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AnilNches Derkündigunstsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) OLerheffen

Marburg

Ur. 293

Erstes Blatt.

Neue Lärmszenen im Reichstag

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Er folgt die erste Beratung de»

brrrrcter. dost eine Vervilicktuna der Regierung, vor

ratung.

Tiefet Plan muss, in Drüssel la grohru Zügen jcji-

jede Leilnahm, am StreU e6gel<|nt wex&eiv

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Jgrmiilte. Lnitnkr!m»'nr. -

198 Sitzungvom 15. Dezember.

DaS Dau- nimmt tnnfii&ft in 2. Beratung den Sau?- ball de, preußischen ZcutralgeNosienschaftslasse unver­ändert an

ES folgt die Fortsetzung der S. Beratung des Skfefe- cntrourfi betreffend

Einführung einer Altersgrenze.

3n namentlicher Abstimmung wird der Antrag Schulte- '8.). nach dem vom 1. April 1921 ans 2 ?nhre tinburd oie AlterSgrenre aus 68 dezw. 70 Jahre festgesetzt werden soll, mit 117 gegen 97 Stimmen obgelehnt.

Es liegt ferner vor ein Antrag M e v e r - Herford !D. Vptst, wonach den in den Ruhestand verfehten Beamten und Lehrern für 1921 bis 1923 die Verlor gnngS,»schlüge in der Löhe der Ausgleichs.,schlage ge rablt werden sollen, die fit erhalten hätten, wenn fu sich noch im Dienste befänden.

Finanzmiyister Lüdemann: Tie Annahme mürb< eine ungerechte Bevorzugung tzerjenizen Beamten 6e- o.utcn chie bereit- hohe Pensionientna-anfprüche beutzen Zugleich wird in ihm eine vugerech'.igk.-it gegenüber btn- leniaen Beamten liegen, die ». B wegen Jmaliditä' früher au? dem Dienste ausscheiden muhten. AlS allein richtige Maßnodine kommt die Prüfung der indi>-id>iklleu Notlage in Frag«. Tiefe Maßnahme sichert die Staats- rrgierung zu.

Der Antrag M e n e r - Lersord wird abgelehnt. Im übrigen wird da- Gesetz in der Ausschußsassung itnver- inbert angenommen.

Danach stimmt da) Dan4 dem LauSbalt der Lot- terieverwaltung nach der Ausschuß'assiiuz zu Ein Antrag Ludwig (11. r.) aus Sozialisierung der ärztlichen Heiltätigkeit wird abgelehnt.

Die Vruffeler Konferenz.

tob. V a i i 9, 15. Dez. DerPetit Parssic«- sagt in einem ossiziellen Aussatz über die Stüfickr Sachverstand genkonsercnz, eine endgültige Lösung in der Wiedergutmachungssrage werde d e Kons«, renj nicht dringen, denn die letzten Entscheidungen lägen in der Hand der' Wiede t gntmach. ungskommission. besendcts in der Frage übet die Höhe der deutschen Schuld. Sva, man sich ins Gedächtnis rufen müsse, sei. daß die Anwen­dung von Gewalt nicht genügen werbe, um Deutschland zur Bezahlung zu zw ngen. Die Schuld Deutschland» sei s o groß. Laß sie nur de» glichen werden könne, wenn ein weitgehendes in­dustrielles Zusammenarbeiten ermöglicht werde.

beschluß besaßt. Wie kann dieser Beschluß in dieffr* beit" kommen? Der Fehler wird auch hier bei den nach« geordneten Instanzen liegen, genau wie bei den (Sefanoe* nenlagern Gestern habe ich einen nissiicken 3nernirrten hier in da» Dau» rinfilfiren wollen, desgleichen ein Herr Schlesinger von der RoichSzen »ile. Mein G,st wurde ständig kontrolliert, der de» Herrn Sck'es'nget! konnte frei schalten und wallen Wer ist Herr Schlesin», irr? (Nngeheurer Lärm ans allen Bänken. Die Linke sringt aus den Redner ein. die Rechte macht dag-gex Front.) Wenn ich einen Herrn hier rinflftre, stebt er unter dem Schutze de» Präsidenten. Sollen wir un» bal gefallen lassen? (Lärm link».) Den Herren Kammunistex ist es unangenehm, wenn ich ihnen angesichts de» Deut*, ichen Volke» B

die Matzke »om Gesicht abreiße. st Herr Schlesinger ist doch Ihr Mann, Er scheut sich nicht, in den zweifelhaftesten Lokalen mit den Bolschewisten zusammenzukommen. Cie alle arbeiten zusammen mit Herrn Viktor Kopp am Cturzder Regierung. Ich bin bereit, der Regierung mein Material zu unt-rbceiten. Un» beseelt nur die freue Sorge um daS Wohl des Baterlande». (Zuruf: Orgefch.)

