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1921

Bei Betragen unter 20 Mr. müssen wir das Porto tut di« berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

der deutschen Rheinslotte

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Unverschämtheit.

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Voklmcheiter tzlcichgejtkllt werden müsse. AIS die Krrmß ---------- --------------- *' -------- --------

der gesamten Tonnage bedeutet.

Der AnzeigenPteis beträgt für die 8gesp. Zeile 75 Psg. und 10"/, Ausschlag, amtliche und auswärtige 1. Mk., Reklamezeile 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Eefchäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pkg. Son» dergebühr. Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir das Porto für die Rechnung

ebenso was Ernennungen oder Ablösungen von Füh­rern cknbetrifst, unstatthaft sind.''

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ple) »öl aeenlei« Leidend > AusM n jäll< epekt-l iwerlej

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Französisch«

nennen Kerenski, Miljukow, Maklakow Arksentiew.

Der in Rußland bestehende Militarismus

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises MwLurg.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) OLerhessen

wb. Esse», 8. Jan. Als-Protest' gegen die Schließung der Thyssenhütle in Hamborn beschlossen die Syndikalisten in einer Belegschafrsvecsammlung der ßfdje Wesiend, in einen Sympathtestreik zu trete» ' und die Arbeitswilligen am Einfahren zu hindern. EZ ist beabsichtigt, den Streik in da- angrenzend: Industriegebiet zu tragen. Am Montag findet eine BertrauenSmänurrvrrfammlung aller Duisburger Werke - statt,' die über einen Sympathiestreik 6c» schlichen wird.

wb. Essen, 8. Jan. An der anläßlich der $cr< Haftung des Betriebsratsmitgliedes Schlüter von den Angestellten der Firma Kruvv veranstalteten Kundgeb­ung nahmen nicht (wie von hier, irrtümlich gemeldet)' 27 000, sondern 6» bis 7000 Arbeiter teil. Schlüter ist einer der Mörder der über 20 Zeitfreiwilligen, die im März am Essener Wasserturm, nachdem sie sich ergeben hatten, niederg emedelt wurden. Wenn moff jetzt endlich versuchen will, an die Sühne der entsetzlichen Meidtat lxnanzugehen, gibt eS sofort Gegenkundaebungenl

Berlin, 8. Jan. Wte dtc Blätter melden, bat' die Direktion der Firma Ludwig Löwe wegen Ac- beiterobstniktionen die Fabrik geschlossen anü: sämtliche Arbeiter ^entlassen. Die Arbeiter hatten ge­fordert, daß das Einkommen der Kurzarbeiter dem da»

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Aus dem besetzten Gebiet.

Koblenz, 7. Ja«. Tie deutsche Regierung hatte die Absicht, Freiherrn v. Solemacher öü dec Re­gierung des besetzten Gebietes eine maßgebende -Stelle zu übertragen. Die interalliierte Kommission hat hier­gegen Einspruch erhobenin Anbetracht dec früheren Haltung des Beamten gegenüber den interalliierten Behörden im Bezirk Monjoic."

Köln. 8. Jan. Der kommunistische Landrat von Höchst. Zimmermann, ist durch die interalliierte Rheinlandskommission seines Amtes enthoben worden. Gründe für die MaßMhme wurden nicht mitgeteilt.

Räte-Rutzland.

Die Ansammlung roter Truppen.

wb. Berlin, 8.Jan. Der italienische Ausschuß für den internationalen Paibvlogenkongreß, der demnächst in Rom stattfindet, unterrichtete die französischen Kongreßteil­nehmer davon, daß die deutsche n Pathologen einge­laden seien und bemerkt dazu, daß der Ausschuß zurück- treteu werde, wenn die Franzosen unter diesen Umständen die Teilnahme am Kongreß ablehnen sollten. Die fran­zösischen Pathologen beschlossen einstimmig, die Zusam­menarbeit mit ben Vertretern der deutschen Wissenschaft abzulehnen, solange die deutschen Mediziner nicht öffentlich jede Solidarität mit der deutschen Regierung und Heeresleitung von 1914 verleugneten. Diesem schmachvollen und überheblichen Verlangen zu entsprechen, liegt natürlich außerhalb jeder Möglichkeit.

