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Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für ldas früher kurhessische) Oberhessen

Erstes Blatt

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' He IkNzffische KegittMMlliikmz.

vor der Wiedererhebung desAngreifers'

Dergroße Freund Eng,

Die Notwendigkeit stark zu bleiben.

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durch eine enge Eintracht zwischen den Verbündeten er-

Diese Eintracht ist die grundlegende

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n all den Staaten, die aus dem

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Regirrung endlich ein Machtwort zu spreche».

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in der Herde Bewerber als gleich wertig eignet bezeichnet wurden, in der schweren Berlin? Gnmindeaufgaben zu bewältigen.

Der Miiuslcriräsident drückte die Hoffnung aus, der ReparaiionSfrage bald eine Verständigung finden.

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Sturz der Regierung und der Verfassung und zr-r Ansrichtunz« der Diktatur des Proletariat ob,vtite. Die sieben Festgcnommenen, die größtenteils geständig sind, wurden nach Soest verbracht und dem Staatsanwalt des außerordentlichen Gerichts borge fuhrt. Das Gericht selbst begibt sich Tritte noch nach Soest.

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Unserer Schäden dieselben unschätzbaren llnterstütznngen iNerben angedeihen lassen, wie in dem großen Kriege, in

Set Auskunft Burd) bte Geschäftsstelle und Vermittlung bet Angebote 75 Pfg. Son- detgebühr. Bei Beträgen unter 20 Mk. müllen wir bas Porto für ble Rechnung berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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5 tlien betrifft, so werden unsere Interessen dalsin- dehen, die Bande, die der Krieg zwischen den beiden .lateinischen Völkern so glücklich begründete, noch besser ;|it gestalten. Wir sind dessen sicher, daß unser» ameri- skanischen Freunde uns Bei der Wiä>ergutmachung

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Der Anzeigenpreis beträgt für bie 8gesp. Zeile 75 Pfg. unb 10°/, Aufschlag, amtliche I « unb auswärtige 1. Mk., Reklamezeile 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt I 56 AUhFF Bet Auskunft durch die Geschäftsstelle unb Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Son» I

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Wirksamkeit in Anspruch und es ist dringend nötig, daß litt Friede mit der Türkei verwirklicht werde. Unter gegenwärtigen Umständen werden wir ebenso» d>e»ig wie unsere Vorgänger, die Sowjetregi-

Seri. A, f'aTe,

:*u n8 anerkennen, solange in Moskau kein Regime be- s«iht, da- m Wirklichkeit das russische Volk darsiellr ;hnB das bereit ist, die Verpflichtungen zu halten, die die i frühere Regierung dieses Landes übernommen hat. Der Bolschewismus in Rußland muß auf seine Grenzen be­schränkt bleiben. Wir haben nicht das Recht, in Ruß- «nb in intervenieren, aber eS ist uns unmöglich, zuzu-

Rcichcs Material über Uutsturzpläue und die Rote x Armer gefunden.

tob. Berkin, 20. Jan. lAmtlich) Bester-. vor­mittag wurden sieben Führer der kommunistisch m illegalen Kampfsiganisation in Mest-Dcutichlaud fest- g e uv mmcn, darunter der wegen seiner kan mu- aistischen aufhetzenden Tätigkeit bekannte Bergmann Zchrödir. Bei den Durchsuchungen wurde rei­ches Mate rial über di« Bildung einer Roten Armee in West-Deutschland ge­funden. Die Organisation baute sich tn Bezirke, Unter» bczirke und Ortsstäbe unter einer Oberleitung mit dem Sitz in Essen auf. AuS den Vorgefundenen Papiren und dem Geständnis des Schröder fest- gestrlü, daß der Plan auf ein^i gewaltsamen

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Marburg Freitag, 21. Januar l Hartungs

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Türkischer Sieg in Kleinasien?

wb. Paris, 20. Jan. Nach einer Meldung derChicago Tribüne" aus Konstantinopel haben Bte Truppen Kcmal Paschas tn Anatolien eine allgemeine Offensiv» gegen di« Griechen begonnen. Sie sollen diese gezwungen haben, Jsmid zu räumen, und Bcussa besetzt haben. Tie Lemalisten behaupten, 4500 Gefangene gemacht, 17 Feidgcfchütze und große Muni-

