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Wie vertäutet, wird Kultusminister Harnifch bei der Beratunq bc8 KuttuShauShakt« in der Landesver- sammlung Mitt, Januar auf den Freispruch der Mar­burger Studenten zurückkommeu. Wie mitgeteilt, Haben Wgesrdnete der Deutschen Vollspaetel eine Ankrage an. die Regierung gerichtet, »b sie den Kultusminister veran­lasse« volle, de» von diesem vor Klarstellung des Sach­verhalts schwer ongegriSmen Etobeiiten öffentlich Ge­nügtuung zu geben.

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X Rektor »nb Senat bet Technische« Hochschule Danzig ernannten zu Ehrenmitgliedern den Ministe- tialdirektor Dr. In». Naumann (In Gemeinschaft mit den übrigen preußischen technischen Hochschulen); ferner Oberverwaltungsgerichtsrat Bodenstein (Berlin) und Generaldirektor Dr. Jng. Bögler (Dortmund).

X Erueunuugeu. Der bisherige ordentliche Pro­fessor der Philosophie an der Straßburger Uni­versität Dr. Arthur Schneider ist ,um ordentlichen Professor an der Universität Frankfurt e. M. er Rannt worden. Zum Nachfolger des Professors Dr. Pk. Murko auf dem Lehrstuhl der slavischen Philologie an der Universität Leipzig ist der bisherige o. Pro- fesior für indogermanische Cprachwisienschaft an der Universität Dorpat Dr. Max Basmer ernannt worben. Der viohrrin« Äteeti« be« Marine-Obser- patorium» in Tsingtau Geheimer Regierungsrai Dr. Men er man« ist zmn Observator an der Uni­versitäts-Sternwarte 1» Göttingen ernannt wor­den. Dem Privatdozenten an der Frankfurter Universität Dr. Zug. Dr. rer. pof. Rudolf Lehmann Ist die Lehrberechtigung für das Gebiet der Privat- wirtfchaftslehre in der allgemeinen Abteilung der Tech- aischen Hochschule Dresden erteilt worden. Dem Privatdozenten für Zoologie an der Universität Sfrr e s- la« Prof. Dr. Oil. et meV. Ulrich Gerhardt ist ein Lehrauftrag zur Vertretung der vergleichenden kntwickelungsgeschichte erteilt worden.

- Bücherschau.

; ** Hckim Durch A!ienS Wüstem l^okts- unb Jügmchau^abe als Band 7 der SammlungReisen »nd toenteutt".) 159 Seiten Text mit 31 Abbildungen und 1 Karte. Leipzig, F. A. Bro ", aus. Gebunden 1? Mark. feebin, der Freimd des deutschen Bolles, ist als aevaravbischer Eroberer Hockasiens bekannt. Aber die großartigen Entdeckungen, die in dem verbotenen Land des Dalai Anna glückten und die er in seinen Werken Abenteuer in Tibet" undTranshimalaja" schildert, bedurften langer, sorgfältiger Borbereituug und Erknn- dungsreisen. Wie schwierig diese waren, welche Gefahren dabci der Forscher und seine Begleiter zn überstehen hat­ten, lernen wir ans dem neuen (7.) BandDurch Astens Wüsten" der beliebten SammlungReisen und Abenteuer" teitnen, her, reich mit Abbildungen ausgestattet, bei Brvck- haus in Lechzis erschiene» ist. Eine unermeßliche Wüste umlrgert den Rordrand der Hochburg deS innersten Mens,

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Berlin, 30. De, Dem ,L A." zufolge strch nach einer Meldung aus Elbing Deutschland und der Freistaat Danzig überein gekommen, gegenseitig Stenerdrückcker ger fortan ansznliesern. Ein dementftnecheickes Abkommen soll in allernächst« Zeit rückwirkeich in Kraft treten.

Rach einer Meldung beiL-A." wurde in Köslin aut dem Grundstück des Major« a.D. Fuckü Flngmate- rial im Werte von mehreren Millionen Mark beschlag­nahmt.

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Austerungen nehme ich als unwahr mit dem Lusdruck de» Bedauern« zurück. Grete Lrtmühler.

Nochmals der Studentenprozetz.