Marburg

Montag, 10. Januar

(Hartung)

Englische Pressestimmen.

wb. Paris, 10. Jan. Wie derTempo" meldet, schreibt der LondonerObserver" zur Entwaffnungs- fiage, England sei durchaus entschlossen, Frankreich bei der Durchführung der Entwaffnung Deutschlands in einer vernünftigenZeitspanne zu unterstützen. DerObserver" schlägt nach dem Vorbild gewisser ossi- ziöser Blätter vor, falls Bayern in seiner Widersetz­lichkeit fortfahren sollte, daß die Verbündeten M ü n - chen unb nicht das Ruhrgebiet besetzen, jymn in letzter Zeit hätten die Bergleute ihrer Abneigung gegen die Beibehaltung der Einwohnerwehren deutlich Aus­druck gegeben.-

t wb. Paris, 10. Jan. Der englische Generalmajor Maurice, der sich gegenwärtig in Deutschland aus- hiilt, um die Entwaffuungsfrage zu studieren, schreibt In denDaily News": Es fei taum zweifelhaft, daß die deutsche Regierung sich ehrlich bemüh», die Ent- Nafsnung durchzuführen. Frankreich fei zum guten Teile im»Recht, wenn es die Auslösung der Einwohner­wehren verlange. Die einzige Differenz zwischen der französischen und der englischen Aufsagung liege in oer Wahl der zweckmäßigsten Mittel.- Die Franzosen hätten lange Zeit gewünscht, das Ruhrgebiet zu be­setzen, wo die Sympathien durchweg nach links gingen. Dies würde eine Strafmaßnahme gegen die Regierung und die Linksparteien sein. Das richtige Verfahren sei, die Stellung der gegenwärtigen deutschen Regierung tu st ä r k e n. Wenn das deutsche Volk überzeugt wer­den könne, daß die Wiederherstellung der Industrie und die Bekämpfung der Teuerung von der genauen Er­füllung der militärischen Bestimmungen des Versailler Vertrages abhänge, so werde es die Mittel finden, die geeignet feien, diese Bestimmungen durchzuführen.

General Rollet reift nach Paris.

i erwarteten Rückkehr nach Berlin der deutschen Re i. fiierung übergeben zu können.

Verschiebung der Brüsseler Konferenz.

wb. Brüssel, 8. Jan. (Havas.) Die Sach-

nien zu trennen.

wb. Paris, 8. Jan. (Havas.) Das rumä­nische Pressebüro teilt mit, daß die Verhandlungen mit Sowjetrußland noch fortdauern. Der rumä­nische Standpunkt sei der, daß zwischen den beiden Ländern kein Kriegszustand herrsche. Die Zu­sammenziehung der Noten Truppen an der ru­mänischen Grenze fetjeine auf die Notwendigkeit zu- rückzuführen zu fein, den russischen Truppen Winterquartiere in der am besten mit Lebens­mitteln versorgten Gegend zu beschaffen. Es sei sicher, daß der Friedenszustand mit Rußland fort« dauern werde.

Rückzug aus Georgien.

wb. Paris, 8. Jgn. Wie derChicago Tri­büne" Nus Konstantinopel gemeldet wird, hat die Sowjetregierung den roten Truppen, die ffie geor­gische Grenze überschritten haben, den Befehl gegeben, sich zurückzuziehen.

Die russischen Antibolschewisten.

wb. P a r i s, 8. Jan. Heute vormittag sind etwa 30 Mitglieder derchgesestgebendeir- russischen Versammlung hier zu einer Sitzung zusammen- g'treten. Der Zweck der Beratung ist, die Mittel festzulegen, die geeignet erscheinen, die Bolsche­wisten in Rußland von außen her zu be­kämpfen. Die Mehrheit der Mitglieder besteht aus Sozialrevolutionären. Einige gehören auch der Kadettenpartei an. Von bekannten Persön­lichkeiten, die an der Sitzung teiln-hmen, sind zu

wird durch zwei von der in Tiflis erscheinenden tungBorba" (Kampf) miedergegebene Befehle

England.

wb. London, 8. Dez. Zum ersten Male seit dem Kriege weist Lloyds Register einen Rückgang im Ban der Handelstonnage auf und zwar für das letzte Viertel­jahr für Großbritannien einen Rückgang um 22132 und für die anderen Srehandcl treibenden Nationen um 363000 Tonnen.

wb. Paris, 8. Jan. Den englischen Blättern zu­folge beträgt die Zahl der Arbeitslosen in Eng­land eine Million. Die Regierung beabsichtigt, in den staatlichen Fabriken und Docks zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Arbeitswoche um, einen JEa< zu bet» kürzen.

wb. Helsingfors, 8. Jan. (Havas.) rüchiweise verlautet, daß beträchtliche bolsche­wistische Kräfte zwischen Molodetschno und Orcha zusammengezogen seien. Man habe den Eindruck, daß, wenn die bolschewistische Offensive stattfinde, sie darauf gerichtet sein müsse, Polen und Rumän-

Dic Verteilung der deutschen Rheinflott«.

