außerhalb Deutschlands geliefert. Abg. Dr. Kahl wendet sich gegen den Mißbrauch der christlichen Missionen zu niedrigen politischen Zwecken seitens der Entente, Abg. v. K a r d o r s f hat die Danziger Frage beleuchtet; über die Grenze Deutschlands, die Strafbe­stimmungen und die Inkraftsetzung des Friedensver­trages urteilt Freiherr v. Lersner. Zu den wirt­schaftlichen Bestimmungen, insbesondere zu den Han­delsbeziehungen und der Zollregclung wie auch über den durch den Vertrag sanktionierten unlauteren Wett­bewerb seitens der Ententemächte äußert sich Reichs- tagsabg. Dr. Sorge. Dr. Stresemann behan­delt die Bestimmungen, die den wirtschaftlichen Ver­kehr zwischen Deutschland und Luxemburg unterbinden und der ehemalige Abgeordnete der Nationalversamm­lung Witthoefst kommentiert die mangelhafte Rechtsgrundlage über die Regelung der Beziehungen Deutschlands zu China und Siam.

Der Volkskommentar zum Versailler Vertrag ent­spricht einem dringenden Bedürfnis der O-ssentlichkeit. Tas Buch, das einen starken Protest gegen das Ver­sailler Schanddiktat bedeutet, verdient Verbreitung iw den weitesten Kreisen der Bevölkerung und im gesam­ten Ausland; man sollte es, wie die Reichsvcrsassung auch den deutschen Sch,ülern in die Hand geben.

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stigkeit der

bt r, Geh. Oberregierungsrat Wiedfeldt und Drfichsministcr «. D. Wissel.

Lichsfinaujsrknsteriums, des Reichswirtschafts- ünifterillurs; des- Reichsschatzministeriunls, des kichearbeits-ministeriums, des Reichsministeriums tt Ernährung und Landwirtschaft, des Reichs- ünisterimllS fmr den Wiederaufbau und des Sta-

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T wb. Berlin, 25. Febr. Das Reichskaüineit Mt heule liachmittag unter Teilnahme des Reichs- Dsstdenteir über $)ie deutschen Gegenvorschläge für N8 Londoner Konferenz Beschluß gefaßt.

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um die Weisungen des Königs zu erlangen.

wb. London, 24. Febr. DieTimes" melde!: Die türkischen und griechischen Delegierten wurden benachrichtigt, daß die' Prüfung der zwischen beiden Ländern strittigen Fragen zum Wochenfchluß beendigt fein müsse.

Die Haltung Frankreichs.

wb. London, 25. Febr. Wie der Londoner Berichterstatter desManchester Guardian" von einem Mitglied der französiMen Delegation erfährt, erhielt die französische Delegation zur Orient­konferenz folgende Instruktionen: Die ethnogra­phische Türkei muh nicht nur erhalten, sondern im allgemeinen gefördert werden. Die Smyrna- Enklave ist der Bevölkerungszahl nach (nach der Ansicht der Franzosen) zweifellos nicht überwie­gend griechisch. Die Franzosen wollen, daß den Griechen ein beschränktes Smyrna bleibt, daß die Türkei jedoch eine größere Souveränitätsgewalt als der Artikel 69 des Vertrages von SL-vres vorfieht, erhält. Für Armenien verlangen die Franzosen eine Unabhängigkeit innerhalb sehr beschränkter Grenzen und die Stellung unter die Autorität des Völkerbundes, bis das Land in der Lage sei, der Kaukasus-Konföderation beizutreten. Zum Schutze Konstantinopels gegen die Möglichkeit eines grie­chischen Ueberfalls wird vorgeschlagen, das türkische Gebiet wenn möglich bis zur Linie EnosMidi« auszudehnen. Die übrige Teil Thraziens soll unter griechischer Herrschaft bleiben, vorausgesetzt, daß die bulgarischen Interessen in Dedcagatsch gesichert werden. Die der Türkei durch den Vertrag auf­erlegten militärischen, administrativen und finan- ziellen Beschränkungen sollen so weit wie möglich erleichtert werden, damit das xairiotischs Gefühl der Türken nicht verletzt und damit die Auf­erstehung der Türkei gefördert werde.

