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AmKch« Derkündigungsblaü des Kreises Marburg.'

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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durch

In der weiteren Beratung dec Vorlage betresieich

tionen der Hebammen. Das Otefcb stelle einen teesent

einer

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Aeltestenausschutz Donnerstag eine

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YZerstLndiauna herbeiführen. Jnr letzten Augenblick er­übrigte sich dieser Antrag, und er wurde nur infolge eines bedauerl'chen Miswerständn'fses eingeücacht. Die Folge

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Blatt« sofern «8 mrger dieser aligen enten- s alÄ en im1

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lichen Fortschritt dar.

Frau Abg. Heßbcrgcr (Z): Wir wollten iniL 'inferem Antrag auf nochmalige Ausschußberatung eine

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ammen eine geloisse Verschlechterung bringe. Alle Par­teien hätten mitgearbeitet, gestützt von den Organisa-

tiere und viel Kriegsmaterial. Im Abschnitt Uschal »erstreuten unsere Trupoen feindliche Anlammlungen in den Stellungen von Vanas und Sebastien. Der Bericht vom 11. besagt: In Verfolg ihres Vormarsches fliesten unsere Truppen auf den Höhen von Bazarczik mit dem Feinde zusammen, der sich in Unordnung mr E-ki-Schekir zueückU>g und feint Waffen von sich warf. Wir machten 150 Gefangne, erbeuteten zahlreiches Kriegsmaterial und besetzten den Bahnhof Karkköj an der Vagdadstreck«.

Sie griechischen Linien durchbrochen?

wb. A t h e n, 12. Ian. Die Lage ist erneut kritisch. Infolge der finanziellen Schwierigkeiten befindet sich das Kabinett Rhallis in sehr übler Lage. Andererseits melden Berichte aus Kleinasien, daß Kemalisten die griechischen Linien an drei Punkt«» durchbrochen haben und eine starke Armee gegenüber dem linken griechischen Flügel zusammenziehen.

das Hcbammenwcsen

meint Dri S ch l o ß m a n n (Dem.), eS handele sich hier um die Lösung eines sozialen Problem- und nicht nm ein politisches. Daher sei es auch dem Ausschuß ge­langen, gewissermaßen eine Einheitsfront zu bilden. Zu »erkennen sei nicht, dast das Gesetz den städtiicheu Sieb»

Die Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis mauatlich t 25Mk durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberg. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Eretgmsie kein Sesatz. Berlaa von Dr. C. .Hitzrroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von ^oh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fermvrecker 55.

Paris, 12. Jan. DerChicago Tribüne" wird aus Washington gemeldet, dast die Zurückziehung aller amerikanischen Truppen aus dem besetzten deutschen Gebiet in der vergangenen Nacht gelegentlich "!~"' Senatserörterung in Aussicht genommen wurde.

England.

wb. Pari», 12. Jan. Nach einer Meldung des-Daily Telegraph" wurde der.Sinnfeiner Murphy zum Tode verurteilt, weil er am 18. Oktober an einem Angriff teilgenommen hat, bei dessen Verlauf ein Soldat getötet und mehrere verletzt wurden. ,

Das girrende Indien.

wb. Allahabad, 11. Ian. Die Polizei ist nicht imstande, den sich jetzt bis Sultantur, 58 Meilen südlich Allahabad, erstreckenden Aufruhr zu unterdrücken Verschiedene Häuser wurden in Brand gesteckt. 600 Verhaftungen wurden vorgenommen.

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» wb. Pari», 12. Jan. Der französisch« Kricgs-

Fiume.

wb. Rom, 11. Jan. .Popolo Romano^ meldet aus Abbazia, daß eine Abordnung aus Fiume dem italienischen Bejehlöhaber eine Eingabe mit 14 000 Unterschriften übermittelt hat, in der nnt dir Ent­sendung tan KLrabiy.ieri§ gebeten wird, jum Schutze

Amerika.

