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1 Wf MIU Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer (rreignifie kein Erfatz. - S/Ile UUT Nerlaa von Dr. E. Hitzeroth. — Druck der Univ.-Buckdruckere« von Loh. Aug. Koch, 8 Markt 21/23. — Fernsprecher 55-
D'Annunzios Verzicht aufWid erstand
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wrld" zu Gunsten der Abrüstung
s an das Blatt gerichteten Bries
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Am 7. Dezember wurden
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England
ncn, daß den banrcrwaltung lüracien der zuteil wird.
den Wunsch ans, j>cS Amerika und England eine vernünftige Einschränkung der Rüstungen vornehmen möchten. Die englische Regierung habe einen Beweis ihrer Aufrichtigkeit gegeben, indem sie in ihrem Voranschlag keinen Plan für den Mm neuer Schiffe, nicht einmal ffir die Fertigstellung der schon auf Stapel liegenden Schiffe ausgestellt habe.
„Daily Chroniclc" sagt in einem _ Leitauffad über die Einschränkung der Rüstungen zu Wasser und zu Lande: Wenn die Großmächte sich nicht über die Einschränkung ihrer Rüstungen einigen, so wird der sich gegemvärtig. zwischen den Nationen entwickelnde Wettbewerb unvermeidlich zu einer neuen Katastrophe führen.
Der englisch-irische Krieg.
lob. Paris, 29. Dez. Wie „Daily Chronicle" meldet, haben die Militärbehörden im Bezirke Cork weitere «ms den NelnserunMnÄmd bezSeffiche Anordnungen getroffen. Ab L Januar haben alle Hausbesitzer auf der Innenseite der Haustür gcnane Listen zu führen, die Ausschluß über Alter, Geschlecht usw. aller im Haust wohnenden Personen gebxn. Die Hotels und Pensionen haben jeden Morgen eine derartige Liste auf der nächsten Polizeistation abzugeben.
Nach einer Meldung des „Petit Parisien" aus London ist die bekannte Sinnsciner-Führerin Grästn Markte- wicz zu ztvei Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden, weil sie in Irland Vereinigungen gegründet haben soll, die Feinds ligkeiten und Angriffe gegen Polizisten und Soldaten vorbereiteten.
gebilden nachzns-ogpu und sich dem W»uben und der Denkweise seiner Väter wieder znwcndet. Trachterl mir vor allem danach, daß der innere Zwist, der uns durchzieht, vor den großen nationalen Zielen zurück« tritt, daß Arbeitsamkeit und deutsche Treue aufs neue ihren allen guten Klang in der Welt gewinnen, daß wir aus dieser gärenden Zeit als ein Willensstärke^ Volk hervorgehen, das bei voller Wahrung seiner über« kommenen Geistesschätze lernt, in sich einen gesunden Wirklichkeitssinn zu entwickeln, so brauchen wir nicht zu verzagen. , !
Auf solchem Boden erwachsen dem einzelnen ein« innere Sicherheit und ein Glücksgesüh', die. ihn über die Zufälligkeiten und Sorgen des Lebens echaben sein lassen. Daraus vermag er immer wieder neuen Glauben an sein Volk zu schöpfen. Mit dem festen Glauben an DeulfchlandS Zukunft wollen wir da? neue Jahr betreten.
lange darum, daß d'Annunzio die Erklärung unterzeichne. Die Antwort wird morgen früh erwartet.
Wie „Corriere della Sera^ aus Abbaziu meldet, hat d Annunzio feine Vollmachten in die Hände des Stodtrates zurückgelegt.
Aus Triest wird der „Jdea Nazionale" gemeldet, daß die von dem Fiumer Syndikus vorgeschlagenen Waffen- stillstandsbedingungrn folgenden Wortlaut ha- bcn: Zurückziehung der regulären Truppen jenseits der <7‘ten Grenze der Regentschaft, das Zugeständnis der Regenffchast, Arb- und Veglia zu räumen unb, die regulären Schisse entwaffnet zurückzugeben. Die italienische Regierung soll sich um die militärische Organisation der Regentschaft nicht kümmern. Endlich soll eine Delegation Fiumes zu der Kommission zugelassen werden, ost die Lösung der Frage des Hafens Wit Baros behandelt.
