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1921 -
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Amtliches VeEndigungsblatt des Kreises Marbmg. .
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
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?ie „Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.25 Mk„ durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Cport-Ztg." 1 Mk. mehr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Berlag von Dr. E. Hitzeroth. — Druck der llniv.-Buchdruckerei von Joh.Aug. Koch, Markt 21/23 Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt n. Main.
Marburg
Steins, »en 18. getarnt (Hornung)
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0 Erstes Blatt.
SÜDS Fmkkeitz ein (ter Mtnet M Ksiiikkkiir enoortu
' $eine Einigung über die Orientfragetl. — Keine f- Nachgiebigkeit gegenüber Deutschland.
j Ivb. Paris, 17. Fobt. Marcel Hulin erklärt im tz,Echo Oe Paris", daß er von gut informierten Per- ssönlichkeilen folgende Mitteilungelt über bi: an die Cmtbpner B.rhandlungen geknüpf cn Er.varmncen er- holten h ibc: ". •
Hinsichtlich der Orientfragen werde -einerlei eiidgüliige Entscheidung getroffen werden, angesichts der erheblichen M c i n u u g s v c r s ch i c d c n h e i l e n .und der Große der verwickelten Frag.'n scheine eine ' endgültige Verständigung noch nicht in Aussicht zu sein, und es sei anzunehmen, daß nach Aichören der Vertreter von Konjiantinopel und Angora die Kaufe- rvP3 besondere Uutcrausschnsft mit bet Ausarbeitung itftiec Vorschläge kelraucii lvcrdc. Hinsichtlich der Mrpa ra r--n ssroge würden die Deutschen allen! Anschein ,»ach einen sorgfältig ausgcarbeiteten Gegen«nt- Wurf vorlcgen, der aber derart Wei t von den F rd.-- irnngen der Verbündeten ab weichen weck>o, daß er Unzweifelhaft und mitleidlos von Hrankrerch ab gelehnt werden würde Vriand werd: sich ertschlrssen innerhalb der Mrndej-grenz^n .des Pariser Abkommens halten. Wenn dann die fDenlschen die Tür zuschlagen sollten — und mit einer - iplchen „Geste" müsse gerechnet werden — so werde Wort ein Schiff zur Verfügung Tr. Simons' uad seit.! r Begleiter stehen, um sie nach TentfchlandAilrnck- tnktiogen. In diesem Falle würden aller Wahr- .fchcinltchkeit nach' die srauzöstfchen Unterhändler nach Daris zurückk'hren und das Parlament werde unser- ip'olich durch Briand von den Geschehnissen unterrichtet ftaerden. Man fasse nicht einmal die Möglichst ins Auge, daß die englischen Freunde auch nur einen ^Augenblick zögern könnieil, die durch das Pariser ^Abkommen vorgkselseiien Zwangsmaßnahmen unver- Esil'ch in Wirkung treten zu lassen. Ernes sei sicher: TBei.it Eitgland die Zölle eitles großen deut- fschen Seehafens in die Hand nehmen nm die und fveu» Fran?r. ich, um einmal einen Anfang zu machen, »ine bekannte große Industriestadt besetzen würde, die den Kohlenversand nachf Bayern Vnd den übrigen Ländern über den Wein regele, so W:c)e doch wohl die Reichsregierung besser nachdenken! Und zweifellos ültten, neuerdings rurch Loudon kommen 'M dürfen, nm dt'e Besprechungen auf einer Grund- :l*ee srsttüfetzen, die mit dcir Pariser Abmachungen besser im Etnklang stände. Unter diesen Umständen fwecd: die Londoner Konferenz die notwendige Bervotl- Dfäudignug der Pariser Konfereilz bilden. Das seien »ie Aussichten der Londoner Konferenz.
f Vriand werde ztvischen dem 21. Februar und dem L. März aut zwei Tage nach Paris zurückkommen Md in dieser Zeit würden sich Loncheur, Barchou und jDoiimer nach London begeben. Der Kriegsministcr «erde wahrscheinlich von Marschall Fach begleitet sein. i'STt ----*____
Sie neuen AwUmgei St Sinns’. P lob. Berlin, 17. Febr. Nach dem amtlichen Text iführte Reichsminister Tr. Simons in der zweiten Karls-'
Londoner Konferenz von den Sachverständigen voraussichtlich anfangs der nächsten Woche fertig- gestellt ein. Wie es in den Blättern heißt, sei in Aussicht genommen, die Gegenvorschläge zum Gegenstand einer Besprechung zwischen der Rcichs- regierung und den Reichstagsfraktionen sowie Vertretern des Rcichswirtfchaftsrates zu machen. Erst nach dieser Besprechung werde die endgültige Fassung der Gegenvorschläge erfolgen und zwar voraussichtlich Ende der nächsten Woche.
