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Lmütches VeMndigungsblatt des Kreiser Marburg.
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Tageszeitung für (bas früher kurheffifche) Oberhessen
Die „Oberdessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4 25 SJlf durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg. 1 Ml. mehr, w'ür ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kern Ersatz.— Lerlaa von Dr. E. Hitzeroth. — Druck der Unin.-Buchdruckerer von Joh.Aug. Koch, Markt 21/23. — stiernsprccher 55.
Marburg
Donnerstag, 10. Februar (Sornmig)«
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nicht, daß
nichts Bestimmtes sagen, das wird von zenwahlen abhängen!"
Wieso von den Preutzenwahlen?
Eine ausländische Stimme zu den Preutzenwahlen.
Sagtrns Saite wtettl
Festhalten an der Reichseinheit.'
Wb. München, 9. Fcbr. Eine amtliche
Die Kosten der Kommissionen der Verbündeten in' Deutschland.
Das „Berk. Tagebl." gibt einen Ueberblick über die hoben Kosten, die Deutschland auS der Unterhalt tung?f,fltcht der Snteniekommtsfionen erwachsen. Etwa 2500 Mitglieder weilen gegenwärtig in Deutschland au Reichskisten, davon allein in Berlin $74 Offizien, 110 Beamte und 133 Mannschaften. Die Untechal- kungskrsten verteilen sich auf Quartiecgelder, V:c- vsiegut gsgc'der und Gehäller. Die monatlichen Ber« vfleauvgsgeidcr betragen nach Anordnung des Gen.rals Rollet für den Präsidenten dec Ueberwackmuqskom- Mission 28 500 Mark, für Generale 21 000 Mk., für Obersten 15000 Mk., Subalternofsiziece 12750 Mk, Unteroffiziere 5775 Mk. und Mannschaften 3500 Mk. Zu diesen Lerpslczungsgeldern kommen die Kosten für die Quartiere, die bei einzelnen Generalen mrnat- lich rund 12000 Mk. betragen. Danach bezieht ein Ententchauplmaun allein mit seinen Verpflegung-- geldern bei freier Wohnung mehr als der deutsche Rcichskau.'er.
Weitere Protestkundgebungen.
wb. D a r m st a d t, 9. Febr. Der Finanzausschuß des Landtags, in dem alle Fraktionen vertreten sind, hat in Anwesenheit der Regierung und des Präsidiums des Landtages zu den Pariser Beschlüssen Stellung genommen. Enimütig stellt er sich als Vertretung des '-Luschen Volkes hinter die Reichsregierung in Berlin und erwartet, daß ie an dem ausgesprochenen „Unannehmbar" diesen Beschlüssen gegenüber unterallenUm ständen fest- halte. Die Forderungen der Entente seien wirtschasi- lich für das verarmte, mit der äußersten Rot kämvsrnde Deutschland vollkommen unerfüllbar.
tob. London, 9. Febr. In einer Unterredung mit dem Berliner Berichterstatter der „Daily Retos" erklärte Prinz Max von Baden, die Staatsmänner der Ber- bündeten wüßten wohl, daß die in Paris ausgestellten Forderungen «»erfüllbar seien. Unmögliche Bedingungen würden Deutschland auferlezt, damit die an- gedrohten Sanktionen durchgeführt werden können. Diese Sanktionen sollen das Ziel der Franzosen, den Zerfall Deutschlands, bewirken. Prinz Mix sagt«: „Die Regierung Fehrenbnch-Simon wird nicht unterschreiben. Wir sind eher bereit, uns in eine Katastrophe, die der Einmarsch siMzösischrr Truppen und die Besetzung des Ruhrgebietes nach sich ziehen wird, zu schicken, als mit eigener Hand lytfercn Kindern und Enkeln dir Ketten anzulegen, die uns jetzt fesseln."
83’i der Henrichen Prüfung aller einschlägigen Gesichtspunkte und bei den bisherigen Besprechungen ergab sich, daß dieser Standpunkt, der ausschließlich durch die Sorge für den staatlichen Wiederaufbau bestimmt wird, auch durch die neue Lage nicht umgesroßen werden kann und daß die gleichen Gründe, die von Anfang ihn notwendig machten, ungeschwäcbt weiter öestrhen.^ Die Einheit des Reiches stand für alle Bereiligicn dabei außer Frage. Einem separatistischen Gedanken ist während der ganzen Verhandlungen auf keiner Seite auch nur einen Augenblick Raum gegeben worden. Die endgültige Abfassung der an die Reichsregierung zu richtenden Note, wird Donnerstag vormittag erfolgen.
wb. Berlin, 3. Febr.' Den Beschluß, den das bayerisch: Kabinett gestern faßte, wurde d-r Rcichs- regierung durch einen besonderen Abgesandte,', den Staatsrat Meine!, mitgetcilt, der dem Reichs - Minister des Aeußern heute vormittag einen längeren Besuche abstattcle
Preußen zustande kommt.
