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«US oen «eti]ten snoerer Stelle «teder- |egebcitcn) Meldungen geht hervor, daß zunächst dicht irgend welche Maßnahmen zu erwarten sind, ionbem daß erst eine Ministerkonserenz der Ver­bündeten die Angelegenheit beraten und letzten Endes der Oberste Rat entscheiden wird.

DieP o st" glaubt nicht, ,chaß #8 ein zWettes großcS Kulturvoll gibt. Da8 sich nach gleichen Erfahrungen Noch immer gegenseitig zerfleischen würde." ßebt a ndere Ration wäre durch die gemeinsame Not. durch den unerbSrten Druck von außen längst zu einem Llock von Stahl zusommengeschweiütWir tnüssen beschämt gestehen, daß auch kaum ein anderes Voll durch eine gleich große Anzahl offenkundiger Landesver­räter und Denunzianten dem feindlichen Ausland das Spiel so erleichtern würde, wie eS bei unS der Fall ist. Gegen die Einwohnerwehren kämpfen deutsche Sozialisten aller Grade, verstärkt um die Linksdemokratie. Schulter an Schulter mit General Fach und der französischen und fenb englischen Chauvinistenvress» Reben dem kaum derhüllten Verrat sind die Gleichgültigkeit und der geringe Rationalstolz.die auch im Bür­gertum weit verbreitet sind, die besten inner­deutschen Bundesgenossen unserer Feinde. DaS deutsche Voll hat eS in seiner großen Mehrheit gar nicht gemerkt haß e8 schon lange wie eine Kolonie von Satrapen" undPräsekten" der feindlichen Staaten regiert wird. Unzählige Anordnungen, die tief in die inneren Verhältnisse des Reiches, ja in die persönlicher, Angelegenheiten jedes einzelnen eingreif-n, werden von den seindlichen Kontrollkommissionen diktatorisch getroffen. Kein deutscher fi'oifer oder Landessürst hat ähnliche Gewalt gehabt. Fremde bestimmen heute, ob der Pfen der Arbeitersfrau im Winter kalt bleibt, wieviel Steuern wir zahlen Mieviel Milch nnsere Säuglinge er­halten, ob unsere Flugzeuge fliegen und unsere Arbeit-in aschineu laufen dürfen. Der deutsche Reichstag saßt Beschlüsse, aber ob sie Geltung erhalten, hängt von der Entente ab. bk sich Beto« und Kontrollrecht anmaßt, ja Gesetze nach ihrem Sinne schon erzwungen hat. Die Chefs der feindlichen Kommissionen verkehren schon häufig jnit unserer Regierung wie englische Gouverneure mit eingeborene« Fürsten. Sie richten selbständig Roten an die Reichsregierung, stellen Sühnesorderungen bei Zwischenfällen, und die deutsche Regierung antwortet ihnen wie gleichstehenden Instanzen. Sobald sie sich freilich einmal aut Zusicherungen dieser Entente-Organe berufen will, greift sie inS Leere. Richt ohne schwere Schuld der politischen Führung Deutschlands hat alles soweit kommen können." -

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Ar Mchmehk.

Reichspräsident Ebert hat an die Reichswehr sol­lenden RcujahrSgruß gerichtet:

'! Mit dem Eintritt inS neue Jahr wird auch die Mehr des deutschen Volkes endgültig neu gebtibet sei«, feaä die Friedensbedingnngen von Versailles uns vom Heer und Marine übrig ließen, ist zusammengefaßt in einer kleinen Wehrmacht, die sich durch Pflichttreue und Tüchtigkeit anSzeichnen muß. Mit dem deutschen Balke Ipeifi ich mich ein«, wenn ich ihr heute meine und des Boltes Wünsche für eine glückliche Zukunft auf den Weg gebe. Möge sie ein Markstein sein beim SSieberop bau unseres Vaterlandes?