Gute Aussicht für die Türken.

wb. P a r i s, 25. Febr. In ihren Erörterungen über die Londoner Konferenz stellenFigaro^ und

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Cttivrrstündvis mit der Reichsrrgierung.

wb. Paris, 25. Febr. Die unter dem Vorsitz ,s Reichswinißers Dr. Simons abgehaltene kchllchberatmiA bev Sachverständigen aus allen Ge­lten des bemefstzändigen Lebens kam zu dem ein­helligen ErzechLis, daß die Annahme der Pariser Forderungen ans wirtschaftlichen und finanziellen Künden u um Sgl ich sei und jeder Versuch, eine Ssung auf der Grundlage der Mriser Beschlüße zu jtbcii, zu einem Zusammenbruch der Welt- »rtschaft führen müsse. Eine von den Sachverstän- igen guigeheitzese Denkschrift weM die rLmmöglich- M im einjelnen nach. Die Sachverständigen er- Krien sich mit Sem Standpunkt der Rerchsregie- Bmg, in den zu machenden festen Gegenvorschlägen

Paris, 25. Febr. In einem von Havas veröffentlichten amllichen Bericht über die Nachmittags-

AteOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatliich 4.2» Üin., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.

nicht allen Recht machen. Von einer engen Verbindung des Ministeriums mit Herrn Ststmes kann keine Rede sein. (Unruhe bei den Kommunisten.) Ter Antrag H e r g t aus Gewinnbeteiligung der Arbeiter läßt klare Zahlen vermissen. Ich gebe aber zu, daß eine Gewinubeteili- gung der Arbeiter, auch in der Landwirtschaft, sehr wohl möglich ist.

Abg. Geißler (D. Vpt): Der Antrag Herzt ist tat­sächlich nicht klar'genug gefaßt. Der Grundgedanke der Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer ist durchaus berech­tigt, besonders bei den Aktiengesellschaften; unb_ zwar sollten die Gewinne nicht den Gewerkschaften ausgehändigt, sondern in jedem Unternehmen einer besonderen Stell« überwiesen werden, welche die Gewinne für Wohlfahrts- zwecke der Arbeiter und Angestellten verwalten soll Da­neben soll die Klcinaktie nicht vernachlässigt werden, aber ebenfalls unter Ausschließung der Gewerkschaften. Der Vorwurf, daß durch diese Aktie der Spielwut der Arbeiter Vorschub geleistet würde, trifst nicht zu. Der Arbeiter ist schon heute der Spielwut verfallen, wie em Vock aus Sie Rennplätze zeigt. (Prvtestruse links.)

Frau Abg. Behm (Deutfchnat.) betont im Interesse der Heimarbeiterinnen das Verttauen zum Minister, daß es nun endlich vorwärts gehe. Der Anwendung, die daS Ministerium den 4 Milliarden für die soziale Fürsorge geben werde, werde niemand widersprechen. Besonders freut eS uns, daß die Hausangestellten und Heimarbeiter wieder in die Versicherung ausgenommen werden, und daß das Heimarbeitergesetz nun auch endlich kommen soll. Einige Arbeitgeber wollen sich durchaus nicht belehre» lassen, namentlich in der Blusenkonsettion in Berlin, Ihnen muß durch das Gesetz beigebracht werden, daß wir ohne Tarifvertrag auch in der Heimarbeft nicht durchkom- men können. , , .

Abg. Hersing (Ztr.) findet den Antrag Hergt sym­pathisch. Er sei aber zu unbestimmt gehalen, sodaß mit ihm zur Seit »chts Rechtes anzusangeu sei. Dm

Volkskommentar zum Friedens- Vertrag.

Die Erketiutuls von der Notwendigkeit der Revision des Versailler Vertrages kann sieh nur ausbauen aus einer grimdiictzen Kenntnis der einzelnen Artikel die­ses Vertrages und ter Wirkungen aus die deutsche und die Wekkwirtschafk. In erster Linie ist htermr natürlich das deutsche Voll selbst interessiert, in zwei­ter Linie das ist nicht utinber wichtig daS Aus­land und insbesondere das neutrale, denn von dorther kann die Aufklärung über die Undurchführbarkeit des Vertrages auch am wirkungsvollsten der Entente selbst vor Augen gesüyrt werden. Im Reichstag hat feiner- zctt der Abg. Freiherr Dr. v. LerSner die Heraus­gabe eines VolkSkommeniars zum Versailler Vertrag angeregt, um auf diese Weise eine wirksame Propa­ganda gegen das Diktat von Versailles in die Wege zu leiten. Freiherr v. Lersner hat nunmehr unter dem Titel .Versailles!" diesen Volkskommentar er­scheinen lasten (Verlag für Politik und Wirtschaft, G. m. b. H., Berlin W. 35, 1921). In denn Buch sind die einzelnen Artikel des Vertrags nach ihrer sachlichen Zusammengehörigkeit i^haitsgemätz kurz wiederge- P.c6t:i, und an diese Auszüge schließen sich Urteile von Sachverständigen, namhafte!; Politikern und Parla- u.e.'.tariern an. Bemerkenswert für die Vergewaltt-

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, _ _____ LautLok.-Anz." haben

gestern bcr Hauptvorstand, die Reichstagsfrak- ywj fifen und die Landtagsfraktion der Deutfchnat. ^y^MBoIispartei mit der Anregung der Deutfcheil Volks-

Der Anzeigeapreir beträgt für die 9 gejp. Colonelzeile oder deren Raum 75 Pfg. u. 10 °r. Auiichlag, amtliche und auswärtige 1. Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über Seite ein- nebmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu^setzen und zu berechnen. Sogen. Reklanien berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. ^zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Vei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebiihr.

