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' ' Amtliches Derkllndigringsblatt des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberheffen ,

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Kk.m

PteObtrhelfiWe Settung eriditint fe»ewi«l*enttl*. Seiwgeprft» menetltd- l Wt Mar* die Taft 4.20 Mk. Ausgabe 8 mitOberh. 6t>ert«3t«.* 1 Mk. mehr. .'für eu«f«8en»e Wammern (nfelge Streits »her elementarer Sreianfife tein Sriaa.- -Beriet »an Dr. L. Litzeratb. - Druck der Nni».-Vn*druckerei een 2oh. Äug. Red>. Werft 21 23: >ernfpre»er 55.

Marbrrrq

Mittwoch. 15. Tezbr.

(3nlme«>.)

Te* Iniefnenpreta beträgt für die Rgefp. Zeile 7$ Vtq. end 10 % eufliblaa. amt(t*e und ausmittige 1 Mk., Weflameteiie 3.00 Mk. Jeder Wabert eilt als Verrohst! Bei flastunft bur* die Sefdteftsitelle und Vermittlung bet St Raebote 75 Pi,. Son- dergedützr. Set Seträgen unter 20 Mk. müllen mit bas Sorte rät die Rechnung berechnen. vosticheckkonte: Nr. 5015 Seit Rtenlfurt e. Mein.

55. Miri

1920

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ieeeral Kells Hatwert ia Oft Giauhtmtirlmt.

Berlin, 14. Dez. Die dem Inhalte nach bereits jghgetriHe 91 nl wert des General» Rollet auf die Rete be» AnSwnrtiße» Amtes über die Ltnwohu-rwehren besiegt et a.:

Wenn sich in Bayern einerseits di«.Zahl der Anmmnniste.i «nf ungefähr 50000 beläuft ('inb sie sintz »ahrschrinlich nicht alle Kämpfer), s» belaufen sich «mtzerrrseit» die regulären Kräfte nach dem Vor- »nschlag der deutschen Regierung selbst aus fist 40000 fltrm«. Ohne ans die Schätzung der Zabl der Waffen rinzngehen, die die Kommunisten im Jahre 1913 in den Kasernen von München ua grsundeu haben können, möchte ich nur bemerken, baß nach den Erklärungen, die Sie mir am 9. November gemacht haben, die Kommunistengesohr im Bleich« für die Zukunft al« Aberieunden zu betrachten ist. Wa» Ost- prenKen anbetrifst. fe glanbt sich Oie Interalliierte Militörkontrnltkommission aus die Erfahrungen deS letzte« Sommers verlassen zu können. Sie erinnert vvr daran, daß die deutsche Regierung damals n-zchi pns die regulären Truppen au- dem Innern de? Keich«» zurstckg-qrisfen hat und daß nach der eignen Ansicht deS Lberpräsldenten der Provinz eine Ver- ^LrkunG von nugesahr 3000 Mann genügend war. fcm die Sicherheit aufrecht zu erhalten. Unter diesen Umständen ist eine Eoubcrbehandlung weder für Vayern noch für Ostpreußen erforderlich, deren selbst' schntzorganisatchnen wie die der anderen Telle Deut^ch- lanb» aufgelöst und entwaffnet werden müssen. Andererseits glaubt die IUrralli ecle IWlictoalroli- bmmtHton gegenüber Versicherungen und Besprech' tzmgen Deutschlands besonders auf den'heute brstrhen- deu Znftano Hinweisen zu müssen (ll Monate nach Jukrasttnlen de» FriroentveciragrS und 5 Mo i.fe N»ch Unterzeichnung deS Prot'ko iS von Spaa). Ti? Zahl ber der B'röllerung abgenommenen und an die Interalliierte Ml lommi s »n cbj liee tri Was e i erreicht bei ireitem nicht die Zahl der »oryandenea «nd noch keine von den Verbänden stammende Wisse H an die T>strilitnmmissi»»en Königsberg, Hannover, München und Sinftgart abgegeben worden. _3nocm die Interalliierte St rttackonlr, tlomuizfsisn nomma'Z den Grundsatz der sofortigen Auslösung und Entwaffnung und der Anwendung deS FriedenSrec- dkages und des Cpaa-ProtolollS betont, besteht fit daraus, daß die denische Regierung unverzüglich itzi die HL Mjfendeu Maßuaymrn uutlcrlt.

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MtsiitlllfW.

