Einzelbild herunterladen
 

<

x

ttinng.

Sie WMsm SeitlllMis.

NeueKohlenlieferungs-Forderungen

«mlitng

tandswahl

Ligenverdände in Deutschland Ende 1921 ver-

24?

-ttz

ian$.

itbevöl-

chäften

tung'

<* das Banditenwesen in irgendeinem ßit-

ICtUlX* '"'knhantze mit bolschewistischen Tendenzen g bracht

atr..5e i

linken würde.,.

Die Haltung der Vereinigten Staaten.

ilbettäqti , 1250 a ijpebttioi

[6974 1 Stadt- die bc- und in : werbt-- bei der h stark dienen, sichern

EeschSststrüger fOt Bukarest und Athen. Wie da? Berl. Tagebl." meldet, wird nach Bukarest vorläusic ein einstweiliger Geschäftsträger und zwar der Reserenl für Ballanangelegenheiten tm Auswärtigen Amt Wirkl. Legationsrat F r e q t a g entsandt werden. Auch nach Athen wird vorläufig nur «iz Geschäftsträger ge WK werden, .

a Tag:-- id. Das

en

kischen

könne. Dies wurde von den Gewerkschafts- ***» aller Richtungen bestritten. Don den pol- ^» Vertretern wurde ausdrüSlich eine 53er* il f im | der Grenzkontrolle nach allen

wb Moskau, 6. Jan. Der 8. Rätekongrest hat u. a. auch einen Antrag Rylows angenommen, für Erfolge au acr Arbeitsfront den Orden der Kote» FahneM Bitten, - .S

Verpflichtungen zu erfüllen, im Oktober das Lieferfoll von 2 Millionen Tonnen erheblich überschritten. Ter abnorme Tiefstand des Rheins und die dadurch herbei­geführte Verschärfung des auch bei normalen Verhältnissen im letzten Kalendervierteljahr des Jahres regelmäßig eintrctenden Wagemnangels haben trotz dieser Borliefe- rungen die Unmöglichkeit herbeigeführt, die in Spao notgedrungen und gegen bessere Ueberzeugnng übernom menen Verpflichtungen auf Lieferung von 2 Millionen Tonnen ohne Rücksicht auf die Zahl der Ar­beitstage im Monat zu erfüllen. Die Klagen der deut­schen Industrie, namentlich der Metall- und Textil Industrie, der chemischen Fabriken nsw. über nnznreichende Versorgung dauern trotz der gestiegenen Forderung und der erfolgreich durchgestibrten Umstellungsmaßnahmen auf Robbrannkohle fort. Dabei wird die Aufrechterhaltung diese,' erhöhte» Förderung durch die andauernd ungüu- stigc ErnähenngSlage der Bergarbeiter ernstlich gefährdet. Statt diese Tatsachen durch eine vernünftige B-gren- zung unserer weiteren Lieferungen zu berücksichtigen, wird von uns nicht nur die restlose Nach lief erung alles dessen verlangt, was wir ohne unser Verschulden nickt bis End« Januar werden abgeliesert haben, sondern wir solle» uns sogar damit einverstanden erklären, die Liefer­mengen selbst über die trotz aller Anstrengungen nicht erreichte Liefermenge des Spaa-Abkommens zu erhÜ h e n. Dazu kommt, daß-gleichzeitig Bestrebungen im Ginge sind, entgegen der uns von Lloyd George und Delaeroix in Svaa in feierlichster Form gegebenen Zusage, die Kohlen- menge an- Oberschlesien» deren erhöhte Inanspruchnahme kür Deutschland während des Spaa-Abkommens bisher kaum stattgefundcn hat, noch weiter zu kürzen. Ferner besteht auf alliierter Seite bisher so gilt roie, gar keine Neigung, die Kohlenvorlchüsse, ja selbst die soge­nannten Goldmarlprämicn weiter zu zahlen, deren Be­willigung eie,er der wesentlichsten Gründe dafür war, daß wir schließlich dem Abschluß deS Kohl-nabkommen- vo-i Spaa zustimmten. Die deutsche Regierung wird alles versuchen, um aufgrund eingehender sachlicher Darlegun­gen die Verbündeten davon zu überzeugen, daß die sehr von der Reparationskommifsion aufgestellten Forderungen weit über das Maß des Möglichen und Bernünstizen binansgeheu.

