Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (bas früher kurheUche) Oberhessen
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Marburg
Sonnafienö, heu 19. gehniar
(Horunug)
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se. m 1921
die höchsten Führer, namentlich Lenin, Trotzti, Tschit-
merflälte dec Geist einer ganz neue» Weltordnung auf- g? Heu.
M 8«ru um ouBtn nni In Smekii.
’• Ter in Cassel vor dein Sondcrgericht beim Reichs- >»chrgri!ppenk)mmando II schwebende Prozess gegen die Führer der sogenannten Roten Armee zeigt, das; Kräfte 'an der Arbeit sind, die sich zum Umsturz unserer Staats-, Mseilschasts- »und Wirtschaftsordnung im Geheimen »or- ibereiten und eine bis ins kleinste gehende Organisation
diesem Zweck errichtet haben. Was im Ruhrgebiet tsich cnrhttllt hat, ist ohne Zweifel unter dem Deckmantel »nichtiger Verschleierung auch in anderen Teilen Deutsch- mnds vorhanden, nämlich die Bildung von Organisation jitn, welche dazu berufen sein sollen, im gegebenen Zcit- ipunkt loszuschlagen, nm die Ziele der proletarisch-bolschewistischen Bewegung bei uns in die Tat umzusetzen.
Vor allem ist bei Behandlung dieser Frage, die un- Mittgl ernst gciwmmen werden muß, der Blick ins Aus- fsand, also vorzugsweise nach Rußland zu wenden, denn ■6oii dort her ist die Revolution 1918 zu uns gekommen Md von dort her wird wiederum der Versuch gemacht, mich die zweite Revolution, nämlich den Umsturz im proletarisch lommuuistischen Sinne zu uns zu tragen. ES M eine feststehende Erscheinung der Geschichte, daß jeder erfolgreichen Revolution eine noch radikalere Richtung ifich anschließt, bis die Rückbildung, die Umkehr, die Reak- ,t»u in mehr oder minder schroffem Geiste erfolgt, f lieber die Zustände in Rußland und über die Vezie- ihnnzen des russischen Bolschewismus zu den deutschen iKnksradikalcn und Kommunisten gehen die Meinungen zur Zeit iveit auseinander. Einerseits besteht die Ansicht, baß sich der russische Bolschewismus bereits ausgelebt hat ruid seinem Erlöschen entgegensetzt. Diese Behauptung wird damit begründet, daß der russische Bolschewismus tas an sich so reiche, fruchtbare, entwicklungsfähige Rußland in den Zustaifh unsagbaren Elends, des Hungers,. tcS Sterbens, der Verwahrlosung, der bittersten Not gestürzt hat. Demgegenüber wird die Lehre vertreten, daß 'sich aus den Wirren des Bolschewismus in nicht mehr ferner Zeit eine Gesundung ergeben dürfte, welche die Kräfte de? Landes wecken und heben wird, so daß aus dem Taumel der radikalsten Revolution, die sich jemals er« i eignet hat, eine zukunftsreiche Gestaltung des politischen tob wirtschaftlichen Lebens entstehen könnte.
ES sei zugegeben, daß der russische Bolschewismus 'tat Absterben sich befindet. Andererseits wird jeder 'Renner russischer Verhältnisse einräumen, daß Rußland groß, sein Volk zu stumpf und in kultureller Beziehung l zv tiefstehend ist, als daß sich eine schnelle und geordnete iRückgestaltung vom vernichtenden Bolschewismus zum i tofbauenden Staatsgedanken vollziehen kann. Vielmehr ifet das heutige Rußland unter der Knechtung dahin, i welche von einer sehr kleinen Gruppe macht- und geld- j hungriger Gewalthaber, teils von Schwärmern, teils ■ len Konjunkturmännern, ansgeübt wird. Die Bauern : schäft, die fast drei Viertel des ganzen Russenvolkes dar- ' stell!, ist überhaupt nicht bolschewistisch, sondern ernährt sich selbständig im Rahmen des sonst im Geiste deS Schein- kmmunismus anfgebauten Staates. Sir ist zufrieden, laß das Land auf die Bauern verteilt worden ist, und gibt, ter Gewalt weichend, gerade so viel ab, daß die Städter, Arbeiter, Soldaten über den Hungertod Hinwegkommen.