Vizepräsident Bell bemerkt zu dem von dem Red­ner erwähnten Fall im Rcich-tagSgebäude, daß er bti Sache untersuchen werde. \

ReichSsiuanzminister Wirth bittet, sede» nnvorsich* tige Wort zu vermeiden, damit da» Los der 5000 in,er* gierten Gefangenen nicht erschwert werde und schildert dann, daß das ReickSwehrministerium die Gefangene» nicht übernehmen konnte. w»< ibm die Verwaltungsorgans fehlten. Schließlich sind s.e provisorisch dem Reich»« Finanzministerium unlerstellt worden. Die Wachmann schäften sind Zivilvr rsonen, die allerdings im Heer aedient haben. Da da» Proviiorium wider erwarte» länger dauern dürste, soll da» Reichswehrministerium >,»n plIriHng» doch noch mit Der B-rwi.t-, ,g be-rout werden. Mit Herrn Schlesinger habe ich sonst nicht» ix tun. Um die Zurückziehung der Kriegsgefangenen hat et sich aber große Verdienst« erworben. 1

Staatssekretär Grezesinski: Der InterveklaM überfällt uns mit einer Flut von Vorwürfen, die wir im Augenblick garnicht nachprüien tonnen. Er hätte fit an zuständiger Stelle vorbringen sollen. Der gegen* seifige AblranSporf der deuti'ckeck und rufüfcken Krieg«* gefangenen vollzog fich im allaemeinen, abgesehen »»x -in,«reichendem Schiffsraum. ziem'ich reibungslos (3e* ruf recht»: Zur Sache. Stürmische Segen rute linkaf Tie Kriegraefangenen bitrfbn natürlich weder al! Loba* dnücker noch als Slreikbrecher benutzt werden. Zu Un* ruhen haben die Internierten bisher keine Beran last »atz aegeben. Eine Gefahr hätten sie vielleicht werden ton« nen. wenn sie sich nach dem Muster der Rechten « -ammengeschlcss-'n hälfen. (Große anballende ilnrute rechts.) Ter Staatssekretär gibt unter großer Untute der Rechten einen Bericht über die Zustände in den verschiedenen Lagern und erklärt, daß polit iche Agitation nirgend» geduldet würde. Kein Kriegsgefangener wird gegen seinen Willen abkranSportiert. Ter russischen Rt« gierung tonnen wir e» nicht versagen, zu ihren Staut»* angehörigen zu sprechen und Propaganda unter ihnen |X treiben. Für verschärile LagerdiSzivlin ist geso-gt. j

Aus Antrag des Abg. Schultz- Bromberg (Deufschn^ wurde die Besprechung der Interpellation beschlossen, j

Reichssinanzminister Dr. Wirth: Bon einer Regie* rungspartei. der Deutschen Volksuartei, wird mir mit« a-leilt. daß Staatssekretär Grczefiniki sich in weitgehenden yolitischen Aussührnngen ergangen hätte. Ich habe sein» Rede nicht gehört . Ich behalte mir aber vor. auf biete polemischen Ausführungen nocheinzn« gehen. (Bewegung. Abg. Ledebour (U. t): sie tzättexs ruhig sein sollen. Großer Lärm. Zuruf links: Ein» solche Regierung macht sich ja lächerlich im Lande.)

Abg. Stücklen (Soz.): Tie Rechte will nur durch diesen politischen Vorstoß den Sowjervertreter ans Deutsch« land entfernen, damit di? .zaristischen Gegenrevolutionär» aus die Internierten losgelafien werden können. Tex armen Deutschen, hie noch in Rußland gefangen sind, haben Sie einen schlechten Dienst erwiesen. i

Die Beratung wird darauf abgebrochen Tcnnet#te<| 1 Ubr: Bejatzungszulage, Bcsolduagsvorlage, SBeitabe*

Ans Doorn wird über da« Befinden der frühetex Kaiserin derichfef. daß die langsame Abnahme bet' Srörperlräite bei abgeiJbtDcd;tci Herzfuntlion der Lag« ein unverändert ernste. Aus,eben gebe.