Marburg

Freitag. 7. Januar

Der Kultusminister und die Marburger Studenten.

Berlin, 6. Jan. Kultusminister Hänisck richtete, Ivie da?Berl. Tag-bl." hört, an den Vor­sitzenden der deutschen Studentenschaft ein Schreiben ttwtrt et sich twch einmal z» de» Vorgängen in Thal- Mechte-stedt äußert. Der Minister trägt nunmchr dem rtchts'rMn, gewordene» sreftprechenden Utteil drs? Casseler Schwurgerichts Rechnung, behält sich jedoch ein endgültiges Urteil blS zur Erledigung des Ver­fahrens vor, das angeilbticktich nock gegen einige Stu­denten wegen Mißhandlung von Gefangenen schwebt.

Räte-Ruhlaud.

Trotzki über die Vermindert»« des tote» Heeres.

Wb. Moskau, 4. Jan. Aus der letzten RKe Trotzkis im Rätekongreß werden nachträglich folgende Ausführungen bekannt: Wir hoffen, bis zur Mftte bei nächsten Sommers die Armee um die Hälfte zu ver< rin gern, vorausgesetzt, daß sich keine Komplta kationen einstellen. Wir werden die Heecesstärk hcrabsktzen, ohne die Armee zu schwächen. Wir werde« a'so die Fahl und Qualität Oer roten Führer, die a»S der Arbeiter- und Bauernklasse heroorgehen, erhöhen müssen. Indem wir kn vorsichtiger Weis« unsere Armeerr demobilisieren, können wir ropbem nicht ohne Reserven im Lande sitzen. So müsse» wir das Milizsystem einführen, indem wir » auf die Erfahrung, die tvir in drei Jab-en schwerer Kämpfe und Niederlagen gemacht haben, stützen. Wik retbett «n« auch nach dec Ausdehnung der intrm -rationalen Absichten, die gegen uns gerichtet stich, richten müssen.

5000 deutscheSpezialisten" verlangt.

wb. Moskau, >6. Jan. In einer amtlickieik Kundgebung heißt es: Die Regierungen des Westens f hen die Befestigung der Sotojetmacht. Die englische Rlgierung versucht, die Unterzeichnung des .Handels« »ertrags binauszi-schicbeu. Das hrndert aber bte eng» l fchen Industriellen nicht, auf eigene Gefahr uns Waren zu schicken. Der Handel mit den ncatral-u Ländcri nimmt immer mehr zu, besonders aber mit Schweden. Wie weit die Bedeutung Sowjetrußlands gestiegen ist, rst daraus ersichtlich, daß der soqen.rnnG Vöikerbund, der beschlossen hat, die litaurfche Stadt Wilna mil fremden Truppen zu besetzen, diesen Be­schluß auf den Pwtest Rußlands hin fallen ge« lassen hat. Die bürgerlichen Regierungen des Westens fühlen die Stärke Sowjettnstlands. Zur Unterstützung unserer Industrie ist eine intensive Vor­bereitung zur Aufnahme» von Spezialisten aus Deutschland in die Wege geleitet. Es rottb be­absichtigt. aus Deutschland 5000 Spezialisten anzu- sordern, davon 4000 für die Metaltmdustrie, 300 für dar Volkskommissariat für Gesundheitswesen.

rgesch und anderer Freiwilligenorganisationen; H eschrünkung der Armierung der deutschen Festun- F y; Auslieferung der Geheimnisse bezüglich der I rzeugung von Explosivstoffen und giftigen Gasen.

Zwei weitere Roten an Deutschland.

