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Amtliches Derkündkgvngsblatl des Kreises Marburg.

Tageszeitung für (das früher kurheffifchej Oberhessen

Erstes Blatt

Zwei neue deutsche Noten

Frag-n Stellung z« nehmen. Sir beehrt sich

dem

'N

Ä

eine

Der unabhF»zlge Sozialdemokrat Stammer ist

:um Landr« t der Kreise, Bitterfeld gewählt wor-

Waffen sofort ausgeliefert wer­den Engländern in die Hände

nach neue

Europa zu senden beabsichrigt. die über OeskUschajt der Böller verhandeln soll.

auf die zu befürchtenden Ruhestörungen fein niedergrlegt. - i; .

gern. anzurrgen, baldmög'ichst eine Besprechung von Vertretern derjenigen Regierungen, ftattsinden zu lassen, von denen der Vorschlag ausgeqangen ist und un die er gerichtet ist. Die deutsche Regierung bittet oen britischen Herrn Premierminister, diese An» regung mich an die französische und die italienische Regierung g:beu zu wolle».

daß die Entlassung sämtlicher Arbeiter und Arbeite» rinnen erfolge. Al» Ursache wird angegeben, daß bei ron bei Arbeitern geforderte wirtschaftliche Beihilfe in Höhe von 1000 Mark nicht bewilligt werde» könne, wenn der Betrieb orvuungSgemäß aufrecht erhalten werden soll. Da etwa 4000 Arbeiter und Angestellten in Frage kommen, handelt ei sich ui» eine Ausgabe von 4 Millionen Mark. Für Auf­rechterhaltung der Ordnung ist Gendarmerie beorberf worden. Der Betriebsrat der Finna hatte infolge , der ablehnenden Haltung der Firma mit Rücksicht

Laucranjs.a^e

Sie Miumm in NeWen.

Vorschlag eiert «ündliche» Aaosxrache.

Wb. Berlin, 13. Dez. Der deutsche Botschafter

Loudon hat am 13. Dezember nachstehende Note

Re«r »i»i,ienf»tb*sege« bet Koatrotrommisfion.

Berlin, 13. Dez. Die deutsch« Regierung hatte der Brtschofterkonferenr ein« Denkschrift über die im Fri-denoaertrag vorgesehene Zerftörun, »on Befesti- ktunzen übermittelt. Wie da,Berl. Tag«bl.- mitteilt, Kat die KontroNkammistion di« deutschen Vorschläge als ungenügend juriitfgewiren und weitere Forderungen oufzoftellt, deren ErfüNang rund 620 Millionen Mark kosten würde, während jur Ausführung der deutschen Silane nur 61 Millionen erforderlich sind. E, ist zu boffen, daß die Botschafterkonferenj der schweren wirt- ichastliä'en Lage Deutschland, Rechnung tragen und die über den Vertrag von Versailles binausgehen­den Forderungen der Kontrollkommission fallen lasten wird.

MarLrrrq

Dienstag. 14. Dezbr.

tZnlmomd.)

Die englische Brandstifterpolitik in Irland.

Die DorZsug« in Cork.

wK Paris, 13. Dez. Der Sonderberichterstatter tei Journal" in London gibt über die jüngsten Vor- }3Se in Cork noch solgende Einzelheiten bekannt^, Den -anzen SMinobend mittag staönttea -die Aegierüngs- truppe» stark bewaffnet auf die Stadt Cork zu uri> er rsgte« bei ihrem Durchmarsch durch die Stadt Angst «nd Schrecken. Um ,7 Uhr abends wurde eint Abteilung bei ihrer Rückkehr in die Kaserne überfallen und 12 der Soldaten verwundet. Eine halbe Stunde später legen- Truppen, die sogenanntenBlacks and Ians, durch die Strafen und forderten die Frauen auf, in bk Häuser zurückzukehren. Die Männer wurden einer strengen Durchsuchung unterzogen, Straßenbahnwagen anaehalien und der Verkehr »ollkommen lahmgelegt, lkm 10 Uhr abends begannen die Truppen, die Hätller fti durchsuchen und verübten neue Repressalien. Die Lok-ater» legten darauf Feuer an den Neubau des Magazins des Sir Stanl», Harrington, der kein Sinnfeiner ist. Nach kurzer Zeit war da, Magazin vsükommen vernichtet, und auch viel« Gebäude der Nachbarschaft wurden ein Raub der Flammen. Der »Petit Parisien berichtet noch, daß um 2'4 Uhr nachts eme Truppe derBlack, and lene in das Hau, der Esbriider Delanq «indrang, einen der Brüder tötete

den ^anderen wie dellen Onkel verwundete.

