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Amtliches DerkündlgungsLlaü des Kreises Marburg. '

Tageszeitung für (das früher kurheffische) Oberhessen

1921

Erstes Blatt.

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sei. Um in dieser Angelegenheit zu einte vollen

Mächten außer den Vereinigten Staaten von Arne-

Du erweisen.

Wilhelm.

Verständigung zu kommen, fei es notwendig. dcch srika, Ecuador-und Hodschas ratifiziert worden.

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vruugssounuisftnatcu tätigen Beamten ein derartiges

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k'-enle ich daß die Sorge, die Lersillcslrit dieses

ihrem Beruf ebwenden zu lassen, eine Sorge, die

Markt 21/23. — FernsvreLer 55.

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garischen Ministerprajideiüen eine Telegramm des Inhalts gesandt, daß die Todesurteile gegen frühere Volkstominissare Entsetzen erregten und Empörung bei der alle Gewalttaten aolehueudeu sozialdeinokraiischen Arbeiterschaft ertvcckien. Politische Einsicht und die Gefühle der Menschlichkeit sprächen gegen die.Voll-, streckung der Urteile.

binnen einer kurzen Frist eine Zusammenkunft zwi­schen den verbündeten Ministerpräsidenten stattsinden werde. Man sei der Ansicht, bist die Besetzung des Ruhrgrbietes ein Mittel sei, das nur im Falle der alleräußersten Notwendigkeit an­gewandt werden dürfe, beispielsweise im Falle einer Aktion in Ostpreußen gegen Polen. England sei ent­schieden Itr Ansicht, das der Artikel 172 des Friedens- dertrag-s beireffend die Verteilung der Eezeuguiis' der chemischen Industrie nicht besriedigeud ansgesührt iroiden sei, das sei eine sehr wichi'ge Frage, aber es sei noch zu früh, über die Maßnahmen zu sprechen, die ergriffen werden müßten. i

am 29. Dezember in Ludwigshafen Postüberwachungs­stellen eingerichtet. Die UebecwachungSstrlle in Krenzuach besteht Weiler. »

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rg E.B.

Als Stichtag für die nicht in Oberschlesien geborenen, aber dort wohnenden Abstimmungsberechtigten gilt naL sen gestern mitgeteilten Bestimmungen nicht der 1.1. 1905, sondern der 1.1.1901. Wenn die Angaben der ..Brest. Zig." zutresfeu, können also nur solche in Ober- -chlesien nicht Geborene abstimmen, die seit 1.1.1901 und früher dort wohnen.

in der Frage der Entwaffnung dieser Organisationen Marschalk Foch und Marschall Wilson nicht ab­solut einer Meinung seien. Die wichtigen Zentren für diese Freiwilligen Organisationen feien Ostpreußen und-Bayern, aber in beiden Gegenden be­stehe Grund, den Bolschewismus zu be­fürchten, was in den Augen Englands die Er­haltung Lieler freiwilligen Organisationen augcnbl'ck- lich in düsen Gegenden berechtigt mache. Eine sofortige Auflösung dieser Freiwilligenverbände könne deshalb im gegenwärtigen Augenblick als uner- w ü n s ch t erscheinen. Nach Ansicht der englischen Regierung wuroen jedoch dcfonoer-Z in Bayern mehr Freiwillige unter den Waffen behatce» als nettoenbig

SchnA u. Le-e* Mout«

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rnz.

Januar

Iftnj x* gar ecu Anschauungen der Kommission kutspricht, tii glücklrcher Weise dazu beitragen wird, kc SrMktutz ö r der inlerafturrieu- Aomnüstron, auf

auch der Plan für die Organisation der Schwer­in du strie angenommen.

wb. Kopenhagen, 4, Jan. „Verlingske Ti- benbe” meldet aus Helsingfors: Das Exeknllökomite» in L^oskau hält Maxim Gorki unter strenger Be­wachung, da raun befürchtet,.daß ec versuchen wird, aus Rußland zu flüchten. Alle Personen, die Gocki besuchen wollen, müssen den Behörden den Grund deS Besuches mitteilen und das, was Gocki gesagt hat.

wb. Paris, 4. Jan. Nach einer „Matin"-Mel- bung aus London wird der Vertreter der Sowjei- regieruug in Washington am 21. Januar zusammen mit 49 Mitgliedern seiner Mission -nach Moskau zurückkchren.