Aus B»l»sca wird bet „Ide, Nazionale" gemeldet,
Lloyd Georges Anwesenheit in England, sodaß, wenn eine intetnationale Ministerkonfxrenz für nötig befunden werde, diese in London ober mindestens in Paris stattfinden müßte. r..r,
Die Frage der Abrüstung.
wb. London, 29. Dez. In einem anläßlich des
Die „Oberhefsifche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.25 Mk., durch die Poft 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Sport-Ztg."^ 1 Mk. mehr.
Lloyd George jetzt unabkömmlich.
wb. Paris, 29. Dez. Wie der „Petit Parisien" aus London mitteilt, begibt.sich Lloyd George nicht nach Nizza; er werde sich erst nach dem Zusammentritt des Parlaments, d. h. Mitt- Februar, nach dem Süden begebe« können. Wie das „Journal" Liefen Meldung binjujüzt, erfordert die FraZe der Arbeitslosen
Berlin, 29. Dez. Der von de« Eisenbahnersrgam- kationen ein«''sttzte Sechzrbncrausschuß erläßt, den Abend
blättern zufolge, eine Erklärung, die bei aller Schärst die Absicht erkennen läßt, nicht die Prinzipienfrage des Streikrechts zur Enffcheidung zu bringen, sondern einen annehmbaren Vergleich zu erzielen. Was fetzt zur Erörterung stehe, sei n i ch t die Frage, ob die Eisenbahner das Recht zum Streiken haben, sondern ob sst für fick und ihre Familien die Mittel zum Leben besitzen. Tie Pflicht der Regierung, die von ihren Bediensteten Hingabe und hochwertige L.'istunqew'^on ihren--Beamten ei" besonderes Treueverhältnis verlange, sei es, für derer- Existenz ausreichend zu sorgen. Gegen seden Versuch, do,- Verhandluugsboden zu verschieben, müßten vie Organisationen Verwahrung einlegen.
München , 30. Dez. Tie Bezirksgruppe Nürnberg des Deutschen Eisenbahnerverbandes bat sich für den Streik erklärt, falls die als Mindestmaß erachtete Erhöhung der Teuerungszulagen abgelehnt wird.
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Sie GlrompoIM ms hem Mst
Geplanter Raub des letzten deutschen tzelreit-rechts.
Amerika.
wh. Paris, 29. Dez. Wie „Chicago Tribüne" aus Wasyrngion erfährt, beschäftigt sich der Budgetausschuß des Nepräjcntantenhauses gegenwärtig mit einem Gesetzentwurf, der den Bau von Fort- und Wsteubesestigungen am Panamakanal vorsieht. Die Vert.rdtgungswerle sollen mit dec stärksten Artillerie der Welt ausgerüstet werden. Es verlautet, daß der neugewählle Präsident Harding selbst den Ausschuß ersucht hat, «inen derartigen Plan ans zuarbeiten. ._____. <
s v?' Zu der deutschen Note über die Wehrlosmachnnz der '.deutschen Festungen im Widerspruch zu dem FrickenS- 'dertcag schreibt die „Post": „Tie Festungen der Süd- jttnb Ostgrenze sollen in dent Zustande vom 10. Januar 4920 erhalten bleiben und die an diesem Tage ihre Bestückung bildenden Geschütze behalten. Cff-ser Vertrag !sist für beide Teile völkerrechtlich bindend. Aber die 'Kontrollkommission entscheidet anders. Mit einem Feder- .strich will sie untere Ost- und Südgrenze ebenso schutzlos nracheu, wie es bie_ Westgrenze längst ist. Der Weg nach Berlin soll'polnischen und tschechischen Vasalleu- heeren frei gelegt werden, damit sie auf französischen Wink marschieren und Deutschland im Herzen treffen können. Das ist der Ptau. Darum müssen 11 Festungen von 14 völlig desarmiert, die anderen, darunter die wichtigsten Seesestungen Pille» und Likrigsberg, vcrteidi-j iguugsunsähig gemacht werden." Es scheint dem Blatt lunverständlich, daß die deutsche RrgArung dem offen- '• Klndigen Bruch des Friedensvertrages in würdeloser Resignation, unter mattem Protest, grundsätzlich zustimnL und nur um Aufschub der Entwaffnung für die Festungen bittet. „Wir haben es .wirklich herrlich