TaMZeitung für (das früher kurhMche) Oberhessen
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Bov der Besetzung Fiumes
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Aufforderung an die Regierung, zu
Lertreterrechl diesen Schritt i den Rapallo.
erschossen, gierungstrnppen
tob. London, 27. Dez. Nach einer Reuiermeldung lau? Washington hat die amerikanische Regierung be= to Io5.cn, die amerikanischen Truppen vom Gebiet der Republik San Domingo, wohin sie wegen der jüngsten Unruhen-entsandt worden waren, zurück;«ziehen.
schließt mit der handeln.
Aberkennung der
montenegrinischen Hoheitsrecht« durch Frankreich.
v. Die Zusammenkunft der Ministerpräsidenten.
rvb. Pari», 27. Dez. Die „Information" läßt pch aus Turin melden, daß Lloyd George in einem groben Hotel an der Riviera Zimmer bestellt hat. Tie Zusammenkunft der Ministerpräsidenten soll doch, in den ersten Tagen des Januar stattsindcn. Lloyd George wird während seines Aufenthaltes auch Veni- zelos empfangen.
später noch Ansammlungen statt, die nach Verhaftung einiger Personen zerstreut wurden.
Deutschland an Polen 150 Lokomotiven und 6000 Eisenbahnwagen im Gesamtwerte von einer Milliarde liefern. Die Vereinbarung ist aber noch nicht endgültig.
Nach einer Meldung der „Dost. Ztg." aus Breslau ist man bei der Hauptdirektion der polnischen Bergämter riesenhaften Schiebungen auf die Spur gekommen. "So sollen, nicht nur die Maschinen der Salinen von Bochnia, fondern auch die Kohlengruben.in Kalusz und sogar die noch imauszebeuteien Krakauer Kohlenbecken verschoben werden.
Fiumer Legionäre und die dalmatinischen Freiwilligen in Zara haben sich den RegienrngZtruppm ergeben.
wb. Zara, 27. Dez. In der Nacht vom 25. Dezember versuchte ein Trupp von 27 Fiumane» Legionären sich be3 Kriegsschiffes „Marselo" zu bemächtigen. Die Besatzung weigerte sich aber, sich den Legionären anzuschließen. Die Legionäre wurden gefangen genommen und nach Ancona gebracht.
Italien "»d Südslamien gegen die Wiederherstellung der habsburgischen Monarchie.-
wb. Paris, 27. Dez. Der „Petit Paristen" will in der Lage sein, Einzelheiten zu geben über die Andeutungen des Grafen Sforza am 17. Dezember bei der Besprechung des Vertrages von Rapallo in der italienischen Kammer, wonach zwischen Italien und Slidslawien ein Zusatzvertrag zustande gekommen fein soll, in dem beide Staaten sich ihre diplomatische und politische Hilfe gegen jede auf die Wiederherstellung der habsburgischen Monarchie hinzielende Bewegung zusichern. Die, bevorstehende Reise des südslawischen Ministerpräsidenten nach Rom
9! «Hin, 27. Dez. Da auf Beschlich der Reichs- regierung den Beamten da- Ianuarqeh-rlt schon am 15. Dezember ausgezahlt worden ist und dadurch die Notlage der Beamten im Januar sich verschärfen muß. besteht, wie die „Boss. Ztg." erfährt, die Absicht, die frühere Auszahlung der Gehälter auch für die folgenden Monate anzuordnen. Dies würde im Wesen darauf hinauslaufen, daß tnf Jahre *-920 die Geholter von 13 Monaten gezahlt werden Die Erwägungen hierüber sind noch mcht abgeschlossen.
Der drohende mitteldeutsche Bergarbeiterausstand.
Berlin, 27 Dez Wie dem „Vorwärts" aus Halle berichtet wird, fand dort am Donnerstag eine Konferenz der Vertrauensleute sämtlicher im Braunkohlenbergbau beschäftigter Arbeiter für Mitteldeutsch lond statt. In einer Entschließung an die in Betracht kommenden Ministerien wurde einmütig zum Ausdruck gebracht,-daß der Ausstand für ganz Mitteldeutsch land erklärt werde, wenn die etngereichien Forderungen bis zum 15. Februar keine Erledigung finden.
Die gesamte Belegschaft des kotzlenderamerkS Jlsenbure ist wegen Lohnforderungen in den Ausstand getreten Auch Notstandsarbciten werden nicht gcleistet. Das ganze Werk ist ohne Licht.
Sie In»« Bis Mein beMi.