^önig Konstantin ist in Begleitung der Königlm Mutter Liga. 6er Prinzessinnen und de» Prinzen Paul mit Gefolge in Venedig etngerrejteÄ, 6t will jutz Heu» nad) Athey rinzchtjjcz. ----

E.n'etzung einer neuen Etatsposition den Reicksmirt- ststaftsrat zu hören, nickt bestehe. Die Technische Not- Hilfe habe fick fit den ihr gezogenen Grenzen g«harten her Erhaltung lebenswichtiger Betriebe. Vom Reicks- iwlrtschaftsrat sei auck kein solche» Ersuchen an die Re- tzierung gelonat. Eisenbabnbetriebsingenieur Rusck kehnt namens der überwiegenden Mehrheit der deut­schen Beamten'chakt die teckni'che Nothilfe a b.

Der Reichetasspröstdent xe-ex dl» Oietrcharret '

Btetzlau, 15. Dez. In der BretzlauerVolks* wacht" schtrtbf bet ^iftchstagspräfident Vdbe uatrlj dem TuetDir deutsche Poriamentsmafchme", md der Vielrednerei muffe ausgehan werden, feile ibt« Handl noch btc Möglichkeit zu nützlichem Schonet,' erhellen dielten. Ter Rrichsfagsprä ident rcen*et f-.<$ dagegen. t«rf) jeder Brrurungegegenfland im Reich»« tag dieselben parleipoirlijchcu Debatten herrstruje. I

M boUfviMchf SroDiianii

4 7. Sitzung vom 16. Dezember.

Der Regierungstisch ist leer. Da» Hau» ist sehr schwach besetzt.

Präsident Ltzbe teilt mit. daß vom Reichrministerium de» Inneren die Genehmigung zur Einleitung eines Sfrasversabtentz gegen den Abg. Etzbetger wegen Verletzung der Eide-pslicht nachgesnch: worden ist. (Bewegung.) Ter Antrag geht an die Ge- schäftsordnungSkömmission.

Ein Rachtragshaushelt wich in allen drei Lefunzev angenommen. Darauf wich das Kapitalsluchtge- i«tz nach den Beschlüss.-x des Au»,'chnsset in S. und 3 Lesung ohne Aussprache angenommen.

Tie jetzt vorgesehen« Abstimmung über die Anträge »um Crn56rung»miniüerium muß znrückgeftellt werden da da» HauS noch ganz leer ist. Die deutschnafisnale Interpellation über die Jnlern-erung-lager kann nod nickt verhandelt werden, da der RegierungSvertr>ter noch nicht anwesend ist. Präsident Löbe setzt daher die Ver­handlung auf V, Stunde nutz unb eröffnet die «em Sitzung um 2 Uhr 5 9)?in.

Der Antrag des «uSschnfsetz. schärfste Mast- nahmen zur Erreichung der Ablieferung de» vrot- zetreide» zu ergreifen, wird gegen die sozialistischen Grup­pen abgelehnt.

Angenommen wird die Entschließung de» Ausschüsse» die ein Verbot des gewerbsmäßigen Auchenbacken» sordert und die zur Erzielung einer Verbilligung der Lebens- miltelvreise eine bessere Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern wünscht:

Angenommen wird ein Antrag Arnstadt (Deutsch» 1. wonach jeder Landwirt den Anspruch erhalten soll, für die abgelieferte Menge von Brotgetreide, Gerste und daf.-r eine möglichst große Menge der eigenen Futtermiltel zu beziehen. Angenommen wird ferner ein Antrag 3abr (Dem.), wonach bei der Erfassung ein-»» Teiles der Haserernte Lleinbetriebe von der Umlage verschont bleiben sollen. Abgelehnt wird der Antrag Müller Soz.). die Tüngeinittelindustrie auf Satz Reich zn über­nehmen.