Det Wett der bisherigen deutschen Leistungen, die Deutschland auf bie Gesamtsumme derWiedergut­machung" anzurechnen sind, beträgt nach der amtlichen Denkschrift 21 Milliarden Goldmark, darunter die Handelsflotte mit 7,3 Milliarden und Eisenbahn- material etwa 1,9 Milliarden. Bis zum 31. De­zember sind von Deutschland geliefert worden: 2 054 729 Bruttoregistertonnen Schiffsraum, davon 2 019 654 Dampfer, 9756 Schlepper und 25 329 Tonnen Segler. Ungefähr eine halbe Million Schiffsraum sind noch zu liefern.

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- Datura und . in Beteiligungen aller Art zum Vorteile ks Gläubigers durchgcfuhrt werden. DaS ist nur Gc- Es ist unsere Ansicht, daß dieses Ziel imr

tLersall des österreUhisch-ungarischcn Kaiserreichs entstan­den sittd, vernachlässigen und die Abmachungen durch- .stihren, die es jedem dieser Länder ermöglichen, seinen .Wirtschaftlichen Wiederaufbau zu beleben. Die Lage im

.Bedingung für die Regelung aller Fragen, die die lat» -Schliche Wiederherstellung des Friedens aufhalten. Wir werden alkiss tun, um diese Freundschaft aufrechtzuer- ielttn und weiter zu entwickeln und haben die feste Zu- »erficht, daß e W .

i unser großer Freund

Friede noch nicht wiederbergestellt ist, uns stark zu halten und um uniese Interessen zu verteidigen und sie zum Siege zu führen, ist eS nötig, daß wir stark s i.nd und stark bleiben. Wir werden uns hüten, unsere mili­tärische Macht zu schwächen. Aber das ist eine schwere Last für das Land und sie muß deshalb auf daS streng notwendigste Maß beschrankt werden. Um stark zu sein, genügt eS nicht für Frankreich, eine starke Armee tu haben, es muß auch gesunde Finanzen haben. Dir Reaie- -nng ist lest entschlossen, die Finanzen gesund zu erhalten. Durch seine Armee und seine 'Finanzen wird Frankreich ch üi rcll.n ^Sicherheit seinem Wiederaufbau widmen können. W-r werden mit allen Kräften oen Wiederaufbau unserer ver.vbswtcn Gebiete beschleunigen.

Nach weiierer Darlegung dcS innerpolitischen Pro­gramm? schließt die Erklärung: Das ist da? Werk, zu dem die Regierultg Sie einladet. Um es dem guten Ende -uzuführen, krauchen wir Ihr ganzes Verttauen Wir sind überzeugt, daß es uns daran nicht fehlen wird und daß in enger Gemeinschaft von Regierung und Varlament die Beschlüsse zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes beitragen werden. Die Erklärung wurde wiederholt durch Beifall unterbrochen.

Frekta, lanz rbe.

Le? neue berliner vberbÄUMEer.

tot Berlin, 20. Jan. Bei der heutigen Ober- bürgermeisterwahl wurde Stadikämmerer Boeß mit 114 Stimmen gewählt: 95 (stimmen waren auf den Stadtverordnetem orsteher W l (Unat.) gefallen. G (glimmen waren Vnqültig. Bei bet Bekanntgabe des E:g kmsfe? setzten die Kommunisten men stärken Lärm ins Werk und schmähten die Sozialdemokraten als Sozralistenverräter.