. Wh. P g r i s, 8. Jan. Der Associated Preß aus Paris gemeldet, daß der gemäß dem Friedensvertrag von Versailles zur Verteilung der ^inne^xchj^E in den verschiedenen internationalen ^wässern betraute Schiedsrichter Walker D. "Ws leinen ersten Spruch gefällt hat, durch den kt»a 233 000 Tonnen Schiffsraum in Kähnen und Schleppschiffe mit einer Leistungsfähigkeit insgesamt 21000 Pferdekräften Frankreich iUetvi eien werden» was ungefähr 131/» Prozent

Trotzkis charakterisiert. Es heißt in dem einen u. a.' Wo der Kampf tobt, ist kein Platz kür Kritik und Un­terhaltung. Daher verbiete ich ausdrücklichst jeg­liche Versammlungen von Truppenteilen. Versuche, solche Versammlungen herbeizuführen, sind als ungesetz­lich und gegen Vaterland und Freiheit gerichtet mit Waffengewalt zu zerstreuen. Die Verbote sind als Gefechtsbefehle anzusehen und unterliegen daher keiner Kritik." Der zweite Befehl besagt:Bei allen Versuchen, Gefechtsbefehle nicht auszuführen. Aufrufen oder Agitation zwecks Richtausführung von Befehlen höherer Führer, sind einzelne Militärper­sonen oder ganze Truppenteile unter Anwendung von Waffengewalt zum Gehorsam zu zwingen. Be­wiesene Schwäche in diesem Augenblick führt zum Un­tergang Rußlands und der Revolution. Es ist den Truppen ausdrücklichst auseinanderzusetzen, daß Kriti­ken und Einmischen in Führerbefehle jeg­licher Art, sei es im Kampf oder in der Ausbildung,

Berlin, 10. Jan. Wie derBeil. Lokalanz." aus Steifen der Mission des Generals Rollet erfährt, wird sich General Rollet nach Paris begeben, um der am 19. : Januar stattfindenden Konferenz feine Ansicht über die ^Durchführung der Entwaffnung Deutschlands vorzu- folgen. Gene-al Rollet glaubt, die endgültige Antwort f bei Pariser Konferenz nach seiner für den 25. Januar

Sie SiiMiiung Seufläjl*.

i Reuet Aufschub wahrscheinlich. Ludendorff- Märchen.

3 wb. P a r i s, 8. Jan. Der Mitarbeiter der »Lxcelsior" will erfahren haben, daß die englische ,nd die französische Regierung über die Art und Weise sich verständigt hätten, wie die Ent­waffnung Deutschlands durchgeführt werden soll. Sowohl in England wie in Frankreich sei man fest entschlossen, alle möglichen Mittel, anzuwenden, em die Entwaffnung Deutschlands, dieses wich­tigsten Punktes des Friedensvertrages von Ver- -failles, durchzusetzen. Immerhin sei es möglich, daß man in Anbetracht von Unruhen in Deutsch­land einen neuen Aufschub für die Entwaff- Lung der Truppen weiterhin zugestehen würde, die unerläßlich sein würden zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung.

DerPetit Parisien" schreibt, in zuständigen Kreisen habe man immer mehr das Gefühl, daß hie englische und die französische Regierung sich über alle Einzelheiten der Entwaffnung Deutsch­lands verständigen könnten und müßten. Man habe England eine Art Gleichgültigkeit oder vielmehr Ungläubigkeit gegenüber den durch die Einwohnerwehr bestehenden Gefahren zugeschrie­ben. Dieser Skeptizismus habe tatsächlich bestan­den, sich aber nicht halten können gegenüber der Tatsache, daß die Organisation und der Ausbau dieser angeblichen Einwohnerwehren rein mili­tärisch sei. Die Offiziere, der interalliierten Kon­trollkommission hätten, zweifellos festgestellt, daß -hinter der Orgesch und allen Einwohnerwehren Luden dorff und mit ihm der ganze frühere kaiserliche Eeneralstab stehe.

wo. L o n d o n, 8. Jan. Wie dieMorning $oit" aus Stockholm meldet, spricht die Sowjetregierung in einem Funkspruch die Hoffnung auf eine baldige, uneingeschränkt« Wiederaufnahme bei Handelsverkehr- mit Sa' pan und dem fernen Osten auS. Mehrere Verträge seien bereits abgeschlossen.

