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Amtliches Derkündlgunasblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) OVerheffen

Marburg

(3elwe*»J

Erstes Blatt

3m Btihmifiitcjl.

uista'ndcs im Osten durck>geführt würde, kSn-itr

Zum Harrshalt dr» Neichspräffdenten hat bei Haupt.

von 100 OVO

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ich der die

Sicherheit und würde ziehen.

wS. London, 16. S>,j. Rach einem Athener Tele­gramm hat der Minister des Innern das Rote Kreuz um Hilfeleistung für die 30 000 Soldaten bet Armee 315 r ongel gebeten, die auf Gallipoli gelandet wur­den uad bu sich m ich!immer Lage ieiitUea.

ouslchutz btidjloiien, dessen Auswar aut ibOOOO Jt y» erhöben.

. M »lsttiMk« Drlswrtrm.

Der Oberpräsitzent gegen ihre AuflLfung.

trb. Königsberg. 17. Dez. Zur Tote brr :Peri-nnbiien G'-rr die Auslösung der Oeq-fck und 'onstiger Selbstschudorganisationen wie dec ostpr.nißi 'tfien L'h§» und Gronrwehren, veröffentlicht Ober- Präsident Siehr ritte Erklärung, worin eS heißt. Selbst- ^erstänblich hübe rt nie mals die Anitcht vertreten, baß ein» BersNrkuua von 3000 Mann genüg», uw die Sicherheit *n Ostpreußen aufrecht',uerstilten. Et habe mit S?.Gd(fifit auf die erpnnierte Lage Ostpreußn? 'e t B-ginn s inrr Amtsfüktrung aris di» ToLttcnöiqfei; einer Verstärkung der ttlrenzsichrrung hinaewiese'» und die Bermchrung der Reichswehr und Sicherhensxo »tri iür nolwendig erklärt. Leider feien alle d'efe Anträge itnte*- Hinweis auf d-n FriedenSsertraa abgelehnt worden. Die Bewachung und der Abtransport de» übergetretencn SOOOO^ujjen der zahlenmäßig schwa­che». Reichswehr waren überhaupt nur dadurch mög­lich. daß OrtS- und Glenzwchren ins Leben gerufen und für diesen be|c;tDccca ßitftcf anfgebown wurdea. Mit den Escherich-Organisat'ouen hrben diese Ot?- unb Grenzwehrrn nichts zn tun. Sie sind vielmehr gegen birit Selbstschutzorganisa'ionrn in sckarsem Karnvse eingefetzt worden. Die Zahl 3000, die in brr Tote erwähnt wirb, hat erst wesentlich später eine Nöl»' gesvirlt, als es galt, die in den Wäldern ger- treu Int Russen zn sammeln und aüzutranspsrtieren hierzu wurden dir Grenzwrheen als sreiwillig?-Polizei- truppe in Stärke von etwa 2000 Mann und die Orts- wrhrrn in Stärke von etwa 100 Mann ausgeboten und für diesen besonderen Zweck für genügend erklärt. Die Erklärung verweist daraus, d., solange der russisch-polnische Krieg noch tobt, sur die Provinz eine akute Gefahr besteht uub bi# Orts- tti»b Grrnzmhr^lir vk Sicherheit der Provinz «nentbeksklkck ist. Zum Schluß heißt c3; Fa ls trotz der besonderen Lage der Provinz Ostpreußen die Auslösung der Orts- und Grenzwrhleu zur Herstellung bc3 vollen Fr'cheas-

Der Marburger Zeitfreiwilligenprozetz hat nun »vch vor dem Schwurgericht in Cassel wie vor dem Militärgericht hier in aMrburg mit einem Frei­spruch geendet. Dies Ergebnis war nach der Jeu- ßenvernehtming zu erwarten, der Staatsanwalt Mußte selbst den Antrag, auf Freispruch stellen. Die .Marburger Mörderkumpanei", von der derVor- wärtr" noch vor wenigen Tagen schrieb, hat auch die Prüfung durch ein nicht militärisches Geschwa- Jenengericht ausgehalten, obwohl der Prozeß ge­gen di« Zeitfreiwilligen durch das Eingreifen von Parlament und Regierung zu einer hochpolitischen Angelegenheit gestempelt war.

