Amtliches
Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurheffische) OLerheffen
CCS
193
($«rt*ng)
Erstes Blatt
Las Ende der muWes LandesverlWvilW.
6.
wiesen, oetan. Mann das, er
Für den deutschen Einheitsstaat hat ffe nichtß Wenn der Minister in der Schutzpolizei auf 25 einen Offizier setzen will, so beweist er damit, sich von der untergehenden Militärkaste hat ein-, lassen. Sozialismus allein ist Weltfricde. Wer
Der Anzeigenpreis beträgt für die S geip. Zeil« 75 und auerootfige lMk., Sirkiamezeile 3.00 Wk.
tüt und Vermittlung bet Angebote 75 Pfg. Son» — Set ‘Beträgen unter 20 Akt. müllen wir da» Port» für bU Rechnung berechnen. — Posticheckkonta: Rr. 5015 Ämt Frank,»tt a. Main.
M'kMMM üto die ikWirtn? Eine Anregung der Deutschen Bolkspartei. wb. Berlin, 14. Jan. Wte mitgeteilt wird, 'oll der Versuch gemacht werden, den Streit um die Neichsfarben, der durch die Bestimmungen der Ber- faffung offensichtlich noch nicht-beig'legt ist, im Interesse des inneren Friedens und der Geschlossenheit unseres Balkes endgiltig aus der Welt zu schaffen. Zu diesem Zweck hat die Deutsche Volkspartei bei den anderen Regierungsparteien angeregt, die Entscheidung der Frage der Wiedereinführung der schwarz-weiss-roten Flagge durch Volksentscheid herbeizuführen. Die anderen Regierungsparteien werden zu dieser Anregung sofort nach dem Zusammentritt ihrer Fraktionen Stellung nehmen.
Mt Ster tft lmrmWMtt.
wb. Berlin, Iß. Fan. fAmtttchs Deck Kabinett beriet gestern mtenb ober bte Erhöhung der Teil*» runaszusckkläqe fdr die Beamten «nb Arbeiter de« Reiches, nachdem im Laufe des Tages Bei'peechnngen mit Vertretern der Spltzeuotaa-i'asiorten der Bean-ten und Arbeiter Mm Reichskanzler statt gefunden hatten. In dieser Bcivrechung nahmen auch Vertreter der Rigierunqsvarteien teil. Mau einigre sich schliesslich mtr folgende Regelung, für die auch die Zustimmung des Reichstages zu erwarten ist.»
Für die "Reichsbemn'cn sollen die Teueeuogszu- sch^äge zum Grundgehalt und Ortsmschlaq erhöht werden in Ortsklasse A auf 70»,i, in Ortsklasse B a"' 67o/o, t,i Or'sk affe C auf 05®A>, in Orts basse 2 aiss ßOr/o, in Ortsklas'r E a'v 55%. Fü- ti» K jch.'arb i er soll der Tenerungszuschlaq sstr die Scunde erhöln werden in Ortsklasse A u*t 0 SO Mk. in Ortsklasse V um 0 HO Ml. in Ortsklasse C um OJO Mk, in Ortsklasse D nm 0 30 Mk, in Ortsklasse S um 0,20 Mk Die entsprechende Gesetzesvorlage wird den g schiebenden Körperschaften sofort zugehen.
wb. Paris, 14. Jan. Bo» heute ab find die Kohlenkarten ab geschafft worden. Damit ist die Kohlenrationiening Ende.
wb. Paris, 44. Fan. Wie da» .Zounwl des Debats" au» Valencienner meldet, wurde bett ein deutscher Staatsangehöriger, bet beschuldigt war, während des Krieges als Soldat einem Einwohner von Anzin die Summe von 17 970 Franken entwendet zu haben, zu 6 Fahren Gefängnis verurteilt.
Perct mit der Kabinettsbildung beiraut.
wb. Paris, 14. Jan. Nach einer tzavasmcldung begab sich Peret nachmittags ins Eltzsee zum Präsidenten Millermid. Beim Verlassen des Elysees erklärte Perct, unter den gegenwärtigen Verhältnissen dolle er nur ein grosses Ministerium der nationalen tiniaung bilden. Dadurch würden sich die Besprech- vngen in die Länge ziehen.