Amerikas Rücktritt von der Vstschafterkonserenz,

wb. Paris, 12. Ja». In der heutigen Sitzung des Boischofterraies hat der amerikaarsche Botschafter mitgeteilt, daß feine Negierung, da der Friedens­vertrag iti'.M ralisiziert lvortzen fei, cs nicht für an- aebrächt halte, nach länger eine amerikanische Del- gation bei der Dotschastcrkenferenj zu unterhalten. Ter Vorsrtzenbr Jules Cambon drückte das M<>«uer i der Konferenz über die Zurückziehung des amerika­nischen Botschafters aus.

Zurückziehung aller amerikanischen Truppen aus dem besetzten Gebiet?

Griechenland.

Die griechischen Angriff« rn Kleinasien.

ürndung die Beweise seiner Leistungsfähigkeit u«'> AcheitSwitligkeit erbracht hat, unter ben schwierigsten Verhältnissen Ruhe uno Ordnung bewahrt und sogar den derscssungsmäßigen Wiederaufbau seiner Sratt- lichkeit grüßtenicils durchgeführl hat, verdient nicht 4tn Untergang.

ir wb. Wien, 12. Jan. In der heutigen Sitzung bet Preisabbau-Kommission wurde von den Vertretern bex rerschiedenen Organisationen der Anschluß an ; -Deutschland als einzig wirksame Hrlfe bezeichnet.

lder Vcrrreicr der Gewerkschaft der Deutschen Eisen­bahner empfahl, in der zu beschließenden Entschlie­ßung zu sagen, daß Oesterreich, nachden: dir Entente bi: übernommenen Verpflichtungen nicht erfülle, frei in seinen Entschlüssen sei. Daher sei von der Negier.,ng^zu sordecn, daß sie sofort an die beut) ix Regierung mit dem Ersuchen heranirste, den von Oestkkreich ausgesprochenen Anschluß zur Kean nis zu dehmen. Dadurch werde der Anschluß einfach voll- |eyn sein, dieser Willenskundgebung Oesterteichs werde sich weder England noch Frankreich wiaersetzen. Der Redner empfahl die Organisation der Selbst­hilfe, die Wiedererrichtung der Ordnung, selbst in die bewaffnete Hand zu nehmen und auch die Gerichts- pi.sge zu übernehmen. Der Dclegierte der technischen itznisn stellte zwei Anträge betresscild die Einführung der Todes- und Prügelstrafe für Schie­be, und betreffend die sofortige Durchführung der ^ !Usckbznr!».N!!Ng »her den Anschluß an Deutschland. Dn 1. März folke'der Tag de» Anschlusses sein. _

5»itt hes iMMw Robinetts.

wb. Paris, 12. Jan. In der heutigen Kammer- ^tzuug standen drei Interpellationen auf d'er Tages- Mumg: die Interpellation Bokouowski über die Kir.anzpolitik der Regierung, die Jnterprllai'on Ray- «onb über die Entwaffnung Deutschlands und die Interpellation des Abgeordneten Davris über die all­gemeine Politik der Regierung. Ministerpräsident xet.gueS lehnte es ab, diese Interpellationen sofort zu beantworten üno verlangte deren Vertagung. Nach kurzer Aussprache wurde die Vertagung mit 463 gegen 125 Stimmen abgelehnt, * Das Ministerium ist bereits z u r ü ck g e t r e te n.

Wie mehrere Blätter aus Paris melden, hält man dort den Kammerpräsidenten Raoul Peret für den aussichtsreichsten Kandidaten für dir Miniskccpräsi- ; Heutsthaft - .-V;; ; ,

___Athen, ß. Jan. Der Berich» der G«««l- stebes vom 10. Januar lautet: Im Abschnitt Brmia griffen unsere Streitkräfte östlich von DenigU starke kemalistiscke Farmatione« tn, die z«stt«ut u*b bis ienseits Rizat »erfolgt rou*en. Wie macht,« 50 <5* iangene, darunter einen Mafor und drei ander« Offi- 'iere und erbeuteten drei ftaiwticn, eine Anzahl Trag-

halte. '

i Mcuuier und mehrere seiner Kollegen haben btf Legierung aufgefordert, aus Frankreich leben Frem­den auszu >veise stader sich nicht über seine Eristeuz- Vlittel ausweisrn kmz...nT^ü-E^,starke Steuer auf solche Fremde ei^»'nzuführen, btr'ft.v -Z^nfteidj anf- .hiekten unb. oort dank, ihres Vermögens hnr regel- !«äsiisL.^S»-Ärveit seien.

wb. Marseille, 12. Jan. Hier tcahestern der deutsche SeglerPassat" aus Hamtg ein, der seine Ladung Salpeter aus Chile Brittr- ES ist bet erst: deutsche Segler, der Marseille seit hi August 1914 tz '«miaust.