Die Behandlung der ganzen tieftraurigen An­gelegenheit in der Öffentlichkeit war der Zeit, tn der mir leben, durchaus angemessen. Die Zeugeneer- «ehmung hat gezeigt, in welch' unverantwortlicher Weife parteipolitisches Dogmatentum und unreife Aufgeblasenheit die ruhige Untersuchung und sach­liche Feststellung des Tatsächlichen gefälscht und verwirrt hat. Wir sind we t entfernt davon allen, die daran beteiligt find, den guten Klauben abzu- fprechen, wirklich nur im Sinne der Erforschung der Wahrheit tätig sein zu wollen. Uns erscheint es im Gegenteil tragisch, wie manche unter ihnen durch ihre eigne Gutgläubigkeit getäuscht sich in Situa- ' Honen gebrächt hal-en, um die sie nicht zu beneiden .find. Für die Betätigung eines Herrn Lemmer t B. aber fehlt uns. fedes Verständnis.

* Ein Zeichen der Zeit ist es ferner, daß ein alter P°rlamsntarier,' wis der Demokrat H as, auf Grund, so problematischer Rachrichten cni; der Ouelle Lemmer-Dahlheiin sich zu Beschimpfungen Die derSchweinebande" hinreisten lassen kann. And es ist wohl einzigartig, daß ein preußischer Kultusminister In einer schwebenden Sache ein Ur­teil fällt, in d'em er von denMördern" ^r'cht, ein Urteil, das nun a,..h das Zivilgericht nicht bestätigt

Sie MWh Mm«.

Der Reichobankvräfident über die deutsch« Finanzsrage.

mb. Brüssel. 17. Dez. In der Nachmitlags sttzung gab Reichsbankpräsident Haven ft e'^n einen ausführlichen lleberblick über den Stand des deutschen Geldwesens und der deutschen Valuta. Er schilderte die Gründe, die der Besserung der deut­schen Valutaverhältnisse entgcgenstehen. Unter den Ausführungen mar besonders bemerkenswert b:c Richtigstellung derjenigen Zahlen, die auf der letz ten Brüsseler Finanzkonferenz über den Wert der deutschen Ein- und Ausfuhr in dem ersten Ha't- fahr 1920 angegeben worden waren. Rach den da­maligen Ziffern ergab sich im Mai und Juni eine aktive Handelsbilanz. Havenstein stellle bas in der heutigen Sitzung dahin richtig, daß auf Grund der angestellten Nachprüfung sich im gesamten ersten Halbjahr ein Zurückb'eiben bet Ausfuhr hin­ter der Einfuhr von nicht weniger als 36 M lli- arden Mark, also durckschnittlich 6 Milliarden Mark monatlich, ergeben habe. Zum Schluß seiner Aus­führungen erklärte Havenstein, baß die Besserung der deutschen Valuta nur aus einer Besserung der Zahlungsbilanz erfolgen könne. Diese beruhe wie­derum'einerseits auf der Ordnung des Finanz­wesens, andererse'ts auf eiMr guten Ordnung und Organisation aller deutschen Verwaltungen, ferner auf Sparsamkeit und schließlich und vor allem auf Arbeit, deren Vorbedingung die freie Ex- portmöglichkeit set. Endlich muffe die Kriegsent­schädigung von Deutschland so berechnet werden, daß sie noch getragen werden könne.

wb. Brüssel. 17. Dez. (Amtlicher Konfe- 'renzbericht.) In der Freitagvormittagssitzung gab Staatssekretär Bergmann einenlleberblick über die Ansichten der deutschen Regierung in der Rexa- rationsfrage, wobei er einen Unterschied machte zwischen der Frage der Reparation in natura und der Reparation in Geld. Bezüglich der Frage bei Reparation in natura sk zzierte Staatssekretär Bergmann einen Plan, der später besprochen wer­ben wird. Der deutsche Delegierte betont die Schwierigkeiten für Deutschland, Zahlungen in na­tura zu machen, solange die finanzielle Lage und der Kurs der Mark sich nicht gebcffert habe. Heute nachmittag findet zwischen den Delegierten der Verbündeten ein Meinungsaustausch statt über die Methoden, die angewendet werden sollen, um gewisse Vorschläge und Unternehmungen der deut­schen Delegierten näher zu prüfen. Der deutschen Delegation ist ein Fragebogen unterbreitet worden, der gewisse nähere Angaben über die wirt­schaftliche Lage, die finanzielle Lage und die Aus­fuhr und Einfuhr Deutschlands verlangt.