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Sie WdensbneSmWn der Senner.
Kürzeste Frist zur Eegenäuherung gestellt.
wb. Berlin, 17. Febr. Von der Wiedergutmachungskommission sind der deutschen Regierung in den letzten Tagen die Schadensbercchnungen des größten Teils der Ententestaaten gemäß Artikel 233 des Friedensvertrags zur Aeußerung übersandt worden. Der Rest der Berechnungen ist für die nächsten Tage angekündigt. Auf Grund dieser Berechnungen beabsichtigt die WisdeiMtmachungs- kommission, gemäß dem genannten Artikel bis zum 1. Mai d. I. die Gesamtsumme der von Deutschland zu vertretenden Schäden sestzufetzen. Sie hat der deutschen Regierung für die Aeußerung kürzeste Fristen gestellt, die bei dem Umfang des Materials und dem Fehlen ausreichender Unterlagen unmöglich eingehalten werden können. Der Wicdergutmachungskommission ist eine entsprechende Erklärung abgegeben worden. Ueber die Höhe und den Inhalt der Schadensberechnungen wird Näheres bekannt' gegeben werden, sobald die Sichtung des Materials eine Uebersicht gestattet.
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Sine neue Sehe St- dm Mts.
München, 17. Febr. Im Landtag wurde heute nachmittag die Interpellation der Unabhängigen und der Sozialdemokraten über die Haltung der bayerischen Regierung zum Pariser Diktat und in der Entwaffnungsfrage behandelt. Am Schlüsse seiner Rede erklärte Ministerpräsident Dr. v. Kahr: Die Aussprache, die demnächst in London stattfindet, wird uns vielleicht eine letzte Gelegenheit bieten, um doch noch eine Wandlung der Gedankengänge unserer Gegner anzubahnen, die, wenn sie unabänderlich sein sollten, uns zum Aeußersien treiben würden. Wird diese Hoffnung enttäuscht und sollte das deutsche Volk aus London mit dem verzweiflungsvollen »Laßt alle Hoffnung fahren" zurückkehren, so wird Europa zur Hölle werden. Diese Einstellung zum Friedensproblem führt auch in der Entwaffnnntzsfrage zu dem Ergebnis, daß trotz des Diktats unsere Einwohnerwehr nach nicht aufgegeben werden darf. Wir haben es für unsere heilige Pflicht erachtet, diesen unseren Standpunkt auch der Reichsregierung mit allem Nachdruck nahe zu bringen, und wir glauben, angesichts der Bedeutung der Frage kein verfasiungs- mäßiges Mittel unversucht lassen zu dürfen, um die Berliner Entscheidungen der Reichsregierung in diesem Sinne zu b e e i n f l u,s s e n. Sollte die Reichsregierung zu der Ueberzeugung gelangen, sich diesem Standpunkt nicht anschließen zu können, so müßte sie für alle Maßnahmen, die sie etwa im Rahmen der Verfaffung treffen wollte, auch die ausschließliche Verantwortung, tragen.
i ruber Rede n. a. noch aus: Die Franzosen ließen sich nnge- i teure Ziffern während des Krieges einreden. Sie sind «enttäuscht, daß sie noch von der Hand in den Mund leben imüffelt. Sic erwarten, daß Deutschland ihnen kräftige s Hilfe gewährt. Sie greifen dabei weit über das hinaus, iteas Deutschland innerhalb der Grenzen seiner Kraft leisten Samt. Allerdings ist auch in ihren Forderungen schon ein Rückgang zu bemerken. Ursprünglich forderten sie weit mehr als 269 Milliarden Goldmark. Sie schraubten aber bl Boulogne schon ihre Forderungen zurück und sind rat wiederum gegen die Boulogner Beschlüsse zurückge- Wangen, allerdings nicht ohne andererseits ihre ganze Hoff- Dung auf die Exportabgabe zu setzen. Sie weckten in Beiden Punkten die Rechnung ohne den Wirt gemacht Haben: denn es wird ihnen nicht gelingen, von uns diesen Wechsel auf die Zukunft zu erhalten. ES wird in löondon unsere Aufgabe fein, bessere Wege zu weisen. Dir Lösung kann nur darin bestehen, daß man die g a n z e Veli an der Sanierung mitbeteiligt. Durch unsere Ar- sbestskraft müssen wir den Geldgebern Sicherheiten stellen. M hteße eine Katastrophenpolitik treiben, wenn wir die IBarifer Beschlüsse in London anerk-nnen würden: denn ;teir könnten sie nur anerkennen, indem wir bestimmt mit Unseren Konkurs rechneten, oder wir müßten daraus Hoffen, daß über kurz oder lang ein Umsturz und eine Umwandlung der politischen Ordnung in Europa einsetzen würde. Es ist nicht unsere Ausgabe, auf eine von beiden Lösungen vorzubereiten. Wir brauchen Ruhe und Br ständnis für unsere Lage.