Nom, 28. Dez. Fiume ist bereits* auf das engste umzingelt,' -dir Negierungstruppen stehen bereits vor ben Fiumaner Vorstädten und wurden von der Bevölkerung als Befreier begrüßt. D'Annnnzio ließ alle Brücken sprengen. Das Gaswerk wurde von den Re- gierungstruppen besetzt. •
tob. Rom, 27. Dcz. Nach dem Bericht des Generals E a v i g l i a kreuzten am 21 Dezember Kriegsschiffe bo- den Hafen von Fiume, während die Truppen die Grenze der Regentschaft des Quarnero überschritten. Die Legionäre zogen sich ohne ernsthaften Wister- stand aus die Stadt zurück. Für den Weihnachtstag hatten die Truppen den Befehl,, innerhalb der nm Vertage eingenommenen. Siellungnr zu bleiben. Die Legionäre eröffneten aber von sich aus da? Feuer aus Moschinenge'ochren und Geschützen, tvodurch ein Karabinieri getötet und ein . Soldat verletzt wurde. Daraufhin begannen die Regternngstruppen am 26. Dezember gegen die Stadt vorumtefen.
Ergänzend wird von der Agenzilr Stefani gemeldet, daß am 24. Dezember die Legionäre den
Polen. -
Die deutsch-polnischen Wirffchaftsverhandlungen.
tob. Warschau, 27. Dez. Die deutsch-polnischen Wirff-i-aftoverhandlungen, die seit einiger Zett unter« droch-n »occa, wurden wieder ausgenommen. Gegen Mefer wng kandr irtfchaftlicher Erzeugnisse würde
abgesprochen habe. Die Gründe, die rechtfertigen, liegen in dem Abkommen
Kommunistische Kundgebung in , Breslau.
wb. Breslau, 27. Dez. Auf dem Scklotzplrtz fand heute nachmittag eine Acbeitslosenoersammlung statt, die von der kommunistischen Partei gegen den Willen der Gewerkschaften und des Ernerhrlosenrates einberufen worden war. Rach Schluß der Verfamm lung bildeten die Teilnehmer einen Zug. um nach dem Rathaus zu ziehen, trotzdem der Polizeipräsident Umzüge verboten hatte. Die M'nge griff die zum Schutze des Rathcnff-z bereitgestellte Polizei, die den Zug anshalten wollte, an. Nachdem die Poilzei Schreckschüsse abgegeben hatte, zerstreute sich die Menge. Durch zurückpraklcnde Geschosse wurden * einige Personen verwundet. Mehrere Beamte wurden durch Schläge und Steinwürfe, ein Pferd durch Messerstiche verletzt. Drei Pen'ynen wurden in das Allerheiligen-Hospital eingen.^*- Fl Ux-'*t'n eine ihren Berl-tzungeu «riegen, ist. Steinert t. fanden
Verzicht auf die Abstimmung in Wilna.
tob. ftototto, 27. De,. Zuverlässigen Meldunge« «»folge verzichtete der Völkerbund auf die Entsendung interalliierter und neutraler Truppen in da, Wilnaer Wh stimmungsgebiet, um Vettvickelungen mti der Sowjet- regierung zu vermeiden, die darin eine Unterstützung bet polnischen Gegenrevolution erblickt.
D« Vorsitzende der Kontrollkommission des Völker« bundeS, Oberst Chardigny, hat in einem Schreiben «w die litauische Regierung die Eisenbahnlinie Wilna—T)Qna* fntrg Polen zugesprochen und bestimmt, daß die $ot*3ab- stimmnng demgemäß nur westlich dieser Linie stattstnde» soll. Die litauische Regierung verzichtete auf di« Volksabstimmung im Wilnaer Gebiet gänzlich, da sie sich davon keine gerechte Lösung der Wilnaer Frage verspreche, weit die von Litauen geforberten Bedingungen nicht erfüllt würden. Inzwischen schweben in Warschau Verhand- fungen zwischen Litauen und Polen, deren Ergebnis noch nicht endgültig bekanntgegeben ist.
Die Frage des Veamtenstreiks.
‘ frb. Berlin, 27. Dez. DaS Refchsderkehr?- tniniftetinm wandte sich gestern unter Hinweis auf den Erlast der Reichsregierung vom 17. 12. an hie ßcifenbaljnhirett*»nen, um nochmals den klaren, festen Standpunkt der Regierung zur Frage des Beamtenstreiks nttt ollem Nachdruck ,u vertreten. Der Meichsverkebr-^minister betrachtet es als seine Aufgabe, eine gerechte und, soweit eS die Verhältnisse uUaffen, befried ioende Lösung der BesoldungSfrage der Beamten zu erreichen, betont aber, daß das Streikverbot nicht .ttra auf die gegenwärtige politisch- Zu- iammensetzung des jetzigen Reick^kabinetts zvrückzu- führen ist daß hingegen auch die frühere sozia« lkstische Regierung in Verbindung mit bet noch bestehenden preußischen Legierung den Beamten das Streikrecht » b s p r a ch.