Perez hatte eine lange Unterredung mit Po in» tar£ ; ferner unterhielt er sich mit B riand, der ihm erklärt habe, er sei bereit, das Porreseuille des Elevssern zu übernehmen. Ausserdem besprach sich Pecei toit B , via »i..
Nach einer Havasmeldung soll nicht beabsichtigt sein, die interalliierte Konferenz zu verschoben, da man damit gerechnet, damit morgrn die Kabinettsbildung bc- «lndec sein werde.
wb. London, 14. Jan. „Mormng Post^ schreibt- koranssichtlich werde die auswärtige Politik des neuen französischen Kabinetts die strenge Durchsührung des ibersailler Vertrags und den Wwccstand gegen den Doljchewidtus zur Grundlage haben. ____.
Die 41 Brüsseler Fragen.
Berlin, 15. Jan. Die Blätter vcröfsentlichen die deutsche Antwort mif die 41 Fragen, die von hen Verbündeten in Brüssel den deutschen Sackoer- ständigen vorgelegt hmtbcit Zu» Frage über dir deutsche Papiergeldausgabc führt die A.rtwort u. a. mis bass eine gewisse Hemmung dos Anwachsens des Papier Geldumlaufes von der kn Gang befindlichen Einziehung der neuen Steuern erhofft werde. Zur Frage über die Steuereinnahmen erklärt die Antwort, daK bearündete Hoffnung bestehe, datz die von den neuen Steuern erivarteten Summen e i n g e h e n werden. Heber die Gesamtabgaben an Steuer« und Abgaben heisst es, dass diese 1913 4475 Millionen k »tragen haben und sich nach dem Voranschlag jür 1920 auf 45 202 Millionen belaufen. Jedoch werbe diese sstztere Summe nicht ouSreichcn, um alle lausenden Ausgaben zu decken. ,
fangen .........
»aber damit einverstanden ist, dass die Zentrale für
Die Haltung der Einzelstaaten. 4
Bedeuten und Bedin-i-ngen.
wb. Berlin, 14. tJan. Die Vertreter der Läa der berieten tzc'ite über das Ergebnis der Verhandlungen, die die mruÜLregierung mit den Beantten- wganisalioneu über evte weitergehend« Erhöhung der Tenerungszuschläge gesilhrt hat. Die Bertretcr der Länder haben gegen die in diese» Vechindlungen getroffene Verabredung, die für btt Länder von schwerwiegenden Folgen begleitet ist. ernste Bedenken. Wenn sie gleichwohl bereit sind, ihr zuz.istimmen, bann geschieht dieS unter solgendeu BcS4ng'ingen: 1. Die durch die bisherige Verabredung veranlasste Mehrbelastung ist die Obergtenze, über die unter keinen Urnstinchcn hinausgegaugen werden darf; 2. die Deckung der durch vie Erhöhung der Teuerungs- znichläge'0-in Reich, den Ländern und den Gen'cinden erwachsenden Ausgaben erfolgt durch den Ertrag neuer Stenern und sonstiger neuer Einnahmen. Diese Steuern und Einnahmen sind tu demselben Gesetz festzulegen, durch das die Ausgabe bewilligt wird. Bi? zum Fliessen dec neuen Einnahmen sind den Ländern und Gemeinden die durch die Erhebung der Tcnkru.igszuschräge erwachsende« Ausgaben durch daS Reich zu erjiatten.
Dis iMirib hlsMiuMst 9ms.
1 20 9. Sitzung vom 14. Januar.
Der Gesetzentwurf über die Provinziallandtagswaylen in Schlesien wird in allen drei Lesungen angenommen.
Die Genehmigung zur Einleitung von Privatklage- verfahren gegen die Abg. Müller» Hameln (So;.) und Dr. Schloßmann (Dem.) wird versagt.
Darauf werden die zuruckgestellten namentlichen Abstimmungen zum Kultushaushalt angeuammen
An der Abstimmung über die Erhöhung der Dienst- anfwandentschädigungcn der Gencralsuperintendenten beteiligen sich, da die Linke keine Stimmzettel abgibt, nur 165 Abgeordnete. Tas HauS ist beschlu ßunfähig.