Sitzung »em 14. Dezember

Vorsitzender llrbau eröffnet die Sitzung um 10 Lhr 25 Minuten. Auf brr Tagesordnung steht dir Lrratung de« Antrages Wissell über die

produktive LcwerbSlosensürsorge.

Abg. Herler (Dralscher Vanarbeitrcverband): Die Arbeitslöhne machen nicht 45 Prozent, sondern höchstens 20 r 25 Prozent der Baukosten auS. Die Berlingerung der A.beHSzrit würde die Vaakostrn Vicht verringern und würde ebenso wie die Akkord» arbeit bei der großen Zahl von Arbeitslosen nur zu Streitigkeitrn und Minderleistungen führen. Bor effew müssen die Baukosten verbilligt werden. DaS durchaus möglich.

Seirerkschastosekre'är Fromm isL'irist i-.her Faö i'» tznbeitrrverband) wünscht vor allem vertu chrte Za» weisung von Brennstoffe» für d-.r Baustvfser; t.-"'na Diise Zuweisung müsse unter Mitwirkung b«T Arbeit» ßeberverbändr erfaßen. Wir müssen mehr Natnr- 8d«e sowie Beton «lS Laumulerial verwende».

Architekt K röger (Reich'bund deutscher Technik r) Die jetzigen BMordnungen genügen in ke'nrr Weise lnehr und machen geradezu eine Verschwendung der Baumaterials erforderlich. Zur Befchassu.tq d-'r Mittel könnt« man ein L » S lau > sy st em einsührm, diit dem sich die Inhaber größerer Wohnungen von der Abgabe von Wohnräumcn loSkausen könnten.

Ardakteur Um breit (Allg. deutscher Gewerk- Ichasts'vund). D.r Äau einer Wohnung kostet in Mün­chen 150 000 Mark, tm Ruhrrevier 109 000 Mark, in Berlin 00 -70000 Mark. Ehe wir nicht di, Ban» Materia.k»sten wisevtlich senken, werden wir der Tchwie- rigkeiten nichr 5)crr. Der Ausschuß schlagt deshalb die Bi-dung r»u Te l st. enraliungslörpec» um: Be- .Heiligung der Art eiter vor.

L-berbürgrrmi-is.rr Blüh e r» Dresden sHanSke Wenn wir da» Bauholz verbilligen woll-n, dann muß etnual mit dem JvrstfiSkuS eia ecastes BSort deutsch g. sprachen werde». (Sehr wahr.) Auf dem Gebiet, des Wohnungswesens können wir auf die Zwangswirischast noch nicht verzichten. Tie Dau- skl-stensrage ist unlösbar. wenn uichr glctchz.utg dir vrag» der Höchjzmteteu tnb&uUy geregelt wird.

Ministeria direklor Krüger vom NeichSarbeirs- ministerium t'.fiärl: DaS Bieickfskabinett hält daran fest, das Bauzuschüfse ohne Deckung nicht bereit erstellt werden lönn,u. lieber de Mitssten-r Hai der Reichstag zu entscheiden. Ang» b cklich fin et eine Kablneltrsitzu-ig statt, aus deren TageSordnuna al» dringendster Punkt dir Ange'egenheii stcht. Dir können also schon morgen oder übermorgen eine Ent­scheidung erwarten.

Baumeister Steel (Selbständiger Handwerker) Tie gemeinnützigen Gcselljchaflen haben zum Teil mii den Zuschüssen qewüstri. Nicht die Gewriaw-rtschaft. sondern nur die ft r ie W r schift töicd b e Bautä.ig- keit wieder in Mang bringen und vrrbil'fgen.

Berl-andSvorsteher Beckmann (ttzewerkschaft bet Ungisteilren)- Die Höchstan-te ist ein ganz piumpet Einguss. Wir brauchen nur enger zusamnirnznrück'n dann können dl: Dohnnnge» erkalten. Man brauch! nur die Micistrigerungen freizugeben, dann kommt bei Znio.umenrücken vor. selbst. Man könnte denn einen Teil der Ltcrgernng beschlagnahmen, um Mit für die Neubauten zu bekommen.

Zn keinem Schlußwort stellte der Berichterstattei Stadirat H v m a r siii, oaß b-. jittc Vorschläge al» oic Mirtsteuer nicht rvrhauden sind.

Die Leitsätze de» llntrr^urschnsseS werden einstim­mig angenommen. Ein Antrag Wissell aus Bildung eine» AuLschusskS von 24 Mitgliedern für -Wohn-, San» und SiedelungSwesen wird gleichfalls äuge nommen.