weit gebracht wenn wir heute um Innehaltung von Bestimmungen de° Versailler Friedens bitten! Das ist noch nicht alles' „Der deutschen Regierung steht kein Weg mehr zN Gebote, ihr Recht zur Geltung zu bringen. Sie muß sich der Entscheidung der Alliierten beugen." Diese Worte werden als trauriges Denkmal deutscher Schmach, aber auch deutscher Willenlosigkeit tlnd Selbsterniedrigung bestehen bleiben. Es müßte undenkbar sein, daß Deutsche auch nur rineu Finger dazu hergebeu, wenn der Versailler Schandvertrag noch gründlich verschlechtert da? Reich der Willkür aller seiner Nachbarn völlig ausgeliesert werden soll. Da kann es nur ein „Unmöglich" wie in der Auslicserungssrage geben."
Frankreich.
Der sozialistische Parteitag.
wb. T o u r s „ 29. Dez. Der sozialistische Parteitag setzte heute die'Aussprache über die Frage des Anschlusses an die dritte Internationale fort. Lebas sieht in Lenins Werk nichts als Zerstör» ng und keinen Wiederaufbau Bevor man pon einer Diktatur des Proletariats spreche müsse man das Proletariat erziehen. In der Nach- mittagssitzung betrat Klara Zetkin, die man an bei Grenze zurückgehalten glaubt, den Sitzungssaals Man läßt sie beim Vorstande Platz nehmen, singt die Internationale, und der Vorsitzende begrüßt die Abgesandten Lenins und Sinowjews. Darauf ergreift Klara Zetkin das Wort zu einer heftigen Rede. Sie betont daß die frnnäöfifdrgt Sozialisten eine Trennung vornehmen müßten, um die Einheit zu sichern. Sie sprich« von einer Revision des Vertrages von Versailles und empfiehlt eine geistige Union zwischen den deutschen and den französischen Arbeitern. Die Ausführungen der Rednerin wurden auf der Linken mit großem Beifall ausgenommen. Longuet warnte vor dem Anschluß und vor der Unterwerfung unter die Moskauer Internationale.
Das Fiasko eines sozialisierten Betriebes.
t* Berlin, 29. Dez. Die Berliner Elektrisch« Straßenbahn befindet sich seit einiger Zeit in einer Ver« Raffung, die einer völligen Sozialisierung gleichkommt, iInter diesen Umständen gewinnt eine Schilderung der Iuftände erhöhtes Interesse, die dieser Tage in der Bor« inner Stadtverordnetenversammlung über diese- Unter* nehmen gemacht worden ist. Danach herrscht in diesen^ nzialisierten Betriebe und' zwar seit seiner Kommunalisie* -aug bezw SoziaWeruug eine maßlose Deftzitwirt^ ichast. Trotzdem die Fahrpreise immer höher geschraubt worden sind, ist es nicht möglich, den Betrieb, der früher -rhebliche Gewinne abwarf, obne hohe Millioneu-Ver« lüfte aufrecht zu erhalten. Selbst eine neuerdings qevlanll meitere Erhöhung der Fahrpreise würde das Defizit nicht ausgleichen können. Was die Eigenart diese- 'ozmlifierten Betriebes ausmacht, ist der Umstand, daß neben den durch die Zeiweryältnisse bedingten Mebrausi Wendungen eine geradezu wahnsinnige Berschte u * beru-ng vo»Geldmitteln Platz gegriffen hat. Zahlreich! neue Aemter und Aemichen sind geründet worden, unk .Genossen" unterzubringen. Nicht weniger als 40 23e* triebsräte existieren, von denen jeder 15 000 Mark uni mehr Gehalt im Jahre bezieht, und die dazu keinerlei Dienst tun. Außerdem sind noch über 200 Vertrauens« männer und drrgleich'en tätig, die Ihre Hauvtaiffgalx darin sehen, mitten in der Dienstzeit die Beamten unt Angestellten ju stundenlange» Sitzung«» heranzuhslr»
wb. Berlin, 29. Dez. Am 7. Dezember wu Den auf Veranlassung des VoWumiden dec irrt-all i; orten
Insbesondere wird auch darauf gerechnet werven ’5n- beteiligten Beamten der Rheinßrom neyenüber etwa vorrommenden Wril- LcsatzungSbehörden • wirksamer Schuh
Dmlllches Derkündlgungsblall des Kreises Marburg.