In der Kathedrale sprach Monsignore Cehalan gegen solche barbarischen Vorgänge und gab seiner Absicht Ausdruck, alle diejenigen zu exkommunizieren, die diese Borctäng« hervorriefen. Andererseits gab' der Kom­mandant des Bezirkes. Seneral Si^gingfon, die Ber- ftcherung, dah seine Truppen die Lage in die Hand nehmen würden und man infoloedeffen nichts mehr eon benBlacks and Ians besiircktt-m müsie. Aber Cork Jittert immer noch, und aller Verkehr ist unterbrochen.

Rach den lebten Meldungen wird die Zahl der durch Feuer zerstörten Häuser auf 140 geschäht. Bei Einer Schieberei wurden nacht, zwei Personen getötet rns 11 verletzt. Hunderte von Menschen sind, geflüchtet.

Kriegszustand zwischen Irland und Cngtaab.

i

Dez. Nach einer Meldung der

Abbruch der bolländisch-serbischen Beziehungen^

wb. Haag, 13. Dez. tote ca3 Korrespondenz- Miro vernimmt, ist zwischen der uiedeelägdischen und der serbischen Regierung wegen Mtß'tandiuug bei niederländischen Konsuls in Belgrad eine Meinungs­verschiedenheit entstanden. Die niederländische 8it- gierung betrachtet die von der serbischen Negierung Irr dieser Angeleger.hnt enigriwmmenr Haltung als mit der für dir Ansrerhterhaltuug gutrc ualloatll.et K-ziehungen üblichen Art im Widerspruch stehend. Ei« beauftragte daher ihren Kesandten in Belgrad, Serbien zu verlassen und teilte dem serbisch n Geschäftsträger im Haag mit, daß auf seine weitere Anwesenheit im Haag kein Wert gelegt wird.

Frankreich.

(Ein französischer General über Ladendorsf and die deutsche Niederlage.

Der französische General Suat, im Kriege erst Führer der 121. Divisickn und dann Abteilungschef im Srosten Eeneralstabe, sagt in einem Vorwort zu dcr französischen llebersetzung von Ludendorff,Kriegr- erinnerungen":Wird« und immer wieder hat er (Ludeudorsf) da, Vaterland gerettet, und wenn Deutschland schließlich doch zum Ruin gekommen ist, so geschah er einfach, weil sein Ratschlag nicht befolgt wurde. Deutschland war für den Sieg vor­bereitet, so gut »orbereitet, dah e, moralisch unLefiea- bar »a:. Und da Deutschland unbesiegbar war, so ist die Tatsache, dah e, ooch geschlagen wurde, darauf zu- rückzufllhren, dah eilige seiner Leiter ihre Pflicht nicht get xn haben. Die Armee hat offen­bar diesen Verdacht nicht verdient. Es ist das Land e Ifcft, das schuldig ist, und dazu die Leiter der Regierung. Wenn die Leiter der Regierung nicht imstande waren, die moralische Gesundheit de, Volkes zu erhalten, die eine Vorbedingung des Siege? ist. so geschah bu», well sie den 'Sieg nicht wünsch­ten.