Der englisch-rnffifche Handelsvertrag.

wb. London, 4. Jan. (Amtlich. Der Handels­vertrag zwischen England und Rußland ist zur Unter­zeichnung bereit. Einige technische Schwierigkeiten werden sich binnen kurzem überwinden lasten.

Grund des Versailler Vertrages auferlegt-n Aufgabe zu erleichieru.

wb B'vtheu, 4. Jan. Das Ueberschirhtenab- kmmen in 5er oöcrschlesischen Berg- und Hütten­industrie luurbe durch die Boischaftrrkonfere.rz in Paris genehmigt. Tiit dem Verfahre» der Ueberschichteu soll alsbald begonnen werden.

wb. Paris, 4. Jan. Pertinax schreibt im , Echo de Paris" zu der Entwaffnung Deutschlands, daß sich in England und anderwärts die Meinung gkltend macke, daß man der deutschen Steuerung eine Frist bewilligen könne, um zur Aufosi'.ng dec Sicher­heitspolizei sind der anbeten militärischen Organi­sationen zu schreiten.

Weitere Beileidsku:idgebungen sandten u. a. die frühere Kronvrinzessin, die Prinzen Friedrich und August Wilhelm, der frühere König von Bayern, die Krcßherzogiu Lulle und der frühere Großherrog von Laden, Fürst und Fürstin Bülow, Staatssekret-ic a. D. tz. K üh!»',an», die Reichsminister Koch und Grönrr. jsSiehe auch 2. Blatt.)

i, abend» 54

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tob. O ppclu, 4. Ian. Monsignore Oqn :>, Kommissar des apostolischen Stuhles für Oberschlesim tottrhe am 30. 22. durch chie interalliierte Kommission kmpsangen. Er richtete dabei an Lcrond eine An-- ^ra.hr, in her er sagte. „Der Heilige Vater tief- frirüit, daß Wege» der Frage der Volksubfliinwung der Friede anker seinen Sühnen tu Oberschlesien gestört ist, vertraut mir die Mission an, Ihnen die Gefühle der Gerechtigkeit und bei christlichen Nächstenliebe in? I Bedacht ms zurückzurusen.. Ich nahm mir vor. meine Hetze Fritdensmissiou mit der gewissenhaftesten llr- bati erlich leit, obet auch Festigleit, zu beenden. Lewnd erwiderte, die dauernde A.iwescuhelt eitles Vertreters öks apostolischen Stuhles iit Oppeln zeig: klar und betulich den Willen des Heiligen Vaters, zuzulrssen, baß in Unparteilichkeit und moralischer Freiheit das I 83er! bi t Gerechtigkeit beendet werde. Insbesondere I

Ein finnisches Urteil über den Sowjetstaat.

tob. Kopenhagen, 4. Ian. Die„Verlingske Tidende" meldet aus He'singfors: Ter finnische Geologe Dr. Hans Hansen, der sich im Jahr«. 1918 auf eine wissenschaftliche Erpedition nach der Mongolei begab, ist nach reichen Erlebnissen nach Finnland zurückgekehrt. Gegenüber einem Ver­treter des „Hufvudstads Bladet" teilte er über seine Eindrücke vom Bolschewismus mit, es fei feine Neberzeugung, daß der Sowjetstaat früher oder später z u s a m m e n b r e ch e n müsse. Er könne nicht an die Möglichkeit denken, daß eine Entwick­lung Platz greife, die allmählich die Leninschen Staalsfcrlnen uiubildsn und festigen würde. Es muffe einmal eine. ErhLLUNg kommen, die die fetzigen Machthaeer stürze. Moskau mache den Eindruck einer ausgeplünderten Stadt. Dr. Hansen befand sich in Irkutsk, als Admiral Koltschak von den Ruffen hingerichtet wurde. Dir Abteilung Soldaten, die Koltschak erschießen sollte, weigerte sich zunächst, dem Ve,fehl nach-ukom« men. Schließlich gelang es, die Soldaten zum Ee- - horsam zu zwingen. Auf die Hinrichtung Kolllchaks folgte ein furchtbarer Massenmord an allen Koltschakofsizieren. Sie wurden entweder niedergeschoffen wie man sie traf oder sie verschwan­den spurlos in den sibirischen Steppen.