Dasselbe ergibt sich bei der sofort anbetaumten 210. Sitzung, wobei in der namentlichen Abstimmung über die Erhöhung der Fonds zur Unterstützung von Geistlichen nur 52 Abgeordnete stimmen und ebenso bei der 211. Sitzung, in der di« Abstimmung über die Zahlung von Besoldungserhöhuirgen für katholische Geistliche vorgenom- n«n werden sollte. Auch in der 212. und 213. Sitzung zeigte sich dasselbe Bild.
In der 214. Sitzung wurden Anträge des Ausschusses zum Volksschulwesen erledigt, der u. a. ein solche auf Ausbau der Elternb eiräte zu Schulbeiräten und ein Antrag, sofort zu veranlassen, dass Ostern 1921 nn allen staatlichen höheren Lehranstalten Ausnahmen in die Unterste KLassr her Vorschulen stattfinden. Bei der namentlichen Abstimmung über den Antrag des Haupt- ansschusies, gemäss der Reichsverfassuug nie staatlichen Bolksschullehrer» und Volksschullehrerinnen-Seininare zu höheren Lehramtsstätten auf paritätischer. Grundlage zu erheben und daraus für die Amtsbezeichnungen und die Reichsbezüge der Lehrpersonen Folgerungen zu ziehen, ergibt sich, da nur 160 Abgeordnete stimmen, wiederum Bcschlußuitfähigkett.
In der 216. Sitzung ergab sich dasselbe Bild. Nut 49 Abgeordnete stimmten namentlich über den Antrag ab, Lbrtr- und Lehretinnen-Seminare künftig auf l aii- tätifche Grundlage zu stellen. In der 217. Sitzung wurden in gewöhnlicher Abstimmung zunächst weitere Anträge erledigt. Tas Haushattsgesetz wird sodann in zweiter Lesung angenommen.
Bei der folgenden dritten Lesung gibt Heilma nn (Soz.) seinem tiefen Bedauern Ausdruck, dass die Neuwahlen zum Landtag stattfinden sollen, ehe über Ober- schlesienS Schicksal entschieden ist. Rechte und Mitte wollten aber liebet eine keine Mandatsverschiebuug hec- beisühren, als Obetschlesien retten. Ist es wahr, dass obet- ichlcsische Magnaten direkt polnische Propaganda treiben und sich schon auf die neuen Herren einstellen? Tie Hohenzollern haben nur Dausmachtpolitik getrieben. Der Grosse Kurfürst ist schnlo daran, dass Strassburg und Metz an Frankreich ausgeliefert wurden. (Stürmischer Wider-- sprach rechts.) Durch Blut und Eisen wurde daS Deutsche Reich begründet, und eben so ist es zu OJntibe gerichtet haben. Wir haben nach der Revolution dem deutschen. Volke den Bürgerkrieg im Grossen erspart. Die fetzige Koalitionsregierung int Reiche ist ein
Gemisch von Unfähigkeit und Korruption. Fehrenbach hat nicht daS Farmat eines Reichskanzlers. Auch Dr. SimonS hat sich als Aussenminister nicht bewährt; BesauderS gekennzeichnet wird das System durch ■en ErnährungSminister Dr. Hermes, der einen schuldigen Beamten seines Ressorts gedeckt hat, statt ihn zu ent» hissen. Nur die zweite Internationale kann unS von den schweren Folgen des Versailler Friesens retten. Die Auf- tebung der Zwangswirtschaft hat Treu und Glauben noch nt*6r untergraben. Deshalb widersetzen wir uns scder Antastung der Brotversorgung. Der Glaube au die Gerechtigkeit ist nn Volke stark erschüttert. Deshalb werden wir nicht ruhen, bis Tckfökfcn und Geschworenen aus freier Volkswahl gewählt werden.