Nach einem Havas-Tericht über die gestrige Nachmiltagssitzung der Sachverslänb'gen habe man nach dem Bericht Havensteins, der die finanzielle Lage Deutschlands als bekiagenswert geschildert habe, den Redner gefragt, ob die deulsche Aboiv- nung bereit sei, ihre Ansicht über die Reparations- frnge schon in der nächsten Sitzung begannt zu ge­ben. Tie deutschen Telcg eiten hänen nicht be­jahend, aber auch nicht ablehnend IcantmorteL

Für die Ausbeutung des traurigen Falles ist wohl nicht zuletzt auch die parteipolitische Span­nung in Marburg mit verantwortlich. Wer die Hysterische Art miterlebt hat, mit der in Marburg iln den Kapptagen Politik gemacht wurde, wie z. B. »ls befonbete Nachricht angesch'agen zu lesen war, Ludendorff habe im Jntereffe Kapps die Bewasf- smng der-Ctudenten und Schüler gefordert (!!), der lountxtt sich nicht, wenn eine solche Saat schließlich Hu den Ergxbniffen führte. Gerade in diesen Tagen wurde dach auch die Frage der Waffen aufgcr.or- fen, die noch in den Händen von Studenten waren Und fte ging manchmal nur haarscharf an einer ge­waltsamen Lösung vorbei. . Tenn bas muß doch festgehalten werden, ohne die Reise des Herrn Lem- »ner nach Berlin u. ä. würde der ganzeFall" nicht 8u solcher traurigen Berühmtheit gelangt sein, ge- gen die sich die Universität im eigensten Jntereffe wehren mußte. Marburg sollte mal wieder eine Hochburg fein, als schon so oft nur daß die Etikette wechselte. Diese Berühmtheit hat uns nicht genützt man sehe sich die Besuchsziffer un­serer Universität in diesem Winteriomester ge­nau an!

In allen Erörterungen zu den Thaler Ereig- Kiffen ist stets nur kurz gestreift worden, daß unsere Studenten sich zunächst keineswegs zu der Unter­nehmung in Thüringen gedrängt haben, daß erst tn Regierungsvertreter sie in beweglichen Worten lauf die Rot aufmerksam machte und die Plakate der

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Eine drohende Regierungskrise vermieden.

wb. Berlin, 17. Dez. Ter Steuerausschuß des Reichstags behandelte die vom Unterausschuß vorgelegte Formulierung des § 1 des Reichsnok- opfergefetzes und nahm diesen Paragraphen mit ge ringer Mehrheit an. Im Hinblick darauf, daß die Mitglieder der Deutschen Volkspartei dagegen stimmten und die Demokraten sich der Abstim­mung enthielte», erklärte der Reichsfinanz- mmifter, daß er dem Reichskanzler über die Hal tung der Regierungsparteien sofort Bericht erstat­ten werde, daß di« heute zutage getretene Lage als eine für die Regierung unmögliche zu he- zcichnen fei. Die Abstimmung der Deutschen Volks- partei und die Stimmenthaltung der Demokraten laben dem Zentrum Veranlassung, sich seine Etel- lung»»ahme im Pleikum vorzubehalten.

Die drohend» Regierungskrise infolge der Bar gänge im Steuerau-schuß ist beseitigt. Tic Fraktion der Deutschen Volkspartei hat beschaffen. >ie Regierunasvorlage über die beschleunigte Cin- nehung des Ne'chsvotopfers mit bestimmten Mil berungen, zu denen sich der Ncichsfinanzminisicr im Namen der Regierung bereit erhärte, anzu­nehmen.