Ungarn.

Die Rettungsaktionen zuguuiien der verurteilte« VoNskommiffare.

In Ungarn sind kürzlich einige Volkskommissar? an? der Rätezeit zum Tode oder läuteren Freiheits- jVcfen verurteilt worden. Die Urteile sollen aber nicht vollstreckt werden. Ferner werden Verhand­lungen mit Räterußlanü stattsinden, das gedroht hat, die ungarische Kncgsgesang-nen ähnlich zu behandeln, als es den verurteilten Volkskommisiarrn gegenüber geschieht. Im Interesse der Rettung der ungarischen Kriegsgefangenen hat die ungarische Regierung daher Verhandlungen angeboten, die die Bolschewisten an- nehmcn wollen. Auch die deutsche Sozialdemokratie sucht für die verurteilten Volkskommissare einzutreten. Die Kundgebung der Unabhängtgen in Berlin stieß aus eine gleiche der Kommunisten und war so wir- kuuLslo» 9hm. IM HertjSsfccchemrul» an d» nn-

Südslawien.

Ausdecknug einer kommnnistisch-n Verschwörung.

wb. Belgrad, 4 Jan. Di: Blätter veröfsent- lichku Enthüllungen über eine kommunistische Ber schwörung, die Regiening besitzt Beweise dafür, daß die Verschwörung einen Sturz der Regierung zum Jiele. hatte. Den Anfang sollte ein Generalstrei' der Äergarbciter in Bosnien und Slocheniet mitte« der sich dann aus alle Arbeitergewerkschiften dr? Landes ausdehnen sollte. Auch die E r m o rd u n g mehrerer Minister war vorgesehen. Dir Regler,nie trifft strenge Maßnahmen zur Äufeechterhiltung der Ordnung und zur Vermeidung von Blutoergießen Das Lokal der Kommunisten in Belgrad wurde besetz, •mb ihre Zeitung verboten. Bisher sind zehn Kom- munisten verhaftet worden.

Griechenland.

wb. Ath en, 4. Jan. Die Wahlen bei der Arme« in Thrazien und Kleinasien sind für ungültttz erfiärt worden. Da Neuwahlen nicht stattsi'tden, wy lieren die Beniielisten einige Sitze in der Kammes

WIMrWIisA MmWStksMll- 8(1188. •

England gegen sofortige Auslöfung de» Einwohner­wehren in Ostpreußen und Bayern unb für di» weitere Fristgewährung.

In der gestern bereits kurz mttgeteilteu Reuter- Rote über die Haltung Englands zur Entwaffnung Deutschlands heißt c§ weiter:

Der englische und der französische Generalstab seien in der Frage der Entwaffnung Deutschlands voll­kommen eüiiiß. Ihre Ansichten gingen nur aus­einander hinsichtlich ber F r i st e n. in der btc deutschen Formationen ausgelöst werden sollen. England be­trachte die Lage hinsichtlich ber Zerstörung tteo Ab­lieferung der Waffen für befriedigend. Die eng­lische Regierung habe auch die Schwrerrgkeiterk im Ange und könne sich auch das Chaos inDeutsch- land vorstellen, das 1919 und zum Teil auch nach 1920 geherrscht habe. Vereinzelte Verfehlungen gegen baS EntwafsiinngSablommen könnten der deutschen Regierung nicht zur Last gelegt werden. Die Er­klärung sagt weiter, England und Frankreich seien einig über die Notwendigkeit, daß das Abkouunen von Spaa betr-sfend die Stcherheits- und Ordmmgs- polizer durchgcsührt werden müsse. Eine leichte Mei­nungsverschiedenheit besteht dagegen zwischen England und Frankreich in Bezug aus die Einwoh­nerwehren und die Orgesch. England glaubt wie Frankreich, daß diese Organisationen verschwinden Müssen, aber in England glaubt man nicht, daß

tzöhlendünaer — die Rettung Oesterreichs.