Auf der andere» Seite tritt mit aller Deutlichkeit im .stvlfchewistischen Rußland die Erscheinung hervor, daß
Nachdruck verboten.
Triumph des Lebens.
Roman von Lola Stein.
35. Fortsetzung.
3. Kapitel.
Di. Holst Volkmer mußte in einer Pr-zeßsachc r |u'. einige Tage vcrre.sen. Ungefähr eine Woche würde ’ t; sortbleiben, meinte er.
Ire»' packte feinen Koffer, da kam Frau Vollme: und sagte ihr, daß sie einige Besorgungen in der St.rdt zu machen habe und Flächen mitnehmen wolle. Ta- Kiud hatte Heibslserien, es war Anfang Oktober. Von Horst tjatken die Samen sich schon am Morgen ver ct schiedet, da er feinen Koffer an die Bahn gebr acht zu haben wünschte und nicht erst nach Haas« .ommen wollte. Die Tante fragte, ob Irene mitfommen tvo'Ic, aber sie lehnte ab zu Jlschens Kummer.
Als- die beiden fort waren, ging Irene in den Salon na: setzte sich an den Flügel. Es war so wundervoll Kill ui Hause, die Mädchen weilten in dec Küche. Ter Kvjjer brauchte noch nicht fort, da der Zug um sechs Uhr ging. Jetzt war es iwch nicht drei., Ti" Tnnuu^hatteu heule allein gegessen, der Rechtsinwult speiste wie manchmal, wenn er stark beschäftigt war, in der Stadt. '
Abends wollte Irene mit ihrem Bruder und KörnecS- in die Oper gehen, „Tristan und Isolde" hören. Sie H'u. jetzt schon in festiicher Stimmung hatte aut!, dae.:ni niehl mit in die Stadt wollen. Sft freut, sich aus den hohen künstlerischen Gvnuß, der ihr be.we- sta.id. Im vetgangenen Winter hafte ihre Tätigkeit ihr keine Feit gelassen, ins Theater zu gehen, das trollte jie nun nackholen.
Si: träumte von der Zeit, da fie np.t Horst diese schönsten eZorgnügungen genießen würde, Musik mit ihm erleben. Sie sp'.klle Weisen ans dem Tristan das Bor spick, der, Liebeslvd. Tann überkam sie die Luft, zu fingen. Sie versuchte, nein, r5 ging nicht, bo.= war zu «chwr».
scherin, welche die Intelligenz vertreten. Die bolschewistische Lehre und die proleiarisch-kommunisiische Wirtschafts- und Ttaatsordming nach außen übertragen wollen. Sie verfolgen hiermit zwei Zwecke: erstens die Stärkung ihrer Stellung in. Rußland, wenn es im geistigen und im wirklichen Sinne Eroberungen macht, zweiten? die dauernde Daseinsmöglichkeit des bolschewistischen Gedankens. Vir- '.cufig hat sich der bolschewistische Gedanke nur auf tief» suchende Völker übertragen. Wir sehen, daß sich die Rand- Völker Rußlands in Asien und im Kaukasus vom Bolschewismus unschwer gewinnen lassen, weil dort kein <Aegen- druck zur Verbreitung des Bolschewismus vorhanden ist, und weil sich die tiefe Kulturstufe besonders aufnahmefähig für die rohe, barbarische, brutale Lehre des Bolschewismus erweist.