WmW A.

tvb. Wien, 12. Jan. (Natiotlrat.) Am SchungS- jinn berichtete der Bundcsktzler über die bis- sherrge «Tätigkeit der Regicrung.oobei cr die beispiel- kose'Verarmung der beiten Masse des Mittelstandes beklagte, voran vorwiegend die Geldentwertung Schuld trage die eine bete unglück­lichsten Folgen des unseligen,-riÄens von St. 6!er- tntiii sei ünb deren Nutzußer, daS verbreche­rische P a ra sit e n tum der Preistreiber und sEchleichhändler das letzte M.k des Volkes auszehcca. De» Kanzler kündigte die Borleguitg eines Gesctz- fstirwmfs wegen der Staffwng der «kbenSrnriielprerst sav. Die Abhängigkeit ir Valudr und des Roh- ^st»sfbezugs taut Ausland jiföc die Sjau^queHe b iwdtischaftlichen Berclcndu^. Dagegen habe die Ar- .bettsuukust mindestens stck abgenommen. Es tvird Überall geatbeiitt, wo sich Arbeitsgelegenheit sinde. Das einzige Mittel ^ur Abhilfe der fortwährenden .Preissteigerung, bie jcn ans feie Bezüge in Kronen angewiesenen Oester^ich-r in seiner Lebenshaltung von Dag zu Tag stärke bedroht, tst und bleibt in erster Linie die ausläizfsche Kredithilse. Di- Regwenag hat die iÄroßmHte nicht im Unklaren gelassen, daß i die österreichisch, PMstvirtschäfl binnen kürzester Zeit 1.1 u sammchJyechen muß, wenn dieser Kredit nicht ksb a l d werden sollte. Wenigstens müß'e | Frist eine ganz bestimmte Zusage der Hilfe jfgen. Vcur dadurch kann eine gefährliche Krise ^imiedkit toerden. Das Volk, daS trotz aller 58er-

wb. Wien, 12. Jan. Der H*uptauSschiiß 6t- chloß, dem Antrag bet Regierung auf Erfüllung der Forderungen der Staatsanaestellten und S'aatsbahn- angrsielllen zu zu stimmen. Die Mehrecfo dcrn'sse für die Erfüllung der Forderungen sowie filr btt ent- prechenden Maßnahmen der Länder und HiuplsnÄte betrogen schätzungSiveise 4610 Millionen Kranen. Zur Deckung dieser Ausgaoeu sollen die Salz- und Taba preise, die AlUholjicnern und die Eiseiibahnraiij« echvht werden.

Aussiautz be, sozialistischen Postbeamte«.

wb. Wien, 13. Jan. Wie die Korr. Herzog mel­det, hielt gestern der Vorstand des Eewerkschaftsver- bandes der Postbeamten eine Sitzung ab, in bei die Proklamierung des Poststreiks für 6 Uhr abends be­schlossen wurde. Eleichzeitiz ging ein Telegramm an die Vertrauensmänner in der Provinz ab, morgen 8 Uhr früh den Dienst einzustelletr.

Wie bie ChrMich-Soztale Korr. meldet, hielten die Vertreter bet sozialistischen Psstnngestellten eint Beratung ab, mit zu dem Streik der sozialistischen Post- gewerkschaftler Stellung zu nehmen. In der Grölte nntg rourb« Äutraf hingewiesen, daß bet Streik ehrt politische Machtfrage sei. Die nichtsozialistischen Post angestellten beschlossen baher, den Dienst weiter zu versehen, doch wird dieser nur in beschränktem Umfange aufreckierbalten «erden können.

wb. Graz. 12. Jan. Die Postangestellten traten um 0 Uhr abends in den Streik.