Die Minderheit erklärte, die Mahl anfechten zu wollen, was in den Reihen der Mehrheit Heiier- keft hervorrief. Aus dem Verhältnis der abgegebenen Sl''mmen berechnet eine Koweespond-nz, daß für B- grstimmt haben die Demokraten, bie Wirtschaftliche Vereinigung, daS Zentrum, die 'Deutsche Volkspattei unb die Soziaft>emokraten; für Dr. Weyl die U.urb- häugigrn, die Kommunisten und die Deutschnationalen. Von letzteren war eine Erklärung abgegeben worden.

liefen Bodens, unserer zerstörten Industrien und das ichgewicht unserer Finanzen sind nur möglich, wenn vlschland die Rmuiration leistet, die der Friedens- rirag ihm auserlegte. Die Völker sehnen sich nach Wiederaufnahme des Warenaustausches. Aber die Scklchr zu normalen Beziehungen ist nur dann möglich, ib das Unbehagen, das auf der Welt lastet, kann nur nn zerstreut werden, wenn die fürchterliche Uugerechtig-- t von gestern wieder gutgemacht wird. Deutschland ist siegt, ober keine seiner Fabriken' ist zerstört worden, ine produktiven Kräfte sind ganz geblieben, und selbst ie Bewegung des Wechselkurses, wie sie ihm die Rieder- ;C auserlegt hat, öffnet ihm in weitestem Maße die ssnimg aus wirtschaftliche Ausdehnung. Es ist nötig, eutlchlands schnelle Wiedererhebung Ira uszusehe n. Fein liegt uns der Gedanke, ihm iikderuisse zu bereiten. Aber der Widerspruch zwischen i Wohlergehen des Volkes, das der Angreifer war, nach keiner Niederlage und dem Ruin des Volkes, das den Tieg «Von getragen bat, das ist eine Herausforderung der kleiner':' stenGefühle, die Frankreich nicht annchmen kann.

$?«i|t6tt Jleittj.

Ablehnung des Antrages auf Aufhebung des Betagt ruugszustandes. Die Beamten-Teuerungszulagen is der AnsschugfassuNg in 2. Lesung angenommen.

5 2. Sitzung vom 20. Januar.

Der Präsident eröffnet die Sitzung mittags 1 Utz< Am Ministertisch: Reichsfinanzminister Dr. Wirth.

Die Interpellation über die Vorgänge in Ober* sch le sie» wird nach der Erklärung eines Regierungs- Vertreters, die Interpellation werde innerhalb der gesetz­mäßigen Frist beantwortet werden, einstweilen abgesetzt. DaS Haus wendet sich dann dem Entwurf über die vor­läufige Regelung de» ReichshauShaltS zu, bei dem bk 'Teuerungszulagen für die Beamte» den Hauptanteil machen.

Abg. Plettner (Komm.) wirft der Mehrheit», fozialdemokratie vor, daß sie in der Frage der Beamten- besoldung Bersch leppnngspvlitik treibe, well sie p» de» konkreten Fragen nicht Stellung nehmen wolle. (Leb­hafte Proteste bei den Mehrheitssozialdemokraten.) Mit. den Abschlagszahlungen sei nichts getan. Nur tim gründliche Gehaltsreform könne helfen.

Abg. Breunig (U.S.) gibt namens seiner Fraktion die Erklärung ab, daß sie es ablehne, »tt neuen For­derungen jetzt hervorzutreten, weil die getverkschastüchen Organisationen sich festgelegt haben.

Damft schließt die erste Beratung.

Zum Gesetzentwurf betreffend den Option-Vertrag »tvp ftben dem Deutschen Reich und Danzig führt Abg. Schultz- Bromberg (Deutschn.) Klage über dir Be­handlung der deutschen Optanten durch die Polen. Dir Schaffung einer deutschen Optionsbehörd« fei dttngentz nötig.

Abg. v. Kemnitz (D. Vpt.) hofft, daß möglichst wenig Danziger von dem Optionsrecht Gebrauch machen werdens sondern c3 vorziehen, Deutsche zu bleiben.

Der Entwurf wird m erster und zweiter Lesung an­genommen, desgleichen der Gesetzentwurf betreffend des deutsch-französischen Abkommen über Erstattung der von Elsaß-Lothringen geleisteten Kriegsausgaben.