Der Friede zwischen Rußland und Polen ist noch nicht zur Tatsache geworden. Vielmehr stehen noch immer sehr beträchtliche bolschewistische Streitkräfte, die im Laufe des Winters erheblich verstärkt worden sind, an der Westgrenze in Estland bis gegen Rumänien hin. Groß ist der militärische Wert dieser Aufgebote nicht, auch ihre Bewaffnung und Ausrüstung ist durchaus minderwertig. Trotzdem ist die Gefahr für uns nicht z« unterschätzen. Die russischen Machthaber können sich nur halten, wenn sie dauernde scharfe Propaganda für den welterobernden und toeü&efreienhen Gedanken des Kommunismus machen, der nach ihrer Irrlehre dazu berufen fein soll, die Mensch- heit aus den Kralle» der alten Wirtschaftsformen zu erlöse» und einem Glückszustand der Zukunft znzuführen. Daneben spielt als ztoeiier Gedanke die Notwendigkeit für die Bolschewistenführer eine große Rolle, daß bics Massen der roten Armeen dauernd unter den Fahnen gehalten und beschäftigt werden können. Man vergesse nicht, daß die russische Rätewirtschaft eine Militärdiktatur schlimmster Art ist.
Daher hat es der russische Bolschewismus darauf abgesehen, vor allem in Deutschland Stimmung zu mache», vier ist unter den obwaltenden Verhältnissen leider ein Boden vorhanden, der für das Eindringen und für das Peiterfrefsen der bolschewistischen und kommunistischen Lehre ganz besonders geeignet erscheinen muß. Die Zahl der Arbeitslosen, aber auch der Arbeitsscheuen nimmt hier unter der Wirkung des wirtschaftlichen Tiefstandes mehr und mehr zu. Die Lage wird sich noch wesentlich verschlimmern, wenn die Bedingungen, welche uns das Diktat der Entente vom 29. Januar 1921 auszwingen will, in der einen oder anderen Weife, sogar als Äb- 'chwächiing, zur Durchführung gelangen sollten. Man bedenke, daß alle unzufriedenen, begierigen, raublustigen, umstürzlerischen Elemente nur gar zu leicht unter das Schlagwort zusammenznsassen sind: „Nur der völlige Zusammensturz alles Bestehenden, die Weltrevolution, kann die Menschheit, vor allem Deutschland retten!" sie hassen hierbei auf den belebeichen Einfluß des bol- chewistischen Rußlands, dessen Scharen sie im Geiste bereits über das zufammenorechende Pole» nach Teuisch- laud fluten sehe», welches durch das Enteutediktat Wehres gemacht und wirtschaftlich verflsiwt ist. Am Rhein ioll dann der Kampf gegen die „kapitalistischen" Well- slaaten geführt werden, bis auch dort der kommunistische und prolclarische Geist die Oberhand gewonnen und die ganze Welt in den Strudel wilder Klassen- und Rassen- kämpfe gestürzt hat. Dann soll über der blutigen Trüm-
Sic blätterte in ihren Noten. Und fand dann eins ihrer LicvlntgSlicber, „Cäcilie" do» Richard Strauß.
Als sie die wundervollen Worte des Liedes sang trat Horst zu ihr ins Ztnuncr. Sie war überrascht von seinem Kommen, aber sie ließ sich nicht stören. Sie grüßte rhil mit ihrem neben Lächeln und sang weiter
war es, als habe chre Sehnsucht, als habe ihr Lied ihn heib.ngczogen.
Und wie sie vorher mit ihren Gedanken bei iHv gewesen war, nur bei ihm, so sang sie nun iv
„Wenn du es wüßtest. Was träumen heißt Von brennenden Küssen, Von Wandern und Ruhe«, Mit der Geliebten Äug' im Auge
Und kosend und plaudernd.
Wenn du c8 wüßtest. Du neigtest dein Herz!
Wenn jW»es wüßtest. Was bangen heißt. In ciusomen Nächten, Umschauert vom Sturm, Da niemand tröstet Milden Mundes Die kampftnüde Seele. Wenn du «S wüßtest« Du kämest zu mir.
Äöenn du es wüßtest« Was leben heißt. Umhaucht von der Gottheit Weltschasfendem Atem,. Zu schweben empor Lichtgetragen Zn seligen Höh'».
Wenn du es wüßtest« Wenn du es wüßtest. Du lebtest mit mit!"
Btt den letzten Worten bebte chre Stimme von verhaltener Sehnsucht. Sie sah Horst an, las in feinen Zügen di.-selbe Srgrtj,r.ch-ft, die sie erfüllte.