- Gehiimrat Dr. Schwartz begründet einen Antrag >ie Rtgirrung rnfp« dem SieichSwirtschastSrat unver »üglich ein. Ucbersicht vorlrgen, welche KriegS- zesel'.schäften noch bestehen, w.etitl Bäume jhc Angestellte sie beanspruchen, welche neue Stellen der Iledergangstvirlschast seit der -ievolu ion neu gegründet sind und wieviel Räume und Angestellte diese noch aeanspruchen. Zerurr wird gefragt, wieoiel Räume binnen 6 Monaten frei werden. Der Antrag will einstimmig angeuommrn

Nächste Sitzung Mittwoch 10 Uhr.

NMn Stiiiltt.

Zmm,r »och die Lrnähruagolage.

<6. S i'v »uz vom 14. Dezember.

PriifLent Löbe erös'net die Sitzung 1,15Jllr Auf eine Änfragr von deutschnationaler Seite e-gn Ueberichreitun^ der Höchstorriit für Hafer irrt cegierung-seitiß geantwortet, die Mihslände auf o«m Ge bitt der £>aict»rri»rgiing feie» der Regierung leUnnt ES werde alle» geickeh.-n. nm Ken Hafer ausreichend z, erfassen und gegen die Ueberfchr-.-itung der höchftvreifc energisch vorzugehen. An eine Aufbebung der siwangS- wirtlckaft im lausende« Wirtschaftsjahr sei nicht zu denken.

Aus eine weitere Anfrage von dentschnationaker Seit- wegen deS KleingeldmangelS wird reqienirm? iritin geantwortet, e» fei in zwei Jahre» über eine Mil liarbe Kleingeld geprägt worden. Trotz d.-r aesteigerten Leiflunglsähiakeit der sechs deutschen -Münzstätten rorrbr weiter mit höchster Anstrengung gearbeitet. Wenn ned Kleingeldmongel herrsche, liege e» daran, daß da» Publi­kum e» zurückhölk.

DaS £>au3 fetzt dorgnf vor fast leere» H3nfe« di- 2. Beratung de» HauSlmltSplaneS de« Reichsministeriumt für Ernöbru», und Lnndwirttchaft fort.

Abg. Hepp (T. Bvt ): E» ist nicht damit getan, ein Düngemittel in den Boden zu stecken. Die Länge mittel müssen in ein angemessene» PreisverhältniS, zur Eezeniung gebracht werden und zwar durch Senfune der Düngemittelvresse. Tie Landwirtschaft bat f-bwei herunter zu leiden, daß ihr da» der Entente abtnliefernde Vieh weit unter dem Marktpreis bezahlt wurde. Das muß in künitiaen Fällen vermieden werden. Die AnS^nbr von Stickstoff darf erst erfolgen, wenn der Inlandü-darf voll gedeckt ist. Tie Preisgestaltung für da» Brotgetreide ber neuen Ernte muß bald in Angriff genommen werden

Abg. Riese berg lTeutfchnatl.): Die Steigervno der Meblpreise, die natürlich aus die Brolveeife wirken, ist ungesund und unnötig. Wir wollen, daß von den Landwitten Getreide herauSgeholt wird, sm-iel irgend möglich ist, andereel,-itS aber muß man den Landwirten entgegenkommen durch Perbilligting der Düngemittel Der Bäcker muß Mehlsäcke zurückliefern bei Strafe von 12 bis 20 Mark. Er muß aber den jun-,en Sack Mehl für Meblgewicht bezahlen. Wer schluckt di.fe ll nf n rt m e von Ueberschüfien? Etwa die Reich?,etreidestelle mit ihrem ungeheuren Bcamtenavvarat? Der Redner weist im Namen de» BäckergewerbeS den Boewurs des Ministers zurück, die Bäcker hielten da» Weizenmehl zu­rück, um davon Brötchen und Kuchen zu backen, »ie stc sich dann teuer bezahlen ließe».

Abg. Wurm (ll. S.) führt Klage über die völlig unzureichende Milchdelicserung für Säuglinge und Kranke. Auf Ai-träge zur Einfuhr dänischer Frischmilch hat das Ernödrungsministerinm feit Monaten nicht geantwortet Die Ablie'ernng der Milchkühe lehnen wir nicht ab, denn die hungernden französischen T'roietarierkinder stehen uns eben'o nahe wie unsere. Nur die Sozialisierung auch der landwirtichgftlichen Produktion kann eine Lerbilligung oet Lebensmittel herbeisühren.