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Die deutschen Gegenvorschläge.
- Berlin, 18. Febr. Mehreren Blättern zn- l<?Iße dürften die deutschen Gegenvorschläge f"r die
Ausstände.
Berlin, 17. Febr. In Berlin sind hcut< Bormittag die Arbeiter und Kutscher der Großkohlensirmeu plötzlich in den Ausstand getreten. Der Grund dafür ist in der noch nicht erfolgten Durchftihrung der Tarffer- höhungen zu suchen, die vom Schlichtungsausschuß fest- gestellt sind. Wie auf eine Anfrage verschiedener Blätter bei einigen Kohlenfirmen gesagt wurde, hofft man, daß der Ausstand bald in sich zusammenbreche» wird, weil er vom Transportarbeiterverband nicht gebilligt wird.
Die Stadt Weimar ist infolge Ausstandes ohne Gas, Wasser und Elektrizität. In Mülhausen (Thüringen, haben gtftem sämtliche städtischen Arbeiter der Elek- trizitäts-, Gas- und Wasserwerke sowie der Straßenbahn die Arbeft niedergelegt.
wb. E s s e n, 17. Febr. Die Straßenbahn-Angestellten im rheinitch-westfälischen Industriegebiet sind in den Aus- swnd getreten. Der Ausstand erstreckt sich auf die Gaue Essen, Dortmund und Elberfeld ,im ganzen auf 33 Bahngesellfchaften. Don Duisburg bis Hagen und Vohwinkel ruht der Verkehr vollständig.
Die Erhöhung der Postgebühren.
wb. Berlin, 17. Febr. Der Reichsrat hielt .gestern unter Vorsitz des Staatssekretärs Lewald eine öffentliche Sitzung ab. Namens der Ausschüsse ..stattete der Braunschweigische Gesandte Boden bericht über die Erhöhung der Po st gebühren. GS handelt sich darum, das Defizit der Postvsrwal- tung im Betrage von rund 4 Milliarden :n''"llchst
zu beseitigen. Durch die Erhöhung der Gebühren wird allerdings nur eine Mehreinnahme von zwei Milliarden erwartet. Bei den Beratungen in den Ausschüßen wurde der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß eine allmähliche Abbürdnng des Restes des Defizits nur erwartet werden könne, wenn wieder eine intensivere Arbeitsleistung bei der Postverwaltung eintrete. Im einzelnen wird das Gesetz über Postgebühren-dahin abgeändert, daß das Porto für den einfachen Brief 60 Pfg. und für Postkarten 40 Pfg. betragen soll. Nach der "Regierungsvorlage sollten für Briefe über 20 1,20 <11 Porto erhoben werden. Die Aus- des Rsichsrates haben eine Mittelstufe von
1 -tl für Briefs im Gewicht von 20—100 Gramm eingeführt. Briefe über 150 Gramm sollen 1,50 M Porto kosten.
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M Weite KmmEeiMzH.
Cassel, 18. Febr. Am gestrigen dritten Tage des Prozesses gegen die Führer der „Noten Armee" wurde die Vernehmung des Angeklagten H a r o i S; ksrtgckxi. ES wurde zunächst ans den vorliegenden Unterlagen eine Anweisung für die Inhaber der ein- zilnen Ressorts in der Oraanljation der sogenaiknten Roten Armee besprochen. Der Angeklagte sagt baut, daß die Dezernate direkt der M. O. L. iMllitärischen Oberleitung) nnlerstandc:, haften. Auf Befragen des Vorfidenden antwortete der Angeklagte, daß es srch 'ediglich um eine Selbstschutzorganisäiion g-men einen in Bälde erwarteten Rechtsputsch gehandelt habe. Die einzcuien Akten über die verschiedenen Terernalc zeigen, daß fchoi. ziemlich viele Meldungen der Krersstab- iextungai ai* den Bezirksleiter Ha wich eingegangen traren.- Die Dezernate waren bis ins kleinste vorbereitet. soirrhl hinsichtlich der Beschaffung von Waffen, 'Perpsl»aung, BrklcÄuirg wie über die Einteilung der Bezirkskrmmandos, d r Ucbungsschülen, Ersatzdepots, Werbebüros usw. Cs Ituttbc strenge Disziplin ge- fordert. Auch die Löhnungen und Zulagen für die Mitglieder der Organisation und ihre Angehörigen waren geiu.i: festgesetzt. Interessant ist, daß die räherrn Anweisungen für die Finanzdc-ernent-n oull die Bef ch l a g u ahme sämtlicher Lanke n und »io Erfassung aller Privalgefver, sowie iw.-i Koo le. Kali, Edelmetall usw. vorsahen und zrvrr ;nm Teil mk Hilfe der revolutionären Angeftelltenräte. Die Meldungen der Kreisstableiter nach den höberrn Kom- maudostellen sollten sich auch genau über die in den F nwclie rl äden vorhandenen Gold- u.ib L's^er fachen und srnstize« SoU6arTei1e:t ausfp echen. Auch das Fohrlvesen und der Nachrichtendienst waren sehr zemut gegliedert. Auf Vorhaltungen des Lotfitzenden gab der Ang.-klagte schließlich zu, daß die ganze.'Sache einen militärischen Charakter habe.