Zur Abstimmung steht bann her Antrag Arnstadt Deutschnatl.), die S tickft ossi n d u st rie durch ent- vreckende Maßnahmen in den Stand zu setzen, ihre Dro-duktionikosten zu verbilligen und -'n der Super- Pborphat-Industrie durch finanzielle Beihilfe bei der Einfuhr von Rohphosvhaten eine Vermehrung der Er­zeugung berbeizufübren. Dazu beantragen die Sozial­demokraten. ausreichende Mittel bereitzustellen, um de, Landwirtschaft die Anwendung der etirfftofrbünqemittei zu ermöglichen. Dieser sozialdemokratische An'rag wird mit 156 gegen 153 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Arnstadt wird angenommen.

Der unabhängige Antrag auf Einsetzung eine» Un- teriuckungsausickuises, der die gr-gen den Reichseruäb- rungsrninister erhobenen Vorwürfe zu prüfen bat. wirb angenommen, da schon 50 Mitglieder de» Hause» einen solchen Antrag stellen können.

., Ein kommunistischer L. ieag. dem Reichskinzler für kin Eintreten zu Gunsten de» Ernährungsm'nisters bir Mißbilligung ausrusprecken, wi d gegen Unab­hängige und Kommunisten abgelehnt.

Aus der Tagesordnung steht dann eine Interpellati»-' Hergt (Deuticknatl.), in der darauf hingewiesen wird, daß in den russischen Internierungslagern in Dentschlaud unter der Leitung des Herrn Viktor Kopp

weitgehende bolschewistische-larbeit getrieben wird.

Abg. Henning (Derilschnatl.) begründet die Inter­pellation: Kostbare Zeit ist schon verflossen. Uns treibt die Sorge um bal Vaterland. Tie deutschen Lagerkom­mandanten haben keine Strasgewalt. Sie haben nm Instruktionen gebettelt, man hat sie ihnen nicht gegeben -o baden sich unhaltbare Zustände herausgebikdet. Die Wachmannschaft besteht meisten» au» Arbeitslosen, die Kommunisten sind. Sie benehmen sich unerhört gegen die Lagerkommandanten. Bon russischer Seite wird ein scharfer Druck auf die Internierten ausgeübt. Von. oeuticher Seite wird nicht« dagegen getan. Der Lager­kommandant von Salzwedel hat auf seine Beschwerden niemals Antwort bekommen. Der russische Lagerkom­mandant bat bort sogar fix

Revolufionrtribunake reichtet.

Die russischen Kommissare benehme» sich auch den Deut­sche» gegenüber in unglaublicher Weise. Die Leute, die nicht nach Rußland zurückgebe» wollen, werden mißhan­delt. Warum haben die deutschen Behörden nicht ein- gegriffen? Missliebige Ciiijiere werden ohne V-üsung der Sachlage einfach in andere Lager übergefübrt Die nicht dolichewistiicke» Russen haben sich hilfefledend an die Entente und an die Neutralen gewandt, um aul dieser Höll« derauszukommen. Weil die deutsche Regiening nicht will, soll el dahin kommen, daß die Entente ein- greift. Tie deuticke» Kommunisten haben eine besondere russische Sektion gebildet. Düse fordert zu Erregung von Ausstände» auf. Der Redner bringt einige Einzet'ätle vor. Herr Viktor Ko», sitzt formell in Berlin, heimlich aber reist er unter falschem Namen in Deutschland umher und treibt feine Propaganda. Der Redner verliest einen Artikel her »Frechst"«, der sich »U eurem fiabinetti»

Ter «nzetAenorel, betritt für die 8gel». Aelle 75 Vf», unb 1t»«', »ufi*lae, amtliche .. , i un» ausoartlge 1- «t., Reklame,eile .1.00 Mt. Jeder Radar, eilt al» f-«rrabati 31

Set Xustunfi »ur» vle «eschältastelle un» Vermittlung »et «njebote 75 Vf«. San-

berzedühr. Bei Beträgen unter 20 Mt. mittlen mit da» t'ert» Tüt blt Rechnung I j*)» i

berechne». vosticheittanta: Rt. 5015 Amt ,1t«nt:urt n. Main. K3LV i

Grundsteuergesetze».