In einem Reujahrserlaß des ReichSwehrministerS Dr. Geßler wird denvielen taufend braver Angehöriger des Heeres und der Marine" gckacht, die infolge der Friedensbedingungen von Versailles auS der Wehrmacht ^urftheKen mußten,der ;«e in schwerster Zeit die Treue gehalten und für deren Wiederaufbau sie Hervor­ragendes geleistet haben." Für die Vleibenden gebe es nur einen Weg:Treue Pflichterfüllung für Volk und Vaterland auf dem Boden der alten fol dakischen Tugende' n der Disziplin und Kameradschaft."

Der Chef der Heeresleitung, General v. S e e ck t , sagt kn einer Beifügung, in der et fest stellt, daß ein unter Abschnitt deutscher Leeresgeschichte beginnt, «. a.:

An Stelle aller guten Wünsche für das beginnende Jahr uich die kommende Zeit setzen wir das Gelöbnis, ßusammenzuftehen -in der Hingabe en unseren Verns. Wir wollen daS Schwert scharf, den Schild tlank halten. Jeder, ob Offizier oder Man», bat sich allezeit als Vertreter des Heeres zu fühlen, fflr desisn sleckenl osen Ruf er verantwortlich ift. Erfüllt von solchem wahren Ehrbegriff von Vaterlandsliebe und LerantworiungSgesühl wirb daS neue Heer mft dem alten in kriegerischer Tüchtigkeit wetteifern können. ES wird auch nach Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ein wahres Volkiheer bleiben. Straffe Mannes­zucht bleibe bet Grundpfeiler einet militärischen Er­ziehung. Wett «ehr als Ermahnungen und Straffen wirke-daS Vorbild. Pftichtersüllung und Selbstzucht

/! > v,'v' T:- ' Nachdruck verboten.

Der Triumph des Lebens.

Aoman von Lola Str in.

l- l? ?, 6. Fortsetzung. ' ,

Dr. Volkmer hatte den Abendzütz muh Berlin nehmen wollen, aber er konnte sich noch nicht trenne« tun den Geschwistern. Irenes goldbranneAngen hiel- . len ihn fest. Er entschloß sich, den Rachtzuq zu benutzen, um noch einige Stunden ju gewinnen. Irene zeigte ihre Freude über diesen Entschluß so offen, daß Walters Befürchtungen, sie könne Horst Volkmer wehr entgrge.«bring«« als verivandtfchaftliche Gefühle, sich bestärkten.

f Der KWnd war schön. Eine Weiche und träu­merische Stnmnung bemächtigte sich der drei Menschen Eie scheu auf die langsam scheidende Sanne, deren goldene flammende Glut sich tat Wasser spiegelte. Die Erregungen dieses ereignisreichen Tages ztttrrte« tu Horst und. Irene nach; sie waren beide be-oegt. Von einet seltsamen Ergriffenheit erfüllst. Sir glaub­ten, daß ihre Gesihle den beide« Mensche» galten, deren Gosch-ck fich heute gern Guten gewendet und bei denen ihre Gedanken immer wieder weilten. Und Jle wußten noch nicht» daß die Freude, die Ergriffen­heit, die sie so seltsam erfüllte. auS dem neuen Befühl entstanden war. das ihre Seelen zueinander zog.

j I Walter Runge brach zuerst daS Schweige«, das jentstanden Var. Er erzählte dem Vetter von seiner Anstellung an der Berltncr Charitö. Dr. Volkmer fror sichtlich erfreut.

'Also du kommst' nach Berlin. Walter? ttnb schon k» einigen Monaten! Das ist eine große, große JJreiibe für mich! Und du, Srene?®

Ich begleite Walter natürlich! Ich muß eben iauch in Beilin einen Wirkungskreis zu finden suchen. Allzu schwer wird es mir wohl kaum Wetten.3

leben, sei btt online Pflicht ledes Vorgesetzten LteinsacherundwürdigerLebensfübrnng die dem Ernst unferet Zett twfiwnrbt, in feldsttofer Arbeit zum Wobt des Ganzen sei der Soldat, in welcher Steftung er sich auch befindet, allen Kreisen des Volkes ein Vor­bild. lieber das Wesen der militärischen Erziehung mack! der Erlaß einaebeude Ausführungen, in denen besonder? die Festigung des Eharakters als wichtigste Ausgabe be- vn'cknet wirb, um das hohe Ziel zu erreichen: nickt ritte kleine Schar von Berufssoldaten heranzubilden, sondern Führer des Voltes in der Stunde der Ge­fahr.

