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DieOVerhesfische Zeitung" etfdjeint fecksmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

Marburg

_ 4.25 Mk., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Cport-Zta." 1 Mk. mehr.

> OTv Q ^ür ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. /»! " Vertag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von 2oh. Aug. Koch,

Martz^l.'23. Fernsprecher 55.

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diplomatischen Vertretern der anderen im Botschafter» rat vertretenen Mächten in Washington eine ent» sprechende Mitteilung machen. Tie amtlichen Kreis« seien der Ansicht, daß kein anderes Vorgehen möglich sei, wenn man dem durch die Wahl zum Ausdruck gebrachten Willen des amerikanischen Volkes ent» sprechen wolle, daS in so entschiedener Weise bei Völker!unb ab g eleh n t habe. -<

Die Brüsseler Sachverständigenkonferenz. "

wb. Brüssel, 11. Jan. Wie verlautet, nimm die Konferenz der Sachverständigen Ende Januar ihre Arbeiten wieder auf. ,

IW841000 und für das belgisch« 49 185000 Mark Ter Berichterstatter fügt hinzu, es sei bedauerlich daß die Vereinigten Staaten in Brüssel nicht ver- ttrten seien, wenn die Frage der Besatzungskosten er- örtert werde, denn der Vergleich zeige, daß die Un» kosten des amerikanischen Heeres im Verhältnis zu denen deS französischen phantastisch seien. Uebrigens betrügen nach neuester Schätzung amtlicher ameri- kamschcr Perjönlichkeiten die Unkosteir für dar ameri­kanische Hteer jcht täglich 80000 Dollar» oder ß

MIMe LmdkMckMW.

20 2. Sitzung vom 11. Januar.

Die Entwaffnungsaktion.

Wb. B e r 11 it, 11. Jan. Nach Mitteilung Reichskommissars für die Entwaffnung Ist das

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Amerika aa den Sitzungen der Botschafterkonferenz nicht »ehr beteiligt.

to6. Paris, 11. Jan. DemNew Hork Herold" wich aus Washington gemeldet, der Schritt der Ver­einigten Staaten, sich n t ch t m e h r an de« Sihnngra der Boisckosterkonferenz zu beteiligen, werde durch eine direkte Note an den Botschafter ta ParrS, Wallace, «felgen. Ebenso, werd« das Staatsdepartement den

gclnis der freiwillig abgcliefertcn, der augekausten, be­schlagnahmten und angemeldeicir Wasscn nach bcm Stande tont 10. Januar: 932 Geschütze, Miue«,vcrs:c, Flammenwerfer, 18 067 Maschrnengkwehre, 1680 Ma­schinenpistolen, 2 20158t Geivehre und Karabiner, 78 325 Revolver unb Pistolen, 85 616 Handgranaten, 8553 Geschützteste, 216 367 Maschin-ngewch-teile, 312905 Gewehrteile. 46211839 Stück Handfeucrivaffen

Der Anzeigenpreis beträgt für die 8gefp. Zeile 75 und auswärtige 1. Mk., Reklamezeile 3.00

sicherheit müßten ferner auf die gemeinen Ver­gehen abschreckendere Strafen gesetzt werden. Es dürfe auch von der Anwendung des Standrechts gegen Plünderer und Mörder nicht zurückgeschreckt werden. Die deutsche Regie­rung erwartet 0011 den alliierten Regierungen, die die Verantwortung für die öffentliche Ruhe und Ordnung in Oberschlcsien und für die gerechte Durchführung der Abstimmung übernommen haben, daß sie kein Mittel unversucht lassen, um in den betroffenen Grenzbezirken Ruhe und Ordnung zu schaffen und der Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zu geben, ohne das eine freie, geheime und unbieinflußte Abstimmung unmöglich ist.

Die der deutschen Note beigefügten Anlagen geben ein trostloses Bild von den gegenwärtigen Sicherheitsverhältmssen in Oberschlesien und ent­halten einen Auswahl besonders markanter Ge­walttaten der letzten 4 Monate. Gegen das Bandenunwesen hat sich nach den angeführten Bei? spielen die Abstimmungspolizei als völlig macht­los erwiesen. Die Liste der politischen Mord­anschläge und Morde bildet ein besonders trau­riges Beweisstück für die Zustände in Oberschlesien. Tie Anlage schildert ferner die Schwierigkeiten, die sich dem Zusammenarbeiten der staatlichen, jetzt oberschlesischen Milizpolizei und der Polizei Ober­schlesiens, der Abstimmungspolizei, bestehen, die durch ihre schlechte Bewaffnung zur Ohnmacht gegm die Verbrecherbanden verurteilt sind. Auch die Ilebsrtritte vollständiger Banden aus Polen Laben sich eher vermehrt, seitdem die Polizei Ober- fchkesien» dis Absperrung dsr Grenze übernommen hat. In dem Schlußstück der Anlage werden 22 Fäll« aufgeführt, in denen es Schwerverbrechern