Törichte Gedanken, ftuchwürdig dadurch, daß sie unfer Deutschland wie zu Zeiten des Mjäyrigen Krieges zum Tummelplatz eines Krieges machen wolle», gegen dessen Schrecke» und Wildheit der Weltkrieg 1914/18 znrücktretcn dürfte. Freilich müssen wir ;wch einen beträchtlichen Unterschied in dem Sinne machen, daß vieles, was jo geredet tvird, in der Wirklichkeit nicht immer ernst zu nehmen ist. Gleichwohl ist die Besorgnis eine seht große, daß die Verbindung zwischen der roten Gefahr von Rußland her sich auss engste mit der bei uns im Innern zweifellos vorhandenen Gefahr kommunistischer Umtriebe vereinigt. Elemente sind leider genug bei uns vorhanden, die so gewissenlos sind, um danach zu trachten, daß luit in oen Strudel blutiger innerer Wirren hinabtanchen, damit die on-ikeleu Triebe einer auf Raub, Zerstörung und aus Die Befriedigung der niedrigsten Leidenschaften gestimmten Gesinnung erfüllt werden.
Die Gefaür ist größer, als Die meisten Kreise unserer rnht-liebenden Volksschichten denken. Wir brauchen Ordnung und Sicherheit, um nach den Erschütterungen der Vergangenheit, unter der Not der Gegenwart und unter den Opfern der Zukunft in die Höhe, zu kommen oder wenigstens ein erträgliches Dasein zu führen. Daher muß das deutsche Volk durch innere Geschlossenheit die rote Gefahr bei uns selbst niedeiwersen, damit sie nicht von außen hereinkommt, um den Brand im Inneren ;u entsachen. F. I.
Aus dem besetzten Gebiet.
mc Ludw 1 gshaje II, 17. Fehr. Die Franzosen haben den Film „Die Tänzerin Varabarina", der in der Zeil Friedrichs des Großen spickt, verboten. Er darf in den Lichiipielcheatern des besetzten Gebietes nicht mehr abgerollt werden.
. wb. Saarbrücken, 17. Fcbr. Der Streik im Buch- dru.ckergewerbe ist nach 12tägiger Dauer beig-lcgt worden Dft'Lohnsorderungen der Gehilfenschaft sind erfüllt worden. Sie erhalten eine gestaffelte Lohnznlage von vicrtel- jährlich 390 bis 520 Mark. Die Streiktage werden nicht bezahlt.
. Dir Stärke der farbigen Truppen.
Wb. Berlin, 17. Feör. lieber die Stärke der farbigen Truppen im besetzten Rheinland wird aus Grund einer amtlichen Umfrage für Dezember folgende Uebersicbt gegeben:
Im Beztrt Köln besaude» fick rund 5400 Marokkaner, im Bezirk Aacven rund 2100 Marol lauer und Zuaven, im Bezirk Trier 385 Araver und Anamiten, im BezirkKobieiiz 700 Algerier und Senegalneger. In Hessen waren 6550 Algerier, Marokkaner und Tonkinefen, in der Pfalz rund 3600 Marokkaner, Madagassen, Senegalneger und Tonkinesen und fchltetz- licb im Bezirk Wiesbaden rund 5600 Fabrige der verschiedensten Art. Insgesamt betrug dte Zahl der Farbigen «was über 2 4 0 00. Das Hanpikonltgeru stellte« Marokkaner, Algerier und Araber mit zusammen über 19500. Ihnen folgten Tunesier mit 2300 und Madagassen mit 1400. Die anderen farbigen Rasse» waren mit geringeren Ziffern vertreten. Es steht zu befürchten, daß mit Einttitt der wärmeren Jahreszeit neue farbige Truppen, die des deutschen
Nun stand er neben dem Flügel, nahm ihre Hai.d und küßir sie. Tas hafte er nicht mchc getan seit jenen: einen iuinvergessenen Mal. Uno wieder erschauerte sie in Seligkeit unter seiner Liebkosung.