Während des Krieges sind in den österreichischen Alpen großartige Höblengebiete entdeckt worden Ihre Erforschung ift zwar für die Wissenschaft sehr wichtig, aber ihre größte Vedeutung liegt auf wirtschaft* lichew Gebiet. Abgesehen von der Belebung des Fremdenverkehrs besitzen die Höhlenboden des Dich- "'rin- und Tennengebirges einen «nulltlesbaren Wick» 'chastswert, den Höhle ndünger. Durch das int "sterrtichlschen Parlament eingebrachte „Höhlendüngev- gesetzt ist das gesamte Vorkommen an diesem wert­vollen Gut« als Staatseigentum erklärt und eins llaalliche „Hühlenkommission" als Behörde für Höhlen» "ragen eingesetzt worden. Fast alle Höhlen besitzen, wie die „Umschau" berichtet, einen geradezu uner« ichöpslicheu Reichtum an vrähistorischeu Fäkalien mck> .Kr.ochenabiagerungen, welche meist unter metorhobe» Schichten jahrhuuderteallen Fiedermausguanos begra­ben luge». Die Vorräte lassen sich ziffernmäßig nodj nicht feststellen, weil die Unterweltgebiete bei weitem noch nicht restlos durchforscht sind. Auch bei ganz bescheidener Einschätzung tarn schon die Forderung eines geringen Bruchteiles des im Höhlengebiete lie­genden Düngers hinreichen, um die gesamten Kriegs­schulden Oesterreichs zu decken. So z. B. läßt allein di: Trochenhöhle bei Mixnitz (Steiermark), obwohl sie nur mäßige Ausdehnung hat, schon jetzt eine» Slrag von mehr als siebeneinhalb Millionen Kilo­gramm reiner Phosphorsäure im Werte von minü-stens 22& Millionen Kronen erwarten. Sobald die Aus­räumungsarbeiten weiter fortgeschritten sind, wird sich oie Ausbeute voraussichtlich auf daS Doppelte er­höhen. Eine halbe Milliarde aus einer eftrzigeq Hohler Dabei sind in Oesterreich bereits mehr a!H LOO; Höhlen entdeckt unb begangen, und große indes« irdische Gebiete harren noch der Erforschung.

" Räte-Rutzland.

wb. Moskau, 3. Jan. Der allrussische Räte- bmgretz bestätigte btc Beendigung des Krieges und den Uebrrgang zur Fnedensarbeit. Er 6e|rfi5ftigtc sich hauvtsäckilich mit der Bekämpfung des Wirt- schaftSversalls und der Schaffung der technischen Grundlagen für das kommunistische System. In der Agrarfrage wurde beschlossen, die Bauern mit ben, notwendigen Scafg-treibe zu versehen, um die Anbau­flächen nach Mglichkeit "enuciterr. zu können unb alle Kräfte zur Wiederausrichtung des Bauernstandes heran­zuziehen. Dann toirb man an die Elektrisierung ber Industrie gehen. Der Kongreß beschloß, in erster Linie das Donezbecken unb das Uralgebiet mit Elektri- ,ttät zu versorgen, ba bie Gewinnung von Hetzmatcrial und. titjen bt^cnStti wichtig ist. Einstinui-i^ wurde

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Relth.

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Itommen.

Oberschlesien.

Berlin, 4. Jan. Tie Dtrektion des staatlichen Kymnasinms in Konigshütie wurde von der iuter-- Miicrt'it Kommission aufgeforoert, den an ihrer An­stalt beschäftigten S ud-eurat Ianscha, ber an der Spitze des den'fchen Aöstimmungsunlersekretariats von Lönigshüftc sieht, diese Tätigkeit zu verbieten. Jauscha erklärte darauf, daß der Aufgabenkreis der denllchcn Tbsiimnütugskomnüsfariate grnndsäMch jede ogandatätiakeit aus schließe. Wie oborschle- stsche Vlätler berichten, ist fast allen in den Abflim-

Der französische Ministerrat über die deutsche Autwortnote.

wb. Paris, 4. Jan. Im Ministerrat gab Mi­nisterpräsident Leygucs heute Kenntnis von der gestern überreichten Antwortnote auf die Verbalnote der fran­zösischen Regierung vom 31. 12. Wie es in der amt­lichen Verkündigung heißt, wurden die vom Minister­präsidenten gegebenen Instruktionen einmütig gebilligt.

Die Brüffeler Finanzkouferenz.