der Vevölkeruiig gegen etwaige Untaten der etwa 1000 I einige Zentrumsanträge und Anträge der Teutschnallo« Legionäre, die in Fiume verbleiben durften, weil fie I nalcn und der Deutschen Volksvartei angenomv^n. Der nicht militärpflichtig waren. Der MilitärbeMzhaber | Rest des Gesetzes wird ang enommtn.

c,cl.nfil . r nna-uhirii*»» I Dann wird noch in 2. und 3. Lesung erledigt der Ent-

bl schloß, dr.fe .Elements aus,uwct)en. I mitrj cine8 Gesetzes über weitere Beihilfen zu KrtegS-

----*---- I vohlfahrtsausgabcn der Gemeinden und Gemeindever- , , ____ , , , I bände. Der Entivnrf betr. Besteuerung des Cletverbebe-t

Ml!it Ludmns«»!«!. I triebe» im Umherziehen wird abgelehnt.

, toev I Nächste Sitzung Donnerstag Vormittag 11 Uhkt

204. Sitzung vom 1-. Januar. I ^(e;ne Borlagen, darunter Stempelsteuer, Notzefetz, Oder« Bei der namentlichen Abstimmung über § 3 bei Ge-1 tegulierung.

letze» betreffend Bereitstellung von Staatsmitteln zm I Ä * '?*

selbstbewirtfchaftung von Domänen, die gestern die Be-1 .

fchlnSunfähigkeit des Hanfes ergab, weigern fick Heute Doppelsitzung,

auch heute Mitglieder der Rechten und des Zentrums.! wb. Berlin, 12. Jan. Der ihre Abstimmungskarten abzugeben. Infolgedessen be- der Landesversammlung beschloß, am ,

räumt der Präsident um 11 Uhr 54 die nächste Sitzung Doppelsitzung anzusetzen. Die erste Sitzung soll auf 11 Uhr 55 Mm. an. I bis G Uhr dauern. Nach einfttlndiger Pause soll tun

Zu Beginn der neuen Sitzung wird eine Reihe kleinerer I 7 Uhr eine Abendsitzung folgen. Am Freitag will man Vorlagen genehmigt. Die Vorlage über Bewilligung von I unter allen Umstiinden Schluß machen. Die Frage, ob 50 Millionen Mark zur Förderung des Baues von I bie Lanbesvrsammlung bann aufglöst wirb ober bis Kleinbahnen wirb dem' Gemeinbeausschuß über-1 zum Zusammentritt des neuen Landtags als vertagt zu uriefeä. I gelte« hat, soll nach ßetlärt werben.

Beim 3. Nachtragshaushalt bc! raffend | Ein preußisches Notgefetz.

bieSchutzpolizei | Da keine Aussicht mehr besteht, den Entwurf des

bemängelt der Unabhängige Lu d w ig die große Zahl der I preußischen Ausführungsgesetzes zum Landesstsuergesetz Offiziere. Er sieht darin eine Bedrohung der Ruhe des I verabschieden, haben sich die Parteien auf die Ein- Volkes und bezeichnet die Polizei als Reichswehr zweiten«! Dingung eines Notgesetzes geeinigt, das nur allgemeine Aufgebots. I Vorschriften über die Verteilung der nach § 17 des Lan-

Abg. Adolf Hoffmann (Komm.) nennt cs einen I dessteuergefetzs dem preußischen Staate zufallenden An- Skandal, daß dir Schutzpolizei, die den ganzen Tag nschls I <ej[e Qlt der Reichseinkommensteuer und der Körper- tue, die doppelte Brotmenge erhalte wie die Schwer-1 ,'chaftssteuer zwischen Staat und Gemeinden enthält, trbriter. _ , I Außerdem soll in diesem Notgesetz die Bestimmung des