Ta^ erhob sie sich, entzog ihm ihre Hand, schaute ihn an. Und las eine Beivegnng, eine» Schmerz in seinen energischen Zügen, der nicht nur ihrem Siebe galt.
„Ist vir eiwas Besonderes begegnet, Horst?"
„Wie scharf du siehst, Irene: Ja, ich bin in seltsame: Bewegung. Darum kam ich auch noch nach Hause, habe die Akten liegen lassen. Ich wollte mit dir sprechen, ehe ich aus Tag« verreise. Komm, gehen wir in mein Z'.mmer."
Sie saßen sich in beim behaglichen, kostbar eingerichtete» Raum gegenüber.
„Ist dir «111'65 Trauriges geschehen, Horsts" fragte Jrrnc ein wenig bang, da er schwieg.
„Ja, traurig ist es schon, wenn auch ohne Einfluß aus r ich und dich und unser Leben. Uns selbst beirisst es nicht.
Du erinnerst dich an jenen Prozeß, der mich t?o: eineinhalb Jahren in eure Stadt führte, dem ich eigentlich die Bekanntschaft mit dir zu danke» habe?"
Sic nickte lebhaft. „Und ob ich mich erinnere: Damals hörte ich dich zum ersten Mal sprechen, lernte ich dich — bewundern." Sie sagte cs leise und scheu.
Er lächelte schmerzlich. „3a, damals sagtest du zu mir, ich müsse froh und stolz sein im Bewußtsein, zwei Menschen zu neuem Leben verhalfen zu habe». War es nicht so, Irene?"
„3a, so war es. 3st etwas, mit diesen. Menschen geschehen, was dich ergreift?"
„Ja. denke ba, sie sind freiwillig aus dem Leben geschieden."
„Sie sind....? Mei« Gott, das ist ja entsetzlich! Und woher weißt du cs? Und toantm?"
„Ich las es in einer Zeitung. Sie hallen damals Deutschland verlassen, haben in Buenos Aires gelebt. Run fanb man sie erschossen in ihrer Wohnung. Sw
Winters wegen in wärmere Landstriche zurückgcnom- men worden waren, in die Rheinland« cinzlehen.
Aus der amtlichen Feststellung ergibt sich überdies,, wie unrichtig die in Amerika verbreitere Nachricht ist, die farbigen Truppen feien au5 Deutschland zurückgezogen worden.
Kampf gegen KarnevalSwafsr«.
DoS Militärgericht in Aachen hat den Besitzer eines Kostümnerl ihgeschäftes, das s-hn-ece Wurs pi ß-, 8i:t«. zen, Hcllcbarden, Feuersteinslinlen, darunter auch einige neue Säbel und zwei moderne deutsche Gewehre zum Verleihen im Besitz hatte, obwohl es von de» belgischen und deutschen Behörden die Erlaubnis zur Zurückbehaltung der Waffen erhalten hatte, za 6000 Mark Geldstrafe irib Einziehung des ganzen Wafsenvarrates int Werte von 2 Millionen Mark verurteilt. Der Einspinch bei Reichskomimssars Hic das b« setzte Oiebiet wncde von bem belgischen Oberkommissar •imMgeroiejeu. Ter Besitzer eines Ktttümvetteih- Geschäftes in Viersen wurde sogar zu zwei Monaten' Gefängnis ticrurtdlt Ter Bescher ttnes Kr.fc dec Verleihgeschäftes für historische Kostüme, das. ^!okokobegen, Kreuzschwertec, Degen von 1813 nn> Säbel aus den siebziger Jahcen s-ührie. wurde z» se Hs Monaten Gefängnis, 2000 Mark Geldstrafe mb Ein« zrehuug d-r Waffen verurteilt.
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Oberschlesien.
Breslau, 13. Fcbr. Dcr Vertreter der dentschcu Beamte! f hast bei :e Stabe der oberschlesi'ch n Polizei, Mamr Roscncranz, ist aus Oberschlesien ansge» wiesen worden.