Und wenn, wie wir hoffen, die Wahlbeteiligung der bürgerlich denkenden Kreise so jein wird, dast wir eine ruhige Regierung der Mitte bekommen glauben Sie dann wirklich, daß uns wesentlich geholfen wäre?
Zweifellos« Denn in dem Augenblick wird das Zutrauen zu dem ernsten Willen Deutschlands, zn gefunden (und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg), stärker werden, dann wäre die Vorbedingung ge« schaffen, um eine Anleihe größeren Stils disku, tieten zu können, dann würde sich vor allem dir Valuta heben. Wichtig ist und bleibt aber, daß wir sehen, daß die ruhigen Elemente in Deutschland, die Aufbau und inneren und äußeren Frieden erstre« ben, so stark sind, daß sie bei der Wahl den Aus« schlag geben können. • ® ^h.
Ala ich herüber kam, wußte ich gar
Preußen als Staat noch existiert und glaubte, es gäbe nur ein allgemeines Ringen zwischen Rord- und Süddeutschland. Jetzt sehe ich, wie wichtig die künftige Regierungsgestaltung in Preußen im Rahmen der heutigen Reichsverfasiung ist. Das Reich ist nur dann vertrauenswürdig, wenn es konsolidiert ist, d. h. wenn die beiden Vormachlstaaten, Bayern und Preußen, sich verstehen, und das kann nur sein, wenn eine Regierung der Ordnung in
Ausstände
In Berlin droht ein neuer Ausstand der Gem«nbe- arbeiter. Der Magistrat will d« Gehalter und Löhne aller Beamten und Gemeindearbeiter um 15 v. H. er« böben, was rund 78 Millionen Mark im Jahre aus« machen wirb. Woher er ba8 Geld nehmen soll, weiß allerdings der Magistrat nicht: er kann nicht einmal b« retoaltigen Fehlbeträge der letzten Vergangenheit decke» Die Gemeindearbeiter haben die Zahlen des Magistratt a!S zu niedrig abgelehnt. Oberbürgermeister B«tz hat den Organisationsleitern gegenüber erklärt, daß für den Fall, daß den städtischen Arbeitern 15 Prozent und 10 Pfennig Stuudenlohn mehr gewährt würde, «* 1. Februar die Stadtverwaltung mit aIle« L sierungen aufhören und die städtischen Werre tw
Zch traf neulich mit einem Amerikaner zusammen, der hergekommen war, um die Verhältnisse in Deutschland zu studieren, namentlich unter dem Ge- ichtspunkte seiner finanziellen Sicherheit und seiner Kreditfähigkeit als Staat. Auf meine Frage nach kann »och
ieinen Eindrücken erwiderte er: „Ich
wird erneut darauf hingcwiefeu, daß die einzige hierfür behördlich genehmigte Sammlung die G.enz ’penbe für Oberschlesien, Berlin NW. 52, Schloß Bellevue, ist, deren Laudcsscnnmelstcllcu von den Ver- einigten Verlanden heimattrcuer Oberfchlesier und dem Deutschen Schutzbund geleitet, toerben.
Die interalliierte Kommission in Oppeln hat die Frist für Einsprüche gegen Ablehnung der Eintragung in die Stimmlisten Li3 zum 22. Februar abends 6 '.Ihr in Oberschleficn eingehend verlängert., Es ist hiernach erforderlich, daß die Ortsgruppen der Vereinigten Verbände heimattreuer Obcrsclstcstcc die letzten Einsprüche spätestens am 18. 2. auf dem »"«blichen Wege absenden.
England. ' *■
London, 9. Febr. Das vormals deutsche Linienschiff „Baden" ist zwischen dem Festland und der Insel Wight im Verlauf von Versuchen mit Lufttorpedos und kurztrageudeu Geschützen versenkt worden. Diese Versuche wurden veranstaltet, um die Bauart der deutsche«« Schlachtschiffe und den Wert von Kampfschiffen zu cr- vroben, bezüglich dessen seht zahlreiche Meinungsverschie- denbeiten zum Ausdruck kommen. Die „Baden" wird zum Zweck weiterer Versuche wieder gehoben iverden.
tob. London, 9. Febr. Wie aus Tork gemeldet wird, teilt die Militärbehörde die gesamte ländliche Bevölkerung zwischen dein 17. und 50. Lebensjahr in Züge ein, um als Bürgergarde aufzutreten und in dem ihnen zugewieseuen Bezirk zu verhindern, daß Ueberfälle auf Streitkräfte der Krone stattsindeii oder beabsichtigte Ueberfälle sofort zur Kenntnis ber Militärbehörden zu bringen. Diese Bürgergarde wird für jeden in ihrem Bezirk vorkommenden Angriff Ä-rantwortlich gemacht.