Mitt MM Liu« Dauersitzung.

49. Sitzung vom 17. Dezember.

Eröffnung 11 Uhr. Abg. Lsverren, (Teutr<6n.I führt Sltrar über dir verfckiedenartiaen Siirbn ncken M ilricken Wertes. Ein Regicrunesvertreter erklärt. b«t vie Zurückziehnna brr älteren Bestände bet dem riesigen Massenbedarf nicht mSzlich sei. 1

Abg. Gutknecht (Teutfcknatl.) Verlanat B»räck» i'ickliaung des Handwerks bei BauauftrSa-n für Ctktt» bahnsahrzeuge. * Ein Regieru ngsvertreter erwidert, bat in diesem Falle das Handwerk oft nickt reckt zeitig i rI ie f t tt habe. Aus anderen Gebiete» werd« das Handwerk beranqezogen. '

Auf eine Anfrage des Abg. Lambach (Teutfcknaft.f teilt ein Regierimgsvrrtreter mH, daß wea»n der Sonn« «.rgsrude mit Bayern Verhandlungen kckweben. Dir ikinubevölffring beklage sich, daß sie wegen bet Sonn« tagsriibe keine Einkäufe machen könne. >

Eine Anlraqe Kuncrt (U. Sch die fckack.Wort« artmt die Reichswehr enthält, tvird wegen ibrrs von der Regierung entschied»'» zvrücka-wiesen. De» 3 i» i i m»' s i k c r n fcf. durch die Militärmusiker fern« ikankuricn, gemach- werden.

Zutzlreiche dein; Vorlagen werden angenommen, so das intrrr.alirnf»!» O niiimabkommen» ein» FristverlZn« cer-rna Mm NeichsauSaleichgesetz, ein Gesetz über btt Anm'ldevstichk für L»ftsahrzeuggeräte, eine Aenderung des Bürgenpesetzes u a.

Es feiet dir 2 Lesung des Gesetzentwurfs über bb Berschärfung der Straft» wegen Schleich« bonbtf, j

Preistreiberei und verbotener Ansstchr lebenswichtiger, .-Ggcnf'ände. Danach kann in besonders schweren Fälle, ; auf ncktba u 4 bis zu 15 Jahren und auf Gelds»rab j uon minN'tlrn. 20 000 Mark erkannt werden. Daß ' Höchstmaß der Geldstrafe ist unbegrenzt. Da« (Mfl lofl cm 1. Fannnr 1921 in Kraft Irrten. Der Ausschuß V>v«rt dt« Regierung auf, für »ine nu8rei(6»"6r Befannt» machu>.g btefe» G>-setzes iiwbtsonbere durch SijeuditS* A.ajkl'läae zu sm gen. ""»m»

Abg Lrulheußer (D. Vvt.) berichtet über bb Auklchußvcrhandlungrn. Ter Redner schildert die $ m« vörung, hie gegen das Sckirbrrwesen bestebt und tritt -Irickzeitig für die Entschließung des An-ickusses ei». Im Interesse der Gastwirte bat der Ausschuß etne» Paragraph Ca neu eingesügt, baß Bestrafiinaen weaen der bisher noch nicht recklskrästig abgeurteilien Zuwider« Handlungen gegen Strasvorschristen, fcif zum Sckutz« der Verkehrsregtlnng erlaffen wachen sind, nickt rn-hk stattfinden. satoeit dir Verkehrsregelung auigehoben ist. |

Abg. Raddruck (So».): Da« Gesetz entspricht bei bayerischen Landesvrrordniing, dir an sich unmöglich ist,, mril sie dir Verfassung widerspricht. Tie Bestim« mungen richten sich gegen Vie kleinen Schieber. Das ganz« Oiesetz wird gar keine abschreckenbr Wirkung habe».' Da dem Minister aber an einer soichrn Waffe gelegen »st, werden wir dem Gesetz zustimmen. j