Wie milg,teilt wird, ist das ^Erscheine« bei ..Oppelner Zeitung" für die Dauer von acht Tage,? verböte» tvorsen, weit sie einen Arükel aus bem ,,T>g": Mas ein Engländer über Oberschlesien fügt" v e gegeben hat.
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* Politische Tagesnachrich.ten.
General d. Inf. a. h. Fleck, tm Weltkriege zuletzt Führer der nach ihm benannten Armeegruppe in der Champagne, ist auf feinem Gut in Mecklenburg gestorben.
Zahlungsverweigerung der Plauener Hausbesiver. In einer stark besuchten Versammlung des Plauener allgemeinen Hansbesitzervereins wurde eine Enlschlie- smng angenommen, in der es heißt: Die Versammelten, etwa 150 Hausbesitzer haben einmütig beschlossen, die Zahlung aller Gebühren und Abgaben, tnsbochn- dcre auch die Grnndsftuer solange zu verweigern, bis der Staatsrat bafilt Sorge trägt, das; dcr Vermieter die zur Besserung erforderlichen Mittel in vollem Umfange gewährt erhält. Wir crsnchcn deshalb dringend, ewaige Zwangsvollstreckungsniaßnabmen fofort einzn- stcllcn. Wir lehnen jede wciiere Berantwortnng und jede weitere Belastung ab.
Präsident Wilson hat zum ersten Male das Weiße Haus zu Fuß verlassen, um sich zu einer Sitzung deS Ministerrates zu begeben. Der Präsident fei fcbr gealtert.
>111111 ■! M|| Hl | ■ JM—|
Settel besagt, daß sie beide freiwillig ans bem Lebe.» gchen, er trägt bu. Unterschriften bes Mannes tutb bet Arau. So liegt also wohl fein Mord und Selbstmord vor, sondern Selbstmord von beiden. Vielleicht aucb Mord auf Wunsch. Tie Zeitung rollt den Sen* sationsprozeß in kurzen Zügen wieder auf. nennt auch meinen Namen als den des Mannes, dem die Ar-gc> klagten damals vor allem ihren Freispruch zu bautet batten. Was haben fie nun bavon gehabt?"
Er gal Jrenc das Blatt! Sie las die Notiz uni reichte es ihm bann in Ergriffenheit zurück.
„Entsetzlich, Horst! Unb der Grand? Du iennj ja dt: menschliwe Seele, was mag sie zu dieser furchtbaren Tat getrieben haben?"
,3ch habe den Mann ja nie für schuldfrri gehalten, ich wurde einen Verdacht gegen ihn nicht los. Trotzdem freute der Freispruch mich, vor allem für die Fran, jü unbedingt unschuldig, und die ja auch meine Klientin war.
„Ich kann mir die Sache nut so erklären, daß auch der jungen Frau während der Verhandln.igen der Verdacht auf den bis dahin vergötterten Mmn aufstteg. Sie war ja tote zerbrochen damals. Auch »ach dem Freispruch noch. Und nun mag fit in ihn gedrungen fein, ihn gefragt haben, vielleicht auch nach, gesorfchi, wer kann das wissen? Und vermutlich ha! er chr dann seine Tat gestanden unter !>c; Wucht der Geschehnisse! Da hielt sie das Leben nicht mehr aus! Denn trenn sie auch frei von Schuld war, je wollte fie dem Maunc nicht länger angehören, der ihren Gatten ennotbet! Und er, der die Tat nur goan, um ihren Besitz, ba sie über alles liebte, wollte nicht allein zurüclbleiben. Da finb sie denn gemein sam aus dem Leben gegangen, das seinen Wert für sie verloren^attr"...... (Fortsetzung folgt.
® A nhiNt G
und Ernerzielofigteit hab,» ein« tiefere Ursache. Ergänzen Ei« ihr« tägliche einteilige N«yrun.; durch das hervorragend he- gutachtente Eapholact « (»llch-p^o»pt<or.a»re» Kattyrl» parat). 252 Tabl. jüt 4 L. ochen «ft lb, f. Kiu6et M 12, in all kpotch. Hauptmedcrl.iTrauben-Aporheke. ülusro. Bert. g. Rach».