Abg. Gras lTeutichnatl): Mr haben keinen Anlass, auf die zwei Jahre preußischer Laudesversammlung mit Stolz zurückzublicken. Auch die demokratische Partei ist zu der Ansicht gelangt, dass das so hoch gepriesene parlamentarische System versagt hat. Wir konstatieren bi« Verminderung des preussischen Einstulses int Reiche, die Schwächung der prtussi'chtn Kraft, den Rückgang der Autorität der Preu» iischen Regierung und die drohende Ztrstücke» luna Preußens. Die Neuwahlen werden eine klare Stellungnahme des preußischen Vo!fo; bringen. Wir kalten fest am alten Preußen ge ist und überlasset« die Förderung des Eiuheitsgedankeils anderen. An dem Schwinden der preußischen Autorität trägt die sozialderno- fratifdbe Regierung die Hauptschuld. Preußen darf kein Versuchskaninchen für sozialdemokratifche Eiverimente fein DaS konnten mir auch ohne Revolution haben. Der Redner greift dann die WohiiungSvolitik des Wohlsaljrls- ministers an. die Freizügigkeit »ecmindere und den Hauswirt an den Bettelstab bringe.
Abg. Domini t u 3 (Dem.) spricht seine Freude cu3 über den nationalen Unterton in der Rede Heilmanns, will aber die hoben Verdienste vieler Hohenzo Ilern- fürsten nicht verkennen. Mit den Kollegen in den abgetretenen Gebieten, die heute von uns scheiden, werde.1 wir stets verbunden bleiben in der Hoffnung auf Wiedervereinigung.
Abg. Gronvw ski (Z ): HeilmannS Rede war kein Wegweiser zur Rettung. Retten kann uns nur
vaterländischer Gemeinscha kt-geist^
Standesversöhnnng und praktisch:- Ehristentum.
Irte „vderhesflsche Bettung“ eridHlnt jetbsmal wöchentli». — Bezugspreis monatlieb 4.25 l)ttM durch die Poft 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Odeih. Spait-Zta." 1 Mk. mehr. Mr ausfallende Nummer« infslg« Streiks oder elementarer Ereiguifte kei» Ersatz.— Verlas von Dr. C. Hitzeroth. - Druck derttlnio.-Buchdruckerei von I»h. Aug. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
Mg. Leidig (D. Bpt.): Wir stehen heute nicht nm am End« unserer Tagung, sondern auch am Ende bet Koalition, in der keine besondere Freundschaft mehr be- steht. Der Minister sollte sich seine Denunzianten besser ansehen, denn bei den
Durchsuchungen im Siegerlanb ist eine einzige Mitgliedsharte der Deutschen VolkSvattei bei den angeblichen Orgeschleuten gefunden worden. De» preußischen Brüdern, die wir verloren haben, wolle» wir ohne Rücksicht auf ihre Parteizugehörigkeit preußisch Treue halten.
Minister Severing wendet sich gegen die Leidig» sche Behauptung, dass in letzter Zeit eine Füll« unge« eigneter Kräfte in die Verwaltung hineingebracht worbe» tet Wir wollen die Autorität des Staate- fo ftfligen* daß jeöer Staatsangehörige sich darauf verlassen kan» und Srlbstschutzvertinigu.»z«n «nuütz sind. j
Uh». Cohn (11. S.): Tie Schwäche der Koalition-^, regicrung hat sich beim Kapp-Putsch besonder- Hat ev»
mit dem Pcwutztsei«, ihre Pflicht g-
MsmW h Fmkrei-.
i.'äa Lcgcckwusrat a. D. Freihercn v. Rhein-
i , baben, M. d. R.
■f Dem Kckbinett LehgneS ist schon bei seiner Gekurt ein kurzes Dasein vvrausgesagt worden. Herr Lktgues trar keine der führenden Persönlichkeiten des ^rgenwärtigen französischrn Parlamentarismus. Er tzalt als die Figur zweiten oder dritt-n Ranges, als krauchbarer Darsteller von Nebevr.'llen Dass ihm Herr Millerand, als er selbst ins Ny sie zog, die Hauptrolle deS politischen Schauspiels znwies. erregte rini'aes Erstaunen. Lsscubar, dachte man, sucht der Ucue Präsident keinen Staatsmann, sondern ein gefügiges Werkzeug, einen Knappen, der die An» und -(.sichten des Staatsoberhauptes ber.rnffidrt. weil er keine eigenen ha!. Herrn Leygues erste Red: entsprach jbitkr Vorstellung: Er sagte, fern« Politik fei wer ihre Wetterführung btr Politik Miilerands.