Basel. 7. Jan. Das PariserJournal" be- lhtet, daß zwei weitere Noten der Verbündeten f dem Wege -nach Deutschland sind. In einer der iten wird die nicht genügende Kontrolle der A utschen privaten Munitionserzeugung f handelt.

England und bte Einwohnerwehren.

' wb. Paris, 6. Jan. Der Londoner Korre- mdent desMatin" will aus unterrichteten eng- lhen Kreisen erfahren haben, man sei englischer- ts geneigt, die Einwohnerwehren in Bayern und M iprentzen in je drei Perioden von drei Monaten fielen zu lassen, so daß also die gesamten Frei-

Stürrnische Sitmna des sächsischen Landtages.

wb. Dresden, 6. Jan. Zu Beginn der ben'igen ersten Sitzmig des sächsischen Landtags nach der Ferienpause verlangte» die Kommunist-» stürmisch, die sofortige Beratung ihres Antrages betreffend die Unterstüüung der Erwerbslosen, der gegen ter Willen des Präsidenten unter grvßeni Lärm aus den Tri­bünen verlesen wurde. Der Tumult steigerte sich der­art. daß der Präsident sich kaum mehr verständlich machen konnte. Der kommunistische Abg. Renner wies auf die getroffenen pofiiei{irf*eti Maß 'ahmen hin, was erneut wilde Pfuirufe fiemortjf und bean­tragte. daß der Präsident den Antrag betreffend die Unterstützung der Erwerbslosen fahrt auf die heutige Tagesordnung setze und auch sofort eine Abordnung der Erwerbslosen im Hruse empfange. Diese Anträge wurden vom Hause abgelehnt. Unter andauern­dem ungeheuren Lärm sah sick der Präsident gezwun­gen, die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiedecauf- nchme der Sitzung teilte der Präsident mit, daß je ein Mitglied der verschiedene» Fraktionen bestimmt fei, mit einer Abordnirng der Erwerbslosen zu her bandeln. Daraus wurde die Tagesordnung ohne wei­tere Störung erledigt.

ErwerbslosentnudgeLuugen.

wb. Dresden, 6. Jan. Heute vormittag haben mehrere Versammlungen Erwerbsloser stattgefunden, nach deren Schluß sich geschloffene Demonstrationszüge .bildeten. Die Polizei hatte alle erforderlichen Vor­kehrungen getroffen. Das Landtagsgebäude war in weitem Umkreis abgesperrt. Zu Zusammenstößen ist es nirgends gekommen. Auch in Leipzig und Chemnitz haben Erwerbsloseudemonstrationen Kattgejzmdey, die ohne StaigeefoS «taufen KK. - ~ 1

!N

mlung.

lg:

Der Hauptausschuß überließ die endgültige Ent- eidung über die Reorganisation der Polizei dem ästigen Landtage. .<

Mg d Sette Markeu- teu ver- Aufgabe 83 in Sa.

Fiume.

wb. Rom. 6 Jan. Aus Fiume toird dem ..TempS" gemeldet, daß d'Annunzro heute mit nn- beftimmtem Ziel Fiume verlassen wird. Gleich­zeitig t-ilt das Blatt mit, daß fünf bis sechs Leute unter Führung e neö Marin-olft iers in d'Annunzioi Pure den Kasieuschrank der Regeutichaft erbrachen und einige Millionen sowie Schriftstücke gestohlen ha­ben. die sich auf daS Unternehmen d'AnnunzioS be­ziehen. Die ersten Abteilungen der Legionäre haben gtst-rn Fiume verlassen und befinden kick' auf dem W-ge nach Venetien. 300 irreguläre Mrtro'cir haben fick nach Pola eingeschikft. Die Pferde sowie sonstiges zur regulären Armee gehöriges Mater'al würben dem General Ferrario übergeben.

