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AMiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg. - ,

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

DieOderhesstsche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentltch. Bezugspreis monatliich

Marburg

4L5 Mk, durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr.

»LA Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. * Verlag von Dr. T. Hitzeroth.Druck der Unio.-Buchdruckerei von Ioh.Aug. Koch,

Stetotig, hm 22. zehnim beregnen. Logen. Rekta

1921

(Sormmg)

Markt 21/23 Fernsprecher 55, - Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Franksurt a. Main.

Die preußischen Wahlen

bürg tote folgt: Teutlchnat. 8 Sitze, D. Bpt.

2. W irisch.

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0 Ditze

Wb. Essen, 21. Febr. Der Ausstand brr Straßen­bahner im rbeimsch-westsälischen und im bergischen Industriegebiet dauert fort. Dre Einrgnngsvechand- lungen waren ergebnislos, da der Arbeitnehmer auf der Durchführung des Schiedsspruches bestehen, wäh­rend die Arbeitgeber erklären, daß die Lasten von ihnen nicht getragen werd«! können.

schästssekretär Haese-Wiesbaden, Staatssekretär Grzr- sinski-Cassel).

U.S.P. 25875, Kommunisten 32 652, Wirtschafts­partei 3025. Es fehlen noch der Stadtkreis Frank­furt a.M. und 9 Landkreise.

Briand an das englische Volk.

wb. London, 21. Febr. Briand richtete bitte denDbfeibei eine Botschaft an das englische Bolt, in der er erklärt, niemand könne die »vahre Natur der ttrrbrtunflen Frankreichs mißverstehen. Ec wisse, daß hochgestellte Männer in England und Frank­reich ihnen imperialistische Bestrebungen ;ugeschri?b?i hätten. Nach dem Panser Abkommen jedoch müsse Frankreich als äußerst verständrg erscheinen. Heute, ebenso, wie in bea, schwersten Zeiten des Krieges bleibe

er rin entschlossener Anhänger der interalluerten Soli* iaiit.it, sowohl in politischer, wie auch in wirtschaft­licher Hinsicht. Briand schließt: Wrr werden das Ende der Schwierigkeiten des Friedens erreichen, lote wir das Ende der Schwierigkeiten des Krieges ge* sehen haben, jedoch nur, wenn wir Hand in Hand gehen. Die Union zwischen Frankreich und Eng­land ist der Grundstock dieses Systems der Einigkeit.

Die Aburteilung derKriegsverbrecher".

wb. Berlin, 2L Febr. Ein Vertreter des Oberreichsanwalts und ein Vertreter des Auswär­tigen Amtes reisen heute abend nach London ab, um mit dem englischen Ecneralstaatsanwalt gewisse technische Fragen wegen der Beweiserhebung in den englischen Fällen der sogenanntenfii|te der 45" zu besprechen.

Cassel-Stadt (Endergebnis). Deutschnat. 17 583, D. Vpt. 17 107, Dem. 8852, Zentr. 3830, Soz. 36 595, Unabh. 1975, Komm. 39 973.

Cassel-Land (Endergebnis). Deutschnat. 3650, D. Vpt. 3109, Zentr. 137, Dem. 3288, Soz. 14148, Unabh. 120, Komm. 1700.

Frankfurt a. M. Bei einer Wahlbeteili­gung von 66 Prozent zeigte die Wach.! folgendes Ergebnis: Deutschnat. 25 915, D.. Dolkspt. 30.071, Zentr. 23 681, Dem. 22 000, Soz. 75 995, Unabh. 11361, Komm. 10166, D. Wirtsch. 4737.

Wiesbaden (Amtl. Ergebnis). Deutschnat. 3635, D. Vpt. 15 518, Zenlr. 5845, Dem. 5129, Soz. 10 871, Unabh. 1440, Komm. 1743, D. Wirtsch. 12-91, Christ!. Volksp. 436 und Fraktionslos 1 Stimme.