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhesseit
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Bon General der Infanterie a. D. Dr. e. Freiherr ( v. Freytag-Loring Hoven,
Der Rückblick auf daS Jahr 1920 ig für tat Deutschen nicht erfreulich. Die Wirkungen d«S im| aufgezwungenen schmählichen Friedens kamen in ihut zuerst den Massen deS Volkes zum Bewußtsein. Dal Schimpfliche unserer Lage, tu der wir jeglicher Willkür übermütiger Feinde preisgegeben sind, trat immel mehr hervor. Kein Tag verging, der uUS nicht einneue Demütigung gebracht hätte. Schwere Erschütterungen dcs Wirtschaftslebens durch Arbeitseinstellung, Generalstreik, Bürgerkrieg in weiten Gebictcn unseres Vaterlandes, völlig wanleiid« StaatsautoritSt, Verbrechen und Rasssucht statt ehrlicher Arbeit, das allüf sind Kennzeichen d<S abgelaufenen JahreS. Die wirtschaftliche Lage ist trostlos,- und ihr« Folgen sind unabsehbar. Bei alledem ist vorauSzusehen, daß un| daS kommende Jahr n okff Schwerere? bringen wird.
Und doch dürfen wir »richt verzweifeln, nicht jede Hoffnung fahren lassen. Unsere teuersten geistigen und seelischen Errungenschaften kann- unS niemanü rauben, wenn nur sie nicht seM preiSgeben. Unser« Väter haben es nicht getan inmitten deS Elende- teil Dreißigjährigen Krieges, der sie an den Rand de? Abgrundes gekracht hatte. An ihrem Duldermnl wollen wir uns ein Beispiel nehm an. Eine Nation, die damals die schweren Schädigungen am Volks» körper überwunden hat und rüstig strebte, die Knecht« schäft der Fremden abzuwersen, kann auch jetzt dasselbe leisten. Halten wir fest, daß sich doch anch' erfreu« liche Zeichen unter uns benierfbar machen. Wohl erhebt der Kommunismus sein Haupt, und längst nicht genug wird seinem Eindringen von Osten durch die Regierung gewehrt, aber in weiten Kreisen de? beut« scheu Volkes machen sich' doch Anzeichen geistiger Gesuiidung bemerkbar, ©ie kehren ju einer vernünftigen und ruhigen Auffassung der Dinge zurück. Die Aussicht, daß unser Volk von sich au? di« schweren Schäden, die eS tu wirtschaftlicher und sittlicher Hinsicht betrohen, überwinden wird, gewinnt cm Sicherheit. Vergegenwärtigen wir unS di« ungeheuren Gefahren, denen wir in den beiden letzten Jahre» ausgesetzt waren, wo zeitweilig das Schlimmst: zu befürchten war uni) wir dem Zerfall deS Reiche und' dem Untergang geweiht schienen, so haben wir Anlast zur Dankbarkeit und verntögen Hoffnung für die Zukunft zu fassen. Diese aber wird nur dann tack deutschen Volke tat erstrebten Aufstieg bringen, wenn es mit vollem Ernst nach sittlicher (Erweiterung ftrebt, wenn eS darauf verzichtet, unerretckibckren Wahn-
Dis Dresdener Eisenbahnkonferenz