AuS guter Quelle wird versichert, daß die eick- gällioen Wahlen in Fiume zur Bildung einer republi­kanischen Rtgwrung Mitte Januar flatlfinden werden Dann wird der Smat Fiume von allen europäischen Mächten offiziell anerkannt werden. Die italienische Regierung hat beschlossen, der Stadt mit großen Mit­teln entgegenzukommen, um den w'rtichaft'ichen Auf­bau zu beschleunigen. Auch *bie Möglichkeit einer größeren Anleihe tst jetzt, wo die Lage' FiumeS vom surististhen und interalliierten Standpunkt geregelt ist in Aussicht genommen. Sobald die Bed-nguitgen des Wasfenfliilstandes von Abazzia erfüllt find und Fiume seine volle Freiheit wieder bekommen hat, werden die italienische und bte stwslavisck- Regierung bte Rati- fikationSurkui tzen des Vertrages von Napsxrlo ossiz.e l austanschen.

860

Die Eimcfunasver^andsi'ngen mit den Eisenbahnen:.

Ivb. Berlin, 6. Jan Der Reicks Werkes)-s- Minister hat den aus den Verhandlungen des Stritz- ftkretörs Stteler mit den Gewerkschaften des Eisen- bahnpersonalS nm 5. L hervorc^es» w«eu ZinigrMg-r- rorschkag über die Erhöhung der Teuerunxszuschläge rn den Beamkengchällern rnkd Archeiterlöhnen ge­billigt und der Nejchsregterung zur Annihme empfohlen.

Heute Vormittag wurden die Verhandlungen de? Reichsverkehrsministeriums mit dem Srchzebner Aus­schuß der Eiseniahner fortgesetzt. Es handelte fick um die uvch strittigen Punkte. Die aoschtießend-'- Berhandlungen mit der ReichSregierung sollen am Sermstag beginnen.

Oberschlesien.

Die wachsende llnficherheit.

wb. Oppeln, 6. Jan. Die Gewerkschaftsver- aller Richtitugen halten heute eine Unter* mit der ruteralliieten Kommission über bte ^kcheitSverhälinisse in Obersch'csten. Im Verlauft ^Aesprechung, in der erwähnt würbe, daß seit dem 1920 ix Oberschlesien 43 Morde vorgekomwen wurde von General Lerond die Frage auf-

Inntöglitieit der EkMmr.

wb. B e r l i n , 6. Jan. Tas Eraebnis der bisherigen Verhandlunaen zwischen den deutschen Delegierten und der Reparationskommifsion über die Regelung der deut­schen Kohlenlieferungen nach Ablauf des Spaa-Ablom- mens ist nach Mitteilung der zuständigen Stelle durchaus unbefriedigend. Die Reparationskommission teilte in einer Note vom 27. Dezember der deutschen Kriegs- lastenkoinmifsion als die von ihr in Aussicht genommene Regelung mit: 1. Mit Rücksicht auf die Transportickwie- rigkeiten bestehe die Wahrscheinlichkeit von Rückständen in ben deutschen Kohlenlieferungen aufgrund des Svaa-Ab- kommeus Sie sei damit einverstanden, daß die Rück­stände im Februar und März mit je 250 000 Tonnen je Monat ausgeglichen wurdetr, die in diesen Monaten ohne Anrechmutg «nf die tonstise» Lsj»»»aen tarnen zu liefern seien. 2. Für die Monate Februar und Marz 1021 solle Deutschland außer diese» Rückständen 3,2 Mil­lionen Tonnen monatlich liefern. Derienkge Teil dieser 9,2 Millionen Tonnen, der von Deutschland trotz aller Bemühungen aus irgendeinem Grunde nicht abtrans- vortiert werden könne, solle zur Verfügung der Reparo- tionswmmiffion gelagert und später nach den Wünschen der Kommiftion beschleunigt ablransportiert werden. Ge­schehe bas, so werde das einer Erfüllung der Liefen ragen in den Monaten Februar und März gleichgeachtet.