SIMzMe Wimms in MWM

Anerkennung des deutschen Standpunktes.

wb. L o n d o n. 21. Febr. (Amtlich.) Die Lon« doner Konferenz hat beschlossen, daß die oberschle« fischen Landeseinwohner und die auswärts woh* nenden Abstimmungsberechtigten zu gleicher Zeit abstimmen sollen.

Abstimmung um den 20. März.

wb. P" atis, 21. Febr. Nach einer Mitteilung des LondEr Berichterstatter» desXemps* soG dis Volksabftimmungskommission als Abstim­mungstag den 2 0. März oder, wenn sich unüber­windliche Schwierigkeiten dem entgegenstellen, ein ienachbartes Datum festlegen.' Der Oberste Rat ' fit sodann Kenntnis davon genommen, daß sich die britische Regierung verpflichtet, der Abstimmungs- -ommissioi'. vier Vataillcme zur Verfügung zu stellen.

anwalt Berndt-Stettin): 5 Soz. (u. a. Kreisschulrat Konig-Swinemunde.

Ostpreußen (1.Wahlkreis). Deutschnat. 6, D. Bpt. 3, Ztr. 2, Dem. 1, Soz. 5 (darunter Ministerdräsi- bent Braun), Unabh. 1, Komm. 1 Sitz.

Breslau (7. Wahlkreis). Deutschnat. 188 788, D. Vor. 74789, Ztr. 172974, Dem. 49 390, Soz. 350 149, Unabh. 8059, Komm. 22 587, Wirtsch. 14062 Stimmen. Es erhalten die Deutschnat. 4, D. Vpt. 1, Ztr. 4, Dem. 1, Soz. 8 Sitze.

Liepnitz (Wahlkreis8). Deutschnat. 130013, D. Bvt. 67116, Ztr. 50 292, Dem. 53 609, So;. 225 449, Unabh. 10 673, Komm. 14 627, Wirtsch. 16 958 Stimmen. ES entfallen auf die Deutschnat. 3, D. Vpt. 1, Ztr. 1,

MIM» LchlnBm in Men-Maa

Es erhielten:

Deutsch nationale Volkspartei 118143: 2 Sitze (Pfar- , ter Dr. Ritter-Berlin, Landwirt Christian-Unter- liederbach). Es sind mit Sicherheit 3 Sitze zu erwarten.

Deutsche Bolkspartei 128 651: 3 Sitze (Fabrikdirektor iDr. Kalle-Biebrich, Bürgermeister Seisert-Gers- feld, Stadtschulrat Schwarzenhaup t-Frankfurt).

Zeutrvm 103 020: 2 Sitze (Dr. Stemmler- Bad Ems, Amtsgesichtsrat R h i e l - Fulda).

DemokrrLen 57 872: ISitz (Gastwirt Goll-Frank­furt a. M.h

« Sozialdemokraten 221 249 : 5Sitze (Stadtrat Hau- schildt --Cassel, Verwaltungsbeamter Wittich- Frank- . «v xrm< Pina (v a e. Frankfurt a.M., Ilftwcrk-

Wieke lelleroehaiile.

Berlin (Wahlkr. 2). - Soz. 5, Dem. 1, Deutsch­nationale 4, Unabh. 4, D. Vpt. 3, Mittelstands­partei 1 und Komm. 2 Sitze.

Potsdam 2 (Wahlkreis 3). Deutschnat. 3 (Gene- ralsuperintendeut Wilh. Reinhardt-Berlin, Fräulein Stu- dienrat Anna Grete Lehmann), D. Bpt. 3 (Regierungsrat a. D. Dr. Leidig, Charlotte Garnich, Schriftsteller Auch- bory). Dem. 1, Soz. 4, Unabh. 2, Komm. 1 Sitz (Schrift­steller Adolf Hsismami-Berlin).