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Klara Zetkins Reise nach Frankreich.

Lebhafte Erörterungen in der Kammer.

wb. Paris. 31. Dez. In der gestrige« Sitzune der Kammer erllärte der Minister des Innern Steea auf «ine Anfrage wegen der Anwesenheit Klara Zet­kins auf dem Kongreß in Tours, daß die Regieruna auSdrücklick die Pässe für vier Reichstagsmitglieder ver­weigert habe, die an dem Konareß trilflebmen wollten denn inan könne nicht duloeu. daß Ausländer nach Frank­reich kämen, um dort den Bürgerkrieg zu propagieren Trotz der getroffenen Maßnahmen sei aber Klara Zrtki" nach TourS gekommen und habe eine Rede gehalten, dft beweise, daß, wenn fich die Bolfchcwisten verschiedene: Wege für ihre Propaaatcka bedienten, einer dieser Wege über Berlin gebe. Er bedauere es. daß gewisse Sozia­listen der Rede Klara Zetlins Bcisall gezollt fiättm ^Eachiii ruft dazwischen:Sie taten gut daran." Ti4- Bemerkung rief in d-r Kammer allseitige Enttüstuno hervor und trug Dachin einen Ordnungsruf rin.) Es fei bewiesen, daß Sierra Zetkin die Grenze unter Unter­stützung aus beiden Seiten der Grenze überschritte« habe. Die Regierung sei fest entschlossen, jede Propa­ganda für einen Bürgerkrieg zu verhindern und habe ent en Gesetzentwurf eingebracht, der jede Person, die ohne die Grenze überschreitet, mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis zu 3 Jahren belegt.

Hierauf wurde eine Interpellation über die Auweien- brit zahlreicher "Fremder behandelt. Der Sozialist C a ch i n hielt eine Lobrede auf Klara Zetkin, lebbatt von allen anderen Parteien unterbrochen. Der Rovalist Daudet interpellierte darüber, daß man de« deutsche« und bolschewistischen Agenten ihre Propaganda erleichtere Minister Sterg erllärte hierauf, daß die Regierung sehr strenge Maßnahmen getroffen habe, um unerwünscht- Fixmde zu entfernen. Sie sei nicht untätig geblieben gegenüber der bolschewistischen Propaganda. 11COO Fremde feie« im Jahre 1920 auSgewiesen wor­den. Das Verhalte« Eachins, her es sich »gelegen sein, laste, eine Propaganda des Bürgerkrieges zu verfolgen, stelle eine Herausforderung dar.» Tie Tattrakt der Re- aitrung siebe auf gleicher Höhe mit der Kübnhett der Agr- tatoren. (Lebhafter Beifall.) Tie Kammer nahm hieran' mit 451 gegen 54 Stimmen eine Vertrauenstagesord­nung an.

Wb Paris, 2. Ian. (Havas.) Kamm-r und Senat haben einen Gesetzentwurf angenommen, durch den dem Ministerium des Aeußern ein Kredit von 500000 Franken zum Ankauf eines Kons':lat>:gebä.lbcZ in Mainz eröffn et wird.

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England.

Die Gärung i« Indien und Mesopetamie«.

tob. Paris, 2. Jan. Rach einer Vlät!»e nekditn i ans Rögpur nahm der indische Nalionglkon^retz zwei Entschließungen an. Die teste besagt, das indische, Volk müsse mit allen geschlichen Mitteln Selbslner- waltung zu erlangen suche«; die zweit; ^ordert zur Ver­weigerung des Zusaurmenarbcitens mit de« eugüschnr Behörden, zur R i ch t? a h l u n g der Steuern und zum Boykott deS auswärtiger, Handris auf.

wb. Bagdad, 2. Jan. (Havas.) Dec Leiter der Polizei, du englischer Offizier, wurde am We'h- iwchtstqg« in einer der Hauptstraße« durch Arab.« exscko,se«. Die (Säruug gegen die Engländer nimmt von Tag zu Tag zu.