Staatssekretär V e r g m a u n hat darauf aus An­weisung der deutschen Regierung der Reparationskom- miision mitaewilt, saß die deutsche Regierung nicht in der Lage sei, sich mit dieser Regelnng einverstanden zu er- llären, vielviebr ihren der Reparationskommission in ein« sehenden Verhandlungen dargeleatcn Standpunkt, daß die deutsche Leistiingsftihigkeit nicht einmal an die in Sjxa sestgesetzten Mengen heranreicht, aufrecht er­halten müsse. Sie werbe spätestens Mitte JMnareine zusammeusgfsenbe Darlegung ihres Stav^punll'- über­mitteln. Es bandelt sich dabei um eii»e bereits seit langem in Vorbereitung "befindliche Denkschrift über d» Wirkungen des Koblenabkommens von Spaa. Bekannt­lich hatte die deutsche Regierung in Voraussicht der seit November bestehenden Trausportschwierigkeiten, um fede Möglichkeit zu versuchen, die in Spaa übernommenen

sprieß- die Verantwortung fit die öffentliche as Ain cherheit tragen.

düngen Dpr $SniitiirUiGir6iiEt iifirhie antxtUllin»

tCa hin als notwendig bezeichnet. Die Gewerl- Pkvenrrter forderten, daß vor allem Truppen zu ^Patrouille» in den lmrdlichen Bezirken Verwen- ^Rxbf» sotten. Samens der interalliierten Kom- vvf-»H eronb, energrfch durchzuzceilen.

- 1)( f-: Die Sitzung des Obersten Nates.

enz, -u ; Parj 2, 6. Jan. Eine Havasnote bestä-

»rstand.^ die Zusammenkunft des Obersten Rates

Ljlie Paris, die über die Stellungnahme der Verbün- !|Hr angesichts der.Nichtausführung verschiedener

Uyl Kimmungen des Friedensvertrages und des )ital an, eotokolls von Spaa durch Deutschland beschlzeßen ..... * am 19. Januar stattfindet.

wb. Paris, 6. Jan. Wie einige Blätter mel= i, glaubt man, daß die am 19. Januar in Paris .«.»A^^dinnenfce Tagung des Obersten Rates 8 Tage imooeKuern werde. Es sei möglich, daß von italienischer

ztehleit« ,-lte sowohl Giolitti wie auch Graf Sforza ieil- DesLäiisf hmen werde,

..... .1 Paris, 6 .Jan. Der Londoner Korrespondent

Amtliches DeMMgungsblatt des Kreises Matbmg.

Tageszeitung für (das früher kurhesstfche) Oberhessen

DieObeihesstsche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Dezugspr«is monntlich 4 25 IDtL durch die Poft 4.65 Mk. Ausgabe B mitOberb. L»ort-Zt,. 1 Mk. mehr, stüt ausfallende Nummern Infolge Streiks oder elementarer Sreigniffe kein Ersatz. - Berlaa von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Uni».»vu<bdruckere« »on Jah.Aug. Kach, Markt 21/23. Fernsprecher 55.

. 3am at, ' «berg

Sanhlangti gtotireiis. 1

In Frankreich macht sich in der OeffentlichkeA eine außerordentlich starke Erregung bemerkbar, die durch die Haltung Englands gegenüber der berüsche» Entwaffnung hervorgerufen worben ist. Die Erregung scheint so weit zu gehen, baß sogar von einet KabimtlS- krisis bie Rebe ist. Ob bies alles bis zu einem ge­wissen Grade Inszenierung ist, um bei beit englische» Verbündeten Eindruck zu machen, bleibe dahingestellt Jedenfalls macht Frankreich alle möglichen Anstren­gungen, um seinen Mem Zugeständnis abgeneigte» Willen in bet deutschen Entwaffnung-frage doch noch durchzusetzen. Es ist im höchsten Grade beschämend, daß sich die französische Hetzpresse auch bei dieses Gelegenheit wieder auf bie deutsche Linkspresse berufen kann. So schreibt betMatin^ (Morgenausgabe voul 6. L 1921) in einem gegen England gerichtete» Aus­satz, bie beutscheu Linksparteien gingen init Frankreich in bem BewuKkein, baß bie bolschewistische Gesohlt i orgefpiegekt sei, und baß eS sich bei ber deutsches Entwafftumß um Sein ober Nichtsein der bemN. kratischcn und republikanischen Entwicklung Deutsch« lanbS hanbele. Hier kommt ganz offenkunbig zu« Vorschein, lote sehr bet vorwärts" unb seine Genossen den französische» Hetzern in die Hänbe arbeiten mch wie sie der brutschen Regienmg in bett Rücken fatte* 1