W&-Prüftet, 4. JM. Wie hier üetfoufef-nrtrtr die Finanzkonferenz, die am 11. Jan. wieder zusammen- treten sollte, ihre VerhanÄungen erst einige Tage spä­ter wieder aufnehmen, uni den Delegierten für die Er­gänzung ihres Materials genügend Zeit zu lassen.

Keine sofortige EinSerusnng des Reichstages.

wb. Berlin, 4. Jan. Der Aeltcstcnrat des Reichs­tags hat den von den Unabhängigen Sozialdemokraten eingebrachten Antrag auf sofortige Einberufung des Reichstags abgelehnt »nd dagegen die möglichst baldige Einberufung des Wlsschuffes für auswärtige Angelegenheiten befürwortet. ♦

Die Ratifikation des Friedcnsvertrags.

wb. Berlin, 4. Jan. (Amtlich.) Der Frie- Icitsrerfrag ist nunmehr vcn allen Signatar^

Aus dem besetzten Gebiet.

wb. Koblenz, 4. Jmr. Die französische satzungsbchörbe hat am 22. Dezember in Höchst

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oder

Msche als limoalt her gramiicn.

Deutsche bezichtigen Deutschland der ^Schändung des Versailler Vertrages"!

Ter Korrespondent deS Pariser „SDr-rtiu77 meldet der „D. Tagesztg." zufolge, daß er den Besuch des Herrn Otto Lehmann, Sekretär ber Liga „Das neue Lrulschkaud", empfangen habe. Im Namen dieser 8ign, der als Mitglieder Maximilian.Harden, Pros. Rärfier, Herr v. Cerlach und Prof. Einstein ange- |»rcn, 6 er teidigte Herr Lehmann das 'Verhalten ber Berbündklcn in der Eutwaffnungsscage unb b e - zichrigte Deutschland ber Schändung des Ver­sailler Vertrages. Deutschland habe die Aüliesenlng bei Waffen nicht bestimmungsgemäß vorgenontaien. Die Deutsch «, weiche Waffen versteckten, hätten an Hier Stelle unbrauchbare Waffen und alte Mateu tigtiiifctie Er verurteilte bas Verhalten des Re-.chL- kommifsars Veiers. Dieser nehm," die Durchfühnntg der Wafseuablieferung nicht ernst unb verzichtete aus tee ihm angeboteue Mitarbeitecschast bet „FeiedenZ- fauuee'7. In realiioHäreit Kreisen, so führt Herr Lelnuarui dein Korresvoubenten dcS „Matin^ gegen- N>u Weiler aus, sei man ber Meinung, Frankreich tvürd-r es nicht wagen, Zleangsmaßltlhmen gegen DeuisiLaud auzuwcnsrn. Würden aber die Verbün- beicn in der Enlloassnungsfrage nachgeorn, so würde d«§ repubiilaiiische und demolratischc Deutschland iw.f) Ittiinal der Tirranmsiernug der „Junker^ ausgesetzt die Vorbereitungen neuer 5kr!ege begünstigt werden. -- Unolliubiich, aber doch uti;t unwahrscheinlich iin hiill-ick auf ähnlich; Vorlonnnnisft.

--♦--

Zum Tode Vethmann Hollwegs.

f wb.- Hohenfinow, 4. Jan. Aus Schloß Doorn ist solgendes Telegramm au den Sohn des verstorbenen Herrn v. Bcthmarur Holliveg cinccganoen: Ich spreche »hneü nnb Ihrer Schwester meine herzlichste Teil- woijuie bei brm so üncrivaricten Hinscheiden Ihres Herr:- Baiers, meines früheren Reichskanzlers. Dr. v. keitzpnnin Holliveg, aus. Der nun Verewigte war jeht edler Mann. Sein Verdienst unb feine Sorge M das Wohl des Volkes waren von ehrlicher Urber- fcnigimg gdragci:, vom aufrichtigsten Willen zum Tuten. Sein Wirken gehört der Geschichte an. Sein Bebiidftnid wird von mir hochgehalten bleiben. Ich habe meinen Sohn, den Prinzen Oskar, beauflagt, dein Veriwigien in meiner Vertretung die letzte Eher

______________________________ _____________________ _____________... Marburg

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Verlag von Dr. T. Hitzcroth. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von 2oh. Aug. Koch, • »Vl-lHIvUlI), O. -xluTlUul

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