Potsdam (Wahlkr. 4). 7 kleine Ortschaften stehen noch aus, die aber an dem Ergebnis nichts mehr ändern. Deutschnat. 192 925, D. Vpt. 131776, Zentr. 16 096, Dem. 50 934, Soz. 420 990, Unabh. 100 631, Komm. 67 023, D. Wirtsch. 29 306. Ge­wählt sind somit2 3 Deutschnat., 3. D, Vpt., 1 Dem., 5 Soz. 2 Unabh. und 1 Komm.

Weser-Ems (Wahlkr. 14). Gesamtzahl der gültigen Stimmen 278 077. Es erhielten Soz. 53 212, Zentr. 104 620, Dem. Ostfriesland 12 698, Dem. Partei 13 048, Deutschnat. 23 611, Unabh. 14 745, D. Vpt. 49485, Komm. 6658. Es entfallen auf Soz. 1, Zentr: 2, D. Bpt. 1 Sitz

Frankfurt a. O. (5. Wahlkreis). Deutschnat. 6 (Landrat v. d. Osten, Landrat v. Kries, Frau Spohr), D. Bpt. 2, Ztr. 1, Dem. 1, Soz. 6 (Schriftsteller Heilmann), Unabh. ISitz.

Magdeburg (10. Wahlkreis).. Deutschnat. 2, D Volks-, 2 (Oberverwaltunqsgerichtsrat b. Eynern-Berlin). Dem. 1 (Staatsminister Oeser-Berlin), Soz. 6, Unabh. 1.

Hannover-Süd (Wahlkreis 16). Deutschnat. 1 Hofbesitzer Lagem«nn), D. Bpt. 3 (Präsident Dr. von Campe-Hildesheim), Ztr. 4, Dem. 1, Soz. 7 Sitze (Ober­bürgermeister Leinert-Haunover).

Düsselvorf-Ost (Wahlkreis 22). Deutschnat.3, D. Vpt. 3 (Ober-räsident a. D. Dr. v. Richter-Hannover), Ztr. 6, Dem. 1 (Reichsminister a. D. Dr. Schiffer-Berlin), Soz. 3, Unabh. 2, Komm. 3 Sitze.

Düsseldorf-West (Wahlkreis 23). Deutschnat. 53091 (1 Sitz), D. Bpt. 89 805 (2), Ztr. 290664 (7), Soz. 94979 (2), Dem. 21077, Unabh. 23369, Komm" 65 747 Stimmen (1 Sitz).

Westfalen-Süd (Wahlkreis 18. Amtliches Dort. Ergebnis.) Deutschnat. 92 494. D. Dolksp. 177 319, Zentr. 334 398, Dem. 58 422, Soz. 283 691, Unabh. 84 049, Komm. 108 729 Stimmen. Danach erhielten die Deutschnationalen 2 Sitze (Verlags­buchhändler Rippel-Hagen und Generalsekretär Martin-Witten), die Deutsche Volkspartei 4 (Eym- nasialdirektör Bälitz-Soest, Kaufmann Engberding- Münster, Syndikus Gründmann-Hagen u. Pfarrer Meyer-Herford; das Zentrum 8 (u. a. Landrichter Dinslage-Arnsberg und Postsekretär Baumhofs- Hagen) ; die Demokraten 1 (Landgerichtsrat Hoep- ker-Bochum); die Mehrheitssozialisten 7 (u. a. Re­dakteur HuL-Effeu, Parteisekretär Kluptsch-Dort- mund, Stadtsekretär Bräuker-Zserlohn, Verbands­vorsitzender Husemann-Vochum; die Unabhängigen 2.