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Die Kommunistische Partei, die in der. jüngsten Zeit eine erhöhte Tätigkeit in der Richtung neuer Um­wälzungen entfaltet (Fleirsburg, Dresden, Berlin), ver­öffentlicht ind erRoten Fahne" einenOffenen Bries" an die politischen und gewerkschaftlichen Acbeiter- organisatioyen, in dem sie eine gemeinsame Aktion auf folgender Grundlage vorschlägt.

Einleitung von einheitlichen Lohnkämpfen« tvobei die Ähnkämpft der Eisenbahner, Beamten und Bergleute sowie der anderen Industrie- und Lavdarbefter. zu einer geschlossenen Aktion verbunden werden sollen: Maßnahmen zur Verbilligung der Lebenshaltung durch Mgabe verbilligter Lebensmfttel auf Kosten des Reichs und Beschlagnahme aller zur Verfügung stehe.-rden be­wohnbaren Räume, sowie zwangsweise Ausquartierung kleiner Familien an- großen Wohnungen: Maßnahmen zur Bereitstellung von LebenSmftteln und Bedarfsgegen­ständen durch SontroUe aller Rohmaterialien, der Ernt« und des Verkaufs von Lebensmitteln: sofortige Entwaff­nung aller bürgerlichen Selbstschuhorganisationen und Bewaffnung der Proletarier, sowie sofortig« Aufnahme der Beziehungen'zn Rußland.

Die Antwort auf dieseEinladung" wird bi- 13. Januar erwartet. Im Falle einer Ablehnung würde die K.P.D. diesen Kampf allein anfnchmen und führen. DaS wird sie auch tun müssen; denn die Ablehnung der Sozialdemokratie kaust als gegeben betrachtet werden im Hinblick auf die Ausnahme des kommu.ustifchcn Ultimatums durchVorwärts" und Freiheit". DerVorwärts" rät den Kommunisten, auf solche Spässe zu verzichten und sich einmal mit den Vertretern der großen Arbeiterorganisationen zr vernünftigen Verhandlungen an einen Tisch zu setzen? Vielleicht wäre cs auf diese Weise möglich,die neuen Dummheiten zu verhüten", die die ffoinmuniilen zuni Schaden der Arbeiterklasse zu begehen im Begriff seien. DieFreiheit" spricht von einemneuen Trick'' unddie unsinnige Nadanpolittl und ütt* brecherische Putschtakttk der vereinigten kom­munistischen Partei öffnet immer breiteren Kreisen der Arbeiterschaft die Augen über die vM>crbli-che Taktik der kommunistischen Führer."

Kommunistische Kundgebungen tu Berlin.

tvb. Berlin, 8. San. Im Lustgarten fanden heute vormittag zwei Versammlungen statt. Um 10 Uhr vormittags stellten sich von den organisierten 60 000 Eisenbahnern etwa 3000 ein. Ein kommunisti­scher Redner forderte sie unter Beschimpfung der Re­gierung auf, fofort in den Ausstand cinzutreten. Die Rede wurde fast ohne Beifall ausgenommen. Eine Stunde spater rückten in fünf Zügen etwa 15000 An­hänger der beiden kommunistischen Parteien an, um gegen die Flensburger Vorgäckge zu demonstrieren. U. a. sprach Adolf H o f s m a n n. Heftiger Regen ver­anlaßte zahlreiche Demonstranten, sich schleunigst da­von zu machen. Auf der Granitschale voc dem Museum, kam es dann zu einem Faust kam ps zwischen einem Redner der kommunistischen Arbeiterpartei und einem Redner der kommunistischen Partei, der mit dem Siege des ersteren enoeie. Aber e- war ftn Pyrrhussieg, denn als er sprechen wollte, stimmten die Kommunisten die Internationale an, worauf sich die Versammlung austöste.

.... tzerständigenkünferenz, die sich auf den 10. Januar vr->g:ri--i - vertagt hatte, dann aber am 15. Januar wieder in Vrüsfel zusammentreten sollte, ist abgesagt und auf ^bestimmte Zeit verschoben worden. Ihr .Wiederzusammentritt wird erfolgen, sobald der Oberste Rai in Paris seine Arbeiten beendet haben wird.

I DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4.25 Mk., durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberh. Sport-Ztg." 1 Mk. mehr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersah. Verlag von Dr. T. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Loh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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wb. Pari-z 19. Jan. Wie Havas ait8 London mestwt, ist laut amtlicher Mitteilung Lord Reading zum Bizekönig von Indien ernannt worden.. .