Kit M!t H ifl MtlhM

über Eupen und Malmedg.

tob. Genf, 13. Dez. Das Seneralsekretariat de» Völkerbundes überreichte heute den Völker- bundsmitgltedern eine deutsche Note, die Neichs- minlsier Simons an den Generalsekretär Sir Eric T r u m'o n d gerichtet hat. Die vom 30. No­vember datierte Note legt dar, dah Deutschland den Beschlug des Dölkerbundrats vom 20. September, in welchem dieser Eupen und M a l m e d y end« gültig Belgien 311 totes, nicht annerkennen könne, weil nach dem Bersailler Vertrag nicht der Rat. sondern der Völkerbund selbst, d. h. die Völker. bu»d,Versammlung. einen solchen Te'chlub fassen müsse. Der Völkerbundsrat erklärte Deutschland, daß er einen anderen Beschluß gefasst haben wurde, wenn der Nachweis geführt worden wäre, daß durch Einschüchterung, Amtsnnstbrauch und Drohungen die Volksbefragung unmöglich gemacht worden fei. Die deutsche Note erklärt nun, daß sie diesen Nach­weis än der Anlage erbringe, und, auf diese Beweise gestützt, darauf rechne, daß die Abstim­mung für ungültig erklärt und der BerSlke- ntng Gelegenheit gegeben werde, ihren Willen frei, wie der Friedensvertrag es fordert, aus- z u s p r e ch e n. Da, Generalsekretariat verteilte unter die Völkerbundsmitglieder t.ur die Ilebersetz- ung dieser Rote, nicht aber das beigefügte Me­morandum mit den Anlagen, in denen die Beweise rufgesührt '»erden, auf die sich die deutsche Note stützt. Dar Sekretariat begnügte sich damit, den Deleg'erten mitzuteilen, daß sie diese Dokumente in vet Bibliothek des Sekretariats finden können. Es fügte hinzu, daß sie dort auch die übrigen Akten über Eupen und Malmedy finden, darunter den Bericht dr* belgischen Regierung rem 17. Novbr.. in dem, wie es in dem Begleitschreiben des General- 'ekretariats «örtlich heißt,die Bemerkungen der dcutfchen Regierung über die Durchführung der Bolksbesr«Zung widerlegt »erden sind."

-lubrt.eL i.uta rutt.

Amerika.

tob. Wafhimgt» n, 13. Dez. (HavaS.) Die Schwiengketten, die sich bei den Verhandlungen be­treffend die Verteilung der «bemal- deutschen Kabel.ergaben und bte zur Einstellung der Verharrt« langen führten, s.ud beigelegt worben. Die Betz Handlungen sind wieder aufgerwmmen worden.

wb. London, 13. Te;. Nach einem Telegramm «ui Washington sagte Manuelekretär $)an:ei3 in seinem Jahresbericht, daß falls «meri'a dem Völker­bunde beitritt, seine je| ge Flotte genügen» sei. An« dernsallS empfiehlt er für die nächsten »tri Jahre den Neubau dreier chichlachlschiffe, 3$ Kreuzer, einet Schlachtkreuzers, 8 Kauonenboow, 18 Lorpedobooreu und 18 Unterseebooten.

nb. Paris, 13. Te;. Wie derkhi-ago Tri- bune" aus Marion gemeldet wird, glaubt man, daß der urngewöhlte Präs deut Hardiitg eine Lommisstou

Paris, 13. Dez. Das Oberkommando der Sinn- feiorr-Urmee bat di« Berbängung des Belagerungszu- ftsndes ib<r Südirland mit einer Gegenpreklamaiion beantwortet, in der gesagt wird, daß der Kriegs- Instand zwischen Irland und tbrotzbrilannien bestehe, «Le Personen, die den Streitkräften der Engländer in ttgendwelcher Art Hilfe leisten, würden bestraft werden, «utzeedern sollen all« ben. bangji sie nicht laßen.

hem englischen Premierminister übergeben:

Tie dänische Regierung hat dsn Vorschlag, den de- britische Premierminister namens der britischen, der französischen und der italienischen Regierune wegen der Abstimmung in Oberschlesien gemacht hat einer eingehenden Prüfung unterzogen un* beehrt sich, darauf fo'aende« zu erwidern:

Der Fri-d-nst ertrag gibt Deutschland den Anspruch auf eine Gewähr dafür, daß bei der Volksabstimmung 'n Obersckllesiri- fcer Wahlakt sich frei, unbeein­flußt und geheim vollzieht and jede unterschied­liche Benandlung der eingesessenen und der außer- ba'b Oberschles ens woh: enden Sllmmberechtioten von tumb rin ausgeschlossen ist. D'e'em Antprnch kann nut durch volle Einheitlichkeit d-s Wahl­aktes genügt werden. Der Grundsatz der Emhntliw- keit des Wahlaktes ist denn auch dem Ort wie der Zeit nach bei den Abstimmungen in Schleswig '»wie in Ost- und Westpreußen auf Grund der Artikel 95 und 103 des Fnedeusvertr.-rges streng durchgefnhtt torrben. Diese Artikel decken sich ins,, weit völlig, mit den L.'sttmm'ingen des § 4 der An­lage zu Artikel 88. Ter Vttsthallerrat hat über­dies den Grundsatz der Einheitlichkeit deS Wthlastes anlMfsf' der Ab'-Hnung tret An'rageZ, in Ostvreuß-m i;Eef"eieirennte Urnen einzuiührrn, ausdrücklich als maßgebend anerkannt. Ebenso geht aus der Rote t-pm 30. November hervor, daß sich oie britische, die franziistsche und die »taltcntfchc Regierung gleichfalls jw diesem durch den Fnedeitsvertrag und sein? bi4- ber'fle »nmerft-ung sestge"egten grundsätzlichen Stanb- vnnkt beke inert. Die deutsch? Regierung erkennt g me an, dost der ihr gemachte Vorschlag von dm woP- meinenden Absicht ausgeht, Unruhen xv v-rhöten, di? bei Geiegenqett ter Absttmmnttg in Obeesch'esien ein­treten kötiuten. Sie laitn tiefe Absicht nur mit Oe- nugtuilng begrüben. Sie weiß amb die Tchrantwor- tnng zu irflrbiqru, die die drei Negierungen mit der Aufgabe übernommen haben, die freie, unbeeinflußt und akheime Stimmenabgabe zu sichern und dal ihrem eibene anvertraute Oborfchle'ieu am Täte de: Hbfiinimung vor Wtfahren zu schützen, ^'citet von dem Bestrebem den MLchsn ihre ingtbe zu erleich­tern, ist die d-uisch: No^'erung bere't di! in der Note ism 30. November auf e.rorf-ne Br d en - ri t : er­neuten fachlichen Brüsung zu unterz'ehen. Die deutsche K'.gieriing g-statiet sich, hierbei darauf htnzumeist», b«6 der Bor,ch< der Mächte ßrohrn technischen ci-trierigfettenin Bo;»« auf T ravSport, Hüter» bringung u-w. begigaen «liß e. Eie macht ferner »«rauf aufmerksam, daß nach Z'ster 6 de: No e da! Legednis der Bolktabstim-uuRg nicht btfenat wrchen e«rf, bevor nicht all« von den eingesessenen und autwäriiaen Lehtbercchtigten ab^-g-beaeu:;n«me« rer'inigt worden ftitb. Es ist höchst zweifelhast, ob dabei eine Xijjercnj enntg der Etimniberetz izten und eine B<rl«;ung des Grund^es dor O-ch'tm- Haltung völlig aurg-schlessen werden *«nn Die üentsche Regtet«ng g «ubt, daß sie durch eine münd­liche Aussprache am schnellsten d:e Mkg ichkest erlangen würoc, zu den tu der Not« aufgeroerftarnt

Aus dem besetzten Gebiet.

tob M a i n z, 13. Tez. Die Lpelwerke in Rüssels­heim haben heute bis auf weiteres ihren Betrieb still-

Vie£)»«r»eiHUb< Zeiwnq eri<beint ieAsmal»»ewtllih. - F«nia«»Teie monatliL m ... I Mk., »ur* bi« Tett 4.20 Akt. Ausgabe B mitOber». kooit-Zts. 1 Akk. webt.

Wf 7Q1 ^ar ovskallende Nummer» Infolge Etreiks ober »Iem,»«»r,t «reisaMe kein Srmn.-

/»* Serie« »an Dr. L. -itzerotd. - Druck der iIni»..B»'i>»r»ckeret »en Iotz. Vag. Kock>, Werft 21 23. Iternloreihrt 65.

ek Verl«, 13.