Pommern (Wahlkr. 6). Deutschnat. 352 430, D. Vpt. 114 379, Zentr. 4708, Dem. 62 776, Soz. Ä9 328, Unabh. 39 131, Komm. 26 398, D. Wirtsch. 15 722, Polen 95, Parteilose 53. Demnach sind ge­wählt: 8 Deutsch», (u. a. Univ.-Prof. Dr. Kähler- Greifswald, Handwerkskammersyndikus Mentzel- Stettin, Rittergutsbesitzer Schlange-Schöningen, Buchdruckereibcsitzer Gräf-Anklam, Lehrerin Noack- Stettin); 2 D. Vpt. (Geheimrat Kriege-Verlin und Pastor Münchmeyer-Stettin); 1 Demokrat (Rechts­

B-rbUdlütz

wb. Berlin, 21. Febr. Sn dem Dörfchen Philadelphia tnr Kreife Beeskow-Storkow im Ress- Bezirk Potsdam erfüllten sämtliche 93 eingeschrie­benen Wühler ihre Wahlpflicht.

-

Die Reichstagsnachwahlen.

wb. Kiel, 21. Febr. Auf Grund der bei den Reichstagswahlen im Wahlkreis Schleswig-Holstein für die einzelnen Parteien abgegebenen Stimmen entfällt ein Mandat auf die Deutschnationalen, ein Mandat auf die Deutsche Volkspartei und zwei Mandate auf die Mehrheitssozialiften und ein Mandat auf die Demokraten (Gras Bernstorfs).

wb. Königsberg, 21. Febr. Rach dem vor­läufigen Endergebnis stellt sich das Ergebnis zur Reichstagswahl in Königsberg-Stadt in runden Ziffern wie folgt: Dem. 8200 (Reichstagswahl 1919 : 30 287), Deutschnat. 14 400 (7646)), D. Bpt. 42 700 (27 556), Zentr. 3100 (4319), Soz. 20 900 (51 733), Unabh. 12 600 (27 793), Komm. 23 000 (nichts), D. Wirtsch. 3500 (nichts), Polen 5 (nichts), ungültig 7500 Stimmen.

Aus den Reichstagswahlen in Ostpreußen liegen bisher die Ergsbniffe aus 41 von 43 Wahlbezirken vor. Demnach haben erhalten: Deutschnationale 277 590, D. Vpt. 136 987, Zentr. 87 699, Dem. rund 50 000, Soz. 214 647, Unabh. rund 51 000, Komm. 67 562, D. Wirtsch. 9569, und die Polen 11622. Es entfallen also ruf die Deutschnationalen 4 Sitze, aus die Deutsche Volkspartei 2 Sitze, auf das Zentrum 1 Sitz, auf die Mehrheitssozialisten 3 Sitze und aus die Kommunisten 1 Sitz.

iallandtag im Wahlkreis Regierungsbezirk Made- ~ - - * ~ ' 7, Ztr. 1

-5. So; 18, Unabh. 34, Komm.

*

Bremen Bürgerschaftswahken: Deutschnat. 9315, D.Bvk. 36956, Ztr. 3378, Dem. 25718, Soz. 33107, Unabh. 31 393.. Komm. 9989, Wirtsch. 5218.

Magdel> ur g. Rach Schätzungen derMagdeburger Z!g." verteilen sich die Abgeordneten für den Prob in-

Neustes Teilergebnis.

I wb. Berlin, 22. Febr. Bis jetzt liegen aus H Wahlkreisen Ergebnisse vor. Danach können 327 Mgeordnete als gewählt gelten. Sie verteilen sich «f die einzelnen Parteien folgendermaßen: I

Deutschnationale 57, Deutsche Volkspartei 48, gentrum 67, Demokraten 17, Sozialdemokraten 95, stnabhLnige Soz. 20, Kommunisten 23, Wirtschafts- Partei 2.