Irland.

wb. London, 31. Dez. Rach einer Reuirimeldung anS Dnblrn hat ei» Uube(annttT eine Bombe in die Geschäftsräume vonFreemans Journal" geworfen. Wie die englischen Blätter melden, geriete« in Middleton, Grafschaft Cork, eine Anzahl Pollziste« in einen Hinter- bitt. . Einer wurde getötet, 8 wurden verwundet. Dalltz Herold" will wissen, baß das unter dem Borfitz des General- Strickland tagende Militärgericht einen Be

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Da^ ist schön", rief et lebhaft.Ich muß ge­stehen, daß brr Gedanke, unsere Bekanntschaft und Freundschaft würde nur von kurzer Dauer fein und durch hie weite Entfernung wieder ausgeloscht werde«, mich direkt belastete in diesen Tagen. Run aber bleibe« wir Freunde für immer, nicht wahr?3

Sie stimmten ihm sreudtg zu. Walter entwickelte feine Pläne für die Zukunft. Er batte feinen besten Freund in Berlin, einen jungen Architekten, Helmut Körner, einen begabten und glänzenden Menschen, der c8 mit seinen siebenundzwanzig Jahren schon recht weit gebracht hatte to seinem Beruf, und vor dem aller VoranssilÄ nach eine große Zukunft lag. Mit ihm woll-e Walter zusarnmenzieheu. Die Freunde hatten sich das schon ausgematt, denn Walters Ziel war ja immer Berlin gewesen. Seine Tätigkeit an der Charitö würde ihm soviel Zeit lassen, um morgen? und mittag einige Sprechstunden in feiner Wohnung abzichatten.

.Wen« ich Glück hab«, fällt der eine oder andere Passant « der Gegend auf mein Schild rem", sagte er gutgelaunt,vielleicht wird auch des Nachts «al irgend rin Mensch in der Nachbarschaft ernstlich krank und man schickt in der ersten Aufregung zu mir, und wenn die Leute mich und meine Tüchtigkeit erst kenne«, dann werden sie ja in Schare« zu mir kommen! Da­raus müssen wir eben warten."

Es ist nut gut, daß b« dich keine« zu große« Illusionc.« hingibst, Waltet", sagte Horst ernst.Es ist für eine« jungen Arzt wahnsinnig fchver, in Berlin sich ein? Praxis zu schassen."

,Jn der Hauptsache will ich jo ferne«. Horst'', meinte Walter,und mein Freund Körner kann m'r auch nütze«. Et hat dnen großen gesellschaftlichen Kreis, et-kan« mich bei seinen Bekannten einführe«, eS wird sich schon machen. Seine. Sckuoester Käte ist jetzt auch in Berlin, sie studiert Medixüt, aber die Geschwister wohnen nicht zusammen, ft« vertragen sich nicht bei ständigem giqajnnunjein.a

richt verfaßt hab«, wonach die Brandkatastrophe {« Cork Eon den HikfSvo liziste « verursacht worden sei.

»>5. Newyork, 2. San. Der- Sekretär des Jren- fübrers de Valera teilt mtt, der Präsident der irischen Republik de Volera sei vorgestern in Irland gelandet.

Amerilanisch-kanadifch-australische Interessen- gemcivschast.

wb. L o n d o n, 2 Jan. Ter New Yorker Korrespon- benf derDaily New?" will aus zuverlässiger Quelle er- fobren haben, baß zwischen den britischen Domina«? Kanada und Ausiralien rinersrits und führenden Poli­tikern der republikanifchen Partei der Bereinigten Staaten andererseits nicktossiziclle Besprechungen über die {frag- der Verteidigung zur See stattgefunden hätten. Der australische Premierminister habe erllärt, das weiße Australien hegrü ße den Stapellanf jeden neuen ameri­kanische« Kriegsschiffes. Mtt Kanada-hätten sogar schon 'JMuretbungen über die Frage eines neutralen amerika- ni-che« Oberbesehls über die vereinigt« amerikanische und kanadische Flotte statigeftlnden.

tob. London, 2. Jan. Infolge der Steigerung der Kol.lensörderiing erhalten die Bergleute für Januar ci«r Lohnerhöhung von 3 Schilling 6 Pence täglich.

tob. Paris. 2.Jan.Daily Mail" berichtet in ihrer Pariser Ausgabe, daß das Amt des Bizekönigs von Indien dem Lord-Oberrichtet Earl os Rea­ding au gebeten worden sei.