England.

Dir deutsche Faröstoff- und Schisfsauslieferuug.

wo. Loudon, 25. Febr. (Untrchaus.) Auf die Frage Bottom.leys, welche Rrparatioiie» Deutschland bisher in Waren geleistet hat, erwiderte Chamberlain, der Nkparationsausschuß habe bisher dem britischen Reiche 3181 Oüü Tonnen Farbstoffe und 304 Schiffe mit insgesamt 1 538 000 Bruttotonnen, von denen 262 Schiffe für 13 600000 Pfund Sterling verlauft worde.it seien, zngeieilt. Von der Verkanss- iimime mußten an Ausgaben für die Reparatur der Schiffe 3 100 000 Pfund Sterling abgezogen werden. Anf eint weitere Frage Botlomleys erklärte Wiiliam- svn, das britische Kriegsamt habe für den Unterhalt des rheiutschen Befatznugshceres etwa 316 Millionen Mark für chie laufenden Bedürfnisse der Truppen ui örtlicher LLähntng von Deutschland erhalten.

Gpakkung tta Kabinett wegen der irische« Frage?

... ... . -.'grat kg er, der Leiter wirtschaftlicher Ver- fcbkr,1* Mnde Kcikrakh. Geh. Justizrat Kempner, --------ettiflg# Klöckner, Generaldirektor Kön-

Verhältnis zwischen Reichs- und Landesbehörden, der Dezentralisation innerhalb der Reichsverwal­tung, der Abgrenzung der Verwaltungsbezirke be- affen. Die Nachricht, daß dieser Ausschuß die Neu­bildung der Regierung in Preußen oder die Ver­minderung der Ministerien in Preußen beeinflussen oll, ist falsch. Eine derartige Aufgabe ist vom Reichskabinett für die zu bildende gemischte Kom­mission nicht ins Auge gefaßt.

. _ i lbe rsch m i d t, Direktor v. St auß, frohrchausi» Giioo <51 i ii reff, DirEor If rfctg, General­direktor Vöglüv, VeLbandsv«AtzLndeL Hae-

,, Amtliches Verründigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheUche) Oberhessen

Es ist zu begrüf-en alS der erste Schritt zur Erfüllun« einer allgemeinen Propaganda gegen die Au,rccht- erhaktung des Friedensverttages.

--*--

SeuWk WM«.

69. Sitzungvom25. Februar.

Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen.

Aus eine Anfrage des Abg. Dr. Sem mler (Deutsch- natl.) wegen Verschiebung deutscher Düngemittel in das- Auslaud, wird regierungsseits zugegeben, daß solche Ver­schiebungen stattgefunden haben, aber auch bewnt, daß durch eine genaue Kontrolle der Grenz Übergänge, solch« Verschiebungen in Zukunft verhindert werden.

Auf eine Anfrage des Abg. Wulle (Deutfchnat.) wegen des Verbotes einer deutschvölkischen Demonstration in Halle, während ein sozialistischer Umzug gestattet wor­ben ist, erwidert Ministerialrat Jacoby, daß lediglich nm Unruhen zu verhindern von dem geplanten Umzug in Halle abgesehen werden mußte. Der Lbervräsident habe ausdrücklich zu diesem Verbot seine Genebmigung qeaeben, weil sich die Bevölkerung in einer großen Aust rcgung brienbeit habe, außerdem schwere Gefahren zu befürchten waren und eine eventuelle gewaltsame Ver­hinderung des Umzuges geplant war. Außerdem waren bk Sicherheitsmaunschasten zu schwach, um cvcnil. schützend eingrcifeu zu können. Der Umzug wurde übri­gens nur für den 15. Januar verboten, für einen Wochentag jedoch gestattet.

Auf eine Anfrage wegen der Venirteilung deutscher Be­amten der Reichsvermögensverwaltung in Mainz zu Geldstrafen und Gefängnis, weil sie sich geweigert hat­ten Unterosfiziersräume und Möbelausstattungen zu be­schaffen. wird regierungsseits erwidert, daß zwar Einspruch gegen die Verhaftung und das Verfahren selbst erhoben worden sei, der Einspruch habe jedoch keinen Erfolg gehabt. Es sei lediglich möglich getvesen, das Los der Gefangenen etwas zu erleichtern. Jetzt werde beim Obersten Rate Beschwerde erhoben werden.

Das Haus fehl dairn die Veratungen des Haushalts des R e i ch s a r b e il s m i n i sie r i u m s fort.