Nachträglich kommt uns noch eine Prrssestimme «n da? Casstler srriivrechende Urteil zu Gesicht, die vielen unserer^ Leser vielleicht erwünscht ist kennen zu lernen In der Abendausgabe vom 13. d. Mts. beschäftigt sich auch dl« ^Franksurter Zeitung" mit dem Srgebni? des Prozesses gegen die Marburger Studenten. Die demokratische Presse, di» zum wesentlichsten Teil bi» ganze Angelegenheit eingerührt und nicht zur Ruhe bat kommen 'assen, hat sich schon bei dem Urteil relativ Zurück- daltnug anterlent, wenn auch nicht olle Blätter ganz nm- gesalken sind. Ti? »Franks. Ze'tung" gebärt naturgemäß tu denen, die die Enticheiduni des Casseler Schwurgerichte al? ,chas Volksemrunden nickt befriedigend" bezeichnen Sie kommt aul Grund der Beweisaufnahme zu Ergeb­nissen chie denen »es den Freispruch selbst «ordernden Staatsanwaltes entgegenaesetzt sind: Tie erscho.senen Ge­gangenen warenzum Teil ganz unschuldige Leute^ ,mc ,ns Denunziationen hin verhaftet mucken,deren Be- ribthimq niemals erwiesen worden ist". Tie iick t-ilweiie viderspreckenden Aussagen der Belastungszeugen, denen der Staatsanwalt keine v-roeiSkraft zubilligen komzt-, necken als ansfülaggebend gngrseben: sie sind nach der Franks Ztg." .churck zahlreiche Umstände ve-stärft Wor­ten, auch durch Bekundungen ganz llnbeteiliater, so der -ernommenen Telegravbenarbeite^. Ein Beweis- -inen wirklichen Fluchtversuch der Erschossenen istnick- rbracht" worden. Tast die Zeitfreiwilligen ..von dem Srbot der Gerechtigkeit und Menschlichkeit abgegangen" ind, Wickdurch die unanfechtbaren Bekundungen über ->ie scheußlichen Rohheiten gegen die Gefangenen" al' zweiselssrei erwiesen" «ngesebrn. Tas Blatt sprich' veiter von derWeisung van der Schaffung.eines Rechts- rundes" (sfür die En'chießungl durch Freg.-Kap. v. Sel how, der biete Behauptung entschieden zurückzewiesen hak' "on derAbsicht einen Fluchtversuch zu konstrmeren" ms diehie Versuche, die Gesanoenen von der Straße 'bzudrängen", schließen lasten. Schließlich vermißt da- Blatt einen Tadel des Staatsanwalt» für dieGesüblS- whheit der Bcsckusoigten" und sockett,daß die Untaten ür die der Nachweis schon ko klar erbracht ist. nun ohne weiteren Verzug ihre volle Sühne finden", fitemrint is >aS anaekündigte Versahren wegen Mißhaicklunz gegcr einige der Freigesprochenrn.

Jedermann Wick zustimmen, daß, wenn und fowei' .Besckimpsi'ngen und Lnälercien" vorg-kommen sind diese ihre Sühne finden. Nur wist es scheinen, daß die die jetzt vor Mitleid mit den Gefangenen der Zeit- teeiwilligen überfließen, nicht, entfernt so viel Mitgefühl batten für die große Zahl dev Opfer des Ruhraufftande«, die unter weit tragischeren -ind entfetzlicheren Umständen ihr Leben verkorm, als die 15 Einwohner von Thal. Im übrigen wird man über die Stellungnahme derFranks. Ztg." zu dem Ergebnis der Casseler Verhandlung ebensowenii' in Staunen geraten wie darüber, daß man in ihren Spal­ten (wie in allen Blättern gleicher und ähnlicher Richtung' Näheres über die Akttonen derjenigen Benonen vermißt hat, auf deren Betreiben undUntyilagen" das ganze Vorgehen gegen die Marburger.Studenten beruhte, als da sind die Erklärung und Anklagen derBolkskomvognie" bezw. deren Führer, die Berliner Reise des Herrn Stern« nur und derBericht eines Augenzeugen des Thale: BürgermockeS" (Dahlheim-Wagner).

tob. Barls,. Dez. DerMäkln* inekdek, daß fitare Zetkin, wenn mtm ihr» habhaft werd«, ver- bafiet werde. Man wird ihre Papiere prüfen und wenn sich nichts Belastendes ergibt, sie nach bet Grenze abschieben. ,, _ ,

Nach einerMatin"-Meldung hat der deutsch« Bot­schafter Dr. Maner gestern .dem Ministerpräsident einen Besuch adgcflattet, um eine Erklärung über die Einwohnerwehren zn geben. Gleich nach dem Besuch des deutschen Botschafter» empfing er den General Rollet.

n-b. Paris, SO. Dez. Der Sozialisten.Kon- gresi in Tours beendete gestern die Aussprache über den Anschluß an die 3. Internationale und schritt fp- fcrt zur Abstimmung. 3252 Mandate von 4763 haben sich für den Anschluß an die kommunistische Inter­nationale ausoesprochen. Für die mittlere Nichtuno Longuet stimmten 1022 Mandate. Die Tagesordnuno Blum, die sich für die 2. Znternationile aussprach mürbe zurückgezogen, ihre Anhänger enthielten sich der Abstimmung.