Abg. £> e r i f e I b <11.0.): Es ist die Pfficht des Reicks« tages, unseren Antrag anzunebmen. die bayerische Son« Verbestinunungen für verfassungswidrig zu erklären und cufziiheben. Die Agrarier, bit am meisten schieb--n«' sind ja doch nicht zu fassen. Trotzdem werden wir Dem Ersetz zustimmen mit Ansnahme des Amn>-stieooragra« ' phen. Andererseits beantragen wir die Brstrasung bet Verschiebung von Kable und Maschinen aus den Betrieben in das Gesetz anszunebmen. ' i

Vayerischer G.iandler v. Dreger: Unsere Derord« nung ist im Interesse der Arbeiter erlassen roorben. 89(t werden sie au shebe», fobalb daS Rcichsgrsetz in Kraft tritt. - i

Abg. Lukas (Dovr. Vpt): Die besten Wuchergefetz« sind die (R-bote Gottes und dir Rachstenlirbe. j

Abg. Walbsttin (Dem.): Tie Ratrouierungsvov«, schristen sind ;.; V

vom ganzen Volke übertreten worden. Man sollte nicht auf vereinzelte Fälle zurück» greifen.

Abg. Breitfckelb (U S): Die baverische Vcrotd« nung widerspricht der Reichsverlaiiung.

Reichsjustizminister Tr. Heinze ivrickl fick gegen die besondere Erwähnung von Koblen und Maschinen u» Gesetze aus. Er stimmt dem banerischen Vertreter zu.

Bei der Abstimmung luirb vir Vorlage unveränbetf angenommen mit dein neuen § 6a, wonach BestroB iung nicht inchr stattfinden sott, wenn es itch um 3u* Widerhandlungen gegen Vorichrttten banbrlt. die bereu« aufgeboben find. I» 3. Lcjung wird da« Gesetz cuv* stimmig angenommen.

Es folgt das Gesetz zum ' : -

Schutze der üritgstet'luebmtr gegen Zwangsvollstreckungen. Verbunven wird bamd! ein sozialvemokraliicher Antrag, wonach die bi4bra«e' Verordnung bis zum 1. Januar 1921 verlängert »moen soll. I

Abg Frau 3irg1rt (11.6.) fordert den gleichen Schutz für die Srirgrrrjilrorn. |

Retchsjustizmiuistit Tr Heinze bittet um Vblr> nung der Anträgei Fii» hte Kricgerwittve» aufe. in anderer Stelle griorgl werde»». j!

Dar G»fes wirb unvcränövtt einstimmig engen» ««' men. !

Es folgt die 3 Beratung des Gesetzentwurfes PW Sicherung einet einbrultdnn Regelung der .j, Beerntendeioldung. ''

Tie namentliche Abstimmung ergibt, daß 209 Wioe» 1 ordii-Ur für bas tS.'lt* g%üiu»uu tzaoen, dagt»«.» ü* ba »i j

I rie£>berb«tftl*e Zeitunq" »rickelnt lertxmal mäd-entll*. - »eiuasorei, iN.n.ttia- I WL 6ur* die P-ft 4.20 Mt. Ausa-be B mitOderd. Sport-Zt, ' 1 Mk. medr.- ISr an»!»Sende Nummern infolge Streits oder elementarer IrreigniNe tein Erian.- Verleg »»n Dr. L. Hitzeratd. - Dru^ der Unin.-Nuiddruckeret »an 3oh. »ug. Koch, Marti 21'21 BerniereAer 55. <

Der Anieinenorei» beträgt für die Iiefp. Aelle 75 Vie. and 1»1, lufidit««, | ha.. und onsmärtige ».- Mt.. NeName,eile 3.09 Mt. Jede« Rabatt eilt ats »ertebett 1 QJe

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COnnaDCnO, lo. 4jC3ur. I ettpebubt. Bei Beträaen unter 20 Mk. miiNen mir da» Batt» für die Nechnung I |1/B

- 1 derrcknen. Postichecktonta: Nr. 5015 Am» Frantiurt e. Main. I l"t*

die Verantwortung für die Provinz nicht weitet tragen daraus sich ergebenden Folgeru»tgen

-

9« $tlü6 Mtkktk-zt'ssttH 81! I« AtRtttriSl.