Finauzmimster 2Tb e mann:Ter (fntiwwtf beben,:t eine vorläufige Regelung. Er unterscheidet flar --wischen lüstungsfähigem unb minder leistungsfähigem Zrundbefitz. Zur ersten Gattung her fanhroirt- ckaftliche Grundbesitz Geschont werden insbesondere di Kleinfiedlerstellen. Die Steuer setzt sich zusammen au? -inem festen Betrag in Höhe von 1 Prozent des Wertes ür Kleinfiedlerstellen von nur */* Prozent, und au» staat- ichen Zuschlägen in Höhe von 100 Prozent. Tie gesamt, Besteuerung hfzissert sich also aus 2 Prozent. Dabei ist )ie Wertbesteuerung der letzten Jahre noch nicht berück- sichiigt. So kommt e4, daß die Steuer viel höher au»- iehtals iie in Wirtlichkeit ist. Tie Steuer wirkt nickt im besonderen Grade mietvertenernd, selbst wenn sie au! die Mieter abgewälzt wurde. In diesem Falle würde die MietSerböhung fich auf nur 10 Prozent belaufen. Höhe, besteuert sind nur die Lurnswohnhäufer. Im allgemeineu wird der Grundbesitz 1 Prozent des Werte» zu tragen haben. Die Parteic-it haben durch die Ansgaben, denen iie zustimpiten, die «orali»che Pflicht auf sich geladen, nun auch für die Deckung zu sorgen.

Abg. H a u s ch i 1 d ;Coä.): Di.- sozialdemokratische Frak­tion billigt grundsätzlich den Gedanken einer erhöhten @n-Meter.

Ät .- von der Osten (Teutschnatl.): Ti« preußisch: Landesversammlung ist u ich t zur Verabschiedung ein-» se weitlragettden Gesetzes berufen. (Sehr wahr! rechts.! Die beste Lösung wäre daher die Zurückziehung xr Vorlage. Ist da» nicht der Fall, so >'ind wir mit bei l^berweisung an eine Kommission einverstanden.

Hier wird die weiter« Aussprache unterbrochen, ttm die Schlußabstimmung über da» AlterSgrenzengesetz cor- zunehmen.

Die Schlußabstimmung ergibt di« Annahm e des Gesetzes mit 159 gegen 70 Stimmen bei einer Stimm­enthaltung.

Darauf wird die unterbrochene Aussprache über die Grundsteuer fortgesetzt.

Abg. Leidig (D. Vpt.): Mit dem Gesetz ist keine Partei bedingungslos einverstanden. Tie Rerierung hat mit feiner Vorlegung einen schwere» politischen unb talli- ichen Fehler gemacht. (Oho! bei den Soz.) Namen, meiner Fraktion erklär« ich, daß wir die Zurückziehung der Vorlage für da» einzig richtige halte», wen» dir Regierung eine katastrophale Niederlage ver­meiden will. (Beifall rechts. Cteruft tink» )

Danach erfolgt die Ueberweisung der Vorlage an den Hauptausschuß.

Donnerstag 1 Uhr: Wahlen »um Staatsrat, Landwirt- schaststammergesetz. *

Tischler Kurtscheid fHolzarbelterverbanb): Wir teeiett für die technische Rotbilfe ein unter der Borau»- ^uug, daß bi« Eewerkschafte» Einfluß haben. kE-ört, hört.)

R»daktsur Um breit ffr?le t^ewe'ksckaften)' Wir uns diesen organisierten Strelkbruch nicht ge- * ßrlle».

i ' Oberbürgermeister Dr. Luther-Essen (siädlische retriebe): Im Namen der öffentlichen und privaten

l Unternehmer kann ich mich mit der Reglerungs- V Erklärung nickt einverstanden erklären.

Direktor Henke sRheinisch-westsälische Industrie- f tite): Der Stiikerjianb der Arbeitnehmer gegen den rin tritt in den technischen Beirat sollte au» Zweck LWgkeitogründen ausoegeben werden.

Eewerkveresnssekrstär Ezleskick: Die technische Rr'*iife seh wir als notwendiges Uebel an.

Edefred-ki ur Bernhard: Ei» llebereinkommen t t^jschex Areiterfchaft unb technischer Nothilfe scheint i «u-.zeschloklcn. Tas fxtue sollte da'-er erklären, daß r »A d.-s Frieden-; willen mit der tecknNcken Notdilse

der jetzigen Form nicht weiter gearbeitet werden i fcna.

I ' Tischler Valtrusck schrlstl. Gewerkschaften): Wir sraxchen die technisch« Nothilfe, weil eit keine

l Dionier« mehr haben.

I ®amlt schließt die Besprechung. Das Hans Vertagt L »4 auf Donnerstag vormittag 11 Uhr.