Der Nachtragshaushalt wird dem Hanptausschuß über-1 § zg der Regierungsvorlage übernommen werden, bie wiesen, desgleichen der Gesetzentwurf über den Bau auf die Besteuerung des einkommensteuer- elektrischer Anlagen zwischeit Braunschweig und H"»'! frei en Mindesteinkommens bezieht. Don notier. | z>sm Mindesteinkommen, bas von bet Reichseinkommen­

steuer nicht erfaßt wird, dürfen die Wohnfltzgem«luden vom 1. April 1921 den Teil zur Eemeindeeinkommen. steuer heranziehen, bet anf ben Steuerpflichtigen selbst entfällt. Die.für die zweite und sede wei- tete Person steuerfrei bleibenden Einkommenstelle bleiben auch von dieser Steuer frei. Durch dies Bestimmung soll verhindert werden, daß die Ge­meinden, wenn sie das von der sreichseinkommensteucr freigelasiene Einkommen heranziehen, kinderreiche Fa­milien stärker besteuern als bie Personen, die nut für gch selbst zu sorgen haben. Für bas laufende Steuer iaht ist es ben Wohnsitzgemeinben gestattet, das von der Neichseinkommensteuet nicht erfaßte Mindest­einkommen in dem durch das Rcichsrecht zugelassencn

[. und 10°/( Aufschlag, amtliche

>et Rabatt gilt als Barrabatt, gh. OUyig«

-^nung ||21 ,

les Gesetzes werde eine große Enttäus ch it n g. kein. | Frauenorgani'rtloncn und ärztliche Organisationen pro-! testieren gegen die Vorlage, weil sie dir freie Wahl ter I Hebammen beschränkt. Die Vorlage bedeutet einen u»-! erhörten Zwang sür die Frau. I

Ak-g. Tallmer tDentschnatt.): Der AMchuß bat so! orünüliche Arbeit getan, daß von der RegierungSverlagc I so gut wir garnichtS stehen geblieben ist. Der Redner I fragt, ob es sozial sei, ein Gesetz zu machen, durch daS I alle diejenigen, die gewohnt gstvesen seien, die Heb-! ammendienste zu bezahlen, diese Hilfe auf S t a a 14 - I kosten erkalten sollen. I

Frau Poehlm ann (D.Vvt.): Wir haben dem! Gesetz zuaestimmt, ohne die Fraktion festzulegen. Das I Gesetz ist eine Mißgeburt, die ohne jede Hebammen- Hilfe zur Welt gekemmen ist. (Heüerkeit.) Ein Durch- vertfchen des Gesetzes machen wir picht mit. Dir An- sichien der Hebammen über da? Gesetz sind geteilt. Tie I «egnerschait gegen das Gesetz wächst beständig, nament­lich ist auch bie Aerzteschast dagegen. Die freie Wahl muß gewährleistet werden. Das beste wäre nochmalige Beratung im BevölkerungsauSschuß, cs sei denn, daß unsere Anträge angenommen werden.

Minister Stegerwald: Hätte man an der Re- äierungSvorlage festgehalten, so wäre daS G-setz schon längst unter Dach und Fach. Die Schwierigkeiten sind erst bei den Ausschußverhandlungen in das Gesetz hinein- gebracht worden. Der Minister bittet, eine Einigung hcrbeizuführen, damit das Gesetz noch vor Schluß bet Tagung verabschiedet werden könne. I

Abg. Dr. Weyl (U. S.) protestiert gegen die Aus­legung, allob bie Parteien an der Berscklepvung der Verabschiedung der Vorlage Schuld tragen. Dir Ge- cheimräte des WohlfabrtsmimsteriumS hätten durch ihre passive Resistenz im AuSsch«^ bewußt oder unbetmtf-t daS Zustandekommen deS Entwurfes im Ausschuß sabo­tiert. Als der Redner betont, wer die Hebammen für sich habe, habe die ganze Welt hinter sich, brechen bk Tribünenbesuchcr in lcbhafsx Kundgebungen aas, woraui Präsident Leinert im Wiederholungsfälle mit der Räumung der Tribünen d-oht. Ter Entwurf sei zuge­gebenermaßen kein Ideal. Aber es handele sich hier um eine Abschlagszahlung.

Geheimrat Krahne weist den Vorlvurf, als hätten bie Regierungsvertreter den Entwurf sabotiert, entichiedev zurück. In dieser Form ist daS Gesetz nicht durch­führbar. Nach dcm Regierungscntwurf wären bk Hebammen mit Teucrungszuschlägcn und -Gebühren für Die Säuglingspflege besser gestellt gewesen als nach bar ietzigen Entwurf.