Die in -der RetchSaewerkschaft der Post- und Tele- nravbenbfamten vereinigten Verbände mit über 200 000 Mitgliedern stellten sich in Bezug auf die ErhShung des TencrnnxZzuschlaqs auf den Boden der Forderungen de? Deutsihen Beamtenbundes. Die Forderungen gehen dahin: Erhöhung des Erit'uecmrgsznschlags von 50 Prozent aus 75 und Festsetzung eines Mindestteue- rungszuschll^S. und zwar für die Ortsklasse A von 7000 Mark.
Marburg
Dienstag, 28. Dezbr.
Politische Tagesnachrichten/
L. Z. 120 in Rom aegetommc». Wie von unter» -ichteter Seite mitgeteilt wird, traf da» zweite füt Italien bestimmte Luftschiff L. Z. 120. das am 24. 12. •nlttaflg von Staaken abgefahren war. am ersten Weih» iiachtsseiertage mittags wohlbehalten in Rom ein.
Die Stadt Freiburg hyt in diesem Jahre die 800» iöhrige Wiederkehr ihrer im Jahre hl20 durch Herzog ckonrod von Zähringen erfolgten Gründung durch zahl» -eiche festliche Veransloltunaen begangen. Den Ab» ckluß biefet Feiern bildete ein volkstümliches Konzert, das gestern abend die Freiburger Bürgerschaft in de« 'äbiischen Kunst- und Festhallen vereinigte. De« 'leier wohnten Reichskanzler Fehrenbach und Reichs» sinanzminifter Dr. Wirth bei, die sich zur Zeit in ihre« Heimotslabt aus Urlaub befinden.
Das Kindereleud. Roch einer Meldung de« „B. aus Dresden ist von 17 350 ärztlich untersuchten Schult lindern Sachsens dt« Halste unterernährt und bluturM
Frankreich.
Die französischen Vesteebungen nach Verlängernng der Besetzungszeit.
wK. Paris, 27. Dez. Der Berichterstatter des Kammerausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Abg. Daniclou schreibt im „Eclair" aus Anlafi der Er- ! llÄmug Tardieus in der Kammer, noch der es keine ' Begrenzung her Besachunasdauer auf der linken Rheinseite geben dürfe: „Es ist die Pflicht der französischen 1 Regierung, die alliierten und assoziierten SigNütar- mächte des Versailler Vertrages davon in Kenntnis zu fthen, daß die versprooheneu Garantien gegen «inen nicht herausgeforderten Angriff Deutschlands Pichl genügen. Wir vertrauen zu sehr auf Jbic Loyalität des britischen und amerikanischen Volkes, um auch nur einen Augenblick zu glauben, daß sie sich nicht mit uns in dem Verlangen an die Signatarmächte des Versailler Vertrages zusammenfinden werden, zu bestimmen, daß die einzige Garantie, die uns für die Zukunft gegenüber Deutschland gegeben werden kann, darin besteht, die Begrenzung unserer Besatz» ngs dauer zu unterdrücken." Daniclou
Dbersck'lesien.
Verbot der politischen Betiitiaung für Geistliche durch den Papst.
Breslau, 27. Dez. Der „Schlesischen Bolksztg." zufolge erließ Monstanore Ogno. apostolischer Kommissar für Oberschlesien, eine Kundgebung, in der es heißt: „Der Heilige Vater, der tief betrübt ist, baß der Friede unter ben Katholiken Oberschlesiens aus politischen Gründen gestört wird, schickt mich zu Euch, um den Frieden wieberherzuftellen. Das Weihnachtsfest gibt mir Veranlassung, bie* Katholiken zn bitten, bie Mahnung ziivz Frieden nicht zurückzuweifen und von der politischen Verblendung abzulassen. Diese Mabnuna richte ick vor allem an die Seelenhirten, die. gelobt haben, ihren heilioen Dienst im Geiste der Liebe und Gerechtigkeit auszuüben. Ich bestimme namens des Heiligen Vaters folgendes: Allen ^Priestern jedweder Ration wird es sub gravi untersagt, im Abstimmungsgebiet Propa ganba zu treiben, ihrePrivatmeinung zu äußern und bei den Wahlen ihre Stimme abzugeben. Allen Pfarrern wird verbeten, di« Kirchen und Schulen zur Erörterung der Abstimmunassraaen zu benutzen, da diese Orte allein zur Psleae des religiösen Lebens ausersehen sind. Ich behalte mir vor. vorstehendes Verhol abzuändern, jedoch bemerke ich schon setzt, baß ich Abänberungen nur ans ganz wichtigen Gründen zulasten werde, wobei ich keine Partei begünstige. Fgss« ein Priester dieses Dekret nickt befolgen sollte, werde ich gegen ihn, wenn auch ungern, mit solchen Strafen vorgehen, die zu verhängen mich der Apostolifche Stuhl beauftragt hat."