Wrtler Ausgabe derDaily Mail" hat die Dubliner Dcttzei aesiern in einer Neparaturwerkstätte für Fahr- ein, Sombenfabrik entdeckt und 200 Bom- 7rt b*id>!afirt«hmt Petfonen wurdeik in der Fabrik

SeitsmlrllioIlsraL

7. Sitzung vom 13. Dezember.

Borsitzender Edler v.Braun eröffnet die Sitzung um 3.20 Uhr. Die Besprechung der EruLhrung^ läge wird sortgeseyb '*

Cbekredakteur Georg Bernhard: Ein fRdtbüte* nährunaSminister bat garnichtS zu verwalten, flärtt nicht Sie einheitliche WirtichaftSauffaikung innerhalb der Re# flirrung und stört nur die Mas,nahmen de« Wirtsckafttza Ministeriums. Tie Notwendigkeit einer tuet gröstetea Netreideeinsiibr bedeutet gepenülvr dem Borsahr eitch aroße Verschlechterung unserer Valuta. Ich versteh« nicht, wie der Minister sagen kann, die Lage sei nicht . schlechter als im voriaen Jahr. Woher twll der ErnSH« rnngSminister die Devisen für die Einfuhr nehmen? ' Wie lange will man diefeS Borgen ssrtsetzen? (Zuruft .

1 IabrO Vizkleicht gebt ei nicht einmal 1 Jahr. |

Bankbeamter Munzel (Arbeitnehmer deS Handel«)! Die Ausführungen de« ReichSernährungSm!nisi>rium« (a j der Düngemittelfraae widersprechen den vom W itfcbaftN j minifierium anfgkstettten Richtlinien. Mit dem Einkauf i von Getreide im Ausland darf nicht wieder bi! zu en* , günstiger Entwicklung der Preise gewartet werden. Wir. Arbeitnebmrr sind uns darüber fiar, daß die fetzige Za» 1 schustwirtschast nicht zum Dauerzustand werden tirf. |

Prof. Dr. Aereb 0: Herrn Dr. RSsicke muß ich fx , wesentlichen Punkten widersprech n. Tie Viehh, ltung darf der menschlichen (Fmäbrunq keine Konkurrenz (ein. Wir müssen erst eine einheimische FiitterminelbasiS Ichaft fen. Auk den früheren Wohlstand der Fleischernäh'untz ' werden wir allerdings nie wieder kommen. An Düigo» , Mitteln stehen unS jetzt nur 4<X)000 Tonnen gegenüber ; 500 000 Tonnen vor Kriege zur Verfügung. jBfi - Sürfen vorläufig |

keine« Stickstoff a«8fObren. " | Die bisherige Stickstosfproduktion müssen wir ganz erheb« ' lich erhöhen. . |

N«dokteur Umbreit (Mkg. Deutscher Gewerkschasttzo kund): Der Unterausschuß hat vor allem die Einfuhr von PdoSvhat verlangt. Umso merkwürdiger ist die Stellung deS kruübrungSministerS j>tr statt Düngemitteln Nah­rungsmittel einfübren will. j

Freiherr v. Richtbafen (Bund der Landwirte): Di« Wünsche bei NeichswtrtschastsratS müssen von der Regie* ,! . rung berürfiidfiigt werden. Die laudwirtfchastliche Dro»,, duktion wird erschwen durch die Verteuerung der kohstl« 3m Ausland sind die Gelreidepreise viel höber. f

Gewerkschaftssekretär From (Christlicher Fabrikarbei« ter»trbenb): Sir Arbeiter begrüßen ei. daß gegen ' »en Echteichhanbel jetzt la scharf vorgegangen wird. i

Prof. Dr. ® ui« berg (Chemische Industrie): Unser« . Lager an Itali sind biS an die Decke gefüllt. Die Preis« , sind sehr niedrig. Augenblicklich müssen wir um Absatz bitten trotz der niedrigen Preise. Sine wirtichasilich« Ungebeutrlicbfeit ist e«, daß von dem kuavven Kartoffel^ piritu«, Essigsäure bergeftclll wird, während unter« chemische Industrie auS Calciumcarbid syuthctischeu Essig Herstellen kann.