Abz. Dr. Löhme (Dein.) protestiert gezen den etnr tzischcn Landwirtichaitsminister und scrue valttutg in

ber §iedl>tn,rfr»ge Diese werde von den Behörden ein« Utiq gehandhabt. Handwerkern werde ohne jede» Grund Land verweigert. Ter Geist der Siedelungjfeage werde >wn Derrn Braun sabotiert, schlimmer al» unter Cchor- Icmer

Priufsifcher LrUdwirtschsstSminister Brav«: Mi! '»lchen Rede» kann Tr. Böhme Vielleicht in Bauernoer «tamlitnge;: Eindruck machen, nicht ober vor sachner« stäi'digen Leuten wie wir. (Lachen.) lieber eie Schwie­rigkeiten. die der Siedeln», entgeaensteben. scheint er keine Ahnung z» haben. Tie umfangre'chen Au»süh> runasbeninimnnnen kann man nicht au» dem Herme1 ichütrrln Die Partei dr» ixrrn Böbute bat geholfen mir da» Werkzeug au» der Öand zu schlagen, sonst Hütte -ch schon ein Lahr eher mit der Siedelung beginnen könne»

Ab» Bartz f5emit ): Die Agrarier sind schlimmer ->f? Mt Entente (lh.ruht? Rur durch den Sozialismus kön­nen wir au» dem (Stent bereit».

Abg. T' 4 >'h n« e (Dem ): Der preußische Landwirt- lat hier eine Wahlrede gehalten. Seine Ausdrücke «etbitte i b mir ein für allemal.

Vtrußischer L-indwirtfcha'tsminister Brann: Die Argumente de» £>cm Dr .Löhme sind nicht t.<M zu irbmen.

Ule Dorsch (Deutschnatl.) bedauert, daß die bes- ickche Negierung die Domöngn zur Si'-dluna nicht frr tibt Sie will sie al» Kernstock einer Sozialisierung be­trüben Bei nn» ist jede» kleine Dorf tine Republik ««warben, welche , ,

tut, wa» sie will,

«bne sich »m behördliche Anordnungen »n Nimmer».

Tam't frftfirht die allgemeine Ausivrache. Tie Ab­stimmung soll wegen de» schwach belebten tzaufe» am Miuivoch erfolaen. In der Einzelberatung entfvinn' ich eine heftige AiiSeitandersetzüng »ber die Aundgebung x* Teuliche» Aerztevereintbunde» gegen die

Abliefe rung der M il ch h«. '

Uhq. Dr. Mose» U. L): nrnnt diese» Appell netie« aal'siifch

Abg. Dr. Wiekek kDentschnatl. swendet sich dagegen -Air brtabev «na mit de« fluche »er Lächerlichkeit roenn wir hi unseren Gegnern Berständni» suchen.

Abg. Bernstein kSoz?: Wir haben Frankreich --egenüber gut zu machen. (Beifall bei den Soz. unb Inrufie bei den bürgerlichen Parteien.) Die Rechte treib! mit ihrer Sprache 5'oürerrat am Balerlande.

Al>a Ledebour (ll. S? verlangt die sofortige leie ohonifche t'etfc-ÜM'fiing hei Ernährungsminister», bei ioelten die Sitzung verlassen hat. Ein Ministerialoirektoi erklärt, daß bet Minister während der ganzen Dauer der 'Serfcnnblunaen an-r-esend war und vor kurzer Zeit zu einem dringenoen Dienstgeschäst abgerufen wurde. Adg Vebeeou- verlangt S-ispendierung der Sitzung bi» der Ministe- erscheint. Der Antrag wird abgelehnt.

Abg Lind (Deutschnatl) richtet Angriffe geaen die Aeichsgeteeidestelle. tie vollkommen versagt habe.

Aba sandten (Deutschnatl.) bespricht die Mängel deider Erntefch ätznng.

Damit ist 6er 5'au4haltspla» de« ErnährnngSministere -rledigt. Mitiwvch 1 Uhr: Abstimmung, drutfchn.rtioual ^n'rrpellation über die Zustände in de» Zntkraternng»- 'egcru.

e

LautBoss. Ztg." hat die sisraklion der Unabbängsgri Sozialdemokraten im Reichstag eine Interpellation »bei »ie auswärtige Politik ber Regierung eingebracht Kerner lorbern sie die sofortige Einberufung de« auswärtigen Ausschüsse- zur Besprechung wichtiger außenpolitischer

"VT---.»