’ wb. Dresden, 29. Dez. Gestern* fand hier die B. Präsidentenkö'.screnz der Rcichsetjenbahnen unter Leitung dcs Reichsverkehrsministers Gröner statt. Außer einer Rcthe laufender Verwaltungsangelegen- heilen wuwe die wirtschaftliche und politische Lag; bei Eisenbahnen besptochen. Es wurde darauf Hinze- wiesen, daß rin beginnendes Wcedceerstarken des ganze» Apparates und ein wachsendes Interesse des Pec- souals an den Leistungen der Eisenbahnen festzestelc' werden könne. Beides werde allerdings durch die i ernste Bewegung in der Beamtenschaft uni> die Versuche, sie zu unüberlegten Beschlüfsen zu verleiten gefährdet. Die Präsidenten erkannten einmütig die Notlage der Beamten in weiten Teilen vcs Reiches an. Der Minister wies darauf hin, daß )te Reich?- regicntng und Las Parlament die Notlage der Be- ainlen ebenfalls durchaus anerkannt nutz durch die im Dezember getroffenen Maßnahmen begonnen hätten, ihr abzuhelsrn. Tie Reic^regierung werde an dem in der Kundgebung vom 17. Dezember enthaltenen Standpunkt gigenüocr einem Beamtenstre'.k unerichut- kerlich festh alten. Tie vom Mrmstec in der Kund- gelung der Regierung erlassenen Richffinicn wurscn den Präsidenten erneut eingeschärft.
von der „Newnork i»geleiteten Feldzugs ,richt der Eiche Lord der Admiralität Walter Song
Schisiayrlskomnnsiwn in Küffl, des sranzofi'chen Obersten Dumont« Hwei PolDMso^ V* K’be’aiS’ane-, haiPtrerwaltunz (in Bingerbrück und St. Goar) von ten Franzoien rvmrtriert. Dem mchm^naen Vertreter erklärte Oberst Dumont einige Taxe späler er habe den Auftrag, d- e g e s a m t c St r o i' p o l i zei und bt; krinnu.clte Potizci auf dem Rbein innerhalb dec sranzösffchen Zone zu übernehmen Er würde dafür fämtli-'he Polizeikovle der Rbeinstron'baiil-rr.wa'.tiing in Beschlag nehmen und sie seiuerfei'.s zur Ausübung dec Schislahrts- und allgemeinen Polizei in Di'nst stellen. Mit der Polizeiausffcht zu Wasser tote zu Lande truroen sran,ös:jche Osf'Mr? h-.iuft' igt Dic Wasserbehöib^n müßten »niet völliger Kontrolle der intetalliietien Schisfah-tsfommis'i-in iSren Dienst verrichten. Die Vvllzcrbooic hätten die'Flagge der Schisf- fahrtskommission zu sühren. Tie A rq-stellten der Wcsseibehsrdcn wurden nut einer Armbinde der Kommission vers'hen sein. Im Falle der Weigerung sollte die Auslösung der bcstehciwen fS'bötberotgmiiutionen erfolgen. Ruch -uettcren dcachrichten gelang cs anscheinend inzwischen dem franzöfifchen Einfluß, dic interalliierte Schilfahrtskominijsion zu Beschlüssen zu veranlassen, die aus die Hebern ah mc dec gesmnkn Polizeigewalt aus dem Rhein innerhalb sämtlich er tiir; Besatzuilgszoneil durch d'.e verbündeten MilitärbeliSr- den abzielen. Wie verlautet, sind von tat deutschen amtlichen Stellen alsbald nach beut Bekanntweeden der gcgneris hen Ab'ich'.en, die b'zweckten, Deutschland den letzte r. R e st seiner • schon durch den Vertcaa von Versailles auf das äußerste eingeschränkten Hohells- rechte ans dem. deutschen Rheinstroi-.'. zu rauben, energische Schritte unternommen woiLen, um '•? Zurücknahme der getroffenen Anordnungen zu erreichen untf weiteren Maßnahmen ähnlicher Art vorzubeug n.
Die nm SntmaHnnnssnoten.