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fn der die HSchften Bergt der Erde sich erheben. FvrchÄ bare Sandstürme bnrchtobcn die Wüste, nick manch«' Karawane erlitt dort oualvoklen Untergang. Auch Lickt«' wurde nur wie durch ein Wunder vom Tod« errettet. 5b| atemloser Spannung lesen wir L>ckins Schilderung, di«', durch ihre Schlichtheit und Ruhe erst recht krättig wirkt. Nm so mehr freuen wir uns. daß die Wüste dem kühne» Forscher Geheimnisie prrisaeben mußte, We sie seit viele« Jahrhunderten scheu verbarg. In nralteu im Sande, vergrabenen Städten entdeckte tzedin kostbare Lnlttickokil» mente. Auch dieser Hckin-Band derReisen nnd Ab«»« niet" ift ein vorzügliches Weihnachtsgeschenk an dem suna und alt großm Genuß haben werden.

Onkel AntonS Sindeekalender 192t mit zahlreichen Beiträgen erster Jugendschriftsteller, viel«! 'arf.iaen und f<tiroaT^e*i Jttu"roti»nen, mit einer Tunst«, beklage und einer fackigen Svicltafel. Bering von A. Anton u. Eo. in Leipzig-Berlin. Dreis gebunden ? Mk Gern weisen wir auf diesen trefflichen Kinder» kalender hin, der in überreicher Fülle das Mannigfaltigste bringt, was ein Kiickerber» erfreuen kann. Viktor Blütb» -»en, Frida Schanz, Th. lknaute. Dr. vrodmer. Fritz Müller «nd andere hervorragende Jugendschriftsteller^ baden ernste, heitere und auch belehrende Beiträge gv»! iffrrt. Musikalische Beigaben fehlen nickt, launige elürtti 'ür da? Puppentheater, Äckich'e, Beschäftigungsmitt«» and ähnliche-. ,

| Siegelt, 25. Tcz. Del der Geh^tsfrstsetz-^ig «r «r-sern Oberbürqermeisier und die Seicieoebneten gründete dieJrac Bereinigung" ihren ablehnrndrn felarbpiinll inU binwenig günstigen" Fipanzverhält- tzissen bet Stadt Gießen. Demgegenüber legte die Ktodtterordnetenversammlung durch einen Befckluß in

- tzrcr litzten Si-nng scst, daß die Finanzlage der Stidt tztzeßen keineswegswenig günstig" sei.

i inc. Frankfurt« M., 29. Dez. Ti- gest.'.ge ktodtveroidneten-Ltrsanimlung erSd.-rie, bie Frag», jpie em besten der Wohnungsnot abznbelfen fei. Bon Pagistratsseite wucke erklärt, die Stadl habe im et heiaiifencn Jahre 27 Millionen verbaut, mehr wie irgend eine andere deutsche Stadt. ' Jetzt ailerd'ngs bi die Stadt finanziell nicht mehr in der Lag- Tru» tzanten zu errichten, wenn nicht vo-.i Reich Zuscht.fi' fn erheblichem Maße geleistet würden. Geg-.i bir jn Preußen beabsichtigte Grundsteuer, die nament- sich bie Neubautätigkeit treffe, müsse mm mit alle- Mitteln prot-stieren. Im weiteren Verlaus» gab et l-vck eine erregte Aussprache, ob am 18. I mnn- fn den Schulen des Tages der Neichsgründung ge- tzacht wecken solle. 'Mit bet knappen Meh.cheit vo> g Stimmen stylen bie Bürgerlichen die beabsichtigte Erinnerungsansprache für die Schulkinder durch. gn der Stadt wird in den letzten Tagen eine aufs billig Zunahme von GrippefLUcn beobachtet, was wohl mit fet nublstäiidigcn Witterung iu Zufamuienöang zu bringen ist. Unbestätigt ist das in btt Beoölkerune derbreitete Gerücht, es handele sich nm ganz beiovder:

! schwere Fälle, bie sog.Gehirngrippe", vielmehr er- klärten Aerzte auf Befragen, es sei kein Grund z, irgendwelcher Besorgnis, da die Erkrankuug-n vom normalen Grad kuu-n abweichen. Zum erste n Mal' leit mehreren Wochen sind heute gegen mittig zwei kleine «lohlenkähne im Lsthafen angel,mmen. Bom kibermain wird um einige Zentimeter steigendes W ifter gemeldet.

i Eisenack, 29. Dez. Die von der ReiLsr'.g>e tung am 1. 11. übernommenen feit Iahten zetccf jenen »erarbeiten süt bie Werrakanalisation machten bie trnichtung eines Wasferbauanites notwendig,> dessen Sitz Hann.-Münden oder Eisenach in Frag? kommen. Da die Rcgierung sich süt Münben eni- jchieb, reiste Oberbürgermeister Dr. Janson nrch Ber­lin und erreichte dort, daß das Wajjerbau«nt nun­mehr nach Eisenach gelegt wird. ,

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