Das Haus ist gut besucht. Die Tribünen sind über» füllt. Die Bcsucker, unter denen sich sehr viele Krau» kenschwestern befinden, setzen sich rum überwiegendes Teil tut» Hebammen zusammen.

Die zweite Lesung des UM

Land Wirtschaftsh au shalts

Ittirb fortgesetzt. Es liegt hierzu u.a. ein Antrag beb' Demokraten vor, dir Beteiligung des Staates bei den gemeinnützigen Siedelungsgesellschasten nm den doppelten Betrag, miudestMs 50 Millionen Mark, zu erhöhen.

Ministerpräsident Braun: Es besteht .keine Not» Wendigkeit, das Laudesökonomiekollegium,das in den letzten sechs Jahren überhaupt nicht mehr zt!» sammenberusen worden ist, beizubehalten. Hinsichtlich deS Siedelungswesms steht Preußen hinter keinem ar-de» reu Lande zurück. Gegen dar Kesseltreiben gegen daS preujzische Laudivirtschaftsministerium, als ob dieses die Z.edelungsfrage verzögere, erhebe ich entschiedenen Wider» spruch.

Klausner (Unabh.) polemisiert gegen die Rechte, welche Schuld an der Kinderunterernährung trage. Die Rechte wünsche die Einführung ausländischer Arbeiter, weil sie anspruchsloser seien wie die deutschen Arbeiter. Wenn die sozialdemokratische Regierung Reichsmittel für die Verbilligung der Düngemittel der Landwirtschaft geben wollte, so würde sie sich selbst zum Schildhalter der Reaktion machen.

Ministerpräsident Braun erklärte, daß sremdlandischs Arbeiter nur dann hinzngezogen werden dürsten, wenn deutsche Arbeiter nicht den Bedürfnissen entsprechet- zu erlangen seien.

Unter Annahme der gestelltejt Anträge wird der Landwirtschaftshaushalt angenommen, die 50 Mil-« Honen für die Siedelnug bewilligt, desgleichen bet Ent­wurf zur Bereitstellung von Mitteln zur Urbarmachung von staatlichen Mooren. Ueber den Entwurf über dis, Bereitstellung von Staatsmitteln zur Selüftbewirtschas» tu na von Domänen wird nameni lich abgcstimmt. § Ij wird mit 171 gegen 128 Stimmen bei 5Stimmenthal» tuugen in der Fassung angenommen, dost statt der For» derung der Regierungsvorlage von 30000 Hektaren mit 180 Millionen Mark, nur 1600Ö Hektar mit 60 Millio» neu Mark zur Selbstbewirtschaftung gelangen sollen, au?» genommen sind Domänen, bte sich zur Neu- oder 21 n« liegersiedelung eignen und ferner solche Domänen, für dir bei der NeuauZbietung ein angemessener Pachtzins bezahlt toitb.

Bei der Abstimmung über 83, wonach die AuStüh» rung des Gesetzes durch die zuständigen Minister erfolgt« ergibt sich bie Besch luhunfähigkrit des Hauses, Nächste Sitzung 51/« Uhr.

203. Sitznng.

Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung bett HebammengesetzeS.

Zunächst ^vird der Antrag der Welfen unb des Zentrum» auf Zurückverweisung deS Gesetzentwurfes an den Be» volkerungsausfchutz abgelehnt.

Als Dr. Wcyl (U. S.) diesen Antrag als ruchloseS 2lttentat auf die ganze Gesundheitspflege bezeichnet, erhebt sich lebhafter Beifall auf den dicht besetzten Tribünen, Vizepräsident Dr. Frentzel verbat stch alle Kundgeb» ungen von der Tribüne, .sonst müsse er sie sofort räumen lassen.

Abg. Dallmer (Deutfchnatl.) bezeichnete den Ent» Wurf, tote er an» der Kommission gekommen sei, all Verfass ungSbruch.