Aus tzen Ausschüssen.

wb. verli», 14. Dez. Im @:eiteren«f*'ig d:< Reick'-taae» setzte sich Staatcs'kr- tär Witte für die 2?ernbf<tiebnng de» ganzen Gesetzenlwurse» über die Erhebun, de» Reichsnotopfer« «in. damit die ^inanz -mter fr iytntit werden f tr die B rin'«^nng 6er 6 nfemmfiiit »et. Ein »or'äufire; Beranl»''» tg» rerie.hren mache doppelte Arbeit. Die »lsba sige Ber- «bschiednng der Novelle |tt tm Interesse del Reichs, der Lander und der Gemeinden, aber auch der Tiruer- zahler selbst nötig, die nicht länger im Unklaren ge­lassen werden sollten.

Der tzauptaavschuß de» Reichstag» besch'. bast den Beteranen b;e Ztklag« von tix) Mark noch vor Weihnach.ru a::)gezahit werben soll, und nahm tu ber ALänderungSrorlag: zum Be o düng gese) den Antrag an, denjenigen Beamten, bei beneu infvlgr Ltegiall» der B.triebSzulaqe eine EinkoiumcitLminde- rung eintretcu würde, im Wege bet AnSlührnugS- beslimmungen eiten AnSglcich«',uschnß zu gewnhixu.

Ter Hauptanoich^ß der preußischen Ziud.Sorr- sammlnitg deichleß. daß die Lehrerseminare tflnfiia , S höhere Lehranstalten gelten sol'en. Die Reqtrruug teilte den Eutwnrs über die künftig' Lehrdiioung ver mit de» Univer1i.it.» vererntgiet» Jt.stilute mit.

Die deutsche Abordnung für dl« Zusammenkunft in Brüiiel hat Berlin verlosten. Infolge Behtndentng de» fierrrt v. Siemens ist al» zweiter Delegierter der Reichsregierung her Präsident de» Neichihankdiretto- rinnt» Erz. Haven st ein bezeichnet worden und als Arbennehmervcrireter Reichsgewerlschastsiekrelär Litt- berjchmchl vom allgemeinen lkewertichastobuizd.

$ri8iilte Mtsitriaamliai.

196 Sitz»»« vom 14 Dezember.

Bizepräi'ident Dr. Porfch eröffnet die Sitzung nm 1.15 Uhr und stellt zu einem Artikel de» ..B el. Lokal« stnz." fest, daß im Wirtschaftsbetriebe ber Landesver* iammlung niemals Schleichhandelsware wie Mehl, Zucker npb andere Waren verwendet worden sind. Ter Staats« rnährunaSkommissar habe für die Öerstelluna de« Wit« tagsgebäck» für diejenigen Mitglieder, die daraus ange- n>:efen sind, tugelaffen, daß ausländische» Mehl verwendet werden könne.

Sierauf stimmte da« San» in 2. und 8. Beratung be» Gesetzentwurfs betreffend die liebertranuna rirf-tert-dKt sleschäste in Grundbuchs ichen auf die Gerichtsfchreiber »atz <?atafler6eamten zu. Annenommen wird dann in t< 2 und 3. Beratung bet Entwurf zur Ergänzung Del slaatshaushaltsgrsrüe» für 1920.

E» folgt die Abstimmung über die Anträge zu bet Verordnung über dir Beschäftig»na van weiblichen An^ lestellte» in Gast« »nd Schankwirtschaften. Dio Ad« indemngSanträge werden ab gelehnt unb dir Au»a chustfaisang angenommen. i

Darauf tritt da» £>au» in die 8. Beratung de» Ente nmrfe» über - i;

Einführung einer Alter»grenze r-3 ein. T

Abg. Weißermel (Deutschnatl) verlanat Deraus« ietzung der Alter-grenze auf 68, für Richter auf ba£ 70. Lebensjahr. Da« Gesetz sollte nicht am l April» sichern erst am 1 Cftaber 1921 in Straft treten.