Aus der weiteren Vernehmung ging hervor, daß Harbich sich nut Mklgliedern der Ortsgruppe bet V. S?. P. D. in Verbinomrg gesetzt habe, um „geeignete Sejite” zu erfahren. Tab ei habe er getagt, daß es sich, nm eine illegale Organisation handele. Harbrch verft.ht unter einer illegalen Organis ttivu eine solche, die in Tätigkeit treten soll, wenn die legale aus irgend m.llchen Gründen nicht mehr könne. VesonoerS um» »angrsich waren auch die Meldungen über das Mateeiil und die Stärke öxs Gegners.(Reichswehr. Sch > und blaue Polizei) gewesen. Harbich gibt ;n, daß die Organisation eventuell auch Gewalt anweuden wollte, aber angeblich nur, um einen Rechtsputsch abzuwehren. Sie sollte die kapitalistische Wirtschast beseitigen und -die proletarische erc'chten. Als Eigeumalerial legt dec Verteidiger nach weileren län- ger-lr Verhandlnngeri einen genauen Putschplan der Organisation Escherich im kreise Sieger:, Zahrsiclie Sckiwarzdorf vor, her mit Unterschriften versehen ist und in dem der Bergarbeiterverband eine große Potte spielt. Er stellt den Be?.eisantrag, die befr eiben Zcugen darüber zu rcrnchmen. Die Vccnehniung des Argellagtcn Harbtch wird heule fortgesetzt.
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Der Massenmord am Essener Wasserturm.
Dir Verhandlung vor dem Essener Schwurgerichi gegen die 15 ehemaligen Rotgardisten, die sich wegen der furchtbaren Metzelei am Essener Wasserturm, zu verantworten haben, fördert von Tag d;i Tag neue grausige Bilder zu Tage, die lauai noch über» beten werden können. Zeitweilig kommt es zu erregten Zwischenfällen bald zwischen den Lerteidig.-rn und oem Voriitzenden, bald zwischen den ersteren und den beiden Staatsanwälten. E» tritt immer klarer in sie Erschcinuiig, daß die Rotgardisten den Plar ge- chmirdet haften, die int Wasserturm emge|lliioss-n- Mannschaft, die noch immer stundenlang kämpfte, als die ganze Stadt von Rotgaroisteii bereits übergeben nicht lebend hcrauskommen zn lassen. Di: weiter':- Vernehmungen ergaben Einzcihei.en dec scheußlichen Bonität ton (cstialllllrat Cl-araller.
Marburg und Umgegend.
' Marburg, 18. Februar (Hornung).
* Universität. Wie die „Hochscbulkocr.^ erfährt, ist der durch die Uebersiedeiu.rg von Prof. D. Heftmaller nach Bonn erledigte Lehrstuhl für Neues Testament dem o. 'Professor Li:. Rudolf Bult man« in Gießen Angeboten worden. Prof. Bultman» war Riperent an der hiesigen Stipenbiateuanstalt (2e- nlinarinm. Pbllippinum), promovierte 1910 zum Si- iheol. und erhielt zwei Jahre später die venia legendi, Michaeli? 1916 kam et als Extraordinarius nach Breslau als Nachfolger W. Bauers und am 1. Oktober 1920 als Ordinarius nach Gießcn als Nachfolger Wilhelm Bovssets.