Abg. Sldols Hoffmann (Kom.) meinte, eS sei ein Verbrechen, daS Gesetz unter den Tssch fallen zn lassen. Die Deckungsfrage mache keine Sorge, dazu könnte man die Abfindung für denhohenzoslernschen Deserteur^ und bte Ausbesserung für bte Geistlichkeit verwenden.

In der Aussprache begründete Fran Ege (S.i die Not» Wendigkeit, für bte Hebammen eine gesicherte Eriüeiq zn schassen. Bon einer Sozialisierung de» Hebammen» 'totftnl könne keine Rede sein. Die christlichen Frauemi verein» bewiesen wenig christliche Nächstenliebe, tvestn sie an nnS appellierten, da» Gesetz nicht ,n verabschieden. Auch wir sind mll dem vorliegenden Entwurf nicht zu» trieben, erwarten vielmehr von der Reichste gierung ein« eicksprechende Erweiterung. Sache bet deutschen Mütter ist eS, dafür zu sorgen, daß die bürgerlichen Parteien nicht wteder zur Regierung kommen. Tann werden wir für aie völlige Unenlgrwichkeit bet Wochenpflege sorge« lön» neu. Die Armenentbindungen müssen so gut wie voll» kommen umsonst von den Hebamme» besorgt werdem. Auch für eine Altersversorgung bet Hebamme»' rntti gesorgt werden.

Hieraus wird die Weiterüeratung auf Mittwoch y llhl vertagt,' außerdem namentlich» .Wstünnumg bett mänen und kleine Vorlage».

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1. Stock.

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Amtllches Dettündlgungsblatt des Kreises Marburg, F

Tageszeitung für (das früher kurhesiische) Oberhesfen

tallunge» t von da oettaufet Jen 53.

ttrjb Munition Bon bett angemeldeten Waffen der Drgchtßsatiouen sind 21b 559 Gewehre bereits ein- ßc:oge,i. Durchsuchungen sanden bisher in 1036 ^tüdtc^, Landgemeinden unb Gutsbezirken gilt Das Ei-Mchct! der Oraanisationswasfrn und die Durch-

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sitznitg zum Gegenstand öffentlicher Aussprache ge­macht werdensoll en. Die nächste Sitzung wird vor­aussichtlich zum 20. oder 21. Januar einberufen.

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Die Vesatzungskosten.

wb. London, 11. Jan. Der Berliner Bericht srstalter 5erDaily SieivS77 will aus amtlichen Kreisen bit Verbündeten erfahren haben, daß die Kosten bet Aufrechterhaltung der verschiedenen Vesahuvgstruppen st» Rheinland bciragen: für das amerikanische Heer 2684741/0 Dollars, für daS brttiscbe 51900 830 Pfund Sterling, für das französische 2 002 998 060 Franken, für das italienische 15 207 717 Lire unb für das belgische 314 940 698 belgische Franken. Außer bett in natura zu leistenden Lieferungen an bt» Be- satzungshecre im Betrage von vieletr Milliarden M-trk zahlte Deutschland bisher folgende Sirmmen: für das amerikanische Heer 608 Millionen Mark, für das britische 2G3 Mtklioite», jur das frrmMiche

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1 9 Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermltstung der Angebote 75 Psg. So». ""» OUYtK

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(Hortung) berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankjurt a. Main. lȟ

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wb. Berlin, 11. Jan. In einer heute der Votschafterkonferenz in Paris übermittelten Rote, die gleichzeitig den Regierungen in London, Paris und Rom übergeben.worben ist, legt die deutsche Regierung in Ergänzung der in ihrer Note vom 4. ds. Mts. gemachten Mitteilungen eingehend die von Tag zu Tag unerträglicher werdenden Zu­stände dar, wie sie sich seit dem blutigen polnisches Augustaufstand fortentwickelten, deren weitere Ausdehnung seinerzeit nur durch Ruhe und Be- sonnrnheit der deutschen oberschlestschrn Bevölke­rung eingedämmt wurde. Es heißt in der Note:

Unerhörte Gewalt- und Greueltaten folgen sich in unerträglicher Reihe. Kein Tag vergeht ohne schwere Raubüberjälle. Wohlorganisierte Räuber­banden treten vor allem in den an Polen gren­zenden östlichen und südlichen Bezirken auf und halten die friedliche Bevölkerung dieser Distrikte in ständiger Unruhe und Sorge. Die Polen üben in allen nur denkbaren Formen politischen Terror. Deutsche Versammlungen werden mit Hand­granaten und Gummiknüppeln auseinandergejagt. Polnische Mordanschläge und brutale Morde haben eine Verbreitung gefunden, wie sie wohl einzig in der Geschichte zivilisierter Völker dasteht. Nach einer Statistik haben die gemeinen Verbrechen im Bereich der Polizeidirektion Kattowitz seit Ein­treffen der interalliierten Kommission außer­ordentlich zugenommen. Die Anzahl der Morde ist um rund 243 Prozent, die der Raubübcrsülle um 80 'Prozent WMMflr Die Zustande find dort so, daß, wenn überhaupt eine ordnungsmäßige Abstimmung staktfinden soll, mit größter Beschleu­nigung und äußerster Energie rücksichtslos Abhilfe geschaffen werden muß. Die trostlose Lage in Ober­schlesien hat ihre Ursache in der Unzuläng­lichkeit der Maßnahmen der interalliierten Kommission, die es trotz der ihr zur Verfügung stehenden Truppen unterläßt, irgendwie energisch gegen die Verbrecher und Banditen vorzvgehen und von den ihr zur Verfügung stehenden Macht­mitteln zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ord­nung unparteiischen Gebrauch zu machen. Die interalliierte Kommission hat auch die ausgezeich­nete deutsche Polizeni aufgelöst und an ihre Stelle mit unsicheren Elementen stark durchsetzte Polizeikräfte gesetzt, die in keiner Weise für ihre Aufgaben taugen. Besonders in den Crenzbezlrken ist es wegen der Unzulänglichkeit der Polizeikräste unmöglich des gemeinen wie des nationalistischen Verbrechertums Herr zu werden, das so Gelegen­heit hat, jederzeit leicht über die Grenze zu ent­kommen. Die Zustände an der oberschlcsischen Süd- und Ostgrenze spotten jeher Beschreibung. Auch hie Beschaffenheit- der Grenze selbst bietet dem Aeber- schreiten an unerlaubter Stelle keine besonderen Schwierigkeiten. Das Ueberschreiten der Süd- und Ostgrenze wird zudem durch bie Ausstellung von ganz unkontrollierten und praktisch auch unkon­trollierbaren Sammelpässen sehr erleichtert, aus Grund deren die Leute zu Hunderten über die Grenze laufen. Die deutsche Regierung muß ver­langen, daß ohne jeden Verzug die A b s p e r - r n n g der Süd- und Ostgrenze derart durchgeführt wird, daß der Ilebergaug über die Grenze einzig und allein auf die von der interalliierten Kom­mission bestimmten Straßen beschränkt bleibt und daß durch genügend Besetzung mit Wachen und Posten ein unerlaubtes Ueberschreiten der Grenze unmöglich gemacht wird. Zur Beseitigung der lln-

Hrute vormittag wurde die polizeiliche Durch- fuchniig nach Waffen in Berlin fortgesetzt, und zwar ich-d die Durchsuchung im Südwcsten der Stadt int Z'g« der G^eisemulstraße statt. , t

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Die KileMnnbewWM.

f wb. Berlin, 11. Jan. In der seit Sonntag sagenden Sitzung des erweiterten BocstandeS des Deutschen Eisenbahtterverbandes würben drei Ent- schiifßnngen angenommen, in denen es heißt: Ange­sichts der durch die anhaltende Geldentwertung ver- ursacktnt Preissteigerung auf allen Gebieten bleiben die Ethöhüngen der TeuerungIzuschlage für die unteren Beamten unb Arbeiter so erheblich hinter den beschei­densten Erwartungen zurück, baß eine Beruhigung des Cisenbahuerpersonals ganz ausgesckllosfen ist. Was iaußerbetn den besonderen Unwillen der an der Be­legung Beteiligten erregt, ist dir unsoziale AbsOtsung der Zulagen^, die Übersicht, daß' bie durch den Krieg hervorgerusenrn Verhältnisse eine gewisse Gleichmäßig- feit der Preise aus dem ganzen deutschen Waren- :mr'i erzeugt haben. Unter Berncksichli^utg dnses Umstandes sei der erweiterte Vorstand ausserstande, beruhigend auf die Mitglieder des Deutschen F-sen» bahnerverbandes einzuwirken. Dec erweiterte Vor­stand beauftragt den geschäftsführenben Vorsland deS Perbandes, bit Verhandlungeit wetterznführen unb auch vor dem letzten gewerkschaftlichen Kampfmittel im Bedinsssalle nicht zurückzuschrecken. Die vcr- 'kml-uortklchen Berbaudsinstanzen, Bezicksleitungkn, Drts'.ecwältungen und Bevollmächligten sind verpflich­tet, sich angclüiibigtcit Teilstrctks uni aller Energie z« widersetzen. Entsteht trotzdem irgendein Teil­streik, so haben sie die Verpflichtung, jede Verant- woiiung dafür abzulehnen.