£ Die gestern in einer kurzen Wolff-Meldung erwähnt Alote der Verbündeten wegen der Umbildung der Polizei imuß überraschen. Seit ^mehreren Monaten ist die Sicher- cheitepolizei ausgelöst und ihre Organisation alles Mili- ftärifchcn' entkleidet worden. Es handelt,sich nur noch ;ltm eine örtliche Regelung der sicherheitspolizeilicheu lBerhältnisse. Es muß insbesondere daraus aufmerksam gemacht werden, daß die damaligen Vereinbarungen im vollsten Einvernehmen mit der Kontrollkommission getroffen worden sind, und daß damals nicht nur die ^Vereinbarungen in ihrer Gesamtheit, sondern buchstäblich Wort für Wort auf das Genaueste erwogen und ibaiHt von der Kontrollkommission genehmigt worden sind. 'An der Tatsache der völligen Auflösung der Sicherheits- lpolizei kann nicht gezweifelt werden. Eine heeresmäßige Organisation, die über das ganze Land zusammenaefaßt ist oder zusammengefaßt werden könnte, besteht nicht. Es |ift anzunehmen, dcch die Westmächte über die Aussühnrng jener Vereinbarungen mit der deutschen Regierung nichl Irinig sind. Aber auch ba wäre z» letten, daß t>ie Um« Isormung einer solchen Körperschaft ihre Zeit braucht Lrck daß nicht mit einem Male dir Vrrhättniffe allen jCrteS gleichgeartet sein können.
Die Reichsregierung hat bis jetzt die Rote noch nicht Iber Oeffentlichkcit übergeben. Tiefes Verhalten läuft fcin wohl beabsichtigten Zweck, feine unnötige Beunruhigung hervorzurusen, gerade zuwider. Die Dinge ljinb deshalb auch recht kritisch,' weil die Beamten der i (Polizei nach langem Warten und nach schwierigen Bor- Handlungen nun unmittelbar vor der Einreihung in den Naushalt stehen. Es wäre bedenklich, wenn nun bei Iher Regelung dieser Frage neue Verzögerungen erwüchftu. Die Annahme, daß die neue Entwaffnungsforderuna bezüglich der Sicherheitspolizei in Verbindung stehe mit I der Forderung der Auflösung der Einwohnerwehren in Mayern hat bis jetzt nach bett vorliegende» Meldungen .leine Bestätigung erhalten.
Fime 6?ML
wb. Paris, 29. Dez. tzovas melbet an? Rom: Es wird versichert, baß General Eavigffa in Finme ein gedrungen ist, nachdem er vorher den Hafen besetzt balle. Ans beiden Seiten soll es einige Verletzte gegeben haben. Tie nallonallstiselM Versuche, n Rom Stroßenumzüge zu veranstalten, haben die große SÖrchrhcit der Bevölkerung saft gleichgültig gelassen. '
wb. R o nt, 29. Dcz. (Stetani.1 Nach der gestern vormiuag von den Fiumancr IliErhäudlern dem General ytriarro g-griiüber abgegebenen Erklärung bat d'Anuiwzro dem Üwn'rfie des ZuumLHchaftsrate» tee Fiume setgend, jeden Widerstand anfgegeben »>d her er.t-toaff n«nfl ber ÄvgiswLrr 7mgstimn4. Wir General Ea.vlglia durch Ferrario mitteilen liest, ist er nur unter Bedingung zur Enigegenckahme der
daß die Zahl der bei dem Sturm auf Fiume getöteten regulären Soldaten 400 erreicht; die Zahl der Verwundeten fei so groß,"baß sie in Eisenbahnwagen toeggeschafst Erklärung der Untcrhändlcr bereit, daß man Gewiß-1 »»erden mußten. Zivilisten und Frauen hätten in ber beit über die Absichten d'Annuuzios habe. Er vor-1 ersten Linie au der Berteidigung Fiumes teilgenommen.
Marburg SJ 55.3M
Donnerstag,30. Dezbr. SÄ'-M
lJulmond.) berechnen. — Postlcheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.