i Aus der Verrechnung der Reftstimmen für die Landeswahlvorschläge ergeben sich weitere 35 Man­date für bi« verschiedenen Parteien und zwar für die Deutschnationalen 9, darunter die bisherigen Adss. Oelze und Weißermel, für die Deutsche Bolks- vartei 5, darunter Staatssekr. a. D. Dr. v. Krause, Die Ä'_: Frau Margarethe Pühlmann und der Ltadtälte'te Dr. Wiemer, für bie Zentrumspartei 3, darunter Dr. Porsch, für die Demokraten 4, darun­ter Oberbürgermeister a. D. Dominicus und Reichs- Dinistcr a. D. Dr. Preuß, für die Mehrheits- sejialistekk 4, darunter die Minister Braun und i6#Dcring, für die Unabhängigen 4. darunter Rechts- fanmalt Dr. Cohn, für die Kommunisten 4 und für die Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes 2, darunter der llniversitätsprofesior Siebt.

t Das wurde ergeben:

r Deutschnat. 66, D. Bot. 51, Zentr. 70, Dem. 21, koz. 99, Unabh. 24, Komm. 27, D. Wirtsch. 4,

--*--

Presseurteile.

l DieB. A. am Mittag" schreibt: AlS Ergebnis btr Wahlen kennte bisher allgemein ein beträcht­licher Ge io inn der Deut sch nationalen sest- tzrst'llt werden. Tie Zunahme ihrer Mandate erfolgte' hni Kosten der Deutschen Volkspartei unb der Demo­kraten. Dir Mehrheitsjoziaftsien hab'» gegenüber den Äüal'hängige» einen ansehnlichen Zuwachs zu bet» Irichnen. Das Zentrum ist ziemlich unverändert.

Soweit man bisher sehen kM», sagt derVor­wärts". gibt es drei Gewinner intb drei Verlierer bei ten Wahlen Gewonnen haben die Sozialdemokraten, dir Drittschirattrnralen und btt Sotunatitijlen, -erkoren hie Deutsche Valkspartei, die Demokraten und bi? kln-Mäugig-n. Der Verlust dec Letzteren ist so groß w-, er durch- die Forffchcitte der Sozialdemokraten tzmd Kommonisien bei weitem nicht ausgehoben wir jobof? sich eine Verschiebung der Kräfteberhältniisc zu flnosten der bürgerlichen Parteien bietet.

DerBrrliuer Lokalanzeiger" betrachtet den bis­herigen überragenden Einfluß dec Mehrheitssozial- bemefratr» in Preußen als gebrochen. Zahlen- teößig sei dies« Wandlung zum bessern allecbings noifi dicht zu belegen, aber daß dec Wille des Volkes mit Entschiedenheit nach rechts weise, sei mit den Hände» J« greisen.

LautKreuzzeituiig" härt: man mit der Möglich­keit zu rechne», daß dir drei Koalitionsparteien stach tric vor in der Lage bleiben, die Mehrheit zu bilden. Damit sei svcilich nicht gesagt, daß es auch wieder zur Negier» ugsbildung durch diese drer Parteien komme.

In derDeutschen Tageszeitung" heißt e8, im haiizer- ergebe der Wahlausfall, daß die Sehnsucht >üd. tirttt cnischlosjenen nationalen unb Ordnungs- Politik in der preußischen Wählerschaft erfreuliche Fort- fchritie gemacht habe, die dadurch noch erfreulicher teütben, daß auf der anderen Seite zahlreiche, bisher latifaie Arbeiter an bett marxistischen Lehren offenbar hre zu werden begännen. Ein starker Anfang zur Ge- fintbnng des preußischen Volkes sei aus dem gestrigen Wahlansfatt deutlich zu ersehen.

Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 gejp. Colonelzetle oder deren Raum 75 Pfg. u.

10/, AuflStag, amtliche und auswärtig« 1. Mk. Andere Spaltenbreiten nach r« <yAL#e entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über lf» Sette ein- Jye QtllllSe

wir berechtigt, nach der Textfpaltenbreite zu fetzen und zu ----

berechnen. Sogen. Reklamen berechnen rott die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barradatt. Bei Auskunft durch die Eeichäftssteüe und Vermittlung der

Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

Groß-Berlin.