Erhöhte Kohlenpreise.
Wie der „Berl. Lokal-Anz." aus Beuthen meldet, erhöhen die obersckkesischen Bergwerke vom 1. Januar ab die Kohlenpreif« um 20 <M die Tonne.
Aus dem besetzten Gebiet.
Paris, 27. Dez. Der „Petit Pvrisien" melde aus Mainz, die interalliierte Oberkommisfiou in Main werde alle Formationen, Vereine usw. aufköfen, die sich mit militärrscben Angelegenheiten beschäftigen Zuwiderhandelnde würden mit Gefängnisstrafen ober mit einer Geldstrafe bis zu 10 000 Mark belegt werden.
«•&. Zweibrücken, 27. Dez. Ein marokkanischer Soldat, der hier bie Fenster einer Wotznung einschlug und zwei Mädchen mit Eutern Seite:ywrf'j
p Belgrad, 27. Dez. Die französische Regierung > notifiziert bet hiesigen Regierung, baß sie den Posten ' des französischen diplomatischen Vertreters bei der Regierung des Exkönigs von Montenegro aufgehoben »nd den montenegrinischen diplomatischen und konsu- karischen Funktionären in Frankreich das diplomatische
I~ Die „Oberhessische Zeitung" erscheint lechmnal wöchentlich - Dezuaspreis monatlich 4 25 Mk durch die Post 4.65 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Eport-Ztq." 1 Mk. mehr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder slementet« Ereigrnste kern Ersatz. - m,rlaa von Dr C. Sitzeroth. — Druck der Uni-.^5nckwiuckerei von 2oh. Aug. Koch, ~ Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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■;" Sie verbündeten Regierungen sollen entscheiden.
’t»S. Paris, 27. Dez. Tie Botschasterkonserei-z W sich heute mit den Noten der deutschen Reaie- jntng ton L. und 22. Dezember besaßt, die sich auf die Euitoasfn'.'.nz der Einwohnerwehren beziehen. Mac- Ichall F o ch, General W e y g a n d und General N o l - [et wohnten der Sitzung bei. Wie der „Temps" mit» [eilt, einigte man sich nach kurzer Beratung dahrn, Nf die Entscheidung dieser Frage angesichts ihrer Wichtigkeit den verbündeten Regierungen überlassen toetbcit müsse. Gleichzeitig hat bie Botschasterkonserenz len Militärausschuß in Versailles ersucht, ihr sch'eu- zsigst Bericht über den gegenwärtigen Stand der tuih« tärifchen, maritimen und Luftfahrbestimmungen des Friedensrertrages zur Weitergabe an die Regierungen her Verbündete» zu erstatten.
bedrohte, wurde vom französischen Kriegsgericht Ak zwei Monaten.Gefängnis verurteilt.
Der MMMMM
wb. Moskau, 27. De». Bei der Eröffnung ded 8. allrussischen Kongresses der Arbeiterräte sprach sich K a l i n t n In seiner Eröffnungsansprache über die internationale Lage Sowjetrußlands aus ,die sich durch die Stege so besserte, daß die westeuropäischen Regierungen mit Rußland Beziehungen anzuknüpsen suchte». Di« innere Lage festigte sich ebenfalls. Im März zeigte« die Bauern der Sowjetregierung gegenüber noch ei« gewisses Mißtrauen, im August äußerten sie jedoch de» festen Wutach, für Sowjetrußland zu kämpfen. Bo« der Sowjetregierung ständen gewaltige Aufgabe». Di« Wirtschaft des Landes müsse geregelt werden, gleich« zeitig müßten die Interessen der kleinen Bauernwirtschaft gewahrt werden, wie schwer auch die Aufgaben deft ®ongreffe3 sein mögen. Die ©otojetregierung habe bk Gewißheit, daß sie Regen werde. Der «emvärtige Ko»> «reß tverde, so glaube er, alles tun, um Sowjetrußlantt dem ©fege näher zu bringen. Auf Anschlag der tone« nluttiftischen Fraktionen wurde das Präsidium ti*** stimmig gewählt. ES besteht u. a. ans Kalinin, Leni«, Trotzki, Sinowjew, Kamenew, Bucharin. Rykow, Serebrjakow, Enukidzi, Iwanow und Petruschkin. Die letzte« beiden Mitglieder finb parteilos. Der Kongreß beschloß, einen Gruß an die Rote Armee, an daS französische Proletariat und an die Sowjetrepubliken, die in unserer SRäte$öberation ausgehen, abzuschicken.