Nicht minder beklagend ist es. wenn ber Mit­arbeiter der ,,Vossischen Zeitung^ in Paris de« Temps^ Vorspannbienste leistet. Dieser Herr schreU seinem Blatt, den parlamentarisch geschulten j tikcrn Frankreichs erscheine bie Haltung des brutsche*; Parlaments unbegreiflich. Man hatte es für fehh | bldrutimgsvoll, wenn ber Reichstag durch eine Kund« i gebung den Verbündeten eine Gewähr für bie Tut« - waffnunz unb Auflösung betreaktionären Orga« msationen^ bieten werde. Die Rede deS bayerische* Ministerpräsidenten könne nicht als eine Gewähr be- trachtet werden. Hier wir» also in dürren Worte* ausgesprochen, der Reichstag müsse sich zum Hand« > langer bet französischen Rachsucht 'machen, bie in ihr«1 Verblendung selbst auf die Gefahr bolschewistisch«' Unruhen und Fortschritte ein völlig entwaffnet« Deutschland zu ihren Füßen sehen will. Es ist be- greiflich ,daß man auf französischer Seite etwas der« artiges dem Reichstag zuzumuten wagt. Unbegreif­lich ckber tst es, daß sich ein deutsches Blatt alS Sprachrohr für solche Wünsch: hergibt. , ;

f Matin« meldet, daß die Konferenz am 19. Ja- g u o« im sich übet folgende 6 Punkte aussprechen werde: tu|en 21, aftornntz und VermrüderunK her Nüstungen >a9, wtfchlands; Fragen der Reichswehr, der Eicher- its- und Ortspolizei, der Einwohnerwehren,

andeis- an einer gewiffen Beweglichkeit müffe f e st - halten werden. Andernfalls könne kein

wb. Paris, 6. Jau. Die Radio-Agentur ver- entlicht folgende Depesche aus Washington: Die gierung der Vereinigten Staaten prüft augen- ich die Haltung, die sie offiziell einnehmen angesichts des Verlangens der franrösischen erung, von Deutschland die strikte Durch'üh- ber in Spa* vereinbarten EntmafsHMNEslUa- zu verlangen. Das Staatsdepartement habe Ansicht übe» eine, eventnelle Beshrmy des

rgebietes zu erkennen gegeben. Der Stand- der Vereinigten Staaten scheine über dielen nftttnb zu sein, daß Deutschland in dem Maße, die Umstäud« es ihm gestatten, abrüstet und es gut sei, ihm eine neue F t i st zu gewähre».

Die Polizeinote und der Landtag.

wb. B e r l i n, 6. Jan. Im Haupiausßhnß der ßishen Landesversammlung sagte der Minister Innern gegenüber der Rote vom 24. Dezember, habe ein sehr gutes Gewissen. Alle Anordnungen Polizei seien mit ausdrücklicher Z u st i m - «ng des bevollmächtigten Vertreters des Gene- k Rollet Zctroffen worden. An der gegen- irttgen Stärke und Bewaffnung ber Polizei fo-

:be

mnerstagi Eijcheine,

öücat

Der Anzeigenpreis beträgt für die Scefp. Zeile 75 Pfg. und 10°/, Aufschlag, amtliche N.t.. und auswärtige 1- Mk., Reklamen !c 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. QQ AQnfl Bei Auskunft durch die Eeschäftsstelle und Vermittlung der Angebote 75 Pfg. Eon» *

dergebühr. Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir Bas Porto für die Rechnung TU >1 >

berechnen. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main. Wuk