Verlust dr? Linken, Wachsen der Deutschnatiottalen. wb. B e rlin, 21. Febc. Die Groß-Berliner Wahlen lo.fsen einen außerordentlich starke» R ü ck - gang der unabhängige» Stimmen erkennen. Die sen Unabhängigen verloren gegangenen Stimmen sind znm den Vereinigten Kommunisten, zum Teil der Mehrheitssozialdemokratie zugute gekommen. Die Gewinne dieser Parteien gleiche» aber bei weitem die Verluste der Unabhängige» nicht ans. so daß insgesamt ein Rückgang der Stimmen dec drei Linksparteien zu verzeichnen ist. Von den bürgerlichen Parteien hat die Deutschnationale IZolkspartei einen erhebliche» Stimmen­zuwachs zu verzeichnen, während die Deutsche Bolkspartei und die Demokratische Partei zurück- gegangen find. Eine verhältnismäßig große Stim­menzahl hat auch die neue Wirtschastspartei zu verzeichnen.

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Die Schadenersatzsorderungen.

wb. Paris, 21. Febr. Tcr Soubechericht- -'rfiatt-r desMatin" gibt aus London die Beträge e.u. di? bi; einzelne» S'aate'l der Wi-de-herftelfttoa?- ommiffb» als die Höhr ihrer Schäden aiigegeben haben. Frankreich rcrtangl 249

Millioneit Papi-rfraiiken, das si.tv Milliarden

Goldkranken England 'verlangt 2 Milliarden 541502 534 Pfund Sterling sowie 7 Milliarden "87832 086 Franken. Italien verlangt migefahr >3 Milliarden Lire, 37 Milliarden Franken unb 128 Mi!Neuen Pfund Sterling Polen vet(ingt 23 Milliarde« Go d-rank n. Num änten 31 Mil iirden Goldsranken, Brasilien schöbt seine marnimeit Schäden auf 1 189000 Pfund Sterling. Belgien (ringt ein? Rechnung von 34 Milliarden belgischer Franken, Frankreich eine solche von 21/, Milliarden scaniäfischer Franken. Für die Familien verlangt Eoglanb im ganzen ung.fühc 8 Milliarden Goldrnark. Anßecrdem toetben die Rechnungen von Poctngak, (er Tßchechs-Slowakei, Japan, Rumänien, die »och nachkommen, auf etwa 5 Milllarden Goldsranken ber- anichlagt. DerMatin" bemerkt, daß bi? gon-e ichcitzuug einen ziemlich konfusen Eindruck mache. Da aber das Pariser Abkommen die Summe, die Deutschland zahlen solle, bereits feÜgesetzt --ab-, "ö n.'e diese Abschäduog nur einen kheor-tischeu W rt Huben.

irb. Berlin, 2!. Febr. Die Reparutionskom-. Mission in Paris veröffentlicht eine Nole vom 15. 2., in der Mitteilungen gemacht toerbiit über die Auf- stkiluug bet Rkparationsvecpflichlungen Deutschlands, die ton der Kommission behufs fristgecechter Zustel- !»ng bis zum 1. 5. 1921 abgeschätzr sind. Darin wirb siestgesiellt, daß der deutschen Regierung zur Aeußerung auf die Reklamation eine Frist von wenigstens 8. höchstens 15 Tagen, je nach dec Natur des Einspruchs, bewilligt !t?irb.

Hierzu bemerkt WTB: Die 95)te vom 15. b. Mts liegt bei den Berliner zcntcaten Stell?» noch nicht tor. Es ist selbstvecstanöllch ausgeschlossen, daß deutsche Regierung sich daraus einlussen kann, sich im einzelnen vorschrcibeir za lassen, binnen welcher Frist sich bit Nachprujuug der anßecordetitlich um- jangreiche» Aufstellung ermöglichen wird. Wie wir ecijbrtn, hat die denisihe Kncgslastenkomwljswtt An­weisung erhalte», dtese» Standpunkt der Rcparotious- kcmmissio» nochmals zum Ausdruck zu bringen.