Abg. M a l z a h l (Komm.) sagt, die Kapitalisten hät­ten angefangen, die Errungenschasten der Arbeiter zn sabotieren, die Betriebsräte in ihrer Tätigkeit gehemmt Betriebe stillgelegt und Tausende von Familien dem Hun­ger und Elend preisgegebem Die Löhne ständen in keinem Verhältnis zu den RiesengeMnnen. Die Regierung unter« nehme im Bunde mit den Unternehmern die Generalosftn- sive gegen den Acktsiundentag. Die Arbeiter würden sich aber zu wehren wissen. W

Abg. Frau Kähler (Soz.) empfiehlt einen Antrag aller Parteien auf schleunige Einbringunz eines Roi- gesetzes zur Regelung der rechtlichen und wirtschaftlichen Berbältnffse der Hausangestellten.

Abg. Lambach (Teutschnatl.L Es ist notwendig, daß die Arbeiter und Angestellten zu Mitbesitzern und Mit- verantwvrtkichen für die Produktionsmittel zu machen sind» In diesem Sinne empfiehlt der Redner eine Entschließung seiner Fraktion auf Vorlage eines Gesetzentwurfes, bcr die Ka pitalbeieiligung der Arbeiter und An­gestellten m den dazu geeigneten Betrieben gewährleistet und die Grnndlaae für eine Gewinnbeteiligung gibt.

ReichSarbeitSminister BraunS: Es ist falsch, wenn man unsere soziale Gesetzgebung, vor allem das Versor- aungsgesetz und die Schlichtungsordnung als Flickwerk bezeichnet. Die vom Völkerbund ausgestellten internatio­nalen Arbeiterschutzbestimmungen sind in Deutschland fast vollständig durchgeführt. Solange unter dem Drucke der Entente unsere wirtschaftliche Lage so unsicher ist, werden wir freilich über ein gewisses Flickwerk nicht hintveg kommen. Während einerseits immer neue Gesetze ver­langt werden, schimpft man auf der anderen Seite über die Berliner Galoppgesetzgebung. Man kann es eben

Nitci befaßt, die Verhandlungen über die Neubil- ^ang des Ksbioetts mit Rücksicht auf die Londoner _ Handlung«» z» vertagen. Es wurde einstimmig i-rgan-^ntlöort beschlossen, in der die Dentsch- .-c Äitjonak Vorkspartei den alsbaldigen Eintritt in «!prechunge» »«schlägt, weil sie die in der Lon- r Konferenz «egende Gefahr als so unmittel- i MF» *tt drohend ansieht, daß die zu treffenden Vor- IV jungen für die angestrebte nationale Einheits-

fr wtt nicht ümger aufgeschoben werden könne. Von

M Mr ReichstaggMaktion der Demokratischen Partei Mtbe, den»Berk. Tagebl." zufolge, befchlossen, in Frage bet Regierungsbildung dem Grundsätze

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oh bie Srsuze dec deutschen Leistungsfähigkeit

gehen, ciüöiuwtig einverstanden. An der

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siuo im Kabinett ernste Meinnngsverschiedenheiten' in der irischen Frage entstanden. Verschiedene Koali- tionemiigliÄc; widersetzen sich der Wiedervergeltungs- poliük. Wenn nicht neue Beschlüsse bald gefaßt tvcr- dcn, so sei eine ernste Spaltung im Kabinett unver­meidlich. *

Latein sei MbtKi'its, Geheimrat Fellinger und Staatsrat it iSCbi2K MMei i- e h leih, ferner: Komm.-Rat Arnold, ------Wer stellvertretende Vorsitzende des Gesamtoerban- Mche _ jfe ter ck>r^Zl<h?n Gewerkschaften Deutschlands Wa H r u f ch, Pros. Dr. Bon.n, Edler v. B r a u n, Wch- IustizkÄd Dietrich, Geh. Regierungsrat Du i s b e r gt, Gewerkschaftssekrotär Erkelenz, brr' Priiiideü! des Deutschen Industrie- und Han- brlsr Zre n z e l, Malerobermeister H a n - sky, Dr. H »SS n st e i n , Dr. Georg Heim» Geh.

^Arb. Be«kl», 25. Febr. Das Reichskabinett ßat die Eirchetzu«g einer gemischen Kommission E^ter dem Borsitz des Reichsministers des Innern, Mehend aus 6 Vertretern der Reichsregierung, 6 ^krtretern bee Reichsrats und 6 Vertretern des Reichstages beschlossen, dem auf Grund der Vor- Mbeiten die weitere Prüfung der zur Vereinheit- ^chung und Vereinfachung der Reichsverwaltung D ergreifenden Maßnahmen obliegen soll. Die ^nmission wird sich namentlich mit einer Nachprü- der Verteilung der öffentlichen Aufgaben zwi- »Mn Reich, Ländern und Gemeinden gemäß der tSrfaHun&jpU der Organisation der Behörden im