: Solange das Staatsschisf auf ruhiger See fuhr. s8eß man den neuen Steuermann gewahren; als sich lEturm erhob, ries man ihn ab. Gegen das Ende ■des Wahres 1920 begann für d e französische Politik eine Aera schwerwiegender Entscheidungen Die Wie» dergiitmachimgsfcags war zu löten, zur Entvmffnungs- frcge war Steltuna -u nehmen, das deutsch: Problem Var (neben manchem der inneren Politik) in seiner tzanzen Große ausgerollt. Herr LrygucS — ober war es ‘"rr Millerand — schien sich' auf diese Eutschsi- dv. mit gewissen Ansätzen ein-r realpolirischen pk.cachtungswelse. vorzubereiteu. Zoar war in man- freu feiner Kuudgebimgen, vor altern in denen zur Eutwassnuugsfrage, von vernünftiger Eius'cht wenig zu merken; in der Behandlung des Wiedergntii'ach'mgs- prodtemS sedoch zeigte sich immc-bin ein langsam oute kommendes Ver^ändnis — nicht für das Billige (d is tp aus lange hinaus van keinem Franzosen zu er- toarten), aber doch für daS Nötige. Es gibt, fv'veit kie Haltung ^Deutschland'gegenüber in Frage frmmf. zwei Sorten von Politikern in Frankreich: Bernich- dings- und Ausbeutungspoliti{er. Herr Lehgues schien sich in der letzten Zeit den Ausl>eutungspolttlk«rn zu Hähern
u Aber um sich den „starken Mä'.meru" von rechts gegenüber halten zu können, musste er selbst be-t starken Mann mtmeit und zwischen Säbel» und Rechcustisi-- Politik einen sonderbaren Eiertanz aussühreu. Während er i® Brüssel Herrn Sehdonr fachlich enb wer- hältnisrnässiK ruhig mit den Deutschen verhandln liess, machte er sich in der Entwaffnen.gsfragr die kprache und die Taktik des Generalstabes zu eige-t ! Jndess in London hatte man kein Verständnis fßr diese Lavierpolitik. Herrn Leygues Schicksal wir eigentlich schon besiegelt, als eine ofsizielle englische Kandgebung von der Note des Generals Nollet ab« rückte. Denn diese .Kuiidgcbung zeigte den Gewalt- poliiikern in Frankreich, dass sie isoliert waren. Line amtliche amerikanische Missbilligung wililär'seher „Repressalien" und gewisse englische Aenßecungen über Oberschlesien kamen hinzu. Wenn die Gewaltpolitik Vicht preisgegeben werden solt.'e, mußte sie fetzt alten Widrrständen zum Trotz durchzedrückt werden — von einem wirklichen starken Mann. Herr Ly- ßUks irar das Nicht; er trug nur zu Zeiten die Maske des Draufgängers. Der Chauvinismus begriff, dass man ihn nicht mit Lloyd George verhandeln lasser bürte. Und da der Chauvinismus die gegenwärtige französische Kammer beherrscht, stürzte er Herrn Lcy- Dnrs wenige Tage vor der Zusammenkunft m f dem englischen Premier.
Heimatdienst für die Koalitionspolilik an Propaganda« Mitteln 31 Millionen niilgi&t, der sollte nicht über di«. Moskauer ßteföer der Kommunisten reden. ;
Abg. Adolf Ho ffma nn (Som.): Die Leistungen dieser Landesversammlung entsprechen diesem Ende. Di« Uuabbängigen wollen nicht einmal mit un? gegen bi« bürgerlichen Würger Stellung nehmen. DaS Zentrum hat sich mit dieser Regierung nur an einen Tisch gesetzt, um als Jesuiten und politische Schieber im Trüben ,» fischen und für ihre Kirche und ihre Pattei Wuchergr« , winne heraliszubringen. Nachdem „ j
i in Deutschland russisch« Zuständ« - geschaffen sind, greifen wir zu russischen Mittelii nutz singen da- Loblied Moskaus. Wir wollen bet Menschheit neue Bahnen eröffnen.