Das Haus tritt nunmehr in die gestern unterbrochen« Aussprache ül>er den Antrag der Unabhängigen wegen der Außerkraftsetzung des

baherischenAusnahmeparagraPhen ein. .,

Abg. Dr. Spahn (Ztr.): Ob in Bayern her Kom­munismus zunimmt oder abnimmt, entzieht sich unserer Prüfung: bas untersteht dem Urteil der Landesregierung, Der Reichspräsident hat, wie wir hören, der bahettschen Verordnung zu gestimmt. Bon einem VersassungS- bruch kann nicht die Rede sein. Als dauernde Maßnahme ist die Verordnung nicht gewollt. Ob der Ausnahme­zustand in Bayern nicht mehr gerechtfertigt ist, ist von hier aus fchwer zu entscheiden. Die bayerisch« Regierung und der Reichspräsident sind in einer schwieri­gen Lage. Nachdem eine sozialdemokratische Re- rierung die Maßnahme beschlossen hat und zwar nicht als einstweilige, sondern als dauernde, setzt sich die gegen­wärtige Regierung einer besonders schweren Verantwor­tung aus, wenn sie sie aufheben würde. Die bayerische Maßnahme dient der Beruhigung. Wir werden dem Antrag nicht zustimmen.

Abg. Thoma« (Kvm.) greift die bayerische Regie­rung aus das heftigste an und wendet sich namentlich gegen die Bolksgerichte, deren Tätigkeit sich nur gegen politische Verbrecher richte, während Mörder und Plün­derer ungestraft im Lande umbertiefetu Die Urteile der Volksgerichte seien viel zu hart. Der Redner schildert ai:S* ftchrlich die Behandlung der politischen Gefangenen in Bayern und ruft dadurch den lebhaften Protest der bayerischen bürgerlichen Abgeordneten hervor. Ter Red­ner redet sich infolge der zahllosen ironischen Zurufe des Hauses in immer größere Erregung hinein und ist schließlich vollständig heiser, alS et seine 1"-stündigen Ausführungen beendet.

Abg. S i m o n - Schwaben (Soz.): Wir lind Set Auf- assung, daß der Artikel 43 der Reichsverfassung not* nenhig ist, daß aber der Ausnahmezustand unter keinez Umständen zu einer bauernden Einrichtung werden darf. Der Redner polemisiert dann scharf gegen den' Abgeord­neten Strathmann, der einer der größten Kriegs­hetzer gewesen sei unb am wenigsten Anlaß habe, über bie Verhetzung der Arbeiter zu Nagen. Ironisch weist er Darauf hin, daß dieser Verteidiger Bayerns aus Westfalen stamme und die Verhältnisse in Bayern garnicht ge­nügend kenne. Die für die Beibehaltung des Ausnahme- mstanbes beigebrachten Gründe will der Redner alt stichhaltig nicht anerkennen. Ist vor kurzem sogar ix südwestasrika der Ausnahmezustand aufgehoben worden, io sollte dies doch auch schleunigst in Bayern geschehe, können. !

Abg. Unterleitner (U. S.) sieht in dem Aus­nahmezustand nur eine politische Maßnahme zur Wie­derherstellung der Monarchie. Die Stellungnahme der Reichsregierung Bayern gegenüber beezichnet der Redner al- eine Schleppenträgerei. Sowohl die bayerisch« Re­gierung als auch die Reichsregierung wüßten ganz gut« f in Bayern die Sicherheit der Person unb bc-3 Eigen­tums durchaus auch ohne Ausnahmezustand gewährleistet ist. Nach mehr als zweistündigen Ausführungen sor­tiert der Redner den Reichstag aus, die Errungenschaften der Republik zu wahren und gegenüber der bayerischen

wb. Paris, 20. Jan. In der Regierungserklärung, heute Nachmittag vom Ministerpräsidenten Briand der Kammer und vom Minister des Innern, Mar- aud im Senat verlesen wurde, heißt es, Havas za­ge, u. a.:

Wir haben einen Friedensverirag mit Deutschland, r wir haben nochnichtdenFrieden,den wahren

rieben, den einzigen, der dauerhaft und von Bestand in kann, den Frieden der Herzlichkeit und der Moral, die wirtschaftlichen Rechte Frankreichs bestätigen und Sicherheit Frankreichs befestigen wird. Wir werden : Sicherheit nur erlangen, wenn Deutschland utwasfnet ist. Das ist für unser Land eine Lebens- rge .die der Regierung die erste unb feierlichste ihrer achten vorschrribt. Ter Wiederaufbau unseres ver-