Am 12. Januar werden die Verhandlungen d«L 16er-Auäfchuffes mit dem Vorstmtd des Allgemeinen idknrfchen GewrrkschktstsbkmSes-stattstiidsn. -----

Berlin, 11. Jan. In Beamleukreisen wird an- Henommcn, daß wcttergehettde Forderungen von den Organisationen nicht gestellt werden sollen, daß aber ttne andere Verteilung der Ztifchläge gejorder: werden müsse.

Die Abstimmung der Eisenbahn- Beamten.

! wb. V e r l i n , 11. Jan. Das Ergebnis der Ur­abstimmung der Eisenbahnbeamten liegt für die ehemals preußisch-hessischen, sächsischen, oldenburgi- schcn und mecklenburgischen Bezirke vor. Danach nahmen von den insgesamt vorhandenen 319 732 Beamten. nur 73,5 Prozent, nämlich 235 000 teil. ,: den Streil stimmten nach Mitteilung der jRetchsgewcrkschaft bet Eisenbahnbeamten 192 953, ;Olfü 69,3 Prozent der Beamtenschaft. Es ist anzu- ! nehmen,, daß bei Berücksichtigung der noch nicht vorliegenden Ergebnisse aus Bayern, Württem­berg und Baden der Prozentsatz der sür den Streik stimmenden Beamten noch wesentlich, voraussicht- l'-h Ins unter 50 Prozent zurückgeht. ,,

Die Erregung der deutschen Bevölkerung.

wb. K a t to miß, 11. Jan. In einem au den Bot fdiafterrat in Paris und bte Regierungen von Frank­reich, Euglanb und Jialiett cm 9. 1. gerichteten Vrotesttlbgramm des Leiters der Zentrale des Ver­bandes hcimatstr-ner Obcrschlcsier gegen die zeitlich getrennte Abstimmung unb gegen die Ans- kch'iestitug der «ach dem 1. 1. 1904 zugezogenen »ich! gcbüriigett Oberschwester wird darauf hmgeniesen. dass die Gefabr besteht, daß dte in der oberfchlefischer Bevölkerung hierdurch hcrvotgetuscne große Er­regung stt gsscntlichett Temsnstrattoneu führt. ES kann nicht mit Gewißheit gesagt werden, ob cs den Führern der deutf hea Kreise gelingen wirb, die erreg­ten. VolkSmassen von ihrenr Vorhaben abzubringeu.

Drohender polnischer Einmarsch.

Berlin, 12. Jan. Wie bieVoss. Ztg." aus oberfchlesischen Inbustriekreisen erfährt, tragen bie Ge­rüchte iiter polnische Putfchpläne ernsthaften Charakter. Die Pläne sehen auch einen Einmarsch bet in zu­nehmender Stärke an bei ober'chlesischen Grenze ver­sammelten polnischen Truppenteile vor.

Berlin. 11. Jan. Laut ,.Lok. Anz." läßt der Veuihener Magistrat zum Schutz gegen Anschläge auf Denkmäter dar Denkmal Friedrichs des Großen von Tuaillou am Kaiser Fricdrtchsplatz abmontteren.

wb. Kattowitz, 14. Jan. In Friedrichsgrubc wnideu am 19. b. MtS. 2 Dpnamitbomben in daS Gasthaus ton Goithilf geworfen. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen, doch ist, der Scha­den sehr groß. SO Fensterscheiben sind zertrümmert. Von den Tätern fehlt jede Spur.

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Lj Der Ausschuß für Auswärtiges.

; 1 mb. Berlin, 11. Jan. Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten trat heute vorknittag M einer Sitzung im Reichstag zusammen. Der .Reichskanzler und der Minister des Auswärtigen to-Uit anwesend. Der letzte Notenwechsel mit den l iinbeleu, insbesondere die oberschlesische Arage, wurden erörtert. Die Verhandlungen Md verttaulich. Es bestand unter den Parteien . Wbercinstimmung darjiber, daß bie gegenwärtigen ste-2rhültnlsse in Oberschlesien und das eben ver- ^sssnilichte Abstimmungsrcglernent alsbald nach ^M-ückufammentritt des RsiLstnLss kn. einer Voll-