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Oberschlesien.
wb. Berlin, 9. Febr. Da neuerdings von ver- ,'chied->nen Stellen im Reiche Geldsammlungen für die Bolkslihstimmnng in.Obers-bl si:n tetangaüfl werden.
Lin Deutscher?
„Meine Herren Franzosen! Ich verstehe die Stimmung, aus frei heraus die Beschlüsse von Paris geboren sind. Sie wissen, daß unsere Regierenden Ihnen 1914 den Krieg auf gezwungen haben, daß sie «Ltschlossen waren. Ihnen lieber T«l und Verdun abzuverlangrn, ehe sie die Neutralität Frankreichs duldeten. Sie wissen, daß bei uns die mächtigsten Wirtschaftsverbände im Annexionswahnfinn gegen Frankreich schwelgte«. Sie wissen, daß unsere Militärs durch die Deportation Ihrer Zivilbevölkerung, durch die planmäßige Verwüstung.^des Sommegebietes, durch die Zerstörung Ihrer Fabriken und Kohlengruben sich anfagbare Verbrechen haben zuschulden kommen lassen, für die noch keiner zur Rechenschaft zezogen worden ist. Sie haben mit Ingrimm den Zustand Ihres verödeten Ostens und Nordens mit dem blühenden Rheinland verglichen. Sie leiden jetzt wirtschaftlich und finanziell mindestens fo wie wir." — So Herr v. Gerlach in der „Welt am Montag". Einer Kritik bedarf biefet Skandal nicht, wie et nirgends möglich ist außer in Deutschland. -
teiluug besagt: Die Berliner Besprechung der Suats- und Ministerpräsidenten vom 5. 2. gab in Bayern Veranlassung zu eingehenden Beratungen sowohl im Ministerrat wie in Schoße oct Koalsiionsparte en. Im Mittelpunkt dieser Verhandlungen stand für Bayern naturgemäß die durch die Pariser Note ber verbündeten Mächte ausgesprochene Forderung der Entwaffnung und Auflösnng der Einwohnerwehren, deren Beibehaltung für Bayern nach wie vor nach der überein stimmenden Anschauung aller beteiligten Faktoren eine Lebensfrage bifoel Die bavenjch: Staats regiernng und die Koalitisnsparteien haben die Möglichkeit einer solchen Forderung der ver- Eünbebn Mächte niemals außer Acht gelaßen, so oft u auch ihren Standpunkt in dieser Frage geprüft und bis heute unverändert fest gelegt haben.
Eine auffällige Amtsenthebung.
Der bisherige Inspekteur der Schutzpolizei im rrenßischen Ministerium des Innern, Geh. Regieruugs« rat v. Priesdorff, vor der Umwandlung de: Sicherheitspolizei deren Dezernent und ehemals Major m Kriegsmlmfterium, ist von dem Minister des Innen Setering durch folgendes Schreiben vom 5. d. MiS, zum 1. März seines Postens enthoben morden:
„Nachdem die Verschmelzung der blauen und grüne« Polizei durchgeführt ist, wich cs auch,erforderlich, di« Tätigkeit des Inspekteurs der Schutzpolizei organisch » die Arbeitsgebiete meines Ministeriums einzufügen. Mil Rücksicht auf die im Staatsiuteresse unbedingt gebotene Sparsamkeit soll in Zukunft die Stelle des Inspekteurs mit der des Referenten für Schutzpolizeiangelegen- heitcn vereinigt werden. Ich kann daher die zurzeit von Ihnen wahrgenommene Stelle nicht mehr bestehen lassen und sehe mich veranlaßt, Ihnen den Dienst zum 1. März 1921 zu kündigen. Hierbei nehme ich Vev anlassung. Ihnen für Ihre dem Staate gekitteten Dienst meinen Dank auszusprechen. Wenn es mir auch zurzci nicht möglich ist. Ihnen in der Polizei eine andere, Ihren Fähigkeiten entsprechende Stelle zu übertragen, s< bin ich doch geneigt, Sie im Falle Ihres Einverständnisses später als Leiter einer der demnächst zur Verstaatlichung gelangenden Polizeivcrwallmigen zu verwenden.7'
Geheimrat v. Pncsdorff hat gegen die von ihm als u: gesetzlich empfundene Kündigung Einspruch erhoben und um seine Beurlaubung gebeten. Der Grund für die Amtsenthebung dieses um die Regierung verdienten Beamten innerhalb so auffällig kurzer Zeil ist nicht allein mit der (allerdings erforderlichen) Spar- emtti. zu begründen, vielmehr scheinen pol« lischt Gründe in erster Lin-e maßgebend zu sein. Nach bei Revotuti-n hatte sich Geheimrat v. Piiessorsf zum Sozialismus bekannt, später soll er eine oöllrge Schwenkung nach rechts vollzogen haben. Aie di» „Bofs. ßig." mitteilt, habe er währeild einer Juspek- tionsretje ohije Auftrag namhaste Beträge verteilt und dem Minister Auskunft über die Herkunft der Gelder verweigert haben. Daraufhin sei das KllnoiguugS- chr-iben erfetgt. Eine authentische Klarstel'uug dieses Falles darf erwartet werden.