EigenlumS im Auslände gemeint. Außerdem wurde als stlbstverpünd.liche Voraussetzung jfir unsere Zahlungen das Verb'eil en Ober sch lesienS bei Denischland bezeichnet. Die Mitteilung, daß Berg­mann sich mit der, Zählung von zwei Milliarden ein» bei standen erklärte, beruht offenbar auf einem Miß­verständnis, da eine Verständigung über die Summe erst erfolgen kann, sobald über die als Voraussetzung für die Verhandlungen geforderten Zugeständnisse Einigkeit erzielt ist.

Mnö bei iem deWeii MW«.

Ivb. Berlin, 20. Jan. Am 18. Jan. abends Nichte der französische Ministerpräsident Briand den deutschen Botschafter in Paris auf und besprach mit ihm die Frage der Beziehungen Fc rnkreichs - zu Deutschland und die Reparation. Der Botschafter führte dabei a«S, daß Deutschland bisher immer daran frstgehalten habe, daß seine Gesamtschulo fest­gesetzt werden müsse. Dies hätte auch für Frank­reich den Vorteil, daß man auf der Grundlage der Regelung des -ganzen ReparationsprvblemS leichter zu einer internationalen Anleihe gelangen könne. Wenn man die Lösung nur für etwa fünf Jahre treffe, so sei dies insofern mißlich, als das deutsche Volk dann noch immer kein Ende sehe und fürchten werden, um so mehr zahlen zu müssen, je mehr es arbeite. Trotzdem habe sich die deutsche Negierung auf Wunsch der Gegenseite unter gewissen Voraussetzungen, bie in Brüss.l zur Kenntnis der Verbündeten gebracht worden seien, bereit erklärt, über bie Lösung des Prsblems zunächst nur auf eine Reih e von Jahren zn verhandeln. Der Botschafter betonte, daß Deutschland nach seiner Ansicht/nicht imftmbe sein werde, in den nächsten Jahren einschließlich der Kohlenlieferungen mehr als einen Teil der von uns verlangten Summe und anders als in natura zu leisten.

J»r allen unterschriebenen Verpflichtungen anfzuzwinge«. Wkcr das republikanische Frankreich ist feinem Wesen nach Meblich, und im Frieden wollen wir Deutschland zur

i P -'fl« a' e ?.

qut" llflu wir zusammen die Sache der Zivilisation verteidigt ührt i - öaben. Wtt respektieren bie Ansichten, welche bie Ver-

Nezielmugen der beiden großen Länder trüben, die gelernt haben, sich besser zu verstehen und sich zu schätzen in den schweren Kämpftn, wo sie gemeinsam ihr Blut vergossen &':eiL Jbre herzliche Verbindung ist es, die den Frie­den der Welt sichert. Das enge Bündnis mit England K die Grundlage unserer auswärtigen Politik. Was

Die ienttoen MRnWe ttnb ihn SkdiWMW.