$ei englisch-irische Krieg. <

wb. London, 8, Jan. Die amtlichen Statistiken besagen, daß auf englischer Seite während des' Jahres 1920 in Irland 192 Polizisten und 54 Soldaten getötet worden sind. Die Zahl der Verwundeten beträgt 263 Polizisten und 122 Soldaten.

Ivb. PariS, 8. Jan. Nach einer Meldung desDaily Telegraph" auS London haben die Soldaten am Drei- königstage in verschiedenen Gemeinden der Graffchast Cork die Kirchen ab geschlossen unb umzin­gelt. Jeder Kirchenbesucher wurde trotz des Protestes der Geistlichkeit untersucht. 11 Verhaftungen wurden vorgenommen. !

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Italien. *

wb. Rom, 8. San. Wie die Agcuzia Stcfani mitteilt, wmd» ein Dekret veröffentlicht, demzufolge die Re­gierung die mit Bezug auf das italienische Eigentum rr- griffeitetf Maßnahmen begrüßt unb auf das Italien nach dem Vertrage von Versailles zustehcude Recht der Be­schlagnahme deutschen Eigentums Verzicht et, soweit dessen nach der gegenwärtigen Marktlage zu messender Wett die Summe von 50000 Lire nicht übersteigt.

Heute wurde auf dem Schlosse Aglie (Piemont) im engsten Familienkreise die Vermählung der Prinzessin Bona von Savoyen mit dem Prinzen Konrad von Bayern vollzogen. Der König, die Königinmutter sowie alle Prinzen der Hauses Savoyen, und die Angehörigen des Prinzen Konrad wohnten der Feierlichkeit bei. Die Eheschließungsurkundc wurde von Giolitti aufge- nommen.

Oberschlesien.

wb. Glelwitz, 8. Jan. Die ötteralliie^e Kom­mission hat den Lehrer Hartmann aus Gleiwitz. de: seit 20 Jahren in Oberschlesien tätig ist, mithin laut Abstimmnngsreglement abstimmungsberechtigt ist, den Ausweisungsbefehl zugefleUt. Hartmann der Vorsitzender des oberschlesischen Lehrerverbandes ist und durch sein mutiges Auftreten für die deutsche Sache sich allgemeiner Beliebtheit erfreute, hat Ober- schlesien bereits verlassen.

wb. Paris, 9; Jan. Nach demMatin" fall Senator Mc Cormick in Paris erklärt haben, wenn die Volksabstimmung in Obcrschlesien ju Gunsten Polens ausfallen würde, so glaube er. aufgrund von Besprechungen, die er in Berlin gehabt habe, daß Deutschland diese Entscheidung nut unter dem Drucke der Gewalt annehmen werde. Mr Cormick habe weiter gesagt, daß ein für Deutschland günstiges Abstimmungsergebnis zweifellos die deutsthe Produktionskraft beträchtlich erhöhen werde und dann infolgedessen in diesem Falle die Gläubiger Deutschlands bas Recht hätten, höhere Forderungen aus dem Gcbiele der Wiedergutmachung zu stellen.

wb. Kristiania, 9. Jan. General Seronb erklärte einem Vertreter vonDagens Nyheter", der ihn in Beutbcn besuchte, u. a.: Die Boischasterionfe- renz hat die Entscheidung noch' nicht getroffen, ab-c ich glaube sagen zu können, daß die Abstimmung nach Lage der Dinge nicht früher als im März sein kann.

Amerika.

wb. Wnfhington, 8. Jan. (3icnten) Der Hceresausschuß des Senats stimmte einem Antrag des Senators New^zu, in dem verlangt wird, daß die Rekrutierungstätigkeit solange eingestellt werde, bis das Heer auf 175000 Mann herabgesetzt ist. Der Vor­sitzende des Ausschusses teilte mit, daß Harding diesem Antrag zuftümnc und für die Verminderung des Heeres auf 150000 Mann sei.

wb. Paris, 8. Jan. Wie derChicago Tri­büne" aus Washington gemeldet wird, beabsichtigt Präsident Harding, alsbald nach der Ucbecnahme seines Amtes am 1. März eine internationale Konfe­renz zur Beratung der Entwaffnungsfrage nach Washington eiirzubcrufen. Za dieser Konferenz wüibcn alle Mächte einbenifen werden. /

Genf, 8. Jan.Herald" meldet aue! Newyock, daß Senator Mc Cormick von .harding zur Ucber- nahme des Slaaissekretats des Aeußeren aufgefoc- bett wurde.