i sie Eltem mü Seniie«.
। Dr. Simoys und Dr. Wirth Vertreter in London.
r1 wb. Berlin, 9. Febr. Bei der deutschen Re- tierunt ging eine besondere Einladung der eng- 1 |tfdien Regierung zur Londoner Konferenz ein. Die ' Wnladiing wird zusammen mit der deutschen Antwort - baldigst verüsstnilichl. :
i Die „Aofs Zeilg.'^ meldet: Tie deutsche R:gi:r««ng , Mrd auf de» Londoner Konferenz durch den Reichs- ’ ^sinister des Aeußern Dr. Simons und Reichsfiuauz- vinffste- Dr. Wirth vertreten sein. Die Minister swerdeu »en einem Stabe politischer, hauptsächlich ab«r pnauzikkler und vvlkswirislhaftlichcr Sachverständiger ' begleitet fein. j
| Berlin, 10. Febr. Zur Stellung des Reichs- , Ministers Dr. Simons wird tu: „Berlin«: Lokalauz " ; »on einer hervorragenden Persönlichkeit, die in den , .kchteu Tagt« mit dem Minister zu sprechen Gelegen- fceti hatte, erklärt. RcichSaußennnnister Dr. Simon? ’ ß>euki gar nicht daran, die Pariser Beschluss: anzn- «ehmeu. Er würde sich selbst dann nicht fügen, jtpf.in, ’.z-c.S nusgefchlvsjcu ist, im Kabinett eine Mehr- '|^it g.aen chn zu Stande käme.
! wb. Stzet' in, 9. Febr. In einer Wahlversamm- lsng erklärte Vizekanzler Dr. Heinze,-daß c5 frag- ' »ich f£i, ob wir uns in diesem Augeilblick eine schärfere 1 Dcssiffk feigen könnten. .Es fei besser? vorsichtig zu |cii'. uiij irrifc Zurückhaltung zu üben, da wir Franksch iind England vollkommen wehrl.'s^ g'-genüber- päiiben. Dio Erklärungen des Ministers des Aeußern' |8tkn im Auslände liefen Eindruck erweckt. Nach London wüebcu wir nur gehen, wenn wir Garan- |ieu haben, daß auch wirklich verhandelt ffrd.
;i x Der Tau bet deutschen Antwort „befriedigend".
» wb. London,8. Fcbr. Renier meldet ans Berliii, . fct dortigen politischen und französischen Kreisen werde bL- Auiweri Deutschlands auf die Einladung zur Teil- »rahme ritt d-r Londoner Konferenz als befriedigend tis-enommen. Der Ton der oeucfchen Ant- toert fei persöhnlicher als ursprünglich ange- lueiniiteu Sei und werde dahin ausgclegt, daß sich Tr. Einten? in seiner .Haltung von bedachtjai.ie.t und rii'fichtsvslken Erwägungen habe leiten lassen.
\{ Sachoerständigenberatungen.
tob. Berlin, 9. Febr. Im Auswärtigen Amt |aab unter' dem Vorsitz des Ministers des Aenßenr kitte Sitzung von Sachverständigen statt, um die d.'ilischt Srelluiignahmc zu den Beschlüssen der Pariser ß?ovfci^vö tu der Entschädigungsfrage im einzelnen zu eröriera «nd die dcutschen Gegenvorschläge dorzubereiicu. Rcichsnchtister Dr. Simons gab zu- Nämst eine» Ueberblick über die gegenwärtige politlfche Lage sow-it sie sich auf das EutschLngunqsoioblem brzi-bt.' Die wirtschaftspolitischen Wirkungen der Pariser LtMüsse wurden hierbei besonders behandelt. Nach et machender Besprechung der einzeluen in Frage kommend^'. Probleme Wurde ein engest Arbeitsausschuß eingesetzt, der die Beratungen am Montag auf- nimmt. Drtn Arbeitsausschuß gehören Vertreter des tzavtzkls, der Industrie, der Finanz, der Landwirishaft, der Seeschiffahrt und der Arbeitnehmer an.