Hierauf wird ein Antrag aus Schluß bet Aussprache angenommen.

Abg. Schloßmann (Dem.) erhält da? Schlußwort. Seine Polemik gegen bie Rechte ruft lebhafte Zwischen­rufe hervor.

gl wird dann gegen die Stimmen bet Rechten angenommen; etzsiso die §5 24. Krnrr werden

Der Anzeigenpreis beträgt für di« 8gesp. Zeile 75 Pfg.

------- und auswärtige 1. Mk., Reklamezeile 3.00 Mk. Jede------

- 1 Q Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung^ der Angebote 75

. -vonnersiag, 10, -öCHlUCII berge&ü&t. Sei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir das Port» für bie (Wartung) berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5115 Amt Frankfurt a. Main.

_ .... Minister hat auf die Anfrage eines Mitgliedes der Kam- lick zu h«cr nunmehr zugegeben, daß kein französischer Kriegs- durch Mfangcner sich gegen feinen Willen in Deutschland auf-

Umfange zu teftcucm.

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Am her jrenWn Mlbemms.

Deutschnütionalr Landtagskandidaten.

An der Spitze der Berliner Liste der Deutschnatio- nalen Blllkspartei stehen Staatsminister a. D. Hergt, Abg. Landrickiker a. D. Kaufmann. ArbeitersektetSr R ü f f e r und Stadtverordneter Pastor Koch. In Hessen-Nassau wurden ausgestellt: Abg. Dr. Ritter, Berlin, Landwirt Christian, Unter« liedetbach, Schriftsteller Werner, Hersfeld, Lehret Martell, Frankfurt a. M., Buchhändler Sonnen­schein, Marburg.

eine Rede Stresemauns.

Eine stark besuchte öffentliche Versammlung in Pots­dam beschloß am Montag den Preußcutag der Deutschen Volkspartei. Abg Dr. Stresemann bewies durch eine kritische Untersuchung bet gegenwärtigen politi­schen Weltlage, daß der Frieden von Versailles nur eine Episode fein könne, da sich feit dem Waffen­stillstand bereits übettaschend viel neue Veränderungen eingestellt haben, wie z. B. in Griechenland, Ungarn und in Rußland, das bei einem künftigen Wieder» erstarken ebenso wie wir bie Beseitigung bei polnischen Korridors fordern müife. Beson- berg nachdrücklich wie« Stresemann auf die Aeußerun- gen Lloyd Georges zum Iahreswechfel hin. In ! denen et bekannte, daß die Behauptungen von bet alleinigen Kriegsschuld Deutschlands nicht mehr aufrecht zu erhalten sind, wo­durch bie Grundlagen des Friedensvertrages er­schüttert sind und woraus von unserer Seite weit­gehende Konsequenzen gezogen werden müßten. Ngch -inet Polemik gegen den Führer der Deutsckmationalen Dr. Hergt bertchtete der Redner von dem bisher in der Oesfentlichkeit kaum bekannt gewordenen Verhalten bet Breslauer Bürgerschaft anläßlich des erzwungenen Sa- !uts vor der französischen Flagg«. Bei dieser Gelegen­heit haben sich alle Parteien dohin geeinigt, daß kein I Breslauer Einwohner diesem Schauspiel zusehen und I fein Wort darüber berichten solle. Tatsächlich ist dies« I Verabredung auch gehalten worben. Die Fenster der las französische Konsulat umgebenden Häuser waren n e r h ä n g t und der ganze Platz vollständig !l««r. als die Reichswehr tn Automobilen ankam und I uach Vollzug der Zeremonie sofort wieder absuht.

I Späte Einsicht.

I In einer demokratischen Versammlung tn Front- I furt a. M. erklärt« bet Redner Abg. Prof. Schloß- Im a n n - Düsseldorf u. a., ,,e» würde heute wohl febet gern den Zeiget der politischen Entwickelung wieder auf 1914 zurückstellen und wenn er auch bie I Monarchie mit in Kauf nehmen mühte". In der Aus» ! spräche wandte sich Juftiztat Löwenthal gegen dtest «Ansicht. Prof. Schlotzmann hielt sie aber aus«cht «w