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e Räte-Nutzland.

tob Moskau , 31 Dez. I» rin« Mitteilung der Räterroierung heißt es: Banderlip, der auS Rußland nach Amerika zurückkebtt. erklärte, der Vertrag, den er mit Rußland abgeschkosfen habe, werde nur in Kraft treten, wenn die Handelsbeziehungen mit Rußland aus­genommen würden. Amerika erhielt von der Räteregie­rung folgende Mitteilung: Rußland braucht gegenwärtig, nicht die Sympathie Amerikas, jedoch amerikanische Lo­ka m o t i v en.

Auf Grund rines Beschlusses der Räteregierung wirb bit Aufmerksamkeit aller Organe der Republik auf die Notwendigkeit der verstärkten Gewinnung von Kohle und Erzen gelenkt, damit die Industrie mtt .Heiz­material und Metall verforgt werden kann. Die Kohlen und Metallindustrie Sibiriens, des Urals, des Moskauer und des Tonezbeckens müßten auf bie Grurcklage gestellt werden, auf der sie ihre Produktionskraft entwickeln kön­nen. D. h.: Jetzt liegt Bergbau »nd Industrie völlig darnieder.

Tie Volks» ählung in Sowjet-Rußland ergab einschließlich der verbündeten Sowjet-Republiken eine Be völkcruugszifser von 133 Millionen.

Fiume.

Unterzeichnung des Abkommens

wb. Rom, 2. 5an. Wie die Blatter melden, ist das Abkommen zwischen den Vertretern Fuirncs und dem General Fcrraru» gestern endgültig unter­zeichnet worden. Die Bitte d'Anuuuzios, an der Spitze der Legionäre Fiume verlassen zu dürfen, wurde ni djt bewilligt.

Heute fäll mit der Freigabe der Gefangenen be­gonnen worden, ebenso mit den: Ab trau, spart der Le­gionäre, bte nicht tn Fiume gebürtig sind. Dann wird die AuflSsung beB gesamte« Korps bee Segio- nare und der Abmarsch erfolgen. Rach der Feststellung daß die Friedensbediygungen erfüllt sind und nach der Buöschrt'der Kriegsschiffe aus dem Hafen werde« TidE> die Regier»«gstruppen bis zu den Äcenzen des Corpus Separat««! zurückziehe«. Jnfllge der Unboi- Mäßigkeit und bet Zuchtlosigkeit der Trappe« von Fiume sind Borsichtsmaßnahmen geboten. «

Räch einer Stcfsni-Meidr ng griffen am 30. 12. Gruppen von Fiunumer Legioi-Sren während der Ber-. Handlungen an verfchiedennr Stellen unter Einsatz von Maschrnengewehren und Artillerie die Regierungs- truppen aiT. CS wurde jedoch niemand verletzt.

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Türkei.

Schmierige finanzielle Lage.

toi. Konstav tinopel, 2. Jan. lHavnS.) Die Pforte befindet sich zur Zett in heikler Lage. Der Schatz ist erschöpft, und cS schlen alle Geldmittel, um die rückständiqcil Geh Ater der Zivil- und Militär- beamten für Oktober, November und D^embee zu

,Jft sic junge Dame eine Fnundin von dir, Irene?a

Sie nickt«.Ja, wir vier find befrennbet seit unserer Kinbrrzrit.^ * 4

ttnb Irene ist Körners hoffmmgslose Liede fei! frühesten Jahren^, wandte Walter ein.

Des junge Mädchen errötete.Still, Jung«, nicht so indiskret!^ '

Horst Volkmer fragte schnell:Wacnin hofsnungs IxÄt1

.0, er ist mir ein guter Freund, weiter nichts."