Laut „Bofs. 31g.73 gehören dem von ber Sach- vcrsläudigenkoufcrenz ttn Auswärtigen Amt gebildeten eag-reu Arbeitsausschuß die folgenden Mitglieder an. Vorfitzevlw» des Reichswirtschaftsrats Edler Brann» Geyctmrat Wied seid vom Direkwrium dr«: Frt'drich Krupp-Aktiengesellschaft, Direktor Hans Kramer, (&ncralbire!tor Cuno, Walter Rathe- »au, Acke« ne5, Generaldirektor Bögler,-Reichs-, baiikoriiside«! Havenstein, Generalsekretär Sil« ber schmidk als Arbeitervertreter.
t- Keine Bersthiebung der Grundlage der Pariser j-5 BefchlLffe.
' wb L o n d o n, 9. Febr. Reuter meldet aus P tris: Cs verlautet tu dortigen politischen Kreisen in Bezug auf die Stelle in der deutschen Note, die die Ber- mutnng ansfpcicht, daß die Verhandlnngen in Lonco« eine Erirftrung der deutschen Gegenvorschläge umfassea werden, Wg die deutsche Delegation gemäß dem R'chte, dar ihn«» der Friedensvertrag gibt, gehört werden sollen um* Ke irgendwelche neue Gegenvorschläge unter- hreile> «w das Pariser Abkommen zur Durchführuns zu briuHM. ES sei möglich, daß diese Borschläm- tzeprtlft Werden. Wenn die Deutschen dagegen versucht«, Me Frage der Grundlage dieses Abkommens D» verschieben, so würden die Verbündeten sich nicht darauf einlassen.
„Petit Parisirn77 erklärt, die deutsche Delegation werbe in London ziemlich rasch v cken, daß dte verbündete« Regierungen eine Erörlerung über die Aus- sühmngS«odalitäten, jedoch nicht über die Grund- lafj d.'L ■ftfemmenä utlafieil würden.
Einfpruch gegen englifch-sranzöfifche Trupp« in Wilna.
tob. Stockholm, 9. Febr. Laut „Sorialdemokraten" bat die Sotojeiregiernng nach mehrmaligen Beratungen 'ich damit einverstanden erklärt, daß Militärkontingente vr neutralen Staaten für die Ordnung im Wilnaer Ab- stimmunasgebiet sorgen. Englische und französische Trnp- vrn würde die russische Regierung im Wilnaer Gebiet nicht dulden dagegen würde man in Moskau keinen Einspruch erheben gegen die Entsentzuirs- am-rffanischer und italieinscher Truppen.
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.Amerika.
tob London ,9. Febr. Nach einer Reutermeldung ans Washington hat Kriegssekretär Baker die vollständige Einstellung der Rekrutierung für das Landheer entsprechend der kürzlich vom Kongreß angenommenen Entschließung angeordnet. Man nimmt an, daß neun Monate nötig sind, um den Effektivbestand des Heeres auf 175 000 Mann z» bringen.
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Tschecho-Slowakei.
tob. Wien, 9. Febr. Tie Prager „Bohemia" meldet: Die Deutschnationalen brachten im Senat eine dringliche Interpellation ein wegen der Einguartierung tschechischer Sotbflten im Egerlande, durch die reindeutschc Gemeinden für den Stichtag der Volkszählung mit Tschechen durchsetzt werden. — Nach einer Meldung der „Bohemia" Znaim bedrohen dort tschechische Agitatoren die deutsche Bevölkerung mit Ausweisung, die Arbeiter mit Entlassung und die Beamten mit Pensionierung, falls sie sich bei der Volkszählung zum Deutschtum bekennen sollten. Die Ausnahme von VertraunSmännern der deutschen Parteien in die VolkszählungÄrmmissionen wurde abgelehnt.
wb. Wien, 9. Febr. Wie dar „Reu« Wiener Tagblatt" meldet, hat die Lsterreichifih« Regierung ein Einfuhrverbot für ausländisches Bior erlassen, ba allein die Einfuhr ber Pilsener Biere eine Ausgabe von % Millionen Kronen erforbeje. Daraufhin verbot bie tfchecho-slowakischr Regierung die Einfuhr von Maschinen aus Oesterreich. ,