Abg. Bartel« (Dem): Eine derauffeguag bet Altersgrenze über den Sirgierungsentwurf hinau» lehne» wir ab

Abg. Meyer (D. Bvt ): Tie Richter werde» auf Leben»»eit «ngrstellt Dieser Eutwurs b-beutet eine, Eingriff gegen diese Bestimmung unb steht auch tat Widerspruch zu ber Verfassung, nach der die Rechte bet Beamten unverletzlich find. Es handelt sich um ein rein volitische« Gesetz

Abg. Schulte (Z): Wir baden Bedenken gegen eine IftTSarenir für die Richter, ftüt den ffalt der Annahm« empfehlen wir eine lleberaangszeit von zwei Jahre« wdbrenb der Altersgrenze von 68 bezw. 70 Jahren.

ffinan,Minister Lüdemanu: Dir neue ReichSvem »assung läßt eine Altersgrenze auch für Richter zu. Ei» rnebfirber Teil der Beamten wünscht selbst eine, solche, Rur Steigerung der Leistungen ist eine Verjüngung er­forderlich.

Abg. Dr. Negenborn (Deutschnatl): Den Tiretz« toten der Cberversicheningsämtern muß im Ititeteife ihrer llnabhäugigleit die Stellung et« richlrrtiche Be­amte eingeräumt werde».

Die Aentnimsanträge auf derauffetzuug der Alter«- irrnze pus 68 bezw. 70 Jahren werden o bgetebnt, -M der dritten, namentlichen Abstimmung über be» Eventualantrag de« Zentrum«, wonach für eine Heber- aangszeit von zwei ffahren nach dem 1 Avril tiWt h,i# Alter von 68 bezw 70 fahren maßgebend sein soll« --rweist sich da« bau« al« be s ch l u ß u n s ä h i g , wo­rauf Vizevtäsident Dr Voesch die nächste Sitzung auf 10 Minute» später anberaumt ~

19 7. Sitzung.

I» bet neue» Sitzung wirb in 2 »nd 8 Beratung der Entwurf zur Abänderung de« Gesetze« über den fforst- viebstahI in der ffaffung de« Aitsschuste« gegen big Stimmen der Rechtsparteien ang-nammen. Ter Ent­wurf bett, die V rpllichlnng der Gemeinden zue Dalkuag non Ziegenböcken wird in 2. und .3 Lesung ebenk« <jLarr»mmen dazu ein Antrag, der anch den Stadtlreijk» dir Verpflichtung anfertegt.

Da« £wu» fetzt hinaus He Beratung über de« t>eu»belt der Foestverwaltung d fort

Ab» Selb (D Vvt): Vorbedingung für den Wieder­aufbau nnfeeer ffotfien ist die Erhaltung der Beruf«- freudig teil der fforstbeamten. i

Abg. Rentier (Dem): Läßt e« sich nicht ermög­lichen, Bauholz für Siedlungen zur Verfügung zu stellens In der do'.»l-aoe müßte man den fförstern mehr entgegen« kommen. Schärfere Kontrolle erscheint notwendig unter ViwiHijunt. Mii DeuerungSzufchläge». -

Landwir'schaftsminister Braun: Die Beamten bet fforstverwartuna »erben durch die neue Besoldungsord- nnng eufnebefkrt . ffflr da« Dienstland ist eine Höchst­grenze von 20 Hektar für Oberiörster und 12 Hektar für fffrüer ßstgesetzt worden, v sondere Verhätin-fse falle» her»<f:rttigt werde». Die Bestimmiiugen der Ia,rd- ortznnng unterliegen einer Nachprülung Den fförster« ein« besondere jkontroltinstan, im Ministerium zu be- wcklioev. .würde zu unvertretbar-n stonsrauen-.en führen, ffeber. fforflbeamtrn werbe ich bestrafen, der einen fforst- t.rbeiter wegen seiner Zugehönqk.ii zu einer politische» Cr-tanifaticn «nzufaif n neriucht Wa« den m-.lstärischen Ton bei der fforstverwaltung anlangt, so wird dafür ge- iorot, daß der Sfafernenton, soweit er noch vorhanden ist, »erschivindet. Die Rücksicht auf den steigenden Holzbrdarf kann uni nicht verantasien. den Einschlaa über das jetzige Waß zu vermehren. 5->insichilich d r Privath'rsten bring« ,ch in den nächsten Tonen ein Gesctz zur Vrrhindcruntz ües Baul-l-aus . (Beifall.)

Der föaudjaft der ^orstverwoltung wird angenommen.1 Es felgt die Beratung des Haushalts der

PreußischenZentratgenosseufchast»- kaiie.

«Hz Busch (3): Zu prüf.» ist. ob nicht die Prrtir.K guttg bet Sabanöluna Bit der Prrußenkajje ratsam