* Tie Not öcr Stuoenten. In Anwej-icheft oeS Voriitzenden drs deutschen Stud utenunterslützungS- bnndes von 1914, Oberpcäsident a. D Exzellenz. Michaelis, sand gestern wegen der Behebung de« Not unter der Studentenschaft in der Uuinrsi.ät ine Besprichnnq statt, an der Vertreter der Uuroersi ät, der Stubenttnschast, bis Kreises und btt Stad t i a""-e\
* ^andwirtschastskammer. 'Die Wahle» zur Landwirttchastskammer sind enbpülttg auf den 20. März bestimmt. Schlußtermin für die Vorschläge ist der 5. März.
* Eine Bürgermeister-Versammlung fand heute im Gastbaus Seebode statt. Es handelte sich hauvttächltch um die Wahlen.
* Deutschnationale Volkspartet. In den letzten Tagen fanden übet 40 gut, zum teil sehr Gut besuchte Wabwersammluugen der Deutschnatto- iialen Volkspartet statt. Unser Kandidat, Herr Sonnenschein sprach auf;er im Kreise Biedenkopf in einer großen Haudwerkerversammlung in Gaffel, z» der weder die Demokralen noch das Zentrnni Vertte- 1er entsandt hatten.
* 2. Wettgehen bet Universität Mar« bürg. Sonntag, 20. b. Mts., veranstaltet die Unk erfitet Marburg ihr 2. Wettgeben über 15 Nitometer, Der SIbmntWh erfolgt 9,15 llhr vorm. »om Kämpfrasen ms. " Der^lkad. Turnverein, der im Vorfahr: nebens ’iner staatlichen Zahl von Einzelsiegen auch für die beste Leistung seiner fünf ersten Sieger den gestifteten Wau- Vrbreig erhielt, führt diesmal wieder feine besten Kräfte ms Feld, fodqß es den anderen Korporationen schwer >ein wird, ihm den Preis streitig zu macken. Die Ankunft Vr erften Sieger dürfte gegen 10 Uhr auf dem Kämpfrasen' ’n erwarten fein. Der Marburger Radfahrerverein wirft' guck diesmal wieder in feiner bekannten Hilfsbereitschaft im Kampfgericht mit.
*Düngungskursns. Wir machen die Landwirte dcS Kreises auf den am 22. und 23. Februar von 10 bis 2 Uhr im Gasthaus Freidhof in Marburg stattfindenden DüngungskurfuS aufmerksam, der von Herrn Winterfchuldirektor Schlicht in Marburg geleitet wird und in dem bie gesamte Düngung mit besonderer Berück- 'ichtiqung bet neuen Kunstdüngemittel besprochen wird. Gerade jetzt vor bet Frühjahrsbestellung ist vielen bie Aufklärung sicherlich sehr erwünscht. 'Der Besuch des Kurfus kann deshalb allen Landwirten dringend empfohlen, werden.
Theater, Konzerte, versammlunßeu us«.
* Deutsche Volkspartet. Heute Freftaz, de» 18. Februar, abends 8 Uhr, Stadtfäle, spricht in einer öffenllicken Versammlung' der bayerische Generalleutnant, Neickstagsabgeordnetet Exz. Ritter v. S ch o ck übet daS Thema: Pteußen und Bayern. Vorverkauf in unterem Parteigeschästszirnmet bei Bopp (Reitgaffe). Exzellenz v. Schoch führte 1915 bie 21. bayerische Infanterie- Brigade beim Durchbruch von Gotlice, bei der Wieder- ervberung von Vrzemysl, beim Do)iau-Uebergang bei Temessziget und im serbischen Feldzug, 1916 h?i der Erstürmung des Waldes von Avoeourt bei Verdun. Im Juni 1918 wat Exz. v. Schoch Führet der 3. hgy-rischen Infanterie-Division, die sich in der Erstürmung des Piemont- und ThieScourtwaldeS bei Noyon so hervorragend bewährt hat. Außerdem spricht Herr Amtsgerichts- rat Dr. L v ü m a n n über das Thema „Worauf es bei der Preutzenwahl aniommt", ein Redner, der bereits in Marburg bestens bekannt ist. Siehe die Anzeige im 2. Blatt.
• Bauernvetsammlung der Deutschen Volkspartet. Mau schreibt uns: Durch etn satz- technisches Versehen ist die gestrige Anzeige der großen Bauernversammkung der Deutschen Volkspattei, die heute Nachmitlag 4 Uhr in Hachborn staiisindet, so fchlecht von einer Anzeige der demokratischen Partei Wen wählst Du?
Nicht
die Aebolntion»« lind ffienvialftrcifpar» teieu, zu denen auch die Demokratisch« Partei zu zählen ist, krotzdcm sie sich setzt al» »Partei der Mitte" bezeichnet.
9li Ol^’s rai ™
Derrtschnattonale oder Deutsche Volkspartei.