Pertinax schreibt nach einer Pariser Meldung im Echo de Parisch daß die Brüsseler Sachverständigen der Beebüftioeten am 18. Jaimar ihre Wteder^nt- machnngIvorschläge an den Obersten Rat einer Re­vision unterzogen hätten. Es wird darin empfohlen von Deutschland fünf Jahrcszahlungen von je 3 Mil­liarden Goldmarl zu verlangen, bie teils in Bar und teils in Waren geleistet werden sollen. Tie Festsitzung der endgültigen Schuld am 1 Mai solle nicht statt- sinden. DentMand soll gewisse Zugeständnisse cihalten und zwar sollen die von Deutschland noch zu liefernden 300000 Tonnen Schiffsraum nicht abvcrlangt werden und anderes. Ob die Kosten der Vrfatzungsarmee, bie nicht mehr als 210 ?Rillio!icn Goldmark bettagen dürfen, auf bir Jahreszahl»ugen verrechnet werden können, stehe noch nickt endgültig fest. Für den Fall, daß Deutschland feine Vcr- pflichlungen nicht erfüllt, sind folgende Sanktionen vorgesehen: Beschlagnahme der Zolleinnahnien unb bie Errichtung verschiedener Monopole, wie ;. B. ein Säizmonopol. Lcrd D' Abernon habe hervor ge­hoben, daß, wenn man die beutjöje Schuld nicht endgültig lis zum 1. Mai festsetzE man in Wider- fstrn ch mit dem Text des Friedensvcrtrages komme. Man erklärt, daß diese Aenderung des Friedens- vertrcges bvt Zustimmung der andeeen Parteien, be­sonders auch Deutschlands bedürfe. Urtier eine Unterredung mit Bergmann teilt Perkinax imEcho de Paris' mit, daß dieser erklärt habe, er nehme die Jahreszahlungen an, aber nur in einer Höhe von 2 Milliarden Goldmark, wobei bie Varbezahlnngen nicht mehr als äCG Millionen betragen dürfien. Außer­dem verlange e» noch allerlei ZugestHndnissc.

Dazu wird von deutscher Seile erklärt, daß eine Meldung über die Verhandlungen des Staatssekretärs Bergmann in Paris bisher en den Berliner amtlichen Stellen nicht vorliegt. Die Bemerkung, daß eine Ver­einbarung über die Zahlung von fünf Jahreszahmngen unter vorläufiger Zurückstellung der Festsetzung bcc .Gesamtsumme »;S Abweichung vom Fr'eoensotr- trag der Zustimmung DelttichlandS bedürfe, ist 'richt'g Wenn in der Pettser Mrtdnng annebeitfet wird, daß Bergmann außer den intEcho de Paris" anfgezählien Voraussetzungen für Verhandlungen noch weitere Forderungen stellte, so sind damit vern-uilich die bereits in Brüssel erörterten unb der Oeffentiichleit bekannten Anträge Teutschtands über die gleichberechtigte Behandlung Deutschlands auf dem Gebiet oes Handels und über die Freigabe des beschlagnahmten deutschen

ntzecly rtid't irr Uikotei

; I DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

I 4.25 Mk., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sporl-Zt,." 1 Mk. mehr.

Ms 17 I Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. j Tlle 1* I Lerlag von Dr. E. Hitzeroth. Druck der Unin.-Buchdruckerei von Ioh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher 55.

^jinb Verbündeter England uns darin mit allen Kräften

Unterstützen wird. In der Tat kann nichts mehr die

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Vrsüll'.tng der eingegangcneu Verpflichtungen bringen, eFrankreich verlangt nichts, was unmöglich ist. Aber da- schon, jetzt geschehen muß, das ist, daß alle Mög­lich lei um der Bezahlung des Schuldners in Geld, in

'Einigten Staaten zu Bedenken geführt haben gegenüber kr ursprünglichen Form, die dem Völkerbund gegeben kerben sollte. Die Einigkeit zwischen Franzosen und Belgiern, die durch ihre Opfer fest begründet ist, ebenso wünschenswert für die wirtschaftliche Notwendig­st der beiden Länder wie für ihre gemeinsame Sicherheit. Mr werden auch nicht die strikte Durchführung der Frie- btni Beitrage zwischeit all de» Staaten, die aus dem Herfall des österreflHisch-ungarischcn Kaiserreichs entstan-

» stadtt ^wnb m intervenieren, aber es ist uns unmöglich, zuzu- otzn. ab,i : »assen, daß die Sowjetarmee unsere Verbündeten angreift. 151«. äU, such gegenüber den Regierungen^ mit denen der

tionSvorräte erbeutet zu haben. Die türkische Prestl über bie Wendung begeistert.

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n »uäsi vor der Wteder, A. Dcrtttz ükir haben die Macht! tzla- bl ; land". Die Rotu

enM^rd. Wir haben die Gewalt.

wtfienljafi E'1 könnten und wir würden cs verstehen, uns ihrer ' sd pi bedienen, wenn es nötig wäre, ihm den Respekt

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