wb. Lcipz»' g, 174. Dez. Heule hat vor d»'m 2. Slrifcnet des R t^egerichts bie Ne'i'ionSre Handlung in dem Prozeß Erzbergrr g-'gen Dr. Hessjerich be- sio».nen. Gegen das Urteil des Landgr«chts I Berli» vom 12. März 1920, wodurch Dr. He!ffer»ck Wege»? T>cfe'biß'.inr Erzbergers zu 300 Mark Geldstrafe ver­urteilt triiröt, legten sowohl bet Angeklagte aiS der Nekenkiäger Siftiifmn ein. Beide 05-guet waren selbst nicht rifchienen. 5?ach bei Urteilsoeclesung ergriff Iustizrat Dr. Löwenstein das Wort, um die Revision des Nebenklägers'za begründen. Er beantragte das Urteil aus zu heben und die "Sache ap ein Gecici)! avßcrha'b B-.rlins zu verweisen. Gerügt wird zunäcks»» die Verkennung des Begriffs der fortgesetzten Hand­lungen. da die Angriffe des Angeklagten unter den verschttdenften llmständen erhoben wocde-t feien# und zwar » i(5 erst, nachdem bet Reben».ägee sich gegen, einzelne Vorwürfe in Arlilelu gewehrt hat. In mite- rieilrt Hinsicht erhebt der Anwalt eine Reih: Einwe.'.- dnngen yrg.-u das Urteil nach der 5iid)»«ng, baß bk fest gestellten T.» fachen nickt zuirefserd gemfir.tgt je Er bei:teilet, daß ein großer Teil bet Vor.vürse mit Recht als enuiejen angesehen werden können.

Der V»rt'U-:ger Tr. AiLberg beantragte in erst.r Linie Ei »stell u ng.d.s BerfahreiiS, weil der Straf­antrag als zurürlgcnomnten anznsehen sei, in zweiter yiint Aufhebung des Urteils wegen der Skt« tennung des § 193 des Strafgesetzbuches. Der Ncichs- amvalt ging die vorgebrachten EO,Wendungen gegen das Urteil durch und gelangte zu dein An trag, beide Ret,isi0!ten als unpegrünLet zu verwerfen. Tas Urteil wird am 21. 12. verlünder wbcden.

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Griechenland.

wb. Athen, 17. Dez. Ter Ministerrat be­schloß auf die Sloten der Verbündeten vor der An­kunft des Königs Konstantin nicht mehr zu ant­worten.

wb. V e n s b k g, 17. Tez. Ter König von Grie­chenland ist mit feiner Familie gestern abend an Bord des PanzerkreuzersAtoerow" nach Athen abgercift

Militär» und Ztvilbeljördcn eine mehr als b?ut= etliche-Sprache führten. Auch Herr Hänifch weiß da­von in feiner Schrift nichts. Was sie hinausrief, war vaterländisches Pslichtgesühl, an das gerade l die Regierung appelliert hatte. Niemand kenn wünschen, baß wirkliche Verfehlungen aus Rücksicht «uf diesen Geist etwa ungesühnt geblieben wären. Auch im politischen Leben ist das Dümmste die tLstg«. Aber wie biercr bisher ron den Gerichten »och nicht enischiedene Fall zu politischer Agitation eusgebeutet wurde, ist ein trauriges Ze chen der Verwilderung unserer politischen Sitten. Jetzt hat ba« Gericht enbgiltig bie Angeklagten freigesxro- chen. Wir wagen nicht zu hoffen, daß damit der Agitation Einhalt geboten wird. Und doch sollte Man ee nicht zuletzt auch im Jntereffe unserer Statt i»nd Universität dringend' wünschen. Tas Stu- s^entevkorp» hat sich mit Absicht in Bezug auf die fc*ffenUid)teit bisher größte Zurückhaltung auf- |frlegt, man kann darüber streiten, ob bas in un­serer Zeit richtig war. Tie Marburger Studenten Mwrden nach diesem Urteil vor allem fordern ►Allen, daß die amtlichen Cksllrn, die ihr Urteil voreilig abgegeben f ' auch öffentlich

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