Lenin erstattete Bericht über die internationale Sage Sowjetrußlands. Er führte u. a. aus: Wir wissen alle, tote die polnischen Gutsbesitzer und Kapitalisten unter de» Drängen der Kapitalisten Westeuropas uns ben Krieg aufjwtngeit. Zurzeit fand der Krieg ein Ende, und zwar durch einen Friede», der für uns vorteilhafter ist als derjenige, welchen wir Polen vor dem Kriege anbaten.. Der Borfriede mit Polen ist unterftfcriefen. Die Politik bei Entente, bie darauf gerichtet ist, sich in ftriegSattionaf einzumischen, um die Sowjetmacht zu vernichten, leibd immer mehr Schiffbruch. Die Zahl der-Reiche, dte mit unS Frieden schlossen, wächst andauernd. Man kam» sage», daß der endgültige Friede mit Pole« in der nächste« Zeit bestimmt abgeschlossen werden wird. Unsere zeitweiligen Mederiagen im Stiegt mit Polen rührten davo« her, daß wir gezwungen wate», gegen Wränge! z« kämpfen, der von Frankreich anerkannt tourbe und vo« den Westregierungen unerhörte Unterstützungen erhielt. Der unS von den Weißgardisten und Imperialisten aus« gezuningene Krieg ist nunmehr erledigt. Wir können uni jetzt mit vollem Bewußtsein an das Werk des wirtschaftlichen Aufbaues machen. Wit müssen jedoch immer auf der tzut sein. Die Kriegsbereitschaft müssen wir auf jeden Fall bewahren, um uns vor Uehet- fallsmöglichkeite» zu sichern. Wir »Offen dte Kriegs« tüchtigkeit des Land« heben. Unsere Friedensbereitschaft legte »um früher als Schwäche auS.
Berlin, 27. De». Dem „L.-A." infolge w der 16.1.1921 für ©owjetrußland ein neuer Festtag, der zum Gedächtnis für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg bestimmt würde.
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, Amerika.
Die Bereinigten Staaten und die Kolonialmantzat«.
wb. Paris, 27. Dez. Pettinax teilt im „Ecko de Paris" mit, daß die Bereinigten Staaten vor 16 Tagen OT die englische Regierung eine Rote gerichtet hätten, in der verlangt wird, man möge der Regierung in Lkashington rnitteikkn, wie die englische Regierung die ihr anDer trauten Mandate über einige ehemalige deutsche Kolonien sowie Über einige bet Türkei nbgenommene Gebiete regeln wolle. In dieser Rote der Regierung der Vereinigten Staaken wurde gesagt, dah nicht der Völkerbund, sondern die alliierten unb nssozilerten Mächte, zu deren Gunsten Deutschland und hie Türkei alle ihre Rechte abgetreten hätten, die Krage zu regeln haben. - »
Japan »nd Amerika.
wb. P a r i«, 27. Dez. Wie der „Chicago Tribüne" «ws Tokio gemeldet wird, sagte der japanische Minister des Aenßern in einer an das Parlament gerichteten Mitteilung, er glaube, daß der neue Vetttag, der dem- «ächst mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen werden s«ve, das kalifornische Gesetz über den Landerwerb »bschasfe.
Führer einer ihnen gegenüberliegenden Alpenjäger- . . . . . .
Steilung zu Verhattdlnnqen einluden unb Um bann I soll mit dem Zmsatzattttag in Verbindung stehen.
Am Sonntag früh besetzten die Ke ersten Häuser von Fiume. Die
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Der Anzeigeuprel- beträgt für bie Sgeip. Zeile 75 Psg. unb 10% Ausschlag, amtliche •»
unb auswärtige 1.— Mk., Reklame,eile 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. öuIlIIL Bei Auskunft durch die Ceschäftsstelle und Bermittlung der Angebote 75 Pfg. Eon- ,-73 ••
beraebübr. — Bei Beträgen unter 20 Mk. müssen wir da, Porto für die Rechnung 1Q/D
berechnen. — Postjcheckkonto: 9lr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai». 1”*w