Und Irene ist viel z» schade für ibn", murmelte Walter,Körner ist dn prachtvoller Kerst aber leicht, sinnig, unokcm blich leichtfinnig und verschwenderisch! Kein Mann für Irenes

Horst Volkmer wollte ba8 Thema noch wdtee sori- sührc», aber es schien Irene unau^nehm. &u lenkte schnell auf nn anderes Gebiet über, sagte, wie sehr sie sich freue, nun auch Horst Familie keimen zu lernen. Seine ßüge verdüsterten sich.

Meiner Mutter wird es auch eine groß« Freude sein, euch kenne« zu lernen, aber leider kann mein HauS euch Irin gastliches sein. Und das tot mir bittet leih! Meinetwegen und euretwegen? Die gern hätte ich oft so hebe Gäste bei mir. Aber der Zustand mriner Frau verbietet jede Geselligkeit. 9hm, ihr werdet ja selbst scheu. & ist zu traurig, das Ganze."

Diesmal wachen die Geschwister dem Thema nicht aus, benn cs schien ihnen so, als wolle Horst Volkmer srin Herz erlcichtern. Sie fragten vorsichtig und teil- nohrnrroll. Und er sprach mit leiser und müder Stimme ton fern Elend seines häuslichen Lebens.

Ihr wißt ja beide, wie fronte Mensche« sind^, sagte er schließlich,man muß Rücksicht nehmen, man muß ihnen jede Anfrrgung erspare«» Bri jedem Wider­spruch bekommt SOtcrga ihre Weinfrämpfe. , Die sind entsetzlich.. Und danach ist sic jedeSmal zu Tode er- schöpft u .d matt. Darm» müfien sie unbedingt ver­wiche« werden, darum mutz man sich ihre« Launen

bezahle«. Tie Pforte hat deshalb Sdjr;tte be, 5d| Berbandsmächten untcrnonimen, um die AusäckunD der Beschlagnahme und die Rückgabe d«e 400TJ9Q Goldpsund zu verlangen, die in der kaiserlich otto- manischen Bank eiNgezahtt sind und zur De-kun.3 bet ZinsendienstrS für die während des Krieges aus;-, nommenen inneren Anleihen dienen solle«. Der fran« zösisch: Vertreter im Verwaltungscat der T-e-te Pub» liguc hat die türkisch« Regierung davon verständigt, daß die VcrbaudSmLchte in die Rückzahluu; der ge­nannten Summe einwilligen unter der Bedingung, daß sie nur für die Bedürfnisse des Schatzes bccipeuth-t wird unter Aussicht der interalliierte« Koulr, u- kommission.

Die Wrangeltruppen auf Gallipoli.

wb. London , 2. Jan. Wie dcmDaily tLhca- nicle" aus Athen berichtet wird, ist die Lage bet auf Gallipoli befindlichen 24 000 Man« zählenden Truppe« des Generals Wränget ernst. Sie leiden unter Typhus und Hunger. Man befürchtet, daß fie meutern oder sich nach Kleinasies be. geben und den Kemaliste« anschließen könnten. Wrangcks Vertreter -auf Gallipoli bezeichite dtß Lage als kritisch.

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Deutsch-Oesterreich.

wb. Wien, 2. Jan. Der Dundesptäside!t empfing am Neujahrstage im Beisein bei Bundes- kanzlcrS das diplomatische Korps. Tie Miflionschess stellten bei biefent Anlaß auch das diplomatisch« Per­sonal ihrer Missionen vor. Zum Empfang rrfcküeiien u. 6 ber deutsche, b?r nicherländijch», der schrvedifche, der dän.'s-b« Gesandt« und ber lettische Vertreter.

tob. Wien, 31. Dez. Wie die 'Politische Kor.c- spondeuz^ erfährt, ist btr österreichische« Regier.l'..g ein« Entsch-idnng der Botschafterkonfercuz über bie durch die Verträge von St. Germaiir uitb Trianon an Okstereeich fallenden toeßuugarischen Gevittk Über­mittelt n-orden. Rach dieser Entscheidung werd«« nach dem Jnkrofttrete» des Friedeusvertrages von Tria non die verbündeten Hauptmächte Westungarn übernehmen und es bann durch Vermittelung der intecalliierie» Kommission in Oedeuburg an Oesterreich fibetir-igni.