: Die xicht'ozla'iüi'chrx Post beamte« fw Vaner» lab«« durch den Hauptaussckuß d«, danerischen Ort»-

rteOverdechicke Hettuna erldjetnt le*em«l e3*etifll*. Ve»ua,prei» monottiid flT?a

I «ff, bur* die Po» 4.20 Mt. »usqabe B mitObetb. Eoort-Ztg.- 1 Mt. mehr.- ZFIurüMVlJ

^iir ausfaDenoe Hummern tnf»lge Streif* obetelementatet ffrei<niife fein ffriott. Ortrtrmi-

Beklag von Dr. C. Hltzerotb. - TruS der IInii>.»^n*>bru<teret oo» 2»h. Xug. Koch, "L/VllllvlylUll, 1.0. -C-ClUl Markt 21 23. - Äernfttrether. ---

In Mtufll 811 («iHnl

Die Antwort der deutschen Negierung.

tob. Berlin, 15. Dez. Der Reichsminister des <ew|em hat dem Vor sitzenden deS intera(ü,ertfn DkarineübelwachungSausschusieS, Admiral Charl - i s leit, eine Note übergeben, in der er im Namen Der brutschen Regtening das lebhafteste Bedauern üb-r den irnp$ii Zwischenfall aurjpr.-cht, der sich am fr. 11. tn Eurhaven zugetraaen h-t. DaS bisherige Ergebnis ber Ermittelung durch eine Kommission ist in einer Denkschrift enthalten. Daraus ist zu ersehen, daß der Verdacht, daß der Festungskominandant, Fregatten­kapitän Her necke die AuSschreitui'gen gegen Mtl- lieber ber tmeralt erten Mariaeko ttr llstm üis.wa zu- tzeiasfen und sogar begünstigt habe, durch die Unter- 1 k fuchung widerlegt tft. Kop tän Hetnecke hat alle» was ihm in seiner Egenschäft a'S Festungsko-.rman

oblag, getan, um bett Kontrollosfiiiereu die sichere Und unbehell'gie Ausführung ihre? Die isteS zu er- Mözlichen. Die Aussagen der Maunschrfien bestä­tige«, daß sie bei ihm ebenso wie auch bei den ander-n pf[i$ieren, Nachsicht für ihre Ausschreilnnge« trtrfii evvarten konnten. Dagegen müsse zugegeben werd n baß einigtn 2rupveukommandeare» und Dfftveren ein Vorwurf tr.-fe. Sie hätten in der Nevers chätzung ber Disziplin ihrer Truppen nickt alte vocge-

Maß 'ahmen erschöpft und -n osern- sehr ä jt gehandelt. Cie würden deIivegeu gebührend zu kechenschaft gezogen weroen. Ebenso werde mit ber berbienten Cstenge gegen die Mannschaften vorgrgan- gen werden die sichb r u iverau-worl ichen B. äst'g- , t»ng bei Konttollosjtziere schuldig gemacht" haben. Leber die Brflrasuna wird eine Mitteilung erfo'gew Als Zrfatz für die Beschädigung der Uniformen h ej-r Offiziere wird der interal t r cn Marinclo strollkom- »ifsion der Betrag von 20 577 Mark durch die Sega- Konzkasfe des Auswärtigen Amtes üeerwtesen werden.

Um bi« technische Nothilfe.

Berlin, 15. Tej. Im Rei hswirtschastsrat wurde [ bas Betriebsbilantge^etz erörtert. In der grurptn- eifen Vbftimmuna stimme» die Ärbeitnebmer fast ein- : s stimmig für den Antrag Dhyffen, die Arbeitgeber da. 3 t legen, die Perbraucker, Beamten und freien Berufe i f stud geteilt. Die vom Reicksrat und der Reicks- i »egierung ernnnnien Mitglieder stimmen gegen den 4 ; Lntraz. In der Abstimmung nach Köpfen wirb der 1 k Antrag Im Hammelsprung mit 128 gegen 102 Stimmen ? < 6 g e 1 e b n t. Der (Entwurf wirb bann in der - kafsung des Ausschusses mit Mehrheit angenom- M t n.

Zur Interpellation Cohen sIndustrielle Arbeit- Uehmer): Weshalb hat die Reichsregierung nicht vor ber Einstellung von 40 Millionen Mark in den Vor­schlag des Etats für die technisch« Nothilfe den ReichsMirtsckaftsrat gehört? erklärt ein Regierunas-