Kommerzienrat U n t u ch t (Industrie) fordert SM* . tigun« der ReichssettstcUe und Freigabe der Zuckerwi* ' schäft.j

Malerobermeisier Hansen (Hamburg) empfiehlt einen Antrag zur Bekämpsung deS Schieberhandels. |

Dr. Elch kVcrkchrSgcwerbe) fordert Hafer für bal Trav.kvartgewerbe.

Ministerialdirektor Hoffmann erfiärt, daß ein« Vorlage zur Abgabe von verbilligtem Mat» bereits voaz Kabinett gebilligt fei Staatsmittel zur Verbilligung d«g Dünger« könnten nicht gegeben roerbyu i

Damit schließt die Äussproch« Ter Antrag Haufen und die Vorschläge deS Ausschusses werden einstimmig angenommen. Es folgt ein Antrag Vögele -Mann* beim, wonach die Abschnitte be» NcichShauShaltS. di« wirtschaftliche, sinanztelle oder Steuerfragen betreffen, zunächst dem RcichSwirtjchgttSrat norgelegt werden tollen« ebenso die Steuergesetzt. Verbunden damit wird ein Aw« trag Bernhard, wonach bte Beiräte bet einze'pen Minisierien ersetzt werden sollen durch die Ausschüsf« des ReichSwirtschastSratS. '

Fabrikant V ö g e l e - Mannbetm begründet seinen An* trag. Tie verfassungSmäsigen Rechte be» Rctchstageg wollen wir nicht antjiten.

Chetrebofteur Bernhard: Dem rein-n Iuteresfen« Müneel wellen to't bte woblenoogene Sochversiändiakeit entgeg-ns-detl. Eine Rivalität mit deut Sterchstag lehnen' mir ab. >

NetchSwirrfchastSminister Dr. Scholz erklärt, daß er mit Skt Grundtendenz der Anträge einveistanden fei

Die Anträge werden dem wulschufllicheu Ausschuß überwiesen. i

Es fvigt die Beratung des Antrages 2S111 e t über bi« 9 r Jb u 111»e EeweroSlo,eujürjorge. Die 8e*.

Der Antelaeaorelo beträgt für Wie Rg«lp. Zell« 75 Vfg. «nb IO**, lufWae, «mtftdie «y c un» «uswartige 1.- Akt.. Jteflamneil« 3.00 Akt. Jeder Rabatt «fit al» B-nabatt 33 »HM Bet »ustunft »ur* die »«!ck,äit,stell« und HerinttHung »et An geböte 75 Vf«. So». ...i

»etgebithk. Vet Beträgen unter 20 Mk. müllen rott da» Porto tüt btt Rechnung 11 Hl

berechnen. Posttcheckkonta: Skt. 5015 *mt rftenllut« a. Main. l,r4<U

Ii5ki!ms tiitt hwlilSra ümtraeiÄ Köln, 13. Tez. TieKöln. Zeitg." meldet aus 4Befflr<*, daß Stefan Naditsch, das Haupt der kroatischen Vanernpartet, die aus dem Wahlkamvi- Im Kroatien als Siegerin hervorgegangen ist, am 8. Dezember im Namen von 230 000 Wählern seiner Partei die kroatische Bauernrepuülik aus- Berufen hat. Sein Ziel sei eine kroattsch--i'loweui>ch bulgarisa - serbische Bauernrepublik. Se'i Kamps scheine sich besonders gegen die Dynastie Karageoraewitsch als Trägerin der serbisch- Mslawischen Miltlärmacht zu rickrten. In B'lzcad denke man nicht an eine gewaltsame Unterdrückung Kaditschs, man werde vielmehr das Volk zu einer kkrticheidung aufrvseu. Entscheide sich die Mchcheit bet 801 ket für anr RepuLS'uich den FöderMs tont, so fof'e der Staat demgemäß umgestaltet werden; doch nehme man an, daß die Entscheidung ge§«n Rodirsch fallen werde.