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Ungarn.

Die in Deutschland gezeichnete Kriegsanleihe an« erkannt.

wb. Budapest, 31. Dez. In einer vor dein Börsenrate gehaltenen Rebe erklärte Finanz­minister Hegebues: Der Trianon-Frieb« ent« hebt uns der Verpflichtung, bie außerhalb des heutigen Ungarns gezeichneten Kriegsanleihen ani> zuerkennen. Unseren Verbündeten gegeuiiber, die leinen Teil von Ungarn erhalten haben, also Buk« garten und Deutschland gegenüber, erkenne ich, wie ich in meinem Programm erklärt habe, die von ihnen gezeichneten Kriegsanleihen vollst <1 n - big an. ,

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Die Abstimmung der Eisenbahner.

B e r l i it, 31. Dez. Die Beteiligung an der Ab- 'timmung der Eisenbahner war außerordentlich tork. Die Blätter heben hervor, daß die Erklärung üt die Anwendung des Streiks nicht bedeute, daß der Streik der Eisenbahnbeamten nun unmittelbar vor der Türe stehe. Am Montag beginnen erst die Verhandlungen zwischen der Regierung, besonders des Reichsverkehrsmintsteriums und dem Sech» '.chuerausschujj. Das entscheidende Wort wird auf Seiten der Regierung der Reichsfinanzminifter z« prechen haben. Zu der Meldung eines Blattes, wonach im Reichsverkehrsministerium Plane er­wogen werden, ^ie darauf abzielen, den Betrieb der Eisenbahnen an lieben Berkehrsgesellschajten zv verpachte«, erfährt dieBoss. Zig/', daß derartige Pläne nicht bestehen. Was vorliege, seien ledig« lich Vorschläge, bie von höherem Verkehrsbean-tten als Privatäußerungen verschiedentlich g:t bl< Oeffentlichkeit gebracht werden.

Ügen, ihr den Willen tun, such wenn sie das .In« vernünftigste verlangt.. Ich kann sie doch nickt immer wieder in Hu anderes Sanatorium bringen. $8*rt 6oben «S ja mtt allen versucht. And tocim ich ihr etzt rate, zn reisen, eine neue Kur zn >z^ca:ich?it, toiri> sie maßlos heftig, klagt mich ast, ich wolle ie auS dem Hause haben, si« fei mit nur zur Latz verwünscht sich und ihr Sdbeu, ach, Kinber, das ist entsetzlich! Was soll ich bann tun'? Ich kann bie Fran, die unter ihrer Krankheit so leidet, dock nicht noch unglücklicher machen, ich muß sie gewähren taffm.*

ttnb organisch ist st« gesund^ fragte Walter interessiert,eil ist nur ein Nervenleiden, dgs deine Fran onölt ?' >

7 " (Fortsetzung folgt.)

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Hochschulnachrichten.

X ernannt wurde der emeritierte ordentliche Pro« feffot für protrlsche Theologie ber Universität Marburg D. Eduard Simons in Friesdorf bei Bonn zum Honorarprofessor in ber evangelisch-theolo­gische« Fakultät bet Universität Bon». Prof. Simon« lehrte von 1911 bis September 1920 in Marburg.

X Lehraufträge. Dem otbeutlichen Honorarpro­fessor für Zoologie an bet Universität Bresla« Geh. Rrglerungsrat Dt. Emil Rohbe ist ein Lehr« anftrag zur Vertretung bet vergleichenden Histologie, dem Privatbozent für Philosophie, Psychologie und, Päbigogik an bet Bonnet Universität Dt. Oskar Kühner ein Lehrauftrag für experimentelle Päba» gogik erteilt worben.

X Emeritierung. Wie verlautet, ist bet ordentlich« Professor für nordische Philologie an bet Kieler Uni­versität E«h. Regierungstat Dt. phil. Hugo Gering zum 1. April von ben amtlichen Verpflichtungen ent« bunbeit worben.

# Ster Malet Franz 0, Stestegget, berühmt durch seine Gemälde übet ben Tiroler Befreiungskampf, M gestern in München im 86. Lebensjahr« gestorben.