Minister Severing: Die wirtschaftlichen Macht« mittel der Arbeiter sind wirksamer al- Schwett nick Flinte. Tcr Kapp-Pntfch wurde durch den Generalstreik erledigt. Solange die Herren um den Abgeordnete» Hoffmann herum sich zu positiver Mitarbeir nicht entschließen können, kann man e- den Arbeitern nicht verwehren, wenn sie sich ihre Bundesgenossen nach ihre« Belieben aussuchen. >
-Damit schließt die Aussprache. Nach persönlichen Be< merkungen und unter Vornahme einer großen Anzahl Einzelabstimmungen wird der Gesamthausbalt bann ht dtttter Lesung angenom men, desgleichen auch t» der Gesarntabstimmnng die gestellten Anträge usw.
DaS Gesetz über den Staatshaushalt wirb mit dem gemeinsame« Antrag aller Parteien, der Einnahmen nick Ausgaben auf 68/« Milliarden festgesetzt, angenommen, Eine weiter« Reih« von Anträgen wirb dann angenommen. Die weitere Bettvendung der Schüler zu Sammelzwecke» wird abgelehnt. ’ ’
Bei der namentlichen Abstimmung über den Antraß bei Deutschen VolkSvatte! wegen einer li
würdigen Schulfeier am 18; Januar ergibt sich, da dir Linke sich wiederum der Abstimminß enthalt Jbie Beschluß Unfähigkeit des Har.seS.
In der 217. Sitzung wird über den deutschnafionale» Antrag wegen der Verteilung eine- Volkskatechismu- übet die Versailler Friedensbedingungen an die Schüler nick wegen Rufflärnng über diese bei den Lehrerbildungsanstalten namentlich abgestimmt. Das HauS ist bei nur 11t abgegebenen Stimmen wieder, beschlußunfähig. Edens« in bet 218, Sitzung.
In btr 219. Sitzung wird ein Antrag König (®J auf fchleunige Verabschiedung eines RerchSschulge« setzes angenommen.
Wohlfahrtsminister Sieger Wald «evätt: Da daß Hebammengesetz nicht mehr verabschiedet ist, werde et die Zwischenzeit zu Verhandlungen benutzen, um dem neuen Landtag ein gut durchgearbeite- Gesetz vorlege» zu können.
Nach lebhafter Geschäftsordnungsaussprache wird 6e* schlossen, di« Aussprache infolge dieser ministeriellen Erklärung wieder aufzunehnmi. Da- Berufsschullehrer«! Diensteiukommen-Gesetz wird nach den Ausschußbeichtüssr» angenommen, ebenso wird das MittelsÄullebrer-Ttenstein« kommen-Gesetz mit einem Antrag aller Parteien angenommen, demzufolge die nicht als Leiter von «chulen mit mindestens vier Lehrkräften angestettten Lehrer und Lehrerinnen nach Vollendung des 21. LebenSiabreS zu GiuPP« 2 gcbören.
Das Anleihegefetz für die Bereitstellung non Mittel» für Kleinbahnen wirb auch in zweiter und dritter Lesun, angenommen, tbenfo ein Notgesetz für btt Stempelfteu«, ein Clesetz zur Bereitstellung von Mitteln für Wasser» straßenbanten, Rtreitstellung von Staatsmitteln zur Ab- bürbunp tvr Voukostenüderteuerring, «int Nonelle zu« Handelslammergesttz und die Abänderung des Gesetze- über daS Beamtendiensteinkommen. Die Wanderlager« stcuernorlage wird mit den gemeinsamen Zusätzen allet Parteien ebenfalls angenommen. Damit ist die Tagesordnung ettchöpft.
Präsident Seiner! gab bann einen Rückblick auf d« Tätigkeit der Landesvtttammlung, die Abtchied nehmt
W<w1iw*»A Der Anzeigenpreis beträgt für die 8geip. Zeile 75 Pfa. und 10% Aufschlag, amtliche w.t—
»luvvurg und auswärtige I.- Mk., Retiamezeile SM Wk. Jeder Rabat! gilt al, Barrabatt. ÄSsH.
- (CrtnttrtfiAMS 1 Bel «uskunf! durch die <6eld)aitsi«fle und Vermittlung der Angebote 75 Big. Son» * •
l, vOIHlUU“nv( XO. vUnUQl dergeduhr. — Bei Beträgen unter 20 Mk. inöüen wir da» Port, für bte Ätdjnung 1Q7I